Das CHE Hochschulranking und die Verantwortung der Medien

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Das CHE (Centrum für Hochschulentwicklung) ist eine von der Bertelsmanns Stiftung und Hochschulrektorenkonferenz hervorgegangene Einrichtung. Das Ziel dieser Einrichtung ist die Modernisierung und Liberalisierung des Hochschulsystems. Mit diesem Ziel werden seit Mitte der 90.er Hochschulrankings in Deutschland durchgeführt. Doch ist das Anfangs in Amerika ausgebrochene Ranking-Phänomen das sich seit 1998 in Deutschland durchgesetzt hat längst nicht mehr nur in Munde der Befürworter zu finden. Nachteile der Vermessung und des Vergleichs von Bildungseinrichtungen haben in letzter Zeit immer mehr Fachbereiche zur einer Ablehnung und zum Ausstieg von Rankings geführt. Gründe dafür sind unter anderem die methodischen Mängel und die vereinfachte Runterstufung der Ergebnisse, dabei sind die Schwerpunkte der Fächer nicht abbildbar. Zudem ist die Beteiligung der Studenten auch nicht repräsentativ wenn nur 10% der Befragten teilnehmen. Für „klare“ Ergebnisse soll dies jedoch genügen. Nachdem 2007 bereits die Schweiz und Österreich aufgrund von methodischen Mängeln aus dem Ranking ausgestiegen waren, forderte die Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS) im Sommer 2012 alle Institute und Hochschulen dazu auf, aus dem CHE-Ranking auszusteigen (http://www.soziologie.de/index.php?id =che).

Die Medienmacher scheint dies kaum zu interessieren. Rankings sind nämlich trotz Kritik hoch beliebt und kommen gut an bei den Lesern. Beispielsweise hat „Die Zeit“ die seit Jahren damit prompt das CHE Hochschulranking, „dem umfassendsten und detailliertesten Ranking im deutschsprachigen Raum“ zu veröffentlichen sich dadurch eine fest etablierte Einnahmequelle garantiert. Der „Zeit Studienführer“ der die Ergebnisse des CHE Rankings präsentiert und mit knapp 300 Seiten die wichtigsten Fragen rund um Studiumauswahl und Einstieg beantwortet, scheint sich dabei weniger mit der Erhebungsmethode der Daten und deren Auswirkung für Studieninteressierte auseinander zu setzten. Die Zeitschrift die im Handel für 7,95€ erhältlich ist, gibt ihren Lesern sämtliche Informationen die ihr spätere Studien Auswahl und somit das ganze Leben beeinflussen könnten.

Wäre wohl doch nutzreich wenn auch der Diskurs im Wissenschaftlichen Milieu thematisiert werden würde oder gar auf den Ausstieg von immer mehreren Fachbereichen angedeutet würde, die nach und nach aus den Rankings verschwinden. Stellt dies nicht auch eine verzehrte Abbildung der Realität dar? Müssten die Leser nicht auch über die vielleicht gar nicht repräsentative Erhebungsmethode aufgeklärt werden? Und auch wenn Hochschulrankings noch lange in unserem Mediensystem ihren Platz finden werden, so sollten doch die Leser dieser Angebote eins im Kopf behalten: Nicht nur die erhobene Daten sondern auch die Tauglichkeit und Methode dieser Erhebung werden viel zu selten hinterfragt, solange die Medienmacher von ihnen profitieren.

https://premium.zeit.de/studienfuehrer

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Einmal Werbung, bitte

geschrieben von in Fernsehen, Zeitschriften1 Kommentar »

Die Werbung ist ein steter Begleiter auf all unseren Wegen, aber ist das überhaupt nötig?

Wir lesen ein Magazin und überblättern die Werbung einfach. Während der Werbepause im Film gehen wir auf die Toilette. Kommt im Radio Werbung, schalten wir einfach um. Und wenn wir durch die Stadt laufen, nehmen wir die Werbung auf Bussen und Plakaten nur flüchtig wahr. Wozu also das Ganze, wenn sich anscheinend kaum einer darum schert?

Dazu kommt, dass die Unternehmen für ihre Werbung teuer zahlen müssen. Denn immerhin zahlt man für eine DinA4 Anzeige in einer bekannten Zeitschrift wie zum Beispiel „Stern“ oder „Der Spiegel“ ab 58.000€. Werfen wir dann einen Blick auf die Werbeeinnahmen der Fernsehindustrie, so steigen die Preise stark in die Höhe. Die öffentlich-rechtlichen Sender halten sich noch in einem gewissen Rahmen: Bei ZDF zum Beispiel kann man ab 3600€ eine Werbeeinheit senden. Die Privaten sind meist wesentlich teurer.

Warum werben Unternehmen dann?

Weil wir unbewusst doch auf die Werbung reagieren. Die Werbebranche verfügt über diverse ausgefeilte Techniken. Werbesprüche, Logos und Clips sind besonders auffällig gestaltet, sodass sie auch nur bei beiläufiger Wahrnehmung ihre Wirkung haben. Die Information rückt dabei immer weiter in den Hintergrund, während die Unterhaltung eine größere Rolle spielt. Die Kunden sollen gelockt werden, und das funktioniert durch Konditionierung. Man erweckt in der Werbung den Eindruck, das Produkt verleite zu einem besseren Zustand als dem jetzigen –  zum Beispiel das Parfum, das eine unwiderstehliche Wirkung auf das andere Geschlecht hat.

Das ist also die eine Seite der Werbung, die uns mit verschiedenen Tricks und Methoden zum Kaufen verführen soll. Aber auf der anderen Seite funktioniert die Werbung auch als Finanzierung.

Wie würden sich Zeitschriften finanzieren, vor allem im Zeitalter der Digitalisierung, wenn sie ihre Einnahmen nicht aus der Reklame bekämen, sondern nur von den Lesern? Diese müssten dann sehr hohe Preise zahlen und das würde wahrscheinlich keiner tun.

Also können wir sicherlich alle damit leben, in einer Zeitschrift mal ein paar Seiten zu überblättern, wenn wir dafür nicht so viel bezahlen müssen. Nur gilt es, Werbung mit einem geschärften Blick zu bemerken, damit man nicht auf einfache Werbepsychologie hereinfällt.

 

Quellen:

https://www.mediadaten-online.com/mediadaten/tarife/publikumszeitschrift/aktuelle_illustrierte/s/stern/titel_18420.html

http://kommunikationsabc.de/2011/10/20/print-hoerfunk-fernsehen-was-kostet-werbung/

http://www.movie-college.de/filmschule/medien/tv-werbung.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Werbepsychologie

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C’est l’encre qui doit couler, pas le sang.

geschrieben von in Allgemeines, Internet und Politik, Medien und Politik, Nachrichten, Zeitschriften1 Kommentar »

Maskierte Männer, verwackelte Bilder, dann Schüsse.

Solidarische Karikaturen aus der ganzen Welt

Seit gestern Morgen macht ein grausiges Video die Runde: Von einem Privatgerät aus gefilmt, zeigt es die regelrechte Hinrichtung eines Polizisten auf offener Straße in Paris. Wer die Nachrichten mitverfolgt hat, weiß um was es geht. Gegen 11.30 Uhr am Mittwoch riss ein schreckliches Ereignis die französische Hauptstadt aus dem alltäglichen „traintrain“: Drei Unbekannte stürmten das Redaktionsgebäude der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ und eröffneten das Feuer auf die Mitarbeiter. Einige der potenziellen Opfer fanden auf dem Dach des Pariser Gebäudes Schutz, doch für Direktor Stéphane Charbonnier und weitere elf Menschen war jegliche Flucht unmöglich. Der Zeichner, bekannt unter dem Namen „Charb“, sowie weitere Künstler und Polizisten fielen den Kalaschnikows der Täter zum Opfer und überlebten das fünf-minütige Blutbad nicht.

Es war die blutigste Attacke seit dem Zugattentat im Jahr 1961, die Frankreich gestern zerüttete. Die Bilder, die per Handy von Augenzeugen aus dem elften Arrondissement im Zentrum der Stadt aufgenommen wurden, erinnern nicht zu Unrecht an die Hinrichtungsvideos der Terrororganisation IS: Immer wieder erklingen Ausrufe wie „On a vengé le prophète!“ („Wir haben den Propheten gerächt!“) und „Allah Akbar“ („Allah ist der Größte“) seitens der Schützen. Viele Experten sind sich sicher: Es muss einen islamistischen Hintergrund für diese genauestens geplante Attacke gegeben haben. Nicht zum ersten Mal hatte das linksgerichtete Magazin den Zorn von Muslimen und Gläubigen auf sich gezogen: Immer wieder hatte die Redaktion des „Charlie Hebdo“ islamkritische Artikel und Karikaturen veröffentlicht, am Tag des Attentats selbst zierte eine Zeichnung zum thematisch passenden Roman von Skandalautor Michel Houellebecq das Cover der Zeitschrift. Makaber: Als hätte der Verfasser es geahnt, so steht auf Seite 7 des Heftes auf die Frage nach ausgebliebenen Attentaten in Frankreich die islamistische Antwort „Warten Sie es ab! Wir haben ja bis Ende Januar, um die Feiertagsgrüße zu überbringen“. Es sollte wohl früher schon zur Bestätigung dieser Aussage kommen…

Bereits seit 1969 reizt das Magazin mit dem Untertitel „Journal irresponsable“, also verantwortungslose bzw. unverpflichtete Zeitung, Vertreter jeglichen Standpunktes: Egal ob Politiker, Rechtsradikale oder eben Muslime, niemand blieb bisher vom Spott verschont. Höhepunkt der Provokation waren aber sicherlich die weltweit bekannt gewordenen Mohammed-Karikaturen, welche die Seiten der Zeitschrift mit Sprüchen wie „Es ist hart, von Idioten geliebt zu werden“ zierten. Zur Folge hatten diese nicht nur Morddrohungen an die einzelnen Redakteure, sondern ebenfalls eine Brandattacke auf das damalige „Charlie Hebdo“-Gebäude im November 2011.

