Der Hype um Ortsbasierte Dienste à la foursquare und Gowalla

geschrieben von hami3301 in Internet, Kommunikationsformen, Medienwandel, Zukunft des InternetKeine Kommentare »

Wer sich wie ich wir irgendwo in der lustigen bunten Welt der Social Media (oder wie es damals in der Steinzeit hieß, Web2.0) tummelt, kommt nicht am Thema ortsbasierte Dienste (Location Based Services) wie foursquare und Gowalla vorbei. So scheint es zumindest. Ortsbasierte Dienste ermöglichen es dem Nutzer mit seinem Smartphone seine derzeitige Position zu ermitteln und so in einer Lokalität “einzuchecken”. So weiß der virtuelle Freundeskreis oder auch die gerade besuchte Lokalität, immer wer sich wo befindet. Skeptiker warnen vor der selbst gewollten  Totalüberwachung und BigBrother3.0 (wir erinnern uns: 2.0 ist out). Befürworter sehen den praktischen Nutzen für die Organisation des zwischenmenschlichen Zusammenlebens und das Marketing. Denn statt 20 SMS schreiben, in der stünde in welcher Kneipe man gerade sei, bräuchte man nur einmal in einem Location Based Services “encheckenW und der gesamte Freundeskreis wüsste, wo man gerade steckt. Betreiber der diversen Lokalitäten haben auf der anderen Seite beispielsweise die Möglichkeit Nutzern, die oft bei ihnen einchecken Vergünstigungen anzubieten.

So weit die Theorie. Social Media Enthusiasten sind natürlich längst bei foursquare und Gowalla dabei und herrscht in sowohl in der Szene als auch in der Fachwelt der Konsens, dass ortsbasierte Dienste und die gesamte Lokalisierung des mobilen Internet da nächste große Ding sind. Dumm nur,  das außerhalb der Welt der medienafinen Menschen, die neue Medien- und Kommunikationsmittel besonders nutzen und darüber schreiben noch kaum jemand ortsbasierte Dienste kennt, geschweige denn nutzt.

Die Smartphone Dichte in der breiten Bevölkerung nimmt zwar rasant zu und er Otto Normalverbraucher, zahlt gerne  1000 Euro für ein Iphone 4 und nutzt damit das mobile Internet. Aber er nutzt es so, wie er es auch zu Hause nutzen würde.

Wie unbekannt die Ortsbasierten Dienste wirklich sind zeigt jetzt eine Studie, deren Inhalt GigaOm zusammengefasst hat. Demnach  nutzen nur 4 % der Befragten ortsbasierte Dienste, während 84 % nichts mit dem Begriff anfangen können. 9 % wissen immerhin worum es bei Location Based Services geht und 3 % kennen Leute die solche Applikationen nutzen. Und wie man es nicht anders gewohnt ist, sind die Early Adopters die jungen Männer.  Da solche Trends in den USA in der Regel früher losbrechen und erst mit der Zeit von den deutschen und europäischen Nutzern übernommen werden, ist der Hype um Location Based Services derzeit noch unbegründet. Foursquare hat so z.B.  lediglich 20.000 aktive Nutzer in Deutschland.

Ich stimme Martin Weigert zu und kann mich seinem Fazit im Artikel auf netzwertig.com nur anschließen. Er sagt dass ein eigener Ortsbasierter Dienst von Facebook das Zünglein an der Waage sein könnte, der den Durchbruch für die Location Based Services einläuten könnte. Facebook steht wohl kurz davor den Location Based Service Hot Potato zu übernehmen. Gerade jüngere Nutzer, die neuen Formen der Nutzung von Social Media offener Gegenüber sind könnten so leicht zu Nutzern der Ortsbasierten Dienste werden.

Die Frage ist ob foursquare und Gowalla dadurch verdrängt werden. Twitter wurde seiner Zeit nicht von Facebook verdrängt und hält sich gegenüber den neu eingeführten Statusupdates auf Facebook. Aber Twitter war zu dem Zeitpunkt als Facebook zum Angriff überging auch bereits tiefer verankert. Für Deutsche Social Networks a la StudiVZ, könnte der Wind durch die ortsbasierte Dienste noch rauher werden, als er eh schon ist. Denn ohne enormes Kapital, wie es hinter Facebook steht, dürfte sich kaum in nächster Zeit eine eigene  ortsbasierte Dienste Applikation entwickeln lassen. Zumal die StudiVZ Nutzer in ihrem Nutzungsverhalten doch eher konservativ sind und dem ganzen SchnickSchnack (dem aber die Zukunft gehört) bei Facebook eher skeptisch gegenüber stehen.

PS. Martin Weigert weißt übrigens in einem anderen Blogpost darauf hin, das 4 von 4 Studien zu Netzthemen fragwürdig sind.^^

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Mehr Qualität bei Bloggern

geschrieben von s2iswehr in Blogroll, Fernsehen, Medienwandel, Nachrichten, Qualität, Weblogs3 Kommentare »

Amerikanische Wissenschaftler fordern mehr Qualität bei Bloggern. Eine Studie der amerikanischen University of Missouri untersucht den Informationsgehalt von Bloggern und Bürgerjournalismus Seiten.  Sie stellte fest, dass Blogger, die Einschnitte die durch Kürzungen im Mediengeschäft entstanden sind, nicht abdecken können. Und die Informationslücken immer größer werden. Aus diesem Grund  fordern sie mehr Qualität bei der Informationsbeschaffung der Blogger.

Für die weitere Entwicklung des Mediensystems müsse man verstehen, wie Bürgerjournalismus und die klassischen Medien in Zukunft nebeneinander stehen werden. Laut der Studie kann es zukünftig  so sein, dass Blogger eine größere Verantwortung im Mediensystem haben werden.  Es kann durchaus sein, dass Bürgerjournalismus künftig für die lokalen Informationen einer Gemeinde verantwortlich ist, falls das Mediensystem mit noch mehr Einschnitten rechnen muss. Die Studie fordert deshalb, die Bloggern darauf hinzuweisen, wie sie vorgehen müssen um die Qualität ihrer Informationsbeschaffung langfristig zu verbessern.

Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,705538,00.html

Twitter – der neue Weg zum Job?

geschrieben von s2chsehm in Internet, Kommunikationsformen4 Kommentare »

Twitter wird gemeinhin ja dazu verwendet, um kurze prägnante Nachrichten zu senden, die von sog. Followern verfolgt werden können.

Doch seit neuestem wird der Online-Dienst von Arbeitgebern auch zur Mitarbeitersuche verwendet. Zwar ist die Resonanz noch nicht allzu groß, doch das Potenzial steigt täglich.

Da eine gezielte Suche nach Stellen einer bestimmten Branche oder Region bei Twitter nicht möglich ist, wurde JobTweet ins leben gerufen. Dieser Dienst vereinfacht dem Twitter-User das Anbieten bzw. Suchen neuer Jobs.

Aber man sollte immer bedenken, dass Tweets im Internet für jeden lesbar sind, auch für den zukünftigen Chef und vor allem den alten Chef. Deshalb ist es ratsam auch hier wie im gesamten Themenbereich Web 2.0 auf eine gewisse Anonymität zu achten.

Quelle:

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,701827,00.html

Facebook – Der Untergang für StudiVZ und Co?

geschrieben von hami3301 in Internet, Internetstatistik, Kommunikationsformen, Medienkritik, Medienwandel, Zukunft des Internet2 Kommentare »

Unter dem Titel Die Folge der Facebook-Dominanz: Deutsche Social Networks am Scheideweg gibt es bei netzwertig einen absolut lesenswerten Artikel darüber über Facebook. Am Beispiel Schweden wird erläutert, wie Social Network Marktführer alteingesessene nationale Netzwerke in die Bedeutungslosigkeit verbannte.
Die Frage die sich zu Recht stellt, ist ob eine ähnliche Entwicklung auch in Deutschland wahrscheinlich ist. Oder hängen die Deutschen zu sehr an ihrem StudiVZ, MeinVZ, SchülerVZ, Wer-kennt-wen oder gar an Lokalisten?

Problemkind VZNetzwerke

Die VZ Netzwerke, sind wie der Name schon sagt mehrere Netzwerke, die sich aber mehr oder weniger miteinander verbinden lassen. Lässt man den positiven Aspekt des, letzten Endes umgehbaren Jugenschutzes bei SchülerVZ beiseite, ist das eine ziemlich lästige Angelegenheit. Hier zeigt sich, dass der einstige Trumpf von StudiVZ von inzwischen zu einem Problem geworden ist. Waren es einst die Studenten als Early Adopters und Zugpferd des Social Networks, schließen diese nach dem Studium ihren Account und denken in der Regel nicht daran, zum hochgradig altbacken klingenden MeinVZ zu wechseln.
Wobei ich zumindest aus meinem Umfeld sagen kann, das viele StudiVZ Profile den Studienabschluss ihrer Besitzer nicht miterleben. Viele User kehren StudiVZ den Rücken zu. Sei das Datenschutzgründen oder weil sie einfach keinen Mehrwert in dem sozialen Netzwerk mehr sehen. Ersterer Grund mag zwar von hohen Idealen zeugen, aber wer fair sein will, muss den VZ Netzwerken zugestehen, dass sich etwas in Sachen Datenschutz getan hat und Facebook oder auch Google eine größer Datensammelwut antreibt. Aus diesem Grund preist StudiVZ sich ja inzwischen gerne als kleines deutsches Datenschutzparadies an, und macht so geschickt PR gegen Facebook.
Das weit größere Problem von StudiVZ ist der fehlende Mehrwert. Partyfotos sind für Nutzer die irgendwann einmal die Uni Richtung Arbeitswelt verlassen wollen eher ein Grund, StudiVZ zu verlassen, als dort aktiv zu sein. Der in den Anfangstagen des Studentenverzeichnis oft beschworene Gedanke, es bestünde die Möglichkeit alte Schulfreunde zu finden, gilt einerseits auch für Facebook und Co und war andererseits schon immer ein Scheinargument für soziale Netzwerke. Auch wenn wer seinen kompletten Abijahrgang als Freund hinzufügte, hat letzten Endes doch eher mit den Leuten in Kontakt gestanden zu denen eine engere soziale Bindung bestand. Der „Aha X studiert jetzt in Y das Fach Z – Effekt“ der einst den Reiz von StudiVZ ausmachte, ist nunmal keine Langzeitmotivation.
Das jedoch größte Problem, dass StudiVZ immer hatte und auch noch jetzt hat, ist seine Innovationsarmut. Es war immer ein Facebook Clon in rot, der sich erstaunlich langsam weiterentwickelte. Exemplarisch dafür ist immer das Fehlen von Hyperlinks gewesen. Wo Facebook sich heute selbst ins offene Internet katapultiert, sich mit diesem vernetzt und die Nutzerseiten von außen einsehen lässt, war StudiVZ immer ein in sich geschlossener Mikrokosmus. Wer einen Link teilen wollte, musste diesen kopieren und in die Browseradresszeile einfügen. Ein Usability Alptraum. Der noch größere Alptraum sind bei StudiVZ aber nach wie vor die Gruppen. Diese haben nie als Kommunikationskanal funktioniert sondern waren für gefühlte 90% der Nutzer nur eine lustige Erweiterung des Profils. „Ich glüh härter vor als du Party machst“, um nur eine dieser Juxgruppen zu nennen, erfüllt keinen kommunikativen Zweck sondern ist nichts weiter als ein Gag. Das Fehlen von Apps und Spielen hat mich hingegen nie wirklich gestört.Aber wer bei Facebook sieht, wie viele Freunde den halben Tag damit verbringen ihren virtuellen Bauernhof zu beackern, versteht wie sehr die Apps die Nutzer binden.

