WDR Rockpalast

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Facebook geht milliardenschwer an die Börse. Ob das gut geht, keine Ahnung. Ich bin kein Börsenprofi. Wenn der Erfolg jedoch von den Mitgliedern abhängt, dann kann es aber jetzt schon eher klappen: Seit kurzem ist der WDR Rockpalast auf Facebook vertreten.

Was ist der Rockpalast? Wie fast alles bedeutsame in der Rockmusik selber entstand das Format des Westdeutschen Rundfunks in den 70er, genauer 1974 aus der Idee von Peter Rüchel und Regisseur Christian Wagner. Ein paar Jahre später waren dann die “Rocknächte”, die der WDR dann ausstrahlte, in der Essener Grugahalle ein fester Begriff in der deutschen Musiklandschaft geworden. In der Anfangszeit sendeten ARD und WDR sogar noch parallel zum Fernsehen den Konzertton, damit die Zuschauer über die heimische Stereoanlage auf ihre Hörkosten kamen. Heute zeigt der Rockpalast jede Sonntagnacht ein aktuelles Konzert, aus einer Halle oder von einem Festival wie Wacken oder Rock am Ring, und beschränkt sich dabei nicht mehr nur auf Rock, demnächst wird der Hype-Wellen-Surfer Cro zu hören sein.

Ein fast 40 Jahre altes Format findet also den Weg nach Facebook, und auch die Internetseite vom Rockpalast kann sich durchaus sehen lassen. Konzerte bis zurück ins Jahr 2004 können hier angesehen werden, alte Aufnahmen aus den 70ern und 80ern. Das freut den Liebhaber von Dinosauriermusik.

Quellen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/das-soziale-netzwerk-facebook-definiert-preisspanne-fuer-boersengang-a-831249.htmlhttp://www.wdr.de/tv/rockpalast/index.jsphttp://www.rockpalastarchiv.de/welcome1.htmlhttp://www.facebook.com/pages/Rockpalast/371082536270295

Bloggingfieber erfasst Tagesschau

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Die Internetpräsenz der Tagesschau will attraktiv sein und geht daher mit dem Trend, indem sie auf den Zug der Internetblogs aufgesprungen ist. Schons seit einiger Zeit können wir daher auf der Website einen Reiter mit der Aufschrift „Blog“ bewundern.

Wer die Tagesschau kennt, der wundert sich angesichts dessen vielleicht etwas. Bei dem Titel der Nachrichtensendung klingelt höchstens der allbekannte Eröffnungsjingle im Ohr, nicht aber die Assoziation mit Blogs.
Die Tagesschau ist die älteste Nachrichtensendung Deutschlands und wurde gestern von immerhin 3,55 Mio. Deutschen verfolgt. Sie gilt als seriös und wird im Vergleich zu den Nachrichten der Privatsender als etwas steif beschrieben.
Vielleicht ist es genau dieses etwas konservative Image, dem durch den Interblog entgegengewirkt werden soll. Aber genug der Spekulation über die Martketingstrategie der ARD.
Die Blogeinträge werden von den Auslandskorrespondenten der Tagesschau geschrieben. Es gibt auch eine Vlogversion, die im Vergleich zu vielen im Internet zur Verfügung stehenden Vlogs nicht nur eine Person vor krisseligem Hintergrund zeigt, sondern professionell gedreht und geschnitten ist. Man merkt also, dass das Projekt der Tagesschauredaktion durchaus wichtig ist und an finanziellen Mitteln nicht gespart wird.
Was die Themenauswahl angeht, so findet man diverse Bereiche wieder.
Hier einen Bericht über Deutsche Fahrzeuge in Afghanistan, dort über einen Gitarrenhersteller in Polen. Die Sprache der Korrespondenten passt sich sowohl in den Vlogs als auch in der schriftlichen Ausgabe dem jeweiligen Thema an.
Im Blog „Paris, c’est la vie“ beschreibt Michael Strempel klar und nüchtern die Wahl des französischen Präsidenten, während sein Kollege aus New Delhi seine Geschichte vom gebrochenen Arm locker zum Besten gibt:

„Am nächsten Tag ins Krankenhaus. Moderner als in Deutschland. Die Notaufnahme bestand aus vielen Betten, durch Vorhänge getrennt. Vielleicht fünf Ärtze bestaunten meine Hand, bis der Orthopäde kam. Ein Gips, dann nochmal röntgen. Den bereitstehenden Rollstuhl lehnte ich ab. Was niemand verstehen konnte.“

Deutlich wird an diesem Beispiel: so subjektiv geschrieben der Text auch ist, er schafft es die Distanz zwischen New Delhi und Trier kleiner wirken zu lassen.
Durch das lockere Geschreibsel des Korrespondenten über sein (nach Nachrichtenfaktoren als unbedeutend einzustufendes) persönliches Indienereignis erfährt man ein Stück vom Alltag des Landes, was zum besseren Kulturverständnis nie schaden kann.
Klar dabei sollte aber eben sein, dass ein Blog keine ausschließlich auf Information ausgerichtete Nachrichtensendung ist und daher die Perspektive des Autor beim oft lustigen Geplauder noch mehr zum Tragen kommt als bei der herkömmlichen Fernsehtagesschau.

Für mich sind die Korrespondentenblogs ein schönes, gut aufgemachtes Extra, das zwar etwas aus dem Rahmen der Internetpräsenz der Tagesschau fällt, aber nicht minder interessant ist.
Wer einmal hereinschauen will, der sollte also im Klaren sein, dass es sich speziell bei den Vlogs eher um Entertainment als Nachrichten handelt.

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Strempel, Michael: Wenn aus Merkozy Merkollande würde … (18.04.2012): http://www.tagesschau.de/videoblog/paris_cest_la_vie/videoblogparis168.html (abgerufen am 20.04.2012)

Halász, Gábor: Unfall, Gips und was ich über Indien lernte (11.01.2012): http://blog.tagesschau.de/author/halasz/ (abgerufen am 20.04.2012)

Quoten der ARD: http://www.daserste.de/programm/quoten.asp (abgerufen am 20.04.2012)

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Ein russischer Kater macht Kunst?!

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Themenknappheit? fehlender Humor? Trierfantiker? Ich weiß nicht was spielgel-online sich bei diesem Bericht gedacht hat. Das Thema ist eine rote Katze, die sich in berühmten Gemälden ein gemütliches Plätzchen sucht, um die russische Internetgemeinde zu belustigen.

Die Petersburger Künstlerin Swetlana Petrowa erbte nach dem Tod ihrer Mutter deren heißgeliebten und gut gefütterten Kater “Zarathustra”. Der lustige Kater half ihr über den Verlust hinwegzukommen und eine Freundin schlug ihr vor mit dem Kater Kunst zu machen. Nicht im Sinne von Trauerbewältigung, sonder eher im Sinne von lustigen Collagen. Da der Street-Arterin dies zu gewöhnlich erschien, bediente sie sich Photoshop und schon räkelte sich die dicke Katze mit der Haremdienerin auf dem Gemälde von Jean-Auguste-Dominique Ingres (1814) “Die große Odaliske”.

Diese Werke nutzt die Künstlerin gleichzeitig als Werbung für ihre Website www.Factart.ru. Durch die Übersetzung mancher Sprechblasen des Katers ins Englische gewann sie in Großbritannien mehrere Fans. Das Erfolgsgeheimnis? Laut Swetlana sei die Katze ein Wesen, was Menschen von Geburt an bis zum Tode lieben. Sie macht sogar deutlich, dass sich Katzen besser verkaufen als Sex. Dies ist meiner Meinung nach eine eindeutige Hommage an ihren geliebten Kater, jedoch auf keinen Fall eine weit verbreitete Meinung. Gut, es gibt die beliebte Comicfigur “Garfield” aber steht dieser über der überaus gut laufenden Pornografieszene?!

