The new way to broadcast yourself

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younow_logo-250x250YouNow ist eine noch relativ neue Videoplattform. Der Nutzer kann hierbei live Videos vom Handy, Tablet oder Laptop streamen. Auf der Startseite von YouNow öffnet sich direkt ein zufällig ausgewählter Broadcast von einem der Nutzer. Neben diesem befindet sich eine Kommentarbox, in der man mit dem Broadcaster kommunizieren kann und die anzeigt, wer zusieht. Außerdem kann man „Fan“ werden und Likes abgeben sowie den Broadcast in den Social Media-Netzwerken teilen. In der linken Spalte der Seite findet man die Rubriken „Trending people“ und „Trending tags“. Aufgenommen werden hier Broadcaster und Hashtags, die schnell und zahlreich Likes erhalten, viele Zuschauer haben oder besonders lange Broadcasts beinhalten. Unterhalb des bereits geöffneten Videos bekommt man auch noch Vorschläge von Broadcasts, die den selben Tag verwenden.

Auf YouNow kann jeder direkt selbst los streamen, sobald er sich mit einem seiner Social Media-Konten wie twitter, facebook, google+ oder youtube angemeldet hat. Auf dem eigenen Profil werden dann neben Profilbild und eigener Beschreibung auch die alten Broadcasts zusammen mit den Kommentaren und den dabei erhaltenen Geschenken angezeigt. Die anderen Nutzer können Kommentare direkt unter dem Profil in der Rubrik „Discussion“ hinterlassen und man sieht, von wem der Broadcaster Fan ist und wer seine Fans sind.
Der eigene Level auf YouNow zeigt an, welchen Status und wie viel Erfahrung man bereits hat. Desweiteren erhält man in den Leveln stets neue Zusatzfunktionen. Der Broadcaster hat mehrere Möglichkeiten, um einen Level aufzusteigen: beim Filmen durch das Erhalten von Geschenken und Likes, durch die Zuschauerzahl oder die Häufigkeit der Broadcasts; beim Schauen durch liken, chatten, Geschenke verteilen und Fan werden; durch das Teilen von Broadcasts auf den Social Media-Plattformen und mit den Fans und durch die Verbindung mit anderen Social Media-Konten. Steigt der Nutzer ein Level auf, so erhält er Münzen, mit denen er dann Geschenke kaufen kann. So genannte Premium Geschenke muss der Broadcaster mit Bars kaufen, die nur in den App-Shops mit echtem Geld erhältlich sind. Durch die Konzeption von Leveln und Münzen bekommt die Plattform einen spiel-ähnlichen Charakter. Um mehr Zuschauer zu erhalten, so der YouNow-Support, muss man seinen Broadcasts auf Social Media-Plattformen teilen, auf sein Publikum eingehen und möglichst viele Likes erzielen. Auf der Seite vom YouNow-Support findet man außerdem Hilfe bei technischen Problemen sowie die Nutzungsregeln und Richtlinien.
Die Seite finanziert sich über Werbung, aber auch der Broadcaster kann mithilfe des YouNow Partner Programs ab einer gewissen Zuschauerzahl Geld verdienen.
Aber es gibt auch Kritik an der Seite: Bisher ist sie nur in Englisch verfügbar. Außerdem sind die Broadcaster teilweise noch recht jung und geben deshalb bereitwillig private Daten bekannt, ohne über die Konsequenzen nachzudenken. Dennoch nutzen auch bekanntere Youtuber wie BibisBeautyPalace und Sami Slimani die neue Video-Plattform.

Quellen:
YouNow: http://www.younow.com
Nutzungshinweise: https://younow.zendesk.com/forums/20642027-How-does-YouNow-work-
YouNow-Support: https://younow.zendesk.com/home
YouNow Partner Program: http://www.younow.com/partners/
Kritik: http://www.videolix.net/alle-beitraege/immer-mehr-warnen-vor-younow/2701/

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Die Drohne- Ein harmloses Spielzeug oder gezielte Überwachung?

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Seit einigen Jahren boomt der Verkauf der unbemannten Mini-Drohnen, die mittlerweile schon ab einem erschwinglichen Preis von 100€ erhältlich sind. Die Drohnen werden meist per Fernbedienung von einem am Boden stehenden Piloten geflogen und sind mittlerweile alle mit Kameras ausgestattet.

So können Sportevents, Festivals oder auch Naturaufnahmen einfach und mit geringem Aufwand aus der Luft gemacht werden. Doch ausgerechnet diese Aufnahmen bereiten vielen Datenschützern Sorgen. Bei solchen Events bewilligt man diese Aufnahmen meist mit dem Kauf eines Tickets.

Doch bei der Benutzung der Drohnen im privaten Bereich und auf öffentlichem Gelände werden so gut wie immer Privatpersonen oder privates Eigentum gefilmt, gespeichert und oft auch veröffentlicht, meist ohne eine direkte Einwilligung dieser „Wer gezielt und ohne Einwilligung Individuen filmt, und diese Aufnahmen auch noch online stellt, verstösst gegen das Datenschutzgesetz (DSG) und kann zivilgerichtlich belangt werden.“ , so die Pressesprecherin der eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) Eliane Schmid.

Unter 5 Kilogramm und mit einer geringeren Flughöhe als 30 Metern benötigt man auch keine Starterlaubnis um die Drohnen fliegen zu lassen, sodass keinerlei Hindernisse bestehen um Bildaufnahmen zu machen.

Weiterhin fürchtet man um die Flugsicherheit von Kleinflugzeugen mit einer geringen Flughöhe. Besonders in England hat der vermehrte Verkauf der Drohnen diese Sorge hervorgerufen: „The British Airline Pilots‘ Association (Balpa) has said that the rapid increase in the numbers of drones operated by amateur enthusiasts poses a „real risk“ to commercial aircraft.“

Dort hat die Civil Aviation Authority (CAA) bereits eine Regeln aufgestellt, die beim Fliegen zu beachten sind. Die vermeintlich wichtigste: Die Drohnen dürfen nicht näher  als 50 Meter an Personen, Autos oder Gebäude heranfliegen.

Ob sich alle Piloten der Mini-Drohnen daran halten ist natürlich fragwürdig, aber mit dieser Regel wurde schon mal ein großer Schritt in Richtung Datenschutz und Flugsicherheit gemacht. In Deutschland gibt es so eine konkrete Regel allerdings noch nicht, was sich die Behörden jedoch vielleicht nochmal überlegen sollten.

Quellen:

 

http://www.bbc.com/news/technology-30388388

http://www.pctipp.ch/news/sicherheit/artikel/drohnen-boom-gefaehrdet-datenschutz-und-flugsicherheit-68824/

http://www.welt.de/politik/deutschland/article11832427/Wenn-die-Kamera-Drohne-ueber-Nachbars-Garten-fliegt.html

http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=88287&key=standard_document_48169567

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Ist die E-Mail als Kommunikationsmedium auch heute noch aktuell?

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Seit rund 30 Jahren gibt es die E-Mail und im April 2007 heißt es in einer Studie „Kommunikation per Mail ist nicht mehr wegzudenken“.

Doch kann man das heute noch so sagen? „Wohl keiner neueren Kommunikationstechnik wurde schon häufiger das Aussterben vorausgesagt als der E-Mail.“ Viele Menschen denken, das Versenden von E-Mails sei veraltet, und es gäbe doch inzwischen genug andere Wege, um digital miteinander zu kommunizieren.
Rasch eine Nachricht bei Facebook abzuschicken funktioniert mindestens genauso schnell wie das Versenden einer E-Mail, und noch schneller kann man sich über einen Messenger mitteilen.Immer weniger Jugendliche nutzen die E-Mail. Sie wachsen mit den sozialen Medien auf und nutzen ganz selbstverständlich deren alternative Kommunikationskanäle. Kommunikation ist mobil geworden, auch das Mailen, aber ist die E-Mail immer noch Mittel der Wahl?Ja, sagen viele berufstätige Menschen in Deutschland und in Amerika. Im Geschäftsleben und im beruflichen Umfeld bleibt die Kommunikation per E-Mail erste Wahl.
Sowohl die Statistikbehörde Eurostat, das amerikanische Meinungsforschungsinstitut Pew Research Center, als auch der Technikerbranchenverband Bitkom haben diesen Trend festgestellt. Es ist überraschend, wie deutlich die E-Mail im Vergleich vorne liegt und dass die Benutzung auch weiterhin noch zunimmt und nur das Wachstumstempo abgenommen hat.

Im Arbeitsleben wird die E-Mail viel wichtiger als das Telefon, egal ob Festnetz oder Mobiltelefon, eingestuft und die Bedeutung der sozialen Netzwerke ist in diesem Umfeld nur sehr gering.
Laut des Geschäftsführers Dr. Bernhard Rohleder von Bitkom liegt die Zukunft der E-Mail also eher in der beruflichen, als in der privaten Nutzung.
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Auch Universitäten nutzen die E-Mail als Haupt-Kommunikationsmittel. Der unschlagbare Vorteil ist das unkomplizierte Versenden von E-Mails an mehrere Personen gleichzeitig (auch unsichtbar, also in der Blindkopie) und das einfache Hinzufügen von Dokumenten als Anhang.

