Are you in time? – ‘Cause time is money.

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„Wie schnell doch die Zeit vergeht!“ – Ein gern gesagter Satz, der heutzutage einen teils erschreckend hohen Wahrheitsgehalt hat. Die Uhr ist ein elementarer Bestandteil unseres Alltags geworden, auch wenn manch einer nun fragen wird, warum gerade so etwas eigentlich Altmodisches wie die Uhr? Weil sie uns den Wert vorschreibt, nach dem wir uns inzwischen pausenlos richten – im wahrsten Sinne des Wortes. Für alles vereinbart man Termine, jeder muss seinen Zeitplan einhalten, bloß nicht zu spät kommen, bloß nichts verpassen – und wehe, dabei geht etwas schief. Katastrophe!

Katastrophe? Mag sein – jetzt, wo man’s hört, fällt uns ein, stimmt ja schon irgendwie. Seltsam, dass uns ein so beeinträchtigender Faktor unseres Lebens eigentlich derart unbewusst ist. Zwar schauen nahezu alle Menschen ständig auf die Uhr, aber wer von ihnen würde tatsächlich behaupten, von Zeiteinheiten abhängig zu sein? Niemand? Ja, kommt hin.

Obwohl allein der Studienbeginn viel Chaos und Stress verursacht hat – man denke nur an all die Texte, die man noch immer nicht gelesen hat, eben aufgrund fehlender Zeit –, musste ich feststellen, dass mir diese Thematik auch erst kürzlich wirklich wieder bewusst geworden ist. Dass man in der heutigen Zeit scheinbar stets zu viel Arbeit in zu wenig Zeit zu erledigen hat; dass alles, was man unternimmt, an Uhrzeiten fest gemacht wird; dass man jederzeit erreichbar sein kann/soll/muss/…; dass der einzelne Tag an sich besser 30 Stunden hätte. Über all das denkt doch niemand nach, denn man ist es inzwischen gewohnt.

Ich habe mir hierzu Gedanken gemacht, als bei der vorletzten „Wetten, dass…?“-Sendung ein neuer Kinofilm vorgestellt wurde: “In Time” von Regisseur Andrew Niccol (Gattaca, Lord of War). Diese Idee, Zeit als Währung zu gebrauchen, klingt erschreckend, wirkt aber auf den zweiten Blick gar nicht so dumm.

Die Gedanken der Vorrede im Hinterkopf behaltend, zunächst ein kurzer Einblick in den Plot des Films: In einer unbestimmten, aber nahen Zukunft existiert das Zahlungsmittel „Geld“, wie wir es heute kennen, nicht mehr. Die Währung ist Zeit. Wird ein Mensch geboren, altert er – bis zu seinem 25. Lebensjahr. Denn dann endet die physische Alterung und auf dem linken Unterarm beginnt eine dreizehnstellige Uhr zu ticken: ein Jahr abwärts (001:00:00:00:00:00, also jjj:mt:ww:tt:hh:mm:ss). Nun wird das folgende Prinzip wirksam: „Die Armen sterben, die Reichen sind unsterblich.“ (vgl. Trailer) Je mehr Zeit (also Mittel) man auf seiner Uhr hat, desto reicher ist man. Zeit kann verdient und ausgegeben, sowie abgegeben, aber auch gestohlen werden. Zeit ist hier im absolut wahrsten Sinne des Wortes Geld. Ein Kaffee kostet vier Minuten, eine Busfahrt zwei Stunden. Während die Menschen in der zwölften, und damit letzten, Zeitzone, dem so genannten Ghetto, täglich um ihr Leben bangen müssen, wird in der vierten Zone langsam gelebt: die meisten Menschen verfügen dort über mehrere Jahrhunderte Lebenszeit.

Dass damit eine Situation der völligen Ungleichheit beschrieben wird, wie wir sie in unserer globalen Gesellschaft auch kennen, ist offensichtlich, sei aber in diesem Artikel nicht weiter thematisiert. Vielmehr soll es darum gehen, dass im Film „In Time“ der Gedanke umgesetzt wird, wie sehr die Gesellschaft von der Einheit „Zeit“ abhängig ist. Es ist nicht einfach die Zeit als Anhaltspunkt, auch nicht nur als Lebensinhalt, sondern als das Leben selbst. „His crime wasn’t taking time. It was giving it away.“ (vgl. Trailer). Zwar mag diese drastische Darstellung überspitzt sein, doch enthält sie einen wahren Kern, wie es eingangs erläutert wurde.

