Archiv der Kategorie: Kommunikationsformen

#heimkommen: Ein Werbeclip der zu Tränen rührt?!

Es ist Ende November in Deutschland, Weihnachtsmärkte haben eröffnet, Lichterketten werden aufgehängt, Adventskränze stehen bereit und auch in unseren Supermärkten finden wir wieder die beliebten Weihnachtsspezialitäten wie Lebkuchen, Spekulatius, Kinderpunsch, Gänsebraten und Co.

Aber gute Produkte müssen natürlich auch gut vermarktet werden. Am 28. November 2015 veröffentlicht die Supermarktkette „Edeka“ einen neuen Werbeclip unter dem Namen #heimkommen, der bereits nach nur einem Tag über 1 Millionen Clicks auf Youtube erzielt. Mittlerweile (Stand vom 1. Dezember) wurde dieser Werbespot schon über 7 Millionen Mal angesehen:

https://www.youtube.com/watch?v=V6-0kYhqoRo

Kurz zusammengefasst geht es in dem Werbespot um einen Opa, der jedes Weihnachten aufs Neue von seinen meilenweit entfernten Kindern versetzt wird. Verzweifelt schmiedet er einen Plan.  Um an Heilig Abend nicht wieder alleine essen zu müssen schickt er seinen Kindern seine eigene Todesanzeige. Diese reisen natürlich sofort trauernd nach Hause, um dort ihren quicklebendigen Vater zu finden. Neben einem festlich gedeckten Tisch ladet er mit dem Satz „Wie hätte ich euch denn sonst alle zusammenbringen sollen? Mmh?“ zur Feier ein.

Konsumenten, Social Media Kommentare sowie Kritiker sind gespaltener Meinung, was die Aussage des Spots angeht.

Antje Hildebrandt schreibt für „Die Welt“:

    „Mit #heimkommen hat Edeka den Bogen überspannt“ 

„Eins steht fest: Das Video ist abgrundtief geschmacklos.“

Hildebrandt frägt sich in ihrem Artikel, ob die Einsamkeit und der Tod in diesem Zusammenhang, in einer Weihnachtswerbung überhaupt genutzt werden dürfen. Die mediale Aufmerksamkeit, die die Hamburger Agentur Jung von Matt mit ihrem Werbespot für Edeka schafft, ist ihr ein Dorn im Auge. Ihrer Meinung nach ist der Spot ein direkter Angriff auf diejenigen, die Weihnachten wirklich alleine verbringen müssen.

Im „Tagesspiegel“ bestätigt Ute Burbach- Tasso, Sprecherin der Diakonie Deutschland, ebenfalls die Kenntnisnahme des Videos. Sie äußert sich zu dem Clip mit diesen Sätzen:

„Das trifft die Einsamkeit von vielen alten Menschen ziemlich gut“

„Ich hoffe, dass ganz viele Deutsche zu Weihnachten ihre Eltern besuchen.“

Feedback in den Sozialen Medien, sowie die Kommentare unter dem von Edeka veröffentlichten Youtube- Video vertritt die verschiedensten Standpunkte. „herzzerreißend“ „rührend“, „traurig“ und „makaber“ liest man am häufigsten. Allerdings trifft der Werbespot überwiegend auf Empathie, Verständnis sowie aber auch einem schlechten Gewissen gegenüber der eigenen Familie.

Ein Videobeitrag von RTL spricht auf weitere wichtige Punkte an. Laut einer von RTL hinzugezogenen Expertin wir der Tod als ungewöhnlich ernstes und trauriges Thema in dem Clip gezielt eingesetzt, um Aufmerksamkeit zu erregen. Dabei geht es nicht nur um Aufmerksamkeit  für ein bestimmtes Produkt sondern vielmehr um Aufmerksamkeit für ein spezielles Image das Edeka sich aufbauen will. Eine von Emotionen bestimmte Werbung um aus der Masse herauszustechen.

Kritik hin oder her: Der Werbeclip hat seine Aufgabe mehr als erwartet erfüllt. Edeka ist vorerst im Gespräch. Das angesprochene Thema verdient Aufmerksamkeit, auch wenn es auf den ersten Blick nichts mit Edeka zu tun hat. der Zusammenhang von Tod Einsamkeit im Alter mit Weihnachten kann zwar als makaber angesehen werden, aber trotzdem sollten wir uns die „Moral der Geschicht“ merken.

Die Liebe und Einzigartigkeit der eigenen Familie sollten immer im Vordergrund stehen und geschätzt werden. Familie ist etwas ganz besonderes und nicht als selbstverständlich anzusehen. Diese Botschaft bleibt uns hoffentlich im Hinterkopf, wenn wir unseren diesjährigen Weihnachtsablauf planen.

Langeweile im Hörsaal? Zum Glück gibt es Jodel!

Die neue App „Jodel“ ist grade mehr als angesagt an deutschen Unis. Bento nennt es „Die Hype-App an deutschen Unis“ und sogar Spiegel Online und stern berichteten jüngst über das neue Phänomen. Doch was steckt dahinter?

Das Konzept ist simpel: Nutzer posten, was ihnen gerade so durch den Kopf geht – und das völlig anonym. Eine Registration ist nicht notwendig. Doch das spielt sich – soweit das im Internet noch möglich ist – weitestgehend auf lokaler Ebene ab. Die Posts sind nur in einem Umkreis von zehn Kilometern sichtbar. Diese sogenannten „Jodel“ können dann von anderen „Jodlern“ kommentiert oder „up-1908001_1635670326648506_4522180799475124659_n“ beziehungsweise „down-gevotet“ werden. Besonders beliebte Jodel werden zudem auch auf Facebook oder Instagram gepostet. Das reicht von lustigen Sprüchen, über Verabredungen an öffentlichen Plätzen in der Nähe bis hin zu vollkommen sinnlosen Ergüssen.

Für Jodel-Entwickler Alessio Borgmeyer ist die für die Nutzer garantierte Anonymität der Schlüssel zum Erfolg der jungen App. „Die Nutzer können authentischer sein bei Jodel. Man muss nicht mehr darauf achten, was man sagt“, erklärt der 24-Jährige im Interview mit dem Spiegel. Oftmals wird seine App als 12038641_1664340517114820_541827127130300438_oPlattform für Trash-Talk beschrieben. Vor allem der Vergleich, dass Jodel wie die Klowand ist, auf der jeder mithilfe eines Stifts seinen Gedanken freien Lauf lässt, nervt den Wahlberliner. Doch laut der Nutzer ist es mehr als das. Viele sprechen schon von einer „Jodel-Sucht“.

 

Und diese weitet sich nicht nur in Deutschland aus, wo die App bis jetzt knapp 800.000 mal heruntergeladen wurde. Auch in Schweden, Österreich, Schweiz, Spanien, Finnland und Norwegen erfreut sich Jodel immer größerer Beliebtheit. Doch leider gibt es auch eine Kehrseite der Medaille. So musste eine Universität im schwedischen Lund vor gut einem Monat wegen einer Amoklaufdrohung auf Jodel geschlossen bleiben.

„Einige von euch sind okay. Geht daher morgen nicht auf die Universität, wenn ihr in Lund seid. Checkt die Nachrichten morgen Früh. Bis dann“, heißt es in dem Jodel.

In einem Interview mit dem stern äußert sich Geschäftsführer Borgmeyer wie folgt dazu:

„Jodel basiert auf einer Nutzer-zu-Nutzer-Anonymität, und wir selbst haben sehr wenig Informationen über den Nutzer. Aber wenn es einen richterlichen Beschluss bei dringendem Tatverdacht gibt, arbeiten wir mit den Behörden zusammen.“

So birgt die Anonymität auf Jodel auch einige Gefahren. User können, um dem entgegenzuwirken, anstößige Jodel melden. Außerdem wird ein Jodel gelöscht, sobald er fünf „Down-Votes“ hat. Kritiker bemängeln, dass Jodel Cybermobbing und auch sexuelle Belästigung im Netz erleichtert, da sich viele Nutzer hinter ihrer Anonymität sicher fühlen. Das führte in Göttingen sogar so weit, dass die Universität Göttingen Strafanzeige gegen Unbekannt stellte, da auf Jodel mehrfach sexuell belästigende und anstößige Jodel über eine Dozentin gepostet wurden.

Trotz alledem sieht sich die Jodel-Community als friedliche Community. Solche Posts sieht man selten und wenn sie auftauchen, werden sie meist umgehend gelöscht, da sich die Community aktiv daran beteiligt. So dient die in Aachen entwickelte App vielen Studierenden als spaßiger Zeitvertreib in Vorlesungen und zur Kontaktaufnahme mit Studierenden in ihrer Nähe. Sollten sich allerdings Fälle wie in Göttingen oder Lund in Zukunft häufen, muss sich etwas ändern.

Bildquellen: Facebookseite Jodel

Das Heilmittel bei akuter Langeweile!

Wer kennt es nicht?
Man hat gerade fünf Minuten Zeit und weiß nicht was man tun soll?
Also checkt man mal eben Jodel.

So dürfte es zumindest den meisten Studenten gehen, denn die „Shit-Chat“ – App wird immer beliebter. Nicht nur in Trier hat man den Unterhaltungswert von Jodel kennen und lieben gelernt. An über 20 deutschen Universitäten ist man fleißig am jodeln; unter anderem in Frankfurt, Mannheim oder auch Darmstadt. Deutschlandweit wurde die App schon mehr als 600.000 mal heruntergeladen und auch in den Niederlande, in Schweden und in Spanien findet der orangene Fuchs anklang.

Ein beispielhalter Jodelpost, Quelle.Facebook
Ein beispielhafter Jodel – Post, Quelle: Facebook

Das Besondere an Jodel ist die Anonymität. Jeder kann alles schreiben.
Sehen können es allerdings nur die Leute, die sich im Umfeld von 10 Kilometern des Jodelnden befinden. Als Teil der Jodel-Community hat man dann die Möglichkeit diesen Post zu liken, zu kommentieren oder zu disliken. Diese Funktion geht soweit, dass nach einer Anzahl von fünf Dislikes der Post automatisch gelöscht wird. Außerdem können Nutzer anstößige Kommentare bei Jodel melden. Dieser wird daraufhin geprüft und im Ernstfall gelöscht.

