Der Unmut des Fernsehens: Stell dir vor, es läuft nur Quatsch, und niemand sieht hin….

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»Die Entwicklung des Fernsehens verläuft in drei Phasen. Phase eins: Intelligente machen Fernsehen für Intelligente. Phase zwei: Intelligente machen Fernsehen für Dumme. Phase drei: Dumme machen Fernsehen für Dumme. Gegenwärtig befinden wir uns im Übergangsstadium zwischen Phase zwei und Phase drei. «
(Johannes Gross, irgendwann Mitte der achtziger Jahre)*

So formulierte er, der Publizist, Aphoristiker, Journalist und Krawattenmann des Jahres 1980, seinen Bedenken gegenüber dem Fernsehen, eine der wenigen Kritiken, die expizit den Produzenten, im weitesten Sinne, als mitverantwortlich an dem Verfall des Fernsehens wähnt.

In Anbetracht der Tatsache, dass es etwa 20 Jahre her ist, dass er dies äusserte, stellt sich die Frage, in welcher Phase wir uns jetzt befinden. Dürfen wir uns optimistisch zeigen, und behaupten dass wir sicherlich noch die Kurve kriegen? Falls nicht, wie lange kann so ein Übergang dauern? Oder könnte es sich bei diesem Modell auch um einen Kreislauf handeln, dessen dritte Phase schon ein paar Jahre zurückliegt, und an dessen Anfang wir es, gerade mit viel Mühe, aber wieder geschafft haben??? Fragen die sicherlich schwer zu beantworten sind … Eine andere Frage, die dieser Zustand mit aufwirft, ist die, ob wir, als Rezipienten und Produzenten, zu dumm oder zu feige sind, dies zu ändern?

Quoten gelten als ausschlaggebendes Messintrument für jegliche Belange, und bestimmen damit das Programm. Dabei sind diese noch lange kein Qualitätsgarant. Dennoch stellen sie für Medienschaffende, die beste Ausrede dar, weiterhin abgetrampelte Pfade abzulaufen, ohne selbst Verantwortung für das zu übernehmen was man produziert. Denn Schuld sind nur die Zuschauer die hinsehen!

Hierzulande scheint sich das Fernsehen, mit seinem Alibi der Quoten, geradezu vor jeglicher Innovation zu sträuben. Der ständig neu konjugierte Bildungsauftrag seitens öffentlich-rechtlicher Sender, den es zu erfüllen gilt, führt dazu dass es eben noch einen zusätzlichen Politik-Talk gibt, der die wenigsten (dummen oder intelligenten) Menschen interessiert. Nicht anders verhält es sich bei den privat-kommerziellen Sendern, nur das es sich hier um einen, eher schlecht als recht wahrgenommen, Unterhaltungsauftrag handelt.

Ein Blick über den Ozean zeigt, dass Fernsehen so viel mehr sein kann, als das was ich fast jeden Abend abschalte.

 

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Spaß und Tränen vor dem Spiel

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Wer hat sie nicht gesehen, diese zwei prägnanten Szenen während der Live-Übertragungen des Vorrundenspiels Niederlande:Deutschland (13.6.; ZDF) und des Halbfinales Deutschland:Italien (28.6.; ARD)?

Zur Erinnerung:

Im Vorrundenspiel Niederlande:Deutschland am Mittwoch, den 13. Juni 2012, wird in der 22. Minute auf einmal eine Szene vom Spielfeldrand gezeigt, in der Bundestrainer Joachim Löw von hinten auf einen Balljungen zuschlendert, diesem spielerisch den Ball aus dem Arm stupst, dem Balljungen daraufhin mit einem Lächeln auf die Schulter klopft und ihm anschließend den Ball per Hacke zurück kickt [1, 2]. Dieses kurze Intermezzo sorgte wohl vor zahlreichen Leinwänden und Bildschirmen für allgemeine Belustigung, zeigten diese Bilder doch gänzlich unerwartet einen überaus entspannten Bundestrainer, der seine Scherze treibt, während seine Mannschaft auf dem Platz um wichtige Punkte kämpft. Der Überraschungseffekt der Szene war pointiert.

Im Halbfinale Deutschland:Italien am Donnerstag, den 28. Juni 2012, schießt Mario Balotelli das für deutsche Fans erschütternde 2:0 für Italien. Es folgt eine Großaufnahme ins Publikum, genauer auf eine Frau – unverkennbar in den Farben Deutschlands -, der bei unbewegter Miene eine einzelne Träne aus dem Augenwinkel über die Wange kullert [3]. Dieses emotional stark aufgeladene Bild spricht vielen Fans aus der Seele und ruft Mitgefühl hervor – und passte in diesem Moment perfekt.

Zu perfekt vielleicht? Ja, laut der Berichterstattung von FOCUS Online vom 15., 16. und 30. Juni 2012 [1, 2, 3]. In drei Artikeln wird von den Hintergründen dieser zwei Szenen berichtet, die beide jeweils vor den entsprechenden Spielen stattgefunden haben und von der UEFA möglichst wirkungsvoll an den genannten Stellen in die Bilder der Live-Übertragung montiert worden sein sollen [2, 3]. ARD und ZDF echauffieren sich über diese, wenn auch nur kurzweilige, Aussetzung gesetzter journalistischer Standards, und fordern: “Wo live drauf steht, muss auch live drin sein.” [2]

Ein klassischer Fall der Konstruktion einer Medienrealität, scheinbar frei nach dem Motto “Was nicht passt, wird passend gemacht.”. Doch wenn solche Methoden lediglich aufgrund einer effektiveren Dramaturgie in die Medien Einzug erhalten, was soll uns zukünftig dann noch erwarten? Darf man der Bildschirmnotiz “live” fortan wirklich noch Glauben schenken? Muss man nun jede ausgestrahlte Sekunde TV-Programm bzgl. ihres Wahrheitsgehaltes hinterfragen?

Die Verantwortung für die Montage während der zwei EM-Spiele scheint bisher noch nicht geklärt [2]. Doch ob es nun der Regisseur allein, die Produktionsfirma oder gar die UEFA an sich gewesen sei – von welchem Interesse mag das am Ende noch sein, wenn eine derartige Verzerrung der Realität gang und gäbe würde?

