Der Hype um Ortsbasierte Dienste à la foursquare und Gowalla

geschrieben von hami3301 in Internet, Kommunikationsformen, Medienwandel, Zukunft des InternetKeine Kommentare »

Wer sich wie ich wir irgendwo in der lustigen bunten Welt der Social Media (oder wie es damals in der Steinzeit hieß, Web2.0) tummelt, kommt nicht am Thema ortsbasierte Dienste (Location Based Services) wie foursquare und Gowalla vorbei. So scheint es zumindest. Ortsbasierte Dienste ermöglichen es dem Nutzer mit seinem Smartphone seine derzeitige Position zu ermitteln und so in einer Lokalität “einzuchecken”. So weiß der virtuelle Freundeskreis oder auch die gerade besuchte Lokalität, immer wer sich wo befindet. Skeptiker warnen vor der selbst gewollten  Totalüberwachung und BigBrother3.0 (wir erinnern uns: 2.0 ist out). Befürworter sehen den praktischen Nutzen für die Organisation des zwischenmenschlichen Zusammenlebens und das Marketing. Denn statt 20 SMS schreiben, in der stünde in welcher Kneipe man gerade sei, bräuchte man nur einmal in einem Location Based Services “encheckenW und der gesamte Freundeskreis wüsste, wo man gerade steckt. Betreiber der diversen Lokalitäten haben auf der anderen Seite beispielsweise die Möglichkeit Nutzern, die oft bei ihnen einchecken Vergünstigungen anzubieten.

So weit die Theorie. Social Media Enthusiasten sind natürlich längst bei foursquare und Gowalla dabei und herrscht in sowohl in der Szene als auch in der Fachwelt der Konsens, dass ortsbasierte Dienste und die gesamte Lokalisierung des mobilen Internet da nächste große Ding sind. Dumm nur,  das außerhalb der Welt der medienafinen Menschen, die neue Medien- und Kommunikationsmittel besonders nutzen und darüber schreiben noch kaum jemand ortsbasierte Dienste kennt, geschweige denn nutzt.

Die Smartphone Dichte in der breiten Bevölkerung nimmt zwar rasant zu und er Otto Normalverbraucher, zahlt gerne  1000 Euro für ein Iphone 4 und nutzt damit das mobile Internet. Aber er nutzt es so, wie er es auch zu Hause nutzen würde.

Wie unbekannt die Ortsbasierten Dienste wirklich sind zeigt jetzt eine Studie, deren Inhalt GigaOm zusammengefasst hat. Demnach  nutzen nur 4 % der Befragten ortsbasierte Dienste, während 84 % nichts mit dem Begriff anfangen können. 9 % wissen immerhin worum es bei Location Based Services geht und 3 % kennen Leute die solche Applikationen nutzen. Und wie man es nicht anders gewohnt ist, sind die Early Adopters die jungen Männer.  Da solche Trends in den USA in der Regel früher losbrechen und erst mit der Zeit von den deutschen und europäischen Nutzern übernommen werden, ist der Hype um Location Based Services derzeit noch unbegründet. Foursquare hat so z.B.  lediglich 20.000 aktive Nutzer in Deutschland.

Ich stimme Martin Weigert zu und kann mich seinem Fazit im Artikel auf netzwertig.com nur anschließen. Er sagt dass ein eigener Ortsbasierter Dienst von Facebook das Zünglein an der Waage sein könnte, der den Durchbruch für die Location Based Services einläuten könnte. Facebook steht wohl kurz davor den Location Based Service Hot Potato zu übernehmen. Gerade jüngere Nutzer, die neuen Formen der Nutzung von Social Media offener Gegenüber sind könnten so leicht zu Nutzern der Ortsbasierten Dienste werden.

Die Frage ist ob foursquare und Gowalla dadurch verdrängt werden. Twitter wurde seiner Zeit nicht von Facebook verdrängt und hält sich gegenüber den neu eingeführten Statusupdates auf Facebook. Aber Twitter war zu dem Zeitpunkt als Facebook zum Angriff überging auch bereits tiefer verankert. Für Deutsche Social Networks a la StudiVZ, könnte der Wind durch die ortsbasierte Dienste noch rauher werden, als er eh schon ist. Denn ohne enormes Kapital, wie es hinter Facebook steht, dürfte sich kaum in nächster Zeit eine eigene  ortsbasierte Dienste Applikation entwickeln lassen. Zumal die StudiVZ Nutzer in ihrem Nutzungsverhalten doch eher konservativ sind und dem ganzen SchnickSchnack (dem aber die Zukunft gehört) bei Facebook eher skeptisch gegenüber stehen.

PS. Martin Weigert weißt übrigens in einem anderen Blogpost darauf hin, das 4 von 4 Studien zu Netzthemen fragwürdig sind.^^

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Die Weisheit der Vielen

geschrieben von s2kagrue in Internet, Zukunft des InternetKeine Kommentare »

Stehen in der Quellenangabe für Hausarbeiten oder Referate-besonders zu historischen Themen- hauptsächlich Wikipediaartikel, ist das gemeinhin ein Zeugnis für eine weniger tiefgründige Recherche zum Thema. Ist das wirklich so?

Der ZEIT-Redakteur Christian Staas führte für die vergangene Ausgabe (Nr. 28) ein Interview mit dem Privatdozenten für Allgemeine Geschichte der Neuzeit, Uni Basel, Peter Haber zum Thema Geschichts-Artikel bei Wikipedia. Dieser lobt vor allem die Aktualität der Online-Enzyklopädie und visuelle Aufbereitung, die ein herkömmliches Lexikon in dieser Form nicht bieten können. Ausserdem ist die vielsprachige Aufbereitung zu geschichtlichen Ereignissen immer auch Zeugnis landesspezifischer Sichtweisen. Besonders aufschlussreich sei hier zum Beispiel die sich differierenden Artikel zum Kalten Krieg auf französisch, englisch und deutsch.

Fehlerhafte Einträge treten eher selten auf. Schwierig sei allerdings die Annahme, man könne sich über ein komplexes Thema leichten Überblick mit Wikipedia verschaffen. Der Raum ist hier schlichtweg zu klein, um ein geschichtswissenschaftliches Thema gerecht zu beleuchten. Zudem gilt hier das Motto: Viele Köche verderben den Brei. Lobenswert seien biografische und Ereignis-Lemmata, die wenig Fachwissen voraussetzen.

Die Wissenschaft hat ein Auge auf Wikipedia. Hier wird Geschichte geschrieben. Wie wird sich also die Sichtweise auf Vergangenheit,Gegenwart und Zukunft durch Wikipedia verändern, wenn jeder in der Lage ist, Geschichte zu mitzuschreiben?

DIE ZEIT (Nr.28)

Europa auf dem Weg in die digitale Zukunft (medienforum.nrw 2)

geschrieben von jbnickschas in Allgemeines, Internet, Internet und Politik, Medien und Politik, Medienwandel, Zukunft des InternetKeine Kommentare »

Das 22. medienforum.nrw stand diesmal unter dem Motto „Was uns lieb und teuer ist“. Eine Sache, die uns allen lieb und teuer sein sollte, ist unsere Zukunft. Auch die Zukunft der Medien in Europa und der Umgang mit dem digitalen Zeitalter standen auf der Tagesordnung und wurden kontrovers diskutiert. Die Ergebnisse sprechen für sich.