Die Kombination aus Anonymität und der Umkreis von 10 Kilometer zeichnet die App aus. Diese Faktoren können jedoch Vorteile als auch Nachteile haben.
Der relativ kleine Umkreis schränkt zum Beispiel die Zielgruppe ein. Dies fällt aber nicht allzu schwer ins Gewicht, denn die Zielgruppe sind die Studenten.

So gut die Idee der Bewertung des reinen Inhaltes und nicht der Person selber ist, wie es zum Beispiel bei Facebook oder Instagram der Fall ist, so scharmlos wird die Anonymität auch ausgenutzt. Seien es sexistische Sprüche oder auch rassistische Kommentare, die man sicher nicht veröffentlichen würde, wüsste jeder wer es geschrieben hat.

Abschließend kann man sagen, dass Jodel durchaus ein ganz netter Zeitvertreib ist, dass aber wie bei jedem anderen sozialen Netzwerk auch, ganz schön viel Müll produziert wird.
Man sollte also keine hochkarätigen Kommentare erwarten, aber für die fünf Minuten im Bus und einen kleinen Schmunzler ist es durchaus zu gebrauchen.

 

Quellen:
– jodel-app.com: https://jodel-app.com/, Stand 25.11.2015, 14:04
– Pflichtlektüre.com: http://www.pflichtlektuere.com/09/06/2015/ein-jodeln-geht-durch-dortmund/, Stand: 25.11.2015, 14:06

Bildquelle: Facebook.com:
https://www.facebook.com/jodelapp/photos/a.1539547806260759.1073741828.1537621163120090/1623096147905924/?type=3&theater, Stand: 25.11.2015, 14:02

 

Wenn Kommunikation nur noch an Hand von Bilder stattfindet – ein Trend, gegenwärtig geworden durch Snapchat

In unserem Zeitalter, das durch Schnelllebigkeit und Zeitdruck definiert ist, sind wir immer auf der Suche nach neuen Informationen und diese möchten wir möglichst schnell und unkompliziert geliefert bekommen und verstehen können. Zu diesem Zweck werden immer häufiger „Instant- Messaging“ Dienste genutzt. Die 2011 auf den Markt gebrachte Applikation „Snapchat“ setzt dabei rein auf die Weitergabe von Informationen nur durch das Übersenden von Bildern. Aber sagt ein Bild wirklich mehr als tausend Worte? Zumindest suggeriert „Snapchat“ dieses Denken und baut daruf seine Dienste auf. Über fünf Millionen „Gefällt-mir“- Angaben auf Facebook belegen, dass dieses Konzept aufgeht. Die App selber beschreibt seine Dienste als „real – time picture chatting, denn die Bilder können nur im selben Moment verschickt werden, in dem sie auch entstanden sind. Zuvor gemachte und dann gespeicherte Bilder können nicht versendet werden. Es geht also gar nicht mehr um die Qualität der Bilder (wie beispielsweise bei Instagram), sondern dienen sie lediglich als Mitteilung über die aktuelle Situation.

Die von Evan Spiegel und Robert Murphy erfundene App hat bis heute über 200 Millionen Nutzer weltweit und es werden täglich über 700 Millionen „Snaps“ (dt.: Schnappschüsse) verschickt – Tendenz steigend.

Die meisten Nutzer von Snapchat sind 18-24 Jahre alt (45%). Diese Größe der Altersspanne erreicht sonst kein anderes soziales Medium: beispielsweise wird Facebook in dieser Altersgruppe nur von 16% genutzt.

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– www.statista.com Stand: 2015

 

Wo also liegt der Reiz der Jugendlichen, diese App anderen sozialen Netzwerken vorzuziehen?

Möchte ein Snapchat- Nutzer nun seinen Freunden mitteilen, wie langweilig der Unterricht oder wie toll die Feier am Wochenende ist, wie es ihm oder ihr geht, mit wem man unterwegs ist oder möchte man einfach nur „Hallo“ sagen, wird schnell ein Bild oder Video via der App auf dem Smartphone versendet.

Dabei kann man dem geschossenen Bild einige Filter – unter anderem auch so genannte „Geofilter“ – hinzufügen. Diese orten durch das GPS das Handy und zeigen auf dem Foto somit an, wo man sich genau befindet. Zudem gibt es die Möglichkeit, durch Freihandzeichnungen oder Emojis dem Bild weitere Aussagekraft zu schenken. Ebenso ist es möglich, einen einzeiligen kurzen Satz zu schreiben. Nach der Bearbeitung des Bildes, kann der Sender selektiv aussuchen, an wen von seinen Freunden er das Bild nun senden möchte. Zudem kann er einstellen, wie viele Sekunden der Empfänger das Bild sehen kann – möglich sind eins bis zehn Sekunden. Nachdem der Empfänger das Bild geöffnet hat und die Sekunden abgelaufen sind, wird das Bild automatisch gelöscht. Und darin liegt auch der Reiz vieler Nutzer diese App zu verwenden: da jedem Jugendlichen mittlerweile geläufig ist, das Internet vergesse nie, braucht man sich durch den Selbstzerstörungseffekt der Bilder keine Gedanken mehr zu machen, dass das ein oder andere unvorteilhafte Selfie oder die Bilder von der letzten Party einen ein ganzes Leben lang „verfolgen“. Ein weiterer Vorteil gegenüber zum Beispiel Facebook ist auch, dass nur Leute, die man vorher ausgewählt hat, das Bild sehen können. Poste ich etwas in Facebook und bin mir zudem über meine Privatsphäre Einstellungen nicht bewusst, kann es durchaus passieren, dass nicht nur all meine Freunde geteilte Inhalte sehen können, sondern auch ‚mutual friends‘ oder gar mein Chef.

Des Weiteren kann jeder Empfänger individuell auf das versendete Bild oder Video reagieren und ein Foto oder Video zurück schicken. Die Kommunikation bleibt dementsprechend privat und persönlich.

Auf der anderen Seite ist es aber auch möglich, mit Snapchat eine Art visuelles Tagebuch zu führen, indem man Bilder einfach in die eigene „Snapchat Story“ lädt. Nun können alle Freunde das Bild 24 Stunden lang sehen. Auch hier kann man verfolgen, wie viele und welche Freunde sich das Bild angesehen haben. Prominente oder Youtube – Stars nutzen diesen Service gerne, um ihr disperses Publikum schnell und enfach zu erreichen. Deren „Follower“ wiederum erfreuen sich an der Nahbarkeit ihrer Idole, die dieser Service bietet.

Da die Möglichkeit eines Screenshotes besteht, wird man direkt informiert, wer solch einen getätigt hat. So kann man als Nutzer weitergehend verfolgen, wer das übersendete Material gespeichert hat und nun besitzt. Dieses Tool bietet kein anderes soziales Netzwerk.

 

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Diese Art von Kommunikation mag auf den ersten Blick oberflächlich oder dilettantisch wirken, doch hat sie einige Vorteile: es handelt sich um eine spontane und direkte Kommunikation, für Inszenierungen oder Manipulation beim Erstellen der Bilder und Videos bleibt kaum Zeit. Sie sind echt, aus dem Affekt heraus geschossen und drücken natürliche Emotionen aus. So ist es möglich, innerhalb nur weniger Minuten am Tag mit vielen Menschen in Kontakt zu treten und sogar Freundschaften effektiv zu pflegen. Auch versteht das Gesendete jeder Empfänger, ungeachtet von kulturellen oder sprachlichen Unterschieden. Sie werden unmissverständlich gedeutet, auch wenn man gar nicht die selbe Sprache spricht oder im selben Land wohnt.

Die Kommunikationsform, die Snapchat als bisher einzige App in diesem Umfang bietet, ist daher eine nützliche, wenn man sie richtig verwendet. Kommunizieren allein durch Bilder kann dementsprechend möglich sein, bietet Abwechslung, erspart Zeit und ist manchmal unmissverständlicher als verbale Kommunikation allein. Ein persönliches Gespräch kann sie jedoch nicht ersetzen.

 

 

Dokumentation „The Thread“ – Eine Online-Community auf der Jagd nach den Attentätern des Boston Marathon

Als am 15. April 2013 auf der Zielgeraden des Boston-Marathons zwei Sprengsätze explodierten, kamen dabei drei Menschen ums Leben und 264 weitere wurden verletzt.

Is this the Boston Bomber?Die Dokumentation von Greg Barker („Manhunt“) rekonstruiert die Suche nach den Attentätern des Boston Marathon innerhalb der Online-Plattform „Reddit“ und thematisiert dabei auch den Konflikt zwischen traditionellen und neuen Medien. Stellt „Crowdsourcing“ eine Gefahr für den investigativen Journalismus dar?

Das Interesse an diesem Event war groß. Neben zahlreichen Reportern, die live berichteten, fotografierten und filmten vor allem tausende Zuschauer und Teilnehmer mit ihren Smartphones das Geschehen rund um den Boston Marathon. Damit gehört das Attentat zu den, am besten dokumentierten Terroranschlägen unserer Zeit.

Die Suche nach den Bombenlegern hielt die gesamten USA in Atem und entfachte natürlich einen erbitterten Kampf der Medien um die Nachrichtenhoheit. Ob Kabelsender, Online-Dienste oder Networks- alle versuchten sich als beste Informationsquelle zu profilieren. Überraschenderweise sorgte vor allem die Social-News-Plattform „Reddit“ für Furore. Deren Community teilte direkt nach dem Attentat zahlreiche Bild-und Videoaufnahmen miteinander und kommunizierte in unzähligen „Subreddits“ (Unterforen) über das Ereignis.

