Zu Gast in der “Grünen Hölle” – Besuch beim ZDF in Mainz

geschrieben von Cletus in Fernsehen, NachrichtenKeine Kommentare »

Viel wurde darüber berichtet, sei es in anderen Medien oder auch in der Eigenwerbung des ZDF. Die “Grüne Hölle” wie viele das neue 30 Millionen ? teure Nachrichtenstudio des ZDF nennen hat seinen Namen nicht von ungefähr. Geschwungen auslaufende grüne Wände, ein gründer Boden und eigentlich überall grün wo man hinschaut, bis auf einem schmalen Spalt gegenüber dem Blickfeld der Moderatoren. Und in Mitten allem Grüns ein dominanter Holztisch.

Am vergangenen Freitag hatten wir die Ehre im Zuge einer MPÜ eine Führung durch das ZDF und was nicht jedem vergönnt ist auch durch dieses neue Nachrichtenstudio zu bekommen. Vorab JA es ist beeindruckend zu sehen wieviel Technik in diesem Studio sitzt. Von der vollautomatischen Deckenbeleuchtung über die Kameraroboter bis zum riesigen Regieraum. Allerdings muss auch hier die leicht kritische Frage gerechtfertigt bleiben: “Braucht man denn so viel Technik um Nachrichten zu präsentieren oder ist das einfach nur Spielerei?”. Werden Nachrichten wirklich besser, wenn ich ein 3D-Modell eines Flugzeuges, Autos oder sonst was ins Studio einbinden kann? Wenn der Moderator mit virtuellen Gegenständen rumhantiert? Bisher schöpft das Studio auch in “Eigenkritik” des Senders noch lange nicht das gesamte Potenzial des Studios aus und so muss auch erst die Zukunft zeigen, ob das Studio die Nachrichten wirklich verständlicher und trotzdem sachlich präsentieren kann. Dies wird die Aufgabe der Verantwortlichen sein, auch in Anbetracht der großen Summen, die dieses neue Studio verschlungen hat.

Wie bereits geschrieben hat mich das Studio sehr beeindruckt, allerdings bleibt für mich immer noch die Frage ob wir nicht “bloß” Nachrichten präsentiert bekommen?

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ZDF ? sensiblere Nachrichten?

geschrieben von s2pelenz in FernsehenKeine Kommentare »

Eine Sache die mir schon des Öfteren aufgefallen ist, ist dass die ?Tagesschau? durch ihre Nüchternheit und Aufbau der jeweiligen Nachricht oft unsensibel, teilweise gefühlskalt wirkt. Hierzu ein kurzer Vergleich:
Gestern fand in Dresden eine Demonstration statt, die sich gegen den Missbrauch dieses Gedenktages, der an die Zerstörung Dresdens am 13. Und 14. Februar 1945 erinnert, durch Rechtsradikale richtete. Beide öffentliche Sender berichteten darüber in ihren Nachrichtensendungen ?Tagesschau? und ?Heute? (jeweils die Abendnachrichten um 20:00 Uhr bzw. 19:00 Uhr).
Die ?Tagesschau? erwähnte eingangs, dass es sich um eine Demonstration handelte jedoch wurden die Vorhaben der Neonazis und deren ?Aufmarsch? erst in der zweiten Hälfte der Nachricht, und das mit einem Schnitt der eine neue Nachricht vermuten ließ, gezeigt. Dadurch entstand, meiner Meinung nach, vielleicht auch durch den Wechsel von einem männlichen Kommentator zu einer weiblichen Kommentatorin, der Eindruck als ob es sich jeweils um zwei verschiedene aber nicht miteinander verbundene, sogar gegeneinander gerichtete, Veranstaltungen handelte.
Im Gegensatz dazu, war die Berichterstattung des ZDF logischer aufgebaut: Der Sprecher erklärte zunächst das historische Ereignis, dann die Pläne der Rechtsradikalen und die daraus resultierende Demonstration gegen die Ausbeutung des Gedenktages. Auch die weitere Berichterstattung mit historischen Bildern und O-Tönen aus der, nun älteren, Bevölkerung vermittelten die emotionale Brisanz für die Bevölkerung Dresdens wesentlich besser.
Somit ? ein hoch auf das einfühlsame ZDF!

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Wechselt N24 bald den Besitzer?

geschrieben von lind2401 in Fernsehen2 Kommentare »

Laut Angaben von medienhandbuch.de steht der Nachrichtensender N24 kurz vor einem Verkauf. Interessenten für einen Kauf des Senders, der sich zurzeit noch im Besitz der ProSiebenSat.1-Gruppe befindet, sind auch bereits genannt worden: Der jetzige Vorsitzende der N24 GmbH, Torsten Rossmann, plane eine gemeinsame Beteiligungsgesellschaft mit verschiedenen Privatpersonen. Genannt sei hier der ehemalige “Spiegel”-Chefredakteur Stefan Aust. Der Kaufpreis für den Sender, der als Nachrichtezulieferer für ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins dient, steht noch nicht fest. Von Seiten der Sendergruppe wurde allerdings betont, dass eine Voraussetzung für den Verkauf die weitere Bereitstellung von Nachrichten durch N24 sei. Rossmann erwähnte, dass ein Verkauf mit einer Umstrukturierung des Sender verbunden sein müsse. Wieviele der 240 Arbeitsplätze in Berlin dabei betroffen sein werden, bleibt unklar.

