Urlaub machen in Nordkorea – „Darf er das?“

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Sonnen auf Mallorca, Tauchen in Thailand, Surfurlaub in…Nordkorea?

Was sich für viele von uns wahrscheinlich nach einem Anflug von Größenwahnsinn anhört, ist genau das was YouTuber und Creator Louis Cole aka „Fun for Louis“ im August vergangenen Jahres getan hat.

Louis Cole ist ein 33 jähriger britischer Filmemacher und Videoblogger aus Surrey, England, der mit seinen Videos rund um und während seiner Reisen sein Motto und Marke „Live the Adventure“ („Lebe das Abenteuer“) geprägt hat. Mit seinen 1,8 Millionen Abonnenten auf YouTube spricht Cole eine erwähnenswerte Menge an Jugendlicher und junger Erwachsener an und kann somit durchaus von seinem Hobby leben.

                                                                                           

Was macht man nun mit seinem hart erarbeiteten Geld? Richtig. Ausgeben. Und wo? Wie wäre es mit einem entspannten Kurztrip nach Nordkorea um beim Surfen einfach mal die Seele baumeln zu lassen? Kim Jong-Und ab in den Urlaub!

Im August 2016 begann Louis seine 10-tägige Vlogserie in Nordkorea mit einigen Freunden die mit einer Surf-Organisation in Verbindung getreten sind und diese Reise möglich gemacht haben. Der Veranstalter der Reise bot nun schon zum dritten mal diese Surfschule an, reist aber privat schon seit 17 Jahren nach Nordkorea um ehrenamtlich dort zu arbeiten. Obwohl er nicht von der Regierung engagiert ist, arbeitet er wohl mit ihr zusammen beziehungsweise findet eine positive Kommunikation statt.

Louis unternimmt in seinen Vlogs wie immer zahlreiche Ausflüge unter anderem ein Besuch in einem Wasserpark, Surfen mit „Local surfer chicks“ sowie diverse Tours für Touristen.

Was nun folgt war wohl eher weniger Fun für Louis:

YouTube Stars Are Now Being Used for North Korean Propaganda“ – Vanity Fair

(„YouTube Stars werden jetzt für nordkoreanische Propaganda benutzt“)

„Louis Cole’s Merry North Korea Adventure“ – Human Rights Watch

(„Louis Cole’s fröhliches Nordkorea Abenteuer“)

„You can’t vlog in North Korea and call it apolitical“ – The Verge

(„Man kann nicht in Nordkorea vloggen und behaupten es sei unpolitisch.“)

 

Der einzige Begriff der hier angebracht zu sein scheint ist „shit storm“, netter ausgedrückt eine gewaltige Empörungswelle. Nachrichten und Medien rissen Cole in Stücke, warfen im dubiose Machenschaften mit der nordkoreanischen Regierung vor, behaupteten sogar er wäre für die angeblichen Propagandavideos bezahlt worden.

Warum nun also all das auf sich nehmen? Louis sagt, er möchte die „wunderschönen und positiven Dinge suchen, mit Einwohnern Kontakt knüpfen und über die Kultur und das Land lernen“. Er betont außerdem, dass er davon ausging, dass seine Zuschauer über ein Basiswissen über Nordkorea verfügen und somit nicht vollständig vom positiven Schein seiner Videos geprägt werden.Jedoch gab es leise Stimmen im Hintergrund die das Ereignis mit etwas mehr Offenheit betrachtet haben. Was ist, wenn Louis nur zeigen wollte, dass die Menschen die in Nordkorea leben nette freundliche und herzensgute Menschen sind? Dass nicht alle Nordkoreaner die Mentalität ihres Regimes haben? Dass das Land mit seinen Traditionen und wunderschöner Landschaft es nicht verdient hat nur von dem Größenwahnsinn seines Anführers beschattet zu werden?

Diese Stimmen wurden immer lauter und endeten in einem BONCA („British Online Creator Award“) für „Travel Video of the year“, den Louis nur zu gerne entgegennahm.

Die Frage, die sich auch schon deutscher Comedy-Nachwuchs Chris Tall gestellt hat, lautet : Darf er das? Als jemand der tagtäglich die Medien als Plattform nutzt um Ideen und Erlebnisse zu teilen, sogar davon leben kann und mindestens 1,8 Millionen Menschen damit erreicht, darf man in eins der meist unterdrückten Länder mit einer der höchsten Raten an Menschenrechtsverletzungen reisen, dort Urlaub machen ohne die Missstände und offensichtlichen Probleme anzusprechen? Oder sollte man das Land, was viel älter ist als seine aktuellen Probleme, nicht dafür bestrafen, dass ein psychisch labiler Mensch es wahrscheinlich zu der meist gefürchtetsten Nation weltweit gemacht hat? Sollte man nicht versuchen, die Schönheit, Traditionen und Menschen in den Vordergrund zu stellen und die Angst und Scheu zu nehmen?

Meiner Meinung nach, darf man nicht ignorieren, dass Louis Cole in seinen Vlogs nur das gezeigt hat und zeigen konnte, was die Regierung preis geben wollte. Aber das weiß er auch. In seinem Statement-Video „MY RESPONSE…“ erklärt der Brite, dass er ganz und gar nicht mit den nordkoreanischen Ideologien übereinstimmt und dass er weiß, dass es diskutabel ist was von dem was er gesehen hat eine wahre realistische Wiedergabe des Landes ist.

Als Person mit so viel Einfluss online, ein Ort, und das ist für mich indiskutabel, in unserer heutigen Welt und in dieser Generation der größte Informationsaustausch und dadurch auch die größte Meinungsbildung stattfindet, hat man vorsichtig zu sein mit dem was man zeigt. Das Internet vergisst nicht und vergeben tut es schon mal gar nicht! Auch wenn Louis sagt, er verfolge keine politische Aufklärung in seiner Arbeit und wer das suche, für den gäbe es bessere Portale im Internet um dies zu finden, darf man dies doch belächeln und wie The Verge sagen: man kann keine Videos in einem Land wie Nordkorea drehen und dann behaupten es hätte nichts mit Politik zu tun.

Schlussendlich soll der liebe Louis machen was er will. Was wirklich zählt? Nordkorea zu dem Land zu machen was es sein kann, und die Leute zu dem zu machen was sie verdient haben: frei!

libertyinnorthkorea.org/ ist eine von vielen Organisationen die sich den Flüchtlingen und der generellen Befreiung dieses kontroversen Landes widmen. Also an alle Menschen die sich die Zeit genommen haben anonym Louis Cole verbal in den Hintern zu treten: wenigstens hat er etwas gemacht, wenigstens hat er etwas bewegt, wenigstens hat er eine Unterhaltung gestartet. Also weg von der Kommentarfunktion auf YouTube und nutzt das Internet für das was es kann: etwas bewegen!

 

 

 

Textquellen:

https://www.youtube.com/channel/UCVrvnobbNGGMsS5n2mJwfOg

www.youtube.com/watch?v=VmCpTzA6SKc&list=PLKdBO8TXUFBgaqcNCd8xyokjUFEdUu9LU

https://de.wikipedia.org/wiki/Louis_Cole

https://www.youtube.com/watch?v=8U1ZGMDlASA

http://www.vanityfair.com/culture/2016/08/louis-cole-vlogger-north-korea

http://www.theverge.com/2016/8/19/12543958/louis-cole-north-korea-vlogger-youtube

www.funforlouismap.com/2017/01/02/i-won-award-for-north-korea-videos/

https://www.hrw.org/news/2016/09/20/louis-coles-merry-north-korea-adventure

http://www.libertyinnorthkorea.org/

http://www.boncasawards.com/

https://www.youtube.com/watch?v=nwAL06N3XX4

https://de.wikipedia.org/wiki/Nordkorea

Bildquellen:

https://pbs.twimg.com/media/CzVnzoqWQAAnsMW.jpg

http://img.koreatimes.co.kr/upload/newsV2/images/450water.jpg

http://www.funforlouismap.com/wp-content/uploads/2016/08/breaking-barriers-north-korea-da-1260×600.jpg

https://i.ytimg.com/vi/efqRUmazxBU/maxresdefault.jpg

 

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Jodel – Das Erfolgsgeheimnis um die Studenten-App

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Was früher noch an Klowände gekritzelt wurde, verbreitet sich heute wie ein Lauffeuer über die Smartphones der Studenten. Die App Jodel sammelt den Trash-Talk des Campus und verbreitet Nachrichten und Bilder an alle Nutzer im Umkreis von 10 km. Das Raffinierte daran?
Völlige Anonymität.

 

Egal, ob man grade im Bus, im Hörsaal oder einfach zu Hause auf der Toilette sitzt: Gejodelt wird eigentlich überall. Über alles. Sei es die #gadse, die aus dem Fenster schaut oder der Professor, der im #audimax fast alle zum Einschlafen bringt. Wer jodelt, der möchte sich seinen Mitmenschen mitteilen. Ungeachtet dessen, ob es sich dabei um mehr oder weniger Geistreiches handelt. Und wer mit seinen rhetorischen Künsten überzeugt, wird belohnt:
Je „lauter“ ein Jodel ist, also je mehr Upvotes er erhält, desto mehr Karmapunkte gibt es. Und je mehr man sammelt, desto besser fühlt man sich. Ob sich dieses Karma auch im realen Leben widerspiegelt, ist jedoch fraglich.
Aber über Karma spricht man nicht- internes Jodelgesetz!