Reddit AnalyseIm Thread „FindBostonBombers“ kam es in den darauffolgenden Tagen zu einer perfiden Suche nach den möglichen Attentätern. Bild- und Videomaterial wurde gesichtet, analysiert und diskutiert. Wilde Spekulationen und Anschuldigungen führten schlussendlich dazu, dass mehrere Unschuldige in den Fokus der Medien und der Polizei gerieten.

Am 19. April 2013 schaffte es die Polizei schlussendlich die offiziellen Täter Tamerlan und Dschochar Zarnajew zu stellen. Im heftigen Schusswechsel wurde  Tamerlan Z. dabei tödlich verwundet. Sein Bruder Dschochar Z. konnte flüchten, wurde aber noch am selben Tag von einem Sondereinsatzkommando festgenommen. Die Amateuraufnahmen seiner spektakulären Verhaftung, die mitten in der Gemeinde Watertown, vor den Augen zahlreicher Anwohner stattfand, verbreiteten sich ebenfalls rasant in den sozialen Medien. –>DRAMATIC VIDEO: Intense Gunfight Between Police and Bombing Suspect

„The Thread“ zeigt, wie sich die Medienlandschaft durch Fortschritte in der Technologie und der weit verbreiteten Nutzung von Social Media verwandelt hat. Berichte aus erster Hand und Nachrichten mit einer beispiellosen Geschwindigkeit zu sammeln und zu publizieren ist schon lange nicht mehr, ein Privileg das nur professionellen Journalisten zuteilwird. Die klassischen Rollen des Produzenten und des Konsumenten verschwimmen immer mehr. Wie der Fall „Reddit“ und sein „FindBostonBombers“-Thread zeigt, ist die Eigendynamik solcher Dialoge im Web 2.0 kaum zu steuern. Durch die schneeballartige Verbreitung in Communities und dem Verlinken in Foren oder Blogs wird die Verbreitung von Gerüchten im Netz erleichtert. Weblogs dienen dem Meinungsaustausch und verhelfen durch die Anonymität des Internets zu einer neuen Qualität des Gerüchtestreuens. Aufgrund der Tatsache, dass jeder User zugleich Rezipient und Autor sein kann und Aussagen sowohl wahr als auch falsch sein können, kann der Inhalt ungeprüft auf Relevanz und Wahrhaftigkeit im Netz veröffentlicht werden.

Die 60-minütige Dokumentation glänzt besonders durch die zahlreichen Interviews mit Journalisten und Bossen der globalen Mediengiganten, wie auch den Social Media-Nutzern, die sich auf die Jagd nach den Boston-Marathon-Bombern gemacht haben.

Die Dokumentation ist u.A. auf Netflix & iTunes verfügbar.


Quellen:

„The Thread“, Courtesy of Greg Barker and Content Television

http://insider.foxnews.com/2013/04/20/dramatic-video-neighbor-captures-intense-police-gunfight-bombing-suspect-dzhokhar

http://www.dailymail.co.uk/news/article-3035378/It-beast-Moderator-Reddit-s-Boston-Bombers-thread-tells-millions-users-descended-subreddit-days-attack-identified-wrong-suspect.html

Nur gemeinsam sind wir stark – „HeForShe“

Wir schreiben das Jahr 2015.
Ein Jahr, in dem die ganze Welt durch das Medium „ Internet“ vernetzt ist. Allein in Deutschland sind 56 Millionen Menschen online, weltweit sind es mehr als 2,93 Milliarden Menschen ( Statistik zur Internetnutzung weltweit, 2014).
Wir leben in einem Jahrhundert in dem täglich mehr als 80 000 Flugzeuge in die Luft steigen; in einem Jahrhundert in dem Menschen mit Raketen das Weltall erkunden und ihre Spuren auf dem Mond hinterlassen; in einem Jahrhundert, in dem die Menschen so fortschrittlich sind wie noch niemals zuvor.

Doch ein ganz wichtiger, zentraler Bestandteil in unserer hochmodernen, vernetzten Welt fehlt: Die Gleichberechtigung der Frau!
Unter Gleichberechtigung versteht man die Gleichsetzung von Mann und Frau in einem Rechtsstaat. In Deutschland ist dies sogar im Grundgesetz verankert: „ Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Männer und Frauen sind gleichberechtigt. […] „ (Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, S. 13, die Grundrechte, Artikel 3, Paragraph 1 und 2). So weit zur Theorie.

Schauen wir uns nun die Realität an. Dort sind Frauen weitestgehend benachteiligt: Die Frauenquote in den meisten Jobs wird kaum bis gar nicht erreicht und Frauen verdienen im Schnitt weniger als Männer.
Früher durften Frauen sogar keinen Schulabschluss machen. Sie waren dazu verdammt sich um den Haushalt zu kümmern und die Kinder großzuziehen.
In einigen Ländern ist das heute noch so. Zwangsheirat und Unterordnung unter den Mann gehören hier noch zur Tagesordnung.

Seit einigen Jahren setzen sich daher viele Prominente für die Gleichstellung der Geschlechter ein. Eine der Neusten im Geschäft ist Emma Watson, die durch ihre Rolle als die schlaue Hermine Granger in den Harry Potter Filmen berühmt wurde. Seit September 2014 ist sie UN- Sonderbotschafterin. Zusammen mit UN Women setzt sie sich in ihrer neuen Rolle für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Frauenrechte ein.

Zu diesem Anlass hielt sie im September letzten Jahres eine Rede im Hauptquartier der Vereinten Nationen. In dieser machte sie auf die Probleme aufmerksam, die noch heute auf der ganzen Welt bestehen:

„ […] I think it is right that I am paid the same as my male counterparts. I think it is right that I should be able to make decisions about my own body. I think it is right, that women be involved on my behalf in the policies and decisions that will affect my life. I think it is right that socially, I am afforded the same respect as men. […] Because the reality is that if we do nothing, it will take seventy-five years, […]. before women can expect to be paid the same as men for the same work. 15.5 million girls will be married in the next 16 years as children. And at current rates, it won´t be until 2086 before all rural African girls can have a secondary education.“
( Transkript zur vollen Rede findet ihr hier )

Aufgrund der in ihrer Rede aufgezählten Missstände gibt es eine von ihr ins Leben gerufene Kampagne, die sich HeForShe nennt. Diese hat zum Ziel Männer und Jungen auf die Ungleichheit aufmerksam zu machen und sich für Frauen- und Mädchenrechte zu engagieren.
Heute, knapp ein Jahr später, haben mehr als 501.807 Männer unterschrieben ( Stand 12.11.2015; Website der Organisation: HeForShe ).

Nun kann man sich fragen, wieso so viele Menschen, insbesondere Männer, plötzlich aufstehen und sich für die Gleichberechtigung der Frauen einsetzen. Wieso jetzt? Wieso nicht schon früher?
Zum einen liegt es gewiss an den Prominenten selbst, die durch ihre große und immer weiter wachsende Fanbase schon treue Anhänger ihrer Sache gefunden haben.
Zum größten Teil jedoch greifen die Stars auf das am besten funktionierendste Mittel zurück ihre Nachrichten zu verbreiten: Das Internet! Durch ihre Aktivitäten auf Twitter, Facebook und co. weiß die ganze Welt davon.

Aber wir sollten nicht nur hinter unseren Bildschirmen sitzen und nichts tun, uns hinter einer Unterschrift verkriechen und denken, dass das genügen wird. Jeder von uns muss aufstehen und handeln!
Emma Watson hat es in ihrer Rede vor der UN auf den Punkt gebracht:“ If not now, when? If not me, who?“

Wenn ihr also Ungerechtigkeit in eurem Job, in eurer Familie oder in eurem Freundeskreis feststellt, dann tut etwas dagegen. Jeder kann etwas bewirken.
Denkt immer daran: Nur gemeinsam sind wir stark!

Hitlers Werwölfe im Multimedia-Format

„mir ist klargeworden, dass ich von zwei unrühmlichen Bastarden groß gezogen worden bin.“

– Cordt Schnibben

Mit „Mein Vater ein Werwolf“ aus dem Jahr 2014 liefert der Spiegel eine Multimedia-Reportage im Scrollytelling-Stil. Der Journalist Cordt Schnibben arbeitet darin seine Familiengeschichte während des Nationalsozialismus auf. Sein Vater war damals Oberleutnant und arbeitete mit den sogenannten Werwölfen zusammen, einer Untergrundbewegung, die ab 1944 in feindlich besetzten Regionen zahlreiche Attentate auf deutsche Kollaborateure verübte.

Der Leser scrollt durch eine Melange aus animierten Comicausschnitten, Fotos, Videos sowie Textteilen und findet sich in einem dichten Geflecht an Ereignissen wieder, die in Zusammenhang mit der Ermordung des Bauerns Willi Rogge stehen, an der auch Schnibbens Vater beteiligt war. Rogge war kein Nazi-Sympathisant. Er machte sich durch eine kritische Haltung gegenüber des Regimes als Volksverräter strafbar und wurde spontan verurteilt. Die Werwölfe dienten als Vollstrecker. Auf dem Leichnam klebte ein Zettel: „Wer sein Volk verrät, stirbt!“

Nach dem Krieg mussten sich die Werwölfe für die Tat vor Gericht verantworten. Der eigentliche Erzählstrang rund um die Ermordung wird daher immer wieder durch Berichte aus dem Prozess unterbrochen. Cordt Schnibben will dadurch deutlich machen, „ wie schwer sich deutsche Gerichte damit taten, kleine Nazis gerecht zu bestrafen.“ Außerdem erreicht er eine multiperspektivische Darstellung rund um den Fall.

Durch einen vorgeschobenen Trailers ist von Anfang an ist klar, welchen Ausgang die Geschichte nehmen wird. Auf der einen Seite bietet dies dem Leser die Möglichkeit, die wenig chronologische Erzählung besser zu erfassen. Auf der anderen Seite wir der Spannungsaufbau dadurch eher flach gehalten. Tatsächlich ist es angesichts der Detailfülle, die über verschiedene multimodale Elemente transportiert wird, schwer, den dramaturgischen Verlauf nachvollziehen zu können. Die Zeitsprünge zwischen Prozess und Ermordung sind nicht immer leicht zu verfolgen. Die Intention scheint klar: die Verworrenheit des gesamten Falls wird unterstützt und nur langsam Licht ins Dunkle gebracht. Für bestimmte Lesergruppen kann dies jedoch zum Abbruchkriterium werden. Wer abends auf seinem Sofa hängt und nette Unterhaltung sucht, kann sich schnell erschlagen fühlen. Wirklich leichte Kost geht anders.