Betrachtet man in diesem Zusammenhang die aktuellen Medien, zeigt sich ein ähnliches Muster. Es besteht ein ständiger Wettbewerb, wer brisante Informationen und sensationelle Neuigkeiten zuerst veröffentlicht. Elementar wichtig ist hinzu-kommend die durchgehende Aktualität der Medieninhalte, weil es niemals soweit kommen darf, dass die Konkurrenz zum selben Zeitpunkt Informationen verbreitet, die viel aktueller sind als die eigenen. Und dieser Wettbewerb ist nicht nur intern bei den verschiedenen Mediengattungen zu beobachten, sondern insbesondere zwischen den Medien. Wer informert sich heute noch primär über das Radio? Wer wartet die nächste Tageszeitung ab, wenn man doch genauso gut – oder gar besser? – den Internetbrowser öffnet und dort die neuesten der neuen Neuigkeiten recherchiert? Niemand? Soweit ist es bisher nicht, aber es sind zumindest nur noch sehr wenige Menschen. Inhalte im Internet sind oftmals topaktuell und können sich minütlich, sogar alle paar Sekunden ändern (sofern die Verfasser dementsprechend schnell genug tippen können).

Die Zeit ist mächtig. Sie scheint alles zu kontrollieren. Überall wird sich Zeit erbeten, wird Zeit herausgehandelt, wird Zeit verplant, wird ihr regelrecht nachgerannt. Sogar heilende Kräfte werden ihr zugesprochen, heilt sie doch alle Wunden. Doch wer nimmt sich heute noch Zeit? Wer genießt Zeit? Wer kann Zeit auch mal vergessen? „In Time“ hat mich zum Nachdenken gebracht, weil die Idee manches womöglich vor Augen führen kann, was man vor lauter Uhren nicht mehr sieht. Nämlich, dass unsere Zeit wirklich begrenzt ist und nicht so einfach übertragen werden kann wie im Film. Die Zeit mag unendlich sein, jedoch nur für sich selbst.

Eine kleine Anmerkung am Rande: Exakt diesen Film habe ich mir allein im Kino angesehen. Niemand kam mit. Warum? – Nun, weil viele Leute dafür keine Zeit gefunden haben.

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Quellen & Verweise:

www.intimemovie.com/ (off. Homepage mit Originaltrailer auf der Startseite; 7. Dez 2011, 0:44am)

Interaktivfabrik GmbH (2011): In Time Trailer (deutsch); http://www.trailerlounge.de/film/in-time/video/in-time-trailer-deutsch-100313 , [7. Dez 2011, 1:26am].

Interaktivfabrik GmbH (2011): In Time Clip: Das Geheimnis der Langlebigkeit; http://www.trailerlounge.de/film/in-time/video/in-time-clip-das-geheimnis-der-langlebigkeit-100995 , [7. Dez 2011, 1:32am].

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Hollywood’s Love for Raping Franchises

geschrieben von in Allgemeines, Fernsehen, Medienkritik, Medienwandel2 Kommentare »

Heutzutage sind gute, einfallsreiche, aber vor allem Neue Ideen selten in der Filmindustrie. Wir leben in einer Zeit, in der Hollywood sehr faul zu sein scheint. Wohin man auch sieht, stellt man fest, dass sogut wie nur Sequels (Fortsetzungen), Prequels (Vorgeschichten), Spin-Offs (Nebengeschichten), Reboots (Neuauflagen), Remakes (Neuverfilmungen), etc. von bereits erfolgreichen aber schon älteren Filmen ins Kino kommen.