 

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[1] FOCUS Online (15. Jun 2012, 10:04 Uhr): Jogi Löw scherzt mit einem Balljungen. Uefa-Fake sorgt für Verwirrungen. in: Ebert/Steil (1996-2012): FOCUS Online. URL: http://www.focus.de/kultur/medien/jogi-loew-scherzt-in-der-22-minute-mit-einem-balljungen-uefa-fake-sorgt-fuer-verwirrungen_aid_767595.html ; [30. Jun 2012, 3.57 pm].

[2] FOCUS Online (16. Jun 2012, 9:31 Uhr): Joachim Löw und der Balljunge. ZDF beschwert sich bei Uefa über falsche Bilder. in: Ebert/Steil (1996-2012): FOCUS Online. URL: http://www.focus.de/sport/fussball/em-2012/joachim-loew-und-der-balljunge-zdf-beschwert-sich-bei-uefa-ueber-falsche-live-bilder_aid_767948.html ; [30. Jun 2012, 3.59 pm].

[3] FOCUS Online (30. Jun 2012, 12:35 Uhr): EM-Halbfinale Italien gegen Deutschland. Uefa montiert Tränen über Balotellis Treffer. in: Ebert/Steil (1996-2012): FOCUS Online. URL: http://www.focus.de/kultur/kino_tv/beim-halbfinale-italien-gegen-deutschland-uefa-montiert-traenen-ueber-ballotellis-tor_aid_775227.html ; [30. Juni 2012, 4.00 pm].

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Call for Papers: How I got lost six feet under your mother

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Die Kritische Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Wien bittet um schriftliche Beiträge zum Thema Fernsehserien. Dabei schlägt sie Töne an die eine Frankfurter-Schule-Richtung vorgeben: “Statt Subversion in die eigene Lieblingsserie hinein zu lesen, soll die Kritik regressiver Elemente ins Zentrum gerückt und damit auch ihre jeweilige Rezeption untersucht werden. Was passiert mit den kulturindustriellen Produkten in der warenproduzierenden Gesellschaft und wie gehen wir als Rezipient_innen darin ein?”

Am 3. und 4. März 2012 gibt es im Rahmen eines Workshop-Wochenendes in Wien die Möglichkeit, sich mit den anderen AutorInnen auszutauschen und den eigenen Beitrag zur Diskussion zu stellen. Genauere Infos zum geplanten Workshop gibt es hier.

Bis 10. Januar können die Beiträge eingereicht werden. Sie sollen in einem Sammelband veröffentlicht werden. Viel Spaß!

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Kritische Theater-, Film- und Medienwissenschaft Wien (2011): Call for Papers: How I got lost six feet under your mother. http://krittfm.blogspot.com/2011/11/call-for-papers-how-i-got-lost-six-feet.html [15/12/11]

Fernseher kaputt (2011): How I got lost six feet under your mother. http://fernseherkaputt.blogspot.com/2011/11/how-i-got-lost-six-feet-under-your.html [15/12/11]

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Lie to me: “Die Wahrheit steht dir ins Gesicht geschrieben.“

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Dritte Staffel von „Lie to me“ ab Februar auf DVD erhältlich

Seit 2010 läuft bei VOX die US-amerikanische TV-Serie „Lie to me“. In der Serie geht es darum, wie Dr. Cal Lightman (Tim Roth) und sein Team anhand sogenannter „Mikroausdrücke“ Lügen von Verbrechern aufdecken und auf diese Art und Weise die Verbrechen lösen. Die Serie basiert zum grössten Teil auf den Forschungen des Psychologieprofessors Dr. Paul Ekman. Ihm zufolge sind Emotionen universal, das heisst jeder kann die gleichen Basisemotionen – Angst, Wut, Trauer, Ekel, Freude und Überraschung – empfinden. Ebenso universal sind die Gesichtsausdrücke, die bei diesen Emotionen entstehen.  Bei jeder Emotion werden spezifische Muskeln im Gesicht des Menschen aktiviert. Dies wird auch als „action unit“ bezeichnet. Das System, in dem alle „action units“ beschrieben und erklärt werden, ist das „Facial Action Coding System“ (FACS) von Dr. Paul Ekman.
Ein Mikroausdruck ist eine minimale Bewegung der Gesichtsmuskeln, die stattfindet wenn eine Person versucht, den emotionalen Gesichtsausdruck zu verbergen. Mikroausdrücke dauern nur ein Fünftel einer Sekunde und sind somit schwer zu identifizieren. Allerdings gibt es spezielle Training Tools, um seine Fähigkeit, die Mikroausdrücke zu erkennen, zu verbessern.

In der Serie „Lie to me“ spielen diese Mikroausdrücke die ausschlaggebende Rolle. Dr. Cal Lightman merkt, wenn ein Verdächtiger lügt, weil er es in dessen Gesicht „lesen“ kann. Wenn ein Täter lügt und behauptet, die Tat nicht begangen zu haben, dann findet Lightman das dadurch heraus, dass der Täter einen bestimmten Mikroausdruck hat, weil er zum Beispiel versucht seinen Ärger oder seine Verachtung dem Opfer gegenüber, zu verbergen. Anhand dieses Wissens kann Lightman den Täter dann so lange verunsichern, bis dieser schlussendlich zugibt, die Tat begangen zu haben. Dr. Cal Lightman lässt sich nicht verunsichern, auch wenn viele vom FBI nicht an den Erfolg seiner Methode glauben und sich über ihn lustig machen. Am Ende ist es trotzdem immer er, der die Verbrechen auflöst.

Inzwischen läuft seit dem 26. Oktober bereits die dritte Staffel im Fernsehen. Hierbei handelt es sich allerdings leider um die letzte Staffel  -  FOX gab im Mai 2011 bekannt, dass die Serie nicht verlängert wird. Am  24. Februar 2012 soll die dritte Staffel schliesslich auch auf DVD erscheinen.

