Spaß und Tränen vor dem Spiel

geschrieben von in Allgemeines, Fernsehen, Medienkritik, Online-Magazine, Qualität1 Kommentar »

Wer hat sie nicht gesehen, diese zwei prägnanten Szenen während der Live-Übertragungen des Vorrundenspiels Niederlande:Deutschland (13.6.; ZDF) und des Halbfinales Deutschland:Italien (28.6.; ARD)?

Zur Erinnerung:

Im Vorrundenspiel Niederlande:Deutschland am Mittwoch, den 13. Juni 2012, wird in der 22. Minute auf einmal eine Szene vom Spielfeldrand gezeigt, in der Bundestrainer Joachim Löw von hinten auf einen Balljungen zuschlendert, diesem spielerisch den Ball aus dem Arm stupst, dem Balljungen daraufhin mit einem Lächeln auf die Schulter klopft und ihm anschließend den Ball per Hacke zurück kickt [1, 2]. Dieses kurze Intermezzo sorgte wohl vor zahlreichen Leinwänden und Bildschirmen für allgemeine Belustigung, zeigten diese Bilder doch gänzlich unerwartet einen überaus entspannten Bundestrainer, der seine Scherze treibt, während seine Mannschaft auf dem Platz um wichtige Punkte kämpft. Der Überraschungseffekt der Szene war pointiert.

Im Halbfinale Deutschland:Italien am Donnerstag, den 28. Juni 2012, schießt Mario Balotelli das für deutsche Fans erschütternde 2:0 für Italien. Es folgt eine Großaufnahme ins Publikum, genauer auf eine Frau – unverkennbar in den Farben Deutschlands -, der bei unbewegter Miene eine einzelne Träne aus dem Augenwinkel über die Wange kullert [3]. Dieses emotional stark aufgeladene Bild spricht vielen Fans aus der Seele und ruft Mitgefühl hervor – und passte in diesem Moment perfekt.

Zu perfekt vielleicht? Ja, laut der Berichterstattung von FOCUS Online vom 15., 16. und 30. Juni 2012 [1, 2, 3]. In drei Artikeln wird von den Hintergründen dieser zwei Szenen berichtet, die beide jeweils vor den entsprechenden Spielen stattgefunden haben und von der UEFA möglichst wirkungsvoll an den genannten Stellen in die Bilder der Live-Übertragung montiert worden sein sollen [2, 3]. ARD und ZDF echauffieren sich über diese, wenn auch nur kurzweilige, Aussetzung gesetzter journalistischer Standards, und fordern: “Wo live drauf steht, muss auch live drin sein.” [2]

Ein klassischer Fall der Konstruktion einer Medienrealität, scheinbar frei nach dem Motto “Was nicht passt, wird passend gemacht.”. Doch wenn solche Methoden lediglich aufgrund einer effektiveren Dramaturgie in die Medien Einzug erhalten, was soll uns zukünftig dann noch erwarten? Darf man der Bildschirmnotiz “live” fortan wirklich noch Glauben schenken? Muss man nun jede ausgestrahlte Sekunde TV-Programm bzgl. ihres Wahrheitsgehaltes hinterfragen?

Die Verantwortung für die Montage während der zwei EM-Spiele scheint bisher noch nicht geklärt [2]. Doch ob es nun der Regisseur allein, die Produktionsfirma oder gar die UEFA an sich gewesen sei – von welchem Interesse mag das am Ende noch sein, wenn eine derartige Verzerrung der Realität gang und gäbe würde?

 

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[1] FOCUS Online (15. Jun 2012, 10:04 Uhr): Jogi Löw scherzt mit einem Balljungen. Uefa-Fake sorgt für Verwirrungen. in: Ebert/Steil (1996-2012): FOCUS Online. URL: http://www.focus.de/kultur/medien/jogi-loew-scherzt-in-der-22-minute-mit-einem-balljungen-uefa-fake-sorgt-fuer-verwirrungen_aid_767595.html ; [30. Jun 2012, 3.57 pm].