Was die Zukunft bringt

Eine derart ausgeprägte Analyse von Wer-Kennt-wen und Lokalisten spare ich mir an dieser stelle. Die Google-Statistik zeigt, dass es mit Wer-kennt-wen nach einem kleinen Boom schon wieder bergab geht und Lokalisten war niemals wirklich bedeutend. Aus der Google-Statistik geht klar hervor, dass die VZNetzwerke insgesamt zwar noch schlagkräftig sind, aber das gigantische Wachstum von Facebook macht nicht den Eindruck als würde sich stoppen lassen. Zumal der Funktionsumfang schon jetzt gewaltig ist und hinter diesem Social Network wesentlich mehr Kapital steht, dass sich in die Weiterentwicklung stecken lässt.
Ich kann mich Medienlese als nur anschließen und sagen, es harte Zeiten für die nationalen sozialen Netzwerke werden und dass es wahrscheinlich ist, das einige von ihnen in die Bedeutungslosigkeit abdriften werden. Wobei nicht gesagt ist, dass Facebook das Ende vom Lied ist.

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Fussball WM Planer der RCDS – Projekt Zukunft ???

geschrieben von Dominik B. in Allgemeines, Kommunikationsformen, Medienkritik, Qualität4 Kommentare »

Offener Brief an die Verantwortlichen der RCDS

“Hast Du auch schon einen WM-Planer” fragte mich vor der Mensa der Universität Trier mit einem Lächeln und zarter Stimme eine junge blonde Frau – ich schätze sie auf Anfang zwanzig. Ihre Haare waren zu einem Pferdeschwanz gebunden, sie trug ein geblümtes Top und es fehlten eigentlich nur noch die, zu einem Kranz verflochtenen Blümchen, um mich direkt in einen Traum aus Freiheit und Liebe zu katapultieren. Dass wir aber 2010 haben wurde mir schlagartig klar, als ich verneinte und sie mir mit einem schüchternen Lächeln den Fußball WM Planer der RCDS – “Projekt Zukunft”  in die Hand drückte und elfenhaft wieder verschwand

Liebe RCDS,

dieser WM-Planer ist so ziemlich das geschmackloseste, was ich in diesem Jahr in die Hand gedrückt bekommen habe und wer die Hochglanz – Altpapier-Verteilungswut am Mensa Eingang der Universität Trier kennt, weiß, dass ich viel – nein sehr viel in die Hand bekam.

Was soll denn bitte schön mit diesem Cover kommuniziert werden? Jemand kann Photoshop bedienen? Frauenärsche sollen aussehen wie Fußbälle, damit sie uns – die Männer – während der WM überhaupt noch interessieren? Oder seid ihr Befürworter einer Mängelernährung – die Oberschenkel der abgebildeten Dame sind etwa so dick wie mein Unterarm, wenn die Proportionen stimmen? Die Hotpants erinnern dann noch eher an Beachvolleyball, als an Fußball. Ein Fußball ist doch zum Schießen da, oder sehe ich das falsch? Also mal kräftig in den A…. treten, dem Weibsvolk.

Projekt Zukunft frei interpretiert nach diesem Cover:

Mädels macht Diät! Wenn uns danach ist dann haltet bittet den Po hin, zum Reintreten versteht sich. Oder gibt es da etwa noch die Metaebene? Das Demographieproblem vielleicht? Das sollen wir wohl durch Sodomie mir Magersüchtigen lösen – reduziert auf sekundäre Geschlechtsmerkmale. Hat das Ding eigentlich auch einen Kopf? Kann es denken? Wahrscheinlich nicht!

Zumindest: Bitte nicht während der WM!

Na dann Prost!

P.S. Plötzlich wird mir klar warum die “Elfe” sofort wieder verschwand nachdem sie ihr Mitbringsel abgegeben hatte…

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Wer ist nun enttäuscht?

geschrieben von Friederike in Allgemeines, Internet, Kommunikationsformen1 Kommentar »

Zur jährlichen Entwicklermesse von Apple (WWDC) hat Steve Jobs wie angekündigt, das neue iPhone vorgestellt. Die zahlreichen Spekulationen, ob Jobs nicht doch noch irgendeine Sensation aus dem Hut zaubert, sind damit endlich gestillt – es gab keine Überraschung. Das iPhone 4 ist einfach nur eine Weiterentwicklung seines Vorgängers. Und es sieht genau so aus, wie es die schon vor Monaten von Gizmodo veröffentlichten Bilder zeigen. Es ist mit 9,3 mm Dicke dünner als jedes andere Smartphone, genauer gesagt um 2,5 mm schlanker als sein Vorgänger. Auch die Bildauflösung ist um einiges höher, mit 326 Pixel pro Zoll soll es schärfer sein als ein gedrucktes Buch. Und, eines der praktischsten Überarbeitungen: die Akku-Kapazität wurde um einiges optimiert, Jobs sprach von 40 Prozent. Es gibt noch einige weitere Optimierungen, die die Kamera, das Betriebssystem, die Videoqualität und die Apps betreffen – aber ich möchte an dieser Stelle nicht der Apple PR-Maschinerie verfallen und mich dem Hype anschließen, der um die WWDC herrscht. Die sekündlichen Live-Ticker, die aus einer Produktvorstellung eine höchstspannende und dramatische Show heraufberschwören – natürlich absichtlich so inszeniert vom Zaubermeister Jobs persönlich – sind meiner Meinung nach total überzogen. Ich kann so etwas nicht nachvollziehen, für mich liest sich das wie eine Parodie auf ein Fussball-WM-Finale-Live-Ticker oder etwas ähnliches. Aber ich möchte niemanden verurteilen, der sich dafür begeistert, daher hier ausführlichere Informationen zu dem iPhone 4: meedia.de spiegel.de
Deutschland darf sich glücklich schätzen, zu den ersten fünf ausgewählten Ländern zu gehören, in denen das Gerät ab dem 24.Juni verkauft wird. 199 Dollar für die 16 GB-Speicherversion und 299 Dollar für das 32 GB-Modell. Auch der Preis ist keine Überraschung, er bleibt auf der gleichen Stufe wie das iPhone 3 GS.
Zwei der enttäuschten Erwartungen sind, dass die Viedeotelefonie nur im W-Lan funktioniert und nicht in UMTS-Netzen und dass der Speicherplatz nicht erweitert wurde, auf 64 oder 80 GB. Aber auch Jobs Erwartungen wurden möglicherweise enttäuscht: anstatt zu steigen wie sie das bei Produktvorstellungen zu tun pflegen, sinken die Apple Aktien um 2 Prozent. Das liegt vermutlich auch daran, dass man hier von keiner wahren Enthüllung sprechen kann. Daran hätte Steve Jobs, bzw. sein Mitarbeiter Gray Powell denken sollen, bevor er den Prototypen im Biergarten “vergaß”…