Jodel ist wie Twitter,nur bunt 

Die kostenlose iOS- und Android-App benötigt keine Registrierung oder ähnliches. Das Prinzip ist so simpel, dass es fast schon genial ist. Man muss sich nicht verstellen oder selbst inszenieren. Authentizität ist gefragt.
Je hemmungsloser, offener und ehrlicher desto besser. Trotzdem oder gerade deshalb gibt es auf Jodel Moderatoren, die Inhalte prüfen und zur Not fragwürdige Posts löschen.
Längst sind auch die großen sozialen Netzwerke auf die App aufmerksam geworden und auf Facebook erfreuen sich die besten Jodel Sprüche großer Beliebtheit.
Wer auf Jodel unterwegs ist, wird schnell feststellen, dass hinter den sarkastischen und schamlosen Sprüchen und Kommentaren eine große Gemeinschaft steckt, die im Zweifel zusammenhält.
So wie bei dem fast schon legendären Münchner Jodel, bei dem ein Student von seiner Freundin anscheinend betrogen wurde und die ganze Jodel-Community wie ein Fels in der Brandung hinter dem armen Kerl stand und ihn mit weit über 2000 Kommentaren unterstütze.

Jodel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Allerdings darf nicht außer Acht gelassen werden, dass diese Anonymität nicht auch ausgenutzt werden kann. Schließlich weiß man nicht, wer sich hinter welchen Jodel versteckt und am Ende gibt man womöglich noch seinem eigenen Partner Trennungstipps.

Jodel bietet jedem die Möglichkeit, seine Meinung zu äußern, ohne dass man mit ernsthaften Folgen rechnen muss. Es vernetzt die Menschen und ist an erster Stelle Unterhaltungsmedium. Darüber hinaus bietet es sicherlich Forschungsansätze bezüglich Anonymität und Selbstdarstellung im Netz.
Deshalb stehen die Zukunftschancen nicht schlecht, dass diese App uns noch ein wenig begleiten und unterhalten wird.

 

Bildquellen:

https://lh3.googleusercontent.com/zfY0kgT6Iy4G7WiKcIM9sVyOfD3P6riAXKOniVDjrqTh5zzmx3IkuPnIW8fgRSIO5Jg=w300

http://www.jetzt.de/jodel/muenchner-jodel-freundin-geht-fremd

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Medienkompetenz, neues Unterrichtsfach?

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Längst hat die digitale Transformation Einzug in alle gesellschaftlichen Bereiche unseres Lebens gehalten. Die Geschwindigkeit ihrer Ausbreitung ist ebenso rasant wie kurzlebig. Erhebliche Veränderungen der Nutzungsrelevanz von Medien finden auf beruflicher Ebene statt, in der Gesellschaft und Politik, aber eben auch im Speziellen bei Jugendlichen und Kindern.

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Generationskennzeichnend lässt sich eine altersspezifische Verschiebung beobachten die zeigt, je jünger die Generation, desto größer das generelle Interesse an der digitalen Welt und  der intuitive Umgang mit ihr. (Das klassische Dilemma: Whatsapp mit Mama, oder Skypen mit Oma und Opa).

Ist es also kontraproduktiv gegen das, nennen wir es, angeborene Interesse an zu arbeiten und den Kindern den Umgang zu untersagen, oder sollte es im Gegenteil als Chance genutzt und gefördert werden und in geregelte Bahnen geleitet werden? Die Medienpädagogik forscht hier nach dem „aber wie?“.

E-Learning Angebote gehören für Studenten zur Tagesordnung. Aber auch in den Grund- und weiterführenden Schulen lassen sich die positiven Lerneffekte einzelner Medienangebote beobachten und es stellt sich die Frage:

Ist Youtube vielleicht der bessere Lehrer?
Aber es soll hierbei wohl eher um Zusammenarbeit gehen. Kanäle wie beispielsweise Youtube, Skoyo, oder das Fernsehen ( wie z.B. Logo, Wissen macht Ah!, etc.) sollen die eigentlichen Lehrer nicht ersetzen, nein, sie fungieren vielmehr als unbegrenzt und universell zugänglicher Nachhilfelehrer.

„Medienkompetenz bildet eine Grundlage lebenslangen Lernens“. Der Unterricht sollte die Kinder vorbereiten die Medien zu hinterfragen und verantwortungsvoll, vor allem aber sicher, mit ihnen umzugehen. Die hohe Relevanz der Digitalen für Kinder & Jugendliche (Social Networks, Messenger-Apps, etc.) steht dem Bedauern der Eltern und Pädagogen gegenüber, die die „Dominanz virtueller Erfahrungen gegenüber der realen Auseinandersetzung mit der Welt“ betrachten. Planet Schule aber beispielsweise sagt: „Lebensweltliche Erfahrungen jenseits des Computers sollen nicht ersetzt, sondern unterstützt werden“ – eine Starthilfe für eine lebenslange, lernende, neugierige Auseinandersetzung mit der Welt in beiden Bereichen.

„Ist das alles denn wirklich nötig?“

  1. Ja, im Hinblick auf das Berufsbild unserer Gesellschaft in der Medienkompetenz immer stärker zur Grundvoraussetzung eines Überlebens auf dem Arbeitsmarkt wird und um die Sicherheit der Kinder im Umgang mit Medien zu gewährleisten.
  1. Nein wenn es darum geht die unersetzliche Leistung interpersoneller direkter Kommunikationsvorgänge zu würdigen und für ein ganzheitlich geschultes Weltbild persönliche Sinneseindrücke zu entkräften.

Der Umgang mit der realen Welt, und das Erleben dieser, ist die Basis für den Umgang mit Medien. Das eine wird vom anderen nicht ersetzt, es muss ergänzend wirken. Eine grundlegende Unterrichtsrevolution bleibt noch aus, teilweise sind die Bundesländer aber schon auf dem Weg: Ein Beispiel ist der 10 Punkte Plan „Medienkompetenz macht Schule“ aus Rheinlandpfalz, ein anderes ist das Medienkompetenzportal NRW, die beispielsweise mit dem so genannten „Medienpass NRW“ auffahren, oder die Niedersächsische Bildungscloud. Hierbei wird ab Februar 2017 für drei Jahre ein Pilotprojekt gestartet, bei dem Unterrichtsinhalte entwickelt werden sollen, die dann auf dem Handy und Tablet der Schüler abrufbar sind. Ipadatschool.de bietet bereits digitale Materialien für das Tablet im Unterricht und Fortbildungsgegenstände für das digitale Klassenzimmer für Lehrer an. Die Grundsteine werden gelegt.

 

 

Ob nun das neuste Iphone das optimale Geschenk für einen 10 Jährigen ist, oder Ipads, in Kinderspieltischen integriert, schon für das oben beschriebene Medienkompetenztraining essentiell sind, bleibt allerdings weiterhin fragwürdig. Klar ist sicherlich, dass das Bildungssystem sich offensichtlich weiterentwickeln muss, dies teilweise schon tut und auch hier, wie so oft im Leben, ein gesundes Maß der Dinge ausschlaggebend für den Erfolg ist.

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Hallo Echo – Amazon zieht jetzt auch bei uns ein

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„Alexa“- Dies wird in Zukunft wohl in einigen Haushalten das meist genutzte Wort sein.

Hierbei handelt es sich um das Weckwort für den Sprachassistenten Echo, den Amazon nun auch endlich in Deutschland und Österreich einführt. Echo ist ein intelligenter Lautsprecher, der durch Sprachsteuerung Fragen beantworten oder Aufgaben erledigen kann.

„Wir haben das Gefühl, das wird extrem groß und erfolgreich“

Der Deutschland-Chef von Amazon Ralf Kleber redet von einer wahren Revolution was Echo betrifft. Nach der Einführung in Deutschland erlebt der Amazon Echo eine enorme Nachfrage und ist im Moment nur per Einladung zu erhalten. Wer Echo kaufen will muss erst auf eine Einladung warten bevor er sich diesen bestellen kann. Erst dadurch wird sichtbar wie groß die Nachfrage am Alltagsassistenten ist. Laut einer Umfrage von Bitkom könnten sich jetzt schon 39% der Bundesbürger vorstellen einen solchen Sprachassistenten zu nutzen.

Was kann der Amazon Echo? 

Echo’s Funktionen sind in vielen Hinsichten die Gleichen wie schon bei anderen Sprachassistenten, etwa Siri von Apple, Google Now von Android oder Cortana von Microsoft. Echo kann Erinnerungen erstellen, Timer setzen, Musik von Musikdiensten abspielen oder einen Tagesüberblick der Nachrichten erstellen wie von N-TV oder Spiegel Online.

Weitere Funktionen die Echo von anderen Systemen unterscheidet sind zum Beispiel die Beantwortung von komplexeren Fragen durch die Verlinkung mit der Enzyklopädie Wikipedia oder auch die Steuerung eines ganzen Hauses durch Smarthome Produkte. Somit kann man per Sprachsteuerung die Heizung höher stellen oder die Lichter einschalten. Die Zusammenarbeit mit Apps wie MyTaxi oder Chefkoch ermöglicht es ein Taxi zu bestellen oder ein Rezept zu suchen. Echo’s wohl einzigartigste Funktion ist es Einkaufslisten zu erstellen und diese direkt bei Amazon zu bestellen, unter der Voraussetzung, dass das Produkt bereits einmal gekauft wurde.

Sämtliche Funktionen sind bequem per Sprachbefehl zu erreichen. Die Aktivierung des Sprachassistenten erfolgt durch die Erwähnung des Weckwortes „Echo“ oder „Alexa“. Danach hört Echo aufmerksam zu und erledigt die gewünschte Aufgabe.

Hört Echo jedoch nur zu wenn er „geweckt“ wurde? 

Das ist wohl die Frage die sich die meisten Nutzer stellen, allerdings ohne eine eindeutige Antwort zu erhalten. N-TV schwächt diese Bedenken ab und stützt sich dabei auf Praxistests von Computerbild. Echo hört tatsächlich die ganze Zeit zu, löscht aber alle 3 Sekunden automatisch die Aufnahmen, solange das Weckwort nicht gefallen ist. Erst wenn Echo geweckt wurde, werden die Daten an Amazon weitergeschickt.