 

Quellen:

Frankfurter Allgemeine Zeitung, „Die E-Mail ist am Arbeitsplatz nicht wegzudenken“, 5. Januar 2015

https://wice.de/e-mails-vom-aussterben-bedroht/5581/

http://www.computerbild.de/artikel/cb-News-Internet-E-Mail-ist-fuer-junge-Leute-beinahe-schon-veraltet-4578864.html

http://www.computerwoche.de/a/studie-kommunikation-per-mail-ist-nicht-mehr-wegzudenken,592046

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#Freiheit

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Unter dem Hashtag #Freiheit brach kurz vor Weihnachten ein gewaltiger Shitstorm in den sozialen Medien aus. Grund dafür war ein Video des YouTube-Stars Simon Unge, in dem er ankündigte, seine beiden Kanäle „ungespielt“ und „ungefilmt“ aufgrund unüberwindbarer Differenzen mit dem Netzwerk Mediakraft zu beenden.

Simon Unge (bürgerlich Wiefels) ist 24 Jahre alt, hat Erziehungswissenschaften studiert und im Juli 2012 angefangen, Videos auf dem Videoportal YouTube hochzuladen.
Und das mit Erfolg. Über 30 Millionen Mal im Monat wurden seine Videos angeklickt und über zwei Millionen Menschen hatten seine Kanäle abboniert. Seine Themen: Computerspiele und Lifestyle, Minecraft und Longboardtour. Damit hat der Zocker mit den Dreadlocks eine größere Reichweite als so mancher TV Sender und ebenso einen gutbezahlten Job. Warum also gibt er das auf?

In seinem am 20. Dezember hochgeladenen Vlog mit dem pathetischen Namen „#FREIHEIT. Die schwerste Entscheidung meines Lebens“ nennt er den Grund: Das Netzwerk Mediakraft, dem er vor circa einem Jahr beigetreten ist, hat Unge zufolge seinen Teil des Vertrages nicht eingehalten: „Ich habe von Mediakraft noch nie finanzielle Unterstützung für große Projekte oder coole Ideen bekommen“. Zu weiteren Vorwürfen gehören fehlende Sponsoren für seine Longboardtour, das Löschen einzelner Videos und Mediakrafts Drohung, ihn in eine Privatinsolvenz zu treiben, falls er vor Gericht ziehen würde. Mit dem „Scheißhaufen“, wie Unge die Kölner Firma bezeichnet, möchte er in seinem ganzen Leben nie wieder etwas zu tun haben. Er beendet seine beiden Kanäle und will mit einem Neuen (youtube.com/unge) ohne Netzwerk wieder von vorne anfangen. Deshalb sucht er nun eine juristische Auseinandersetzung, um sich vor Vertragsende vom Netzwerk zu trennen.

Sich an ein Netzwerk zu binden, ist für viele YouTuber ein Weg zu mehr Reichweite und darauf aufbauend bessere Vermarktung. Netzwerke bündeln Videokünstler, beraten und unterstützen sie und verschaffen ihnen außerdem Werbepartner und finanzielle Unterstützung fuer Projekte. Mediakraft hat als das größte Netzwerk in Deutschland dazu einiges vorzuweisen: „Wir haben vielen Künstlern dabei helfen können, ihren Weg auf YouTube zu gehen und sich als erfolgreiche Entertainer zu etablieren.“
Der YouTuber wird sozusagen „aufgepumpt“ und mit ihm auch der Wert des Netzwerkes, um dieses dann lohnend zu verkaufen. Unge meint im Video dazu, Mediakraft sei „investorenorientiert“, aber nicht „partnerorientiert“. Es habe keinerlei Interesse an seiner Person gehabt, sondern nur an den Zahlen, die er erreicht.

Auf Unges Video reagierte das Netzwerk zunächst mit einer vorübergehenden Abschaltung seiner Webpräsenzen und gab am Sonntag darauf eine Stellungnahme ab. Olsson Spartacus, der CEO von Mediakraft Network, weist darin sämtliche Anschuldigungen von sich und verteidigt sich: „Nun ist es so, dass Simon Unge einen gültigen Vertrag unterschrieben hat, der nicht einseitig aufgehoben werden kann.“ Allerdings nimmt er laut dieser Meldung, die am 21.12. auf Mediakrafts Facebookseite online ging, die Kritik von Unge ernst und bedauert die Angelegenheit: „Wir hätten uns gewünscht, diesen Streit auf andere Weise beilegen zu können. “

Unges Austritt bei Mediakraft ist nicht der erste Fall, der Aufsehen erregt. Ein weiterer prominenter YouTuber, der Nachichtenvlogger LeFloid (Florian Mundt), hat das Netzwerk im Oktober aus ähnlichen Gruenden verlassen, darf aber aufgrund der einzuhaltenden Küdigungsfrist nicht mit Dritten darüber reden.
Unge allerdings hat diesen Teil des Vertrags verletzt und seine hohe Reichweite genutzt, um auf die Vorfälle aufmerksam zu machen. Unklug, aber höchst medienwirksam.

Das Phänomen Unge wird der Fall auch genannt. Plötzlich berichten Zeitungen darüber. Das Thema beschäftigt die Menschen, was 700 Tweets pro Minute in der Höchstphase der Diskussion auf Twitter bezeugen. Doch die Meinungen zu #Freiheit gehen auseinander. Auf der einen Seite wird Mediakraft von Unges Fangemeinschaft, der selbsternannten #raupenarmy, die zum Großteil aus 14-30-Jährigen besteht, kritisiert und beschimpft, auf der anderen wird Unge auch von YouTube-Kollegen daran erinnert, dass auch er einen Vertragsbruch begangen hat und sich über die Folgen im Klaren sein muss.

Doch sein öffentlicher Abgang von Mediakraft hat nicht nur eine große Welle in den sozialen Medien ausgelöst, sondern auch eine grundlegende Problematik in der noch jungen YouTubewelt sichtbar gemacht: Die Meinungsverschiedenheiten zeigen auf, wie sehr sich das Videoportal in den letzten Jahren verändert und entwickelt hat. Immer mehr Werbepartner werden auf die reichweitenstarken Kanäle aufmerksam und investieren in die meist noch unmündigen und naiven Videoblogger. Das führt weg vom sicheren Community-Gefühl und hin zum gewinnorientierten Markt. „Aus der Szene wird eine Branche“ meint Markus Hündgen von der European Webvideo Academy dazu. Und wie andere YouTuber und auch die Netzwerke damit in Zukunft umgehen, bleibt zu beobachten.

 

Quellen:

http://www1.wdr.de/fernsehen/aks/themen/unge-freiheit-youtube-100.html
https://www.youtube.com/watch?v=z_SdbC1aThU
https://www.facebook.com/MediakraftNetworks/posts/573327879466908
http://www.vice.com/de/read/interview-mit-lefloid-wenn-ich-eine-frau-waere-waere-ich-beauty-blogger-058
http://www.netzpiloten.de/mehr-freiheit-youtube-star-simon-unge-kritisiert-mediakraft/
http://www.mediakraftnetworks.de/about-us/
http://dispositiv.uni-bayreuth.de/freiheit-lieber-unge-willkommen-in-der-wirklichkeit/

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EU Parlament Vs. Suchmachinenmonopole

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Das EU Parlament hat in einer nicht bindenden Resolution dafür gestimmt, dass Großkonzerne sich künftig in der EU gewissen Spielregeln unterwerfen sollen. Gemeint sind Unternehmen wie Google, die eine unglaublich facettenreiche Palette an Angeboten haben: von emails über youtube, android und maps ist alles miteinander verbunden. Was ja eigentlich kein Problem ist. Problematisch wird es dann, wenn alle Bereiche des Unternehmens Daten sammeln und diese für das Erstellen von Suchergebnissen mit einfliessen lassen, sodass die Angebote der eigenen Firma vorne stehen, denn das verstösst gegen die Europäische Vorstellung von Kompetitivität.

Fairnesshalber muss man sagen, dass der Europäische Markt den Anschluss an die Innovation der Suchmaschinen weitgehend verpasst hat. Das benutzt die Amerikanische Regierung jetzt, um zu Argumentieren dass Europa einen Sündenbock dafür sucht, dass weitgehend Amerikanische Unternehmen den Großteil dieses Marktsektors in Europa kontrollieren. Die Entscheidung, Suchmachinenmonople wie Google an die Eurpäischen Marktverhältnisse anzupassen könnte somit zu Problemen in den Handelsbeziehungen mit den USA zur Folge haben.

Die USA jedoch, als Sitz dieser Unternehmen, sind viel weniger sensibel im Umgang mit persönlichen Daten im Internet wie Europa, weshalb die meisten Nutzer hierzulande auch kein Vertrauen in eine Kontrollfunktion der Unternehmen durch die USA haben. Eine Aufspaltung der Verschiedenen Funktionen ist also der bisher beste Lösungsvorschlag, denn das würde für Mediennutzer bedeuten, dass sie sich keine Gedanken mehr machen müssen, wieviele Daten denn jetzt welcher Account wozu speichert: Um einen Youtube Account zu eröffnen, bracht man eine Google-mail Adresse, diese ist mit Google+ verlinkt, wer ein Android Smartphone hat braucht die email Adresse also in vielen Fällen auch, um das Telefon überhaupt in Betrieb zu nehmen. Also benutzt man entweder für jeden einzelne Funktion eine andere email Adresse oder man stellt seinen ganzen Alltag Google zur Verfügung.

Nur wie will das Europäische Parlament und die Kommission dagegen vorgehen?