Quellen:
Ekman, Paul (2010): Gefühle lesen: Wie Sie Emotionen erkennen und richtig interpretieren. Spektrum Akademischer Verlag
http://www.paulekman.com/
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,682640,00.html
http://www.cinefacts.de/dvd-news/28307-dritte-staffel-von-lie-to-me-im-februar-2012.html
http://www.movieworlds.com/news/Lie_to_me_-_Season_3_-_Finale_der_faszinierenden_Crime-Serie-881540.php

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Persönlichkeitsbeschreibungen und Horoskope: Der Barnum-Effekt

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Horoskope sind sehr weit verbreitet. Man findet sie in Zeitungen und Zeitschriften, als Anwendungen bei Facebook, und auch bei manchen Fernsehsendern und Radiosendern werden Horoskope vorgelesen. Sehr viele Menschen glauben auch daran, was in ihrem Horoskop steht und lassen sich davon beeinflussen. Doch wie kommt es, dass so viele Menschen an einen Text glauben, und es ihnen vorkommt, als ob dieser genau auf ihre jeweilige Situation passt, obwohl er ja für jeweils alle Löwen, alle Schützen, alle Wassermänner, alle Steinböcke usw., verfasst worden ist? Dann müsste ja an Tag X z.B. jede Person mit Sternzeichen Löwe, Glück in der Liebe  oder einen stressigen Arbeitstag haben.

Die Tatsache, dass Menschen dennoch so stark an Horoskope glauben, kann man mit dem Barnum-Effekt, der in der Psychologie häufig diskutiert wird, erklären. Aussagen werden so vage formuliert, dass sie auf jeden Menschen oder jede Situation zutreffen können. Ein Horoskop wie das folgende passt auf die Situation und Lebensweise jedes Menschen.

“In finanzieller Hinsicht haben Sie in der letzten Zeit einige kleine Rückschläge verkraften müssen, keine Angst, es geht bald wieder bergauf. Harmonische Stunden zu zweit sind genau das Richtige für Ihre Beziehung, die Liebessterne stehen gut dafür. Spielen Sie im Beruf etwas mehr Ihre wahren Stärken aus, und lassen Sie sich nicht zu leicht von Ihren Zielen abbringen, das könnte Probleme verursachen. Ihre Gesundheit sollten Sie in der nächsten Zeit etwas mehr schonen, Sie brauchen Ihre Power. Gesunde Ernährung, viel Ruhe und möglichst viel Schlaf sind jetzt wichtig, um weiterhin fit zu bleiben.”

Es gibt sicherlich viele Menschen, die sagen würden, dass dieses Horoskop genau auf ihre aktuelle Lebenssituation zutrifft. Doch das ist nur der Fall, weil die Aussagen so allgemein formuliert sind. Für jede Beziehung sind harmonische Stunden zu zweit wichtig, und sich von Zielen abbringen zu lassen hat natürlich für jeden Probleme. Genauso braucht jeder eine “gesunde Ernährung, viel Ruhe und möglichst viel Schlaf” um fit zu sein.

Ein bekanntes Beispiel, wie stark sich Menschen von diesem Barnum-Effekt beeinflussen lassen, zeigt sich an einem Experiment des britischen Zauberers und Mentalisten Derren Brown.

Ein paar Gäste bei ihm im Studio wurden zunächst gebeten, drei Aufgaben zu erfüllen. Sie sollten erstens auf einem Blatt Papier die Kontur ihrer Hand nachzeichnen, zweitens, ihr Geburtsdatum und die Geburtszeit notieren, und drittens dem Blatt ein persönliches Objekt, das sie bei sich trugen, beilegen. Anschliessend teilte Derren Brown den Teilnehmern mit, dass er anhand dieser Daten eine exakte Persönlichkeitsbeschreibung der Teilnehmer verfassen würde. Er erzählte ihnen, dass er versuchen würde, die Persönlichkeitsbeschreibungen so wenig allgemein wie möglich und so akkurat wie nur möglich zu schreiben.

Als die Teilnehmer später ihre jeweilige Persönlichkeitsbeschreibung lasen, war jeder einzelne von ihnen überrascht, wie akkurat diese war. Viele dachten schon beim ersten Satz “Ja, genau so bin ich.” Andere behaupteten, Derren Brown hätte sogar Dinge in ihnen gesehen, die sie selber noch nicht über sich wussten. Die Persönlichkeitsbeschreibungen wurden teilweise eingeschätzt, zu 99 % zutreffend zu sein.

Anschliessend wurden die Teilnehmer darüber informiert, dass jeder einzelne von ihnen genau die gleiche Persönlichkeitsbeschreibung erhalten hatte. Derren Brown hatte diese bereits mehrere Monate vor dem Experiment verfasst.

Das Video zum Experiment von Derren Brown können Sie sich hier ansehen:

Experiment von Derren Brown

Ich finde es erschreckend, dass Horoskope, Persönlichkeitsbeschreibungen und ähnliches so vage und allgemein formuliert werden, dass es auf jeden Menschen zutreffen kann und auch viele daran glauben. Und trotzdem sind die Texte ja auch nicht so vage formuliert, dass sie den Leuten nicht akkurat vorkommen. Die Leute haben das Gefühl, ihre tiefsten Persönlichkeitseigenschaften würden genau aufgedeckt werden. Dass dieser Barnum-Effekt immer wieder so gut funktioniert, überrascht mich immer wieder aufs Neue.

 

 

Quelle:

http://www.alltagsforschung.de/der-barnum-effekt-warum-glauben-wir-horoskopen/

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Falsche Schönheitsideale in den Medien

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Heutzutage werden sehr viele Erwartungen an die Menschen gestellt. Jeder Mensch hat verschiedene Rollen und „muss“ sich deshalb auch rollenkonform verhalten.
In Bezug auf das Aussehen der Frauen lauten die Erwartungen, dass diese schlank, schön und immer perfekt gestylt sein müssen. Schaltet man den Fernseher ein, dann sieht man in Werbespots Models oder andere berühmte Persönlichkeiten, die scheinbar keinen einzigen Makel haben: Sie haben eine perfekte Haut, eine perfekte Figur, perfekte Haare,…

Schon seit langer Zeit gilt schlank als schön. Wer mollig oder dick ist, entspricht nicht wirklich dem heutzutage verbreiteten Schönheitsideal.  Zwar gibt es vereinzelte Spots, wie zum Beispiel den von Dove, in denen gezeigt wird, dass auch Frauen mit Kurven schön sind, doch es ist immer noch so, dass Schlankheit besser ankommt. In Frauenzeitschriften gibt es so gut wie jedes Mal Diättipps, so dass man das Gefühl vermittelt bekommt, unbedingt eine Diät machen zu müssen, sogar wenn man nur ein paar Kilo zu viel hat.