Dagegen spricht allerdings ein Artikel von WIWO. Alles was in der Umgebung von Echo geredet wird, soll direkt zu den Servern von Amazon weitergeleitet werden um dort mit Hilfe von Algorithmen analysiert zu werden. Dies soll dazu dienen Profile der Hausbewohner zu erstellen und deren Lebensstil und Einkaufsverhalten besser bestimmen zu können.

Jetzt muss sich jeder die Frage selbst beantworten ob er Echo in seinem Wohnzimmer haben will, oder doch lieber einmal mehr aufsteht um das Licht anzuschalten oder einen Einkaufszettel zu schreiben.

 

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Legales oder illegales Streaming – Darf ich meinen Netflix Account teilen?

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Für Film- und Serienbegeisterte in Deutschland und in 190 weiteren Ländern ist der amerikanische Video-on-Demand Anbieter Netflix einer der ersten Anlaufstellen, wenn es um das legale Online-Streaming geht. Mit seiner monatlichen Kündigungsfrist und der Möglichkeit auf 4 verschiedenen Geräten gleichzeitig zu schauen, ist es Netflix gelungen über 80 Millionen Abonnenten weltweit zu gewinnen. Besonders die Möglichkeit des gleichzeitig Schauens nutzen viele junge Menschen, um Geld zu sparen und sich einen Account zu teilen. Ob das sogenannte Account-Sharing in Deutschland jedoch legal ist oder nicht, ist auch heute noch nicht eindeutig geklärt.

Netflix bietet seinen Kunden die Möglichkeit unterschiedliche Abonnements abzuschließen. Es wird zwischen Basis, Standard und Premium unterschieden. Bei einem Premium Abonnement hat der Kunde die Möglichkeit auf vier Geräten gleichzeitig Filme und Serien zu schauen. Auch Netflix selbst bewirbt das Premium Abonnement damit, dass Familien den Account innerhalb eines Haushalts teilen können. Somit gibt es kein Verbot für das Teilen eines Accounts. Im Gegenteil, durch die Möglichkeit vier unterschiedliche Benutzer einrichten zu können wird das Account-Sharing sogar noch benutzerfreundlicher gestaltet.

In den Allgemeinen Nutzungsbedingungen ist jedoch der Hinweis gegeben: „Um die Kontrolle über das Konto zu bewahren und den Zugriff durch Unbefugte zu vermeiden […], sollte der Kontoinhaber das Passwort oder die Angaben zur gewählten Zahlungsmethode […] nicht mit Dritten teilen.“, was jedoch ein unvermeidliches Muss beim Account-Sharing ist, da es nur einen Benutzernamen und ein Passwort gibt. Hier ist deutlich zu erkennen, dass das Teilen des Accounts nicht im Sinne des Erfinders ist.

Ein direktes Verbot ist jedoch in den Allgemeinen Nutzungsbedingungen nicht zu finden, da der Kunde lediglich darauf hingewiesen wird, dass er seine Zugangsdaten nicht weitergeben soll, um die exklusive Kontrolle zu behalten, erklärt Rechtsanwalt Christian Solmecke. So befinden sich die Netflix Nutzer, die sich einen Account teilen, in einer „Grauzone“, da weder ein eindeutiges Verbot noch eine direkte Erlaubnis des Account-Sharing ausgesprochen ist.

 

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Big Brother is watching you

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„Alles was wir [über die Welt] wissen, wissen wir durch die Massenmedien.“ – Luhmann

Ausgehend von diesem Zitat von Luhmann muss man sich die Frage stellen: wenn wir alles über die Welt durch die Medien wissen, wissen dann nicht automatisch die Medien auch alles über uns? Wie real ist Mediale Überwachung in unserer Gesellschaft? Wie viel weiß Google und Co über uns, unsere Interessen und Freunde?

 

Zunächst ist eine Ambivalenz zwischen den guten und negativen Eigenschaften von medialer Überwachung (beispielsweise durch das Internet oder GPS) festzustellen:

Auf der einen Seite bietet uns das Internet personalisierte Werbung aufgrund dessen, was wir in der Suchmaschine Google eingeben. Durch die Daten, die die Medienrezeptionsforschung uns liefern, kann aufgezeigt werden, wo Verbesserungsbedarf besteht und somit auch Sicherheitslücken gefüllt werden. Genauso ist die Polizei anhand von Datenerhebung dazu fähig, Organisationsstrukturen aufzudecken, um somit rechtsradikale Gruppen oder organisiertes Verbrechen aufzudecken und damit eine aktive Terrorbekämpfung zu betreiben. Das Orten von Handys ist auch vor Allem für die Polizeiarbeit bei Vermissten oder bei Verbrecherfahndungen von Vorteil.

Auf der anderen Seite ist der Datenschutz massiv in Gefahr bei solchen Datenspeicherungen. Und die Datenbanken vergessen nichts. So bleibt alles, was wir heute im Internet tun, gespeichert und kann jederzeit benutzt werden. Durch das Auslesen von Daten gibt es zudem ein erhöhtes Risiko an Identitätsklau oder -missbrauch.

 

Man kann das Phänomen von Medialer Überwachung entsprechend des ‚Panoptischen Prinzips‘ sehen: Demnach ist das gleichzeitige Überwachen vieler Menschen durch einen Überwacher möglich. Als einer der Überwachten weiß man aber nie, wann und ob man überwacht wird. Jedoch bringt dieser Druck des möglichen Überwachen einen dazu, sich automatisch regel-konform zu verhalten.

Wer ein Bewusstsein geschaffen hat, dass über jeden Daten gesammelt werden im Internet – vor allem durch Google und Facebook – der wird gleichwohl dem Panoptischen Prinzip sich jeden weiteren Schritt im Onlinebereich zwei mal überlegen.

 

Was kann man dagegen tun?

Jacob Appelbaum hat in einem Interview mit der Zeit online einige Ratschläge gegeben, die die persönliche Privatsphäre schützen können. Demnach schlägt er vor, keine Smartphones mehr mit sich zu führen, da diese nicht nur Auskunft über den Standort geben können, sondern auch wie lange man für den Weg zu Uni oder Arbeit braucht, wie oft man in der Woche zur Arbeit oder Uni geht und um wie viel Uhr jeweils. Auf Basis dessen können dann auch Rückschlüsse gezogen werden mit welchem Fortbewegungsmittel man dorthin gelangt ist und ähnliches.

Nur wenn man gänzlich der ‚Ausspionage‘ der eigenen Daten entgegen wirken möchte, müsste auf viele technische Dinge verzichtet werden. Applebaum selbst hole seine Post nur an einem Postfach ab, so dass seine wahre Adresse erst mal geheim bleibe.

 

Ob wir wirklich mal in einem Überwachungsstaat, wie ihn Orwell 1948 in seiner Antiutopie „1984“ zeigt, leben werden, ist ungewiss. Jedoch sei jedem anzuraten, sich kritisch mit Themen wie Vorratsdatenspeicherung oder ständiger Standortübermittlung via Mobiltelefon auseinander zu setzen.

Netflix worldwide – Globales Internet-Fernsehen

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Der Online-Streaming Dienst Netflix ist seit dem 6. Januar nun in 130 weiteren Ländern verfügbar. Bisher waren es 60 Länder. Somit agiert der ehemalige DVD-Verleiher frei nach dem Motto: „Netflix gibt es jetzt überall – fast.“ Denn mit China fehlt der größte Absatzmarkt mit 1,4 Milliarden Einwohnern. Auch auf der Krim, in Syrien und Nordkorea wird Netflix vorerst aufgrund von US-Sanktionen, denen amerikanische Unternehmen unterliegen, nicht verfügbar sein. In Indien dagegen schon. Bereits ein Fünftel der 1,3 Milliarden Einwohner ist online und der Breitbandausbau zieht massiv an, wodurch sich dieser Absatzmarkt als äußert lukrativ und zukunftsträchtig erweist.

Netflix wurde zunächst als Verleih bekannt, der DVDs in roten Briefumschlägen lieferte. Seit dem Börsengang 2002 boomt das Geschäft aber. Das zeigt auch die aktuelle Expansion, nach deren Bekanntgabe die Netflix-Aktie um ganze neun Prozent stieg. Ungefähr 70 Millionen Mitglieder nutzen den populären Streaming Dienst. Neben einer Vielzahl von bekannten Serien und Filmen, werden seit einiger Zeit auch kostenintensiv eigene Serien produziert, die mittlerweile zum Steckenpferd von Netflix geworden sind, wie zum Beispiel die Polit-Drama-Serie „House of Cards“.

Doch damit nicht genug: Reed Hastings, Gründer von Netflix, kündigte auf der Tech-Messe „CES“ in Las Vegas für 2016 31 neue Eigenproduktionen an, mit denen über 600 Stunden neues Material zur Verfügung gestellt werden. So können sich Fans von „Netflix & Chill“ bald über weitere Serien á la „Daredevil“ oder „Orange is the new black“ freuen.

Doch solche Erweiterungen und Fortschritte sind nötig. Netflix will in punkto Streaming das Fernsehen revolutionieren und hierzulande sitzen dem Unternehmen aus dem Silicon Valley zahlreiche Konkurrenten wie Amazon Instant Video oder Maxdome im Nacken, die ihr Angebot auch stetig erweitern..

Quellen: Spiegel Online, Meedia.de, Handelsblatt.com

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LinkNYC – Die Telefonzelle der Zukunft

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Können Sie sich kostenloses und überall zugängliches WLAN vorstellen?
Nie wieder zu MCDonald´s, Starbucks oder DM während dem Shoppingtrip, um das kostenlose WLAN auszunutzen, denn jetzt kommt das freie und kostenlose WLAN für alle!