Es geht auch ohne nackte Haut

geschrieben von s2ingesc in Internet, Kommunikationsformen6 Kommentare »

Und schon wieder gibt es einen neuen Trend im Netz. Chatroulette. Bei dieser Videoplattform geht es um das chatten und oft auch um nackte Haut und Obszönitäten. Zwei, sich völlig unbekannte User, werden per Zufall in den gleichen Chatraum gesteckt und können nun per Webcam und Tastatur miteinander kommunizieren. Durch einen kleinen Klick auf “Next” kann man sich im Sekundentakt neue Chatpartner suchen, weswegen die meiste Gespräche auch nach extrem kurzer Zeit wieder beendet werden. Im Kampf um Aufmerksamkeit versuchen viele User den Gegenüber durch Beleidigungen, einen Striptease oder sonstige Provokationen zum Hinsehen und Hinhören zu bringen. Ein amerikanischer User mit dem Pseudonym Merton hat einen sehr viel humorvolleren Weg gefunden. Er widmet seinen Chatpartnern einen kleinen Song, zu sehen ist dies seit Mitte März bei YouTube. Er improvisiert am Klavier und dichtet kurze Reime auf den jeweiligen Chatpartner. Meistens wird dies nach einer kleinen Schrecksekunde sehr positiv aufgenommen und die Leute freuen sich über die Aufmerksamkeit die Ihnen zu teil wird.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,685374,00.html

The Blogpaper

geschrieben von s2reblae in Allgemeines, Internet, Printmedien, Weblogs2 Kommentare »

Aus Blogbeiträgen eine gedruckte Zeitung machen. Das ist die Idee einer britischen Online-Community namens Blogpaper.  Funktionieren soll das Ganze folgendermaßen: Auf der Online-Seite von Blogpaper kann jeder seine Blog-Beiträge posten, die dann anschließend von den Mitgliedern der Community kommentiert und bewertet werden. Die Community entscheidet damit darüber, welche Blog-Beiträge zunächst auf der Titelseite des Web-Auftritts und dann anschließend in der gedruckten Version erscheinen.

Das Geschäftsmodell der Blogpaper entspricht in etwa dem einer werbefinanzierten Gratiszeitung. Die gedruckte Version soll dann nämlich kostenfrei in der Londoner Innestadt verteilt werden.

Nach eigenen Informationen hat die Blogpaper das Ziel, die erste “user-generated newspaper” in London zu sein. Nach ihrer Philosophie sollen nicht wenige Einzelne darüber entscheiden was die Mehrheit rezipiert, sondern die Mehrheit selbst. Eine Redaktion gibt es nicht. Die Entscheidung darüber was auf die Titelseite der Ausgabe kommt fällt einzig und allein die Community.

Testversionen der Zeitung sind bereits erschienen, bislang scheint sie aber noch weit davon entfernt zu sein auch regelmäßig zu erscheinen. Natürlich auch, weil sie wesentlich davon abhängig ist, dass sich genügend Leute im Netz dafür  interssieren.

Für und wider der sozialen Netzwerke

geschrieben von s2aageis in Internet, Kommunikationsformen, Zukunft des InternetKeine Kommentare »

Soziale Netzwerke. Es gibt wahrscheinlich kaum jemanden aus der heutigen Internet-Generation, der nicht einen Account bei StudiVZ, Facebook oder Twitter hat. Vielleicht sogar bei allen dreien, wobei das lediglich drei der bekanntesten Plattformen sind. Kommunikation über soziale Netzwerke ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Schaut man dieser Tage nach Berlin, so wird man feststellen, dass es eine Anhängerschaft sozialer Netzwerke gibt, die das ganze im Extrem lebt. Es ist ?Social Media Week?. Vom 1. bis 5. Februar findet man iPhone fixierte, twitternde, bloggende Fans des social networking in der deutschen Hauptstadt. Da diese Anhänger rund um den Globus zu finden sind, wie auch das Internet, findet die ?Social Media Week? zeitgleich in Toronto, Sao Paolo, London, New York und San Francisco statt. Auf der fünftägigen Konferenz werden Themen rund um soziale Netzwerke diskutiert, zum Beispiel wie die Vergangenheit aussah und die Zukunft sein könnte.

Bei der Veranstaltung sind so genannte ?firstmover? zu finden, die per iPhone immer bei Twitter oder Facebook aktuell posten. Eine Nachricht ist dabei erst wichtig, wenn ?retweetet? wird und dann muss das ganze möglichst in Echtzeit gelesen und beantwortet werden. Eine schnelllebige Angelegenheit, jedoch keine Seltenheit. Dem Mitteilungsdrang des Menschen ist seit der Einführung des iPhones und dem Bestehen von Twitter und Co keine Grenze mehr gesetzt. Zu jedem Zeitpunkt und ortsunabhängig kann eine kurze Meldung über Befinden, Gedanken, Meinungen oder was auch immer gerade beschäftigt im Internet abgesetzt werden. Welch ein Segen.