Eines hat die Künstlerin mit Sicherheit bewirkt. Die Betrachter der Neuinterpretationen werden mit den alten, berühmten Gemälden in Verbindung gebracht und bringt evtl. den Ein oder Anderen auf die Recherche nach dem Original. Ob jetzt der Kater als indirektes Bildungsobjet gilt ist zwar weit hergeholt, aber das einzige Positive (außer der Publicity für die Künstlerin und deren Festivals) an diesem Kunstprojekt. (Und erklärt den Spiegel-Artikel)

Quellen:

www.spiegel.de

www.factart.ru

 

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Facebook Weltherrschaft

geschrieben von in Internet, Kommunikationsformen, Medienkritik, Medienwandel, Qualität1 Kommentar »

Das woran Pinky und der Brain sich Nacht für Nacht abrackern, ist Facebook inzwischen fast gelungen. Die Weltherrschaft an sich zu reißen. Basierend auf Daten von Alexa und Google Trends macht sich der Italiener  Vincenzo Cosenza seit einiger Zeit die Mühe, eine Weltkarte der Social Network Herrschaft zu erstellen. Und der Stand zeigt die Welt in Facebook Blau gefärbt.

Mir kamen bei dieser Karte ja Assoziationen an Darstellungen aus Guido Knopp Dokus die, Nazi Eroberungen im zweiten Weltkrieg anhand einer Karte animieren (Oder war das in Inglourius Bastards?). Um Irritationen vorzubeugen: ich möchte Facebook nicht mit den Nazis vergleichen, sondern spreche hier rein von einer visuellen Assoziation. Obwohl dieses Blog ja eigentlich prädestiniert ist für schlechte Vergleiche.

Betrachtet man die weltweite Entwicklung von Facebook in den letzten Jahren wird deutlich, wie lokale soziale Netzwerke nach und nach verdrängt wurden. Ähnlich wie es in Deutschland mit StudiVZ passiert ist. Nun wurde auch in Brasilien das soziale Netzwerk von Google Orkut (weiß eigentlich irgendwer warum sich das außerhalb von Brasilien nie durchgesetzt hat, oder auch nur ansatzweise bekannt wurde?) vom Thron gestoßen. Es zeigt sich eine klarer Trend weg vom Pluralismus der Anbieter hin zum weltweiten Monopol eines Anbieters. Nämlich Facebook.

Eigentlich müsste ich ja jetzt hier diesem Blog gemäß mit einer umfassenden Medienschelte beginnen, da Medien ja so oder so immer irgendwie böse sind. Und klar, selbst wenn Mark Zuckerberg nicht der  unsympathischste Typ auf diesem Planten wäre, würde die Firmenpolitik von Facebook trotzdem jeden vor den Kopf stoßen, der sich um Datenschutz und Nutzerrecht interessiert.

Aber darüber hinaus wollte ich hier einfach mal zur Diskussion anregen und die These in Raum schmeißen, dass man mit einem Weltweit einheitlichen Sozialen Netzwerk, einer utopisch geeinten Welt ein Stück näher kommt.

via allfacebook.de

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HerUni.com: Ein Blog von Studentinnen für Studentinnen

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Immer öfter kommt die Frage auf, ob man das Schreiben für Weblogs bereits als Journalismus bezeichnen kann. Unabhängig davon, ob es als Journalismus bezeichnet wird oder nicht: die Beliebtheit von Weblogs nimmt immer mehr zu. Im Internet gibt es zahlreiche Blogs, an denen sich jeder, zu vielen unterschiedlichen Themen, beteiligen kann. Einer davon ist HerUni.com.

Screenshot von HerUni.com

HerUni.com ist ein Weblog von Londoner Studentinnen für andere Studentinnen. Gegründet wurde der Blog von den Studierenden Geraldine Haneine (London College of Fashion), Lorelei Marfil (London College of Fashion) und Jeff Lau (London College of Communication). Die Idee hinter HerUni.com ist es, den Londoner Studentinnen den Uni-Alltag zu erleichtern. Es gibt Artikel zu allen möglichen Themen, sei es Styling, Schönheit, Gesundheit, Liebe, Kultur, Freundschaft, Lifestyle, Finanzen, Neuigkeiten, und viele mehr. Dadurch erhalten Studentinnen nicht nur Hilfe zu bestimmten Themen, die sie gerade interessieren, sondern haben auch die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen und Artikel zu veröffentlichen. Gerade für Studentinnen, die sich gerne journalistisch betätigen, ist HerUni.com eine gute Möglichkeit, praktische Erfahrungen im Schreiben zu sammeln und Leser für die eigenen Artikel zu finden.
HerUni.com ist sehr erfolgreich. So gewann der Blog zum Beispiel im September 2011 den Preis für den besten Studentenblog (Cosmopolitan Blog Awards 2011).

HerUni.com: Gründerteam

Ich selbst schreibe seit September 2011 für HerUni.com. Dadurch, dass meine Schwester in London studiert und auch manchmal für HerUni.com schreibt, habe ich von dem Blog erfahren. Da ich begeistert von der Idee war, eigene Artikel schreiben und veröffentlichen zu können, hat meine Schwester nachgefragt, ob das geht – auch, wenn ich keine Studentin aus London bin. Es hat geklappt und ich habe einige Artikel für HerUni.com geschrieben.
Inzwischen denkt das Team von HerUni.com darüber nach, die Zielgruppe zu erweitern, und deshalb hat Geraldine Haneine mich gefragt, ob ich an meiner Uni auf HerUni.com aufmerksam machen könnte, so dass das Interesse, Artikel für HerUni.com zu schreiben, auch bei Studentinnen ausserhalb von London gesteigert wird. Ich dachte mir, dass der Trierer Medienblog eine gute Möglichkeit ist, um über HerUni.com zu berichten, gerade weil sicherlich hier viele an Journalismus/Bloggen interessiert sind. Vielleicht gibt es ja einige Interessenten. Mir macht es jedenfalls sehr viel Spass, Artikel für HerUni.com zu schreiben.

 

 

 

Quellen Bilder:
Die Bilder hat mir Geraldine Haneine für den Artikel per E-Mail zugeschickt.

Quellen Infos:

http://www.heruni.com/about-us/press-releases/

http://www.heruni.com/about-us/awards-media-network/

http://blog.aperto.de/sind-blogs-der-journalismus-von-morgen/

Vom Mobiltelefon zum Lebensberater

geschrieben von in Allgemeines, Kommunikationsformen, Medienkritik, Medienwandel4 Kommentare »

Es ist noch nicht lange her,
da war mein Leben öd und leer. (…)
doch plötzlich kam die Wende dann,
als ich in der Lotterie gewann.
Zwar nicht den Hauptgewinn, und keine Million,
doch neuen Lebenssinn, ein Funktelefon.

Oh Handy, seit du bei mir bist, fühl’ ich mich wichtig,
denn die Leute beachten mich, Handy, (…)“ [1]

Frei nach Peter Lustig: klingt komisch, is’ aber so. Neue Medien haben unser Verhalten zum Teil grundlegend verändert. Das Handy ist ein passendes Beispiel. Während früher kantige, schwere Kästchen mit dicken Antennenstäben als die Sensation galten, bekommt die heutige „Handy-Generation“ bei dieser Vorstellung nur große Augen. Schließlich bekommt man Handys inzwischen in Größen, denen diese Bezeichnung nicht mehr gerecht wird. Man sollte darüber nachdenken, den Neologismus „die Kleine“ (äquivalent zu „die Größe“) einzuführen.

„(…) Ich hab ein neues Handy, das ist so unglaublich klein,
es passt in vollem Umfang in ein Schnapsglas rein.
Wenn das Schnapsglas voll ist, stört das mein Handy nicht,
denn mein neues Handy ist völlig wasserdicht. (…)“ [2]

Doch mal ganz abgesehen davon, wie sich das äußere Design der Mobiltelefone im Laufe der Jahre verändert hat, erweiterte sich vor allem das Angebot – quasi die „inneren Werte“.