Die Annahme, dass der Angriff eine Reaktion auf die satirischen Darstellungen des Magazins war, bestätigen wohl am besten die schockierenden Szenen in den aufgenommenen Videos. Vermutlich seien die Täter Rückkehrer aus den Syrien- und Irak-Kämpfen, so Experten, denn ihr geschulter Umgang mit den Schusswaffen zeuge von Erfahrung mit Militär- oder Guerillaoperationen. Es gibt jedoch auch jene, die alternative Theorien im Netz vertreten: So unter anderem die für ihre politisch-kritischen Aussagen bekannte Aktivistengruppe Anonymous, welche die Gräueltat online als eine angezettelte „False-Flag-Operation“ bezeichnet, mit dem Hintergedanken Europa innenpolitisch zu destabilisieren. Wer die Auftraggeber sind und welchem Ziel diese Attacke dienen soll, wird sich hoffentlich bald herauskristalisieren. Momentan läuft die Suche nach den  Schuldigen auf Hochturen, neben über 3000 Polizisten fahndet ebenfalls die Anti-Terror Spezialeinheit Raid nach den flüchtigen Verdächtigen Cherif und Said Kouachi. Neben den beiden Brüdern, welche durch einen im Fluchtwagen gefundenen Personalausweis identifiziert werden konnten, soll ebenfalls der 18-jährige Hamid M. an dem Verbrechen beteiligt gewesen sein. Dieser hielt sich  zur Tatzeit jedoch in seiner Schule auf und stellte sich nach mehrfacher namentlicher Erwähnung in sozialen Netzwerken der Polizei.

Auch wenn vieles an den Geschehnissen des 7. Januars zwielichtig erscheint, eine Sache müsse jedoch verdeutlicht werden, so die Rede von Präsident François Hollande am Ort des Verbrechens:

„Une attaque contre un journal, c’est une attaque contre la liberté d’expression. (…) Nous devons réagir avec fermeté, mais avec le souci de l’unité nationale (…). Nous sommes dans un moment difficile (…), nous savions que nous étions menacés, car nous sommes un pays de liberté.“

Kurz: Ein Angriff auf eine Zeitung sei einem Angriff auf die Redefreiheit gleichzusetzen und diese Tat werde nicht unbestraft bleiben. Frankreich sei ein freies Land, das besonders in solchen Krisenzeiten auf Zusammenhalt setzen müsse, so Hollande. Als Maßnahme wurde die Terror-Alarmstufe („plan vigipirate“) heraufgesetzt und weitere französische Medien, unter anderem die Redaktion der France 2, unter Polizeischutz gestellt.

Nicht nur internationale Politiker drückten den Opfern und Betroffenen ihr Mitgefühl aus, auch im Internet verbreitet sich die Empathie-Welle rasant: Soziale Netzwerke wie Instagram und Tumblr werden seit gestern dominiert von Posts mit den Schlagwörtern #JeSuisCharlie und #CharlieHebdo, und auch bei Facebook zeigen die Menschen ihre Anteilnahme durch Sharen und Posten von „Je suis Charlie“ Beiträgen und Bildern. Besonders Aufgerüttete drücken ihre Unterstützung der Rede- und Pressefreiheit durch Veröffentlichen von den im Magazin gedruckten Mohammed-Karikaturen aus und sammeln sich am heutigen Gedenktag in vielen europäischen Städten. Was der satirischen Presse wohl einen zerschmetternden Schlag versetzen sollte, ermutigt nun Journalisten, Künstler und Laien weltweit genau zum Gegenteil: Die Ausrufe nach dem Recht sich frei auszudrücken, auch in Medien, erhallen trotz allgemeiner Angst vor ähnlichen Anschlägen rund um den Globus und verstärken den Respekt vor jenen, die sich getraut haben, die kritischen Worte ebenfalls öffentlich zu machen.

„Ils voulaient mettre la France à genoux, ils l’ont mise debout!“, so die Devise eines Frankreichs, das jetzt in diesen traurigen Tagen mehr denn je  als vereinte Nation aufsteht und sich dieser Form von Unterdrückung widersetzen will.

"Je suis Charlie"

„Je suis Charlie“: Fassungslosigkeit am Gedenktag in Paris

 

Quellen:

http://www.rtl.lu/international/597084.html

http://www.spiegel.de/

https://www.facebook.com/Anonymous.Kollektiv/posts/835560656490396:0

http://www.charliehebdo.fr/index.html

http://www.zeit.de/kultur/2015-01/charlie-hebdo-charb-geschichte

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Die blonde Flut: Blondinen auf TV-Zeitschriften

geschrieben von in Fernsehen, Medienkritik, Zeitschriften1 Kommentar »

Fernsehen.
Eine der liebsten Beschäftigungen der Deutschen. Und einige von uns besitzen sie noch: die Fernsehzeitschrift. Auch wenn dieses Format im Zeitalter des Internets zunehmend untergeht. Doch aus Trotz gegen die steigende Verinternetisierung der Gesellschaft oder einfach nur aus Gewohnheit ist das Format der Fernsehzeitschrift noch nicht völlig untergegangen und immer noch in einigen Haushalten zu finden.

Was beim scannenden Blick über die breite Zeitschriftenauslage im Fachhandel auffällt, ist nicht nur die große Angebotspalette der Fernsehzeitschriften, sondern auch die sich stark ähnelnden Cover:
1. Ohne Ausnahme sind auf allen Frauen abgebildet.
2. Diese Frauen sind auffallend oft (nahezu immer) blond und langhaarig.
3. Die meisten dieser Frauen tragen aufreizende Kleider oder Tops, die ihre (durch Photoshop verstärkten?) Kurven betonen und einen schönen Blick auf ihr Dekolleté bieten.
Eine Fernsehzeitschrift, deren Namen hier nicht genannt wird, hat es sogar geschafft, in den letzten Monaten ausschließlich Blondinen in weißer Kleidung abzulichten.
Wieso das Ganze? Wieso schaffen es nur lächelnde, makellose Blondinen auf die Cover, die sich alle sehr ähneln und austauschbar und langweilig wirken? Zwar findet man ab und zu doch noch einen Hauch von brünett auf einer Auflage, was einer Sensation gleicht, aber dann auch nur, wenn diese gerade in einem neuen Kinohit mitspielt und für steigende Verkaufszahlen sorgen könnte.
Die Verkaufsstrategie Blond scheint überall Einlass gefunden zu haben und wird konsequent durchgezogen. Mal etwas Abwechslung wagen, um aus der blonden Flut herauszustechen? Dies wäre wohl ein zu hohes Risiko. Wer kann denn auch wissen, ob sich die Zeitschrift mit einer Brünetten oder gar einer Schwarzhaarigen auf dem Cover überhaupt verkaufen würde? Lieber auf Sicherheit gehen und Altbewährtes weiter führen. Auch wenn das bedeutet, dass sich jede Auflage mehr und mehr ähnelt, jede Fernsehzeitschrift der anderen gleicht, da sie alle die gleiche Schiene fahren.
Bekanntlich gilt das Prinzip „Sex sells“, nicht nur auf den Covern unserer Fernsehzeitschriften. Also müssen natürlich perfekt scheinende, junge Frauen darauf abgebildet sein, die das Ideal unserer Gesellschaft repräsentieren sollen. Und Blondinen scheinen dabei eine gute Wahl, gelten sie doch als freundlich, strahlend, unschuldig und anziehend. Außerdem besteht bekanntlich das Klischee, dass Männer diesen Typ Frau besonders bevorzugen würden.

Man könnte diesen Trend durchaus als sexistisch bezeichnen. Wo sind denn all die Verfechter der Gleichberechtigung der Frau? Die haben sich wahrscheinlich alle auf die Frauenquote gestürzt, damit Frauen ja nicht wegen ihrer Führungsqualitäten, sondern lediglich zur Erfüllung der Quote eingestellt werden, eine zweifellos sehr erfolgreiche Methode.
Ein anderer -sinnvollerer?- Schritt zur Gleichberechtigung wäre doch, auch mal mehr Männer auf Fernsehzeitschriften abzubilden, schließlich wollen die Frauen doch auch mal einen schönen Anblick genießen können, und nicht nur die Männer. Oder man könnte versuchen, die Flut aus Blondinen zu durchbrechen und zu anderen Haarfarben übergehen, um etwas Abwechslung zu bekommen, sei es nun Braun, Schwarz, Rot oder gar Bunt. Schließlich sind diese Typen von Frauen auch Teil unserer Gesellschaft, und genauso schön und anziehend wie etwa Blondinen. Auch wenn das die Medienindustrie noch nicht ganz begriffen zu haben scheint.