Das Unternehmen ist Amerikanisch, schon allein rechtlich stellt sich also die Frage ob überhaupt etwas gemacht werden kann, und wenn ja was? wie? und vor allem: wer ist dann zuständig? Transparenz in den Medien zu fordern ist schön und gut, aber viele von uns würden sich sicher auch wünschen, in der Politik einen besseren Durchblick zu haben.

 

Quellen:

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Netzwelt/d/5777194/eu-parlament-stimmt-fuer-aufspaltung-von-suchmaschinengiganten.html

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/maechtige-internetriesen/vorschlaege-des-eu-parlaments-washington-warnt-vor-zerschlagung-von-google-13287188.html

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/ipsos-umfrage-bezahlbares-internet-ist-ein-menschenrecht-13284964.html

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/eu-verfahren-gegen-google-eine-aufspaltung-koennte-die-beste-loesung-sein-13285316-p2.html

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/maechtige-internetriesen/europaeisches-parlament-fordert-aufspaltung-von-google-13289643.html

http://www.zeit.de/digital/internet/2014-11/google-eu-parlament-zerschlagung-suchmaschinen

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/google-europaparlament-fuer-aufspaltung-von-suchmaschinen-a-1005317.html

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Die Sicherheit unserer Daten

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Ob Facebook, Whatsapp oder diverse andere andere Applikationen, sie alle nehmen, speichern und geben unsere Daten weiter. In welchem Ausmaß ist nicht bekannt und wird es wohl so schnell auch nicht werden.

Doch sind wir zu leichtsinnig mit unseren Daten? Fortwährend werden neue Abhörskandale bekannt, ob von der NSA oder dem BND. Doch kaum einer verschwendet einen zweiten Gedanken darüber, was mit unseren Daten passiert: „Was wollen die schon machen? Ich habe nichts zu verheimlichen.“

Aber dieses Phänomen haben wir im Verlauf der Geschichte schon häufig gesehen. Zum Beispiel in der DDR, dort gab es auch immer wieder Gerüchte, dass Telefone abgehört, oder die Post gelesen wurde. Manche Menschen waren sich dessen auch sehr wohl bewusst. Heute denken wir: Wie konnten die Menschen damals so leichtsinnig sein? Wieso haben sie nicht gemerkt, dass sie abgehört wurden? So etwas merkt man doch. Aber hinterher ist man immer schlauer. Die Chance, dass wir in zwanzig Jahren ebenso über unsere Leichtsinnigkeit denken ist hoch.

Da bleibt nur zu hoffen, dass wir Whatsapp und Konsorten vertrauen können, dass sie neue Datenschutzrichtlinien umsetzen und ihre Verschlüsselungsprogramme auch keine Lücken haben.

Immerhin veröffentlichte Facebook gerade heute erst neue Datenschutzrichtlinien, die ab 1.1.2015 in Kraft treten sollen. Und das, obwohl Facebook als die größte Datenquelle überhaupt gilt und die Fotos und Posts ihrer Nutzer unwiderruflich im Internet und auf ihren Servern speichert. Verbraucherschützer haben sich lange für neue Richtlinien im Datenschutz eingesetzt, doch jetzt zeigen sie sich skeptisch. Es sei der nette Tonfall, der die Nutzer glauben lässt ihre Daten sein jetzt sicherer. Doch tatsächlich sei das Gegenteil der Fall:

Beim Verbraucherzentrale Bundesverband warnt man davor, sich vom Tonfall täuschen zu lassen. „Letztendlich bedeuten die Änderungen, dass Facebook künftig noch mehr Daten sammelt und verknüpft und ein noch größeres Profil von jedem seiner Nutzer erstellt“, erklärt Internet-Experte Dennis Romberg…

Doch was tun um sich und seine Daten zu schützen?

Hier zeigt sich nun das größte Problem der Datensicherheit. In unserer heutigen modernisierten und auch technisierten Gesellschaft kommt man kaum drumherum Daten von sich preis zugeben, es sei denn man verzichtet bewusst auf die Benutzung des Internets, oder sogar die eines Smartphones. Dies wiederum zieht ebenfalls Konsequenzen mit sich. Wie oft am Tag benutzen wir das Internet? Nur um mal eben kurz zu gucken, wann der nächste Bus kommt, oder um die Mails zu checken während wir auf diesen warten. Auch der komplette Uni-Alltag wird über das Internet geregelt. Dort meldet man sich für Vorlesungen und Prüfungen an. Ein Studium ohne Internet? Undenkbar!

Wer will auf solche Annehmlichkeiten denn schon verzichten? Niemand. Also müssen wir damit leben, dass unsere Daten weitergegeben oder gespeichert werden. Zur Zeit ist das nicht vermeidbar, aber wer weiß welche Datenschutzrichtlinien die Zukunft bringt?

 

Quellen:

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-07/internet-ueberwachung-datensicherheit-kommentar

http://www.augsburger-allgemeine.de/digital/Was-hinter-den-neuen-Bedingungen-und-Richtlinien-bei-Facebook-steckt-id32142292.html

http://www.tagesspiegel.de/themen/nsa/

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/whatsapp-android-update-mit-verschluesselung-von-textsecure-a-1003660.html

http://www.berliner-zeitung.de/politik/neue-dokumente-im-abhoerskandal-bnd-und-nsa-kooperieren-ueberaus-eng,10808018,27937746.html

 

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Video kills the TV star

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Mehr als 1 Milliarde einzelner Nutzer besuchen YouTube jeden Monat.“ Für eine Generation des Internets mag dieses Phänomen zum Alltag gehören. Erstmals 2005 in den USA erschienen, gibt es Youtube mittlerweile in „61 Ländern und 61 Sprachen“.

Dabei ist das beliebte Videoportal schon lange weit aus mehr als nur ein Ort für Musikvideos oder Interviews. So genannte Youtuber erstellen stattdessen lieber eigenen Content und werden dadurch zu richtigen Stars im Netz.

Weshalb diese gerade bei Teenagern immer beliebter werden ist einfach: es sind Menschen wie du und ich, die absolut frei bestimmen können, was sie machen und worüber sie reden. Von Film-Rezensionen über Comedy-Clips bis hin zu Beauty-Tutorials – das Videoportal bietet Unterhaltung für alle Interessen.

Die Nutzer sind dabei, anders als beim Fernsehen, nicht an ein bestimmtes Programm gebunden. Sie entscheiden selbst wann und, dank den Möglichkeiten von Tablets und Smartphones, auch wo sie sich die Videos anschauen möchten.

Aber nicht nur die große Vielfalt und die zeitliche Unabhängigkeit machen dem alten Fernseher Konkurrenz, vor allem die soziale und interaktive Videokultur sorgen bei den Nutzern für Beliebtheit. Videos können bewertet und kommentiert werden, man kann direkt Meinungen und Verbesserungsvorschläge äußern und damit aktiv zu neuem Content beitragen. Es ist ein direkter Austausch mit anderen Nutzern möglich, sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene und man wird automatisch Teil einer Community.

Was für viele Youtuber als Hobby in ihrem Kinderzimmer begann, wurde heute zu weit aus mehr, nämlich einem richtigen Job: „ Mehr als eine Million Videokünstler aus 30 Ländern verdienen mit ihren Videos Geld“, „Tausende von Kanälen jährlich sechsstellige Beträge“. Diese Einnahmen ermöglichen den Youtubern die Qualität ihrer Videos durch professionelles Equipment ständig zu verbessern und sie immer weiter an teure Fernsehproduktionen anzunähern.

Die Qualität der Videos und die langjährige Erfahrung und Präsenz im Netz erhöhen nicht nur den Bekanntheitsgrad vieler Youtuber sondern helfen auch dabei eine eigene Fangemeinde aufzubauen.

Es ist also nicht verwunderlich, dass auch das Fernsehen schon auf die Youtube-Stars aufmerksam geworden ist und vor allem in den USA immer mehr Youtuber für Fernsehproduktionen angeworben werden. Dass sich davon allerdings viele bewusst gegen einen Wechsel zum Fernsehen entscheiden, mag verschiedene Gründe haben.

Freiheit und ohne Anweisungen selbst zu entscheiden, was man wann drehen möchte ist sicherlich einer davon. Ein anderer mag der Blick in die Zukunft sein: Wieso einen Schritt zurück gehen, wenn man vielleicht bereits im Fernsehen von Morgen Fuß gefasst hat?!

 

 

Quellen:

https://www.youtube.com/yt/press/de/statistics.html

http://de.wikipedia.org/wiki/YouTube

http://www.tagesspiegel.de/medien/digitale-welt/internet-youtube-statt-fernsehen/1254666.html

http://www.seo-analyse.com/google-optimierung/google-dienste/youtube/

Mal kurz mit dem Smartphone ein paar Euro verdienen

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Wie genau soll das möglich sein?  Die Antwort lautet: Microjobbing-Apps. Hinter diesem Namen verbergen sich Applikationen, die einen kreuz und quer durch die Stadt jagen, immer auf der Suche nach neuen Missionen, die dem Nutzer dann wiederum Geld oder Punkte einbringen. „Die erhobenen Daten werden […] zu Marktforschungszwecken verwendet, dienen der Vervollständigung von Stadtportalen oder Gastronomie-Suchmaschinen.“

Berühmte Vertreter dieser Apps heißen zum Beispiel Streetspotr, AppJobber oder Metafoto.