Etwas auflockernd wirkt der Comic-Stil, der in manchen Abschnitten tragendes Handlungselement ist. Technisch durch Parallax Scrolling realisiert, kann so visualisiert werden, wozu es keine Zeitdokumente gibt. In Graustufen bewegen sich die Werwölfe durchs Bild und geben dem Terror eine Gestalt. Mit dem Scrollen erscheinen Sprechblasen. Gelegentlich sind auch Audioeffekte eingebunden. Die gesamte Zeit über dudelt das „Radio Werwolf“ vor sich hin. Düstere Klangschwaden ergießen sich so durch die Lautsprecher eines jeden Users. Die Atmosphäre, die kreiert wird, verheißt Unheil, kann durch ihre Monotonie aber auch nerven.

Sprachlich wirkt „Mein Vater ein Werwolf“ sehr ausgewogen. Cordt Schnibben schreckt nicht vor einer Personalisierung zurück und macht seine persönliche Betroffenheit immer wieder deutlich, wenn er von „mein Vater“ spricht. Der gesamte Inhalt gewinnt dadurch an Nähe. Eine Verbindung zum Leben 70 Jahre nach dem dritten Reich wird geschaffen. Und letztendlich bleibt die immer gleiche Frage: Wie soll man mit dem Erbe dieser Zeit umgehen?

„Mein Vater ein Werwolf“ ist technisch gut gemacht und verdeutlicht, was Online-Journalismus kann. Das Stück ist gerade wegen seiner Länge und Komplexität aber nichts für die Mittagspause. Wer sich für den Nachrichtenfaktor Nationalsozialismus dennoch ein Stündchen nehmen will, dem sei die Reportage wärmstens empfohlen.


Lust bekommen? Die Multimedia-Reportage gibt’s hier:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nazi-werwolf-spiegel-reporter-schnibben-ueber-seinen-vater-moerder-a-963465.html

Mercury Retrograde…

… what is it? Does it influence us all? How to live through it without getting into too much trouble?

Mercury Retrograde happens circa 3 times a year, this year we’re experiencing the first one between the 22nd January 2015 until the 11th February 2015. The phenomenon means that Mercury slows down its usual pace and from our point of view, Earth, it looks like it is going backwards. It has some repercussions on our planet Earth because of the relationship between the two planets and their specific positions in the Solar System.

For starters, Mercury is known as the Messenger, i.e., the planet of communication. Therefore, many of us may experience also a „retrograde“ in our hand-held communication devices such as mobile phones, laptops and the Internet. To understand it better you have to imagine Mercury as a big magnet that goes around us thus having a magnetic impact on Earth and our tech-devices.

Some of you may have doubts about what you’re reading right now. This is astrology, this is not card reading or some crystal ball. This is science and it has a strong impact on our daily lives and it allows us to understand some of the so-called „weird“ things happening to our tech and ourselves in this period of time.

Mercury being the Messenger and being in retrograde means that we could experience problems with technology, so a big advice to everyone is to back-up your files. As for problems of communication it is highly suggested to proof-read your texts or e-mails and have a second opinion on what you have written. Also, in time it is for the best to post-pone signing any papers or contracts, but of course, that isn’t always an option, so you better have someone to read the fine print with you. Two heads better than one, especially during Mercury Retrograde.

For some of us the Retrograde can mean being unusually late, missing appointments and just being slower, just like Mercury is right now. And on an emotional level it may bring a feeling of nostalgia and sadness. But knowing that the cycle is just temporary, we can set our minds and actions to work with it not against it. For example, for the majority of human beings, though depending on the astrological sign one is born in, Mercury Retrograde can make us re-think the past from different points of view, in different light, we may feel more nostalgic than usual and just feel lazy. That can cause a big impact on our work, studying and relations/communication. But in just a few days the Retrograde will be over and the planets will be aligned like usual, putting everything back on track. Until next Mercury Retrograde!

 

 

Quellen:

http://astrology.about.com/od/advancedastrology/p/MercuryRetro.htm

http://hellogiggles.com/mercury-in-retrograde

http://www.findyourfate.com/astrology/year2015/2015-mercury-retrograde.html

WhatsApp für PC

WhatsApp ist der beliebteste Smartphone Messenger-Dienst, der nun auch mit Hilfe von WhatsApp Web am Computer oder Notebook, im Browser funktioniert.

Voraussetzung dafür ist der „Google Chrome“ Browser, die WhatsApp Web – App sowie die aktuelle Messenger Version für das eigene Smartphone.
Eine Anmerkung hierbei ist, dass das aktuelle iOS-Betriebssystem von Apple nicht unterstützt wird und damit allen iPhone- und iPad-Nutzern, die Funktion nicht zur Verfügung steht.

Der WhatsApp Web – Dienst wird wie folgt gestartet. Zunächst wird der Browser geöffnet und die Seite geladen. Dann muss WhatsApp geöffnet werden und im Menü die Funktion WhatsApp Web aktiviert werden. Jetzt kann man den QR-Code scannen und sich somit automatisch anmelden. Die Nachrichten werden dann sowohl auf dem PC und auf dem Handy angezeigt, solange eine aktive Verbindung besteht.

Allerdings sollte man eventuelle Sicherheitsrisiken nicht außer Acht lassen.

Eine mögliche Schwachstelle ist der Browser, da Google an der Datenspeicherung interessiert ist. Somit ist es möglich, dass Google Chrome die Daten mitspeichert und für eigene Zwecke nutzt.

In Bezug auf den QR-Code kann man sagen, dass die Möglichkeit besteht diesen auszutauschen. Daraus folgt, dass die Daten nicht mehr an WhatsApp gesendet werden, sondern an den vom Hacker gewünschten Client.

Abschließend lässt sich sagen, dass es jedem selbst überlassen ist, ob man WhatsApp über PC nutzen möchte. Oder man die möglichen Sicherheitsrisiken eingeht und das Programm zusätzlich neben dem Handy nutzen möchte.

 

Quellen:

http://www.chip.de/news/WhatsApp-fuer-PC-Messenger-im-Browser-nutzen_64974891.html http://www.pc-magazin.de/ratgeber/whatsapp-pc-client-mac-web-browser-download-anleitung-2857297.html
http://www.inside-handy.de/news/34133-chat-messenger-fast-ohne-smartphone-nutzen-so-funktioniert-der-whatsapp-client-am-pc

#YouGeHa

Seit gestern läuft die Aktion „Youtuber gegen Hass“ (kurz: YouGeHa). Eine Woche lang werden täglich um 15 Uhr Videos gegen rassistische Strömungen im Internet hochgeladen.
Bekannte Youtuber nehmen freiwillig an der unabhängigen Kampagne teil, alle entsprechenden Videos werden in einer speziellen Playlist gesammelt.
Durch das Mitwirken bekannter Blogger auf Youtube wie zum Beispiel LeFloid kommt die Kampagne auf eine Reichweite von mehreren Millionen Abonnenten. Außerdem ist Pegida ein aktueller Anlass dafür.
Die ursprüngliche Idee stammt Mirco Drotschmann, der Betreiber des Youtube-Kanals „Mr Wissen To Go“. Er selbst hat keine vergleichbar hohe Zahl an Abonnenten wie andere Blogger, deshalb war sein erster Schritt, sich im Dezember mit anderen Wissenskanal-Youtubern auf Facebook zu vernetzen. Laut Drotschmann überwiegen auf der Videoplattform deutlich Katzen- oder Schminkvideos, gefolgt von „Let’s plays“. Ihm ist es wichtig, die Abonnenten mit politisch aktuellen Themen zu versorgen und Wissenskanälen auf Youtube zu einer höheren Prominenz zu verhelfen, bisher reagieren die Fans interessiert und sind auf weitere Videos gespannt.
„“Wissen2go“ will seinen Zuschauern mit einem Faktencheck in wenigen Minuten erklären, wo „Pegida“ falsch liegt. Andere beschäftigen sich mit Alltagsrassismus, Homophobie, steuern eine Reportage aus einem Flüchtlingsheim bei oder befragen Nicht-Muslime, was sie von Muslimen halten – und wie die diese Meinung auffassen.“
Ziel der Kampagne ist es, die Zuschauer aufzuklären. Sie sollen über die Problematik in Kenntnis gesetzt, sowie  zum Nachdenken und Diskutieren angeregt werden. Die Aufklärungskampagne will vor allem um Toleranz werben, um so Vorurteile abzubauen. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sollen reduziert werden, denn Youtube will zeigen, dass es zu mehr als Unterhaltung dient.
Alle Zuschauer werden dazu aufgefordert, eventuelle Erfahrungen in diesem Themengebiet in sozialen Netzwerken zu teilen.
Dabei sind die Herangehensweisen ganz unterschiedlich: Manche Videokünstler behandeln das Thema satirisch, andere argumentieren oder berichten sachlich.
Die Videos einzelner Youtube-Blogger werden untereinander verlinkt und mit dem Hashtag #YouGeHa versehen, um sie leichter auffindbar zu machen und so der Aktion größere Sichtbarkeit zu verschaffen.

Bei der gesamten Kampagne geht es also nicht darum, sich gegen etwas zu stellen, sondern um Aufklärung. Es soll kein Hass geschürt, sondern vermindert werden.
Ob sich dabei mehr Menschen angesprochen fühlen als durch die klassischen Medien, wird sich im Verlauf der Aktion zeigen.