[2] FOCUS Online (16. Jun 2012, 9:31 Uhr): Joachim Löw und der Balljunge. ZDF beschwert sich bei Uefa über falsche Bilder. in: Ebert/Steil (1996-2012): FOCUS Online. URL: http://www.focus.de/sport/fussball/em-2012/joachim-loew-und-der-balljunge-zdf-beschwert-sich-bei-uefa-ueber-falsche-live-bilder_aid_767948.html ; [30. Jun 2012, 3.59 pm].

[3] FOCUS Online (30. Jun 2012, 12:35 Uhr): EM-Halbfinale Italien gegen Deutschland. Uefa montiert Tränen über Balotellis Treffer. in: Ebert/Steil (1996-2012): FOCUS Online. URL: http://www.focus.de/kultur/kino_tv/beim-halbfinale-italien-gegen-deutschland-uefa-montiert-traenen-ueber-ballotellis-tor_aid_775227.html ; [30. Juni 2012, 4.00 pm].

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Bloggingfieber erfasst Tagesschau

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Die Internetpräsenz der Tagesschau will attraktiv sein und geht daher mit dem Trend, indem sie auf den Zug der Internetblogs aufgesprungen ist. Schons seit einiger Zeit können wir daher auf der Website einen Reiter mit der Aufschrift „Blog“ bewundern.

Wer die Tagesschau kennt, der wundert sich angesichts dessen vielleicht etwas. Bei dem Titel der Nachrichtensendung klingelt höchstens der allbekannte Eröffnungsjingle im Ohr, nicht aber die Assoziation mit Blogs.
Die Tagesschau ist die älteste Nachrichtensendung Deutschlands und wurde gestern von immerhin 3,55 Mio. Deutschen verfolgt. Sie gilt als seriös und wird im Vergleich zu den Nachrichten der Privatsender als etwas steif beschrieben.
Vielleicht ist es genau dieses etwas konservative Image, dem durch den Interblog entgegengewirkt werden soll. Aber genug der Spekulation über die Martketingstrategie der ARD.
Die Blogeinträge werden von den Auslandskorrespondenten der Tagesschau geschrieben. Es gibt auch eine Vlogversion, die im Vergleich zu vielen im Internet zur Verfügung stehenden Vlogs nicht nur eine Person vor krisseligem Hintergrund zeigt, sondern professionell gedreht und geschnitten ist. Man merkt also, dass das Projekt der Tagesschauredaktion durchaus wichtig ist und an finanziellen Mitteln nicht gespart wird.
Was die Themenauswahl angeht, so findet man diverse Bereiche wieder.
Hier einen Bericht über Deutsche Fahrzeuge in Afghanistan, dort über einen Gitarrenhersteller in Polen. Die Sprache der Korrespondenten passt sich sowohl in den Vlogs als auch in der schriftlichen Ausgabe dem jeweiligen Thema an.
Im Blog „Paris, c’est la vie“ beschreibt Michael Strempel klar und nüchtern die Wahl des französischen Präsidenten, während sein Kollege aus New Delhi seine Geschichte vom gebrochenen Arm locker zum Besten gibt:

„Am nächsten Tag ins Krankenhaus. Moderner als in Deutschland. Die Notaufnahme bestand aus vielen Betten, durch Vorhänge getrennt. Vielleicht fünf Ärtze bestaunten meine Hand, bis der Orthopäde kam. Ein Gips, dann nochmal röntgen. Den bereitstehenden Rollstuhl lehnte ich ab. Was niemand verstehen konnte.“

Deutlich wird an diesem Beispiel: so subjektiv geschrieben der Text auch ist, er schafft es die Distanz zwischen New Delhi und Trier kleiner wirken zu lassen.
Durch das lockere Geschreibsel des Korrespondenten über sein (nach Nachrichtenfaktoren als unbedeutend einzustufendes) persönliches Indienereignis erfährt man ein Stück vom Alltag des Landes, was zum besseren Kulturverständnis nie schaden kann.
Klar dabei sollte aber eben sein, dass ein Blog keine ausschließlich auf Information ausgerichtete Nachrichtensendung ist und daher die Perspektive des Autor beim oft lustigen Geplauder noch mehr zum Tragen kommt als bei der herkömmlichen Fernsehtagesschau.