Bei Streetspotr kann der User zum Beispiel Fotos von vorgegebenen Gebäuden, Schildern und  Werbetafeln schießen, Umfragen durchführen oder bestimmte Produkte in Geschäften, Bistros oder auch Cafés bewerten. So möchte der Getränkehersteller RedBull von den Nutzer wissen, „welche Kiosks oder Dönerläden seine Energy-Drinks verkaufen. Denn kleine Geschäfte beziehen die Dosen meist nicht per Direktvertrieb und sind bei Red Bull noch nicht als Kunden gelistet„. Vergütet werden diese Tätigkeiten dann entweder mit Punkten oder mit kleinen Geldbeträgen, die zwischen 1€ und 10€ liegen können. Die Punkte lassen den Nutzer dann in der Rangliste aufsteigen und schalten besser bezahlte Jobs in der Umgebung frei.

Die Apps AppJobber und Metafoto funktionieren im Grunde genommen genauso wie  Streetspotr, jedoch gibt es hier nur bezahlte Jobs und kein Punktesystem. Die Bezahlung liegt in der Regel zwischen 1€ und 5€, für den ein oder anderen „Spot“ kann es aber auch bis zu 10€ geben. Metafoto bietet seinen Usern zusätzlich noch zwei zeitlich unbefristete Missionen, bei denen Fotos aus der eigenen Stadt, dem Urlaub o.ä. hochgeladen werden können. Findet sich ein Kunde für die Fotos, wird der Nutzer informiert und die Fotos können an Verlage verkauft werden.

So schön sich dieses ganze Konzept anhört, hat es doch auch ein paar Schwächen. Oftmals ist es nämlich nicht klar, für wen genau man dort eigentlich Fotos macht, Beschreibungen verfasst oder einen Energydrink verkostet. Die fehlende Transparenz ist kein Beinbruch, jedoch würde man sich als Nutzer wahrscheinlich etwas sicherer fühlen, wenn man seinen genauen „Auftraggeber“ kennt. Hinzu kommt, dass die App zur Überprüfung der abgeschlossenen Missionen die ganze Zeit über die GPS-Daten der User aufzeichnet. Natürlich möchten die Damen und Herren hinter Streetspotr, AppJobber und Metafoto sichergehen, dass ihre Nutzer auch wirklich an besagter Location waren und dort die Aufgabe wie vorgegeben erfüllt haben. Aber müsste es nicht ausreichen, wenn der User nur an genau diesem Ort und während er die Aufgabe erledigt, sein GPS aktiviert?

Dass man mit den Apps nicht das große Geld machen kann, ist nicht verwunderlich bei der Vergütung, aber das ist auch gar nicht die Absicht. Die Unternehmen und Kunden der Appbetreiber wollen Geld sparen und natürlich kostet ein Nutzer, der kurz zu einem Restaurant marschiert, deren Speisekarte fotografiert und dafür ein paar Euro verdient, weniger als ein Mitarbeiter, der sich darum kümmern muss. Dazu kommt auch noch der Werbeaspekt. Die Nutzer sollten diese Apps als spaßigen Zeitvertreib sehen, der nebenbei ein wenig Geld einbringen kann.

Da sich schon jetzt Nutzer über die wenigen oder auch immer gleichen Jobs beschweren, bleibt es interessant, was die Zukunft bringt und ob bzw. wie lange sich das Konzept der Microjobbing-Apps hält.

 

Quellen:

http://www.sueddeutsche.de/geld/geld-verdienen-per-app-jobs-die-auf-der-strasse-liegen-1.1748335

http://www.androidpit.de/mikrojob-apps-streetspotr-appjobber-test

http://www.you-fm.de/index.jsp?rubrik=76271&key=standard_document_52798127

http://www.teltarif.de/metafoto-social-media-ios-android/news/56109.html

http://www.netzwelt.de/news/137601-metafoto-app-smartphone-fotos-geld-verdienen.html

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(Anti-)social networking?

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Im Zeitalter von Facebook, Twitter und Co. wird die zwischenmenschliche Kommunikation neu definiert. „Freundschaften“ werden binnen Sekunden via Facebook geschlossen, doch so manch eine Beziehung wird ebenso schnell beendet. Was noch vor einem Jahrzehnt persönlichem Kontakt bedurfte, kann nun schnell und problemlos virtuell von statten gehen. Ein paar wenige Worte, ein Klick genügen. Doch es stellt sich die Frage, in wie weit die permanente Präsenz in den sozialen Netzwerken das Bedürfnis nach sozialen Kontakten und Zugehörigkeit stillen kann. Bereichert „Zuckerbergs Imperium“ unser aller Leben durch die Vielzahl an (Internet-)Bekanntschaften, oder sind wir vielmehr im Endeffekt „gemeinsam einsam“?

Betrachten wir zunächst einmal, wie Kommunikation in social networks von statten geht. Während Mimik und Gestik in realen Interaktionen die Intentionen der Personen unterstreichen und insbesondere dabei behilflich sind, Emotionen zu vermitteln, entfällt der Aspekt der non-verbalen Kommunikation bei virtuellem Austausch, was jedoch oftmals Missverständnisse nach sich zieht, da Geschriebenes vom Empfänger falsch aufgefasst wird. Insbesondere Körpersprache ist jedoch ein maßgeblicher und notwendiger Bestandteil zwischenmenschlicher Interaktion, so besagt die Studie “Inference of Attitude from Nonverbal Communication in Two Channels” (aufgestellt von Albert Mehrabian und Susan Ferris,1967), dass Kommunikation lediglich zu 7% rein verbal interpretiert wird, während 38% durch Mimik, Stimmlage und Augenkontakt und 55% durch die Körpersprache definiert werden. Daraus lässt sich also folgern, dass non-verbale Kommunikation überwiegend über die Intention einer Botschaft entscheidet und dass verbale und non-verbale Kommunikation in sich stimmig sein müssen, um ideal interagieren zu können. (http://www.bmtd.de/7-38-55_botschaften_und_kommunikationswirkung)

Des weiteren besteht die Gefahr, dass social media unsere sozialen Fähigkeiten dahingehend verarmen lässt, dass verlernt wird, sich abseits von Facebook und Co. die Zeit zu nehmen, personal und real zu kommunizieren. Direkte Kommunikation „verkümmere“, so Kommunikationsexperte Robert Spengler, da angesichts der Vielzahl an Kommunikationsströmen kein Raum mehr dafür bleibt, sich einzelnen Personen dauerhaft zu widmen.

(http://www.welt.de/wirtschaft/karriere/leadership/article106568479/Soziale-Netzwerke-schaedigen-soziale-Faehigkeiten.html)

Vielmehr stehen wir unter dem indirekten Zwang, jede offene Kommunikationsanfrage schnellstmöglich zu beantworten. Diese These lässt sich mit einem Beispiel belegen, welches für Außenstehende banal klingen mag, doch jedem Nutzer von Facebook und Whatsapp bekannt ist: Es wird angezeigt, dass und wann genau eine Nachricht zugestellt und vom Gegenüber gelesen wurde. Was als rein informative Funktion gedacht war, verursacht oftmals Stress, Ärger und Missverständnisse, denn wer sieht es schon gerne, dass eine von ihm verfasste Nachricht gelesen, aber nicht beantwortet wurde? Eben dieses Phänomen erhöht den Zwang, Nachrichten schnell zu beantworten, damit sich das (virtuelle) Gegenüber nicht ignoriert oder vernachlässigt fühlt.

Abschließend lässt sich sagen, dass die weltweite Vernetzung durch soziale Netzwerke keinesfalls rein negativ betrachtet werden darf, sie vereinfacht Kommunikation, vervielfältigt Interaktion und ermöglicht rasche Organisation, dies kann und darf nicht geleugnet werden. Ich selbst nutze viele Formen von sozialen Netzwerken und meiner Meinung nach läuft keine Person, welche sich auch außerhalb der social networks bewegt Gefahr, all ihre bestehenden, realen Kontakte zu verlieren und aufgrund virtueller Welten zu vereinsamen, doch man sollte sich fragen, ob es nicht ratsam und erholsam ist, das geliebte Smartphone dann und wann beiseite zu legen, um seine ungeteilte Aufmerksamkeit für ein paar Stunden nur sich selbst oder dem realen Gegenüber zu schenken.

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The German Dream

geschrieben von in Internet, Zukunft des InternetKommentare deaktiviert für The German Dream

Die Stadt New York steht vor einem großen Umbauprojekt: alte Telefonzellen sollen in 10 000 neue WLAN-Stationen umgebaut werden, welche 24/7 kostenlosen und zeitlich unbegrenzten Zugang zum Internet bieten. Sie sollen über einen Android Tablet Touchscreen bedient werden, mit welchem Inlandstelefonate und Notrufe getätigt werden können, als auch Ladestationen für Smartphones besitzen.

Das Projekt „LinkNYC“ ist für alle fünf Stadtteile New Yorks geplant und hat neben den Intentionen, das Straßenbild durch bunte Werbung an den modernen Stationen aufzubessern und die Attraktivität für  Touristen durch kostenloses WLAN zu steigern, ebenso den ökonomischen Aspekt des Wandels im Fokus: allein durch die Erstellung jener Säulen sollen 100-150 Vollzeit Arbeitsstellen geschaffen werden, hinzu kommen weitere, die für die Pflege und den Service der WLAN-Säulen zuständig sein sollen.

Realisierbar sei dieses Projekt mithilfe von Werbefinanzierung an den Hotspots und der finanziellen Beteiligung städtischer Firmen, wodurch des New Yorkers Geldbeutel verschont wird, da laut Bürgermeister Bill de Blasio „das Wifi-Netz keine Kosten für den Steuerzahler verursachen“ soll. In den nächsten 12 Jahren werden geschätzt mehr als 500 Millionen US-Dollar Einnahmen erzielt.