Es ist das bislang größte und schnellste städtische WLAN-Projekt der Welt. Am Dienstag, dem 05.01.2016 wurden die ersten zwei LinkNYC-Stationen in New York enthüllt, die freien WLAN-Zugang zu mehr als 8 Millionen Menschen ermöglichen sollen. Bis 2024 sollen 7500 WLAN-Stationen verteilt in allen fünf Stadtteilen New Yorks stehen und somit die veraltete Telefonzellen-Infrastruktur ersetzen.

Neben dem frei zugänglichen WLAN haben die Stationen jedoch noch weitere Funktionen:
Man kann, wie bei den bisherigen Telefonzellen, kostenlose Telefongespräche innerhalb der USA führen, genauso Videogespräche über das Tablet. Das Tablet ist außerdem für das Surfen im Internet und als Routenplaner zugänglich. Eine 911-Taste für Notrufe ist ebenfalls vorhanden.

So sieht die WLAN-Station aus, die 8 Millionen Menschen in New York frei zugängliches WLAN ermöglichen soll.

So sieht die WLAN-Station aus, die 8 Millionen Menschen in New York frei zugängliches WLAN ermöglichen soll.

Und so funktioniert´s:
Die WLAN-Station ist eine knapp drei Meter hohe Säule und liefert eine Internetverbindung von einem Gigabyte pro Sekunde im Umkreis von 122 Metern. Die Firma CityBridge möchte die Stationen in einem Abstand von ungefähr 50 Metern voneinander in ganz New York platzieren. Laut CityBridge ist die Internetverbindung somit 100-mal schneller als der Durchschnitt des öffentlichen WLANs in den USA.

Fußgänger können sich um die WLAN-Station herum stellen und sich mit dem Netzwerk verbinden. Ist man mal mehrere Wochen nicht in Reichweite der Station und kommt zurück, verbindet sich das Gerät wieder automatisch mit dem Netzwerk. Um zu verhindern, dass sich Menschenmassen um eine Station herum bilden, gibt es weder flache Oberflächen an den Säulen, um etwas abzustellen noch Sitzmöglichkeiten.

Die zwei nun enthüllten WLAN-Stationen befinden sich an der jeweiligen Ecke der Third Avenue zur 15th Street und der 17th Street und sollen laut CityBridge Mitte Januar für die Fußgänger eröffnet werden. Sie sind jedoch noch im Beta-Status und somit sind noch nicht alle Funktionen verfügbar. Die Nutzer sollen die Stationen zunächst testen und Feedback geben. Mitte Februar soll dann die Tablet-Funktion eingeführt werden, die das Surfen an der Station selbst und die Funktion des Routenplaners ermöglicht.

In den kommenden vier Jahren sind 4550 Links geplant und bis 2024 sollen dann alle 7500 Links in ganz New York stehen. Das Projekt LinkNYC umfasst eine Auskleidung der Stadt mit mehreren hundert Metern Glasfaserkabel. Bis Mitte Juli diesen Jahres sollen 500 Stationen online sein, mit dem Ziel, 10 WLAN-Stationen pro Tag entlang der 3rd Avenue in Manhattan bis zum südlichen Teil der Bronx, in der Flatbush Avenue in Brooklyn, sowie in Jamaica, Queens und St. George, Staten Island zu installieren.

Im Jahr 2014 begann die Verwaltung des Bürgermeisters von New York, de Blasio, mit der Suche nach einer Firma zur Verwirklichung ihrer Pläne. Mit der in New York ansässigen Arbeitsgemeinschaft CityBridge, bestehend aus führenden Experten in Technologie und Medien begann dann schließlich die konkrete Planung und Durchführung.

Doch wer finanziert das alles?
Die Finanzierung wird hauptsächlich durch Investoren durchgeführt, unter anderem Qualcomm, CIVIQ und Intersection. Des Weiteren besitzt eine solche Hotspot-Station jeweils einen hellen, digitalen 55-Zoll-Display auf beiden Seiten, auf denen Werbung ausgestrahlt wird. Durch die Werbeeinnahmen werden zunächst die Errichtungskosten von $200 Millionen bezahlt und anschließend sehen die Investoren vor, nach dem 12-jährigen Vertrag $500 Millionen an die Stadt New York auszubezahlen.

Mit LinkNYC geht die Stadt New York einen großen Schritt in Richtung Kommerzialisierung des Internets und einen großen Schritt Richtung Zukunft. Man sei gespant, wie lange es dauert, bis solche WLAN-Stationen auch in Deutschland stehen.

Wenn es nicht mehr genügt milliardenschwerer Facebookgründer zu sein

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Neues Jahr, neue Vorsätze. Das denkt sich so mancher. Was letztendlich aus diesen Vorsätzen wird bleibt einem selbst überlassen.

Das hat sich auch Facebook founder Mark Zuckerberg gedacht als er der Facebook-Community seine Jahresvorsätze mitteilte. Nach Vorsätzen wie mehr zu lesen kommt nun ein Vorsatz der erst einmal ungewöhnlich klingt:

Zuckerbergpost 1 möchte einen Roboter erschaffen der ihm im Haushalt hilft. Man könnt meinen, dass der Mann der vermeintlich alles hat, jetzt über das Ziel hinausgeschossen sei. Kann man diesen Post denn ernst nehmen? Wie ein Scherz klingt er nicht. Der Plan von diesem Roboter, den man sich übrigens wie „Jarvis“ aus „Iron-Man“ vorstellen kann, hat bereits Form angenommen.

 

 

 

Dass Zuckerberg auch wirklich an seinen Vorsätzen festhält hat er bewiesen indem er seinen Vorsatz, aus dem Jahre 2010, Mandarin zu lernen an der chinesischen Universität Tsinghua, Peking, in einer zwanzig-minütigen Rede unter Beweis gestellt hat, so berichtet auch „The Guardian“ . Also womit werden wir zu rechnen haben? Dass wir Facebook Technologie auch irgendwann in unseren Häusern haben können? So weit entfernt ist das smarte wohnen nämlich gar nicht mehr. Samsung legt bereits mit der Gerätereihe „smart home“ vor in Sachen zukunftsorientiertem Wohnen. Das Smartphone mit allen kompatiblen Geräten verbinden und dann auf alles zugreifen können ist schon Realität, da spielt es keine Rolle mehr ob man zu Hause ist oder nicht. Das einzige was man braucht ist einen Internetzugang, um alle Geräte steuern zu können.

Nicht nur das Wohnen ist betroffen vom technischen Fortschritt, im letzten Jahr kam auch immer wieder das Wort Industrie 4.0 zum Vorschein. Was kann man sich darunter bloß vorstellen? Alles kommuniziert miteinander, alles ist vernetzt. Das scheint so der Kern der Industrierevolution zu sein. Diesen Fortschritt will auch die Universität Stuttgart nutzen und zeigen wie es ablaufen kann. Auf deren Website kann man sich individuell Joghurt zusammenstellen. Der Clou an der Sache ist, dass Maschinen mit programmierten Chips die Bestellung aufnehmen und weiterverarbeiten können. Die Roboter kommunizieren miteinander und produzieren die individuellen Joghurts. Die Technologie schreitet voran doch was heißt das konkret für den „Otto – Normalverbraucher“? Roboter in der Industrie erreichen nicht die breiten Massen doch das smarte Wohnen könnte von hoher Bedeutung für den einzelnen in der Zukunft sein.

Inwiefern wirkt sich diese technologische Entwicklung auf die Mediennutzung aus?

Dem Menschen wird so einiges erleichtert, jedoch gewinnen Smartphone und Co. an Bedeutung im Alltag. Alles wird digitalisiert, ein neues Zeitalter von Fortschritt bricht an. Doch bedeutet dies, dass Printmedien auf dem absteigenden Ast stehen? Dass die Auflagen der Zeitungen von Jahr zu Jahr sinken ist kein Geheimnis mehr, doch die Umgestaltung des Heimes könnte möglicherweise massiv dazu beitragen, dass sich der Umgang mit Medien radikal verändert. Die Sonntagszeitung wird nicht mehr beim Bäcker um die Ecke gekauft, sondern wird digitalisiert an die Wand projiziert oder erstrahlt möglicherweise als Hologramm. Jedoch wird eines feststehen, Medien egal in welcher Form werden bestehen bleiben, denn sie haben einen sehr wichtigen Platz in unserem Leben eingenommen. Was wären Politiker ohne legendäre Fernseh-Interviews oder Promis ohne Boulevardpresse. Um es nach Luhmann zu sagen, die Teilsysteme sind aufeinander angewiesen. Die Politik braucht die Medien und die Medien die Politik. Diese wechselseitige Abhängigkeit kann nicht verhindert werden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Fortschritt unaufhaltsam ist, jedoch bestimmte Systeme wie die Medien bestehen bleiben. Auch wenn äußerliche Veränderungen vorgenommen werden, die nicht unbedingt kontraproduktiv sein müssen, bleibt der Kern der Kommunikation, Unterhaltung etc. in den Medien bestehen.

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Pinterest – Anfangs bloß ein Online-Sammelalbum, mittlerweile versteckte Werbung

geschrieben von in Allgemeines, Zukunft des Internet1 Kommentar »

Pinterest ist derzeit eines der am stärksten wachsenden Sozialen Netzwerke, auch in Deutschland. Anfangs wurde es überwiegend in Amerika genutzt, als eine Art Online-Sammelalbum. Man hat eine riesige Auswahl an Bildern, die mit Links hinterlegt sind, kann diese pinnen und weiter teilen. Nach und nach entsteht dann ein individuelles Pinboard, auf dem die verschiedensten Dinge zu sehen sind. Wünsche für zukünftige Anschaffungen, Inspiration für Einrichtungsideen, Rezepte, DIYs, Fotos traumhafter Urlaubsorte.. und eben alles, was einem so gefällt.