Was dem ?normalen? Nutzer übertrieben vorkommen mag, ist für andere fast schon vergleichbar mit einer Religion. Zumindest gibt es eine Anhängerschaft, die ohne soziale Netzwerke nicht mehr kann. Ob Prominente oder der Nachbar von nebenan: Die Welt zwitschert was das Zeug hält.

Das wissen auch die Betreiber dieser Plattformen und sehen hier neues Werbepotential, welches gewinnbringend verkauft werden kann. Zum Beispiel wurde auf der ?Social Media Week? eine Werbekampagne von ?Burger King? vorgestellt: Trennt man sich von zehn Facebook-Freunden bekommt man einen Burger. Wo und wann diese Kampagne startet, darüber wird nichts gesagt. Aber eins ist klar: Das dem User zu verkaufen ist wesentlich billiger, als einen aufwendigen TV-Werbespot zu drehen. Soziale Netzwerke bieten also ein ganz neues Potential für die werbende Branche.

Soziale Netzwerke sind Segen und Fluch zu gleich. Diejenigen die sich mitteilen wollen können das unbegrenzt tun, auch wenn das bei manch anderen Kopfschütteln auslöst. Für Betreiber sozialer Netzwerke und deren Werbekunden gibt es keine günstigere Anhäufung von potentiellen Kunden. Gewinnt scheint vorprogrammiert zu sein. Auf Kosten der Nutzer? Die Zukunft wird es uns zeigen.

Quellen:

http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E9C16B77480DB4615A0DB5885F5CA88F4~ATpl~Ecommon~Scontent.html

http://socialmediaweek.org/berlin/blog/

Wieviel Meinungsfreiheit steht Journalisten zu?

geschrieben von s2krjank in Allgemeines, Internet, KommunikationsformenKeine Kommentare »

Dürfen Journalisten als Privatpersonen soziale Netzwerke wie Xing, Twitter, Facebook, etc. benutzen? In den USA nicht! Hier musste ein leitender Redakteur der Washington Post seinen Twitter Account löschen, weil er dort liberal-politische Ansichten vertrieb. Dem Arbeitgeber hat das ganz und gar nicht gepasst. Auch die New York Times und BBC haben strikte Richtlinien eingeführt, wie sich ihre Journalisten in sozialen Netzwerken zu verhalten haben. Hier ist man der Meinung, dass die Veröffentlichung der persönlichen Meinung der Angestellten Einfluss auf das Image des Unternehmens habe und somit die Glaubwürdigkeit darunter leide.
In Deutschland gibt es solche Richtlinien bislang nicht, allerdings spalten sich hier die Geister. Immerhin stehe auch Journalisten Meinungsfreitheit zu, solange diese im eigenen Namen ausgesprochen wird. Voraussetzung ist aber, dass die Karten offen auf den Tisch gelegt werden. Es muss von Anfang an klar sein, dass es sich um die Privatperson handelt. Auch die Identität als Journalist sollte nicht verheimlicht werden. Diese Transparenz macht es möglich, dass das Unternehmen und dessen Glaubwürdigkeit unberührt bleiben.

Meiner Meinung nach ein heikles Thema. Da kann ein unbedachtes Statement schnell falsch verstanden werden und schon steht der Ruf des Journalisten, wenn nicht sogar des gesamten Unternehmens auf dem Spiel. Allerdings würde ich nicht soweit gehen wie in den USA und eine Nutzung von sozialen Netzwerken verbieten. Vielleicht sind ja Richtlinien für das Verhalten keine so schlecht Idee. Transparenz würde ich dann an erster Stelle setzen, weil es ohne Transparenz ziemlich schwierig ist den Journalisten von der Privatperson zu unterscheiden.

Quelle: http://www.journalist.de/ratgeber/handwerk-beruf/tipps-fuer-den-berufsalltag/wenn-berufliches-und-privates-verschwimmen.html

“Wenn Ihr Kind wach ist, ist es wahrscheinlich online”

geschrieben von s2krjank in Allgemeines, Fernsehen, Internet, Kommunikationsformen, Medienkritik, MedienwandelKeine Kommentare »

Eine aktuelle Studie in den USA hat jetzt festgestellt das die Mediennutzungsdauer von Jugendlichen zwischen 8 und 18 Jahren auf über siebeneinhalb Stunden angestiegen ist. Noch vor fünf Jahren war es eine ganze Stunde weniger. Ein Ergebnis mit dem keiner gerechnet hat, denn die Forscher waren sich schon bei der letzten Untersuchung einig, dass die Nutzungsdauer ihren Höhepunkt erreicht hat. Denn mehr Zeit kann den Jugendlichen täglich gar nicht zur Verfügung stehen, war damals die Begründung. Grund für den starken Anstieg liegt in der verstärkten Nutzung von mobilen Endgeräten bei den Jugendlichen. Darauf hin war die Headline der New York Times zu dem Bericht über die Studie: “Wenn Ihr Kind wach ist, ist es wahrscheinlich online”
Doch wieviel Mediennutzung ist zu viel?
Die Forscher stellten auch fest, dass die Nutzung von den Eltern beeinflusst werden kann. Auch hier haben die Eltern eine Vorbildfunktion und können außerdem Verbote aussprechen und somit die Mediennutzung bewusst reduzieren. Doch ist das notwendig? Michael Rich, Kinderarzt eines Kinderkrankenhauses in Boston, und Leiter des Zentrums für “Medien und Kindergesundheit”, ist der Meinung dass man einfach akzeptieren soll, dass Medien ein Teil ihres Lebens geworden sind
“So wie die Luft, die sie atmen, das Wasser, das sie trinken und das Essen, das sie zu sich nehmen.”