Dies ist ein ernstzunehmendes Problem. Denn durch Sendungen wie „Germany’s next topmodel“, Werbespots und Anzeigen mit schlanken Frauen, sind die Frauen in der heutigen Gesellschaft einem enormen Druck ausgesetzt, ebenfalls schlank zu sein. Das heutige Schlankheitsideal ist so teilweise dafür verantwortlich, dass Mädchen und Frauen mit ihrem eigenen Körper unzufrieden sind und sich zu dick finden, sogar wenn ihr Gewicht völlig normal ist. Dadurch kann es passieren, dass es den Frauen irgendwann so wichtig ist abzunehmen und diese „Idealma?e“ zu erreichen, dass sie anfangen zu hungern oder nach dem Essen zu erbrechen. Das Resultat ist Anorexie oder Bulimie.

Natürlich sind die Medien und das darin vermittelte Schönheitsideal nicht der einzige Grund für Essstörungen, sie tragen jedoch erheblich dazu bei.

Genauso ist es mit Facelifting und dergleichen. Stars wie Sharon Stone oder Madonna sehen im Fernsehen oder in Zeitschriften für ihr Alter sehr jung aus, was manche Frauen dazu bringt, sich liften zu lassen, weil sie das Gefühl haben, dass sie auch jung aussehen müssen, um schön zu sein. Aber das Make-Up ändert schon sehr viel am Aussehen der Stars. Schaut man sich Fotos von ungeschminkten Prominenten an, sind diese teilweise nicht wiederzuerkennen.

Umso schlimmer ist es, dass die Fotos oder Werbespots oft bearbeitet sind, zum Beispiel mit Photoshop. Die Frauen werden schlanker gemacht, ihre Makel wie Cellulite, Pickel und so weiter werden retuschiert. „Mit unnatürlich geschönten Fotos werden wir dazu verführt, Leute als Vorbild zu nehmen, die es so überhaupt nicht gibt“, bemerkt korrekterweise die französische Politikerin Valérie Boyer. Die Schönheitsideale entsprechen nicht der Realität. Dies wird auch in einem Spot von der Firma Dove deutlich gemacht. Diesen Spot können Sie sich hier ansehen.

Ich finde es erschreckend, dass die Medien Schönheitsideale verbreiten, die zu Essstörungen und so sogar zum Tod führen können oder die Frauen dazu bringen, teilweise nicht ungefährliche Schönheitsoperationen über sich ergehen zu lassen. Noch schlimmer sind diese Folgen, wenn man bedenkt, dass es sich bei den Schönheitsidealen um solche handelt, die von den Medien nur konstruiert sind und es in der Wirklichkeit gar nicht gibt. Wir wollen so aussehen wie Menschen, die es eigentlich nicht gibt – jedenfalls nicht so, wie sie in den Medien dargestellt werden. Wie soll man diese hohen Erwartungen an das Aussehen dann jemals erfüllen können? Es scheint eine Sache der Unmöglichkeit zu sein.

 

Quellen:

http://web4health.info/de/answers/ed-cause-society.htm

http://www.suchtmittel.de/info/essstoerungen/001607.php

http://www.magersucht.de/krankheit/medien.php

http://www.gesundheit.de/ernaehrung/essstoerungen/erscheinungsformen/magersucht

http://www.magersucht-online.de/index.php/informationen-zu-magersucht/41-dr-christa-wuehrer-anorexia-nervosa-oder-qpubertaetsmagersuchtq

http://www.focus.de/kultur/medien/presse-vor-diesen-fotos-wird-gewarnt_aid_447874.html

http://data5.blog.de/media/206/3160206_1f90322268_m.jpeg

http://www.wunderweib.de/media/redaktionell/wunderweib/intouch_2/beauty_1/beautyspecial/2011_15/januar_16/vonungeschminktaufglamourlook/von-ungeschminkt-auf-glamour-b.jpg

http://www.trendsderzukunft.de/wp-content/uploads/2009/04/madonna-photoshop-440×298.jpg

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Werther-Effekt und soziale Bewährtheit

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Vor etwa einem Jahr wurde der deutsche Film “Goethe!” veröffentlicht. Er war unter den Top 10 der erfolgreichsten deutschen Filme im Jahr 2010 und erzählt die Geschichte von Johann Wolfgang von Goethe, der sich in Charlotte Buff verliebt. Charlotte erwidert seine Liebe zwar, muss jedoch einen anderen, Johann Christian Kestner, heiraten. Den Schmerz darüber verarbeitet Goethe in seinem Werk “Die Leiden des jungen Werthers”, welches er dann an Charlotte schickt. Diese veröffentlicht das Werk ohne sein Wissen. Kurz darauf ist sein Roman bereits zum Bestseller geworden.
Den Roman “Die Leiden des jungen Werthers” hat Goethe nicht nur im Film, sondern auch im realen Leben geschrieben. Inhalt ist die Lebensgeschichte Werthers, der sich in die damals bereits verlobte Charlotte Buff verliebt. Charlotte empfindet das Gleiche, heiratet jedoch ihren Verlobten und möchte Werther schliesslich nicht mehr wiedersehen. Aus Verzweiflung und Trauer erschiesst sich Werther kurz darauf.

Kurz nachdem “Die Leiden des jungen Werthers” 1774 veröffentlicht wurde, kam es plötzlich zu zahlreichen Nachahmungen: viele unglücklich verliebte Männer entschieden sich für den Freitod, genauso wie Werther in Goethes Roman. Heute wird dieses Phänomen deshalb als Werther-Effekt bezeichnet.
Doch Goethes Roman ist nicht das einzige Beispiel für Suizide, die mehrere weitere Suizide nach sich zogen. Als sich Robert Enke im November 2009 vor einen Zug warf, stieg die Zahl der Suizide in den darauf folgenden Monaten stark an. Auch nach dem Selbstmord von Marylin Monroe kam es zu zahlreichen Nachahmungen.
Prominente haben eine wichtige Vorbildfunktion und viele, vor allem Jugendliche, orientieren sich an deren Verhalten. Begehen die Prominenten Suizid, glauben die Jugendlichen, dass dieses Verhalten auf irgendeine Weise “richtig” sein muss und imitieren es. Robert Cialdini zufolge wird dieses Prinzip der sozialen Bewährtheit umso stärker aktiviert, wenn die Personen sich mit dem Suizidenten sehr gut identifizieren können, ihm also ähnlich sind.