„(…) Mein neues Handy macht mein Leben zu ’nem Kinderspiel.
Durch dieses Handy ist für mich der Weg allein das Ziel.
Mein neues Handy macht mich zu ’nem völlig neuen Mann,
und es gibt nix, was mein Handy noch nicht kann.
(…) Flexibel ist mein Handy, und sparsam ist es auch:
Es kontrolliert im ganzen Haus den Gas- und Stromverbrauch.
Ich setz mein neues Handy auch als Fernbedienung ein.
Die Waschmaschine startet es inzwischen ganz allein.
Mein neues Handy lernt sehr schnell. Ich glaube fest daran,
dass es nach ’nem Software-Update Hemden bügeln kann. (…)“ [2]

Auch wenn die Innovation noch (?) nicht derartig weit ist, hat man es dennoch zu manch einer Funktion (inzwischen auch „App“) gebracht, die erstaunlich bis nützlich ist (u.a. „Tagesschau-App“, „Navigations-App“). Auf der anderen Seite wiederum, gibt es Dinge, die man doch eigentlich überhaupt nicht braucht, wie z.B. die Simulation eines Bierglases, das an „elektronischem Inhalt“ verliert, wenn man das Handy entsprechend neigt. Oder auch eine App, die das Geräusch eines elektrischen Rasierers imitiert, das sich bei Berührung im Klang anpasst. Die Meinungen zur Nützlichkeit bzw. Notwendigkeit dessen gehen selbstverständlich weit auseinander. Es ist letzten Endes eben eine Frage der Perspektive, Geschmackssache.

„ (…) Ich hab ein neues Handy, das rundherum besticht.
Nur telefonieren kann man damit leider nicht. (…)“ [2]

Doch dass wir (fast) alle einen Nutzen aus unseren Handys schlagen, ist nicht von der Hand zu weisen. Der ursprüngliche Grundgedanke lag einst darin, unterwegs telefonieren zu können. Doch schon die SMS geht über dieses Prinzip hinaus und ist doch eine praktische Alternative. Somit erweiterte sich das Angebot des Mobiltelefons von der synchronen Kommunikation des Telefonierens auf die asynchrone des Nachrichten-Schreibens aus. Ich selbst gehöre zu der Gruppe Menschen, die sich weitestgehend auf diese Dienste beschränken, zusätzlich fungiert mein Handy jedoch auch als Wecker. Durch die ausgesetzte Notwendigkeit der Anschaffung eines separaten Weckers (ob Nostalgiegerät oder Radiowecker) erlebe ich damit auch noch unschlagbare Vorteile: weniger Kosten (Anschaffung), weniger Kosten (Strom), weniger Kosten (ggf. Batteriebetrieb) und zusätzlich Energieersparnis. Ergo fühlte ich mich im Vorteil.
Dachte ich.

„ (…) Ja, du bist ein echter Hit.
Ich nehm’ dich überall hin mit:
In die Straßenbahn, ins Schwimmbad, ins Kino,
auch zum Fahrradfahr’n, ins Bett sowieso, (…)“ [1]

Bis ich kürzlich auf der Zugreise aus der Heimat nach Trier feststellen musste, mein Handy zu Hause liegen gelassen zu haben. Aufgrund der Tatsache, dass ich die Verwandtschaft binnen weniger Tage wiedersehen sollte, störte mich dieser Umstand wenig – bis ich mich an mein Handy als Wecker erinnerte. Da begann die Katastrophe: Fernseher und Stereoanlage sind – aufgrund zu hohen Alters – in diesem Dienst nicht funktionsfähig, auf einen separaten Wecker hatte ich ja verzichtet und Tageslicht bringt leider auch nichts. Mal ganz davon abgesehen, dass meine Veranstaltungen am nächsten Morgen um acht Uhr beginnen sollten – im Dezember ist man um diese Uhrzeit mit Tageslicht spärlich gesegnet, wenn überhaupt. Einzige Möglichkeit, gar nicht erst schlafen gehen? Verworfen wegen zu großer Gefahr, den Schlaf im Seminarraum nachzuholen.
Die Rettung nahte in der Verkörperung einer unersetzlichen Freundin: sie leihte mir kurzerhand ihr Handy. Eine gewisse Situationskomik und Ironie der Hilfestellung sind durchaus vorhanden…
Mein Fazit: es hat mich zutiefst erschrocken, wie situationsbedingt abhängig ich von meinem Handy war, obwohl ich mich nahezu ausschließlich auf die ureigenen Grundfunktionen dieses Gerätes beschränke. An der Lage geändert hat sich allerdings nichts: Morgen für Morgen bimmelt mich das kleine Telefon aus dem Schlaf, erinnert mich nur ab sofort regelmäßig daran, dass es Macht über mich zu haben scheint. Keine Herrschaft, aber Macht – schlimm genug.

„ (…) ohne dieses Handy wär
mein Alltag ziemlich leer.
Ich glaube sogar, dass mein ganzes Leben sehr schwer wär. (…)“ [2]

 

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Quellen:
[1] Wise Guys: Oh Handy. Von: Manilow, Barry (1971): Brandy. URL: http://www.wiseguys.de/songtexte/details/oh_handy/ , [12. Dezember 2011].
[2] Wise Guys (2010): Mein neues Handy. URL: http://www.wiseguys.de/songtexte/details/mein_neues_handy/, [12. Dezember 2011].

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Wenn der Weg zum Briefkasten zur Qual wird

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was gibt es Schöneres, als im Briefkasten handgeschriebene Post von einem Bekannten oder einem Freund zu erhalten? Dieses Phänomen tritt leider nur noch sehr selten auf…wer macht sich heutzutage schon die Mühe, Stift und Zettel in die Hand zu nehmen und einem lieben Freund ein paar nette Zeilen auf normalem Postwege zuzuschicken?
Da ist es doch viel einfacher und gemütlicher per E-Mail das Nötigste auf schnellstem Wege seinem “Gegenüber” mitzuteilen oder mal eben eine sms zu schreiben. Abgesehen davon dauert es ja je nach Entfernung noch ein paar Tage, bis der handgeschriebene Brief dann auch bei dem anderen angekommen ist.
Früher war es Gang und Gebe, sich nur über Briefpost zu verständigen - was blieb den Menschen damals auch anderes übrig? Trotzdem war es meiner Meinung nach viel persönlicher als heute. Was kann denn schon einen handgeschriebenen Liebesbrief auf  wunderschönem Briefpapier übertreffen? Eine E-Mail mit Kuss-Smiley etwa? Oft hat man wochenlang sehnsüchtig auf den Liebsten oder die Liebste warten müssen – ohne zwischendurch auch nur ein Wort von dem anderen zu hören – umso größer war dann aber auch die Wiedersehensfreude. Heute gibt es x-Möglichkeiten, mit Leuten aus der ganzen Welt jederzeit in Kontakt zu treten und diese auch noch über den Bildschirm zu sehen. Es ist schon erstaunlich, was sich im Laufe der Zeit alles getan hat. 
Aber jetzt nochmal zurück zum Brief: heute ist die Kommunikation über den herkömmlichen Postweg unvorstellbar und würde auch gar nicht mehr funktionieren. Wir sind viel zu sehr daran gewöhnt, alles sofort nachlesen zu können und jederzeit erreichbar zu sein. 
Es ist unumstritten, dass wir in der heutigen Zeit auf das Internet und die schnellen Kommunikationswege angewiesen sind. Trotzdem finde ich es schade, dass heute alles nur noch zügig und mit möglichst geringem Aufwand geschehen muss. Wer hat denn überhaupt noch Zeit und Lust, ”normale” Briefe zu schreiben?
Sogar die übliche Postkarte aus dem Urlaub kann mittlerweile ganz einfach auch per Internet verschickt werden – und das finde ich wirklich unpassend und übertrieben. Wenn schon keine Briefe mehr geschrieben werden, dann sollte man doch wenigstens dem Postkarten-Schreiben mit Hand treu bleiben! Im Urlaub müsste man dafür doch auch Zeit haben, oder?
Trotzdem bleibt auch Zuhause niemandem der Weg zum Briefkasten erspart, oder etwa doch? “Der E-Postbrief ist die Zukunft des Briefverkehrs: Online versenden und empfangen: einfach, sicher und vertraulich.” so lautet die Werbung für E-Postbriefe, ein Angebot der Deutschen Post…”ich gehe zum Briefkasten, ohne von der Couch aufzustehen.” (www.epost.de)
Wo der Weg zum Briefkasten zur Qual wird, bietet das Internet Hilfe an.