Die Europäische Union bildet viele Kommissionen. Eine davon befasst sich mit der „Digital Agenda“, einem zukunftsorientierten Projekt zum Umgang mit digitalen Medien und deren Rolle in unserem Alltag. Unter anderem soll die Frage geklärt werden, wie man digitale Medien bestmöglich nutzen kann und wo die Schwierigkeiten und Probleme liegen, die damit verbunden sind.

Eine der Keynote-ReferentInnen, die Beraterin Annet Aris, beschäftigte sich beispielsweise auch mit dem Bezahlverhalten der Menschen im Internet. Zurzeit herrscht dort eine Mentalität vor, die das Bezahlen für Inhalte im Netz als nicht notwendig erachtet. Daraus aber resultiert letztlich ein verhängnisvoller Kreislauf:

Sind die User nicht bereit, für Inhalte im Internet zu bezahlen, müssen die Anbieter mehr Einnahmen durch Werbung finanzieren. Dadurch verschlechtert sich jedoch auch das inhaltliche Angebot und seine Attraktivität nimmt ab. Dies hat wiederum zur Folge, dass die User noch weniger bereit sind, für diese Angebot zu bezahlen – und ein verhängnisvoller Kreislauf ist geschlossen.

Die Rolle der digitalen Medien in unserem geschäftlichen und privaten Alltag nimmt stetig zu und wird dies auch in Zukunft tun. Nur müssen die Anbieter überlegen, auf welche Weise sich das für sie rentieren kann, ohne dass sie dabei die Qualität ihrer Angebote vernachlässigen. Eine endgültige Lösung in dieser Frage ist noch nicht abzusehen, doch bereits jetzt kursieren im Netz verschiedene Dienste wie z.B. flattr, mit denen man Inhalte honorieren kann.

Die Digital Agenda der EU ist ein wichtiges Papier. Auch Themen wie Internetsperren und die Weiterentwicklung von Breitbandnetzen sind darin festgehalten. Doch wie so oft reicht eine Richtlinie nicht aus, um wirklich etwas verändern zu können. Die Agenda muss in den nächsten Jahren auch umgesetzt werden und dazu müssen immerwieder große Hürden überwunden werden, z.B. auch beim Datenschutz.

Dennoch ist es positiv zu bemerken, dass Europa die Zeichen der Zeit erkannt und ihre Pläne für den Umgang mit denselben dezidiert festgehalten hat. Auf die Umsetzung dürfen wir alle gespannt sein, denn so weit weg wie die meisten Menschen glauben, ist die EU-Politik gar nicht. Sie beginnt am Ende bei jedem einzelnen von uns und sie endet dort, wo wir alle hin wollen: In der Zukunft.

Facebook – Der Untergang für StudiVZ und Co?

geschrieben von hami3301 in Internet, Internetstatistik, Kommunikationsformen, Medienkritik, Medienwandel, Zukunft des Internet2 Kommentare »

Unter dem Titel Die Folge der Facebook-Dominanz: Deutsche Social Networks am Scheideweg gibt es bei netzwertig einen absolut lesenswerten Artikel darüber über Facebook. Am Beispiel Schweden wird erläutert, wie Social Network Marktführer alteingesessene nationale Netzwerke in die Bedeutungslosigkeit verbannte.
Die Frage die sich zu Recht stellt, ist ob eine ähnliche Entwicklung auch in Deutschland wahrscheinlich ist. Oder hängen die Deutschen zu sehr an ihrem StudiVZ, MeinVZ, SchülerVZ, Wer-kennt-wen oder gar an Lokalisten?

Problemkind VZNetzwerke

Die VZ Netzwerke, sind wie der Name schon sagt mehrere Netzwerke, die sich aber mehr oder weniger miteinander verbinden lassen. Lässt man den positiven Aspekt des, letzten Endes umgehbaren Jugenschutzes bei SchülerVZ beiseite, ist das eine ziemlich lästige Angelegenheit. Hier zeigt sich, dass der einstige Trumpf von StudiVZ von inzwischen zu einem Problem geworden ist. Waren es einst die Studenten als Early Adopters und Zugpferd des Social Networks, schließen diese nach dem Studium ihren Account und denken in der Regel nicht daran, zum hochgradig altbacken klingenden MeinVZ zu wechseln.
Wobei ich zumindest aus meinem Umfeld sagen kann, das viele StudiVZ Profile den Studienabschluss ihrer Besitzer nicht miterleben. Viele User kehren StudiVZ den Rücken zu. Sei das Datenschutzgründen oder weil sie einfach keinen Mehrwert in dem sozialen Netzwerk mehr sehen. Ersterer Grund mag zwar von hohen Idealen zeugen, aber wer fair sein will, muss den VZ Netzwerken zugestehen, dass sich etwas in Sachen Datenschutz getan hat und Facebook oder auch Google eine größer Datensammelwut antreibt. Aus diesem Grund preist StudiVZ sich ja inzwischen gerne als kleines deutsches Datenschutzparadies an, und macht so geschickt PR gegen Facebook.
Das weit größere Problem von StudiVZ ist der fehlende Mehrwert. Partyfotos sind für Nutzer die irgendwann einmal die Uni Richtung Arbeitswelt verlassen wollen eher ein Grund, StudiVZ zu verlassen, als dort aktiv zu sein. Der in den Anfangstagen des Studentenverzeichnis oft beschworene Gedanke, es bestünde die Möglichkeit alte Schulfreunde zu finden, gilt einerseits auch für Facebook und Co und war andererseits schon immer ein Scheinargument für soziale Netzwerke. Auch wenn wer seinen kompletten Abijahrgang als Freund hinzufügte, hat letzten Endes doch eher mit den Leuten in Kontakt gestanden zu denen eine engere soziale Bindung bestand. Der „Aha X studiert jetzt in Y das Fach Z – Effekt“ der einst den Reiz von StudiVZ ausmachte, ist nunmal keine Langzeitmotivation.
Das jedoch größte Problem, dass StudiVZ immer hatte und auch noch jetzt hat, ist seine Innovationsarmut. Es war immer ein Facebook Clon in rot, der sich erstaunlich langsam weiterentwickelte. Exemplarisch dafür ist immer das Fehlen von Hyperlinks gewesen. Wo Facebook sich heute selbst ins offene Internet katapultiert, sich mit diesem vernetzt und die Nutzerseiten von außen einsehen lässt, war StudiVZ immer ein in sich geschlossener Mikrokosmus. Wer einen Link teilen wollte, musste diesen kopieren und in die Browseradresszeile einfügen. Ein Usability Alptraum. Der noch größere Alptraum sind bei StudiVZ aber nach wie vor die Gruppen. Diese haben nie als Kommunikationskanal funktioniert sondern waren für gefühlte 90% der Nutzer nur eine lustige Erweiterung des Profils. „Ich glüh härter vor als du Party machst“, um nur eine dieser Juxgruppen zu nennen, erfüllt keinen kommunikativen Zweck sondern ist nichts weiter als ein Gag. Das Fehlen von Apps und Spielen hat mich hingegen nie wirklich gestört.Aber wer bei Facebook sieht, wie viele Freunde den halben Tag damit verbringen ihren virtuellen Bauernhof zu beackern, versteht wie sehr die Apps die Nutzer binden.