Quellen:

http://www.deutschlandradiokultur.de/yougeha-youtuber-machen-mobil-gegen-fremdenhass-und-pegida.2156.de.html?dram:article_id=309101

https://www.tagesschau.de/inland/youtuber-gegen-hass-pegida-101.html

http://yougeha.tumblr.com

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/yougeha-gruppe-von-youtube-bloggern-kritisieren-pegida-13378879.html

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/yougeha-youtuber-starten-aktion-gegen-fremdenhass-a-1013805.html

The new way to broadcast yourself

younow_logo-250x250YouNow ist eine noch relativ neue Videoplattform. Der Nutzer kann hierbei live Videos vom Handy, Tablet oder Laptop streamen. Auf der Startseite von YouNow öffnet sich direkt ein zufällig ausgewählter Broadcast von einem der Nutzer. Neben diesem befindet sich eine Kommentarbox, in der man mit dem Broadcaster kommunizieren kann und die anzeigt, wer zusieht. Außerdem kann man „Fan“ werden und Likes abgeben sowie den Broadcast in den Social Media-Netzwerken teilen. In der linken Spalte der Seite findet man die Rubriken „Trending people“ und „Trending tags“. Aufgenommen werden hier Broadcaster und Hashtags, die schnell und zahlreich Likes erhalten, viele Zuschauer haben oder besonders lange Broadcasts beinhalten. Unterhalb des bereits geöffneten Videos bekommt man auch noch Vorschläge von Broadcasts, die den selben Tag verwenden.

Auf YouNow kann jeder direkt selbst los streamen, sobald er sich mit einem seiner Social Media-Konten wie twitter, facebook, google+ oder youtube angemeldet hat. Auf dem eigenen Profil werden dann neben Profilbild und eigener Beschreibung auch die alten Broadcasts zusammen mit den Kommentaren und den dabei erhaltenen Geschenken angezeigt. Die anderen Nutzer können Kommentare direkt unter dem Profil in der Rubrik „Discussion“ hinterlassen und man sieht, von wem der Broadcaster Fan ist und wer seine Fans sind.
Der eigene Level auf YouNow zeigt an, welchen Status und wie viel Erfahrung man bereits hat. Desweiteren erhält man in den Leveln stets neue Zusatzfunktionen. Der Broadcaster hat mehrere Möglichkeiten, um einen Level aufzusteigen: beim Filmen durch das Erhalten von Geschenken und Likes, durch die Zuschauerzahl oder die Häufigkeit der Broadcasts; beim Schauen durch liken, chatten, Geschenke verteilen und Fan werden; durch das Teilen von Broadcasts auf den Social Media-Plattformen und mit den Fans und durch die Verbindung mit anderen Social Media-Konten. Steigt der Nutzer ein Level auf, so erhält er Münzen, mit denen er dann Geschenke kaufen kann. So genannte Premium Geschenke muss der Broadcaster mit Bars kaufen, die nur in den App-Shops mit echtem Geld erhältlich sind. Durch die Konzeption von Leveln und Münzen bekommt die Plattform einen spiel-ähnlichen Charakter. Um mehr Zuschauer zu erhalten, so der YouNow-Support, muss man seinen Broadcasts auf Social Media-Plattformen teilen, auf sein Publikum eingehen und möglichst viele Likes erzielen. Auf der Seite vom YouNow-Support findet man außerdem Hilfe bei technischen Problemen sowie die Nutzungsregeln und Richtlinien.
Die Seite finanziert sich über Werbung, aber auch der Broadcaster kann mithilfe des YouNow Partner Programs ab einer gewissen Zuschauerzahl Geld verdienen.
Aber es gibt auch Kritik an der Seite: Bisher ist sie nur in Englisch verfügbar. Außerdem sind die Broadcaster teilweise noch recht jung und geben deshalb bereitwillig private Daten bekannt, ohne über die Konsequenzen nachzudenken. Dennoch nutzen auch bekanntere Youtuber wie BibisBeautyPalace und Sami Slimani die neue Video-Plattform.

Quellen:
YouNow: http://www.younow.com
Nutzungshinweise: https://younow.zendesk.com/forums/20642027-How-does-YouNow-work-
YouNow-Support: https://younow.zendesk.com/home
YouNow Partner Program: http://www.younow.com/partners/
Kritik: http://www.videolix.net/alle-beitraege/immer-mehr-warnen-vor-younow/2701/

Welcome To Summoner’s Rift

League Of Legends ist momentan eines der beliebtesten Online Spiele. Man sucht sich einen der vielen verfügbaren Champions aus und kämpft dann in einem Teammatch meist 5 gegen 5 mit dem Ziel, den gegnerischen Nexus zu zerstören. Die meisten spielen aus Spaß an der Freude und erkunden munter alle Champions und deren Fähigkeiten. Wie auch überall gibt es aber auch hier jene, die Spielen um zu Gewinnen.

In Spielen wie World of Warkraft gibt es die Möglichkeit, andere Spieler zu ignorieren, wenn sie einen ärgern. Das ist bei League Of Legends leider nur schwer möglich, weil man auf die Kooperation seiner Mitspieler angewiesen ist. Umso unvorteilhafter ist es dann, wenn man einen Gewinner im Team sitzen hat, der scheinbar nichts besseres zu tun hat als über den Chat seine Mitspieler zu verfluchen. Dieses „flaming“ genannte Phänomen ist in vielen Spielen unter Diversen Namen sehr verbreitet und tritt meist dann auf, wenn etwas schiefgeht und man sich nicht selbst die Schuld daran geben will.

Die Chat-Kommunikation soll das Teamwork unterstützen, wird aber oft missbraucht, um anderen Spielern gegenüber aggressiv zu werden. Das ist meiner Meinung nach nicht umbedingt ein Problem des Spielers, der sich hinter dem Bildschirm aufregt, sondern viel mehr ein Problem der Schiftlichkeit des Mediums. Schreiben ist viel distanzierter als Reden, die meisten Spieler, die im Chat munter vor sich hin fluchen und andere Beleidigen würden sich ganz anders verhalten, wenn sie mit ihrem gegenüber reden könnten.

Eine Möglichkeit, diesem Problem zu entgehen bietet Teamspeak, eine Software die es Spielern erlaubt miteinander während des Spiels verbal zu kommunizieren und dadurch das Gameplay und die Kooperation erheblich vereinfacht. Das Problem: Man muss die Leute kennen, mit denen man spielt und das ist oft nicht der Fall. Solange man also Anfänger ist und noch nicht viele Leute in der Community kennt ist es schwierig, oben genanntes umzusetzen.

Da stoßen wir auf eine Marktlücke des Teambasierten Online Gaming, die sich so schnell nicht zu schliessen scheint und das trotz vorhandener Lösungsmöglichkeiten. Woran das wohl liegen mag?

Die Gefahren eines Journalisten

Der erste Gedanke, der einer hat, wenn er das Wort „Journalist“ hört, hat die Idee von einem Beruf, in dem man sich gut ausdrücken kann, immer bereit zu Sprechen, Fragen, Antworten und Kommentieren muss. Aber das ist nicht alles. Die Journalisten riskieren in vielen Fälle ihr Leben um uns die Nachrichten zu erzählen. Die Journalisten, die in Kriegsgebieten arbeiten, in Syrien, Irak oder Afghanistan, kennen keine „leichten“ Nachrichten, z.B. ueber eine Neueroeffnung von „Rossman“ oder „H&M“. Sie kennen Schüsse und Explosionen, Blut und Tränen, sie kennen Gefahren und sie wissen, dass sie immer in der Mitte dieser Gefahren leben müssen um ihre Arbeit zu machen.

Seit 2003 wurden fast 700 Journalisten weltweit getötet, seit 1992 sind mehr als 500 Journalisten unaufgeklärt ermordet und zwar 102 von denen im Irak. In 2014 wurden 220 Journalisten weltweit in den Ländern, in denen sie gearbeitet haben, getötet. Fast 2000 Journalisten wurden in 2014 angegriffen oder bedroht, 119 entführt.

Diese Zahlen sind erschreckend! Die Angriffe auf Journalisten und auf Journalismus selbst, sind ungerecht, denn die Journalisten sind die, die der ganzen Welt erzählen was/wo/warum passiert und die Welt selbst braucht diesen Beruf. Warum braucht man Nachrichten? Wie Allison Shelley, Journalistin von L.A. Times bezüglich Ebola Ausbruch geschrieben hat: „Lack of information can lead to paranoia, anger and, ultimately, in the case of a disease such as Ebola, to a worse epidemic“, d.h. Informationsmangel kann zu Paranoia, Aerger und im Falle einer Seuche wie Ebola, zu einer mehr schlimmeren Epidemie führen.

2015 auch hat nicht gut begonnen, erst mit dem Terror in Paris bei der „Charlie Hebdo“ Zeitung mit 12 Todesfällen. Dieser Terror geht weiter zu den Tatorten in Ost-Paris und Dammartin-en-Goële. Und das alles wegen der extremen religiösen Terrorgruppen, die unsere Art von Humor nicht verstehen und nicht akzeptieren? Solange Religionen existieren werden, werden die Menschen versuchen ihre Handlungen mit denen rechtfertigen.

Journalismus ist kein Spielchen, Journalismus ist einer von den gefaehrlichsten Berufe der Welt und zwar speziell in dieser Zeit, wenn die Spannung zwischen den Staaten und den Völkern so hoch ist. Die Heimatstaaten von den Journalisten müssten mehr in die Sicherheit ihrer Mitarbeiter investieren, nicht nur die festangestellten aber auch den Freelancer, die die fast immer keine Sicherheitsbedingungen in ihre Arbeitsverträgen haben. Aber sie sind auch die, die am meisten die eigene Gesundheit und ihr Leben riskieren.