Quellen:
http://www.dwdl.de/hoffzumsonntag/47491/blond_angenehm_abwaschbar_das_groesstmoegliche_nichts/ (03.01.15 18:10h)
http://konsumpf.de/?p=9798 (03.01.15 18:10h)
http://www.cafe-eloquent.de/blond-gut-tv-magazine-und-ihre-cover/ (03.01.15 18:20h)

Ist die ZEIT vorbei?

geschrieben von in Internet, Printmedien, Zeitschriften, Zeitungskrise1 Kommentar »

Langsam schiebt sich die Masse über den überfüllten Bahnsteig. Sie kommen an einem Zeitungsstand vorbei. GRATIS steht in großen Buchstaben auf einem Schild. Ein alter Mann nimmt sich eine Zeitung. Alle anderen gehen weiter, ohne den Stand eines Blickes zu würdigen. Nach einer Weile sitzen alle im Zug. Taschen und Rucksäcke werden geöffnet, Laptops herausgeholt und Smartphones eingeschaltet. Der alte Mann geht den Gang hinunter. Er lässt sich auf einem freien Platz nieder und schlägt umständlich die Zeitung auf. Die Frau auf dem Platz neben ihm schaut genervt von ihrem Smartphone auf. „Was suchen Sie denn?“, fragt sie. „Die Bundesligaergebnisse!“, antwortet der alte Mann. „Die habe ich gestern schon nachgeschaut“, sagt sie und überreicht ihm ihr Smartphone.

Kein Überleben für die Zeitung?

Dass die Nachfrage nach Printmedien schwindet, ist nichts Neues. Doch gibt es den guten Journalismus nicht nur in der Zeitung? In der Zeitung überzeugen seit langen Jahren qualifizierte Journalisten mit gut recherchierter Arbeit, unterschiedlichen Themen und ausführlichen Hintergrundreportagen. Mit dem Kauf einer Zeitung wird versichert, dass die Artikel umfassend recherchiert und glaubwürdig sind. Dass die Journalisten Kenntnis haben, worüber sie schreiben und für den Leser die wirklich wichtigen Themen selektieren und aufbereiten.

Trotzdem greifen immer mehr Menschen zum Smartphone oder Tablet, um die Nachrichten online zu lesen.
Im Internet findet man die gesuchten Informationen schnell und zielsicher. Ohne großen Zeitaufwand. Und noch viel wichtiger ist, dass man NUR das erhält, was man wirklich möchte. Kauft man eine Zeitung, um sich über die neusten Ereignisse in Russland zu informieren, muss man auch den Rest, also den Sport und die Klatschspalte kaufen. Online ist das anders.
Kauft man eine Zeitung, entscheidet man sich nicht nur dafür mehr zu kaufen, als man eigentlich braucht, sondern es beschränkt auch auf die eine Sichtweise des Journalisten beziehungsweise die Quellen, die der schreibende Journalist wichtig hielt. Im Internet hingegen werden viele verschiedene Quellen präsentiert. Durch Verlinkungen findet man schnell viele Texte und Informationen zum selben Thema.

Natürlich hört man hier die Aufschreie der Zeitungsliebhaber. Denn Online birgt viele Risiken, die man nicht außer Acht lassen sollte. Im Internet kann jeder zum Journalist werden und jeder kann Informationen einstellen. Fehlinformationen werden nicht überprüft und verbreiten sich über das Internet wie ein Lauffeuer, bevor auffällt, dass es sich um eine Fehlinformation handelt.

Doch ist dieses Risiko nicht akzeptabel, wenn man bedenkt, was man dafür bekommt?

So schön es auch sein mag eine echte Zeitung in der Hand zu halten – das bekannte Rascheln beim Umblättern der Seiten zu hören. Sind es doch trotzdem nur die Nachrichten von gestern.
Für schnelle und aktuelle Nachrichten bleibt nur der Griff zum Smartphone.

Was sich viele wünschen, sind Onlineartikel, die umfassend recherchiert sind und komplexe Sachverhalte verständlich zusammenfassen. Artikel, wie man sie zuweilen nur in der „echten“ Zeitung findet.

Die Süddeutsche Zeitung versucht zur Zeit durch den Bau eines Print – Online – Newsrooms Online und Print erfolgreich zu verbinden. „Die geschäftsführenden Redakteure, die dort arbeiten werden, sind künftig für Print, wie online gleichermaßen verantwortlich.“ (http://www.turi2.de/heute/sueddeutsche-zeitung-baut-print-online-newsroom/) Dadurch soll es eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Print und Online geben. Es ist der Versuch „sowohl eine sehr gute Zeitung, als auch eine sehr gute Nachrichtenseite (zu) machen.“ (http://www.turi2.de/heute/sueddeutsche-zeitung-baut-print-online-newsroom/)
Es könnte ein entscheidender Schritt sein, Online qualitativ nach vorne zu treiben, aber dabei die Zeitung nicht zu vergessen.

Kein Überleben für die Zeitung?
Das ist zur Zeit schwer zu ermessen. Aber bis jetzt schreibt sie auch noch keiner ab!

 

Quellen:

http://www.gutjahr.biz/2013/03/zukunft-zeitung/

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/zukunft-der-zeitung-die-odyssee-der-online-onkels-12534852.html

http://verlag.faz.net/mediaportal/ueber-die-zukunft-von-zeitungen-ein-gespraech-mit-frank-schirrmacher-und-horizont-chef-juergen-scharrer-11885036.html

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/zukunft-des-journalismus-das-heilige-versprechen-11970610.html

http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2012-11/Tageszeitung

http://www.spiegel.de/thema/2020_die_zeitungsdebatte/

http://www.sueddeutsche.de/thema/Zukunft_des_Journalismus

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/zukunftdesjournalismus

http://www.arte.tv/guide/de/048392-000/journalismus-von-morgen-die-virtuelle-feder

http://www.theeuropean.de/debatte/342-zukunft-des-journalismus

http://www.turi2.de/heute/sueddeutsche-zeitung-baut-print-online-newsroom/

 

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WISSEN, wo’s herkommt…

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Viele kennen es, das Problem der intersubjektiven Nachvollziehbarkeit wissenschaftlicher Texte. Da sitzt man nun vor einer Hausarbeit, einem Essay oder jedweder Form wissenschaftlichen Dokuments und denkt über das Sujet: „Mensch, darüber hab‘ ich doch mal irgendwo etwas gelesen…“. Dumm nur, wenn einem die Quelle nicht mehr einfällt oder man fälschlicherweise gar davon ausgeht, dieser famose Geistesblitz sei Produkt der eigenen Vernunft. (Letzteres – durchaus auch intendiert –  scheint ja offensichtlich gerade in Zeiten digitaler Nachprüfbarkeit des „eigenen“ geschriebenen Wortes ein nicht zu unterschätzendes Problem geworden zu sein; man bediene sich diverser Beispiele, wie die des Herrn K.T. von und zu G. oder einer gewissen Frau S.)

Hätten diese Herrschaften, die hier nur am Rande und in anonymisierter Weise erwähnt werden, sich doch einmal die Redaktion der Zeitschrift „ZEIT WISSEN“ zum Vorbild genommen, wäre ihnen wohl so manches erspart geblieben.

„ZEIT WISSEN“ ist ein vom Zeit-Verlag herausgegebenes Magazin, das sich auf Wissensfragen – wie der Name bereits suggeriert – spezialisiert hat und alle zwei Monate erscheint. So weit, so gut. Die eigentliche Neuerung besteht aber darin, dass man sich dazu entschlossen hat, die wichtigsten zu Rate gezogenen Quellen am Ende eines jeden Artikels preiszugeben, um dem Medium „[e]inen transparenteren und persönlicheren Charakter“ zu verleihen, wie Jan Schweitzer, Chefredakteur bei „ZEIT WISSEN“ verlauten ließ. Ferner sollen auch die Beweggründe der jeweiligen Autoren bekanntgegeben werden, indem man klarstellt, warum, wieso, weshalb, wann und wo welche Bücher gelesen, Studien ausgewertet, Experten ins Verhör genommen oder Datenbanken durchforstet wurden.

Dabei bleibt es allerdings nicht, denn multimediale Zeiten erfordern multimediale Mittel, und so kann der Leser seine Quellensuche im WWW weiterführen, denn dort sollen ab der nächsten, am morgigen Dienstag, 11.06.2013, erscheinenden Ausgabe, alle Quellen offengelegt werden. Des Weiteren verspricht sich die Redaktion von dieser „Vernetzung“ Online-Diskussionen von Lesern im Anschluss an die Artikel, vorrangig über die Quellen selbst und deren Qualität (oder eben deren Fehlen). Von einer potentiellen Kritikflut der Leserschaft hat man indes nicht viel Angst beim Zeit-Verlag, denn laut Schweitzer „hilft [sie], um das Heft noch besser zu machen“.

Vielleicht sehen dies nun gewisse Herrschaften – die hier ja nur am Rande und in anonymisierter Weise erwähnt werden – als Ansporn beim nächsten Mal auch ihre Quellen zu offenbaren, denn „ZEIT WISSEN“ geht mit gutem Beispiel und weitaus mehr Sympathiepunkten mit einer verkauften Auflage von 92.790 Exemplaren im ersten Quartal 2013 voran.

 

Quellen:

IVW – Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (2013): ZEIT WISSEN. URL: http://daten.ivw.eu/index.php?menuid=1&u=&p=&detail=true. (08.06.2013).

Melzer, Melanie (2013): „Transparenter“ und „persönlicher“: „Zeit Wissen“-Redaktion veröffentlicht ihre Quellen. URL: http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/121612-transparenter-und-persoenlicher-zeit-wissen-redaktion-veroeffentlicht-ihre-quellen.html. (08.06.13).

