Nur gemeinsam sind wir stark – „HeForShe“

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Wir schreiben das Jahr 2015.
Ein Jahr, in dem die ganze Welt durch das Medium „ Internet“ vernetzt ist. Allein in Deutschland sind 56 Millionen Menschen online, weltweit sind es mehr als 2,93 Milliarden Menschen ( Statistik zur Internetnutzung weltweit, 2014).
Wir leben in einem Jahrhundert in dem täglich mehr als 80 000 Flugzeuge in die Luft steigen; in einem Jahrhundert in dem Menschen mit Raketen das Weltall erkunden und ihre Spuren auf dem Mond hinterlassen; in einem Jahrhundert, in dem die Menschen so fortschrittlich sind wie noch niemals zuvor.

Doch ein ganz wichtiger, zentraler Bestandteil in unserer hochmodernen, vernetzten Welt fehlt: Die Gleichberechtigung der Frau!
Unter Gleichberechtigung versteht man die Gleichsetzung von Mann und Frau in einem Rechtsstaat. In Deutschland ist dies sogar im Grundgesetz verankert: „ Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Männer und Frauen sind gleichberechtigt. […] „ (Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, S. 13, die Grundrechte, Artikel 3, Paragraph 1 und 2). So weit zur Theorie.

Schauen wir uns nun die Realität an. Dort sind Frauen weitestgehend benachteiligt: Die Frauenquote in den meisten Jobs wird kaum bis gar nicht erreicht und Frauen verdienen im Schnitt weniger als Männer.
Früher durften Frauen sogar keinen Schulabschluss machen. Sie waren dazu verdammt sich um den Haushalt zu kümmern und die Kinder großzuziehen.
In einigen Ländern ist das heute noch so. Zwangsheirat und Unterordnung unter den Mann gehören hier noch zur Tagesordnung.

Seit einigen Jahren setzen sich daher viele Prominente für die Gleichstellung der Geschlechter ein. Eine der Neusten im Geschäft ist Emma Watson, die durch ihre Rolle als die schlaue Hermine Granger in den Harry Potter Filmen berühmt wurde. Seit September 2014 ist sie UN- Sonderbotschafterin. Zusammen mit UN Women setzt sie sich in ihrer neuen Rolle für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Frauenrechte ein.

Zu diesem Anlass hielt sie im September letzten Jahres eine Rede im Hauptquartier der Vereinten Nationen. In dieser machte sie auf die Probleme aufmerksam, die noch heute auf der ganzen Welt bestehen:

„ […] I think it is right that I am paid the same as my male counterparts. I think it is right that I should be able to make decisions about my own body. I think it is right, that women be involved on my behalf in the policies and decisions that will affect my life. I think it is right that socially, I am afforded the same respect as men. […] Because the reality is that if we do nothing, it will take seventy-five years, […]. before women can expect to be paid the same as men for the same work. 15.5 million girls will be married in the next 16 years as children. And at current rates, it won´t be until 2086 before all rural African girls can have a secondary education.“
( Transkript zur vollen Rede findet ihr hier )

Aufgrund der in ihrer Rede aufgezählten Missstände gibt es eine von ihr ins Leben gerufene Kampagne, die sich HeForShe nennt. Diese hat zum Ziel Männer und Jungen auf die Ungleichheit aufmerksam zu machen und sich für Frauen- und Mädchenrechte zu engagieren.
Heute, knapp ein Jahr später, haben mehr als 501.807 Männer unterschrieben ( Stand 12.11.2015; Website der Organisation: HeForShe ).

Nun kann man sich fragen, wieso so viele Menschen, insbesondere Männer, plötzlich aufstehen und sich für die Gleichberechtigung der Frauen einsetzen. Wieso jetzt? Wieso nicht schon früher?
Zum einen liegt es gewiss an den Prominenten selbst, die durch ihre große und immer weiter wachsende Fanbase schon treue Anhänger ihrer Sache gefunden haben.
Zum größten Teil jedoch greifen die Stars auf das am besten funktionierendste Mittel zurück ihre Nachrichten zu verbreiten: Das Internet! Durch ihre Aktivitäten auf Twitter, Facebook und co. weiß die ganze Welt davon.

Aber wir sollten nicht nur hinter unseren Bildschirmen sitzen und nichts tun, uns hinter einer Unterschrift verkriechen und denken, dass das genügen wird. Jeder von uns muss aufstehen und handeln!
Emma Watson hat es in ihrer Rede vor der UN auf den Punkt gebracht:“ If not now, when? If not me, who?“

Wenn ihr also Ungerechtigkeit in eurem Job, in eurer Familie oder in eurem Freundeskreis feststellt, dann tut etwas dagegen. Jeder kann etwas bewirken.
Denkt immer daran: Nur gemeinsam sind wir stark!

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