 

Quellen:

http://www.latimes.com/opinion/op-ed/la-oe-shelley-freelance-journalists-foley-sotloff-20140907-story.html

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/155013/umfrage/unaufgeklaerte-morde-an-journalisten-weltweit/

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/153608/umfrage/inhaftierte-journalisten-weltweit-seit-2000/

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/176729/umfrage/weltweit-ermordete-journalisten-seit-2003/

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/74658/umfrage/repressalien-gegen-journalisten-blogger-und-medien/

 

„Der Mann, der Udo Jürgens ist“ – Wie in den Medien auf den Tod des Sängers reagiert wird

Sonntag, 21. Dezember 2014 ab 18 Uhr: Spätestens jetzt macht die Nachricht vom plötzlichen Tod des Entertainers Udo Jürgens auf allen vorstellbaren medialen Wegen die Runde. Wie sein Management mitteilte, starb der 80 – jährige Künstler bei einem Spaziergang in der Schweiz an plötzlichem Herzversagen. Und schnell ist klar: Auch die Menschen, die der Musik und vielleicht sogar dem Menschen Udo Jürgens nur wenig abgewinnen können – sei es einfach aus reiner Geschmackssache oder aufgrund mangelnder Sympathie – kommen wenigstens für diesen Abend nicht an diesem Mann vorbei.

Udo Jürgen Bockelmann, so sein bürgerlicher Name, wird am 30. September 1934 in Österreich (Klagenfurt) geboren. Früh zeigt er ein großes Interesse an Musik und schafft es mit viel Ehrgeiz und Fleiß, schnell verschiedene Instrumente zu erlernen. Im Alter von 14 Jahren beginnt er sein Musikstudium am Konservatorium Klagenfurt, ab 1961 ist er in verschiedenen Filmen zu sehen („Und du mein Schatz bleibst hier“, „Drei Liebesbriefe aus Tirol“ u.a.). 1966 schließlich gewinnt Udo Jürgens im dritten Anlauf den „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ mit dem Titel „Merci Chérie“. Spätestens ab diesem Moment liegen dem charmanten Mann Europas Frauenherzen zu Füßen, in mehr als 20 Ländern erreicht der Song die Spitzenposition in den Hitparaden. Als im Jahr 2007 das Musical „Ich war noch niemals in  New York“, das auf großen Hits von Udo Jürgens basiert, in Hamburg seine Weltpremiere feiert, wird dem Sänger schon zu Lebzeiten eine Art Denkmal gewidmet. Die Konzerte seiner Tourneen sind ausverkauft, Leute allen Alters feiern, Udo Jürgens kommt an bei seinem Publikum. Dies sei nur ein kurzer Abriss seiner Biographie.

 

Entertainer, Frauenschwarm, Legende – nur drei Begriffe, die dem Künstler schon zu Lebzeiten zugeschrieben werden. Nach seinem plötzlichen Tod überschlägt man sich in den Medien mit Lobhymnen auf den großen Superstar.

So bezeichnet die „Zeit“ Udo Jürgens als „Bühnenmagier“, dem es wie keinem anderen gelang, „[…] eine Form von Literatur in die deutsche Musik […]“ (Zeit online) zu bringen. In der Online – Ausgabe der „BILD“ heißt es im Untertitel „Merci, Genie!“, der „Tagesspiegel“ titelt „Merci, Udo!“. Hier wird im weiteren Verlauf der deutsche Komiker Hape Kerkeling zitiert: Udo Jürgens habe „den Soundtrack zur Bundesrepublik Deutschland geschrieben […]“ (entnommen aus der Dokumentation „Der Mensch, der Udo Jürgens ist“). Die „FAZ“ lobt den Künstler besonders dafür, dass er auch fröhliche Melodien bestens verwendet, um sein intelligenten und überlegten, manchmal sogar kritischen Texte zu unterlegen.

Natürlich wollen sich auch etwaige prominente Persönlichkeiten zum plötzlichen Ableben des Entertainers äußern. Der Musiker Tim Bendzko schreibt via Twitter: „Danke für alles was du uns gegeben hast.“, Schauspieler Elyas M’Barek lässt dort verlauten: „Nein, nicht Udo.“. Sein Kollege Matthias Schweighöfer zeigt sich auf Facebook ebenfalls bestürzt: „Du wirst sehr fehlen.“ Daneben äußern sich natürlich auch tief betroffene Fans, sei es in den sozialen Netzwerken, Medien oder indem sie die zahlreichen Artikel über den Vorfall kommentieren. Noch am selben Abend ändert die ARD ihr Programm und zeigt eine Wiederholung des NDR Porträts „Legenden: Udo Jürgens“[1],  für den darauf folgenden Montag ist die Ausstrahlung der Dokumentation „Der Mann, der Udo Jürgens ist“[2] vorgesehen.

 

Der Mann, der Udo Jürgens war. Müsste der Satz heute, nach dem überraschenden Tod des Sängers, nicht eigentlich korrekterweise so heißen? Fakt ist, Udo Jürgens ist und bleibt für einige Menschen ein Idol, ein Held, ein Traummann, ein guter Freund, ein großartiger Musiker und so vieles mehr. Fakt ist aber auch, dass er für viele, ob gewollt oder ungewollt, wohl genau das bleiben wird, als was er schon vor seinem Tod des Öfteren bezeichnet wurde: eine Legende. Denn seien wir einmal ehrlich: Selbst unsere Generation, deren einzige Verbindung zu den 1960er Jahren wahrscheinlich die eigenen Eltern sind, kommt in einigen Situationen nicht um ihn herum. Ob man nun will oder eben nicht, ob man dem Genre des Schlagers bzw. Chansons etwas abgewinnen kann oder darüber nur die Stirn in Falten legen kann, ob man für die öffentliche Person Udo Jürgens unglaubliche Sympathien hegt oder seinen Namen vermehrt aus der Klatschpresse wegen nachgesagten Affären kennt und sich so seine Meinung über ihn gebildet hat. Wer kennt Hits wie „17 Jahr, blondes Haar“ nicht? Wer kann nicht die obligatorischen Zeilen „Aber bitte mit Sahne“ wenigstens mitsummen? Wer kann von sich behaupten, noch niemals die Titel „Mit 66 Jahren“, „Ich war noch niemals in New York“ oder „Griechischer Wein“ gehört zu haben? Ich selbst könnte die Personen, die ich kenne, wahrscheinlich an einer Hand abzählen. „Der Mann, der Udo Jürgens ist“, hat somit die vielfältige Anteilnahme, unter anderem die der medialen Öffentlichkeit, an seinem plötzlichen Tod mehr als verdient. Denn eins steht fest: An diesem Mann und seinen großen Hits kam (und kommt vermutlich auch in naher Zukunft) niemand vorbei.

 

Quellen:

http://www.udojuergens.de/leben/biografie/jahre/2000-2009

http://www.zeit.de/kultur/musik/2014-12/udo-juergens-ist-tot

http://www.bild.de/unterhaltung/leute/udo-juergens/an-herzversagen-gestorben-39068328.bild.html

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/udo-juergens-ist-tot-merci-udo/11150916.html

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/ploetzlicher-herztod-udo-juergens-an-herzversagen-gestorben-13336114-p2.html

http://www.huffingtonpost.de/2014/12/21/udo-jurgens-trauer_n_6362834.html

http://www.spiegel.de/kultur/musik/udo-juergens-reaktionen-auf-den-tod-im-internet-a-1009838.html

[1] TV – Porträt von Kathrin Becker http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/legenden/sendung/2008/udo-juergens-102.html

[2] TV – Dokumentation  Hanns-Bruno Kammertöns und Michael Wech https://www.ardvideo-shop.de/85-d47324-dvd-udo-juergens-der-mann-der-udo-juergens-ist.html; http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/wdr/der-mann-der-udo-juergens-ist-110.html

Wzup?

2l8 4 deutsche Rechtschreibung? – Idk
Täglich werden Millionen von Wörtern getwittert, per Email verschickt, bei Facebook gepostet, als WhatsApp oder SMS geschrieben. Alles muss mühelos und schnell gehen, dabei werden Rechtschreibung und Grammatik häufig völlig außer Acht gelassen.
Droht der deutsche Sprachverfall?
Im Gegensatz zu früher wird die gesprochene Sprache heute auch im Schriftdeutsch verwendet. Durchschnittlich wird deutlich mehr Zeit mit „texten“, „posten“ und „twittern“ verbracht. Aus Bequemlichkeit oder Zeitmangel werden häufig Abkürzungen und Emoticons verwendet. Neue Satzstellungen werden kreiert, andere Zeitformen benutzt, Satzzeichen werden weggelassen, Groß- und Kleinschreibung außer Acht gelassen und Artikel sind sowieso völlig überbewertet und kosten nur Zeit beim Tippen.
Die gesprochene Sprache wird im Schriftlichen abgebildet, dadurch entsteht für viele eine leichtere Kommunikation, es herrscht ein besseres Verständnis untereinander. Der Informationsaustausch geht einfach schneller.

Aber können Jugendlichen eigentlich noch „richtig“ schreiben?