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Letztes Jahr begann Pinterest damit, versteckt Werbung für Unternehmen zu platzieren. Zuerst war dies nur eine Testphase, doch mittlerweile nutzen zahlreiche Unternehmen weltweit Pinterest zum Content-Marketing. Diese „Promoted Pins“ sind zwar mittlerweile kostenpflichtig, aber die Investition lohnt sich.

Es sind keine üblichen Werbeanzeigen, die dort erscheinen, mit dem Untertitel „jetzt kaufen“ oder „hier klicken“. Vielmehr sollen die Leute indirekt auf die Seite gelockt werden, indem eher künstlerische Werbeanzeigen entworfen werden, die den Leuten gefallen. Aus diesen Anzeigen geht in erster Linie gar nicht hervor, was damit beworben werden soll bzw. dass diese überhaupt zu Werbezwecken dort eingebunden wurden. Es sind vielmehr Bilder oder Fotos, die einem gefallen, sodass man sie pinnt und teilt. Bloß eine kleine Bildunterschrift weist dann darauf hin, dass es sich dabei eigentlich um Werbung handelt bzw. was mit dem Bild beworben werden soll. Ziemlich clever, denn auf die Bildunterschrift schauen die Wenigsten, und wenn erst auf den zweiten Blick.

Seit sich die Pinterest-Marketing-Idee Anfang letzten Jahres durchgesetzt hat, nutzen immer mehr Unternehmen weltweit diese Funktion. Man kann sogar auf seine Website einen „Pin-it“-Button einbinden, wie den Twitter- oder Facebook-Button, mit dem auf den Pinterest-Account des Unternehmens gelang oder das Bild auf seinem eigenen Pinterest-Account teilen und „pinnen“ kann.

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Was beim Pinterest-Marketing jedoch ganz wichtig ist und bleibt – „Content is King!“. Denn bei einem Bild entscheidet der erste Blick, das Bild muss gar nicht besonders viel aussagen, viel wichtiger ist, dass es einfach schön, interessant oder sehenswert ist. Es muss auf den ersten Blick beeindrucken. Denn anders wie bei einem Text, wo ein paar Zeilen darüber entscheiden, ob man den Text zu Ende liest oder nicht, entscheidet bei einem Bild der erste kurze Blick darüber, ob man es anklickt oder einfach weiterscrollt.

Ohne sehenswerten Content macht demnach Marketing über Pinterest wenig Sinn, da wäre man auf anderen Sozialen Netzwerken wohl besser aufgehoben. Wer jedoch hochwertiges Bildmaterial auf seiner Website verwendet, sollte sich die Chance über Pinterest eine höherer Reichweite zu erzielen, nicht entgehen lassen.

 

 

 

Quellen:

http://www.pinterest.com

http://onlinemarketing.de/news/promoted-pins-auf-pinterest-das-netzwerk-mit-der-etwas-anderen-werbung

http://www.welt.de/wall-street-journal/article126171187/Pinterest-revolutioniert-Online-Werbung-mit-Kunst.html

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Facebook will mehr

geschrieben von in Internet, Medienkritik, Zukunft des Internet1 Kommentar »

Facebook ist der Inbegriff für social media und allgegenwärtig. Und das nicht erst seit 2015, doch in diesem Jahr nehmen die Nutzerzahlen erneut zu, bis zu 1,5 Milliarden Menschen weltweit benutzen Facebook. 2015 war ein sehr starkes Jahr mit vielen neuen und erfolgreichen Veränderungen. Doch Marc Zuckerberg reicht das nicht. Er möchte mehr in den nächsten Jahren, mehr für Facebook.

Das Internet und insbesondere Facebook soll in Entwicklungsländern ausgebaut werden und dort Milliarden Menschen erreichen, welche derzeit noch nicht online sind. Aktuell gibt es in diesen Ländern von Facebook die kostenlose Internet Initiative Internet.org, in welcher ein veränderter Facebook-Service und andere Online-Dienste vertreten sind. Doch dies nutzen noch nicht genug Menschen, teils aus  Unwissenheit oder mangelnde Netzverbindungen. Genau diesen Ursachen möchte Facebook in Zukunft entgegen wirken und zunehmend mehr Menschen Zugang verschaffen.

 

(Quelle: ntv.de)

Des Weiteren wird die Nutzungsvielfalt von Facebook und seinen Diensten verbessert. In den USA besteht bereits die Funktion zum Bezahlen und Überweisen kleiner Geldbeträge an Freunden sowie die Option eines Videochats. Nun wird dies ausgebaut, mit dem Ziel, einen Assistenten für den Alltag mit dem Facebook Messenger zu erreichen. Es soll beispielsweise möglich sein, einen Tisch zu reservieren, ein Reiseziel spontan auszuwählen und direkt zu buchen.

Ob all diese Aspekte nun zwingend notwendig sind, ist natürlich Ansichtssache. Doch die Vorhaben zeigen auf, dass Facebook noch lange nicht still liegt in der eigenen Entwicklung und für alle Lebensbereiche weltweit genutzt werden möchte. Gleichzeitig ist es eine enorme Chance für alle Entwicklungsländern, in welche Facebook die Vernetzung weiter ausbauen möchte. Dort können die Menschen dann hoffentlich mehr von der Welt und ihrem eigenen Land erfahren.

Meiner Meinung nach sollte jedoch Facebook in Zukunft auch in andere Bereiche investieren. Beispielsweise in die Verbesserung von Datenschutz. Oder in eine schnellere Entfernung von rassistischen, beleidigenden und ausländerfeindliche Äußerungen.

 

Quelle

 

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Genug googeln, lassen wir uns sprechen

geschrieben von in Allgemeines, Internet, Internetstatistik, Zukunft des InternetKommentare deaktiviert für Genug googeln, lassen wir uns sprechen

Einstein sagte:  „Ich fürchte den Tag an dem die Technologie  unsere Menschlichkeit  überholt. Die Welt wird dann eine Generation von Idioten sein.“ Hatte der Physiker  das Recht ? Sind wir schon soweit, dass wir ohne die Netzwerke zu benutzen , nicht existieren können?

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Das sehen wir nicht, fühlen aber sehr stark. Statistiken zeigen, dass es immer mehr und mehr Internetsurfers geben wird. „Anzahl der Nutzer sozialer Netzwerke weltweit in den Jahren 2010 bis 2013 sowie eine Prognose bis 2018 (in Milliarden) :

 

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Diese Statistik zeigt die Anzahl der Nutzer sozialer Netzwerke weltweit in den Jahren 2010 bis 2013 und eine Prognose zur Entwicklung der Nutzerzahl bis zum Jahr 2018. Laut eMarketer werden 2018 weltweit rund 2,44 Milliarden Personen soziale Netzwerke nutzen..“

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Quelle:(https://www.facelift-bbt.com/de/facebook-dominiert-bei-der-nutzung-sozialer-netzwerke/ )

Es ist erstaunlich, oder? Im Jahr 2018 wird es 2,44 Milliarden Nutzer prognostiziert.

Die Alltagskommunikation hat heutzutage ein paar Regeln; darüber spricht man aber nicht laut. Unsere Geräte sind nicht nur schöne  Accessoires , sondern psychologisch starke Anlagen, die unser Leben als auch uns selbst von innen wechseln.  Wir können unsere Handys in einem anderen Zimmer ruhig liegen lassen. Doch aber nicht länger als für 1-2 Stunden. Dann streckt sich die Hand nach den vertrauten Facebook, Twitter und MySpace aus.

Es ist jetzt Zeit  anzuerkennen , dass echte, lebendige Beziehungen  viel wichtiger sind  als Chats in Facebook  oder WhatsApp . Wir sind einzigartig und verdienen herzliche , hemmungslose Verbindungen.

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Langeweile im Hörsaal? Zum Glück gibt es Jodel!

geschrieben von in Internet, Kommunikationsformen, Zukunft des Internet1 Kommentar »

Die neue App „Jodel“ ist grade mehr als angesagt an deutschen Unis. Bento nennt es „Die Hype-App an deutschen Unis“ und sogar Spiegel Online und stern berichteten jüngst über das neue Phänomen. Doch was steckt dahinter?

Das Konzept ist simpel: Nutzer posten, was ihnen gerade so durch den Kopf geht – und das völlig anonym. Eine Registration ist nicht notwendig. Doch das spielt sich – soweit das im Internet noch möglich ist – weitestgehend auf lokaler Ebene ab. Die Posts sind nur in einem Umkreis von zehn Kilometern sichtbar. Diese sogenannten „Jodel“ können dann von anderen „Jodlern“ kommentiert oder „up-1908001_1635670326648506_4522180799475124659_n“ beziehungsweise „down-gevotet“ werden. Besonders beliebte Jodel werden zudem auch auf Facebook oder Instagram gepostet. Das reicht von lustigen Sprüchen, über Verabredungen an öffentlichen Plätzen in der Nähe bis hin zu vollkommen sinnlosen Ergüssen.

Für Jodel-Entwickler Alessio Borgmeyer ist die für die Nutzer garantierte Anonymität der Schlüssel zum Erfolg der jungen App. „Die Nutzer können authentischer sein bei Jodel. Man muss nicht mehr darauf achten, was man sagt“, erklärt der 24-Jährige im Interview mit dem Spiegel. Oftmals wird seine App als 12038641_1664340517114820_541827127130300438_oPlattform für Trash-Talk beschrieben. Vor allem der Vergleich, dass Jodel wie die Klowand ist, auf der jeder mithilfe eines Stifts seinen Gedanken freien Lauf lässt, nervt den Wahlberliner. Doch laut der Nutzer ist es mehr als das. Viele sprechen schon von einer „Jodel-Sucht“.

 

Und diese weitet sich nicht nur in Deutschland aus, wo die App bis jetzt knapp 800.000 mal heruntergeladen wurde. Auch in Schweden, Österreich, Schweiz, Spanien, Finnland und Norwegen erfreut sich Jodel immer größerer Beliebtheit. Doch leider gibt es auch eine Kehrseite der Medaille. So musste eine Universität im schwedischen Lund vor gut einem Monat wegen einer Amoklaufdrohung auf Jodel geschlossen bleiben.