Man denke zurück an die 70er, 80er und 90er. Zugegeben, auch diese Jahre weisen eine Reihe von Fortsetzungen auf, allerdings bei weitem nicht so stark wie es heutzutage der Fall ist. Man erinnere sich an seine Kindheit, als sogut wie nur originelle, neuartige Ideen/Filme erschienen waren, wie z.B.: Jurassic Park, The Matrix, Face Off, Men in Black, Ghostbusters, Alien, etc.. All diese Filme präsentierten den Zuschauern neue Ideen, welche so populär und berühmt geworden sind, dass sie heute als Filmikonen angesehen und in der Popkultur gefeiert werden. Neue, originelle Filme waren überall und nahezu niemand sprach über Spin-offs, Remakes, etc. in einem so gewaltigen Ausmaß wie heute. Obwohl Fortsetzungen langsam aber deutlich an Bedeutung gewannen (wie z.B. bei der “Stirb Langsam” Reihe) wurden Begriffe wie “Reboot” sehr selten gebraucht, welche jedoch heute weit bekannt und gebräuchlich sind. Man sollte allerdings nicht augeblicklich denken, dass Remakes und Reboots aufgrund der Tatsache, dass sie wegen dem Erfolg des Vorgängers entstanden sind, sofort weniger wert sind. “Die Fliege” ist ein großartiger Film auch obwohl er ein Remake ist (was nicht viele wissen), oder der von Kritikern gefeierte Film “The Dark Knight” wäre nie zustande gekommen, wäre die Batman Reihe nicht “rebootet” worden. Allerdings sollten Fortsetzungen etc. nur in seltenen Fällen produziert werden und nicht zu einem Werkzeug Hollywoods werden garantiert Geld machen zu können. Leider ist (natürlich) letzteres der Fall.

Es scheint als würde Hollywood heutzutage wesentlich weniger Risiken eingehen wollen als in der Vergangenheit. Die Filmindustrie sieht in dem “Aussaugen” einer erfolgreichen Filmreihe durch die Produktion unendlich vieler Fortsetzung eine sichere Geldquelle. Berühmte Beispiele dafür sind Filmreihen wie: Alien (4 Teile + 2 Spin offs + geplante Prequels), Star Wars (3 Teile + 3 Prequels) und besonders diverse Horrorfilmreihen (welche teils über 10 Fortsetzungen besitzen). Neue Ideen deren Erfolg ungewiss ist, sind ein großes Risiko für eine Filmproduktionsfirma. Möglicherweise hat sich dieses Risiko heute nur noch vergrößert, da sich die durchschnittlichen Kosten eines “Hollywoodfilms”  von Jahr zu Jahr steigern, und der Film nicht nur seine Produktionskosten einspielen, sondern ebenso profitabel sein muss. Die Produzenten können selbstverständlich nicht in die Zukunft sehen. Die Einspielergebnisse an den Kinokassen lassen sich stets nur einschätzen, wenn auch beispielsweise ein weiterer Film von einem Starregiesseur wie Spielberg höchstwahrscheinlich sehr erfolgreich sein würde. Fortsetzungen geben der Produktionsfirma daher eine Art Absicherung, dass diese auch einen bestimmten Erfolg (gesichert durch einen erfolgreichen ersten Teil) haben wird. Diese Strategie der Filmindustrie mag zwar sehr profitabel sein, jedoch schränkt sie die Vielfalt der heutigen Filmwelt extrem stark ein. Ebenso kann dadurch eine nahezu perfekte Filmreihe durch Fortsetzungen (oder sogar nur eine) in Lächerlichkeit gezogen werden (z.B wie bei: Indiana Jones 4, Star Wars Episode 1-3). Das Tragische ist, dass wir große Namen und Titel von Filmen egal ob es die Millionste Fortsetzung ist, immer mit den Erinnerungen an den ersten erfolgreichen “guten” Teil verbinden und uns somit die Filmindustrie bewegen kann uns sogar den 12878324sten Teil von Indiana Jones anzusehen. In dem Sinne scheinen wir alle wie Schafe zu sein.

Die Filmgeschichte ist eine ständige Entwicklung. Regiesseure und Schauspieler der Vergangenheit inspirierten heutige Regiesseure und Schauspieler usw.. Hitchcock inspirierte durch seine Kamerafahrten, Filme, etc. Regiesseure wie Spielberg, der widerum jüngere Talente inspiriert. Doch wenn die Filmindustrie einen solchen Weg beschreitet, der ausnahmslos auf Profit getrimmt ist, bleibt der künstlerische Aspekt komplett auf der Strecke. Es ist klar, dass Filme eine große Geldquelle sind und widerum aus diesem Geld neue Filme entstehen, allerdings existiert bei einem solchen “Fortsetzungs-Trend” bald keine wirkliche filmgeschichtliche Entwicklung mehr.