Über den Werther-Effekt wird in der Medienwirkungsforschung stark diskutiert. In den Medien wird immer sehr viel über Suizide, besonders von Prominenten, berichtet. Das lenkt die Aufmerksamkeit der Rezipienten auf die “Möglichkeit” einen Suizid zu begehen.  Tatsächlich nimmt die Medienwirkungsforschung an, dass es zwischen der Medienberichterstattung über einen Selbstmord und der Erhöhung der Suizidrate einen Zusammenhang gibt.
Dies verdeutlicht, dass die Medien darauf achten sollten, wie sie über einen Suizid berichten. Oft neigen die Medien dazu, die Suizide als besonders tragisch und/oder spektakulär zu beschreiben. Das ist einerseits verständlich, denn die Rezipienten bevorzugen “Sensations-Nachrichten” und so verkaufen sich die Medien besser. Doch andererseits verstärken diese Arten von Berichterstattungen den Nachahmungseffekt, weil die Suizidenten so zum Teil als “Helden” dargestellt werden und Anerkennung für ihre Tat bekommen. Die Berichterstattung sollte also eher neutral bleiben, auch wenn das für die Medien bedeutet, dass ihre Nachrichten nicht ganz so “spannend” sind und sie deshalb vielleicht nicht ganz soviele Rezipienten erreichen. Zumindest könnte so aber verhindert werden, dass es wieder zu einer Suizidwelle wie den oben beschriebenen kommt.

Quellen:
Robert Cialdini: “Die Psychologie des Überzeugens”

http://www.klassiker-der-weltliteratur.de/die_leiden_des_jungen_werther.htm

http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/werther.html

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/32718

http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2008/0923/003_pubertaet.jsp

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Erst Japan dann Libyen

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Gestern gegen 22.55 Uhr in den Tagesthemen – Caren Miosga erklärt, dass die schlimmen Ereignisse in Libyen normalerweise an erster Stelle der Nachrichten stehen würden: “Tage wie diese sind auch journalistisch eine Herausforderung. Die Lage dort  ist so dramatisch, dass wir normalerweise zu Beginn dieser Sendung darüber berichtet hätten.” Diktator Gaddafi hatte erneut mit Kampfjets auf Aufständige im Osten des Landes schießen lassen. Dabei gab es mindestens einen Toten. Die Härte, mit der Gaddafi gegen sein Volk vorgeht, ist mehr als unmenschlich. Für die meisten von uns ist es unvorstellbar, was in so einem Mann vorgehen muss. Und es ist schlimm, machtlos vor den Bildschirmen zu sitzen und zusehen zu müssen, dass Menschen aus reinem Egoismus von anderer Menschenhand sterben. Doch so schlimm, so grausam diese Situation ist, unsere Gedanken werden derzeit von Japan bestimmt. Das Ausmaß des Unglücks in Japan mit wahrscheinlich mehr als 2.000 Toten und eine möglicherweise bevorstehende nukleare Katastrophe lassen daher auch die journalistische Welt anders aussehen.

Tagtäglich müssen Journalisten darüber entscheiden, was wichtig und was in Zeiten humanitärer Krisen wie heute relevanter ist. Das Aufmacherthema über eine eventuell bevorstehende dritte Explosion in Reaktorblock 2 des AKW Fukushima I erwies sich als gruselige, oder besser gesagt, traurige Vorahnung. Bereits im Nachtmagazin wurde eine solche Explosion bestätigt.

Die sich überschlagenden Ereignisse und das hohe Interesse der deutschen Bevölkerung an den Sondersendungen zur Japanberichterstattung geben der Auswahlentscheidung der ARD-Nachrichten Redaktion recht. So erreichte die Sondersendung des ARD-Morgenmagazins am Sonntag  14,1 % des Marktanteils, die Tagesschau am Abend 25,2% sowie der ARD Brennpunkt nach der Tagesschau zur Angst vor dem Atom-GAU 22,4 %.

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Hbb TV – oder die Fusion von Internet und TV

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Mist- schon wieder den Anfang der Serie verpasst!  Naja, mal schaun, was im Fernsehn gerade noch so anläuft. …
So oder ähnlich gehts doch vielen von uns. Eine Sendung oder ein interessanter Beitrag ist bereits vorüber oder man schaltet mittendrin dazu und ist reagiert entnervt,  weil einem der Anfang fehlt. So ist das mit dem linearen Medium TV oder “Fernsehn”.
Die individuellen möglichke3iten der Zuschauer hielten sich bisher in überschaubaren Grenzen.

Knut Hickethier beschrieb in seinem Text “Einführung in die Medienwissenschaft” (2003) dazu folgendes :

“Die Fernbdienung hat den Zuschauer in einer neuen, nicht wieder rückholbaren Weise freigesetzt, ihn zu einem selbstbestimmteren Umgang mit dem Medium befähigt. Deshalb ist er jedoch noch nicht zu seinem eigenen “Programmdirektor” geworden wie kommerzielle Anbieter behaupten, denn er ist immernoch auf die vorgegebenen Angebote angewiesen. Das Fernsehen verstärkt mit dieser Entwicklung gesellschaftliche Trends zur Individualisierung der Menschen.”