Was die Zukunft bringt

Eine derart ausgeprägte Analyse von Wer-Kennt-wen und Lokalisten spare ich mir an dieser stelle. Die Google-Statistik zeigt, dass es mit Wer-kennt-wen nach einem kleinen Boom schon wieder bergab geht und Lokalisten war niemals wirklich bedeutend. Aus der Google-Statistik geht klar hervor, dass die VZNetzwerke insgesamt zwar noch schlagkräftig sind, aber das gigantische Wachstum von Facebook macht nicht den Eindruck als würde sich stoppen lassen. Zumal der Funktionsumfang schon jetzt gewaltig ist und hinter diesem Social Network wesentlich mehr Kapital steht, dass sich in die Weiterentwicklung stecken lässt.
Ich kann mich Medienlese als nur anschließen und sagen, es harte Zeiten für die nationalen sozialen Netzwerke werden und dass es wahrscheinlich ist, das einige von ihnen in die Bedeutungslosigkeit abdriften werden. Wobei nicht gesagt ist, dass Facebook das Ende vom Lied ist.

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Spendet Aufmerksamkeit und Dankbarkeit!!

geschrieben von verschmidtzt in Internet, Zukunft des Internet1 Kommentar »

Bisher hatte man nicht die großartige Möglichkeiten über Blogs Geld zu verdienen. Ebensowenig konnte man seine Aufmerksamkeit gegenüber deren Existenz  beweisen (außer vielleicht über lobende Kommentare). Mit zwei neuen Micropaymentdiensten, die ich an dieser Stelle vorstellen möchte, werden Systeme geschaffen, die beides wechselwirkend erreichen wollen, indem Nutzer von Blog Angeboten oder sonstigen autorschaftlichen Werken diesen ihre Dankbarkeit  durch einen Klick zum Ausdruck bringen  können.
Zum einen gibt es Kachingle aus den USA, gegründet von Cynthia Tipaldos, das ganze Seiten, Rubriken oder Autoren institutionell unterstützt. Man schließt ein Abo mit einem gewissen Betrag (mindestens 5 Dollar) ab. Dieses Spendenguthaben wird dann je nachdem, wie oft ein Button auf einer bestimmten Seite geklickt wird, prozentual und völlig transparent auf die genossenen Webpräsenzen verteilt. Betreiber eines Angebots können sogar sehen, wer wieviel gespendet hat.
Auf dieser  Seite des Atlantik wurde eine ähnliche Variante mit Namen Flattr von Pirate Bay-Gründer Peter Sunde geschaffen. Auch hier wird ein virtuelles Konto eröffnet, das sich am Ende des Monats kleinteiliger in einzelne flattr-bare Artikel (Videos, Fotos…) auflöst und somit Einmalbesucher, die Chance zum Spenden gibt. Beide Dienste erhalten für ihre Vermittlerrolle eine Provision von 20 Prozent.
Das Ganze basiert auf Freilwiligkeit und der Bereitschaft für die Nutznießung von Angeboten inhaltlicher oder unterhaltender Art einen Obolus in die Kaffekasse der Urheber abzutreten.
Die Ausweitung auf Open-Source Programme oder gemeinnützige Zwecke ist vorgesehen.

Mit Anfangsschwierigkeiten haben beide zu kämpfen, da es sich um einen zweiseitigen Markt handelt, der das berüchtigte Henne- Ei Problem zu lösen hat. Denn für Betreiber und Produzenten ist es nur sinnvoll die Buttons einzusetzen, wenn es auch auf breite Akzeptanz stößt, während die Nutzer nur dann ihre Dankbarkeit ausdrücken können, wenn eine Vielzahl von Inhaltsangeboten die Buttons in ihre Seiten einbauen und von dieser Möglichkeit der Monetariesierung Gebrauch machen. Zu Beginn wird es daher, wie so viele Angebote im Internet,  eher etwas für den Long Tail sein, das nur an Popularität gewinnen kann, wenn sich große Blogs  beteiligen oder ein immenser Marketingeinsatz betrieben wird.

Es wurde viel darüber diskutiert, ob dieses Modell der Thank you Economy ein Schritt in die richtige Richtung sein könnte, indem ein Weg um die angefochtenen Paid Content Festungen herum eingeschlagen wird, so dass auch Verlage von diesem System profitieren können,  wenn sie ihren Profistatus und ihre Ressourcen nutzen.
Angenommen einige Millionen Surfer, deren Informationsinteresse und Unterhaltungsbedürfnis im Internet gestillt wird, würden sich beteiligen, dann ist es möglich, dass für weitläufig Beachtetes, das sich durch besondere Güte asuzeichnet, einiges herausspringt, da sich selbst Minimalbeträge summieren.
Ich persönlich glaube aber nicht, dass das so schnell passieren wird, auch nicht bald oder in den nächsten Jahren.
Auf eine bestimmte Schicht aktiver User trifft der Spendenwille zu. Sie sind sich der Gedankenleistung der Produzenten diverser (multi-)medialer Beiträge  und der Relevanz für ihr eigenes Schaffen und Denken bewusst.
Der Großteil der Internetcommunity wird diesen Aufwand aber nicht betreiben wollen. Sie sind es gewohnt, Inhalte gratis zu konsumieren, haben die Gratiskultur mit dem Erlernen dieses Medienschemata internalisiert.
Immer noch wird sehr viel an Musik, Filmen, Programmen und Spielen heruntergeladen und das, obwohl es einem klar ist, dass den geliebten Bands oder Produzenten durch die bloße Sympathie nicht geholfen ist.  Man denkt sich aber, dass die Industrien doch noch genug Geld haben. So wird an diesem gemütlichen und vor Allem billigen Zustand nichts geändert.

Die Kulturflatrate muss daher früh auf den Weg gebracht werden und sich in einem großflächigen Prozess zu behaupten wissen. Wenn zum Beispiel verantwortungsbewusste Eltern ihren Kindern ein Abo einrichten würden, sodass diese das dankbare Konsumieren schon bei den ersten Schritten im Internet erlernen.
Oder wenn dieses System sich immer mehr an soziale Netzwerke binden würde, sodass man mit anderen teilt, wem oder was man Anerkennung zuspricht.  Der Like-It Button von Facebook gekoppelt mit ein paar Cent würde große Erträge bringen.