Warum also nicht in Deutschland?

Der erste deutsche Vorreiter ist die Stadt Pforzheim, die kostenfreies Surfen in der Innenstadt und am Stadtrand anbietet. Ab einer Nutzung von über 300 Megabyte Datenvolumen kann man den kostenlosen Service jedoch nicht mehr nutzen, es sei denn man zahlt 8,99€ und erhält einen Gigabyte Datenvolumen oder es wird eine Monatsflatrate für 19,99€ erworben und das Angebot der Stadt ist uneingeschränkt nutzbar.

Weitere Großstädte, wie zum Beispiel Hamburg, streben ganz nach dem Beispiel „LinkNYC“ das Offerieren von Hotspots an. Gänzlich unpraktisch ist jedoch die Rechtslage in Deutschland, da durch die Störerhaftung der Netzbetreiber die Verantwortung dafür trägt, wofür das WLAN genutzt wird. Dass deutsche Städte oder Kooperationspartner diese Bürde nicht auf sich nehmen wollen, lässt sich mit gesundem Menschenverstand nachvollziehen.

Eine Ausweichmöglichkeit fand die Non-Profit-Organisation „Medien-/IT-Initiative-Pforzheim“, welche für den dortigen WLAN Hotspot zuständig ist, indem sie die Firma Skytron mit der Betreiberhaftung beauftragte.

Zusätzlich dazu erschien bereits ein Antrag zur Abschaffung der Störerhaftung, der jedoch am 14.11 von der CDU und der SPD im Bundestag abgelehnt wurde. Fragwürdig ist hierbei, wieso ein entwickelter Staat wie Deutschland diese Regelung nicht abschaffen will, denn laut Chaos Computer Club Mitglied Michael Hirdes gebe es kaum ein Land mit dieser Regelung.

Quellen:

http://www.wiwo.de/technologie/digitale-welt/hamburg-will-vorreiter-werden-kostenloses-wlan-in-der-innenstadt-/10990372.html

http://www.wiwo.de/technologie/digitale-welt/wlan-experimente-moebel-werden-zum-hotspot/8786314-2.html

http://www.skytron.de/de/mobilesinternet/index.php

http://www.link.nyc/

http://www.welt.de/wirtschaft/article134462676/New-York-plant-groesstes-gratis-WLAN-Netz-der-Welt.html

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Sprache im Netz: Wie uns Onlinezeitungen zum Klick verführen wollen

geschrieben von in Internet, Kommunikationsformen, Medienkritik, Online-Magazine, Qualität, Zukunft des InternetKommentare deaktiviert für Sprache im Netz: Wie uns Onlinezeitungen zum Klick verführen wollen

Schon seit jeher verfolgen Journalisten vorrangig ein Ziel: Ihre Texte sollen gelesen werden. Publizität ist neben Aktualität, Universalität und Periodizität ein wesentliches Kriterium des Mediums Zeitung. Der Lohn für tiefgründige Recherche, originelle Formulierung und spannende Texte ist die Aufmerksamkeit der Leser.

So sollte es zumindest sein. Denn seit der Etablierung von Online-Medien hat sich eines verändert: Der Erfolg einzelner Beiträge innerhalb eines Angebots ist quantifizierbar geworden. Konnte man im analogen Zeitalter anhand von Verkaufszahlen, Abonnements und der Auflage die Größe der Leserschaft einer Zeitung bestimmen, ist es in der digitalen Epoche längst möglich, anhand der Klickzahlen einzelner Artikel Rückschlüsse auf sie zu ziehen. Somit werden diese Klickzahlen zur Maßeinheit im Netz – und im Kampf um diese hat sich auch die Sprache verändert. Als Beispiele hierfür lassen sich insbesondere zwei Webportale nennen, die im Gegensatz zu den zahlreichen Onlineangeboten der etablierten Printmedien von Anfang an nur im Netz zuhause waren: Die „Huffington Post“ und „Heftig.co“.

Schaut man sich die Startseiten dieser beiden Websites an, so fällt eines ins Auge: Eine zentrale Rolle spielen hier Überschriften und Bilder; längere Texte oder zumindest Vorspanne für Artikel sind von stark untergeordneter Bedeutung. Bei „Heftig.co“ fehlen diese gar komplett – die Startseite besteht fast ausschließlich nur aus Bildern und Überschriften. Diese sind zugleich Hyperlinks, die von der jeweiligen Startseite als Absprungstelle auf portal-interne Seiten mit dem eigentlichen Inhalt verlinken.

Dabei fällt nicht nur die auffällige optische Gestaltung dieser Links ins Auge (wie etwa die große, bunte Schrift bei der „Huffington Post“), sondern auch die sprachliche Gestaltung. Die Seiten gehen mit einem Stil vor, der Überschrift und Cliffhanger verbindet. Exemplarisch zu nennen sind etwa die Überschriften „Tierschützer befreien Elefanten nach 50 Jahren Gefangenschaft. Dann passiert etwas Magisches“ oder „9 Monate. 98 Männer. Das habe ich gelernt“ bei der Huffington Post. Während die „Huffington Post“ auch noch teilweise längere, einführende Texte auf ihrem Portal anbietet, geht „Heftig.co“ bei all seinen Links nach diesem Muster vor. Beispiele hierfür sind: „Was macht man, wenn die Liebe nachlässt? Ich wollte es selbst nicht glauben, aber die Lösung ist denkbar einfach!“, „Es ist nur eine Minute. Aber diese Rede von Jim Carrey kann dein Leben verändern. Für immer!“ oder „Etwas bewegte sich im Brunnen. Als er es erkannte, stockte ihm der Atem.“ Die genannten exemplarischen Überschriften stehen alle ohne weitere Informationen und nur begleitet von einem Bild auf der Startseite.

Das Ziel dieses Vorgehens ist offenkundig: Die Leser sollen neugierig gemacht und dazu gebracht werden, die Links zu den einzelnen Beiträgen anzuklicken – ohne dass vorher dargestellt werden muss, welcher konkrete Inhalt in diesen enthalten ist. Aufmerksamkeit als Lohn für tiefgründige Recherche, originelle Formulierung und spannende Texte wirkt vor diesem Hintergrund geradezu anachronistisch.

 

Quellen:

  • Bucher, Hans-Jürgen, 1999: Die Zeitung als Hypertext. Verstehensprobleme und Gestaltungsprinzipien für Online-Zeitungen. In: Lobin, Henning (Hrsg.): Text im digitalen Medium: Linguistische Aspekte von Textdesign, Texttechnologie und Hypertext-Engineering. S. 9-32. Opladen: Westdt. Verlag.
  • Neuberger, Christoph, 2003: Online – die Zukunft der Zeitung? Das Engagement deutscher Tageszeitungen im Internet. 2. Auflage. Wiesbaden: Westdt. Verlag.
  • http://www.huffingtonpost.de/, Zugriff am 08.07.2014, 11:00 Uhr
  • http://heftig.co/, Zugriff am 08.07.2014, 11:00 Uhr

Anglizismen auf Twitter – #really?!

geschrieben von in Zukunft des InternetKommentare deaktiviert für Anglizismen auf Twitter – #really?!

Was tun, wenn in meinem „Newsfeed“ ein interessanter „Tweet“ angezeigt wird? Ich könnte ein „Follower“ des Verfassers werden (keine Bange, „unfollow“ geht immer!) oder gleich den ganzen Beitrag „Retweeten“. Versehen mit einem netten „Hashtag“ wird dieser auch andere „Twitterer“ erreichen, die dieselben Interessen haben.

Nein, es geht nicht um die englische Version des beliebten Mikroblogging-Dienstes, diese Begriffe werden natürlich auch den deutschen Nutzern angezeigt  – ob diese nun Englisch verstehen oder nicht, spielt dabei keine große Rolle. Werden oben genannte Begriffe nämlich frei ins Deutsche übersetzt, wird in meiner „Nachrichteneinspeisung“ ein interessantes „Zwitschern“ angezeigt, von dessen Verfasser ich ein „Anhänger“ werden, den Beitrag „zurückzwitschern“ und das Ganze mit einem „Rauteetikett“ versehen kann. Hä?

Anglizismen sind aus den neuen Medien nicht mehr wegzudenken. Wir alle kennen und nutzen sie, oft gibt es für Begriffe erst gar kein deutsches Pendant („Hashtag“) oder die Übersetzung macht im Kontext schlichtweg keinen Sinn („Zwitschern“).  Die Welt hat in einer langjährigen Studie das Vorkommen von Anglizismen untersucht und dabei unter anderem festgestellt, dass sich der Gebrauch von Anglizismen bei Substantiven zwischen 1994 und 2004 verdoppelt hat. Mögliche Gründe dafür, warum nicht einfach ein deutsches Gegenstück verwendet wird, gibt es viele. Möglicherweise hat die fortschreitende Globalisierung mit Englisch als Weltsprache etwas damit zu tun, oder dass englische Wörter die Bedeutung eines Begriffes oft einfacher, besser oder genauer ausdrücken können („Oldie“ anstatt „Lied aus einer älteren Generation“).