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Britney Spears mit Zeitmaschine ins Nazi-Deutschland?

geschrieben von in Allgemeines, Medien und Politik, Medienkritik, Medienwandel, QualitätKommentare deaktiviert
Bildquelle: flickr Anirudh Koul CC Lizenz

Bildquelle: flickr loveyousave CC Lizenz

Da es es diesem Blog seit geraumer Zeit an Beiträgen über Britney Spears mangelt und die Qualität wie zu jedem Ende der Vorlesungszeit mal wieder ins bodenlose abgleitet, wollte ich mal mit dem Strom schwimmen dagegen ankämpfen. (Und das obwohl ich noch nichtmal ein Seminar hab, in dem ich bloggen müsste.^^)

Wie medienhandbuch mit Berufung auf BILD.de schreibt, soll Britney Spears in dem Film ?The Yellow Star of Sophia and Eton? die Hauptrolle spielen. In dem Drama geht es um eine Frau (Britney) die mit ihrer Zeitmaschine in die Vergangenheit reist und sich in Nazi-Deutschland in KZ Häftling verliebt.

Charlotte Knobloch, die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland ist nicht so ganz begeistert von der Idee:

?Bei Filmen, die sich mit dem Holocaust auseinandersetzen, sollte das Drehbuch sorgfältig ausgewählt und die Besetzung der Schauspieler mit Bedacht vorgenommen werden. Effekthascherei ist gerade bei diesem sensiblen Thema völlig unangebracht.

Laut IMDB sollen die Dreharbeiten zu diesem etwas anderen Holocaust Filmprojekt Ende September beginnen. Wobei auf Britneys IMDB Seite derzeit noch keine Infos stehen.

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Tom Cruise, Nazis und die bösen Online Medien

geschrieben von in Allgemeines3 Kommentare »

Der/Das Blog Blog Fünf Filmfreunde berichtet, dass bei der Pressevorführung von Tom Cruise`s Nazispektakel Redakteure von Onlien Medien wieder ausgeladen wurden. Kann ich mir zwar irgendwie nicht vorstellen, weil die Presseabteilung von FOX nicht so bescheuert sein kann. Aber wenn es stimmt, dürfte der Film vermutlich ein ziemliches Trash Spektakel werden.

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Brand in den Universal Studios – Viele Filmkulissen zerstört

geschrieben von in AllgemeinesKommentare deaktiviert

Bei einem Großbrand in den Universal Studios in Los Angeles am 1.6. wurden zahlreiche hölzerne Filmkulissen, darunter ganze Nachbauten von New Yorker Straßen und eine riesige King-Kong-Attrappe sowie ein Lager mit über 40.000 Videos und Filmrollen zerstört. Auch die berühmte Rathaus-Kulisse aus dem Film “Zurück in die Zukunft” wurde Opfer der 30 Meter hohen Flammen. Bei der gewaltigen Löschaktion, die mehrere Stunden dauerte, wurden zehn Feuerwehrleute verletzt.

Die Ursache für den Brand wurde erst heute bekannt: Offenbar wurde das Feuer durch eine Lötlampe ausgelöst, die bei Bauarbeiten auf dem Dach eines Hauses auf einem Filmset benutzt wurde. Im Gegensatz zu dem Brand im Jahre 1990, der ebenfalls Schäden in Millionenhöhe anrichtete und auf Brandstiftung zurückzuführen war, handelte es sich also um einen Unfall – wenn auch ein folgenschwerer. Viele der zerstörten Kulissen dürften wohl unwiederbringlich verloren sein.

So ist das nun mal mit den Filmkulissen: Hinter dem schönen Schein steckt nichts als Sperrholz, und das brennt unglücklicherweise sehr gut. Vielleicht sollten die Studios ihre Brandschutzmaßnahmen noch einmal überdenken.

Quelle:

Spiegel Online vom 1.6.2008

Spiegel Online vom 3.6.2008

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