Bis zu einem Mentalitätswandel dieser Art  ist es aber noch ein langer Weg, weshalb ich glaube,  ein abgeschlossenes System prognostizieren zu können, in dem die aktiven Nutzer um einen Blog herum, die meist selbst Autor von Beiträgen sind, sich gegenseitig unterstützen. Ein autopoietisches System, das sich selbst erhalten mag, aber für die breite Masse (noch lange) keine Relevanz haben wird.

kachingle.com:

http://carta.info/26320/die-deutschen-kachingle-charts-oder-quo-vadis-kachingle/

http://carta.info/20487/paid-content-kachingle/

flattr.com:

http://www.basicthinking.de/blog/2010/02/11/flattr-pirate-bay-gruender-peter-sunde-will-paid-content-revolutionieren/

http://netzwertig.com/2010/02/11/flattr-neuer-micropaymentdienst-setzt-auf-die-thank-you-economy/

brauchen wir das wirklich?

geschrieben von Annika in Internet, Zukunft des Internet1 Kommentar »

Um die Navigation im Internet zu erleichtern (und den Umweg über Google zu ersparen) plant die Internetverwaltung ICANN den Verkauf sogenannter Top Level Domains (TLDs). Damit wären künftig auch ganze Wörter (wie etwa Produkt- oder Städtenamen) hinter dem Punkt erlaubt, z.b. „hotels.berlin“.

Neben der Hauptstadt zeigte auch der Kamerahersteller Canon Interesse an einer eigenen TDL, da man sich so auf eine unkomplizierte Weise im Netz darstellen könne.

Experten versprechen einen weiteren Vorteil: mehr Sicherheit. Würde sich etwa ein Kreditinstitut die Endung „.bank“ bei ICANN registrieren, so könnte diese nicht mehr von unautorisierten Anbietern genutzt werden und der Kunde kann sicher sein, dass er nicht auf einer gefälschten Homepage ist.

Dass sich bisher trotzdem nicht viele Unternehmen dafür begeistern lassen konnten ist angesichts der Kosten jedoch wenig verwunderlich. «Wer eine eigene Domain-Endung besitzt, übernimmt die kompletten Aufgaben eines Internetunternehmens», sagt August-Wilhelm Scheer, Präsident des Branchenverbandes Bitkom. Das sind allein für Technik, Rechtsberatung und Aufbau des Projektmanagements mehr als eine halbe Million Euro. Dazu kommen jährlich etwa 200000 dazu, schätzt er.

Das Bewerbungsverfahren um die TDLs soll Ende des Jahres beginnen. Und dann wird sich entscheiden ob unsere Hauptstadt die Berlin-Domain bekommt – oder eine der 38 anderen Berlins weltweit, 31 davon übrigens in den USA.

Quelle: Ostsee-Zeitung vom 23.04.2010

Gamecrush vermietet Spielerinnen

geschrieben von s2marglin in Allgemeines, Internet, Zukunft des InternetKeine Kommentare »

Dass das Internet noch lange nicht in seinen Möglichkeiten, Geld zu verdienen, ausgeschöpt ist, beweist die Firma Gamecrush neuerdings mit einer kuriosen Idee.  Bei Gamecrush können verzweifelt einsame Videospieler weibliche Mitspieler gegen echtes Geld mieten. Und das bei mit 50 bis 80 Dollar die Stunde zu ziemlich happigen Preisen. Geboten wird dafür neben der Möglichkeit, mit einem richtigen Weibchen zu zocken, die Gelegenheit, sich per Webcam und Voicechat mit der weiblichen Spielbegleitung zu unterhalten.

Der Anbieter versteht das Preisverhältnis als Vergleich zum spendierten Drink in einer Bar. Mit diesem “erkauft” man sich ja sozusagen auch das Recht, mit einer Frau zu sprechen. Den Vergleich finde ich in zweierlei Hinsicht amüsant, da eine reale Frau erstens mit Sicherheit relativ schnell ins Krankenhaus eingeliefert werden müsste, wenn man ihr Alkohol für ~70 Euro in der Stunde spendiert. Außerdem, weil bei dem online-Angebot natürlich keine reelle Option besteht, die Begleiterinnen tatsächlich näher kennenzulernen, geschweige denn eine Verbindung ins echte Leben aufzubauen. Das Interesse wird auch kaum bestehen, für den Service erhalten die Frauen immerhin rund 30 Dollar die Stunde. Dafür Videospiele spielen und über ein Headset mit unfassbar einsamen Nerds reden ist mit Sicherheit eine der angenehmeren Aufgaben, die man auf diesem Planeten so findet.

Ich glaube, das Geschäft wird sich auf lange Zeit nicht halten können. Sicher gibt es genug Leute, die den Service ausprobieren werden, aber die Vorstellung, dass eine feste Zielgruppe vorhanden  ist,  die regelmäßig 50-80 Dollar pro Stunde dafür ausgibt, halte ich für unrealistisch. Dennoch ein ziemliches Kuriosum.

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Quellen:

http://winfuture.de/news,54389.html

http://www.penny-arcade.com/2010/3/31/

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Apple bekommt Konkurrenz

geschrieben von Tristan Tarpani in Zukunft des Internet2 Kommentare »

Das WePad mit der Stern-Applikation. Quelle: WePad Pressemappe

Im Zuge des Diskurses zum Thema Paid Content lässt sich eine interessante Entwicklung beobachten. Viele Verlage haben iPhone-Applikationen bereits als neues Geschäftsmodell entdeckt und stellen ihre Inhalte in Verbindung mit mehr oder weniger hohen Gebühren somit auch für mobile Endgeräte zur Verfügung. Doch so verlockend die neue Einkommensquelle auch ist, sie bringt auch einen schwerwiegenden Haken mit sich.

Denn alles, was auf dem iPhone veröffentlich wird, muss erst von Apple abgesegnet werden. Damit kommt dem Unternehmen eine beängstigend starke Position in der Kontrolle der Medieninhalte zu. Erst kürzlich hat sich gezeigt, wohin das führen kann, als die Applikation des Nachrichtenportals stern.de kommentarlos aus dem Angebot entfernt worden ist. Der Grund dafür war ein Verstoß der Inhalte gegen die Richtlinien von Apple, da eine Bildergalerie offenbar zu viel nackte Haut zeigte. Auch die Bildzeitung muss ihre gerne mal freizügigen visuellen Inhalte für die Publikation auf dem Mobiltelefon regelmäßig anpassen, da ihr sonst ein ähnliches Schicksal droht.

Das Problem an der Sache ist die Unberechenbarkeit, mit der Apple hier vorgeht. Die Begründung der unpassenden Frivolität lässt sich mit ein bisschen Phantasie auf sehr viele Inhalte anwenden, sei es nur die Berichterstattung über neue Trends im Modedesign (die ja auch gerne mal entscheidende Körperteile unverhüllt lassen). Damit hat Apple quasi ein mächtiges Regulationswerkzeug an der Hand, welches wie ein Damoklesschwert über der neuen digitalen Zukunft pendelt. So ist es leicht zu verstehen, dass die Verlage lieber etwas mehr Sicherheit und weniger Beeinflussung durch fremde Unternehmen genießen würden. Und die Lösung für diese Probleme kommt überraschenderweise aus Deutschland.