Für mich sind die Korrespondentenblogs ein schönes, gut aufgemachtes Extra, das zwar etwas aus dem Rahmen der Internetpräsenz der Tagesschau fällt, aber nicht minder interessant ist.
Wer einmal hereinschauen will, der sollte also im Klaren sein, dass es sich speziell bei den Vlogs eher um Entertainment als Nachrichten handelt.

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Strempel, Michael: Wenn aus Merkozy Merkollande würde … (18.04.2012): http://www.tagesschau.de/videoblog/paris_cest_la_vie/videoblogparis168.html (abgerufen am 20.04.2012)

Halász, Gábor: Unfall, Gips und was ich über Indien lernte (11.01.2012): http://blog.tagesschau.de/author/halasz/ (abgerufen am 20.04.2012)

Quoten der ARD: http://www.daserste.de/programm/quoten.asp (abgerufen am 20.04.2012)

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Die Heile Welt des KIKA

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Der Kinderkanal ist ein Gemeinschaftsprogramm der ARD und ZDF und wird unter der Führung des mdr verwaltet.

Ein Mitarbeiter des Kinderkanals wird nun verdächtigt mehr als 4 Millionen Euro in einem Zeitraum von 5 Jahren durch erfundene Rechnungen am Sender vorbei und auf die eigenen Konten geschafft zu haben.
Der Verdächtige wurde festgenommen und sitzt nun in Untersuchungshaft.
Es ist interessant, wie einfach es zu sein scheint, einen solchen millionenschweren Betrug über die Bühne zu bringen.
Schon einmal war bei ARD unz ZDF die Rede von Betrug und Korruption gewesen. Herr Wilfried Mohren hatte 2005 mit dem Verkauf von Sendezeiten für Aufregung und Entrüstung gesorgt.
Natürlich, der Kinderkanal ist ein Sender wie jeder andere auch und somit genauso gut oder schlecht vor Korruption in den eigenen Kreisen geschützt wie andere Sender.
Nichts desto trotz hätte man einen solchen Skandal wohl am Wenigsten vom KI.KA erwartet.
Ein solcher Betrugsfall zeigt wohl wieder einmal, dass es die „heile Welt“ wie sie uns beim Gedanken an den KIKA oder auch andere öffentlich-rechtliche Sender vorschwebt wohl nirgends mehr wirklich gibt. Und das, obwohl der mdr bereits nach dem ersten bekannt gewordenen Betrugsfall schärfere Kontrollen angekündigt hatte. Ein vier-Augen-Prinzip sollte eingerichtet werden, bei dem immer mindestens zwei mdr-Mitarbeiter vorliegende Rechnungen begutachten sollten.
Nun kündigte der mdr erneut an, besser zu kontrollieren.
Hoffen wir, dass es diesmal kein leeres Geschwätz sein wird denn ein Betrugsfall wie der hier dargestellte kann auch leicht zu einem Vertrauensbruch so mancher Zuschauer der öffentlich-rechtlichen Sender führen.

http://nachrichten.lvz-online.de/nachrichten/mitteldeutschland/mdr-schaerfere-kontrollen-nach-kika-betrug/r-mitteldeutschland-a-65480.html

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/film_fernsehen_radio/kika113_page-2.html

http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Kika-Betrugsfall-schadet-dem-ganzen-Gebuehrenrundfunk-1077878865

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ARD und ZDF im Internet

geschrieben von in Internet, Internet und Politik1 Kommentar »

Auf einen 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag verständigten sich heute die Ministerpräsidenten der Länder. Am 18. Dezember werden sie den aufgesetzten Vertrag voraussichtlich unterzeichnen. Wenn er von den Länderparlamenten bestätigt wird, kann der Vertrag dann im Mai 2009 in Kraft treten. wesentliche Änderungspunkte:

  • Die finanzielle Obergrenze für die Internetangebote der ARD und des ZDF fällt weg (bisher waren das 0,75% ihrer Gebühreneinnahmen)
  • keine presseähnlichen Angebote von ARD und ZDF im Internet denen der Sendungsbezug fehlt
  • Unterhaltung wird als Auftrag der öffentlich-rechtlichen Programme formuliert
  • Die momentanen und künftigen Internetangebote der ARD und ZDF sollen einen sog. ?3-Stufen-Test? absolvieren (d.h. die internen Aufsichtsgremien der Sender prüfen ob Internet-Angebote dem ö.-r. Charakter gerecht werden, ob sie notwendig sind und welche finanziellen Mittel dafür aufgebracht werden müssen.)
  • Verweildauer der ö.-r. Angebote im Netz wird auf 7 Tage beschränkt ( Aktuelles im Sport nur 24 h)

Quellen:

www.tagesschau.de

http://www.faz.net > Feuilleton > Medien

http://www.rlp.de/rlp/broker.jsp?uMen=ae548eae-0433-0116-e24b-95c3899d11eb

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Gatekeeper oder Zensor?

geschrieben von in Fernsehen, Internet und Politik, Medien und Politik2 Kommentare »

Eine zentrale Aufgabe der Medien – sei es in Presse, Hörfunk, Fernsehen oder Internet – ist das Filtern der Nachrichtenflut, die sich tagein tagaus aus den Nachrichtenagenturen ergießt. Filtern, so dass bei den Lesern, Hörern, Zuschauern und Surfern die relevantesten, interessantesten, wichtigsten Nachrichten in verständlicher Weise ankommen. Dass dies nicht immer in optimaler Weise gelingt, steht außer Frage, denn was relevant und interessant ist, empfindet nicht jeder gleich. Die Vielfalt der Medienlandschaft beweist dies.

Doch wo hört diese Gatekeeper-Funktion auf und fängt Zensur an? In unserer westlichen Gesellschaft bilden wir uns nur zu gerne etwas auf unsere Presse- und Meinungsfreiheit ein. Zustände wie in China oder Russland? – Undenkbar! Auch wenn die meisten Menschen, die solche Äußerungen von sich geben wahrscheinlich nur eine vage Vorstellung von der tatsächlichen Lage in diesen Ländern haben. Dass es auch bei uns nicht immer rosig aussieht beweisen die zahlreichen Watchblogs, die es sich zur Aufgabe gemacht haben unseriöse oder gar falsche Berichterstattung aufzudecken.

Als eines von zahlreichen Beispielen sei hier der Spiegelfechter genannt. Der Betreiber dieses privaten Blogs macht auf das kuriose Kürzen eines Interviews mit Wladimir Putin seitens ARD-Journalist Thomas Roth aufmerksam. Das einstündige Interview, bei dem es keine Themenbeschränkung gab, wurde auf zehn Minuten Sendezeit gekürzt. Das vollständige Interview wurde auch nicht im Internet zur Verfügung gestellt. Nach vielfacher Kritik von Zuschauern im Tagesschau-Blog wurde das vollständige Interview nun gestern Morgen um 6.20 Uhr (!!!) im WDR ausgestrahlt. Wenn man sich das Interview nun durchliest – die weggekürzten Passagen sind farbig markiert – fragt man sich doch, nach welchen Maßstäben hier gekürzt wurde. Um das Verständnis zu erhöhen? Um das Wesentlichste zu berichten? Um das sorgsam aufgebaute Feindbild nicht zu zerstören?  Eines ist jedenfalls klar:  Mit neutraler Berichterstattung hat das nichts zu tun. Leider ist es nur ein Beispiel für die tendenziöse Berichterstattung über den Kaukasus-Konflikt seitens westlicher Medien.

Gatekeeper oder Zensor? Das ist wohl eine Frage der Perspektive.