Natürlich liegt die angemessene Mediennutzungdauer nicht nur im ermessen der Eltern, dennoch haben diese, im Normalfall, den besten Blick für ihr Kind und was ihm gut tut. auf jeden Fall sollte dieses Gebiet weiterhin genauer erforscht werden, um mehr über die Wirkung in Erfahrung zu bringen und damit Kinder besser schützen zu können. Allerdings denke ich, dass es in erster Linie nicht darauf ankommt wieviel die Kinder Medien konsumieren, sondern welche Inhalte. Denn diese können schon nach kurzer Zeit Schäden ausrichten.

Quelle: www.pro-medienmagazin.de

Neue Europamagazine auf Arte sollen Medien zusammenführen

geschrieben von bros2202 in Fernsehen, Internet, Kommunikationsformen1 Kommentar »

?Der Blogger? und ?Yourope? ? die Namen sind Programm. Ab Januar sendet Arte diese beiden neuen Infomagazine, die gezielt das Wechselspiel zwischen den Medien nutzen. Ideen die sich im Netz entwickeln, sollen auf den Sender geholt werden, so Christoph Hauser, Programmdirektor von Arte. Die neuen Technologien, wie Blogs, Twitter und Facebook werden sich in den Magazinen wiederfinden, so zieht der Blogger seine Ideen direkt aus dem Netz, aber auch als Plattform für weitere Diskussionen dienen. So soll ?Yourope? bewusst nicht mit der Ausstrahlung enden, sondern in Foren und Blogs weitergeführt werden. Thematisch drehen sich beide Magazine um europäische Fragen und natürlich die neuen Medien. Die erste Sendung von ?Yourope? wird zum Beispiel den sozialen Netzwerken gewidmet sein und unter anderem unter dem Stichwort Studentenprotest 2.0 die Rolle der sozialen Netwerke im Bildungsstreik darstellen.

Arte zeigt sich somit wieder einmal innovativ und steckt sich hohe Ziele. Ob diese neuen Formate erfolgreich sind und gelungen präsentiert werden, wird sich bald zeigen. Zu sehen sind die beiden Magazine ab dem 9. Januar: ?Der Blogger? läuft jeden Samstag um 14 Uhr, ?Yourope? sonntags um 17:45 Uhr.

Quelle: Arte Magazin, 1.2010

Springer-Verlag bricht gefährliches Tabu

geschrieben von jbnickschas in Internet, Medienwandel, Online-Magazine6 Kommentare »

Die Stammleser der Onlineportale des “Hamburger Abendblatts” und der “Berliner Morgenpost” erwartete heute eine böse Überraschung: Ab sofort sollen sie für das Lesen von Online-Artikeln bezahlen! Damit bricht der Springer-Verlag ein in der Branche lange diskutiertes und unangetastetes Tabu – Schlagwort: “Paid Content”. Ob man sich damit einen Gefallen getan hat, darf bezweifelt werden. Die Leser jedenfalls können nicht glauben, was ihnen da gerade widerfährt.

Die Kommentare zum “In eigener Sache”-Text des stellvertretenden “Abendblatt”-Chefredakteurs Matthias Iken spiegeln blanke Entrüstung. Iken rechtfertigt darin die Entscheidung, die Online-Inhalte ab sofort auch nur gegen Bezahlung anzubieten. Das neue Konzept enthält ein Online-Abonnement für 7,95, bzw. 4,95 Euro im Monat. Wer die nicht zahlt, kann viele Artikel von Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost nicht mehr lesen. Immer wieder fällt das Wort Qualitätsjournalismus. Den könne man nicht länger umsonst anbieten, so das Argument. Im Weiteren fragt Iken: “Ist es zu viel verlangt, in Zeiten, wo aufgeschäumter Kaffee im Pappbecher drei Euro kostet oder das Telefonvoting für sinnbefreite Casting-Shows mindestens 50 Cent, für das Produkt Qualitätsjournalismus knapp 30 Cent am Tag zu bezahlen?”

Die empörten Leserkommentare stehen zu Recht unter Ikens Kommentar. Derart frech hat schon lange niemand mehr seine Leser vergrault, denn der mitschwingende Unterton enthält nichts anderes als die unmissverständliche Botschaft: “Zahlt gefälligst endlich für das, was wir euch hier bieten!” Man mag vielleicht der Ansicht sein, dass dieses Ansinnen gar nicht so verkehrt klingt. Schließlich ist auch das Erstellen und die Pflege eines Onlineportals viel Arbeit, die entlohnt werden sollte. Doch wer meint, das Problem dadurch lösen zu können, indem er von heute auf morgen Bezahlschranken auf seine Internetseite setzt und die Leser direkt zwingen will, für den gestern noch kostenlosen Inhalt zu bezahlen, wird nur eins erreichen: Den Verlust der bisherigen Stammleserschaft und die Abschreckung zukünftiger Leser.

So lassen auch schon die ersten Lesermeinungen erahnen, welch dunkle Wolken auf den Verlag zuziehen:

“Dieses Geschreibsel von Herrn Iken ist so unverforen und frech, dass ich sofort mein Print-Abo kündigen werde. Zu versuchen, Euer hinfälliges Geschäftsmodell zu retten, ist eine Sache. Es ist das gute Recht des Abendblatts, mit Bezahlinhalten herum zu experimentieren. Von mir aus auch auf so einem Amateuerniveau. Aber das in ein derartig arrogantes, staatstragendes Geheuchel im scheinbaren Dienste übergordneter Werte zu hüllen, ist einfach nur jämmerlich!”

“Solange es weiterhin kostenfreie Alternativen gibt, wird ein kostenpflichtiges Abo nicht funktionieren. Über die Qualität läßt sich immer streiten. In diesem Sinne, bye,bye, HA!”

“Ihr habt sie doch nicht mehr alle….zurück zur realität!”