Regenbogenpresse – Ein Selbstversuch

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Der Spiegel schreibt diese Woche über eine Mediengattung, die von der allgegenwärtigen „Medienkriese“ verschont geblieben zu sein scheint. Eine Mediengattung, von der ich zwar am Rande wusste, dass sie existiert, mit der ich mich aber noch nie befasst habe: Das sogenannte „Regenbogenblatt“. Viel darunter vorstellen konnte ich mir nicht, hatte nur die vage Idee, dass der Wahrheitsgehalt wohl noch fragwürdiger sein könnte als bei der BILD.

Laut Spiegel ist die Leserschaft der Heftchen 60+, weiblich und ihrem Blatt sehr treu, aber warum? Worum geht es in den Heften überhaupt? Bei einer kurzen Recherche im Internet findet sich nicht viel. Die meisten der Hefte haben keinen richtigen Internetauftritt, Google bietet mir in den ersten Treffern nur an Anzeigen aufzugeben. Hat das Heft eine Internetseite, so stammt die, wie im Fall der „Revue der Woche“ vom Verlag und deckt gleich mehrere Blätter ab.

Spontan habe ich mich also zum Selbstversuch entschlossen, bin in den nächsten Supermarkt und habe mir drei Exemplare gekauft (Preis für alle drei: 2,37 €). Im Zeitschriftenregal finden sie sich in der untersten Reihe, wo ich normalerweise nicht einmal hinschaue und es gibt unfassbar viele von ihnen. Auf den Titelseiten: Unvorteilhafte Fotos von Menschen die ich nicht oder nur aus der RTL-Werbung kenne. So schreibt zum Beispiel die „Revue der Woche“: „Die Geissens: Angst um ihre Töchter (Die Gefahr ist größer den je – Sie fordern das Unglück heraus)“ Im inneren der Zeitung stellt sich heraus: Die Kinder sind alleine Tretboot gefahren. Lebensgefahr! Und außerdem: Im zwei Stunden entfernten Marseilles („unweit von St. Tropez“) ist die Drogenkriminalität gestiegen. Entführungsgefahr!

Die „Super Freizeit“ schlägt eine etwas andere Richtung ein: „Alkohol-Drama“1 Carmen Geiss trinke zu viel und sei „aufgedunsen“, wie ein Vorher-Nachher Bild beweisen soll. Ich kann keinen Unterschied erkennen. Immerhin findet sich auch hier die „Entführungspanik“ wieder, auch wenn sie im Artikel nicht erwähnt wird.

Eingehender mit dem Thema Regenbogenpresse beschäftigt sich das Watchblog TopfVollGold (http://www.topfvollgold.de/), betrieben von zwei Journalistik-Studenten der TU Dortmund. Sie decken auf, wo die Wahrheit verdreht und geschummelt wurde. In einem Interview mit dem EJO (s. Quellen) geben sei zu bedenken, dass ein Teil der Leser die Geschichten aus den Regenbogenheften durchaus ernst nehmen.

 

1Mehr zum Thema „Drama“: http://www.topfvollgold.de/?p=2805

Quellen:

Kühn, Alexander und Maximilian Popp (2013): Simple Storys. In: DER SPIEGEL (21/2013). Hamburg. SPIEGEL- Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG S. 136

Grass, Karen (2013): Regenbogenpresse: „Die Macht wird unterschätzt“. European Journalism Obervatory. (17.05.2013) Dortmund. Erich-Brosius-Institut. URL:http://de.ejo-online.eu/9233/medienjournalismus/9233 (Aufgerufen am 22.05.2013)

Schönauer, Mats und Moritz Tschermark (2013): Topf Voll Gold. Dortmund. URL: http://www.topfvollgold.de/ (Aufgerufen am 22.05.2013)

Gippner, Steffen (Hrsg.) (2013): „Alkohol-Drama“. In: Super Freizeit (Nr. 6 Mai/Juni 2013). Hamburg. Bauer People GmbH. S. 7

Schuhmacher, Klaus (Hrsg.) (2013): „Angst um ihre Töchter“. In: Revue der Woche (Nr. 6 Juni 2013). Hamburg. Deltapark-Verlag Ltd. S. 6-7

 

„Deine Mudda liest das Handelsblatt!“ – Final Times: Endlich schwarz!

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Heute, am 07.12.12, erscheint die letzte Ausgabe der Financial Times Deutschland.
Erstmals verkauft wurde die Wirtschaftszeitung am 21. Februar 2000 und scheint jetzt die Rekorde noch einmal zu brechen: „Vergriffen und ausverkauft!“ heißt es an den Kiosks und den anderen Verkaufsstellen. Wer trotzdem nicht darauf verzichten will, hat die Chance im Online- Shop ein Exemplar zu erwerben.

Denn nicht nur der Aspekt der „letzten Ausgabe“ macht die Zeitung habenswert, sondern auch ihre ungewöhnliche Aufmachung:
Das ansonsten lachsfarbene Blatt erscheint ganz in schwarz. Final Times nennt sie sich heute. Auf der letzten Seite verneigen sich die Mitarbeiter vor den Lesern.

Gruner und Jahr verabschiedet sich mit dem spöttischen Protest „Deine Mudda liest das Handelsblatt!“ von der FTD.
Auch wenn sie Gruner und Jahr laut SpiegelOnline angeblich 250 Millionen Euro gekostet hat und der kein Interimsmanager gegönnt wurde, spart die Wirtschaftszeitung nicht an Eigenlob. Sie nennen die Titel ihrer aufregendsten Meldungen, zeigen ihre spannendsten Bilder und weisen sich selbst die Rolle eines revolutionären Blattes zu, das auch über Grenzen hinaus berichtete und „vorlaut“ und „anders“ sei.

Andererseits zeigen sie in dem Artikel „Fehler – doch nicht bei der FTD… außer manchmal“ auch ihre Schwächen und nehmen in amüsanten Artikeln wie „Wir waren Helden“, die von Erlebnissen der Reporter erzählen, auch Abstand vom zynischen Ton der restlichen Zeitung. Auch eine Reihe von Entschuldigungen seitens der Chefredaktion sind in der letzten Ausgabe zu finden, sei es wegen der „verbrannten Millionen“, den missachtenden „Formulierungsvorschlägen“ oder dem fehlenden „Glauben“ an die Politiker.

Insgesamt also ein stolzer Abgang, den die Financal Times Deutschland hingelegt hat!

 

http://www.ftd.de/panorama/vermischtes/outofoffice/:bilder-des-tages/70118891.html
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/gruner-jahr-verkuendet-aus-fuer-financial-times-deutschland-a-868371.html
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/die-letzte-ausgabe-der-financial-times-deutschland-am-7-12-2012-a-871506.html

Papst angepisst. Urin oder Limonnade?

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Papst Benedikt XVI. ist verärgert: Durch das Titelblatt der Juli-Ausgabe des frankfurter Satiremagazins TITANIC fühlte der Papst sich in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt und klagt nun gegen die Verbreitung des Bildes.

Mit dem Titel „Halleluja im Vatikan – Die undichte Stelle ist gefunden!“ zeigt die Titelseite des Magazins den Papst mit einem gelben Fleck auf seiner Soutane in Schritthöhe. Damit spielt TITANIC auf den „Vatileaks“-Skandal an, bei dem geheime Dokumente puplik geworden sind. Doch damit nicht genug: Auch die Rückseite zeigt den Papst – diesmal von hinten und mit braunem Fleck an selbiger Stelle.

Die heutige Erwirkung einer einstweiligen Verfügung führte dazu, dass TITANIC das Titelbild online bereits geschwärzt hat. Die Unterlassungserklärung unterschrieb die TITANIC jedoch nicht und so ist eine Einigung zwischen TITANIC und der Katholischen Kirche noch nicht abzusehen.

Überschreitet die TITANIC jedes Maß an Zumutbarem oder handelt es sich wie laut Chefredakteur Leo Fischer versichert um ein Missverständnis? Jedenfalls sind die Printausgaben mit Bild bereits in Umlauf und Fischer sagte: „Wir sind bereit, durch alle Instanzen zu gehen – bis hin zum Jüngsten Gericht.“

 

 

http://www.tagesspiegel.de/medien/einstweilige-verfuegung-der-rechtsstreit-ist-wohl-noch-nicht-beendet/6861908-2.html

http://www.titanic-magazin.de/newsticker.html

http://www.stern.de/kultur/einstweilige-verfuegung-papst-stoppt-titanic-cover-1855116.html

 

Studie Hans Bredow Institut: Tagesschau, Google und BILD: Was den Deutschen für ihre politische Meinungsbildung wichtig ist

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Das Hans Bredow Institut hat eine spannende Studie zur Mediennutzung der Deutschen raus gebracht, die es komplett oder in Auszügen online gibt.