Anglizismen sind überall. Seit 2010 wird einmal jährlich der „Anglizismus des Jahres“ gewählt; im Jahr 2011 war dieser beispielsweise „Shitstorm“ (ein weiteres Wort, das übersetzt nicht wirklich Sinn ergibt). Trotzdem gibt es genug Gegner, die im Anglizismus eine Bedrohung für die deutsche Sprache sehen. Die Deutsche Bahn plante sogar eine Aktion gegen Anglizismen in ihrem Betrieb, bei der aus einem „Flyer“ ein „Handzettel“ und aus einer „Hotline“ eine „Service-Nummer“ werden sollte.

Ob das im Jahr 2014 noch viel Sinn macht, sei dahingestellt.  Zumindest in den sozialen Netzwerken, allen Voran Twitter, werden sich die eingeführten Begriffe wohl nicht mehr ändern. „Nachrichteneinspeisung“ ist eben nicht so einfach wie „Newsfeed“ und Jesus hatte zwar Anhänger, ich dafür aber „Follower“.

 

Quellen:

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Bahn-geht-gegen-Anglizismen-vor-article10873656.html

http://www.anglizismusdesjahres.de

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Bahn-geht-gegen-Anglizismen-vor-article10873656.html

http://www.abendblatt.de/kultur-live/article2085604/Wie-viel-Englisch-vertraegt-Hamburg.html

Sascha Lobo zur Lage der Nation – Eine verbale Ohrfeige

geschrieben von in Allgemeines, Internet und Politik, Zukunft des InternetKommentare deaktiviert für Sascha Lobo zur Lage der Nation – Eine verbale Ohrfeige

Eine Rede „zur Lage der Nation“, so wird Sascha Lobos Auftritt auf der diesjährigen re:publica, der Konferenz rund um das Web 2.0, angekündigt. Er spricht hier als Präsident der Internetgemeinde, oder mit einer familiären Metapher: Als verständnisloser Vater, der die Notwendigkeit sieht, seine Kinder wachzurütteln.
„Das Internet ist kaputt“, stellte Lobo schon in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagzeitung fest, der Medienkritiker ist entsetzt. Freiheit sollte das Internet bedeuten, die Vernetzung von Menschen möglich machen, doch Abhörskandale sorgen dafür, dass von „Freiheit“ keine Rede mehr sein kann. Das Schlimmste für ihn: die Regungslosigkeit der Internetnutzer. „Ihr habt versagt“, lautet sein Vorwurf, der Betroffenheit im Publikum auslöst.
Skandale, die belegen, dass das Internet längst zum Machtinstrument geworden ist, häufen sich. Lobo schildert detailliert die Chronologie zwischen PRISM, ACTA, und NSA und betont, dass eine angemessene Reaktion der Bundesregierung bisher ausblieb. Die Empörung der Internet Nutzer war zum Zeitpunkt des Publik Werdens der Überwachungssituation groß, doch sie ebbte schnell ab, zu schnell, meint Lobo. Er appelliert, dass wir den Mächtigen gegenüber den Druck drastisch erhöhen müssen, ein Mittel sei dafür unabdingbar: Geld.
Während ein Tierschutzverein in Bayern ein Jahresbudget von ca. 10 Millionen Euro zur Verfügung hat, die zum großen Teil aus Spenden stammen, hatte ein Spendenaufruf der Netzpolitik e.V. keinerlei Effekt, so Lobo.
Die Internetgemeinde, das sind vor allem wir als junge Digital Natives, die längst um den Nutzen des Web als Massenmedium wissen und es schätzen, sind nicht bereit, für die Sicherheit des Netzes Geld auszugeben. Längst wissen wir, dass wir dort Spuren hinterlassen und dass die Politik und große Unternehmen alles andere als sensibel damit umgehen, also müssen wir uns in der Konsequenz und laut Lobo fragen, was WIR falsch gemacht haben. Wir wollen ein Internet, das „frei, offen und sicher“ ist, wert ist uns das offensichtlich nichts. Klar gibt es Onlinepetitionen und ähnliches, aber vom Sofa erheben um für ein sicheres Internet zu kämpfen, für unsere Privatsphäre, das wollen wir nicht.
Lobo plädiert dafür, dass die Überwachung nicht zur Normalität werden darf, dass wir nicht in unserer Lethargie verharren dürfen und abwarten, was die Politik wohl mit unseren Daten anfängt. Der Druck muss steigen, und damit unser monetärer Einsatz, wir können nicht mehr nur fragen was das Internet für uns tun kann, sondern auch was wir für das Internet tun können.
Marion Mann
Quellen: Zitate nach Lobo, Rede auf der re:publica http://t3n.de/news/sascha-lobo-habt-versagt-543664/
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/abschied-von-der-utopie-die-digitale-kraenkung-des-menschen-12747258.html

Der Kampf gegen die NSA

geschrieben von in Internet, Internet und Politik, Medien und Politik, Medienwandel, Zukunft des InternetKommentare deaktiviert für Der Kampf gegen die NSA

Hildesheimer Mathematiker bauen an einer Möglichkeit, sich gegen NSA-Spionage-Attacken zu wehren. Professor Hans-Joachim Bentz von der Universität Hildesheim arbeitet seit knapp 30 Jahren an sogenannten Assoziativspeichern. Laut einem Bericht von heute.de sind „Betriebssystem und Programmiersprache […] einsatzbereit“. Jetzt fehlt noch die Hardware, dann kann der Assoziativ-Computer in den Verkauf gehen.

Angelehnt ist das Prinzip der Assoziativspeicher an das Menschliche Gehirn. Dort werden Informationen nicht wie in einem herkömmlichen Computer an einer festen Speicheradresse abgelegt, sondern in einem Neuronengeflecht. Je nach Schaltung der Synapsen können dann verschiedene Anforderungen erfüllt werden.

Feste Speicheradressen sind aber Voraussetzung dafür, dass sich Trojaner & Co in einem Computer festsetzen können – Ansatzpunkt für Professor Bentz: „In einem assoziativen System läuft die Informationsverarbeitung nicht mehr über feste Speicherzellen mit einem starren Adresssystem, sondern hier haben wir es mit Speichermatrizen zu tun, die zusammenwirken“. Die Schaltmechanismen des Gehirns wurden von Bentz in Form einer Matrix nachgebaut, die die assoziative Speicherform ermöglicht.

Ende letzten Jahres wurde vom deutschen Hacker-Verein Chaos Computer Club im Rahmen des jährlichen Chaos Communication Congress gefordert: „Das Internet post Snowden muss ein ganz neues werden“ (Andy Müller-Maguhn), und zwar sowohl in technischer, als auch in politischer Hinsicht. Jan Girlich, ebenfalls Mitglied im CCC: „In Sachen Netzüberwachung hat die Politik uns belogen und betrogen, da hilft nur ein neuer Anfang.“

Was den technischen Neuanfang betrifft, könnte Professor Bentz einen großen Schritt tun bzw. getan haben. Politisch sind wohl noch einige Fragen offen. Dass es Möglichkeiten gibt, sich zumindest ein bisschen vor der Internet-Spionage zu schützen, finde ich in gewissem Sinne beruhigend. Was die „neuen“ Computer in der (Alltags-)Praxis können, wird sich zeigen. Hoffentlich viel.

 

Quellen:

Welchering, P. (2014). Hacker wollen das Netz zurückerobern. Zugriff am 26.01.2014 unter rhttp://www.heute.de/hacker-und-chaos-computer-club-wollen-das-internet-zurueck-erobern-31334944.html.

Welchering, P. (2014). Forscher bauen Rechner gegen NSA-Codeknacker. Zugriff am 26.01.2014 unter http://www.heute.de/nsa-affaere-hildesheimer-forscher-setzen-im-kampf-gegen-datenspionage-auf-assoziativcomputer-31525728.html.

#AskSnowden

geschrieben von in Allgemeines, Internet, Medien und Politik, Zukunft des InternetKommentare deaktiviert für #AskSnowden

In einer Fragerunde am Donnerstagabend um 21 Uhr (MEZ) konnten unter dem hash tag #AskSnowden via Twitter Fragen an den ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter Snowden gestellt werden, die dieser ausführlich beantwortete. Alle Fragen, die innerhalb der zur Verfügung stehenden Stunde gestellt wurden sowie die entsprechenden Antworten sind auf der Website http://freesnowden.is/asksnowden.html zu finden.

Wichtige Aussagen waren, dass der Whistleblower eine Rückkehr in die USA ausschließe, da ihm dort in jedem Falle eine Bestrafung drohe. Eine Rückkehr sei angesichts der gegenwärtigen Gesetze zum Informantenschutz in den USA nicht möglich. Aufgrund der aktuellen Rechtslage habe er keine Chance auf einen fairen Prozess.  Zuvor hatte der US-Justizminister Holder in einem Fernsehinterview erklärt, Washington sei nicht bereit Snowden Amnestie zu gewähren, Gespräche könnten allerdings geführt werden. Er machte aber auch deutlich, dass Snowden Gesetze gebrochen habe und dafür bestraft werden müsse.

Für Snowden gelten die Gesetze zum Schutz von Whistleblowern nicht, da er als ziviler Mitarbeiter bei der NSA tätig war.

 

Quellen:

fab/dpa/Reuters (2013). NSA-Whislteblower: Snowden plant Fragerunde im Internet. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/snowden-stellt-sich-fragerunde-im-internet-a-944825.html (Letzter Zugriff: 24.01.2014)

http://freesnowden.is/asksnowden.html (Letzter Zugriff: 24.01.2014)

 

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BGH-Urteil zur Haftung für illegales Filesharing

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Am 08.01.2014 entschied der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs in einem Fall über die Haftung des Internetanschlussinhabers im Falle illegalen Filesharings durch volljährige Familienangehörige.