„Einige von euch sind okay. Geht daher morgen nicht auf die Universität, wenn ihr in Lund seid. Checkt die Nachrichten morgen Früh. Bis dann“, heißt es in dem Jodel.

In einem Interview mit dem stern äußert sich Geschäftsführer Borgmeyer wie folgt dazu:

„Jodel basiert auf einer Nutzer-zu-Nutzer-Anonymität, und wir selbst haben sehr wenig Informationen über den Nutzer. Aber wenn es einen richterlichen Beschluss bei dringendem Tatverdacht gibt, arbeiten wir mit den Behörden zusammen.“

So birgt die Anonymität auf Jodel auch einige Gefahren. User können, um dem entgegenzuwirken, anstößige Jodel melden. Außerdem wird ein Jodel gelöscht, sobald er fünf „Down-Votes“ hat. Kritiker bemängeln, dass Jodel Cybermobbing und auch sexuelle Belästigung im Netz erleichtert, da sich viele Nutzer hinter ihrer Anonymität sicher fühlen. Das führte in Göttingen sogar so weit, dass die Universität Göttingen Strafanzeige gegen Unbekannt stellte, da auf Jodel mehrfach sexuell belästigende und anstößige Jodel über eine Dozentin gepostet wurden.

Trotz alledem sieht sich die Jodel-Community als friedliche Community. Solche Posts sieht man selten und wenn sie auftauchen, werden sie meist umgehend gelöscht, da sich die Community aktiv daran beteiligt. So dient die in Aachen entwickelte App vielen Studierenden als spaßiger Zeitvertreib in Vorlesungen und zur Kontaktaufnahme mit Studierenden in ihrer Nähe. Sollten sich allerdings Fälle wie in Göttingen oder Lund in Zukunft häufen, muss sich etwas ändern.

Bildquellen: Facebookseite Jodel

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Schleichwerbung auf YouTube – Ist jetzt Schluss damit?

geschrieben von in Allgemeines, Fernsehen, Internet, Medienwandel, Zukunft des Internet1 Kommentar »

Knapp 60% Marktanteil unter den Videoplattformen, knapp 70% der Jugendliche im Alter von 14-29 Jahre nutzen die Plattform regelmäßig, die beliebteste Social-Media-Plattform deutlich vor Facebook, 300 Stunden neues Videomaterial pro Minute und über 4 Milliarden Videoaufrufe pro Tag weltweit. Das alles ist YouTube. Die Videoplattform Nummer 1, die mittlerweile in der jugendlichen Zielgruppe (12-19 Jahre) dem klassischen Fernsehen den Rang abgelaufen hat. So nannten bei einer Studie nur noch 84% Fernsehen als Zeitvertreib, wobei YouTube von 93% der Befragten Jugendlichen eine Freizeitbeschäftigung ist.

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Mittlerweile nutzen knapp 50% der User die Angebote von Youtube mobil.

Klar, dass das Phänomen YouTube und seine Reichweite bei Unternehmen und vor allen Dingen bei Werbetreibenden nicht unbemerkt bleibt und das riesige Potenzial erkannt wird und genutzt werden will. Was YouTube über die Marktmacht und Reichweite hinaus überaus interessant für Werbung macht, ist die persönliche, gar freundschaftliche Bindung, die viele Fans zu ihren Idolen spüren und die auch so von den YouTubern nach außen hin vermittelt wird. Dadurch wurden Produktplatzierung immer wieder als eine ungekennzeichnete, persönliche Empfehlung von den YouTubern an ihre Fans dargestellt. Dadurch ist es vor allen Dingen für die leichtgläubigen, jungen Fans extrem schwierig nachzuvollziehen, was man davon ernst nehmen kann und was in Wirklichkeit nur bezahlte Werbung ist.

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Phil und TC von Y-Titty halten das damals neue Galaxy S4 in die Kamera, ohne irgendeine Kennzeichnung. Schleichwerbung?

Bekannt sind natürlich nur wenige Fälle von ungekennzeichneten Produktplatzierungen, man würde sich freilich ein Eigentor schießen, sollte man dies öffentlich zugeben. Verdachtsmomente gibt es aber zu genüge und auch heute auch noch immer wieder. So stehen die überaus beliebten „Haul-Videos„, in denen meistens weibliche YouTuber ihre neuesten Errungenschaften aus angesagten Geschäften, wie DM oder H&M, präsentieren und in die Kamera halten, unter Verdacht eigentlich nur Marketingmaßnahme zu sein. Darüber hinaus gibt es auch klassischere, versteckte Produktplatzierung wie man sie aus dem Fernsehen oder Kino kennt. So trank das Comedy-Trio Y-Titty in ihren Videos immer wieder Coca-Cola und präsentierte in ihren Musikvideos ein Samsung-Handy. Bei knapp 3,2 Millionen Abonnenten über die der Kanal verfügt, sicherlich kein Zufall.

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Ein klassischer DM-Haul der YouTuberin DagiBee. Darin präsensiert aktuelle Produkte der Firma DM, angeblich aus eigenem Antrieb.

So setzt auf YouTube eine zunehmende Kommerzialisierung des Contents ein, immer mehr der Videos sind gesponsert oder gar reine Werbevideos. Vom eigentlichen und ursprünglichen Kredo „Broadcast Yourself“ ist immer weniger zu sehen. Dass diese Werbevideos oftmals nicht als solche gekennzeichnet sind, beschäftigt die Medienanstalten schon länger. Bislang bewegten sich allerdings sowohl die Content-Producer, als auch die Werbetreibenden in einer Grauzone, da es noch keine eindeutigen Regelungen für den Bereich Social-Media, also auch nicht für YouTube, gab. Nun allerdings gaben die Medienanstalten in einem FAQ klare Rahmenbedingungen heraus, wie sie schon bei Film, Radio und Fernsehen längst existierten und gelten.

Darin werden alle wichtigen Fragen zur korrekten Kennzeichnung von verschiedenen Sachverhalten erklärt und vor allen Dingen auch die Konsequenz eines Imageschadens und Glaubwürdigkeitsverlusts für YouTuber bei Nichtbeachtung aufgezeigt. Wirklich neu sind die Regelungen allerdings nicht, denn auch auf YouTube gilt, wie überall: „Werbung muss als solche leicht erkennbar und vom übrigen Inhalt der Angebote angemessen durch optische und akustische Mittel oder räumlich abgesetzt sein (§ 58 Absatz 3 in Verbindung mit § 7 Abs. 3 Rundfunkstaatsvertrag).“Unbenannt

Wer dies in der Vergangenheit nicht richtig getan hat, Stichwort Y-Titty, hatte allerdings keine Strafen oder Sanktionen zu fürchten. Inwiefern sich das jetzt ändern wird und überhaupt kann, in Anbetracht der riesigen Mengen an Content, die täglich hochgeladen werden, bleibt weiterhin völlig offen und spannend.

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Verlust der Selbstbestimmung in digitaler Gegenwart?

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Ein Status – Upgrade in Facebook ist schnell geschrieben, inklusive der Einstellung, für welche dieser Eintrag sichtbar sein darf: nur für Freunde in der Kontaktliste oder für jeden innerhalb bzw außerhalb von Facebook. So glaubt man, mit all den Privatsphären Vorkehrungen seine Daten sicher und geschützt der Außenwelt vorzuenthalten und eben wirklich nur die Personen in seiner Freundschaftsliste all die angegeben Information über einen selbst mitzuteilen.

Dieser Statuspost wird unmittelbar in das große Facebook – Datenzentrum im schwedischen Lulea gesendet. Dort gilt natürlich der europäische Datenschutz. Doch Facebook umgeht diesen Datenschutz und spielt zudem die Nutzerdaten an einen anderen Server außerhalb der EU zu. Somit sind keine Grenzen über die Nutzung unsere Daten gegeben. Bereits längst gelöschte Fotos oder Chatverläufe können weiterhin auf irgendwelchen Servern gespeichert sein und möglicherweise an Dritte weitergegeben werden.

Der Politiker Jan Philipp Albrecht der Grünen – Fraktion kämpft mit seinem Team in Brüssel als Abgeordneter im Europäischen Parlaments um das wichtigste Gesetz im 21. Jahrhundert – dem Schutz unserer Daten. Dazu erschien nun am 12. November die Dokumentation „Democracy – Im Rausch der Daten“ in den Kinos.

In der aktuellen Neon Ausgabe # 12  spricht er über seine Mission und erklärt seine Ziele im Datenschutz. Bereits seit vier Jahren arbeitet er mit einem Team an der Neuordnung des europäischen Datenschutzrechtes in Brüssel und verlangt darin beispielsweise höhere Bußgelder bzw. härtere Sanktionen bei Verstößen. Unter anderem setzt er sich für stärkere Verbraucherrechte und eine Datenschutzverbindlichkeit für ganz Europa ein.

Des Weiteren wünscht er sich die allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie Datenschutzerklärungen einfacher formuliert für den privat Nutzer. Beispielsweise mit Symbolen, was wirklich mit den Nutzerdaten passiert und in welches Land diese weitergeleitet werden. Denn niemand, selbst wenn er diesen kleinen Hacken betätigt, liest wirklich die langen, verwirrenden und komplizierten Datenschutzerklärungen.

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Es ist allgegenwärtig und wir sollten nicht blind darüber hinweg sehen, wie wenig Schutz unseren Daten im Internet geboten wird. Natürlich kann man sagen, dass wer Überwachung der Daten befürchtet, das Internet vermeiden solle,  so wie es einige Politiker nach der Snowden – Enthüllung geäußert haben. Doch die Präsenz des Internets ist in unserer heutigen Zeit zu stark. Folglich darf die Politik dieses Problem nicht einfach ignorieren.  Zumal unseren Daten einem ähnlichen Wert wie Öl zugesprochen werden und dieser Wert starke Gesetze zum Schutz benötigt.