Während alle Welt über die Vor- und Nachteile des neusten Produktes aus dem Hause Apple diskutiert und das iPad mal wieder als Zukunft des Internets gehandelt wird, hat sich der Entwickler der ersten deutschen Internetsuchmaschine Fireball Gedanken darüber gemacht, wie man den Verlagen die verlangte Sicherheit bieten könnte. Für Helmut Hoffer von Ankershoffen war klar: Die gleiche Problematik, die auf das iPhone zutrifft, wird das iPad selbstverständlich ebenfalls betreffen – werden die Inhalte hier doch ebenfalls über den AppStore verbreitet. Die naheliegende Lösung: Ein Konkurrenzprodukt muss her.

Das WePad könnte dem iPad durchaus einige Benutzer klauen. Die Verlage jedenfalls liebäugeln bereits mit der unkontrollierten Freiheit, die ihnen dort eingeräumt wird. Es erscheint naheliegend, dass Gruner + Jahr der erste Verlag ist, der seine Stern-Applikation für das neue Gerät zur Verfügung stellen will, die Umsetzung weiterer Publikationen für die Plattform dürfte nicht lange auf sich warten lassen.

Wenn auch noch andere Verlage diesem Vorbild folgen, könnte es dünn werden für Apple. Denn was nützt das schönste Gerät, wenn dafür die Inhalte fehlen?

OH! Ein Sarkasmuszeichen – Wie nützlich!

geschrieben von s2marglin in Internet, Zukunft des Internet5 Kommentare »

Die jüngere Generation mag das nicht unbedingt nachvollziehen können, aber ja – es gibt Menschen, die mit Sarkasmus in schriftlicher Form nicht immer klar kommen. (Geschweige den in mündlicher Form)

Der Amerikaner Paul Sak sah eine Gelegenheit, und erfand kurzerhand das “Sarcmark”. Ein Mischzeichen, bestehend aus einem Satzpunkt und dem “@”-Symbol.  Nicht als frei verfügbares Gimmick, sondern aus dem Netz herunterladbar für einmalig 1,99$ (momentan jedoch kostenlos).

Dass nicht jeder darüber glücklich ist, und den Sinn des Sarkasmus gefährdet sieht, ist eine nicht unlogische Schlussfolgerung. Knallhart sieht es da eine Gruppierung namens “Sarcasm Inc.”, die einen konsequenten Boykott des neuen Symbols fordert. Ihre Begründung: Es gibt bereits ein definiertes Zeichen für die Darstellung von Sarkasmus. Das “Temherte Slaqî” aus dem Arabischen Raum, ein umgedrehtes Ausrufungszeichen (¡) . Im Gegensatz zum Sarcmark auch kostenlos nutzbar und bereits mit historischer Herkunft.

Aber hey, wozu ein etabliertes Symbol benutzen, wenn man auch zwei Dollar zahlen kann für ein nicht universell verfügbares (Sarcmark lässt sich zum Beispiel nicht auf dem iPhone nutzen) Zeichen, dass sich in wenigen Monaten wahrscheinlich sowieso einreiht in die Liste sinnfreier Modeerscheinungen.(¡)

Ich selbst werde übrigens keins der Zeichen benutzen. Es würde mir einfach den Spaß am Sarkasmus und der Verwirrung, die er bewirkt, verderben. Muss ja nicht immer jeder alles verstehen.

Quellen:

http://www.i-newswire.com/revolutionary-open-sarcasm-group/25403

http://opensarcasm.org/

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Endlich beantwortet eine Suchmaschine alle Fragen

geschrieben von s2pesaue in Internet, Medienwandel, Zukunft des Internet2 Kommentare »

Google war gestern. ehow.com repräsentiert die Suchmaschine der Zukunft. Jeder weiß wovon ich rede und jeder hat bestimmt schon mal einige Minuten damit verbracht irgendwelche Dinge zu ?googeln?. Bei einzelnen Begriffen wird man meistens schnell fündig. Allerdings scheint google bei zusammenhängenden Fragen oft ein wenig überfordert. Hierbei könnte ehow.com Abhilfe schaffen. Gibt man dort zum Beispiel die Frage ein, wie man ein Auto mit Automatikschaltung fährt, erhält man einen 6-Punkte-Ablaufplan inklusive weiterer nützlicher Tipps. Mittlerweille hat auch google seine Suchparamater angepasst. Zudem strebt ehow.com eine Topplatzierung bei den google-Suchergebnissen an. Interessant ist aber vor allem auch das Konzept, welches sich hinter ehow.com verbirgt. Denn im Prinzip versucht ehow.com journalistisch ?leichte Kost? verpackt mit gezielten Werbeangeboten an den User zu bringen. Hinter dem Projekt steckt übrigens Richard Rosenblatt, der sich bereits mit seiner Sozialnetzwerk-Plattform MySpace vor einigen Jahren eine goldene Nase verdient hat. Auch für das Suchmaschinenprojekt gelang es ihm wieder zahlungskräftige Investoren an Land zu ziehen. So stellte Goldman Sachs 355 Millionen Dollar für die Finanzierung zu Verfügung. Allerdings soll Yahoo bereits 2008 an die 2 Milliarden Dollar für Rosenblatts neues Projekt geboten haben.  Rosige Zeiten?

Quellen:

http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E6EA904DBFFEB439790CADE0E9AF8C53D~ATpl~Ecommon~Scontent.html

http://www.ehow.com/how_2239466_drive-car-automatic-transmission.html

neue Wege gegen illegale Downloads

geschrieben von s2mamaeh in Allgemeines, Internet, Medienwandel, Zukunft des Internet1 Kommentar »

Ich bin kein großer großer LOST-Fan, aber wenn nun die letzte Staffel in Amerika startet, finde ich es spannend, dass die neuen Folgen nur einen Tag später auch in Deutschland über iTunes zu kriegen sind. Denn es bestehen Chancen, dass Lost nicht die einzigen bleiben. Die Kosten, Kosten: 2,49 Euro pro SD-, 2,99 Euro pro HD-Version, sind überschaubar, dafür, dass man sie so früh zu sehen bekommt.

Es ist ein interessanter Schritt, die Serie noch vor der Fernsehausstrahlung hier in Deutschland im Internet zu veröffentlichen. Denn die LOST-Sucht hat sicher nicht wenige dazu getrieben hat, sich die neuesten Folgen “nicht ganz legal” im Internet zu beschaffen, wie es mit anderen Serien auch gebräuchlich ist.