“Was ueberlebt wohl nach dem arroganten und rotzfrechen Artikel von heute laenger? Herr Iken oder des HA-Paid Content-Modell? Ich gebe beiden maximal noch ein halbes Jahr. Wer so paztig seine Leser angeht, der verbindet sein Schicksal zwangslaeufig mit dem Erfolg des neuen Geschaeftsmodells. Im Sommer 2010 koennte Herr Iken daher viel Zeit zum Bloggen haben…”

Der letzte Kommentar beweist wohl eindeutig, dass der Springer-Verlag mit dem Einstieg in das Paid-Content-Modell eine Tür aufgestoßen hat, hinter der sich ein tiefer Abgrund verbirgt. Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, ob es ihnen gelingt, nicht hinabzustürzen – oder ob ein schneller Rückzug nicht die bessere Lösung wäre.

Quellen: dwdl.de / meedia.de / abendblatt.de

YouTube Direct – die Zukunft des Bürgerjournalismus?

geschrieben von adam2c01 in Allgemeines, Fernsehen, Internet, Kommunikationsformen, Medienwandel, Qualität, Seminarlinks3 Kommentare »

Man mag dazu stehen, wie man will, bestreiten kann man es aber nicht: Bürgerjournalisten sind längst ein fester Bestandteil der weltweiten Medienlandschaft geworden. Während die einen begeistert sind aufgrund der Möglichkeiten, die der Citizen Journalism eröffnet (z.B. unmittelbarere Berichterstattung, persönliche Eindrücke von Zeugen), werden immer wieder Stimmen laut, die im Tun von Bürgerjournalisten eine Gefahr für die Glaubwürdigkeit der Nachrichtenberichterstattung sehen.

Der Online-Videodienst YouTube möchte hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, die Zusammenarbeit zwischen Bürgerjournalisten und Medienhäusern zu vereinfachen und verbessern. YouTube Direct, heißt der neue Dienst, der extra zu diesem Zweck eingerichtet werden soll. Der Mediendienst kress schreibt bzgl. der Intention, die die YouTube-Betreiber mit YouTube Direct verfolgen:

YouTube Direct soll es Betreibern von Internet-Seiten ermöglichen, interessante Clips direkt bei den Usern anzufordern, diese auf ihre Glaubwürdigkeit hin zu checken und zu veröffentlichen.

Ein, wie ich finde, sehr interessantes Projekt. Man darf gespannt sein, ob es dazu beiträgt,  die Zusammenarbeit zwischen Bürgerjournalisten und Medienhäusern sowie den Ruf des Bürgerjournalismus, was die Glaubwürdigkeit angeht, zu verbessern.

Wer genauer wissen will, was sich hinter YouTube Direct verbirgt: Auf YouTube findet sich ein Video, das den neuen Mediendienst kurz und knapp erläutert.

Maulkorb für Lahm?

geschrieben von s2pesaue in Kommunikationsformen, Medienkritik, PrintmedienKeine Kommentare »

Philipp Lahm, deutscher Fußballnationalspieler und Spieler des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München, hat mit seiner Kritik am Vorstand des FC Bayern für Sprengstoff gesorgt. In der Samstagsausgabe der Süddeutschen Zeitung äußerte sich Lahm dezidiert über die Lage des kriselnden Vorzeigeclubs. Unter anderem warf er der Bayern Chefetage eine mangelnde Philosophie und eine verfehlte Transferpolitik in den vergangenen Jahren vor. Das Interview war nicht, wie sonst üblich, vom Verein organisiert und authorisiert worden. Uli Hoeneß, Manager der Münchner, ließ bereits am Rande der Bundesligapartie gegen den FC Schalke 04 verlautbaren, dass Philipp Lahm dieses Interview noch bereuen werde.

Nach dem er zu Beginn der Woche zum Rapport in die Vorstandetage musste, erhielt Lahm eine saftige Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro. Dies nahm der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) zum Anlass dem FC Bayern ?Maulkorbpolitik? vorzuwerfen. Zur öffentlichen Meinungsbildung sei es ?unerlässlich, dass auch Spieler mit ihren Ansichten dazu beitragen? können.

Darf ein Spieler, also ein Angestellter, sich so deutlich und in der Öffentlichkeit über mögliches Fehlverhalten seiner Chefs äußern? Was würde mit einem ?normalen? Arbeitnehmer geschehen, der sich z.B. bei Opel oder Karstadt so über die Arbeit des Vorstands äußern würde?

Quelle:

http://www.tz-online.de/sport/fc-bayern/journalisten-verbandwirft-bayern-maulkorbpolitik-524313.html

http://www.sueddeutsche.de/sport/566/493908/text/

Zusammenarbeit der Saarbrücker Zeitung und des Saarländischen Rundfunks

geschrieben von s2ekkara in Internet, KommunikationsformenKeine Kommentare »

Die Saarbrücker Zeitung und der Saarländische Rundfunk haben sich für eine bislang eher ungewöhnliche Kooperation entschieden und  werden zukünftig bei ihren Online-Angeboten kooperieren. Ab sofort wird das Nachrichtenportal ?www.saarbruecker-zeitung.de? regionale TV-Beiträge aus dem SR-Fernsehen übernehmen.

Die Entscheidung wurde am Freitag auf einer Pressekonferenz in Saarbrücken bekanntgegeben. Beiträge des Saarländischen Rundfunks können damit über die Online-Seiten der Saarbrücker Zeitung abgerufen werden. Der SR wird die Videos aus seinem Online-Angebot als Link zur Verfügung stellen. Das würde es den Nutzern ermöglichen, selbst zu entscheiden, zu welchem regionalen Ereignis sie mehr erfahren wollen und wieviel sie sich ins Thema vertiefen werden.  Es wurde versichert, dass das Umfeld der SR-Videobeiträge auf der Online-Plattform  der Zeitung gemäß Rundfunkstaatsvertrag werbefrei bleiben wird.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Saarbrücker Zeitung, Joachim Meinhold, bewertet  die Entscheidung sehr positiv, da er die Meinung vertritt, dass sich Qualitätsjournalismus heutzutage multimedial präsentiert.