Egal was noch alles kommen mag, Fakt ist, dass die Angebote im Netz genutzt werden – je einfacher und bequemer, desto besser! Ich bin wirklich gespannt, was in der Zukunft noch alles passieren wird und wie einfacher die Kommunikationswege noch werden. Zurück zum Briefeschreiben wird es sicherlich nicht so schnell wieder kommen…

Uni Trier jetzt bei google+

geschrieben von in Allgemeines, Medienkritik, Medienwandel, Weblogs, Zukunft des Internet3 Kommentare »

Dass das Internet in der heutigen Zeit bereits eine elementare Rolle im Alltagsleben eines großen Teils der Gesellschaft eingenommen hat und sich weiterhin auf dem Vormarsch befindet, wurde hier im Medienblog unlängst diskutiert. Die Vielfalt an Internetangeboten ist faszinierend und erschreckend zugleich, denn scheinbar am laufenden Band werden neue Ideen bzgl. der Internetpräsenz entwickelt und ausgearbeitet. Verständlich, dass verschiedene Organisationen – so möchte ich es an dieser Stelle nennen – die grundlegenden Muster anderer Anbieter übernehmen – das Paradebeispiel ist und bleibt facebook. Das Prinzip ist einfach und (welt-)weit verbreitet: Eine Plattform wird erstellt und mit den unterschiedlichsten Funktionen zur Kommunikation und (Selbst-)Präsentation ausgestattet.

Wer erinnert sich nicht an die Zeiten, in denen das Internet in erster Linie ein Königreich für die Information war? Suchen und finden – erstellen und abrufen – hinnehmen und hinterfragen. Alles schien möglich. Sehr populär wurde in dieser Zeit die allseits bekannte Suchmaschine Google, deren Einfluss auf das alltägliche Leben bald so groß wurde, dass für sie eigene Redewendungen erfunden wurden (“Die Welt ist eine Google.”) und sie sogar einen Eintrag mindestens in der 25. Auflage (2011) des Duden bekam. In der Zwischenzeit hat sich bei Google einiges getan.

Von der reinen Suchmaschine für Informationen in reiner Textform wurde sie zu einer regelrechten Institution, was die Sammlung von Informationen angeht. Dies klingt zunächst danach, als habe sich nicht viel verändert. Doch es ist die Art und Weise wie Google mittlerweile vorgeht. Für GoogleMaps und GoogleStreetview fahren regelmäßig mit Kameras und Messgeräten ausge-stattete Fahrzeuge durch die Städte der Welt und archivieren eine globale Momentaufnahme, die stetig aktualisiert werden soll. Die großen Debatten über den fehlenden Datenschutz und den Eingriff in die Privatsphäre des Menschen sind noch nicht in Vergessenheit geraten. Bezüglich des mangelnden Datenschutzes sei die Übernahme von z.B. der Videoplattform youtube kurz erwähnt. Seit geraumer Zeit wurden youtube- und Google-Konten ohne Vorwarnung verknüpft und sind fortan nicht mehr einzeln zugänglich. So bleibt youtube-Nutzern mit eigenem Konto der Zugriff auf selbiges verwehrt, wenn kein Google-Konto vorhanden ist. Zwar soll es eine Art Hintertür geben, über die man das youtube-Konto auflösen kann, wenn man sich ggf. kein Google-Konto zulegen möchte, doch um die betreffende Seite zu erreichen, muss man sich erst einmal per Google-Zugangsdaten einloggen. Das macht stutzig, ist diese Vorgehensweise doch mehr als suspekt. Der Nutzen dieses Zusammenschlusses: mehr Daten, die gespeichert werden können, u.a. über das Konsumverhalten im Bereich des umfangreichen Videoangebots.

Lange Rede, kurzer Sinn: es hat sich viel verändert bei Google. Gerade heute wurde ich mit einer weiteren Funktion der Suchmaschine bekannt gemacht: Google+. Obwohl ich selbst aktiv und relativ begeistert das Internet nutze und mich durchaus regelmäßig über Neuerungen informiere, ist mir diese Einrichtung bisher fremd gewesen. Google+ wid als Social Media Plattform bezeichnet und funktioniert letzten Endes wie facebook und Konsorten. Klickt man sich auf der Startseite von Google umständlich zu den näheren Informationen zu Google+ durch und macht sich die Mühe, die sibene kurzen Infotexte zu den Funktionen von Google+ durchzulesen, stößt man auf Aussagen wie folgende:

“Interaktion mit Personen im Web ähnlich wie im richtigen Leben” und “genau wie im richtigen Leben” (man bemerke die implizit angesetzte Steigerung) (Rubrik auf einen Blick & Circles),

“erschaffen Sie neue Zivilisationen” (Rubrik Spiele),

“Ab heute laden sich Ihre Fotos ganz von selbst hoch.” (Rubrik Fotos, Sofort-Upload).

Google goes facebook! Schon wieder wird eine virtuelle Welt erschaffen, in der jeder mit jedem kommunizieren kann. Schön und gut, doch was sollen wir von den besagten “neuen Zivilisationen” halten und davon, dass sich Fotos fortan scheinbar selbstständig ins Internet hochladen? Wie dies genau funktioniert, erfährt man nämlich auf dieser kurzen Infoseite nicht. Dafür müsste man sich durch die unzähligen weiteren Übersichten kämpfen, die Google über andere Links zur Verfügung stellt. Ich hatte leider recht schnell den Überblick darüber verloren, wo auf dieser Website ich mich eigentlich gerade befand.

Trotz allem bietet diese neue Plattform eine weitere Form der Informationspräsentation. Zwar lässt sich so ohne Weiteres kein Überblick über die Mitgliederzahlen finden, doch dieses Format existiert schließlich nur, wenn es ausreichend genutzt wird. Dass diese Nutzung nicht auf Privatpersonen beschränkt ist, erfuhr ich heute durch eine Mitteilung der Universität Trier: “Seit letzter Woche ist Google+, die Social Media Plattform von Google, auch für Firmen und Organisationen verfügbar.” – und weiter heißt es: “Auch die Universität Trier ist dort mit einer Seite vertreten.”

Ich muss sagen, diese Nachricht hat mich doch sehr überrascht. Wusste ich doch bis heute gar nicht, dass es so etwas wie Google+ gibt, erfahre ich in unmittelbarem Zusammenhang, dass sich sogar zahlreiche Universitäten bereits in dieses Programm intergriert haben. Sucht man über Google+ mit den Stichworten “Universität” bzw. “University”, erfolgt eine Auflistung aller teilnehmenden Hochschulen. Wenn man nun bedenkt, dass Google+ wohl überhaupt erst seit vergangener Woche die Eintragung für Firmen und Organisationen anbietet, ist die rege Teilnahme erstaunlich.

Im 21. Jahrhundert scheint sich ein nicht zu verkennender Teil der Gesellschaft auf soziale Plattformen und Netzwerke, sowie das Internet im Allgemeinen zu übertragen. Dass auf diese Weise neue Kontakte geknüpft, alte Kontakte erhalten und überhaupt die globale Vernetzung (zumindest in Bezug auf die Industrienationen) vorangetrieben wird, möchte ich nicht in Frage stellen. Kritisch hervorzuheben ist hingegen erneut die Frage nach Privatsphäre, Selbstbestimmung und Datenschutz:

“Google speichert Informationen über Ihre Aktivitäten, z. B. welche Beiträge Sie posten und mit welchen Nutzern Sie kommunizieren, um die Google-Dienste für Sie und andere zu verbessern.

Wir erfassen möglicherweise auch Informationen von anderen Nutzern über Sie, z. B. wenn jemand Sie zu einem Kreis hinzufügt oder Sie in einem Foto taggt. Manche Nutzer veröffentlichen möglicherweise Informationen über Sie, z. B. Ihren Profilnamen und Ihr Profilfoto in ihrem Google-Profil in einer Liste von Personen, die sie zu ihren Kreisen hinzugefügt haben.” (Google+ -Datenschutzbestimmungen zur Erfassung und Verwendung von Informationen).

Die Welt ist also eine Google – auf dass sie uns nicht irgendwann überrollen mag.