Ist es nicht unser gutes Recht zu erfahren, was mit unseren Daten, mit unserem Eigentum, passiert? In wessen Hände es gerät und wer es wie weiterverwendet? Die Unternehmen entziehen sich der Pflicht zur Beantwortung dieser Fragen ganz klar und lassen uns im Ungewissen.

Dittmann-vpk-Datenschutz

http://www.w-t-w.org/de/switzerland-postfinance-will-kundendaten-verkaufen/dittmann-vpk-datenschutz/

Würden wir einen bereits geöffneten Brief von der Post erhalten, wäre unser Ärger groß. Wieso also bleibt gerade dieser Ärger so klein und still gegenüber dem Internet, in welchem alles trotz eigener Datensparsamkeit einem offenem Tagebuch gleicht? Die Ignoranz darüber fällt uns leicht, schließlich spüren wir die Kontrolle und Beobachtung nicht direkt. Gleichzeitig reden wir uns eventuell ein, alles würde zu unserem Schutz vor Terror passieren. Doch es ist ein Eingriff in unsere Grundrechte, es werden immerhin nicht nur Verdächtige überwacht, sondern ebenso auch normale Menschen wie du und ich, ohne besonderen Sicherheitsgrund. Die Selbstbestimmung, was mit unserem Eigentum passiert, ist im Netz nicht vorhanden.

 

Welch Ironie, dass in einer Welt, in welcher Sicherheit einen enorm hohen Stellenwert hat und sich fast alles darum dreht, wir die Sicherheit unserer digitalen Privatsphäre selbst schützen müssen.
Hoffentlich gewinnt  Jan Philipp Albrecht den Kampf um den Schutz unserer digitalen Daten.

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Dokumentation „The Thread“ – Eine Online-Community auf der Jagd nach den Attentätern des Boston Marathon

geschrieben von in Allgemeines, Internet, Internet und Politik, Kommunikationsformen, Medien und Politik, Medienwandel, Nachrichten, Qualität, Weblogs, Zukunft des Internet1 Kommentar »

Als am 15. April 2013 auf der Zielgeraden des Boston-Marathons zwei Sprengsätze explodierten, kamen dabei drei Menschen ums Leben und 264 weitere wurden verletzt.

Is this the Boston Bomber?Die Dokumentation von Greg Barker („Manhunt“) rekonstruiert die Suche nach den Attentätern des Boston Marathon innerhalb der Online-Plattform „Reddit“ und thematisiert dabei auch den Konflikt zwischen traditionellen und neuen Medien. Stellt „Crowdsourcing“ eine Gefahr für den investigativen Journalismus dar?

Das Interesse an diesem Event war groß. Neben zahlreichen Reportern, die live berichteten, fotografierten und filmten vor allem tausende Zuschauer und Teilnehmer mit ihren Smartphones das Geschehen rund um den Boston Marathon. Damit gehört das Attentat zu den, am besten dokumentierten Terroranschlägen unserer Zeit.

Die Suche nach den Bombenlegern hielt die gesamten USA in Atem und entfachte natürlich einen erbitterten Kampf der Medien um die Nachrichtenhoheit. Ob Kabelsender, Online-Dienste oder Networks- alle versuchten sich als beste Informationsquelle zu profilieren. Überraschenderweise sorgte vor allem die Social-News-Plattform „Reddit“ für Furore. Deren Community teilte direkt nach dem Attentat zahlreiche Bild-und Videoaufnahmen miteinander und kommunizierte in unzähligen „Subreddits“ (Unterforen) über das Ereignis.

Reddit AnalyseIm Thread „FindBostonBombers“ kam es in den darauffolgenden Tagen zu einer perfiden Suche nach den möglichen Attentätern. Bild- und Videomaterial wurde gesichtet, analysiert und diskutiert. Wilde Spekulationen und Anschuldigungen führten schlussendlich dazu, dass mehrere Unschuldige in den Fokus der Medien und der Polizei gerieten.

Am 19. April 2013 schaffte es die Polizei schlussendlich die offiziellen Täter Tamerlan und Dschochar Zarnajew zu stellen. Im heftigen Schusswechsel wurde  Tamerlan Z. dabei tödlich verwundet. Sein Bruder Dschochar Z. konnte flüchten, wurde aber noch am selben Tag von einem Sondereinsatzkommando festgenommen. Die Amateuraufnahmen seiner spektakulären Verhaftung, die mitten in der Gemeinde Watertown, vor den Augen zahlreicher Anwohner stattfand, verbreiteten sich ebenfalls rasant in den sozialen Medien. –>DRAMATIC VIDEO: Intense Gunfight Between Police and Bombing Suspect

„The Thread“ zeigt, wie sich die Medienlandschaft durch Fortschritte in der Technologie und der weit verbreiteten Nutzung von Social Media verwandelt hat. Berichte aus erster Hand und Nachrichten mit einer beispiellosen Geschwindigkeit zu sammeln und zu publizieren ist schon lange nicht mehr, ein Privileg das nur professionellen Journalisten zuteilwird. Die klassischen Rollen des Produzenten und des Konsumenten verschwimmen immer mehr. Wie der Fall „Reddit“ und sein „FindBostonBombers“-Thread zeigt, ist die Eigendynamik solcher Dialoge im Web 2.0 kaum zu steuern. Durch die schneeballartige Verbreitung in Communities und dem Verlinken in Foren oder Blogs wird die Verbreitung von Gerüchten im Netz erleichtert. Weblogs dienen dem Meinungsaustausch und verhelfen durch die Anonymität des Internets zu einer neuen Qualität des Gerüchtestreuens. Aufgrund der Tatsache, dass jeder User zugleich Rezipient und Autor sein kann und Aussagen sowohl wahr als auch falsch sein können, kann der Inhalt ungeprüft auf Relevanz und Wahrhaftigkeit im Netz veröffentlicht werden.

Die 60-minütige Dokumentation glänzt besonders durch die zahlreichen Interviews mit Journalisten und Bossen der globalen Mediengiganten, wie auch den Social Media-Nutzern, die sich auf die Jagd nach den Boston-Marathon-Bombern gemacht haben.

Die Dokumentation ist u.A. auf Netflix & iTunes verfügbar.


Quellen:

„The Thread“, Courtesy of Greg Barker and Content Television

http://insider.foxnews.com/2013/04/20/dramatic-video-neighbor-captures-intense-police-gunfight-bombing-suspect-dzhokhar

http://www.dailymail.co.uk/news/article-3035378/It-beast-Moderator-Reddit-s-Boston-Bombers-thread-tells-millions-users-descended-subreddit-days-attack-identified-wrong-suspect.html

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Raus aus den Zwängen

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Der Bundestag beschließt diese Woche das Gesetz gegen den Routerzwang

Irgendwo in der Wohnung blinkt es immer, meistens grün im Arbeitszimmer oder im Keller. Unser Zugang zum Internet ist derzeit durch einen vom Anbieter vorgeschriebenen Router gesichert.

Wenn es nach dem Willen der Bundesregierung geht, soll sich dies nun am heutigen Tage ändern. Die schwarz-rot geführte Koalition setzt hiermit eine weitere Vereinbarung aus ihrem Koalitionsvertrag um: „Nutzerinnen und Nutzern müssen die freie Auswahl an Routern behalten. Daher lehnen wir den Routenzwang ab“.

Gesetz zur Auswahl und zum Anschluss von Telekommunikationsendgeräten“ , so lautet der sperrige Name des Gesetzes, welches den Internetnutzern in Zukunft mehr Freiheit bieten soll. Besonders Verbraucherschützer erhoffen sich hierdurch einen größeren Wettbewerb, wovon die Nutzer profitieren sollen. Sie werfen den Internetanbieter ebenfalls vor, dass die Provider oftmals billige und unsichere Geräte liefern. Ebenfalls könnte auf „freien“ Routern Software installiert werden, wie zum Beispiel um „Freifunk“   anzubieten.

Doch wieso ist das bisher nicht der Fall?

Nach jetziger Rechtssprechung ist der Netzabschlusspunkt als Endgerät definiert. Das bedeutet, dass der Anbieter auch für den Router zuständig ist und Teil seines Netzes darstellt.

Mit der Änderung des Gesetztes wird die Anschlussdose in der Wand als neuer Netzabschlusspunkt definiert. Der Router gehört dann nicht mehr dazu.

Federführend für dieses Gesetz war das Bundeswirtschaftsministerium. Bereits Februar 2015 arbeitete dieses einen entsprechenden Entwurf aus. In der heutigen zweiten und dritten Lesung im Bundestag werden keine Änderungsanträge erwartet. Somit kann das Gesetz spätestens Ende Februar 2016 in Kraft treten. (Quelle: http://www.heise.de/netze/meldung/Routerzwang-So-geht-es-weiter-mit-dem-Gesetz-zur-freien-Routerwahl-2834230.html)

Überwachung 2.0 – Die neuen Nutzungsbedingungen von Facebook

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Ab dem 30. Januar 2015 treten mit dem Einloggen automatisch die neuen Nutzungsbedingungen von Facebook in Kraft. Die Änderungen der Nutzungsbedingen und Datenrechtlinien von Facebook, die eigentlich bereits am 01. Januar eingeführt werden sollten, sind diesen Monat heftig von Politikern und Datenschützern diskutiert worden.