Mit dem Fernsehgerät selbst hatte man  im Normalfall also keine Möglichkeit,  einen verpassten Beitrag nachzuholen. Bisher! Denn nun steht dem eigentlich linearen Medium Fernsehen eine kleine Revolution befor:
HbbTV .
Das ist nicht etwa eine etwas umständliche Bezeichnung für einen neuen Sender, HbbTV soll künftig den altbekannten Videotext ablösen.
Mit HbbTV kann der Zuschauer  selbst aktiv werden. In einer  Sendung vorgestellte Produkte könnten direkt per Knopfdruck abgerufen werden - Produktinformationen, alternative Videos zum Thema, Links zu verwandten Themen … alles  vom Sender bereitgestellt und per Fernbedienung leicht erreichbar. Zusätzlich kann das aktuelle TV Programm nebenher weiter verfolgt werden.
Schon seit längerem sind solche interaktiven Schaltflächen zwischen Internet und Rundfunk bekannt: Google TV, Yahoo,Youview und  Apple TV sind nur einige der Optionen, die die mediale, verschaltete, digitale Welt ihren Nutzern offeriert.
Eine Studie von “Mücke, Sturm & Company” (MS&C) vom 22.11.2010 bestätigte jedoch die durchaus positiven Eigenschaften gerade von HbbTV. Patrik Sturm, Geschäftsführer der MS&C meint sogar :

„Sollte sich HbbTV durchsetzen, wird die Fernsehlandschaft umstrukturiert und TV-Sender könnten
die Hoheit über den Bildschirm verlieren“
(Pressemitteilung 22.11.2010)

Die Fernsehsender selbt könnten bestimmen, welche Online-Dienste sie auf ihren HbbTV Plattformen anbieten.
Somit könnten auch Online-Telefongespräche, oder ein “Online-Viedeothekenbesuch” über den Bildschirm des Fernsehers erledigt werden.
Wie kommt man als Nutzer an diese Technologie?
Aktuell über einen spezialisierten Receiver oder über einige (bisher wenige) Angebote von HbbTV-spezifizierten Geräten.  Neuere TV Geräte könnten das begehrte HbbTV bereits per einfachem Benutzen eines roten Knöpfchens auf der Fernbedienung erreichbar machen. ARD und ZDF  hatten Mitte 2010 bereits als erste Sender  HbbTV ins Repertoire ihrer Angebote aufgenommen. Weitere werden folgen.
Wie weit wird diese Entwicklung gehen?
Eine interessante Frage. Wenn man bedenkt, wie schnell neue Entwicklungen den Markt überschwemmen.  Die bis vor kurzem noch mehr oder minder klar von einander getrennten Medientypen Rundfunk, Internet, Printmedien wachsen augenscheinlich immer weiter zusammen.
Könnte es in naher Zukunft etwa nur noch ein Empfängergerät für alle Medientypen geben? Alle ursprünglich getrennten Medientypen in einem vereint?

Quellen  (Stand 02.01.2011) :

http://www.news.de/technik/855068524/hbbtv-verschmilzt-internet-und-fernsehen/1/

http://www.hbbtv-infos.de

Hickethier, Knut (2003) ” Einführung in die Medienwissenschaft”, Metzler

http://www.muecke-sturm.de/static/content/File/PM%20HbbTV.pdf

http://www.irt.de/de/themengebiete/digitales-fernsehen/hybride-tv-empfaenger.html

Video ZDF :

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1130508/Mit+dem+Fernseher+ins+Internet#/beitrag/video/1130508/Mit-dem-Fernseher-ins-Internet

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Wetten, dass…es schief geht?

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Es ist wohl klar, dass diverse Medien wie Zeitungen und besonders Klatschblätter es lieben, wenn im Fernsehen und vor allem bei TV Shows nicht alles so läuft wie geplant. Skandale, Tränen und Zusammenbrüche werden von der Presse heiß erwartet, um die involvierten Prominenten daraufhin regelrecht zu zerfetzen.

Das Konzept, ungeplante Skandale und Ereignisse (gewollt) auf der Bühne zu präsentieren, wurde mit übergroßem Eifer bei Castingshows wie “Popstars”, “Germany’s Next Topmodel” und “Das Supertalent” verwendet. Doch wie skandalös und teils gefährlich einige Stunts und Showeinlagen bei diesen Castingshows auch sein mögen, der Zuschauer wird stets in einer gewissen Sicherheit gewogen, da er weiß, dass die ausgestrahlte Sendung nicht live ist. Unpassende Momente werden diesbezüglich vor der Ausstrahlung im Fernsehen herausgeschnitten. Doch was, wenn etwas bei einer Live-Sendung schief läuft?

Seit man denken kann, ist “Wetten,dass…?” stets eine Live-Show gewesen. Live Auftritte von Filmstars, Musikern und anderen Prominenten aller Welt schmücken das Konzept der Show und machen sie so beliebt (nunja heute nicht mehr so sehr). Doch vor allem die Wetten, die zu einem großen Teil aus gefährlichen Stunts bestehen, sorgen für die “richtige” Show. Doch nicht alle Wetten gehen erfolgreich, oder in dem gestrigen Fall, harmlos aus.

Der 23-jährige Kandidat Samuel Koch versuchte bei seiner Wette am gestrigen Abend, mit speziellen “Sprungmechanismen” (Sprungschuhen) an den Füßen, fünf auf ihn zufahrende Autos zu überspringen. Bei dem vierten Auto erwischte es ihn und er fiel regungslos auf den Boden. Das tragische war, dass sein eigener Vater das Unglücksauto steuerte. Nach einer vorläufigen Unterbrechung wurde die Sendung daraufhin komplett abgebrochen. Samuel Koch liegt seitdem auf der Intensivstation.

Es stellte sich jedoch heraus, dass Samuel Koch mit seiner Wette sogar schon Probleme bei den Proben hatte. Doch warum ließ ihn die Redaktion der Sendung dann trotzdem auftreten? Kann es sein, dass Einschaltquoten hier mehr zählen als die Sicherheit der Kandidaten? Heutzutage erfährt “Wetten,dass…?” eine regelrechte Quotenflaute, doch ist dies nun das komplette Aus für die Live-Sendung? Man kann sich wohl einigen, dass Samuels Unfall keineswegs geplant war (wer will schon freiwillig auf die Intensivstation?), allerdings sind solche seltenen Ereignisse zugleich gefundenes Fressen für die Presse aber wohl auch der schlimmste Alptraum jeder Live-Sendung.

Quellen:

http://unterhaltung.t-online.de/-wetten-dass-kandidat-war-bei-proben-bereits-schwer-gestuerzt-/id_43640122/index

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Nie wieder “Die Nackte Kanone”

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Und wieder ist ein alter Hollywoodstar von uns gegangen dessen Filme vielen unsere Kindheit  verschönert haben. Der großartige Schauspieler Leslie Nielsen verstarb letzten Sonntag, den 28.11.2010, im Alter von 84 Jahren, in Florida aufgrund einer Lungenentzündung. Die meisten Menschen kennen Leslie Nielsen eher als den tollpatschigen Cop Frank Drebin aus der 3-teiligen Filmreihe „Die Nackte Kanone“.  Durch diese Komödien Trilogie bekam der Schauspieler weltweites Ansehen als einer der besten (und dabei ältesten) Komödien-Stars Hollywoods. Nielsen nahm sich nie zu ernst und zögerte auch nicht in Filmen wie „Scary Movie 3“ mal den idiotischen Präsidenten der USA zu spielen. Allerdings sollte man ihn deshalb nicht gleich in eine Schublade zu anderen Comedians packen. Nielsen war seit über 60 Jahren im Filmbusiness tätig und verkörperte über 200 verschiedene Charaktere im Laufe seiner Karriere.