Da dies mehr ein praktischer Hinweis an Studenten sein soll (falls sie das Blog hier überhaupt selber freiwillig lesen) poste ich jetzt die PM dazu. Ich muss ja keine Blogbeiträge mehr schreiben^^ 

Das Fernsehen ist nach wie vor die wichtigste Quelle für die politische Meinungsbildung, so das Ergebnis einer Studie des Hans-Bredow-Instituts, die heute in Berlin dem Bundestagsausschuss für Kultur und Medien vorgestellt wurde. Die Studie „Informationsrepertoires der Deutschen“ basiert auf einer bundesweiten repräsentativen Befragung von gut 1000 Personen ab 14 Jahren. Sie untersuchte, welche Angebote aus der Sicht der Bevölkerung für ihr eigenes Informationsverhalten am wichtigsten sind. „Auch in den heutigen digitalen Medienumgebungen spielen die etablierten Medien Fernsehen und Zeitung nach wie vor eine wichtige Rolle. Das Internet ist aber mittlerweile zu einem wesentlichen Faktor auch für die politische Meinungsbildung geworden. Auffällig ist vor allem, dass mit Google und Facebook auch solche Angebote dazu gehören, die selbst keine politischen Inhalte anbieten. Diskussionen um Medienvielfalt und den Einfluss von Medien auf die Meinungsbildung müssen daher einen medienübergreifenden Ansatz verfolgen“, so Uwe Hasebrink, Direktor des Hans-Bredow-Instituts.Für die politische Meinungsbildung sowie für Informationen über das Weltgeschehen und über Deutschland ist das Fernsehen mit jeweils mehr als 40 Prozent der Nennungen das wichtigste Medium. Die Zeitungen liegen jeweils mit rund 20 Prozent der Nennungen auf dem zweiten Platz, es folgen das Radio und das Internet. Für Informationen über die Region ist hingegen für 40 Prozent der Befragten die Zeitung die wichtigste Quelle.Bei den 14- bis 29-Jährigen ist die Bedeutung des Internets deutlich größer; aber auch bei ihnen ist das Fernsehen für die politische Meinungsbildung und die Zeitung für Informationen über die Region das meistgenannte Medium.In allen Altersgruppen wird die „Tagesschau“ am häufigsten als wichtigstes Einzelangebot für die politische Meinungsbildung genannt; in der Gesamtbevölkerung folgen dann Google und BILD. Bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen stehen neben der „Tagesschau“ Online-Angebote – an sechster Stelle wird Facebook genannt – sowie private Nachrichtenkanäle und BILD im Vordergrund.Die Studie wurde im Rahmen des Vorhabens „Erfassung und Darstellung der Medien- und Meinungsvielfalt in Deutschland“ des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) durchgeführt. Ein ausführlicher Projektbericht ist auf der Website des Hans-Bredow-Instituts abrufbar. Die Studie basiert auf einer telefonischen Befragung, die Enigma GfK zwischen dem 19. Mai und 3. Juli 2011 im Auftrag des Hans-Bredow-Instituts durchgeführt hat. Insgesamt wurden 1.007 Personen befragt. Die Stichprobe ist repräsentativ für deutschsprechende Personen im Alter ab 14 Jahren aus Haushalten mit Telefonfestnetzanschluss in Deutschland.

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Ein Link auf Papier(?)

geschrieben von in Allgemeines, Medienwandel, Printmedien, Zeitschriften, Zukunft des InternetKommentare deaktiviert für Ein Link auf Papier(?)

Nun ist ein auf Papier abgedruckter Link in der heutigen Zeit nichts wirklich besonderes mehr, werden viele sagen. Dem ist auch so. Eine Variante allerdings, die mehr oder weniger neu ist, scheinen die so genannten Quick Response Codes (QR-Codes) zu sein.

Gesehen haben wir sie wahrscheinlich alle schon einmal: kleine schwarze Quadrate, auf deren Fläche noch kleinere, scheinbar willkürlich verteilte schwarze und weiße Kästchen zu sehen sind. Während sie für das menschliche Auge keinen Sinn ergeben, können Computer damit eine ganze Menge anfangen. Denn scannt man einen solchen QR-Code mit dem Handy ein, wird man unverzüglich auf die entsprechende Internetseite weitergeleitet, die inhaltlich mit dem Artikel verknüpft ist, in dessen Frame der Code auftaucht.

Vorreiter dieser zweidimensionalen Barcodes ist der Springer-Verlag, genauer dessen Tabloid Welt kompakt. Schon 2007 erschienen die QR-Codes regelmäßig als inhaltliche Ergänzung zu den veröffentlichten Artikeln. Ob sie von den Rezipienten oft oder überhaupt genutzt werden, legt der Springer-Verlag nicht offen. Doch da die QR-Codes weder viel Platz brauchen, noch sonderlich kostenintensiv sind, erscheinen sie weiterhin als kleine Wegweiser zu weiteren Informationen. [1]

Durch einen Artikel in einer Ausgabe der Journalistik (s. Quellen) darauf aufmerksam geworden, begegnen mir diese Barcodes nun immer häufiger. Noch am selben Tag fiel ein Supplement aus der aktuellsten Ausgabe des aud!max (s. Quellen): Campus Cooking. In diesem Heftchen werden schnelle, unkomplizierte Gerichte für Studenten von den Köchen Stefan Wiertz und Kevin von Holt präsentiert. Blättert man Campus Cooking einmal durch, findet man insgesamt sechs Rezepte, denen jeweils ein QR-Code hinzugefügt wurde. All diese Codes führen zu Videos, in denen die beiden Köche die Zubereitung der besagten Rezepte präsentieren. [2] – Des Weiteren sind mir die QR-Codes nun auch in Prospekten diverser Supermärkte und Fachläden aufgefallen. Bei manchen dachte ich, dass das eine durchaus sinnvolle Ergänzung sein kann, bei anderen habe ich mich wiederum gefragt, was dabei denn herauskommen soll. (In Ermangelung eines Smartphones konnte ich dem auch leider nicht auf die Spur gehen.)

Bleibt die Frage zu klären, ob diese Barcodes eine nützliche Erfindung sind, die unser alltägliches Leben mit zusätzlichen Informationen o.ä. bereichern können. Oder ob sie doch in die Richtung verschwendeter Druckerschwärze gehen und getrost fallengelassen werden können. Wie so oft wird das wohl wieder jeder für sich entscheiden (und ggf. verwenden) müssen.

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[1] Westermeier, Carola (2012): QR-Codes als „Links in der Zeitung“ – Erfolg oder Fehlschlag? in: Fengler, Susanne (2012): Journalistik. 2012/01, s. 8.

[2] Telekom Deutschland GmbH (2012): Campus Cooking. Supplement in: aud!max Medien GmbH (2012): aud!max. 2012/06.

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Achtung! Hier kommt ein Skandal! (Vielleicht.)

geschrieben von in Medienkritik, Printmedien, Qualität, ZeitschriftenKommentare deaktiviert für Achtung! Hier kommt ein Skandal! (Vielleicht.)

„Bild der Frau“, „Frau mit Herz“, „Frau ohne Herz“, „die aktuelle“, „7 Tage“ – wer wissen will, was in der Welt der Promis, der Schönen (und oft Reichen) gerade abgeht, der wird sie kennen, die Zeitschriften mit dem großen Klatsch-Content. Ihre Daseinsberechtigung ziehen sie nicht unbedingt aus dem beiliegenden TV-Programm, sondern vielmehr aus der Enthüllung von skandalösen Vorfällen in europäischen Königshäusern, von denen sonst nie jemand etwas mitbekommen hätte. Und eigentlich auch niemand mitbekommen muss.

Der Autor Stefan Niggemeier führt auf seinem Blog eindrucksvoll vor, was hinter den oftmals so reißerischen Titelschlagzeilen dieser Klatschzeitschriften steckt – nichts als heiße Luft. Mit aufgeblasenen Titeln werben die Blätter am Zeitschriftenstand um Leserinnen, versprechen ihnen den skandalösesten Skandal aller Skandale und tun am Ende doch nichts anderes, als die Käufer in die Irre zu führen.

Niggemeier erklärt das System der Klatschblätter am Beispiel der „aktuellen“ vom 28. April:

»Oh nein! Samuel Koch: Dramatischer Sturz aus dem Rollstuhl!« bedeutet, dass Koch in seiner gerade erschienenen Autobiographie unter anderem auch beschreibt, wie er einmal aus seinem Rollstuhl gefallen ist.

Und »Also doch! Nicolas Sarkozy & Carla Bruni: Steht ihre Ehe vor dem Aus« hat den faktischen Hintergrund, dass Sarkozy die erste Runde der Präsidentschaftswahlen verloren hat und die »aktuelle« sich nicht vorstellen kann, dass die Bruni mit einem Verlierer zusammen sein will.

Dieses Vorgehen ist nicht nur aus medienethischer Sicht ziemlich perfide, es birgt auch interessante Fragen zum Umgang der Medien mit Sprache. Die Sprache ist ein zentrales Element aller Medien, ohne sie sind Medien undenkbar. Gerade Journalisten sollten sich darüber im Klaren sein, was sie mit Worten bewegen können und wie viel Macht tatsächlich hinter einem Text, einer Schlagzeile steckt. Sie sollten Sprache nicht nur als reines Werkzeug einsetzen, sondern auch als ihr wichtigstes Gut betrachten, mit dem sie Öffentlichkeit herstellen und lenken können.

Besagte Klatschblätter wissen natürlich ganz genau, was sie tun, wenn sie wieder einmal aus einer Mücke einen Elefanten machen: Sie wollen verkaufen, sie müssen es sogar. Je reißerischer der Titel, je aufregender und vielversprechender die Schlagzeile, desto besser der Absatz. Aber sie übersehen dabei, welchen Effekt sie damit auf Dauer bei ihren Lesern auslösen könnten: Den Verlust ihrer journalistischen Glaubwürdigkeit.