Als Probleme beim Datenschutz sehen Experten vor allem, dass Facebook es sich nun vorbehält, sämtliche Informationen über das Surfverhalten der Nutzer außerhalb von Facebook zu sammeln und zu kommerziellen Zwecken zu nutzen. Diesen soll zwar ein besserer Überblick über ihre gesammelten Daten geboten werden, doch müssen die Nutzer hierfür selbst aktiv werden und erst einmal herausfinden, wie sie das alles einsehen können. Nun soll zum einen die ohnehin schon penetrante „personalisierte Werbung“ auf der Startseite von Facebook zunehmen, zum anderen wird aber auch die Standortbestimmung verbessert. Durch die Auswertung der GPS-Daten von Smartphones soll es möglich sein, passgenaue Vorschläge blitzschnell an das Handy des Users zu schicken. Läuft er zum Beispiel an einem Fast-Food-Restaurant vorbei, kann Facebook ihm genau in diesem Moment Gutscheine für das betreffende Restaurant anzeigen. Außerdem soll es zukünftig einen „Kauf-Button“ direkt im sozialen Netzwerk geben. Surfen auf anderen Shopping-Seiten würde so fast schon unnötig.

Die Problematik hierbei ist nun, dass Facebook keine Erklärung dazu abgeben kann oder will, was genau mit diesen gesammelten Daten geschehen wird und inwiefern Dritte darauf Zugriff haben werden. Dazu kommt, dass Facebook mittlerweile auch das Foto-Netzwerk Instagram und den Instant-Messenger Dienst Whatsapp besitzt. Experten sorgen sich in diesem Zusammenhang um den möglichen Datenaustausch zwischen diesen Diensten, der nun möglich zu sein scheint.

Fakt ist, dass der User in Zukunft noch enger an das soziale Netzwerk Facebook gebunden wird und Facebook gleichzeitig eine noch größere und wichtigere Rolle in der gesamten Online-Welt spielen wird. Um Teil von dieser Welt zu sein, muss der Nutzer die Bedingungen wohl oder übel hinnehmen. Ein Widerspruch der Bedingungen ist nicht möglich, es scheint lediglich die Möglichkeit zu geben, das GPS an seinem Smartphone auszuschalten oder der App Facebook den Zugriff darauf zu verweigern. Des weiteren existiert eine Website (http://www.youronlinechoices.com/de/), auf der man der „nutzungsbasierten Online-Werbung“ von Facebook zwar widersprechen können soll, keineswegs aber den Nutzungsbedingungen an sich. Das heißt, die Daten werden so oder so gesammelt.

Um dieser Überwachung zu entgehen, bleibt nur der Austritt aus dem Netzwerk, und für die meisten Nutzer scheint dies keine Alternative zu sein. Dafür besitzt die Nutzung von Facebook schon eine zu große Wichtigkeit in ihrem Leben.

Eine Info-Website zeigt "Maßnahmen zum Schutz deiner Privatsphäre auf Facebook".

Quellen:

http://www.rtl.de/cms/news/rtl-aktuell/das-friss-oder-stirb-prinzip-facebook-aendert-nutzungsbedingungen-ab-dem-30-januar-44f56-51ca-16-2192696.html

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Ab-30-Januar-Trotz-Kritik-will-Facebook-neue-Nutzungsbedingungen-einfuehren-2533171.html

http://www.sueddeutsche.de/digital/neue-nutzungsbedingungen-was-facebook-nutzer-jetzt-wissen-muessen-1.2324575

Grafik:

http://1.f.ix.de/imgs/18/1/4/2/4/2/5/2/privacy_basic-e592569b905771ce.png

 

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Ecosia – Die Suchmaschine, die Bäume pflanzt

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Endlich eine Google-Alternative: Ecosia.org startet "Suchmaschine die Bäume pflanzt" / Die grüne Suchmaschine will innerhalb eines Jahres eine Million Bäume pflanzen

Seit 2009 existiert die Suchmaschine, die Bäume pflanzt. Wie bei anderen Suchmaschinen auch, werden neben den Suchergebnissen auch Werbeanzeigen geschaltet. Doch anders als die herkömmlichen Suchmaschinen, spendet Ecosia mindestens 80% ihrer Einnahmen an Regenwaldprojekte z.B. von WWF.

Die aktuell 2.201.166 aktiven Benutzer haben bereits dabei geholfen 1.115.648 Bäume zu pflanzen. Jeder dieser Nutzer kann auf der Startseite von Ecosia nachvollziehen bei wie vielen Baumpflanzungen er schon mitgeholfen hat. Wenn man überlegt, wie oft jeder von uns tagtäglich etwas bei Google eingibt, staunt man, wie viele Bäume man schon hätte pflanzen können.

Mit einer neuen und verbesserten Version, die 2013 erschien, ist Ecosia zur echten Alternative zu Google, Bing und co. geworden, denn die Qualität der Suchanfragen soll ebenso gut sein, wie die anderer Suchmaschinen. Weiterhin gibt es auch eine Smartphone-app, mit der man die Suchmaschine auch bequem und mobil nutzen kann. Als Browsererweiterung für Firefox oder Chrome kann man Ecosia ganz bequem als Standardsuchmaschine festlegen.

Bewundernswert ist auch die Transparenz der Suchmaschine. Sie veröffentlichen jegliche Einnahmen, z.B. dass sie 0,5 Cent pro Suchanfrage verdienen und wie viel es kostet einen Baum im Regenwald zu pflanzen. Während der letzten 6 Jahre hat Ecosia bereits mehrere Regenwaldschutzorganisationen unterstützt und jedesmal genaue Summen veröffentlicht, die an die jeweilige Organisation gespendet wurde. Ebenso werden Spendennachweise veröffentlicht. Es besteht also kein Zweifel, dass das Geld auch wirklich bei den Organisationen ankommt.

Es bestehen also keine Nachteile gegenüber bereits etablierten Suchmaschinen, die einen Grund darstellen Ecosia nicht zu verwenden. Mit ein paar Mausklicks ist Ecosia die Standardsuchmaschine und kann wie jede Andere genutzt werden.

Wenn Ecosia also noch mehr Nutzer gewinnen kann, wird die Suchmaschine einen erheblichen Beitrag leisten um unseren Planeten zu retten.

Quellen:

Bild: obs/ecosia.org

https://www.ecosia.org/what

http://www.presseportal.de/pm/110661/2544183/endlich-eine-google-alternative-ecosia-org-startet-suchmaschine-die-b-ume-pflanzt-die-gr-ne

http://www.ecosiawatch.org/das-ecosia-regenwaldprojekt.html

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„Das Internet wird verschwinden.“

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Auf dem diesjährig zum 45. Mal stattfindenden Weltwirtschaftsforum in Davos, Schweiz machte der Google-Vorstandsvorsitzende Erik Schmidt eine Aufsehen erregende Behauptung in Bezug auf seine Vorstellung vom zukünftigen Internet: „I will answer very simply that the Internet will disappear.“

Gemeint ist mit dieser Aussage nicht, dass das Internet bald nicht mehr existieren wird (was wohl in unserer Gesellschaft auch nicht mehr vorstellbar ist), sondern im Gegenteil: „Das Internet wird verschwinden. – Weil es überall sein wird.“ Es wird nicht mehr „da“ sein, weil es so selbstverständlich werden wird, dass wir es nicht mehr bemerken, bzw. als gesondert ansehen. Gerade durch das kommende Web 3.0, das “Internet of Things”, das all unsere Geräte miteinander vernetzt, wird die eigentliche Interaktion mit dem Internet von unseren alltäglichen Tätigkeiten nicht mehr zu unterscheiden sein. Laut Schmidt wird es keine Barriere zwischen Online- und Offline-Sein mehr geben; das Internet wird zu einem Teil unserer eigenen Präsenz werden.

“There will be so many IP addresses, so many devices, sensors, things that you are wearing, things that you are interacting with that you won’t even sense it.
It will be part of your presence all the time. Imagine you walk into a room, and the room is dynamic. And with your permission and all of that, you are interacting with the things going on in the room.”

Seine Vorhersagen fanden im Zuge der Diskussion „The Future of Digital Economy“ statt, an der auch weitere hochrangige Personen der IT-Branche teilnahmen:
Neben Erik Schmidt beteiligten sich auch Microsoft-Chef Satya Nadella, Vodafone-CEO Vittorio Colao und Facebook-Managerin Sheryl Sandberg am Gespräch.
Letztere unterstützte Schmidt in seiner optimistischen Sicht und fügte hinzu: „Leute, die früher keine Stimme hatten, können sich heute einbringen. Jeder kann posten und teilen.“
Laut Schmidt ist das Internet eine der größten Errungenschaften der Menschheit und birgt immense Vorteile – nicht nur für das Individuum bei der persönlichen Beratung und Informationsbeschaffung, sondern auch für die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft: Globale Kommunikation und Vernetzung helfen laut ihm der Bildung, Gleichberechtigung und Staatsführung.
Vom Google-Chairman werden aber ebenso wichtige, mit der Verbreitung der Internetnutzung einhergehende, negative Entwicklungen wie zum Beispiel die Verstärkung des „digital divide“, also der steigenden Ungleichheit zwischen Internetnutzern und Nicht-Nutzern nicht beachtet. Momentan haben laut dem Global Internet Report 2014 40% der Menschen Zugriff auf das Internet und können von dessen Vorteilen profitieren. Doch der Rest wird zunehmend von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt, was die ohnehin schon extreme Kluft zwischen hochmodernen Industriestaaten und Entwicklungsländern vergrößert.

Quellen:
http://www.weforum.org/sessions/summary/future-digital-economy
http://www.hollywoodreporter.com/news/google-chairman-eric-schmidt-internet-765989
http://www.blick.ch/news/wirtschaft/google-praesident-eric-schmidt-das-internet-wird-verschwinden-id3428753.html
http://www.internetsociety.org/sites/default/files/Global_Internet_Report_2014_0.pdf
http://wearesocial.sg/blog/2015/01/digital-social-mobile-2015/#more-10068
http://www.globalisierung-fakten.de/globalisierung-informationen/gruende/globalisierung-durch-kommunikation-und-internet/

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