Wenn auch andere Serien und vielleicht sogar Filme direkt zum Start gegen einen kleinen Betrag angesehen werden können würde dies (hoffentlich) nicht nur der illegalen Downloaderei mit einer legalen Alternative die Stirn bieten. Es würde auch Produzenten von Filmen und Serien einen sehr viel direkteren Weg bieten, ihre Sachen über’s Internet zum Publikum zu bringen und trotzdem Geld zu verdienen.

http://www.computerbild.de/artikel/avf-News-TV-TV-Serie-Lost-Sofort-nach-US-Ausstrahlung-im-iTunes-Store-5051536.html

http://www.macerkopf.de/iphone-ipod/itunes/lost-letzte-sechste-staffel-in-den-usa-angelaufen-download-im-apple-itunes-store-00856.html

Für und wider der sozialen Netzwerke

geschrieben von s2aageis in Internet, Kommunikationsformen, Zukunft des InternetKeine Kommentare »

Soziale Netzwerke. Es gibt wahrscheinlich kaum jemanden aus der heutigen Internet-Generation, der nicht einen Account bei StudiVZ, Facebook oder Twitter hat. Vielleicht sogar bei allen dreien, wobei das lediglich drei der bekanntesten Plattformen sind. Kommunikation über soziale Netzwerke ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Schaut man dieser Tage nach Berlin, so wird man feststellen, dass es eine Anhängerschaft sozialer Netzwerke gibt, die das ganze im Extrem lebt. Es ist ?Social Media Week?. Vom 1. bis 5. Februar findet man iPhone fixierte, twitternde, bloggende Fans des social networking in der deutschen Hauptstadt. Da diese Anhänger rund um den Globus zu finden sind, wie auch das Internet, findet die ?Social Media Week? zeitgleich in Toronto, Sao Paolo, London, New York und San Francisco statt. Auf der fünftägigen Konferenz werden Themen rund um soziale Netzwerke diskutiert, zum Beispiel wie die Vergangenheit aussah und die Zukunft sein könnte.

Bei der Veranstaltung sind so genannte ?firstmover? zu finden, die per iPhone immer bei Twitter oder Facebook aktuell posten. Eine Nachricht ist dabei erst wichtig, wenn ?retweetet? wird und dann muss das ganze möglichst in Echtzeit gelesen und beantwortet werden. Eine schnelllebige Angelegenheit, jedoch keine Seltenheit. Dem Mitteilungsdrang des Menschen ist seit der Einführung des iPhones und dem Bestehen von Twitter und Co keine Grenze mehr gesetzt. Zu jedem Zeitpunkt und ortsunabhängig kann eine kurze Meldung über Befinden, Gedanken, Meinungen oder was auch immer gerade beschäftigt im Internet abgesetzt werden. Welch ein Segen.

Was dem ?normalen? Nutzer übertrieben vorkommen mag, ist für andere fast schon vergleichbar mit einer Religion. Zumindest gibt es eine Anhängerschaft, die ohne soziale Netzwerke nicht mehr kann. Ob Prominente oder der Nachbar von nebenan: Die Welt zwitschert was das Zeug hält.

Das wissen auch die Betreiber dieser Plattformen und sehen hier neues Werbepotential, welches gewinnbringend verkauft werden kann. Zum Beispiel wurde auf der ?Social Media Week? eine Werbekampagne von ?Burger King? vorgestellt: Trennt man sich von zehn Facebook-Freunden bekommt man einen Burger. Wo und wann diese Kampagne startet, darüber wird nichts gesagt. Aber eins ist klar: Das dem User zu verkaufen ist wesentlich billiger, als einen aufwendigen TV-Werbespot zu drehen. Soziale Netzwerke bieten also ein ganz neues Potential für die werbende Branche.

Soziale Netzwerke sind Segen und Fluch zu gleich. Diejenigen die sich mitteilen wollen können das unbegrenzt tun, auch wenn das bei manch anderen Kopfschütteln auslöst. Für Betreiber sozialer Netzwerke und deren Werbekunden gibt es keine günstigere Anhäufung von potentiellen Kunden. Gewinnt scheint vorprogrammiert zu sein. Auf Kosten der Nutzer? Die Zukunft wird es uns zeigen.

Quellen:

http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E9C16B77480DB4615A0DB5885F5CA88F4~ATpl~Ecommon~Scontent.html

http://socialmediaweek.org/berlin/blog/

Sight Being – Eine Geolokalisations-App

geschrieben von verschmidtzt in Allgemeines, Internet, Zukunft des InternetKeine Kommentare »

Ihr kennt die Bilder: Ein Sehenswürdigkeit, die durch die die Positionierung einer Person davor und die Perspektive der Kamera ein witziges Bild ergibt.
Gemeint sind Fotos wie Ich-halte-den-Eifelturm oder Ich-stoße-den-schiefen-Turm-von-Pisa-um. Solche Fotos, die mit auf interessante Weise mit der Perspektive arbeiten, kann man aber nicht nur von berühmten Sehenswürdigkeiten machen. Sie sind überall möglich selbst bei der Statue um die Ecke. Man muss nur wissen wo d.h. aus welcher Distanz und welcher Perspektive.

Früher wolle ich Schilder aufstellen an Orten, wo ein solches Bild möglich ist. Heute ist das einfacher. Zwei Entwicklungen der letzten Jahre müssen dazu herangezogen werden. Zum einen ist es das System der Geolokalisation oder anders ausgedrückt die local based services, denen man großes Potential zusprechen darf und muss. Durch dieses System kann erkannt werden,wo man sich gerade befindet, so dass die benötigte Information nicht gesucht werden muss, sondern den Nutzer finden können, wenn der  jeweilige Informationskanal aktviert wurde.
Zum anderen sind es die Apps, die mobile Angebote verschiedenster Art für uns nutzbar machen, seien es nun wirklich nützliche oder Spielereien wie ich es beschreibe.

Zuerst dachte ich daran, dass diese App doch in die beiden Geo Caching Spiele Gowalla und Forsquare eingebunden werden könnte, jedoch ist hier der Personenkreis, der erfahren darf, wo man gewesen ist, ähnlich Twitter, auf Freunde beschränkt, so dass eine neue Plattform her muss.
Auf dieser werden Menschen mit Freude am Aufspüren solcher Orte diesselbigen virtuell markieren können und über ein selbstgemachtes Foto auch belegen aus welcher Perspektive das Bild möglich ist.
Dann können zum Beispiel Touristen, die eine neue Stadt erkunden,  diese App aktivieren und bekommen beim Stadtrundgang mitgeteilt, wo in der Nähe sie ein Sight Being Bild schießen können.
Das ist schon der ganze Nutzen von Sight Being aber zum Glück ist das Internet so groß, dass es auch für solche Spielereien Platz hat.

Internet als Überlebensvoraussetzung der öffentlich-rechtlichen Sender

geschrieben von s2krjank in Allgemeines, Fernsehen, Internet, Medienwandel, Zukunft des InternetKeine Kommentare »

Herr Reiter, Intendant der MDR, bringt es offen auf den Punkt: “Wenn es uns nicht gelingt, unsere Inhalte ins Netz zu bringen, dann ist der Rundfunk am Ende”. Allerdings fehlt den Öffentlich-rechtlichen das nötige Kleingeld dafür. Der MDR musste für den Ausbau der Netzaktivitäten knapp eine Million Euro beantragen, der besonders hohe Anteil an Hartz IV-Empfänger beim MDR kommt noch erschwerden hinzu.