Quelle:

http://www.medienhandbuch.de/news/stefan-aust-will-n-24-kaufen-33304.html

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ProSiebenSat1 startet Frauensender

geschrieben von s2reblae in Allgemeines4 Kommentare »

Die ProSiebenSat1 Media AG wird voraussichtlich  im Fühjahr nächsten Jahres seine Senderfamilie ausbauen und den frei empfangbaren Frauenkanal “Fem TV” starten.  “In Deutschland gibt es über hundert Frauenzeitschriften, aber keinen Frauensender. Der fehlte einfach noch in der Landschaft”, sagte der Konzern-Vorstand Andreas Bartl dem Nachrichtenmagazin SPIEGEL. Die Nachfrage nach Frauenthemen scheint also da zu sein – zumindest im Printbereich – und deswegen will man diese zukünftig auch im Fernsehen bedienen. Der Kanal will “auf Themen rund um Mode, Lifestyle, Beauty, Food und Gesundheit setzen”, so Bartl weiter. Ausgestrahlt werden sollen neben dem eigenen Programm auch frauen-affine US-Serien wie “Gossip Girls” und “Brothers & Sisters”, die vor allem die werberelevante Gruppe der 19-49 Jährigen anziehen sollen, bei denen man sich mittelfristig einen Marktanteil zwischen zwei und fünf Prozent erhofft. Anziehen will man auch neue Werbekunden, die sich bislang nicht für TV Werbung interessiert haben. So sieht Bartl für den neuen Sender eine echte Chance im Werbemarkt, denn “Fem TV” sei auch eine “Spielwiese für neue Ideen”. Chefin des neuen Senders wird die frühere Leiterin des Männersenders Dmax, Katja Hofem-Best.

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit bis nach dem recht erfolgreichen Konzept des Männersenders (Dmax) nun auch jemand auf die Idee kommt einen eigenen Frauensender zu starten. Dass dieser jemand die ProSiebenSat1 Media AG ist wundert mich dabei nicht, da ihr restliches Programm doch auch schon sehr stark auf ein Frauenpublikum ausgerichtet ist. Welche Formate des bisherigen Programms dann auf “Fem TV” ausgelagert werden und welche neuen Sendungen/Formate/Inhalte gezeigt werden, bleibt natürlich abzuwarten. Was mich an der ganzen Sache auch sehr amüsiert ist die Tatsache, dass die ehemalige Chefin eines Männersenders nun die Chefin eines Frauensenders wird – wenn’s mit den Männern nicht klappt versuchen wir’s eben mit den Frauen.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,659961,00.html

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Das Reich der Mitte erobert den Globus

geschrieben von s3jeklei in Allgemeines, Fernsehen, Medien und Politik, Medienwandel, Printmedien2 Kommentare »

Chinas weltwirtschaftliche Bedeutung wächst kontinuierlich. Die Volksrepublik in Fernost gilt als viertgrößte Volkswirtschaft, drittgrößte Handelsnation und verfügt mit über 1.900 Milliarden US-Dollar weltweit über die höchsten Devisenreserven. Nun möchte Peking auch die Bedeutung in der weltweiten Medienlandschaft ausbauen und möchte deshalb laut Angaben der taz etwa fünf Milliarden Euro in den Ausbau der chinesischen Auslandsmedien investieren.

Den Anfang machte bereits vor Jahren der Fernsehsender CCTV mit seinem englischsprachigen Kanal. Seit letztem Sommer ist das Programm außerdem in spanischer und französischer Sprache zu empfangen. Um den potenziellen Nutzerkreis weiter auszubauen, soll im Spätsommer ein russischer und ein arabischer Kanal hinzukommen. Derzeit werden dafür offenbar noch Journalisten gesucht.

Im Printsektor möchten die Chinesen neben der “China Daily” künftig auch die Boulevardzeitung “Huanqiu Shibao” (“Global Times”) als englische Ausgabe international verfügbar sein. Hierzu werden derzeit offenbar noch Mitarbeiter gesucht, die nach Angaben der taz “Teamplayer und kreativ sein und dynamische Überschriften [kreieren] sowie Artikel komplett umschreiben können” sollten.

Am deutlichsten zeigt sich der mediale Expansionswille Chinas jedoch an den Plänen der amtlichen Agentur “Xinhua”. Sie soll demnächst mit einem englischsprachigen TV-Nachrichtensender weltweit vertreten sein und ferner die Zahl ihrer Auslandsbüros von 100 auf 186 erhöhen.

Der Journalismus-Professor Wang Handong von der chinesischen Universität in Wuhan erklärte gegenüber der taz hinsichtlich der Medienoffensive, dass deren Erfolg davon abhänge, ob man Chinas Medien im Alltag als unabhängig oder als Propagandawerkzeug wahrnehme. Diese Befürchtungen wurden auch in jüngster Zeit wieder durch verschiedene Vorkommnisse bestätigt. Während der Antrittsrede von Barack Obama wurde die Übertragung zum Beispiel unterbrochen, als der US-Präsident das Wort “Kommunismus” auch nur erwähnte. Außerdem riefen chinesische Intellektuelle kürzlich zu einem Boykott des Senders CCTV auf. Begründet wurde dies unter anderem damit, dass dort meist positiv über China und negativ über das Ausland berichtet wird und Nachrichten über chinesische Protestbewegungen oder ähnliches nicht gesendet werden. Auch der Boykottaufruff fand bei CCTV keine Erwähnung.

Einblicke in eine fernöstlich geprägte Medienzukunft bieten die Nachrichten und Videos auf der englischsprachigen Seite von CCTV: http://english.cctv.com/

Gute Unterhaltung!

Quellen:

taz
Auswärtiges Amt

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