 

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http://www.uni-trier.de/index.php?id=20500&tx_urtmaildigest_pi1%5Bcmd%5D=showMail&tx_urtmaildigest_pi1%5Bmail%5D=6082

http://www.google.com/intl/de/+/policy/

http://www.google.com/intl/de/+/learnmore/

https://accounts.google.com/ServiceLogin?uilel=3&service=youtube&passive=true&continue=http%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fsignin%3Faction_handle_signin%3Dtrue%26nomobiletemp%3D1%26hl%3Dde_DE%26next%3D%252F&hl=de_DE&ltmpl=sso

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Ein Schluck Lebensfreude

geschrieben von in Allgemeines, Fernsehen, Kommunikationsformen, Medienkritik1 Kommentar »

“Coca-Cola isn’t only a drink. It’s an idea, a vision, a feeling. It’s connection and refreshment.”
Muhtar Kent, President and Chief Executive Officer. (TCCC Annual Report)

 

Seit dem 09.05 2011 läuft der neue Imagefilm des Unternehmens, der Lebensfreude pur verheißt. Jeder, der sich innerhalb der nächsten drei Monate die  großen deutschen Privatsender einverleibt, kann ein Stückchen davon erhaschen. Der Spot der argentinischen Agentur Santo erscheint anlässlich des 125-jährigen Jubiläums, adaptiert wurde er von MECH Berlin. Thematisch passend zum Coke-Claim “Mach dir Freude auf”, wird, wie bereits aus dem zuvor Geschriebenen ersichtlich, das Produkt bzw. die Marke “Coca Cola” angepriesen. Die aufgezeigten negativen Fakten werden direkt durch Feststellungen der schönen Dinge im Leben relativiert und erscheinen so (beinahe) als unwichtig und nebensächlich. Der Werbspot soll die Zuschauer anregen, die Perspektive zu wechseln “und den Blick auf Momente voller Lebensfreude zu lenken”. Das 45 Sekunden dauernde Spektakel bedient sich der Side-by-side-Mechanik zur kontrastierenden Dar-bzw. Gegenüberstellung der unterschiedlichsten Szenen und der zu vermittelnden Fakten:


So kommen auf jeden produzierten Panzer 131.000 produzierte Kuscheltiere.

Auf jede Mauer auf der Welt kommen 200.000 “Willkommen”-Fußmatten.

Während ein Wissenschaftler eine neue Waffe entwickelt backen 1 Mio. Mütter einen Schokoladenkuchen.

Auf der Welt wird mehr Monopoly-Geld gedruckt als Dollar.

Es gibt mehr lustige Videos im Internet als schlechte Nachrichten auf der Welt.

“Liebe” hat mehr Treffer als “Hass”.

 

Und die Moral, die wir daraus ziehen können:

Es gibt viele Gründe, an eine bessere Welt zu glauben.
125 Jahre Coca Cola.

Gezeigt werden jeweils zu den passenden Fakten unter anderem die Berliner Mauer, Fußmatten in verschiedenen Sprachen (um die “Weltoffenheit” des Unternehmensriesens zu unterstreichen), glückliche Kinder, die einen (natürlich selbstgebackenen) Kuchen serviert bekommen, das erfolreiche Gesellschaftsspiel Monopoly nebst Spielgeld, ein süßes lachendes Baby und ein stolpernder Bräutigam. Musikalisch unterlegt wird die Vielfalt unterschiedlichster Eindrücke und Bilder durch eine Interpretation  des Songs “Whatever” der britischen Band Oasis, hier gesungen von einem Kinderchor. Die Wahl dieses Liedes trägt ohne Zweifel zum Gelingen des Spots bei: mitreißend und gefühlvoll lockt er dem Zuschauer bzw. Zuhörer ein Lächeln auf die Lippen, durch die Bekanntheit des Songs und die positiven Eindrücke, die auf die Menschen einströmen, werden sie geradezu gezwungen,  laut mitzusingen und haben keine Chance, sich der vermittelten guten Laune zu entziehen. Im Vergleich mit anderen Werbespots für Produkte des Unternehmens, die relativ seicht daherkommen (z.B. tanzende (Mode-)Püppchen, die Cola light konsumieren) glückt es hier endlich wieder, zu begeistern und Emotionen hervorzurufen. Alles in allem ein durchdachter Spot mit überzeugendem Konzept.
Dem Unternehmen ist es wieder einmal gelungen, mit viel Pathos den Nerv der Zeit einer schnelllebigen Welt zu treffen.

 

Quellen:

http://www.coca-cola-gmbh.de/unternehmen/deutschland/index.html

http://www.horizont.net/kreation/tv/pages/protected/show.php?id=390504

http://www.wuv.de/nachrichten/unternehmen/125_jahre_coca_cola_schickt_jubilaeums_spot_on_air

Deutschland zählt sich

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Für die einen ist es ,,eine Inventur der Bevölkerung‘‘ für andere ,,staatliches Sammelgut‘‘. Die Meinungen bei der Volkszählung 2011 gehen weit auseinander.

Die erste Volkszählung seit der Wiedervereinigung Deutschlands begann am Montag, 09.05.2011 (Die letzte Volkszählung fand im Jahr 1987 (BRD) bzw. 1981 (DDR) statt). Die Zählung soll Antwort auf die Fragen geben, wie viele Menschen in Deutschland leben und wie sie leben. Der umstrittene Zensus ist eine gesetzlich angeordnete Erhebung von statischen Bevölkerungsdaten, wobei die Bürger bei der Zählung per Fragebogen zur Auskunft verpflichtet sind. Der Fragenkaterlog besteht aus 46 Fragen die unter anderem nach Staatsangehörigkeit, Beziehungsstatus, Bildungsniveau, Erwerbs- und Karrierestatus Auskunft geben sollen. Nur die Frage nach dem Glauben muss nicht beantwortet werden. Haus- und Wohnungsbesitzer müssen zudem Fragen zu Größe und Typ des Haushalts sowie nach Art, Größe, Ausstattung und Bewohnerzahl des Hauses oder der Wohnung beantworten.

Mit den neugewonnenen  Daten kann man laut Statistischen Bundesamt klären, wo Wohnungen leer stehen bzw. gebaut werden müssen, Schulen benötigt werden und wie viele Menschen wo leben. Solche Zahlen haben auch finanzielle Auswirkungen, etwa beim Länderfinanzausgleich. Zudem liefern die Basisdaten Informationen für beispielsweise die Infrastrukturplanungen oder auch zur Einteilung der Wahlkreise.

Der Datenschutz bei der Volkszählung wird von Kritikern in Frage gestellt .Doch im Zeitalter von Facebook, Studivz und Twitter gibt ein Großteil der (Welt-) Bevölkerung freiwillig, ganz private Informationen über sich Preis. Der Generation Facebook scheint Datenschutz ziemlich egal zu sein.
Soziale Netzwerke sind längst feste Bestandteile der individuellen aber auch zunehmend geschäftlichen Kommunikationswelt geworden. Also: nicht nur privat sondern auch geschäftlich werden soziale Netzwerke schon genutzt. Die Frage ob man eine Volkszählung auch via Facebook o.ä. durchführen könnte, ist dennoch sinnlos. Die Hauptaufgabe des  Zensus 2011 ist die tatsächliche Bevölkerungszahl von Deutschland heraus zu finden. Mit Hilfe dieser Bevölkerungszahl kann  der prozentuale Anteil von z.B. von Facebook Usern ermittelt werden und so kann ein klares Bild über ,,Deutschlands Online-Community ‘‘ skizziert werden. Die Basisdaten der Volkszählung 2011 sind also auch Medienwissenschaftlich relevant. Sie können bei der Weiterentwicklung von Softwares oder Plattformen eine große Hilfe sein. Aber vor allem ist der Zensus für die Rezipientenforschung interessant. Wo läuft der Trend hin? Was wird vermittelt? Welche Zielgruppen existieren? Wie werden wir in Zukunft mit der virtuellen Welt umgehen, die schon jetzt ein fester Bestandteil unseres Alltags ist?

Quellen: http://www.zensus2011.de/

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video907244.html

http://www.tagesschau.de/inland/stroebeleinterview100.html

+++++Revolutions-Liveticker+++++ Gaddafi – Aufständische (0:0)

geschrieben von in Internet, Internet und Politik, Kommunikationsformen, Medien und Politik, MedienwandelKeine Kommentare »

Kannte man den Liveticker bisher nur aus der Sportberichterstattung, findet man diese Darstellungsform nun  mehr und mehr in der  “sachlichen” Politik und Kriegs-berichterstattung. Nach Tunesien und Ägypten finden sich aktuell Revolutions-Liveticker zum Konflikt in Libyen.