Ich finde die Entscheidung auch gut, auch deshalb, weil es klar ist, dass bei der nachwachsenden Generation das Internet die Informationsquelle ist, die am stärksten den täglichen Medienkonsum prägt. Von daher ist es nicht nur sinnvoll, klassische Medien in der Online-Welt zu verankern, sondern vor allem einen Zugang zu den regionalen Medien zu ermöglichen, auch mit der Möglichkeit zur Vertiefung. Außerdem sind sowohl die Zeitung, als auch der Rundfunk schon Institutionen im Saarland und können jetzt auf diese Art und Weise von der Bekanntheit und der Beliebtheit des anderen profitieren und neue Nutzer für sich gewinnen.

Quelle: http://www.sr-online.de/dersr/117/984699.html

stern.de “backlauncht” zu klassischer Webseitenstruktur

geschrieben von bart2c01 in Online-MagazineKeine Kommentare »

Der Onlineableger der Gruner+Jahr-Marke stern setzt ab dem kommenden Wochenende auf die klassische Navigationsstruktur deutscher Nachrichtensites.
Der Versuch mit dem auffälligen Headlinemodul im Dachbereich oberhalb der Navigationsleiste (vgl. aktuelles stern.de) ist anscheinend gescheitert. Das belegen auch die Nutzungszahlen. Somit geht das Magazin sozusagen back to the roots und setzt auf die auch durch Usability-Studien als vorteilhaft verifizierte klassische Struktur der Konkurrenz aus dem Hause Spiegel und Burda (s. Dummie).
Es bleibt interessant zu beobachten, ob dieser “Backlaunch” von stern.de die miserablen Reichweitenzahlen verbessern kann.

Quellen: Horizont, alexa

Warum Blogs in Deutschland keine Chance haben…

geschrieben von Sarah in Internet, Kommunikationsformen, Weblogs, Zukunft des Internet1 Kommentar »

Wer kennt Felix Salmon? In Deutschland vermutlich kein Mensch. In den USA hat es der Niemand aus New York City zu Ruhm und Berühmtheit gebracht. Ganz nach dem Geschmack der Amerikaner und ihres American Dream. Nicht aber als erfolgreicher Jungunternehmer wie man es aus den USA kennt. Der Quell seiner Popularität ist sein Wirtschafts- und Finanzblog, der mittlerweile zu den erfolgreichsten Blogs zählt. Seine Meinung über die Branche scheint gefragt.

Vor kurzem hatte die Redaktion von Medien Monitor die Ehre, einen Beitrag über den berühmten Blogger zu schreiben. Darin zählt er zehn Gründe auf, weshalb Blogs in Deutschland angeblich nicht so populär sind wie in den Staaten und seiner Meinung nach auch niemals sein werden. Zu den Gründen zählt Salmon unter anderem eine zu starke Fixierung auf Status, Hierarchie und qualifizierten Äußerungen, Desinteresse deutscher Wirtschaftsgrößen an der Meinung des Volkes, mangelndes Selbstvertrauen der Deutschen bis hin zu dem Punkt, dass uns die Ferien zu wichtig sind als dass wir sie mit bloggen verbringen.

Das Ganze liest sich wie das kleine 1×1 des Bloggens, recht amüsant wie ich finde. Der gute Herr Salmon sagt uns, was wir falsch machen und wie es richtig geht. Mir drängt sich aber der Verdacht auf, als wäre er – Tag ein Tag aus – so eifrig mit bloggen beschäftigt dass ihm glatt die Zeit fehlt, sich ernsthaft mit der deutschen Blogosphäre auseinander zu setzten. Was denkt ihr über seine 10-Punkte-Liste? Ein Tip: werft auch mal einen Blick in die Kommentare!!

http://www.medien-monitor.com/Deutschland-ist-keine-Blogosph.1382.0.html

http://blogs.reuters.com/felix-salmon

http://www.felixsalmon.com

Twitter for life?!

geschrieben von roms2201 in Internet, Weblogs2 Kommentare »

Twittern. Ein Begriff, der mittlerweile wie selbstverständlich in unseren Sprachgebrauch übergegangen ist. 40 Millionen User weltweit nutzen bereits den Blogdienst. Noch in diesem Jahr soll mit bezahlten Firmenaccounts Geld verdient werden.

Bislang ist Twittern noch kostenlos. Jeder, der will, kann sich ohne versteckte Kosten anmelden und lostwittern. Doch nicht nur private User nutzen den Dienst, sondern auch geschäftliche Größen wie Lufthansa, TUI oder Otto.

Doch schon bald könnte der Zugang nicht mehr kostenfrei sein: In der Nacht zu Freitag startete Twitter eine Informationsplattform namens “Twitter 101 for Business“. Sie dürfte der erste Schritt sein, um Unternehmen für die Benutzung zahlen zu lassen, stellt zeit.de fest. “Der nächste logische Schritt sind Unternehmens-Accounts gegen Geld”, meint auch Nicole Simon, Autorin eines Twitter-Buchs und Web-Beraterin.

Bis zum Jahr 2013 will Twitter weltweit über eine Millarade Nutzer vorweisen können. Die Idealvorstellung: jeder User soll einen Dollar bezahlen. Woher der plötzliche Meinungsumschwung? Die Antwort ist relativ einfach: Bisher erzielt der Dienst keine Einnahmen.

Ob Twitter nach der Einführung eines Kostenbeitrages immer noch so hohe Wellen schlagen wird, wie bislang (z.B. Tod von Michael Jackson zuerst getwittert etc.) mag ich an dieser Stellen einmal bezweifeln.

Interaktives Storytelling

geschrieben von j_salm in Internet, Kommunikationsformen, Medienwandel, Qualität, Zukunft des InternetKeine Kommentare »

Viel diskutiert wurde im Seminar über interaktive Darstellungsformen. Unter http://interactivenarratives.org/ sind einige Beispiele abrufbar. Vorstellung dreier bemerkenswerter Online-Features.

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