Dem Großteil der Käufer dürfte es vielleicht nicht auffallen, dass sich der im Titel angekündigte „Skandal“ um Nicolas Sarkozy im Heft plötzlich in nichts auflöst. Dazu verpacken die „Journalisten“ der Klatschblätter ihre Storys zu professionell. Doch irgendwann bleibt bei dem einen oder anderen vielleicht doch mal der Gedanke hängen, dass an den Titelstorys irgendwie nie wirklich was dran ist.

Ob sich die Macher von „Frau mit Herz“ & Co darüber Gedanken machen, darf angesichts der konsequent durchgehaltenen Täuschung ihrer Kunden eher bezweifelt werden. In Verlagskreisen regiert die Kurzsichtigkeit mit eiserner Hand, wie es scheint. Was bleibt, ist ein bitterer Beigeschmack bei jeder „Schlagzeile“. Und die Frage, wo echter Journalismus aufhört. Manche Redaktionen, so scheint es, haben die Grenze längst überschritten.

Und es nicht bemerkt.

 

Warum blicken wir zurück?

geschrieben von in Allgemeines, Fernsehen, Zeitschriften1 Kommentar »

Jedes Jahr kurz vor Silvester passiert das gleiche. Meistens, wenn man in der Programmvorschau auf der Suche nach den ungefähr 82629325 „Dinner for one“ – Ausstrahlungen ist, von denen man auf der Party natürlich wieder unbedingt eine sehen muss, as usual, um schließlich im Laufe der Feierei trotzdem jede einzelne zu verpassen. Oder es passiert, weil man plötzlich so viel Zeit hat und beschließt, etwas zu lesen zu kaufen. Man schaut über die vielen Cover der Zeitschriften und stellt fest: Alles ist voller Jahresrückblicke.
Es kommt einem so vor, als würde wirklich jede einzelne Zeitschrift, jedes Fernsehprogramm so einen Rückblick zeigen. Man wird regelrecht verfolgt damit. Bisher konnte ich erfolgreich vermeiden, auch nur einen solcher Rückblicke zu lesen oder im Fernsehen zu verfolgen. Aber wozu gibt es sie überhaupt? Hat nicht langsam auch der letzte mitbekommen, welche die wichtigsten Ereignisse gewesen sind?

Vielleicht ist es also eine art Absicherung. Damit man sich auch vergewissern kann, dass man auf dem neusten Stand ist. Schließlich erträgt kaum ein Mensch den Gedanken, etwas verpasst zu haben. So besteht zumindest das Gefühl, wir wüssten jetzt alle dasselbe. Also eine schöne Illusion, um getrost ins neue Jahr zu feiern. Oder so ein Rückblick dient dazu, mit dem geschehenen abzuschließen. Das neue Jahr bedeutet für viele Menschen auch einen kleinen Neuanfang. Wenn man alles noch einmal Revue passieren lässt, kann man sozusagen ballastfrei von vorne Anfangen…

Das klingt ja alles schon beinahe esoterisch. Neuanfang? Ballastfrei? Nüchtern betrachtet ist es lediglich einen Tag später. Aber auch wenn wir es nicht zugeben wollen, haben die meisten von uns an Silvester doch mehr oder weniger genau dieses Gefühl. Woher kämen sonst so plötzlich die guten Vorsätze?

Vielleicht gibt es den Jahresrückblick auch, damit die Mitarbeiter und Redakteure des Fernsehens und der Zeitschriften sich etwas erholen können. Meistens passiert um die Jahreswende ja nichtmehr allzu viel, also kann man sich etwas Arbeit sparen und einfach das zusammenfassen, was schon passiert ist. Böse Zungen behaupten auch, das sei Alles nur für die Quote!
Auch wenn es sicher hauptsächlich um Quoten geht, spielen wohl alle diese Gründe auch ein bisschen mit hinein. Im Jahresrückblick besteht außerdem die Möglichkeit, vielen Menschen noch einmal eine Ehre zu erweisen, oder Ereignissen zu gedenken. Ich bin sicher nicht der einzige, der es unvorstellbar fände, beispielsweise Loriot nicht noch einmal zu erwähnen. Man kommt scheinbar nicht drumherum, um diese Jahresrückblicke. Und irgendwie sind sie mittlerweile schon ein fester Teil der Weihnachts- beziehungsweise Neujahrszeit. Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, nächstese Jahr mindestens eine dieser Rückblicke zu lesen oder anzuschauen. Bleibt die Frage, ob das nun ein guter oder schlechter Vorsatz ist.

Persönlichkeitsbeschreibungen und Horoskope: Der Barnum-Effekt

geschrieben von in Allgemeines, Fernsehen, Zeitschriften1 Kommentar »

Horoskope sind sehr weit verbreitet. Man findet sie in Zeitungen und Zeitschriften, als Anwendungen bei Facebook, und auch bei manchen Fernsehsendern und Radiosendern werden Horoskope vorgelesen. Sehr viele Menschen glauben auch daran, was in ihrem Horoskop steht und lassen sich davon beeinflussen. Doch wie kommt es, dass so viele Menschen an einen Text glauben, und es ihnen vorkommt, als ob dieser genau auf ihre jeweilige Situation passt, obwohl er ja für jeweils alle Löwen, alle Schützen, alle Wassermänner, alle Steinböcke usw., verfasst worden ist? Dann müsste ja an Tag X z.B. jede Person mit Sternzeichen Löwe, Glück in der Liebe  oder einen stressigen Arbeitstag haben.

Die Tatsache, dass Menschen dennoch so stark an Horoskope glauben, kann man mit dem Barnum-Effekt, der in der Psychologie häufig diskutiert wird, erklären. Aussagen werden so vage formuliert, dass sie auf jeden Menschen oder jede Situation zutreffen können. Ein Horoskop wie das folgende passt auf die Situation und Lebensweise jedes Menschen.

„In finanzieller Hinsicht haben Sie in der letzten Zeit einige kleine Rückschläge verkraften müssen, keine Angst, es geht bald wieder bergauf. Harmonische Stunden zu zweit sind genau das Richtige für Ihre Beziehung, die Liebessterne stehen gut dafür. Spielen Sie im Beruf etwas mehr Ihre wahren Stärken aus, und lassen Sie sich nicht zu leicht von Ihren Zielen abbringen, das könnte Probleme verursachen. Ihre Gesundheit sollten Sie in der nächsten Zeit etwas mehr schonen, Sie brauchen Ihre Power. Gesunde Ernährung, viel Ruhe und möglichst viel Schlaf sind jetzt wichtig, um weiterhin fit zu bleiben.“

Es gibt sicherlich viele Menschen, die sagen würden, dass dieses Horoskop genau auf ihre aktuelle Lebenssituation zutrifft. Doch das ist nur der Fall, weil die Aussagen so allgemein formuliert sind. Für jede Beziehung sind harmonische Stunden zu zweit wichtig, und sich von Zielen abbringen zu lassen hat natürlich für jeden Probleme. Genauso braucht jeder eine „gesunde Ernährung, viel Ruhe und möglichst viel Schlaf“ um fit zu sein.

Ein bekanntes Beispiel, wie stark sich Menschen von diesem Barnum-Effekt beeinflussen lassen, zeigt sich an einem Experiment des britischen Zauberers und Mentalisten Derren Brown.

Ein paar Gäste bei ihm im Studio wurden zunächst gebeten, drei Aufgaben zu erfüllen. Sie sollten erstens auf einem Blatt Papier die Kontur ihrer Hand nachzeichnen, zweitens, ihr Geburtsdatum und die Geburtszeit notieren, und drittens dem Blatt ein persönliches Objekt, das sie bei sich trugen, beilegen. Anschliessend teilte Derren Brown den Teilnehmern mit, dass er anhand dieser Daten eine exakte Persönlichkeitsbeschreibung der Teilnehmer verfassen würde. Er erzählte ihnen, dass er versuchen würde, die Persönlichkeitsbeschreibungen so wenig allgemein wie möglich und so akkurat wie nur möglich zu schreiben.

Als die Teilnehmer später ihre jeweilige Persönlichkeitsbeschreibung lasen, war jeder einzelne von ihnen überrascht, wie akkurat diese war. Viele dachten schon beim ersten Satz „Ja, genau so bin ich.“ Andere behaupteten, Derren Brown hätte sogar Dinge in ihnen gesehen, die sie selber noch nicht über sich wussten. Die Persönlichkeitsbeschreibungen wurden teilweise eingeschätzt, zu 99 % zutreffend zu sein.

Anschliessend wurden die Teilnehmer darüber informiert, dass jeder einzelne von ihnen genau die gleiche Persönlichkeitsbeschreibung erhalten hatte. Derren Brown hatte diese bereits mehrere Monate vor dem Experiment verfasst.

Das Video zum Experiment von Derren Brown können Sie sich hier ansehen:

Experiment von Derren Brown

Ich finde es erschreckend, dass Horoskope, Persönlichkeitsbeschreibungen und ähnliches so vage und allgemein formuliert werden, dass es auf jeden Menschen zutreffen kann und auch viele daran glauben. Und trotzdem sind die Texte ja auch nicht so vage formuliert, dass sie den Leuten nicht akkurat vorkommen. Die Leute haben das Gefühl, ihre tiefsten Persönlichkeitseigenschaften würden genau aufgedeckt werden. Dass dieser Barnum-Effekt immer wieder so gut funktioniert, überrascht mich immer wieder aufs Neue.