Dennoch würde ich der Meinung von Herrn Reiter vollkommen zustimmen. Auch oder vorallendingen die öffentlich-rechtlichen Sender müssen sich an die Änderungen der Mediennutzung anpassen, besonders wenn sie die junge Zielgruppe mit ihren Inhalten erreichen wollen. Deshalb sollten die öffentlich-rechtlichen Sender sich nicht allzuviel Zeit damit lassen, denn bei einer so schnelllebigen Gesellschaft wie der heutigen ist der Zug bald abgefahren und der Anschluss verpasst.

Quelle: http://www.dwdl.de/story/24261/mdrintendant_internet_als_berlebensfrage/

kostenloses Tagesschau-App sorgt für Aufregung

geschrieben von s2krjank in Allgemeines, Internet, Zukunft des Internet2 Kommentare »

Mit der Angkündigung, dass es in Zukunft ein kostenloses App der Tagesschau für das Iphone geben soll, sorgte die ARD für große Aufregung bei den Verlegern. Diese fühlen sich durch das Angebot des öffentlich-rechtlichen Senders benachteiligt und sprechen sogar von einer “Wettbewerbesverzerrung”. Allerdings vereinfacht diese Applikation lediglich die Nutzung des Onlineangebotes der ARD, was ja ohnehin schon kostenlos über das Internet verfügar ist. Die Möglichkeit durch einen Klick die ARD Homepage aufzurufen bedroht wohl den Umsatz der Verleger.
Verständlich, denn ein kostenlose Tagesschau App stellt damit eine unschlagbare Konkurrenz zum zahlungspflichten Bild- und Welt-App dar. Aber andererseits handelt es sich bei den Iphone-Nutzer um lediglich 1,2 Millionen Deutschen! Und dabei ist noch nicht mal klar wieviel davon ein solches App nutzen, ganz abgesehen davon wer nur wirklich das Tagesschau-App nutzt.
Es ist schon verständlich, dass die Verleger mit solchen Angeboten zusätzlich Geld in ihre Kasse bekommen möchten. Doch die öffentlich-rechtlichen Sender haben einen Auftrag zu erfüllen, der bereits mit Gebühren finanziert wird und das kostenlose Angebot des Apps ist, meiner Meinung nach, eine logische Folge. Die öffentlich-rechtlichen Sender passen sich halt der Mediennutzung an.

Quelle: http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/internet/tagesschauapp102.html

Auch der Plan-B ist gescheitert

geschrieben von s2juerme in Allgemeines, Internet, Printmedien, Zeitungskrise, Zukunft des Internet1 Kommentar »

Im Zuge der Verschärfung der Zeitungskrise suchen Redaktionen und Verlage akribisch nach neuen Wegen Zeitungen für das digitale Zeitalter fit zu machen. Ein Konzept ist dabei die papierlose Zeitung, also eine Zeitung deren Inhalte ausschließlich im Internet veröffentlichen werden. Durch Werbung und Abo-Kunden, die z.B. mit einer personalisierten Startseite und einem SMS-Benachrichtigungsdienst geworben werden, sollen sich Internetzeitungen in Zukunft profitabel auf dem Markt positionieren. Die Idee scheint gut, geht sie doch besonders auf die neue Generation von jungen Zeitungslesern ein, die den Großteil ihrer Zeit im Internet verbringen. Doch das aktuelle Beispiel der Berliner ?Netzeitung? zeigt, dass Theorie und Praxis oftmals zwei Paar Schuhe sind. Die ?Netzeitung?, die im Jahr 2000 mit einer 40 Journalisten starken Redaktion ihren Betrieb aufnahm, versuchte stets profitabel zu werden, schaffte es aber bis zuletzt nicht wirklich. Ende 2009 wurde den letzten 14 Redakteuren gekündigt und das ambitionierte Projekt ?Netzeitung? fand ein jähes Ende. Ist also auch die totale Anpassung der Zeitung an das Internet die falsche Antwort auf die drängenden Probleme der Zeitungskrise? Ist kurz gesagt auch der Plan B gescheitert? Eine einfache Antwort darauf gibt es nicht. Fest steht nur eins, zur Zeit gibt es lukrativere Möglichkeiten im Internet Geld zu verdienen. Der Boom von Social Network Sites etwa zeigt, dass dort größere Gewinnmargen zu finden sind. Doch es scheint für den außenstehenden Beobachter doch schon paradox. Einerseits wird argumentiert, die Print-Zeitungen verlieren viele ihrer Leser an die neuen Möglichkeiten des Internet. Andererseits scheitern Zeitungen, die genau dort im Internet auf die Leser warten. Ist also am Ende doch das Konzept richtig aber die Methode der Umsetzung falsch? Wenn ja, wie könnte man es besser machen?

Quelle: www.zeit.de

NDR-Intendant verteidigt “Tageschau”-App

geschrieben von Nico Laninger in Allgemeines, Fernsehen, Internet und Politik, Medien und Politik, Medienwandel, Zukunft des Internet2 Kommentare »

Der Streit um die geplante iPhone-App der “Tagesschau” geht in die nächste Runde. Nun ist es NDR-Intendant Lutz Marmor, der sich zu diesem Thema äußerte und damit wohl noch ein paar weitere Tropfen Öl ins Feuer gegossen haben dürfte.

Deutsche Zeitungsverlage experimentieren schon länger mit Bezahlinhalten für das Apple-iPhone. Zuerst wurden vom Axel-Springer-Verlag die kostenpflichtigen  “Bild-” und “Welt”-Apps eingeführt, jetzt wagt auch die “Süddeutsche Zeitung” diesen Schritt. Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen kündigte “ARD aktuell”-Chefredakteur Kai Gniffke an, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk gegen diese Angebote mit kostenlosen iPhone-Applikationen angehen will, und zwar mit einer “Tagesschau”-App. Kosten muss das Angebot ja auch nichts, wird es doch schon zwangsweise über die Gebührenzahler finanziert. Das Vorhaben stand seitdem stark im Kreuzfeuer der Kritik, vor allem von der Springer-Presse wurde eine kostenlose “Tagesschau”-App immer wieder mit starker Wettbewerbsverzerrung und der Abschaffung tausender Arbeitsplätze gleichgesetzt.