Die Sprachwissenschaftlerin Christa Dürscheid von der Universität Zürich hat sich mit dieser Frage beschäftigt und eine Untersuchung durchgeführt. So verglich sie Aufsätze, die Jugendliche für die Schule verfasst hatten mit Mitteilungen, die sich die Jugendlichen untereinander via WhatsApp und Co. sendeten. Die Untersuchung zeigt, dass in keinem der Bereiche Rechtschreibung, Interpunktion, Grammatik, Wortschatz, Stil und Aufbau der Texte „die sprachlichen Eigenarten der Netzkommunikation nennenswerte Spuren hinterlassen (hatten).“ (  http://www.zeit.de/2011/09/C-Schreibkompetenz) „Die Schüler können die Schreibwelten durchaus trennen. Sie wissen, dass in der Schule und der formellen Kommunikation andere Regeln gelten, als beim Chat mit ihren Freunden“, sagt Christa Dürscheid. (http://www.zeit.de/2011/09/C-Schreibkompetenz)

Es hat also offensichtlich doch etwas damit zu tun, mit wem man schreibt und in welcher Form. Jugendliche sind durchaus noch in der Lage zu unterscheiden, welches Sprachregister sie verwenden müssen, um ein offizielles Bewerbungsschreiben oder eine schnelle Nachricht an einen Freund zu verfassen. Die Rechtschreibung und Grammatik, sowie die gesamte Ausdrucksweise wird situativ angemessen angepasst. Der viel beklagte Sprachverfall scheint also von der heutigen Handy- und Internetkommunikation nicht beeinflusst zu werden. Vielmehr scheint ein grundsätzlicher, vielseitiger und kreativer Sprachwandel stattzufinden.
T+

MFG

Quellen:

http://www.zeit.de/2011/09/C-Schreibkompetenz

http://www.tagesschau.de/inland/meldung97642.html

http://www.zeit.de/digital/internet/2013-01/chat-sprache-forschung

http://www.focus.de/familie/erziehung/jugendsprache-voll-normal-megasupergeil_id_2138612.html

http://www.tagesspiegel.de/berlin/debatte-ueber-jugendsprache-was-schreibst-du/9690452.html

http://lexikon.martinvogel.de/sms-abkuerzungen.html

http://www.freenet.de/digitalewelt/handymobiles/handy/smskuerzel–das-steckt-hinter-den-akronymen_609386_1055376.html

 

Separater Gehweg für Handy – Nutzer

Wege nur für Radfahrer und Fußgänger gibt es schon lange, jedoch ein separater Gehweg für Handy-Nutzer ist neu.
Diesen gibt es nun in der chinesischen Millionenstadt „Chongqing“.

Handy-Gehweg

Auf einem blauen Hinweisschild weist der Schriftzug „First mobile phone sidewalks in China“ auf einen zweigeteilten Fußgängerweg hin. Dieser ist in der Mitte mit einer weißen Doppellinie geteilt.
Die linke Seite ist für aktive Handynutzer gedacht. Durch die vorgegebenen Gehrichtungen kann man z.B. unbehelligt twittern, SMS-Schreiben oder WhatsApp-Nachrichten schreiben.
Die Seite rechts der Doppellinie ist für Fußgänger ohne Handy gedacht.

Die Idee des getrennten Gehwegs ist jedoch nicht neu und stammt aus den USA. In Washington hatte zuvor eine Fernsehsendung des National-Geographic-Channels das Experiment ausprobiert. Dieses zeigte jedoch, dass sich nur wenige Menschen auf den entsprechenden Gehwegen einordneten.

Die tägliche Handynutzung ist schon zur Pflicht geworden. Überall sieht man Menschen, die in einer gewissen Abhängigkeit zu ihrem Handy stehen.
Durch die teilweise extreme Handynutzung laufen die Nutzer Gefahr, durch ihre geistige Abwesenheit, die Umgebung kaum wahrzunehmen.

Bedingt durch die Tatsache, können möglicherweise Unfälle auf Leib und Leben verursacht werden.
Um diese Gefahrenmomente zu minimieren, ist die Handynutzung in bestimmten Alltagssituationen nicht zu empfehlen.

 

Quellen :

http://www.sueddeutsche.de/panorama/china-handy-nutzer-bekommen-eigenen-buergersteig-1.2130424
http://www.ingenieur.de/Branchen/Verkehr-Logistik-Transport/Chinesische-Millionenstadt-markiert-Smartphone-Gehweg
http://www.foxnews.com/us/2014/07/17/national-geographic-tv-show-experiment-puts-cellphone-and-no-cellphone-lanes-on/

Bildquelle:

http://www.mc-cm.de/wp-content/uploads/2014/09/Handy_Gehweg_650_350.jpg

Ist die E-Mail als Kommunikationsmedium auch heute noch aktuell?

Seit rund 30 Jahren gibt es die E-Mail und im April 2007 heißt es in einer Studie „Kommunikation per Mail ist nicht mehr wegzudenken“.

Doch kann man das heute noch so sagen? „Wohl keiner neueren Kommunikationstechnik wurde schon häufiger das Aussterben vorausgesagt als der E-Mail.“ Viele Menschen denken, das Versenden von E-Mails sei veraltet, und es gäbe doch inzwischen genug andere Wege, um digital miteinander zu kommunizieren.
Rasch eine Nachricht bei Facebook abzuschicken funktioniert mindestens genauso schnell wie das Versenden einer E-Mail, und noch schneller kann man sich über einen Messenger mitteilen.Immer weniger Jugendliche nutzen die E-Mail. Sie wachsen mit den sozialen Medien auf und nutzen ganz selbstverständlich deren alternative Kommunikationskanäle. Kommunikation ist mobil geworden, auch das Mailen, aber ist die E-Mail immer noch Mittel der Wahl?Ja, sagen viele berufstätige Menschen in Deutschland und in Amerika. Im Geschäftsleben und im beruflichen Umfeld bleibt die Kommunikation per E-Mail erste Wahl.
Sowohl die Statistikbehörde Eurostat, das amerikanische Meinungsforschungsinstitut Pew Research Center, als auch der Technikerbranchenverband Bitkom haben diesen Trend festgestellt. Es ist überraschend, wie deutlich die E-Mail im Vergleich vorne liegt und dass die Benutzung auch weiterhin noch zunimmt und nur das Wachstumstempo abgenommen hat.

Im Arbeitsleben wird die E-Mail viel wichtiger als das Telefon, egal ob Festnetz oder Mobiltelefon, eingestuft und die Bedeutung der sozialen Netzwerke ist in diesem Umfeld nur sehr gering.
Laut des Geschäftsführers Dr. Bernhard Rohleder von Bitkom liegt die Zukunft der E-Mail also eher in der beruflichen, als in der privaten Nutzung.
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Auch Universitäten nutzen die E-Mail als Haupt-Kommunikationsmittel. Der unschlagbare Vorteil ist das unkomplizierte Versenden von E-Mails an mehrere Personen gleichzeitig (auch unsichtbar, also in der Blindkopie) und das einfache Hinzufügen von Dokumenten als Anhang.

 

Quellen:

Frankfurter Allgemeine Zeitung, „Die E-Mail ist am Arbeitsplatz nicht wegzudenken“, 5. Januar 2015

https://wice.de/e-mails-vom-aussterben-bedroht/5581/

http://www.computerbild.de/artikel/cb-News-Internet-E-Mail-ist-fuer-junge-Leute-beinahe-schon-veraltet-4578864.html

http://www.computerwoche.de/a/studie-kommunikation-per-mail-ist-nicht-mehr-wegzudenken,592046

Dünn sein um jeden Preis…

Die 2001 von den Vereinigten Staaten zu uns rübergeschwappte Internet-Bewegung Pro-Ana (pro=für; ana=anorexia nervosa (Magersucht)) oder auch Pro-Mia (mia=bulimia nervosa (Ess-Brechsucht)) ist auch heutzutage noch ein großes Thema. Wer Mitglied bei einer oder mehrerer sozialer Netzwerke wie Facebook oder Twitter ist hat sicher auch bemerkt, dass Fotos von extrem dünnen Frauen (und Männern) keine Seltenheit sind. Oft sind darauf prominente Models oder Schauspieler/innen zu sehen, deren Figur von vielen Mitgliedern der Netzwerke als Schönheitsideal empfunden wird. Ein weiteres Phänomen ist die sogenannte „Thigh-Gap“, eine deutlich sichtbare Lücke zwischen den Oberschenkeln von Frauen. Viele junge Mädchen und Frauen idealisieren sich mit diesem vermeintlichen und vor allem gefährlichen Schönheitsideal. Zu Dünn sein wird nicht als Krankheit, sondern als „Life-Style“ betrachtet.

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Und genau diese Jugendlichen können sich dank des Internets in Foren und auf Seiten sowie Gruppen bei Online-Messaging Diensten wie Whats-App vereinen und solidarisieren. Mithilfe von „Anna“, der imaginären Freundin, werden sie zum dünn werden und dünn beiben aufgefordert. Neben einem motivierenden Brief von Anna finden sich auf Pro-Ana Websites überwiegend Tipps & Tricks zum erfolgreichen Abnehmen und wie man zum Beispiel seine Magersucht vor Familie und Freunden geheim halten kann. Hilfsangebote wie Therapien sind meist kein Thema, die Magersucht wird verherrlicht und sogar noch durch „Competitions“ (Wer wiegt am wenigsten) vorangetrieben. Beinahe gleicht die Pro-Ana Bewegung schon einer Religion, so finden sich auf den Seiten neben sogennanten „sacred texts“ (Glaubensbekenntnis, 10 Gebote, Psalm) auch Gesestze & Gebote zum Essverhalten und zur Geheimhaltung der Krankheit. Weitere motivierende Werkzeuge sind die „thinspirations“ (thin=dünn), meist nachbearbeitete Bilder von sehr dünnen Prominenten und Magersüchtigen und „thinlines“, Zitate oder Sätze wie „Hunger hurts, but starving works.“  Des weiteren ist auch immer ein BMI-Rechner zur Selbstkontrolle zu finden.

Das Gefährliche an Pro-Ana ist nun die Tatsache, dass Gleichgesinnte sich gegenseitig immer tiefer in die Krankheit drängen oder soger Andere erst hineinziehen. Durch ein stark ausgeprägtes Gruppengefühl ensteht eine „Wir-gegen-Alle“-Einstellung. Die Betroffenen gehen davon aus, dass niemand anderes sie versteht oder ihnen helfen kann. Bei Pro-Ana können sie ihre Gedanken und Gefühle mitteilen, ohne für diese verurteilt zu werden. Deswegen ist es für sie oft umso schwerer, einen Weg aus der Magersucht herauszufinden. Manche wollen das auch gar nicht und gehen soweit, mit beziehungsweise an Magersucht sterben zu wollen („atte“=Ana till the end). Schließlich sterben laut Statistiken etwa 15% aller Erkrankten an den Folgen wie beispielsweise Herzstillstand, Infektionen oder durch Selbstmord.