Bei zahlreichen Online-Medien wie auch Spiegel-Online oder  Aljazeera findet sich diese online-journalistische Darstellungsform, in der aktuelle Meldungen, Gerüchte, Videos, Twitter-Tweets, Regierungserklärungen etc. zur Revolution teils in Form der +++ Eilmeldung +++ im Blog-Verfahren chronologisch aufgelistet werden.

Aber was macht die Darstellungsform bezüglich dieser  Thematik für die Journalisten und Leser so interessant? Betrachtet man die nach und nach eingefügten  Inhalte des Livetickers als Elemente der übergeordneten Darstellungsform Liveticker, erkennt man bei der Darstellungsform eine unglaubliche Dynamik und eine Dramaturgie, die der Zufall zu schreiben scheint. Sie hat letztlich auch im Kontext der Politik- und Kriegsberichterstattung einen Unterhaltungswert, so makaber das klingen mag.  Mehr oder weniger periodisch werden neue Inhalte eingefügt, die dem Ziel, der Revolution, förderlich oder hinderlich sind. Es ist ein Auf und Ab an Meldungen, Kommentaren, Regierungserklärungen, Nachrichten, Videos und die Inhalte stammen von Politikern,  Journalisten, Aufständischen, Diktatoren, Fernsehanstalten, Zeitungen und Gott weiß wem. Natürlich ist die Quellenlage bei vielen Inhalten mehr als kritisch, aber die spielt bei dieser Darstellungsform bezüglich der hier thematisierten Inhalte auch nur eine untergeordnete Rolle. Die Darstellungsform punktet eher mit anderen Qualitäten, wie der Aktualität, Informativität und ihrem “Unterhaltungswert”.

Wie das “Spiel”  ausgeht,  sieht man im Liveticker, vielleicht darf man nach dem Abpfiff Jubeln !

Google fördert das “social network”

geschrieben von in Internet, Kommunikationsformen2 Kommentare »

Das Internet ist eben eine eigene Welt, es verändert sich rasend schnell, und anscheinend hört es wohl auch nie auf, sich weiterhin zu vernetzen. Neuerdings arbeitet Google enger mit den sogenannten „sozialen Netzwerken“ wie Twitter, Quora und Flickr zusammen. Dadurch soll die Google-Nutzung für den Anwender individueller werden und soziale Kontakte fördern.

So sollen beispielsweise „Tweets“, die thematisch zum Suchbegriff passen und von Twitter-Freunden verfasst wurden, ganz oben in der Liste der Suchergebnisse angezeigt werden. Eine höhere Relevanz werden in diesem Zuge auch Blogeinträge bekommen, die von Freunden geschrieben wurden und deren Inhalte zum gesuchten Stichwort passen. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Verknüpfung vom Google-„Profil“ beispielsweise mit dem „Twitter“-Account. So will die Suchmaschine ihre Nutzer auf die Inhalte aufmerksam machen, denen sie regelmäßig auf Twitter folgen.

Um diese Vernetzung verschiedener Accounts und Profile im eigenen Interesse zu erleichtern und auszubauen, wird dem Google-Nutzer im Rahmen seiner Stichwortsuche auch für ihn passende Twitter-Accounts vorgeschlagen und zur Vernetzung animiert. Ebenfalls bevorzugt angezeigt würden laut Google-Produktmanager Mike Cassidy Inhalte von Google-Kontakten wie „Chat Buddies“, Freunden oder Mitarbeitern.

Für Menschen, die sich täglich in sozialen Netzwerken tummeln, ständig das Bedürfnis haben, anderen ihre Aktivitäten mitteilen zu wollen und dies ebenso von ihren Internet-Freunden erwarten, ist das sicherlich eine praktische Angelegenheit – sind sie doch so immer auf dem neuesten Stand im persönlichen Umfeld.

Trotz allem: Denen, die die Suchmaschinen tatsächlich nur brauchen, um in großer Menge objektive Fakten zu einem Thema zu sammeln, nutzt diese “soziale Suche” nichts. Für diese Gruppe heißt es jetzt mehr denn je: Zähne zusammenbeißen und sich durch die Seiten arbeiten…

Quellen:

http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/108791-tweets-von-freunden-ruecken-ins-rampenlicht-google-macht-seine-suche-sozialer.html

http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2011/02/17/google-integriert-empfehlungen-der-freunde-in-die-suche.aspx

“Dead Drops”: Stille Post der anderen Art

geschrieben von in Kommunikationsformen, Medienwandel3 Kommentare »

Man könnte sie als kommunikative Kunst bezeichnen, diese kleinen toten Briefkästen: die “Dead Drops” sind USB-Sticks, die mit Musik-, Text- oder Bild-Dateien – am liebsten alles auf einmal – beladen und anschließend so in Mauern einzementiert werden, dass nur noch die Spitze herausguckt. Dann werden noch einige Bilder zur Standort-Dokumentation gemacht, ins Netz gestellt, fertig. Schon können sich “Dead Drop”-Interessierte auf die Suche nach dem neu eingemauerten Datenspeichergerät in ihrer Stadt machen.

Wichtige Kriterien bei der Auswahl der richtigen Mauer sind, dass das Gerät regengeschützt ist und es nur derjenige findet, der darüber Bescheid weiß und speziell danach sucht. Doch trotzdem muss der Stick natürlich für jeden zugänglich sein.

Die winzigen und leblosen Postkästen warten darauf, dass der nächste “Dead Drop”-er vorbei kommt, seinen Laptop anschließt und sich ansieht, was das kleine Speichergerät zu bieten hat. Ziel ist es, dass Daten vom Stick gezogen und natürlich neue aufgespielt werden. Davon lebt diese Kunstform.

Die Idee für diese Art von anonymem und lokalem Filesharing stammt vom Berliner Künstler Aram Bartholl. Der gebürtige Bremer hat sein Projekt mit fünf USB-Sticks im Oktober 2010 in New York gestartet und es verbreitet sich mittlerweile auch rasant in Deutschland. Rund 200 “Dead Drops” gibt es bereits, und täglich werden ca. 10 neue USB-Standorte auf der Homepage verzeichnet.

Sicherlich interessant, aber auch nicht ganz risikofrei: Wenn Daten problemlos verbreitet werden, weil „naive“ Nutzer ihren Laptop o.ä. an einen fremden USB-Stick anschließen, dann kann das ebenso gut mit Schadprogrammen funktionieren. Während der Nutzer sich mit Freude die eben heruntergeladene Musik anhört oder sich an den Bildern, die der letzte „Dead Drop“-er auf dem Stick hinterlassen hat, erfreut, können sich im Hintergrund Viren durch die Programme fressen.

Und schon sind wir offline an der Stelle, wo sich immer gleich Sorgenfalten auf unserer Stirn abzeichnen, wenn wir das Wort „Internet“ hören: Trojaner, Dialer, Datenschutz, Passwörter…

Quellen:

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,740272,00.html

http://wissen.dradio.de/experiment-dead-drops-in-berlin.36.de.html?dram:article_id=8317

Vermischung von Recruiting, externer und interner Kommunikation bei Facebook

geschrieben von in Allgemeines, Internet, Kommunikationsformen, MedienwandelKeine Kommentare »

Social Media verändert die PR. Ihre Bestandteile, die früher zwar unter einem Oberthema zusammengefasst waren, aber doch mehr oder weniger klar getrennt waren, wachsen zusammen. Bei Facebook kann man das, wenn sich Firmen den auf diesen Prozess einlassen, ganz gut beobachten. Zum Beispiel fragt die Telekom auf ihrer Karriere Seite ganz verblümt, wie den Fans (heißen die überhaupt noch so in der offiziellen Facebook Terminologie?) das neue Profilbild gefalle.

Der erste Kommentar attestiert es sei gruselig, worauf von Seite der Telekom schnell gefragt wird warum dieser Eindruck entstünde. Also wird schon mal die wichtige Social Media Regel befolgt und auf Kritik und Anregungen geantwortet. Viel spannender ist aber, wie sich im Laufe der Diskussion in den Kommentaren Telekom Mitarbeiter zu Wort melden und erst loben, dass das Profilbild endlich mal Coporate Identity konform sei oder auch nicht. Hier wird also auf einer Seite die zur externen Kommunikation dient, aktiv von Mitarbeitern über den Firmenauftritt diskutiert. Man merkt den Angestellten Telekom eine hohe Identifikation mit ihrem Arbeitgeber an, der soweit geht das sei Teile der CI in ihr eignes Profilbild übernehmen. Ein sicheres Indiz, wie bei der Telekom ein effektives Personal Branding betrieben. Das einzige was mich persönlich etwas stört, ist dass die Botschaft was für ein großartiges Unternehmen die Telekom sei, teilweise etwas plump daher kommt und an oldschool PR erinnert. Das kommt zwar bei den Mitarbeitern gut an und muss auch irgendwie gemacht werden, um die Botschaft zu transportieren, aber ich glaube da können PR Verantwortlichen im Social Web noch einen Tick subtiler zu sein.