 

 

Quelle:

http://www.alltagsforschung.de/der-barnum-effekt-warum-glauben-wir-horoskopen/

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Falsche Schönheitsideale in den Medien

geschrieben von in Allgemeines, Fernsehen, Medienkritik, Zeitschriften2 Kommentare »

Heutzutage werden sehr viele Erwartungen an die Menschen gestellt. Jeder Mensch hat verschiedene Rollen und „muss“ sich deshalb auch rollenkonform verhalten.
In Bezug auf das Aussehen der Frauen lauten die Erwartungen, dass diese schlank, schön und immer perfekt gestylt sein müssen. Schaltet man den Fernseher ein, dann sieht man in Werbespots Models oder andere berühmte Persönlichkeiten, die scheinbar keinen einzigen Makel haben: Sie haben eine perfekte Haut, eine perfekte Figur, perfekte Haare,…

Schon seit langer Zeit gilt schlank als schön. Wer mollig oder dick ist, entspricht nicht wirklich dem heutzutage verbreiteten Schönheitsideal.  Zwar gibt es vereinzelte Spots, wie zum Beispiel den von Dove, in denen gezeigt wird, dass auch Frauen mit Kurven schön sind, doch es ist immer noch so, dass Schlankheit besser ankommt. In Frauenzeitschriften gibt es so gut wie jedes Mal Diättipps, so dass man das Gefühl vermittelt bekommt, unbedingt eine Diät machen zu müssen, sogar wenn man nur ein paar Kilo zu viel hat.

Dies ist ein ernstzunehmendes Problem. Denn durch Sendungen wie „Germany’s next topmodel“, Werbespots und Anzeigen mit schlanken Frauen, sind die Frauen in der heutigen Gesellschaft einem enormen Druck ausgesetzt, ebenfalls schlank zu sein. Das heutige Schlankheitsideal ist so teilweise dafür verantwortlich, dass Mädchen und Frauen mit ihrem eigenen Körper unzufrieden sind und sich zu dick finden, sogar wenn ihr Gewicht völlig normal ist. Dadurch kann es passieren, dass es den Frauen irgendwann so wichtig ist abzunehmen und diese „Idealma?e“ zu erreichen, dass sie anfangen zu hungern oder nach dem Essen zu erbrechen. Das Resultat ist Anorexie oder Bulimie.

Natürlich sind die Medien und das darin vermittelte Schönheitsideal nicht der einzige Grund für Essstörungen, sie tragen jedoch erheblich dazu bei.

Genauso ist es mit Facelifting und dergleichen. Stars wie Sharon Stone oder Madonna sehen im Fernsehen oder in Zeitschriften für ihr Alter sehr jung aus, was manche Frauen dazu bringt, sich liften zu lassen, weil sie das Gefühl haben, dass sie auch jung aussehen müssen, um schön zu sein. Aber das Make-Up ändert schon sehr viel am Aussehen der Stars. Schaut man sich Fotos von ungeschminkten Prominenten an, sind diese teilweise nicht wiederzuerkennen.

Umso schlimmer ist es, dass die Fotos oder Werbespots oft bearbeitet sind, zum Beispiel mit Photoshop. Die Frauen werden schlanker gemacht, ihre Makel wie Cellulite, Pickel und so weiter werden retuschiert. „Mit unnatürlich geschönten Fotos werden wir dazu verführt, Leute als Vorbild zu nehmen, die es so überhaupt nicht gibt“, bemerkt korrekterweise die französische Politikerin Valérie Boyer. Die Schönheitsideale entsprechen nicht der Realität. Dies wird auch in einem Spot von der Firma Dove deutlich gemacht. Diesen Spot können Sie sich hier ansehen.

Ich finde es erschreckend, dass die Medien Schönheitsideale verbreiten, die zu Essstörungen und so sogar zum Tod führen können oder die Frauen dazu bringen, teilweise nicht ungefährliche Schönheitsoperationen über sich ergehen zu lassen. Noch schlimmer sind diese Folgen, wenn man bedenkt, dass es sich bei den Schönheitsidealen um solche handelt, die von den Medien nur konstruiert sind und es in der Wirklichkeit gar nicht gibt. Wir wollen so aussehen wie Menschen, die es eigentlich nicht gibt – jedenfalls nicht so, wie sie in den Medien dargestellt werden. Wie soll man diese hohen Erwartungen an das Aussehen dann jemals erfüllen können? Es scheint eine Sache der Unmöglichkeit zu sein.

 

Quellen:

http://web4health.info/de/answers/ed-cause-society.htm

http://www.suchtmittel.de/info/essstoerungen/001607.php

http://www.magersucht.de/krankheit/medien.php

http://www.gesundheit.de/ernaehrung/essstoerungen/erscheinungsformen/magersucht

http://www.magersucht-online.de/index.php/informationen-zu-magersucht/41-dr-christa-wuehrer-anorexia-nervosa-oder-qpubertaetsmagersuchtq

http://www.focus.de/kultur/medien/presse-vor-diesen-fotos-wird-gewarnt_aid_447874.html

http://data5.blog.de/media/206/3160206_1f90322268_m.jpeg

http://www.wunderweib.de/media/redaktionell/wunderweib/intouch_2/beauty_1/beautyspecial/2011_15/januar_16/vonungeschminktaufglamourlook/von-ungeschminkt-auf-glamour-b.jpg

http://www.trendsderzukunft.de/wp-content/uploads/2009/04/madonna-photoshop-440×298.jpg

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Wer im Glashaus sitzt…

geschrieben von in Allgemeines, Medienkritik, Printmedien, Qualität, Zeitschriften2 Kommentare »

sollte nicht mit Steinen werfen. So oder so ähnlich sollte der Leitspruch der Süddeutschen Zeitung lauten, wenn der nächste Politiker beim Kopieren seiner Doktorarbeit erwischt wird und man sich zum Richter über ihn aufschwingen möchte.

Mir ist da nämlich bei meiner letzten Google-Suche etwas Interessantes ins Auge gefallen. Ein Artikel des Focus vom 8.9.2007, der auf wundersame Weise nur knapp zwei Wochen später am 21.09.2007 bei der Süddeutschen erschienen ist. Und zwar Wort für Wort.

Seht selbst:

http://www.focus.de/finanzen/karriere/perspektiven/fachkraefte/tid-7359/migranten_aid_132144.html

http://www.sueddeutsche.de/karriere/hochqualifizierte-auslaender-putzfrau-mit-doktortitel-1.789764

Natürlich sind diese Artikel nicht brandneu, aber eine Kopie bleibt eine Kopie. Allein die Tatsache, dass die Süddeutsche Zeitung einen Artikel vom Focus kopiert und dabei nur im Titel den Numerus ändert und hier und dort ein Wort wie beispielsweise „Professor“ hinzufügt oder „sagt“ statt „erklärt“ schreibt, ist erwähnenswert. Schließlich wird dem Focus meistens nicht der beste Journalismus bescheinigt, während die Süddeutsche Zeitung zu auserkorenen Lektüre der Akademikerelite gehört und das nicht nur in München. Da fragt man sich doch, ob die beiden Zeitungen einfach nur exakt dasselbe Interview geführt haben oder alles einfach ein und dieselbe Brühe ist, die dem Leser Tag für Tag präsentiert wird.

Ich weiß nicht, ob damals 2007, irgendjemandem aufgefallen ist, dass hier zwei große Medien einfach das gleiche Schreiben oder ob man es wohlwissentlich ignoriert hat. Eine Unverschämtheit ist es auf jeden Fall.
Und bei der aktuellen Diskussion, um Tarifbezahlungen und Dumping Löhne im Journalismus, werden uns solche kreativen Recherchelösungen vielleicht noch sehr viel öfters begegnen.

brand eins – Ab durch die Mitte

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Das will die neue Gesellschaft

„Die bewegte Mitte“ heißt die Schwerpunktkategorie in der Märzausgabe des ‚brand eins‘ Wirtschaftsmagazins. Insgesamt 15 Artikel auf  beschäftigen sich auf 91 Seiten mit dem Thema rund um innovative mittelständische Unternehmen, Trends in der Arbeitswelt, Burn Out, Lifestyle, Stadtplanung,  u.s.w.. Eingeleitet wird der Schwerpunkt durch einen ‚Prolog‘: „Mehr Durchschnitt braucht kein Mensch“. Auf der Seite 41 werden für den lockeren Einstieg einige Mittelwerte für Deutschland tabellarisch präsentiert, z.B. die durchschnittlichen Ausgaben für eine Hochzeit (14.800 €), für eine Scheidung (2.100 €) und eine Beerdigung (7.000 €). Woher die Daten stammen erfährt man nicht, was allerdings auch nicht weiter tragisch ist. Es ist unterhaltsam.

Besonders interessant für diesen Blog war ein Artikel über eine neue Frauenzeitschrift namens: „Missy Magazin„. Die Zeitschrift mir einer Auflage von 20.000 Exemplaren hat eine Leserschaft gefunden, von denen ( laut brand eins) die Marktforschung nichts weiß: „unverheiratete Frauen zwischen 20 und 40, die Kreativjobs machen, in Großstädten leben wollen, spät Kinder kriegen, besser ausgebildet sind als ihre Mütter und ihre ganz eigenen Bedürfnisse haben“. Die Zeitschrift versucht, anders als z.B. Brigitte ein breites Rollenangebot zu liefern. So verwundert es nicht, dass die drei Chefredakteurinnen (alle Anfang 30) in irgend einer Form Kulturwissenschaften studierten und sich ausgiebig mit der Gendertheorie beschäftigt haben. Frauen die Computer-Nerds sind gehören demnach genauso zum Zielpublikum wie die Heimwerkerin. Als reine Medienkritik kann man den Artikel mit der Überschrift „Für freche Gören“ allerdings nicht verstehen, eher als Mixtur aus Portrait und Kritik, weil die Herausgeberinnen insgesamt die größere Rolle spielen.