Obwohl die Website jugendschutz.net regelmäßig das Web nach Pro-Ana Seiten durchforstet, diese prüft und gegebenenfalls löscht, finden Pro-Ana Anhänger immer wieder Wege ihre Ideale online auszudrücken. Die Gefahr dieser Krankheit sollte nicht unterschätzt werden und als Angehörige sollte man bereits auf die kleinsten Anzeichen achten, wenn man den Verdacht hegt, die Person könnte eine Essstörung haben. Je früher sie Hilfe bekommt und nicht immer tiefer in die Magersucht gerät, desto eher kann sie wieder gesund werden. Es gibt nämlich, wenn es noch nicht zu spät ist, einige erfolgsversprechende Behandlungsmethoden.

 

Beispiele für Pro-Ana Websites & Blogs:

http://lovetobeperfect.blogspot.de/

http://proana-liketobethin.over-blog.de/pages/100-tipps-6279183.html

http://theproanalifestyleforever.wordpress.com/

 

Quellen:

http://www.stern.de/gesundheit/2-pro-ana-szene-gemeinsam-hungern-per-whatsapp-2070831.html

http://www.maedchen.de/artikel/was-ist-pro-ana-2023763.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Pro-Ana

http://de.wikipedia.org/wiki/Anorexia_nervosa#K.C3.B6rperliche_Folgen

Bildquelle 1:

http://bestthighgaps.com/2013/08/best-thigh-gaps-girl-173-2/

2:

http://9cgrootmoor.pbworks.com/w/page/1152397/Medien%20und%20Magersucht

 

 

 

 

 

WhatsApp als Newskanal?

Dass das, erst im Februar für 19 Milliarden Dollar von Facebook aufgekaufte, Unternehmen sich längst zum Versenden von Nachrichten etabliert hat ist kein Geheimnis. WhatsApp gehört in Deutschland zu den beliebtesten Apps und steht laut „Chip“ auf der Liste der iPhone-App-Downloads aktuell auf Platz eins. Neuerdings kommt nun die Frage auf, ob der Nachrichtendienst sich auch zur Verbreitung von Tagesnachrichten und damit als Newskanal eignet.

Mit rund 600 Millionen Nutzern bietet WhatsApp ohne Frage eine große Plattform und eine hohe Durchdringung der Gesellschaft. Während der Wahlen in Indien sammelte BBC bereits erste Erfahrungen mit verschiedenen instant-massaging-Diensten, so unter anderen auch mit WhatsApp. Die Verbreitung der Meldungen via WhatsApp wies dabei die größte direkte Beteiligung der Empfänger auf. Die Reaktion der Nutzer verlief positiv, lediglich bei der Auswahl der, sie auf diesem Weg erreichenden, Inhalte wünschten sie sich mehr Mitbestimmung. BBC sieht daher durchaus Potential in dieser Form der Nachrichtenvermittlung und hat vor diese weiterzuentwickeln. So sagte Trushar Barot von BBC: „From what we’ve done so far, there clearly seems to be potential for news content within these services“.

Der schweizer Fernsehsender SRF führte anlässlich der Schweizer Volksabstimmung im September einen Test zur Verbreitung von Nachrichten via WhatsApp, mit ebenfalls überwiegend positiver Rückmeldung, durch. 79 Prozent der Tester wünschten sich einen solchen Dienst für den Alltag. Seit dem ersten Dezember hat die Mediengruppe Oberfranken offiziell ihren WhatsApp-Nachrichtendienst „InFranken.de“ gestartet. Dieser begann zuvor im Rahmen einer Studie, die deutlich positive Resonanz aufwies. 91 Prozent der Tester gaben an, dass sie den Dienst auch gerne nach dem Ende der Studie weiternutzen möchten (die-Zeitungen.de). Die neue Version der iPhone-App der Tagesschau, Version 1.7, bietet  die Möglichkeit Meldungen über WhatsApp mit Freunden zu teilen und die Redakteure der „Heilbronner Stimme“ erzählten  am 04.12.2014 zum 70. Jahrestags des Luftangriffs die Bombardierung in Echtzeit auf WhatsApp nach.

Auch als Recherchekanal ist WhatsApp in der Diskursion, zum Beispiel beim SRF. Es lässt sich beobachten, dass Eindrücke, darunter auch die der Betroffenen von Naturkatastrophen und anderen bedeutenden Ereignissen,  immer öfter via WhatsApp geteilt werden.

Ein bedeutender Negativaspekt, die Tauglichkeit von WhatsApp als Newskanal betreffend, ist deren Beschränkung auf das Medium des Smartphones. Dies hat zur Folge, dass jede Meldung entweder direkt am Telefon eingetippt oder umständlich vom Computer an das Smartphone gemailt und dann aus dessen E-Mail-Eingang in WhatsApp kopiert werden muss, um endlich gesendet werden zu können. Einen weiteren bildet die Erstellung der Broadcast-Listen, die von Hand am Smartphone erfolgen muss. Bei etwa 2500 Abonnenten kann dies schnell zehn Stunden dauern, so zum Beispiel bei der Berichterstattung der Heilbronner Stimme zum 70. Jahrestag des Luftangriffs. Außerdem liegt hier auch keine Statistik vor, die die Anzahl der Adressen innerhalb einer Broadcast-Liste anzeigt, was eine Auswertung der Nutzung des Angebots enorm erschwert.

Alles in allem lässt sich also sagen, dass WhatsApp durchaus als Newskanal gefragt und nützlich ist. Solange der Dienst nur manuell am Smartphone möglich ist, aber, aufgrund des großen Zeitaufwands, wahrscheinlich eher keinen Einzug in den Alltag des redaktionellen Journalismus finden wird.

Quellen:

http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=fl&dig=2014%2F12%2F22%2Fa0095&cHash=4fcc94dc66941f066deabc8e5b2d73f8

http://www.bbc.co.uk/blogs/blogcollegeofjournalism/posts/How-BBC-News-covered-Indian-elections-on-WhatsApp-and-WeChat

http://www.die-zeitungen.de/die-zeitungen/news/article/infrankende-nutzt-whatsapp-als-newskanal.html

http://www.chip.de/Handy-Downloads-Download-Charts-Top-100-der-Woche_50159909.html?xbl_category=59059

http://de.engadget.com/2014/12/29/iphone-app-der-tagesschau-jetzt-mit-whatsapp-integration/

 

Findery – die schlaue Art zu reisen

Wer verreist nicht gerne? Neu Länder und Städte kennenlehrnen und Erfahrungen machen. Dabei möchte man möglichst viel vom Leben der Einheimischen mitbekommen und nicht nur auf den üblichen Touristenpfaden entlang wandern. Doch so einfach ist  das meistens gar nicht, denn woher nimmt man das ganze „Insider-Wissen“? Wie findet man die kleinen gemütlichen Cafés abseits von den großen Einkaufsstraßen, oder die Plätze mit der schönsten Aussicht, die aber nicht vollkommen überlaufen sind? Im Reiseführer ganz bestimmt nicht und sich die ganzen Tipps von irgendwelchen Reiseblogs zusammen zu klauben ist auch viel zu mühsam und zeitaufwendig. Ein Glück gibt es da etwas neues, Findery.

Eine App/ Website, die es einem ermöglicht die schönsten Plätze der Heimatstadt, oder Insidertipps von seinen Reisen mit anderen zu teilen, also Geschichten und Ereignisse, die einen mit dem Ort verbinden. Um die App zu nutzen, muss man allerdings nicht zwingend auch etwas veröffentlichen und man kann entscheiden, ob man seine Notizen öffentlich oder privat macht.

Aber wie funktioniert das, wenn man dann unterwegs ist?

Nachdem der momentane Standtort von der App lokalisiert wurde, werden einem die unterschiedlichen „Notizen“, so werden die Posts der User genannt, auf einer Karte angezeigt und dann kann es losgehen mit dem entdecken. Es werden nicht nur Läden, Restaurants oder ähnliches vorgeschlagen, sondern es gibt auch viele skurrile Geschichten, persönliche als auch historische. Aus den einzelnen Notizen kann man auch so genannte Notemaps zusammenstellen, die man z.B. zu einem Thema macht und die dann wie eine Tour funktionieren. So gibt es z.B. zu manchen Städten Notemaps, die die verschiedenen Drehorte von Filmen zusammenfassen oder welche, die eine ganz private Geschichte erzählen. Das Gute ist, dass man seine Beiträge nicht nur in schriflicher Form festhalten kann sondern auch mit Bildern und Tonaufnhamen untermalen kann.

Der ursprünglich Name der Website war Pinwheel, diese wurde dann aber im Oktober vor zwei Jahren unter Findery offiziel veröffentlich und im März dieses Jahres kam dann die App dazu raus. Geründet wurde die Website von der Flickr-Gründerin Caterina Fake, welche die Idee dafür aufgrund des popkulturellen Hintergundes ihrer Nachbarschaft hatte, welchen sie mit anderen Teilen wollte. Es war ihr wichtig, dass Findery mehr vermittelt als der klassische Reiseführer und es ging ihr vor allem darum, dass die Leute nicht nur ihre Tipps und Erfahrungen miteinander teilen, sondern sich auch darüber austauschen. Demnach fungiert Findery wie eine soziales Netzwerk, denn weiterhin ist es möglich den Leuten zu folgen, deren Posts einem am besten gefallen. Durch die Möglichkeit der Interaktion der User, soll sich Findery von anderen Reise-Apps untterscheiden und abgrenzen.

Wer also bei seiner nächsten Reise mehr als nur die üblichen Touristenattraktionen sehen möchte, sollte Findery auf jeden Fall einen Versuch geben.

 

 

Quellen:

http://venturebeat.com/2014/03/07/caterina-fakes-findery-finally-launches-its-travel-app/

https://findery.com/

http://www.cntraveler.com/stories/2014-10-21/travel-app-findery-by-flickr-co-creator-caterina-fake

http://www.foxnews.com/tech/2014/10/20/social-app-findery-lets-users-share-notes-from-all-over-world/

http://www.zeit.de/digital/mobil/2014-11/findery-app-kritik-smartphone

http://techcrunch.com/2014/03/06/after-2-years-in-beta-findery-launches-its-geo-tagged-story-sharing-app-on-ios-worldwide/