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Ohne Polylux ins Jahr 2009

geschrieben von in Fernsehen2 Kommentare »

Der Sender rbb hat heute bekannt gegeben, dass sowohl das Fernsehmagazin Polylux als auch das Programm Radiomultikulti zum Jahresende eingestellt werden. Als Grund gab der Sender finanzielle Schwierigkeiten an: 2009 werden rund 54 Millionen Euro weniger Gebühreneinnahmen erwartet. Begründet wird die Einschätzung mit der hohen Arbeitslosenzahl im Sendebiet von rbb.

Ich finde es schade, dass in der ARD-Gruppe kein Sender bereit zu sein scheint, rbb in dieser Krise zu unterstützen, um so zu verhindern, dass Sendungen mit höherem qualitativen Anspruch der “Gebührennot” zum Opfer fallen. Stattdessen ist man ja beim Ersten eher darauf bedacht, Geld für schlechtes Vorabendprogramm auszugeben, nur um die entsprechenden Sendungen dann wieder zu verwerfen und am Ende doch eine alte Serie laufen zu lassen. Da bleibt wohl weder Zeit noch Geld, einem Regionalsender unter die Arme zu greifen. Und zu Recht stellt Thomas Gigold von Medienrauschen die Frage, ob diese Struktur mit einzelnen Regionalsendern unter den gegebenen Umständen überhaupt noch zukunftsfähig sein kann.

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Bruce Allmächtig

geschrieben von in Fernsehen2 Kommentare »

Nachdem die ARD mit ihrer neuen Vorabend-Show “Bruce” den Privatsendern um 19:00 Uhr Konkurenz machen wollten, und sie damit vorallem ein junges Publikum dem ARD zuführen wollte. Erweisst sich die Sendung bereits nach der zweiten Folge als regelrechter Quotenflop, doch anders als die Privatsender, die in der letzten Zeit Ihre schlecht anlaufenden Sendungen sofort aus dem Programm nahmen, will die ARD die Sendung erstmal beibehalten, dazu sagte ein Sprecher: “Über eine vorzeitige Beendigung der Reihe wird derzeit nicht nachgedacht.” Man müsse diesem Format eine Chance geben. Erst nach der Ausstrahlung der ersten Staffel mit 20 Folgen werde entschieden, ob die Show fortgesetzt werde.” So manche Kritiker werden sich bestimmt über die schlechten Quoten freuen, denn die Sendung “Bruce” war schon vor ihrem Start ein Dorn im Auge so mancher, die der ARD vorwarfen, mit einer solchen Sendung auf die Ebene der Privatsender abzurutschen. Wobei man sich darüber streiten kann ob und in wie weit das Programm der öffentlich-rechtlichen Besser oder anders ausgedrückt kulturell ansprechender und hochwertiger ist als das der Privatsender!

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,535234,00.html

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Schleichwerbung in der ARD bereits in den 80ern?

geschrieben von in Fernsehen1 Kommentar »

Im Jahr 2005 erschütterte der Skandal um Schleichwerbung und Product Placement in der ARD Vorabendserie Marienhof das öffentlich rechtliche Fernsehen.

Wie sich nun herausstellte, soll es bereits im Jahre 1985 Gespräche zwischen der ARD Tochter Bavaria und dem Westdeutschen Rundfunk gegeben haben. In der Folgezeit sei zum Beispiel in den ?Tatort? Folgen “Zahn um Zahn”, “Freunde” oder “Bazooka Bande” gezielt Werbung eingebaut worden.

Ans Licht gekommen sind diese Fälle von Schleichwerbung durch Aktennotizen des ehemaligen Produktionsleiters der Bavaria, Lutz Hengst. Laut diesem habe der Leiter einer WDR Vertriebsfirma Dr. Schering vom Product Placement gewusst.

Die Darstellung des bereits verstorbenen Hengsts wird von Seiten des WDR bestritten. Laut einer Sprecherin des WDR habe, die Geschäftsleitung keine Schleichwerbung geduldet.

Quelle: stern.de

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