Apropos Portrait: Aus der „neuen, bewegten Mitte“ werden außerdem ein Kunsthandwerker (Maler), zwei Internetfirmen Gründer, eine Gestalterin, die kürzlich ein 3000 Seiten dickes „Lesikon der visuellen Kommunikation“ veröffentlichte und ein junger Mann, der bereits mit 15 sein erstes Unternehmen gegründet hat vorgestellt. Letzterer hat auch eine neue App für das Magazin programmiert. „Gefunden“ wurde der junge Mann übrigens, weil er brand eins Artikel veröffentlichte und von einem Redakteur auf die Urheberrechtsverletzung aufmerksam gemacht wurde. Wie der Zufall so spielt…

Neben diesen hippen Erfolgsmenschen kommen allerdings auch die Kritiker der „neuen Mitte“ zu Wort, wie z.B. der Soziologe Hartmut Rosa, der übrigens schon an der Uni Trier einen Vortrage über die gesellschaftliche Beschleunigung gehalten hat: „Nicht die Gier regiert die Welt die Welt, sondern die Angst“ und weiter heißt es nach Rosa: „Es gibt kein Ziel, das man erreichen kann. Man kommt nirgendwo hin, sondern muss immer schneller werden, um seinen Platz zu halten.“

Alles in allem ist die Märzausgabe der brand eins ein anregender Lektürestoff, der das Thema der „neuen Mitte“, anders als man es von einem Wirtschaftsmagazin vielleicht erwartet, durchaus differenziert betrachtet und mit einigen interessanten Beispielen zu illustrieren weiß. Bei einem Preis von 7,60 € pro Ausgabe, kann man das allerdings auch erwarten. Die Strategie des Magazins um die Chefredakteurin Gabriele Fischer, scheint jedenfalls aufzugehen, wie man den sehr schön aufgearbeiteten Grafiken entnehmen kann.

 

 

 

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Machtmissbrauch durch Apple?

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Es ist ja nichts Neues, dass Apple probiert, möglichst viel Gewinn über den eigenen iOS App-Store zu generieren. Jede  App muss den „In-App-Purchase“-Standarten (IAP) entsprechen um Zukunft in besagtem Store zu bleiben. Darüber hinaus kassiert Apple 30 Prozent von jedem Kauf einer Anwendung. Wirtschaftlichkeit ist ja schließlich auch das A und O eines jeden Unternehmen. So behalten sie sich auch das Recht vor Anwendungen abzulehnen, die über andere Wege vertrieben werden sollen. Doch erst seit kurzer Zeit macht Apple von diesem Recht aktiv Gebrauch und lehnte den Vertrieb einiger Magazin-Apps ab, da diese auf alternativen Kaufwegen angeboten werden. Darüber hinaus haben die im offiziellen App-Store bereits vorhandenen Apps, welche auf anderen Wegen ebenfalls erhältlich sind, eine Schonfrist bis zum 30.06.11, um den IAP zu entsprechen. Ansonsten werden diese schlichtweg rausgeschmissen.

Inzwischen beschäftigt sich auch die belgische Regierung mit diesem Zwang, exklusiv über den iOS App-Store, Anwendungen für das iPhone, iPad, iPod vertreiben zu können. So untersagte Apple Zeitungsunternehmen, die ihren Abonnenten eine digitale Version ihrer Zeitung anbieten möchten, eine kostenlose App anzubieten. „Belgien ist das erste Land, das dies überprüft. Wir glauben aber nicht, dass wir die letzten sind“, so ein Ministeriumssprecher. Wenn sich dieser Verdacht erhärten sollte, könnte auch eine Prüfung durch die EU-Kommission erfolgen.

Am 17.02. wollen sich nun einige Branchen-Vertreter in London zu einer Krisensitzung treffen um ihre Reaktionen auf den Zwang zu koordinieren und über mögliche zukünftige Geschäftsmodelle zu diskutieren.

Apple, welche eine neue Welt der Anwenderfreundlichkeit suggerieren will, macht sich hier viel kaputt und guckt meiner Meinung nach viel zu stark auf den eigenen Gewinn, anstatt sich über die wachsende Reichweite und den Umfang der Bedeutung der angebotenen Apps zu erfreuen. Ein Imageschaden bei den Verlegern ist vorprogrammiert. Natürlich hat Apple hier eine Art Monopolstellung und möchte daraus möglichst viel Gewinn machen, aber zu welchem Preis? Es wird nicht mehr lange dauern, dann werden Google mit  Honeycomb (Android 3.0) in Zusammenarbeit mit anderen Tablet-PC-Herstellern auf den Markt kommen und mal so etwas wie eine ernsthafte Konkurrenzsituation aufbauen. Doch wie sich die ganze Situation entwickeln wird, wird die Zeit zeigen.

Quellen:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Verlage-fuehlen-sich-von-Apple-betrogen-Update-1182659.html

http://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Belgische-Regierung-prueft-Verlegerkritik-am-iPad-Update-1171057.html

„Person des Jahres 2010“: Mark Zuckerberg

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Der Gründer der Internet-Platform „Facebook“, Mark Zuckerberg, ist vom US-Amerikanischen Magazin „Time“ zur „Person des Jahres“ gewählt worden. „Time“-Chefredakteur Rick Stengel betonte, dass es sich bei diesem sozialen Netzwerk nicht nur um eine neue Technologie handelt, sondern auch um ein Medium, welches die Beziehung von Personen untereinander beeinflusst. Facebook ermögliche neue Wege der Kommunikation und Informationsverbreitung und verändere dadurch grundlegend, wie wir in der heutigen vernetzten Gesellschaft leben. Bei einer Mitgliederzahl von 600 Millionen besitzt statistisch gesehen jede 10. Person auf der Welt einen Facebook-Zugang. Das entspricht einem Zwölftel der gesamten Menschheit. Wäre Facebook ein Land, wäre es der Bevölkerungszahl nach das drittgrößte der Erde. Nur China und Indien lägen noch weiter vorne.

Wie in jedem Jahr hat „Time“ auch dieses mal wieder herausragende Persönlichkeiten herausdefiniert,  die besonders durch ihre Präsenz vor allem in den US-Amerikanischen Medien aufgefallen sind und einen entscheidenden Einfluss auf die Welt in dem jeweiligen Jahr hatten. Stengel sagte dazu im Gespräch mit dem Fernseh-Journalisten Matt Lauer: “It’s the person or thing that has most influenced the culture and the news in the past year, both good or for ill.”

So befanden sich unter den diesjährigen Finalisten neben Zuckerberg auch Apple-Chef Steve Jobs, WikiLeaks-Gründer Julian Assange, der Afghanische Präsident Hamid Karsai, die Rechtskonservative Tea-Party-Bewegung in den USA und die im Herbst diesen Jahres in Chile verschütteten und geretteten Minenarbeiter. Bei einer Leserabstimmung lag Julian Assange zwar vorne, kam letztendlich aber in der  Gunst der „Time“-Herausgeber nur auf Platz drei.

Die Bezeichnung  „Person Of The Year“ wird seit 1927 vergeben. Es handelt sich bei der Auszeichnung ausdrücklich nicht nur um Menschen oder Gruppen die durch ihr Handeln positives Bewirkt haben. So befinden sich unter den bisherigen Personen neben Mahatma Ghandi (1930) und Willy Brandt (1970) beispielsweise auch Joseph Stalin (1939 und 1942) oder sogar Adolf Hitler (1938).

Quellen (Alle abgerufen am 15.12.2010):

http://www.gossipcop.com/time-person-of-the-year-2010-finalists-steve-jobs-mark-zuckerberg-julian-assange-hamid-karzai-chilean-miners-tea-party/

http://www.chip.de/news/Mark-Zuckerberg-Person-des-Jahres-2010_46241826.html

http://www.time.com/time/specials/packages/article/0,28804,2036683_2037183,00.html

http://www.focus.de/panorama/boulevard/time-magazine-zuckerberg-ist-person-des-jahres_aid_582039.html

http://en.wikipedia.org/wiki/Person_of_the_year

Neues Magazin „ Lantliv “

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Am 23.Juni kommt die neue Zeitschrift „Lantliv“ des schwedischen Verlags LRF Media auf den deutschen Markt. Die Zeitschrift erscheint bundesweit alle zwei Monate und richtet sich an solche Leute, die nordische Lebensart und Stil mögen. Auf den rund 170 Seiten werden Einrichtungen, Gärten, Rezepte, Mode, Reiseziele und Schönheitstipps vorgestellt. In Schweden erscheint dieses Magazin schon seit elf Jahren.

Die Zeitschrift hat eine Auflage von 80.000 Exemplare.

Durch LRF Media werden in Deutschland auch die Zeitschriften „ 25 mal fantastisch Wohnen“ und „ Traktor Power“ herausgebracht.

Quelle: www.kress.de

Design übersetzt und angepasst von Christian Moeris, Christian Lehberger & Linda Manuel. Basierend auf dem Theme GlossyBlue von N.Design Studio.
Bild Radioskala: © Jürgen Acker / PIXELIO