Vier führende deutsche Tonträgerhersteller hatten beim Landgericht Köln Klage eingereicht, die den Beklagten auf die Erstattung der Abmahnkosten in Höhe von 3.454,60 € in Anspruch nahm. Vorausgegangen waren anwaltliche Abmahnschreiben.

Der Vorwurf: Über den Internetanschluss des Beklagten seien im Juni 2006 3.749 Musiktitel auf der peer-to-peer (p2p) – Plattform „BearShare“ zum Download bereitgestellt und damit Urheberrechtsverletzungen begangen worden.

(Auf p2p-Plattformen stellt der Downloader bereits heruntergeladene Dateien selbst zum Upload bereit, sofern die Upload-Funktion nicht deaktiviert wird.)

Der Anschlussinhaber und Beklagte: Polizist, der beruflich mit der Suche nach illegalen Kopien im Internet befasst ist. In einer polizeilichen Vernehmung räumte der damals 20-jährige Stiefsohn des Beklagten ein, Musiktitel via „BearShare“ heruntergeladen zu haben. Zwar gab der Beklagte zunächst eine Unterlassungserklärung ohne Anerkennung einer Rechtspflicht ab, weigerte sich jedoch die geltend gemachten Abmahnkosten zu bezahlen. In der Folge wurde Klage beim LG Köln eingereicht.

Das LG Köln hatte der Klage in vollem Umfang stattgegeben. In der Berufungsinstanz vor dem Oberlandesgericht Köln wurde der Beklagte zur Zahlung von 2.841 € verurteilt.

Die Revision vor dem BGH schließlich führte zur Aufhebung des Berufungsurteils und vollständigen Klageabweisung.

Die Begründung: Da innerhalb einer Familie ein besonderes Vertrauensverhältnis besteht und volljährige Familienangehörige für ihr Handeln eigenverantwortlich sind, darf der Anschlussinhaber seinen volljährigen Familienangehörigen den Internetanschluss überlassen, ohne dass ihn dabei Belehrungs- oder Überwachungspflichten treffen. Eine Haftung (sog. Störerhaftung) trifft den Anschlussinhaber bei durch volljährige Familienangehörige betriebenem illegalem Filesharing dann also nicht.

Offen bleibt wie derartige Fälle illegalen Filesharings in anderen Wohnformen, wie Wohngemeinschaften, zu entscheiden sind, da ein besonderes Vertrauensverhältnis hier nicht ohne Weiteres bejaht werden kann.

 

Quellen:

Bundesgerichtshof (2013). Urteil des I. Zivilsenats vom 8.1.2014 – I ZR 169/12 -. http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&nr=66408&pos=27&anz=568 (Letzter Abruf: 09.01.2014)

Bundesgerichtshof (2013). Pressmitteilung Nr. 5/14 vom 8.1.2014. http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&nr=66407&linked=pm&Blank=1(Letzter Abruf: 09.01.2014)

Biermann, Kai (2013). BGH schränkt die Störerhaftung ein. http://www.zeit.de/digital/internet/2014-01/bgh-stoererhaftung-bearshare (Letzter Abruf: 09.01.2014)

 

Homespot, sweet homespot …

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Seit Oktober gibt es darüber Berichte. Jetzt sind bei Trierer Kunden die ersten Schreiben von Kabel Deutschland eingegangen: Das Unternehmen plant deutschlandweit die Einrichtung eines für ihre Kunden kostenfreien WLAN Netzes, dass unter dem Namen KD WLAN Hotspot+ zu finden sein wird.
Anschreiben Kabel

Die Idee
Sie ist so einfach, wie genial.
Man nutzt die schon in vielen Haushalten vorhandenen Router der privaten Kunden und gewährt über diese Hardware fremden Kabelkunden Zugriff aufs Internet.

Die Voraussetzungen
Hardware: Bedingung für die Teilnahme ist bei den Kabel Kunden ein Hiltron oder Compal Router.
Software: Diese Router erlauben die Anwendung der Multi-SSID-Technik, mit deren Hilfe mehrere virtuelle Funknetze gleichzeitig aufgebaut werden können. Laut Kabel Deutschland sollen auf diese Weise bis zu maximal fünf Fremdsurfer zeitgleich mitsurfen dürfen. Diesen würde eine zusätzlich eingerichtete Bandbreite zur Verfügung gestellt, die eine Datenübertragungsgeschwindigkeit von zehn Megabit pro Sekunde gewährleisten soll.

Die Bedenken
Manche Kabel-Deutschland-Kunden fürchten eine Einbuße der ihnen dann noch zur Verfügung stehenden Download-Raten. Diese Sorge ist laut Kabel Deutschland unbegründet, da die Gastsurfer ein separates Funknetz benutzen würden, das mit einer eigenen Kapazität arbeitet.
Eine weitere Sorge ist die Sicherheit des eigenen Heimnetzwerkes. Auch hier beruhigt Kabel Deutschland mit dem Hinweis, dass die Netze trotz der Verwendung desselben Routers streng voneinander getrennt wären.
Ein dritter Punkt, der Sorge bereitet, ist die in Deutschland übliche „Störerhaftung“. Während große Unternehmen durch für sie günstig ausgelegte Sonderregelungen davon nicht betroffen sind, haften private WLAN-Besitzer bisher in vollem Umfang für Schäden, die durch illegale Up- und Downloads über ihre hauseigenen Netze getätigt werden. Dieses Problem will Kabel Deutschland jedoch ausgeräumt haben. Denn jeder Gastnutzer bekommt eine eigene, temporäre IP-Adresse zugewiesen. Und da er sich mit seiner privaten Kabel-Kennung in den jeweiligen Homespot einloggen muss, wäre er damit nachverfolgbar.
Die verbleibende Rechtsunsicherheit – was, wenn dann doch die Abmahnung eines emsigen Rechtsanwaltes ins Haus flattert, auf die ein Homespot-Betreiber reagieren müsste – wird durch den im Kabel Deutschland Flyer bestätigten Haftungsausschluss des Kunden beschwichtigt. Um solche Fälle will sich Kabel Deutschland laut Aussage seines Pressesprechers persönlich kümmern.
Hoffnung auf baldige Rechtssicherheit gibt darüber hinaus eine Vereinbarung der Netzpolitiker von CDU und SPD von Montag, dem 04.12.2013:
Im Rahmen der Koalitionsverhandlungen wurde sich darauf geeinigt, dass private Anbieter von frei zugänglichen WLANs den Zugangs-Providern wie Telekom und 1&1 gleichgestellt und somit vom Haftungsrisiko befreit werden sollen.
Ein „Geschmäckle“ hat die Art des Vorgehens von Kabel Deutschland. Wer nicht innerhalb von sechs Wochen nach Zustellung der unten angehängten Anschreiben widerspricht, ist automatisch per Fernkonfiguration mit dabei. Allerdings kann man auch später noch aus der Homespot-Community wieder austreten, die Abschaltzeit beträgt dann sieben Tage.

Das Fazit
Diese Idee und Technik sind nicht neu, sondern werden von dem aus Spanien stammenden Unternehmen Fon schon seit Jahren benutzt. Die Erfahrungen, vor allem in Frankreich, sind gut und haben nicht nur dort zu einer weiten Verbreitung dieses Systems beigetragen.
Schon vorhandene Hardware Ressourcen zu nutzen, um eine Verbesserung des Angebotes und der Versorgung für viele auch unterwegs zu ermöglichen, spricht sehr für eine „Win-Win“-Situation für Provider und Kunden.
Bleibt zu wünschen, dass die noch ausstehende gesetzliche Regelung der Haftungsbefreiung von privaten WLAN Betreibern von der Politik zügig in Angriff genommen wird.

Denn freigeschaltet werden sollen die Homespots schon Anfang Februar.

Flyer VorderseiteFlyer Rückseite
Spiegel online, URL: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/kabel-deutschland-plant-homespot-service-mit-privatkunden-a-933808.html. Stand 15.11.2013, abgerufen am 12.12.2013.

Spiegel online, URL: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/stoererhaftung-netzaktivisten-begruessen-vorstoss-fuer-offene-w-lans-a-932055.html. Stand 06.12.2013, abgerufen 12.12.2013.

Beiträge zur „Störerhaftung“. URL: http://www.wbs-law.de/?s=st%C3%B6rerhaftung. Abgerufen 12.12.2013.

Homepage „fon“, deutsch. URL: https://corp.fon.com/de. Abgerufen 12.12.2013.

Übersichtskarte fon, Europa: https://corp.fon.com/en/maps. Abgerufen 12.12.2013.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Privat-Router-als-oeffentliches-WLAN-Kabel-Deutschland-will-Homespots-standardmaessig-aktivieren-2046642.html. Stand 14.11.2013, abgerufen 12.12.2013.

http://www.teltarif.de/kabel-deutschland-homespot-vorteil-nachteil-chancen-risiken/news/53396.html. Stand 20.11.2013, abgerufen 12.12.2013.

https://www.kabeldeutschland.de/csc/produkte/homespot. Abgerufen 12.12.2013.

„OK glass, take a picture“

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Beim Essen. Beim Fernsehen. In der Uni. Auf dem Klo. Beinahe jeder von uns hat mittlerweile den nervösen Tick, den Google-Mitbegründer Sergey Brin in diesem Video für TED beschreibt. Wir alle kleben an unseren Smartphones und starren auf das Display, egal ob es etwas zu sehen gibt oder nicht. Mit seinem Handy-Betriebssystem Android hat Google einiges zu dieser Angewohnheit beigetragen, von der es uns jetzt wieder werbewirksam und mit möglichst großen Gewinnen wieder befreien möchte.