Leslie Nielsen mag zwar eine bestimmte Art von Humor gehabt haben, die bestimmt nicht jeden Kinogänger ansprach, jedoch gab er stets in jedem seiner Filme alles was er konnte. Er war ein großer Sympathieträger bei dem man das Gefühl gekriegt hat „dieser Kerl kann einfach nicht sterben“.  Natürlich ist diese Denkweise nicht realistisch aber es ist heutzutage wirklich was besonderes, wenn Schauspieler in seinem Alter (84) bis zu ihrem letzten Lebensjahr in Filmen auftreten und es dabei sogar noch hinkriegen, sich nicht auf Slapstick zu konzentrieren, sondern auch auf sarkastischen Parodie- Humor Wert legen, der (wenigstens im Falle von Leslie Nielsen) nie alt zu werden scheint.

Das einzige was jetzt noch seitens Hollywoods getan werden kann, ist es, keinen bescheuerten vierten Teil der „Nackten Kanone Trilogie“ zu drehen, damit diese Filme bezüglich Nielsen stets in Ehre gehalten werden können.

Quellen:

http://www.stern.de/kultur/film/mit-84-jahren-nackte-kanone-star-leslie-nielsen-gestorben-1628818.html

http://www.imdb.com/name/nm0000558/

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Zu Gast in der “Grünen Hölle” – Besuch beim ZDF in Mainz

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Viel wurde darüber berichtet, sei es in anderen Medien oder auch in der Eigenwerbung des ZDF. Die “Grüne Hölle” wie viele das neue 30 Millionen ? teure Nachrichtenstudio des ZDF nennen hat seinen Namen nicht von ungefähr. Geschwungen auslaufende grüne Wände, ein gründer Boden und eigentlich überall grün wo man hinschaut, bis auf einem schmalen Spalt gegenüber dem Blickfeld der Moderatoren. Und in Mitten allem Grüns ein dominanter Holztisch.

Am vergangenen Freitag hatten wir die Ehre im Zuge einer MPÜ eine Führung durch das ZDF und was nicht jedem vergönnt ist auch durch dieses neue Nachrichtenstudio zu bekommen. Vorab JA es ist beeindruckend zu sehen wieviel Technik in diesem Studio sitzt. Von der vollautomatischen Deckenbeleuchtung über die Kameraroboter bis zum riesigen Regieraum. Allerdings muss auch hier die leicht kritische Frage gerechtfertigt bleiben: “Braucht man denn so viel Technik um Nachrichten zu präsentieren oder ist das einfach nur Spielerei?”. Werden Nachrichten wirklich besser, wenn ich ein 3D-Modell eines Flugzeuges, Autos oder sonst was ins Studio einbinden kann? Wenn der Moderator mit virtuellen Gegenständen rumhantiert? Bisher schöpft das Studio auch in “Eigenkritik” des Senders noch lange nicht das gesamte Potenzial des Studios aus und so muss auch erst die Zukunft zeigen, ob das Studio die Nachrichten wirklich verständlicher und trotzdem sachlich präsentieren kann. Dies wird die Aufgabe der Verantwortlichen sein, auch in Anbetracht der großen Summen, die dieses neue Studio verschlungen hat.

Wie bereits geschrieben hat mich das Studio sehr beeindruckt, allerdings bleibt für mich immer noch die Frage ob wir nicht “bloß” Nachrichten präsentiert bekommen?

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ZDF ? sensiblere Nachrichten?

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Eine Sache die mir schon des Öfteren aufgefallen ist, ist dass die ?Tagesschau? durch ihre Nüchternheit und Aufbau der jeweiligen Nachricht oft unsensibel, teilweise gefühlskalt wirkt. Hierzu ein kurzer Vergleich:
Gestern fand in Dresden eine Demonstration statt, die sich gegen den Missbrauch dieses Gedenktages, der an die Zerstörung Dresdens am 13. Und 14. Februar 1945 erinnert, durch Rechtsradikale richtete. Beide öffentliche Sender berichteten darüber in ihren Nachrichtensendungen ?Tagesschau? und ?Heute? (jeweils die Abendnachrichten um 20:00 Uhr bzw. 19:00 Uhr).
Die ?Tagesschau? erwähnte eingangs, dass es sich um eine Demonstration handelte jedoch wurden die Vorhaben der Neonazis und deren ?Aufmarsch? erst in der zweiten Hälfte der Nachricht, und das mit einem Schnitt der eine neue Nachricht vermuten ließ, gezeigt. Dadurch entstand, meiner Meinung nach, vielleicht auch durch den Wechsel von einem männlichen Kommentator zu einer weiblichen Kommentatorin, der Eindruck als ob es sich jeweils um zwei verschiedene aber nicht miteinander verbundene, sogar gegeneinander gerichtete, Veranstaltungen handelte.
Im Gegensatz dazu, war die Berichterstattung des ZDF logischer aufgebaut: Der Sprecher erklärte zunächst das historische Ereignis, dann die Pläne der Rechtsradikalen und die daraus resultierende Demonstration gegen die Ausbeutung des Gedenktages. Auch die weitere Berichterstattung mit historischen Bildern und O-Tönen aus der, nun älteren, Bevölkerung vermittelten die emotionale Brisanz für die Bevölkerung Dresdens wesentlich besser.
Somit ? ein hoch auf das einfühlsame ZDF!

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Wechselt N24 bald den Besitzer?