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El Blog del Narco

geschrieben von in Weblogs1 Kommentar »

28.000 Menschen starben in den letzten vier Jahren durch den wütenden Drogenkrieg in Mexiko. Dealer, Journalisten, Polizisten selbst Kinder hat das Schicksal nicht verschont.

Die seit 2006 bestehende Regierung unter Felipe Calderon versucht vergebens gegen die Drogenbosse vorzugehen. Die Drogenkartelle setzten sich mit aller Macht und Brutalität zu wehr. Schon ein falsches Wort kann den Tod bedeuten! Die Gesellschaft in Mexiko lebt in Angst und Schrecken.

Nur 30% der Straftaten gelangen über die Medien an die Öffentlichkeit. Die Journalisten und Regierenden sind gekauft oder haben extreme Angst.

Aus Wut über die Meiden und die Regierung hat seit März 2010 ein Mitte 20 jähriger Student den Blog „El Blog del Narco“ gegründet. Aus Angst des Autors bleibt die Identität streng geheim. Die Informationen erhält der Autor von Opfern, Dealern und Unbeteiligten Personen aus dem ganzen Land. Von abgeschnitten Köpfen, Videos von Enthaupteten und Vergewaltigungen werden in dem Blog gezeigt. Eine 100% Wahrheitswiedergabe kann nicht garantiert werden, da der Blog selbst von nur 2 Personen betreut wird und keine Redaktion dahinter steckt. Es geht auch nicht um einen Schockeffekt sondern um eine neutrale Berichterstattung über die herrschende Problematik in Mexiko.

„Mit dieser Wahrheit möchte ich den Mexikanern helfen, einen Weg aus dem Gefühl der permanenten Unsicherheit zu finden. Angst lässt sich einfacher bekämpfen, wenn sie ein Gesicht hat.“ (Autor, El Blog del Narco)

Im laufe der letzten Monate hat der Blog immer mehr an Popularität gewonnen. Als eine Art mexikanisches Wikileaks hat El Blog del Narco mittlerweile auch die mexikanische Polizei und das FBI als Leser für Ihre Informationsquellen gewonnen.

Quellen:

http://www.blogdelnarco.com/p/acerca-de.html

http://schnittpunkt2012.blogspot.com/2010/10/i-n-mexico-wo-mehrere-drogenkartelle.html

Adamak, Yvonne: Jeder kann der Nächste sein, in NEON Bd.2 S.30-37 (2011)

Erfolgswelle “The Social Network”

geschrieben von in Fernsehen, Internet, Kommunikationsformen, Medienwandel4 Kommentare »

Es ist allen bewusst, dass das soziale Netzwerk Facebook als Kommunikationsplattform mittlerweile fest in unserer Gesellschaft verankert ist.

Deswegen war es nicht verwunderlich, dass der erfolgreiche Regisseur David Fincher auf die Idee kam, einen Film über die Entstehung der Plattform und deren Problematik zu drehen. Am 1. Oktober 2010 lief „The Social Network“ in den amerikanischen Kinos an und setzte sich innerhalb einer Woche an die Spitze der Kino-Charts. Ebenso in Deutschland, wo der Film sechs Tage später startete und allein am ersten Wochenende um die 220.000 Zuschauer in die Kinos lockte.

Ein weiterer Erfolg stellte die Golden Globe Verleihung am 16. Januar 2011 dar, als „The Social Network“ vier Preise von sechs nominierten Kategorien gewann und somit der erfolgreichste Film des Abends war.

Am 27. Februar werden die Academy Awards in Los Angeles verliehen und es bleibt abzuwarten, ob David Finchers Drama auch hier abräumt. Es besteht Hoffnung auf acht der goldenen Trophäen in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bester Hauptdarsteller“, „Bestes adaptiertes Drehbuch“, „Beste Kamera“, „Bester Schnitt“, „Beste Filmmusik“ und „Bester Ton“.

Allerdings liegen die beiden Filme „The King’s Speech“ von Tom Hooper und „True Grit“ von Joel und Ethan Coen, mit jeweils zwölf und zehn Nominierungen noch vor dem Facebook Epos. Diese und der ebenfalls für acht Oscars nominierte Film „Inception“ könnten dafür sorgen, dass „The Social Network“ die Ehre auf einen der wichtigsten Preise der Filmbranche verwehrt bleibt.

Es steht jedoch außer Frage, dass „The Social Network“ einer der erfolgreichsten und gesellschaftskritischsten Filme des Jahres 2010 ist, der eine Thematik und Innovation aufgreift, die die Gesellschaft noch lange begleiten und beschäftigen wird.

Quellen:

Oscarnominierungen: http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,741587,00.html

Information bzgl. Rang in den Kinocharts: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1659079/Facebook-Film-in-Deutschland-auf-Platz-eins.html

Besucherzahlen des Films am ersten Wochenende:  http://meedia.de/nc/details-topstory/article/the-social-network-startet-erfolgreich_100030826.html?tx_ttnews[backPid]=23&cHash=9fe9ef5f7b

Allgemeine Informationen zu dem Film und zur Oscarverleihung:

http://en.wikipedia.org/wiki/The_Social_Network

http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook

http://de.wikipedia.org/wiki/Oscarverleihung_2011

(Stand aller verwendeten Seiten: 04.02.2011)

“App ins Museum”

geschrieben von in Allgemeines, Kommunikationsformen2 Kommentare »

Das NRW-Forum in Düsseldorf hat als erstes deutsches Museum eine eigene App für Smartphones entwickelt. Darüber hinaus ist es auch fleißig bei Internetdiensten und -netzwerken wie Facebook, Twitter und Flickr vertreten.
Begonnen hat die Modernisierung bereits zu Beginn letzten Jahres: Die App wurde zur Eröffnung einer Ausstellung des amerikanischen Fotographen Robert Mapplethorpe veröffentlicht.

Inhaltlich hat die App einiges zu bieten. Neben Informationen über Eintrittspreise, Öffnungszeiten, Übernachtungs- und Ausgehmöglichkeiten hat man mit der App einen integrierten Audioguide sowie Bilder und Videos zu den aktuellen Ausstellungen.
Bereits Mitte 2010 verzeichnete die App 15000 Downloads, ein Trend, der weiter anhält.

Auch andere Museen scheinen den Trend der Modernisierung erkannt zu haben. So hat auch das Rheinische Landesmuseum Bonn einen Testlauf mit eigener App inklusive Audioguide gestartet. Im Zeitalter der Smartphones ist es eine völlig neue Form der Publicity, die auch unter Museumsbesuchern und denen, die es noch werden wollen, großen Anklang findet.

Quellen:

http://www.wdr.de/themen/kultur/museen/nrw_forum/index.jhtml

Neue Dimension des Cyber-Mobbings

geschrieben von in Internet, Kommunikationsformen, Medienkritik1 Kommentar »

Das Phänomen nennt sich “www.isharegossip.com”, ist seit ca. einer Woche online und lässt mir die Haare zu Berge stehen. Sinn dieses Internetportals ist es, angeblich anonym und ohne Registrierung über bestimmte Mitschüler oder Lehrer (und generell über alle anderen Menschen, die man nicht ausstehen kann) herzuziehen.

Es dient dazu, Gerüchte zu verbreiten, Mitmenschen öffentlich in Kategorien einzuordnen (“Größte Wiesbadener Schlampe?”, “Hässlichste Person der Schule?”) und andere Mitglieder mit Namen oder weiteren Daten zu versorgen, damit diese das Opfer in sozialen Netzwerken aufsuchen und somit der Debatte folgen können.