Das Smartphone soll vom kleinen Kästchen in der Hand jetzt zur Brille werden, die das, was wir jetzt auf dem Display sehen, direkt vor unserer Nase anzeigt. Ausgereift ist das sogenannte „Google Glass“ noch nicht, es kann noch nicht alles, was ein Smartphone kann und wäre wohl ästhetisch noch verbesserungswürdig, aber so stellt sich Google die Zukunft vor. Man soll die Hände frei haben und das kleine „Pop-up“ im Sichtfeld soll dezent sein und die Sicht nicht behindern. All das klingt genauso futuristisch wie interessant und scheint im Promo-Video auch tadellos selbst beim Extremsport zu funktionieren. Sein Ziel sei es, die Suchanfragen, Googles zentrales Element, überflüssig zu machen und den Menschen automatisch die Informationen zur Verfügung zu stellen, die sie brauchen. Ob man das auch möchte oder ob es sich anhört wie leicht zu manipulierender Science Fiction-Horror, muss sich noch zeigen.

 

Brin, Sergey (2013): „Google Glass – wozu?“ TED Conferences LLC. New York. <http://www.ted.com/talks/sergey_brin_why_google_glass.html>

 

Kremp, Matthias (2013): „Angefasst: Was kann die Google Brille?“ SpiegelONLINE. Hamburg.

<http://www.spiegel.de/video/google-glass-angefasst-testet-die-datenbrille-von-google-video-1276572.html>

Microsofts Blick in die Privatsphäre

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Vor kurzem enthüllte Microsoft ihre Nachfolgekonsole zur Xbox 360 an. Sie soll neben der Playstation 4 von Sony und der Wii U die nächste Konsolengeneration einleiten. Vieles wurde getan, um auf den nächsten Konsolenzyklus, der in der Regel auf sechs Jahre ausgelegt ist, vorbereitet zu sein: Hardware und Leistung der Konsole wurden stark verbessert und der Controller überarbeitet. Auch Kinect, Microsofts Bewegungssteuerung-Technik, wurde erheblich optimiert.

Doch die Ankündigung der sogenannten Xbox One hat sehr polarisierende Reaktionen unter Fans und Spielern hervorgerufen. Selbst Datenschützer haben große Bedenken.

Ein Medienzentrum

Auf der „Reveal“-Veranstaltung wurde die Xbox One als Entertainment-Gerät vorgestellt. Der Schwerpunkt wurde aber, im Gegensatz zu den Erwartungen der Spieler, nicht auf neue Spiele gesetzt, sondern auf Multimedia-Anwendungen. Der Name One soll sinnbildlich für den Einsatz der neuen Konsole stehen. Ein Gerät, welches alle Dienste und Möglichkeiten des Entertainmentkonsums miteinschließt und vereint. So kann mit den HDMI Out- und In- Eingängen das TV Signal von Receivern auf die Xbox übertragen werden. Netflix und ähnliche Anbieter bieten eine riesige Auswahl an Filmen und Serien, auf die der Benutzer nach Abschluss eines Abonnements zugreifen kann. Dank des Bluray-Players können DVDs und Blurays ohne Probleme abgespielt werden, Musik, Skype, Fotos stehen ebenfalls zur Verfügung. So wird das Konsumieren von Medien weiter innoviert und das klassische Fernsehen bildet somit nur noch einen Teil der zahlreichen Möglichkeiten.

Kinect 2.0

Kinect wurde im Lebenszyklus der Vorgängerkonsole Xbox 360 eingeführt. Es ist eine Kamera, die üblicherweise direkt vor dem Fernseher angebracht wird und an der Xbox angeschlossen wird. Sie erkennt Bewegungen und Gesten der Personen, die vor dem Fernseher agieren und transferiert diese in Befehle, um etwa Menüs oder Spiele zu steuern. Zudem erkennt ein integriertes Mikrofon Sprachbefehle.

Mangelte es Kinect noch an Genauigkeit, ist dies, laut Microsoft, mit der Kinect 2.0 nicht mehr der Fall. Kinect 2.0 erkennt alles besser und zuverlässiger. So ist es nun selbst bei schlechten Lichtbedingungen möglich, Bewegungen einzelner Finger oder Mimiken von Menschen zu erfassen. Von Wischgesten, mit denen von der Couch aus das Menü der Konsole bedienbar ist, bis hin zu einfachen Sprachbefehlen, beispielsweise um das Gerät anzuschalten oder Programme und Sender zu wechseln, sind somit keine Grenzen mehr gesetzt – vorausgesetzt die Versprechen von Microsoft sind wahr.

We are watching you

Da Kinect mit der neuen Xbox zusammenverkauft wird und diese nur mit eingeschalteter Kinect-Kamera funktionieren, gibt es derzeit große Bedenken aus der Bevölkerung. Die Kamera kann theoretisch alles analysieren was vor dem Fernseher geschieht. Sie erkennt, wie viele Menschen davor sitzen. Sie erkennt, ob die Menschen lachen oder traurig sind. Sie erkennt, wann das Programm gewechselt wird. Sie könnte sogar erkennen, welche Produkte konsumiert werden. Cola, Chips oder doch Pizza? Es wären wohl mit die attraktivsten Daten, die man von seinen Konsumenten haben könnte. Deshalb gibt es derzeit nicht ohne Grund  große Bedenken zu diesem Konzept. Wie Microsoft diese Daten wirklich nutzen wird und ob sie überhaupt so verwendet werden, ist noch unklar. Was wäre allerdings, wenn die Konsole gehackt wird und Fremde Zugang erlangen könnten? Dass die Xbox mindestens einmal am Tag online sein muss und Kinect im Prinzip immer eingeschaltet ist, um auch Sprachbefehle „Xbox On“ erkennen zu können, um das Gerät einzuschalten, ist dabei kein Trost. Noch ist alles spekulativ und genaue Informationen werden vermutlich erst zur E3 (Electronic Entertainment Expo), die am kommenden Montag beginnt, geliefert, bei der die großen Publisher jährliche Konferenzen veranstalten.

Quellen
Heise.de (2013): Datenschutzbeauftragter: Xbox One ist ein Überwachungsgerät. URL: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Datenschutzbeauftragter-Xbox-One-ist-ein-Ueberwachungsgeraet-1870051.html (08.06.2013)

Spiegel Online (2013): Xbox One: Microsoft kann jetzt Ihr Sofa sehen. URL: http://www.spiegel.de/netzwelt/games/microsoft-konsole-xbox-one-kinect-kamera-schafft-datenschutz-probleme-a-900397.html (08.06.2013)

Sind die Zeitungen passee?

geschrieben von in Allgemeines, Internet, Printmedien, Zeitungskrise, Zukunft des Internet1 Kommentar »

Dänemark, Deutschland, England, die USA und so weiter. Egal wo man in der Welt ist, bezieht man schnell die neusten Informationen aus dem Internet. Die Zeitungen übermitteln nur „alte“ Nachrichten von dem vorherigen Tag. Bedeutet es, dass die Zeitungen Tod sind? Man kann in jedem Geschäft eine Zeitung kaufen. Mit dieser Tatsache kann man vielleicht überein Passee der Zeitungen sprechen.

Die Onlinemedien sind ständig „up to date“ mit allen Nachrichten den ganzen Tag aus der ganzen Welt. Die Onlinemedien benutzten nicht nur ihre Homepage, aber auch ihre Facebook-Seite, Twitter, Google+ und so weiter. Hat diese schnelle Aktualisierung im Internet die Folgerichtigkeit, falls die Zeitungen „alte“ Nachrichten bringen.

Die Zeitungen werden am Morgen herausgeben und sie werden in der Nacht gedruckt, welches bedeutet, dass die Nachrichten vom vorherigen Tag sind. Die junge Generation haben die Nachrichten im Internet gelesen, und sie haben auch die Nachrichten mit ihren Freunden im Internet auf verschiedene Weise geteilt. Für diese Generation sind die Neuigkeiten „alt“, wenn sie sie am nächsten Tag in der Zeitung lesen. Das moderne Handy hat 3G oder 4G, was bedeutet, dass egal wo man sich befindet, schnell Internet und auch schnell die Möglichkeit hat, die neusten Nachrichten zu lesen. Diese Generation braucht keine Papierzeitung, aber man kann in den meisten Geschäften eine Zeitung kaufen. So ist es weltweit.

Bedeutet das, dass man dennoch eine Zeitung kauft, obwohl man die Möglichkeit auf dem Handy hat oder sind es die Personen ohne moderne Handys, die die Zeitungen kaufen? Einerseits kauft die junge Generation „alte“ Nachrichten. Sie hat die Möglichkeit die Nachrichten den vorherigen Tag auf ihren Mobiltelefonen zu lesen, aber kauft dennoch eine Zeitung. Andererseits muss es die ältere Generation sein, die die Zeitungen kauft weil sie nicht die Möglichkeit auf dem Handy hat. Aber liest nur die junge Generation die Nachrichten im Internet, oder ist die ältere Generation „up to date“ und benutzt das Internet?

Geht es grundsätzlich darum, dass die Zeitungen nostalgisch für uns sind und deshalb kauften wir sie gleichgültig, ob die Nachrichten alt oder neu sind.

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