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Laut Angaben von medienhandbuch.de steht der Nachrichtensender N24 kurz vor einem Verkauf. Interessenten für einen Kauf des Senders, der sich zurzeit noch im Besitz der ProSiebenSat.1-Gruppe befindet, sind auch bereits genannt worden: Der jetzige Vorsitzende der N24 GmbH, Torsten Rossmann, plane eine gemeinsame Beteiligungsgesellschaft mit verschiedenen Privatpersonen. Genannt sei hier der ehemalige “Spiegel”-Chefredakteur Stefan Aust. Der Kaufpreis für den Sender, der als Nachrichtezulieferer für ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins dient, steht noch nicht fest. Von Seiten der Sendergruppe wurde allerdings betont, dass eine Voraussetzung für den Verkauf die weitere Bereitstellung von Nachrichten durch N24 sei. Rossmann erwähnte, dass ein Verkauf mit einer Umstrukturierung des Sender verbunden sein müsse. Wieviele der 240 Arbeitsplätze in Berlin dabei betroffen sein werden, bleibt unklar.

Quelle:

http://www.medienhandbuch.de/news/stefan-aust-will-n-24-kaufen-33304.html

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ProSiebenSat1 startet Frauensender

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Die ProSiebenSat1 Media AG wird voraussichtlich  im Fühjahr nächsten Jahres seine Senderfamilie ausbauen und den frei empfangbaren Frauenkanal “Fem TV” starten.  “In Deutschland gibt es über hundert Frauenzeitschriften, aber keinen Frauensender. Der fehlte einfach noch in der Landschaft”, sagte der Konzern-Vorstand Andreas Bartl dem Nachrichtenmagazin SPIEGEL. Die Nachfrage nach Frauenthemen scheint also da zu sein – zumindest im Printbereich – und deswegen will man diese zukünftig auch im Fernsehen bedienen. Der Kanal will “auf Themen rund um Mode, Lifestyle, Beauty, Food und Gesundheit setzen”, so Bartl weiter. Ausgestrahlt werden sollen neben dem eigenen Programm auch frauen-affine US-Serien wie “Gossip Girls” und “Brothers & Sisters”, die vor allem die werberelevante Gruppe der 19-49 Jährigen anziehen sollen, bei denen man sich mittelfristig einen Marktanteil zwischen zwei und fünf Prozent erhofft. Anziehen will man auch neue Werbekunden, die sich bislang nicht für TV Werbung interessiert haben. So sieht Bartl für den neuen Sender eine echte Chance im Werbemarkt, denn “Fem TV” sei auch eine “Spielwiese für neue Ideen”. Chefin des neuen Senders wird die frühere Leiterin des Männersenders Dmax, Katja Hofem-Best.

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit bis nach dem recht erfolgreichen Konzept des Männersenders (Dmax) nun auch jemand auf die Idee kommt einen eigenen Frauensender zu starten. Dass dieser jemand die ProSiebenSat1 Media AG ist wundert mich dabei nicht, da ihr restliches Programm doch auch schon sehr stark auf ein Frauenpublikum ausgerichtet ist. Welche Formate des bisherigen Programms dann auf “Fem TV” ausgelagert werden und welche neuen Sendungen/Formate/Inhalte gezeigt werden, bleibt natürlich abzuwarten. Was mich an der ganzen Sache auch sehr amüsiert ist die Tatsache, dass die ehemalige Chefin eines Männersenders nun die Chefin eines Frauensenders wird – wenn’s mit den Männern nicht klappt versuchen wir’s eben mit den Frauen.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,659961,00.html

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Das Reich der Mitte erobert den Globus

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Chinas weltwirtschaftliche Bedeutung wächst kontinuierlich. Die Volksrepublik in Fernost gilt als viertgrößte Volkswirtschaft, drittgrößte Handelsnation und verfügt mit über 1.900 Milliarden US-Dollar weltweit über die höchsten Devisenreserven. Nun möchte Peking auch die Bedeutung in der weltweiten Medienlandschaft ausbauen und möchte deshalb laut Angaben der taz etwa fünf Milliarden Euro in den Ausbau der chinesischen Auslandsmedien investieren.

Den Anfang machte bereits vor Jahren der Fernsehsender CCTV mit seinem englischsprachigen Kanal. Seit letztem Sommer ist das Programm außerdem in spanischer und französischer Sprache zu empfangen. Um den potenziellen Nutzerkreis weiter auszubauen, soll im Spätsommer ein russischer und ein arabischer Kanal hinzukommen. Derzeit werden dafür offenbar noch Journalisten gesucht.

Im Printsektor möchten die Chinesen neben der “China Daily” künftig auch die Boulevardzeitung “Huanqiu Shibao” (“Global Times”) als englische Ausgabe international verfügbar sein. Hierzu werden derzeit offenbar noch Mitarbeiter gesucht, die nach Angaben der taz “Teamplayer und kreativ sein und dynamische Überschriften [kreieren] sowie Artikel komplett umschreiben können” sollten.

Am deutlichsten zeigt sich der mediale Expansionswille Chinas jedoch an den Plänen der amtlichen Agentur “Xinhua”. Sie soll demnächst mit einem englischsprachigen TV-Nachrichtensender weltweit vertreten sein und ferner die Zahl ihrer Auslandsbüros von 100 auf 186 erhöhen.

Der Journalismus-Professor Wang Handong von der chinesischen Universität in Wuhan erklärte gegenüber der taz hinsichtlich der Medienoffensive, dass deren Erfolg davon abhänge, ob man Chinas Medien im Alltag als unabhängig oder als Propagandawerkzeug wahrnehme. Diese Befürchtungen wurden auch in jüngster Zeit wieder durch verschiedene Vorkommnisse bestätigt. Während der Antrittsrede von Barack Obama wurde die Übertragung zum Beispiel unterbrochen, als der US-Präsident das Wort “Kommunismus” auch nur erwähnte. Außerdem riefen chinesische Intellektuelle kürzlich zu einem Boykott des Senders CCTV auf. Begründet wurde dies unter anderem damit, dass dort meist positiv über China und negativ über das Ausland berichtet wird und Nachrichten über chinesische Protestbewegungen oder ähnliches nicht gesendet werden. Auch der Boykottaufruff fand bei CCTV keine Erwähnung.

Einblicke in eine fernöstlich geprägte Medienzukunft bieten die Nachrichten und Videos auf der englischsprachigen Seite von CCTV: http://english.cctv.com/

Gute Unterhaltung!

Quellen:

taz
Auswärtiges Amt

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