Damit man sich bzw. sein Umfeld auf der Seite finden kann, sind links verschiedene regionale Kategorien aufgelistet: Mit einem Baumdiagramm kann man nun sein Bundesland, seine Stadt und seine Schule auswählen. Sollte die eigene Schule noch nicht präsent sein, soll man sie schnell vorschlagen und anschließend sofort mitlästern.

Selbst im Schulunterricht haben wir das Thema “Cyber-Mobbing” mehrfach behandelt – auch die schlimmeren Fälle, die u.A. Suizid zur Folge hatten wurden bei uns diskutiert. Und wenn einem so etwas nicht schon genug zu denken gibt, könnte man eigentlich meinen, dass die Leute wenigstens aus verschiedenen Internet-Skandalen gelernt hätten, dass jede noch so kleine Behauptung mittels technischer Aufzeichnungen zurückverfolgt werden kann. Dennoch scheint sich keiner der Beteiligten wirklich Sorgen darum zu machen. Denn die Betreiber der Seite selbst erzeugen eine scheinbare Sicherheit: “Wir haben nie IPs gespeichert und wir werden NIE IPs speichern. Deswegen haben wir auch nie an irgendjemanden IPs ausgehändigt. Solche Anfragen beantworten wir nicht weil wir keine IPs speichern egal ob ein Polizist, ein Lehrer/Direktor oder ein Anwalt anfragt. Ihr seid 100% anonym. WER ETWAS ANDERES BEHAUPTET IST EIN LÜGNER UND WILL EUCH ANGST MACHEN. Warum behaupten das Leute? Weil sie sich nicht anders zu helfen wissen. Auch wird diese Seite nicht gesperrt oder gelöscht, da Sie nach US-Recht zu 100% legal ist.”, heißt es gleich auf der Hauptseite. Direkt darunter stehen Link und Telefonnummer der Telefonseelsorge – ob das skrupelloser Zynismus oder ein schlechter Scherz ist, wird leider nicht klar.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Besetzung der Administratoren. Sind sie in “üblichen” Foren doch dazu da, um eine gewisse Ordnung herzustellen und dafür zu sorgen, dass die User stets einen angemessenen Ton beibehalten, kann hier jeder Besucher seine Bewerbung abgeben – egal ob er selbst auf die Schule geht oder nicht. Gefährlich ist hierbei, dass er durch die Administratorenrechte u.A. Beiträge löschen oder verändern kann: Bewusst eingesetzt kann er verteidigende Äußerungen der Opfer oder ihrer Sympathisanten sowie  andere Elemente der freien Meinungsäußerung verhindern.

Neuerdings soll zudem auch eine Bild-Funktion eingeführt werden. Sie ermöglicht es den Besuchern dann, Fotos hochzuladen und sie zu kommentieren – an sich keine neue Praxis für Nutzer sozialer Netzwerke, als gezielte Mobbingerweiterung ist sie jedoch höchst alarmierend.

Bekannt wurde mir das Portal erst heute, da es in meiner ehemaligen Heimatstadt Wiesbaden einen heftigen Skandal ausgelöst hat: Eine Lehrerin wurde auf der Seite gezielt angegriffen und ihr Ruf massiv geschädigt. Die Polizei rät zur Anklage, deren Durchsetzung ist aber nach wie vor unsicher, da der Betreiber der Internetseite in Neuseeland sitzt. Eine weitere effektive Option stellt auch die “Missbrauch melden”-Funktion dar, hier kann allerdings nur entfernt werden, wer sein Opfer mit vollem Namen nennt.

Ob eine derart schockierende Seite noch länger präsent bleibt und ihr Netz demnächst vielleicht sogar bundesweit auswerfen kann, werden wir wohl noch sehen; bisher wurde sie “nur” in NRW, Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Mainz und Wiesbaden getestet.

Dass Menschen lästern gehört in gewisser Weise wohl zum Alltag. Dass man gezielten Mobbing-Angriffen aber einen rechtlich geschützten Rahmen einräumt und sie durch Erweiterungen sogar noch fördert, finde ich skrupellos und absolut unmenschlich. Bleibt nur zu hoffen, dass man schnell einen Weg findet, solche Perversionen zu beenden.

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Steve Jobs’ Krankheit bringt Unsicherheit bei Apple-Aktionären

geschrieben von in Nachrichten, Online-Magazine5 Kommentare »

Gestern, also einen Tag bevor Apple die neuen Quartalszahlen veröffentlichen wollte, soll Steve Jobs eine Rundmail an all seine Mitarbeiter geschickt haben. Darin stand, dass er sich nun eine gesundheitliche Auszeit nehmen müsse, wielange die dauern soll oder warum genau sie nötig ist, erklärte der Medienriese nicht.

An der Frankfurter Börse sank -nur Minuten später- der Aktienwert um fast 8%, in absoluten Zahlen also um ca. 20 Milliarden Dollar.

Brisant war diese Nachricht unter Anderem deshalb, weil Steve Jobs es bisher versäumt hat, einen ihm gleichkommenden Nachfolger zu einzuführen. Sein bisheriger Vertreter in Krankheitsfällen, Tim Cook, hat zwar große Erfolge durch Finanzstrategien erreicht, allerdings fehlt ihm das darstellerische Talent Jobs’, der seine Produkte mit solch einer charismatischen Überzeugungskraft vermarkten kann als wären sie überirdischer Natur.

Ein weiterer Grund für den Einsturz könnte darin liegen, dass Steve Jobs nie preisgibt, was er gerade plant. Selbst seine Mitarbeiter stellen teilweise Einzelteile her, ohne zu wissen, was das tatsächliche Endprodukt sein wird. Er ist der unerlässliche Visionär des Unternehmens und gleichzeitig dessen unermüdliche Motor – Gerüchte über seine Krankheit lassen also befürchten, dass das drittgrößte Unternehmen weltweit mit ihm seine Antriebskraft und dadurch den enormen Wert verlieren würde. Da in den USA gestern ein Feiertag war, blieb die amerikanische Börse zunächst unberührt, man darf nun also gespannt sein, wie sich der Aktienwert dort heute entwickeln wird.

Quelle:

Matthias Kremp und Stefan Schultz (17.01.2011): Das 20-Millionen-Dollar-Genie. Spiegel Online

(http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,739985,00.html#ref=rss, 18.01.2011)

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Internettelefonie in China bald unterbunden?

geschrieben von in Internet, Internet und Politik, Kommunikationsformen2 Kommentare »

Und weiter gehts… nach Diensten wie Facebook, YouTube, Twitter und Google scheint es nun VoIP-Diensten wie Skype an den Kragen zu gehen. Das chinesische Volksblatt “Renmin Ribao” fachte kürzlich nochmal die Befürchtungen an, Dienste wie Skype könnten in Zukunft in China verboten werden. Da das Anbieten von Telefonie durch die chinesische Regierung zugelassen werden muss, befanden sich Skype und ähnliche Anbieter sowieso bereits in einer gesetzlichen Grauzone. Zwar sollen Telefonate zwischen Computern weiterhin erlaubt sein, doch sollen diese über staatlich kontrollierte Anbieter wie China Unicom und China Telecom laufen.

Die Gründe sind vielseitig. Chinesische Staatsmedien berichten vom Willen das Monopol der oben genannten Staatsunternehmen schützen zu wollen -  um somit Telefongespräche besser zu überwachen, da Skype sich in China zwar teilweise den Gesetzen zur Kontrolle und Überwachung unterworfen haben soll, Telefonate aber weiterhin einer gewissen Verschlüsselung unterzogen werden, die nicht nur chinesische Staatskritiker nutzen.

Wie die chinesische Regierung das technisch durchsetzen will, ist bisher unklar. Teilweise soll der Download des Skype-Clients nicht mehr funktionieren, aus Shanghai häufen sich aber wohl Meldungen eines eher reibungslosen Ablaufs. Bei der weltweit größten Internetgemeinde (ca. 450 Mio. Nutzer, die jetzt schon erfolgversprechend daran arbeiten die Sperre für Facebook zu umgehen) dürfte sich das Regulieren des dementsprechend großen Markts für Internet-Telefonie als schwierig herausstellen. Wenigstens wurde bereits eine Hotline zur Meldung von Verstößen eingerichtet.

Quellen (am 01.01.11, 22:30):

http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-12/china-skype-verbot

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,737289,00.html

http://www.telegraph.co.uk/technology/internet/8231444/China-makes-Skype-illegal.html

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