Der Intendant des für die “Tagesschau” verantwortlichen NDR, Lutz Marmor, meldete sich nun in der Wochenzeitung  ”Die Zeit” zu Wort und veranschlagt für die mobile Tagesschau lediglich einen geringfügigen Kostenaufwand für die Programmierung und verteidigte das geplante Produkt mit dem Argument, dass eine App nicht marktentscheidend sei. Ebenso lehnt er den Drei-Stufen-Test für die iPhone-Anwendung ab, da man schon zum jetzigen Zeitpunkt alles abrufen könne, was es auch bei der “Tagesschau”-App geben wird, diese würde bestehende Angebote lediglich zusammenfassen und die Rezeption vereinfachen. Da die “Tagesschau” zur Grundversorgung gehört und die Öffentlich-Rechtlichen einen Grundversorgungsauftrag haben, sollten ihre Inhalte auf allen relevanten Ausspielwegen zugänglich sein. (vgl. Artikel auf Spiegel-Online)

Die ARD scheint bei diesem Streit wohl nur verlieren zu können: ein derartiges kostenloses Angebot ruft selbstverständlich alle GEZ-Gegner auf den Plan, die dem Sender eine Verschwendung von Rundfunkgebühren an die Verbreitung sowieso schon bestehender Angebote unterstellen; bei der Verlagswelt und bei privaten Sendern, bei Politikern und Verbänden ist die Empörung ohnehin groß, denn der Vorwurf des unlauteren Wettbewerbs aufgrund der sicheren Finanzierung durch Rundfunkgebühren liegt auch hier nahe. Aber bei einer kostenpflichtigen “Tagesschau”-App wäre das Geschrei natürlich noch größer. Zeitpunkt sowie Art und Weise der Bekanntgabe waren wohl schlichtweg ungünstig gewählt. Bleibt abzuwarten, wer den längeren Atem beweist.

Cyberspace WM

geschrieben von s2pesaue in Internet, Zukunft des Internet1 Kommentar »

Computerspiele erfreuen sich weitverbreiteter Beliebtheit. Gerade die aktuelle Teenager-Generation scheint komplett im Bann der Computerspiele versunken zu sein. Mittlerweile rotten sich die User in großen Gruppen zusammen und tragen weltmeisterschaftsähnliche Conteste aus. In der chinesischen Stadt Chengdu treffen momentan  700 Computersportler aus 65 Nationen beim Finale der World Cyber Games aufeinander und ermitteln die Weltmeister des virtuellen Sports.

Die besten Gamer werden bejubelt wie Rockstars. Die Hallen sind voll. Aber nicht nur für die Veranstalter ist es ein gewinnbringendes Geschäft. Die Spieler fechten um ein Gesamtpreisgeld in Höhe von 2,7 Millionen US-Dollar.

Während sich Computerspiele in Asien bereits als echte ?Sportart? etabliert haben, schwappt die Euphoriewelle noch nicht nach Europa über. Nur eine Frage der Zeit oder doch nur eine ?regionale? Anomalie?

Eine weitere interessante Frage in diesem Zusammenhang ist die Tatsache ob es sich bei Computerspielen denn überhaupt um eine Art von Sport handelt. Die wirklichen körperlichen Aktivitäten beschränken sich auf ? allerdings extrem schnelle und dauerhafte ? Tipporgien auf Tastatur, Maus oder Gamepad. Die größere Herausforderung stellt wohl die schnelle Verarbeitung der Bilder und das daraus folgende reagieren da. Andererseits gilt das denkintensive Schach ja auch als Sport?

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/,tt6m1/computer/994/494333/text/

Das “Mitmach-Internet”

geschrieben von s2aaherk in Allgemeines, Zukunft des Internet2 Kommentare »

Eine stark zunehmende Zahl weltweiter Unternehmen bedient sich mittlerweile der Möglichkeit der interaktiven Kommunikation mit möglichen Kunden.
Das sogenannte Web 2.0 gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Hinter dem Begriff ?Web 2.0? versteckt sich das sogenannte ?Mitmach-Internet?. Wie schon aus dem Namen ersichtlich, handelt es sich hierbei um keine einseitige Kommunikation mehr; durch Blogging oder soziale Netzwerke hat der User nun die Möglichkeit, aktiv das Web mitzugestalten, anstatt ? wie beim ?alten? Internet (Web 1.0) ? nur ?passiv? zu konsumieren.

Namen sozialer Netzwerke wie Facebook oder Twitter sind nahezu jedem ein Begriff. Beachtlich, welch Kundenpotenzial vorhanden ist. 734 Millionen Menschen in aller Welt sind Nutzer sogenannter sozialer Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. Das sind sage und schreibe 65 Prozent aller Internetnutzer weltweit (1,1 Milliarden). Ein kleines Beispiel: die Firma Lufthansa nutzt Twitter, um Informationen zu ?Rabatten und Flugangeboten? an 10.000 Interessierte zu schicken. Firmen wie Siemens oder VW präsentieren sich auf Youtube sogar in eigenen Channels. Zahlreiche andere Unternehmen betreiben Blogs, auf denen Mitarbeiter ihre Meinung zu unterschiedlichsten Themen preisgeben können. Beispiel IBM: der Informationstechnologiekonzern stellt jedem Mitarbeiter bei Neueinstellung einen Blog zur Verfügung, auf dem sie veröffentlichen können, was ihnen bei der ?Arbeit wichtig erscheint?. So erhofft sich der Konzern, dass Kollegen von den Erfahrungen anderer lernen können.
Nun stellt sich die Frage, ob Unternehmen in Zukunft überhaupt auf eine Nutzung der Web 2.0-Anwendungen verzichten können. Ich denke nein. Meiner Meinung nach wird sich die Nutzung der sozialen Netzwerke weiter verstärken, immer mehr Menschen werden sich bei Facebook anmelden oder bei Twitter Kurznachrichten versenden. Die Unternehmen müssen sich dieser Entwicklung bewusst werden, denn das ?neue? Web wird immer wichtiger werden, um sich gut verkaufen zu können.
Was meint ihr dazu? Können die Unternehmen auf die Nutzung des Web 2.0 verzichten? Oder sollten sie dem allgemeinen Trend nachgehen?

Quellen:

http://www.competence-site.de/it-projekte-it-entwicklung/EInterview-Prof-Wolfgang-Prinz-zum-Virtual-Roundtable-Web-Competence-and-Responsibility-Teil1-Web-2-0-Bedeutung-Chancen-Risiken

Die Rheinpfalz Zeitung Nr. 251, 29.10.2009, Wirtschaftsteil

http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2009/07/04/734-millionen-menschen-nutzen-soziale-netzwerke.aspx

http://www.youtube.com/user/siemens

Veränderungen in der Mediennutzung

geschrieben von bade2c01 in Allgemeines, Internet, Internetstatistik, Medienwandel, Zukunft des InternetKeine Kommentare »

Ein Artikel in der aktuellen Ausgabe der Media Perspektiven wirft die höchstinteressante Frage auf, ob man aus der Mediennutzung der heutigen Jugendlichen auf die Mediennutzung der Bevölkerung von Morgen schließen kann.
Die Jugendlichen 2009 (14-19 Jahre) stellen laut ARD/ZDF-Onlinestudie 2009 einen neuen Nutzertypus dar: multimedial und interaktiv. Werden im Jahre 2030 alle Nutzer so souverän und aktiv im Internet handeln?
Der Artikel aus Media Perspektiven sagt: Nein. “Mit zunehmendem Lebensalter und zunehmender Eibindung in feste Berufs- und Familienstrukturen gewinne linear verbreitete Programmangebote an Bedeutung.” (Media Perspektiven, 7/2009, S.348).
Auch 2030 werden also die meisten Berufstätigen abends vor den Fernseher setzen und ein kühles Feierabendbier genießen.

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