60 Sekunden im Internet oder: Der ganz normale Wahnsinn

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Dienstagabend, ca. 18 Uhr.  Ich sitze an meinem Schreibtisch und sinniere über ein potentielles Thema für einen Blogeintrag. Mir will partout nichts einfallen. Statt also weiter darüber nachzudenken, was man alles thematisieren könnte und meine kreativen Ergüsse niederzuschreiben, klicke ich auf das kleine blaue Icon mit dem weißen „f“ in meiner Lesezeichen-Symbolleiste und besuche Facebook. Wie beinahe jedes Mal ärgere ich mich auch an diesem kalten Dienstagabend wieder über diverse Einträge, neudeutsch Posts, die wenn überhaupt nur semi-interessant sind.

In meinen Gedanken lasse ich meinem Unmut freien Lauf, überlege kurz, ob ich das „weiße F“ nicht doch zur Gänze aus meinem Leben verbannen soll, verwerfe diesen Gedanken aber wieder und frage mich wutentbrannt, was denn bitte alles in so kurzer Zeit im Internet geschehen kann?! …

…wobei wir beim Thema wären: Was geschieht überhaupt in 60 Sekunden auf dem Superhighway, der Datenautobahn?

Bei meiner Recherche, die ich anfangs für recht aussichtslos hielt, da es meine kognitiven Fähigkeiten überstieg, mir vorzustellen, dass tatsächlich jemand zählt (oder eher ausrechnet), was so alles vor sich geht, stieß ich nach einiger Zeit auf eine Infografik, herausgegeben von der Statista GmbH aus Hamburg, laut eigenen Aussagen das „führende deutsche Statistikunternehmen im Internet“.1

Dieser Grafik ist u.a. zu entnehmen, dass pro Minute (!) etwa 1,9 Millionen „Likes“ und Kommentare von Facebook-Usern, sowie 411 gänzlich neue Mitglieder auf die Menschheit losgelassen werden.

In der Zeit, in der ich vielleicht 15 Atemzüge tätige, bearbeitet unser aller liebste Suchmaschine Google etwa 833.333 Suchanfragen, auf Youtube werden etwa 2,8 Millionen Videos angeschaut, 72 Stunden Videomaterial hochgeladen und via WhatsApp werden 4,2 Millionen Nachrichten verschickt.

In der Zeit, in der ich etwa zehn- bis 15-mal blinzle, werden etwa 86 Millionen Spam-Mails verschickt, 277.778 Tweets veröffentlicht und 1.005.579 Gigabyte an Daten übertragen.

In der Zeit, in der mein Herz etwa 50- bis 100-mal schlägt, entstehen aber auch rund 157.000€ an Schaden, verursacht durch sogenannten „Cyber-Crime“. Zeitgleich wiederum verbucht das marktführende E-Commerce-Versandhaus Amazon 77.036€ Umsatz (woran ich wohl durchaus nicht ganz unschuldig bin…).

Zwar sei die Grafik laut Statista eher „als nicht ganz ernsthafte Spielerei zu verstehen“2, dennoch sind die Zahlen, ob nun zu 100% richtig oder nicht, beeindruckend und regen zum Nachdenken darüber an, ob das „globale Dorf“ nicht viel eher eine Mega-Metropole der Quantität ist. Die Qualität lässt ja, wie meine eingangs geschilderte Wut beweist, bisweilen zu wünschen übrig. Aber das ist eine andere Geschichte…

Zur Veranschaulichung die Grafik2:

infografik_790_60_Sekunden_im_Internet_b

Quellen:

1 Statista GmbH: Über Statista. URL: http://de.statista.com/statistik/info/. (04.02.2013)

2 Brandt, Mathias (2013): 60 Sekunden im Internet. URL: http://de.statista.com/themen/42/internet/infografik/790/60-sekunden-im-internet/. (04.02.2013)

Facebook – Der Untergang für StudiVZ und Co?

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Unter dem Titel Die Folge der Facebook-Dominanz: Deutsche Social Networks am Scheideweg gibt es bei netzwertig einen absolut lesenswerten Artikel darüber über Facebook. Am Beispiel Schweden wird erläutert, wie Social Network Marktführer alteingesessene nationale Netzwerke in die Bedeutungslosigkeit verbannte.
Die Frage die sich zu Recht stellt, ist ob eine ähnliche Entwicklung auch in Deutschland wahrscheinlich ist. Oder hängen die Deutschen zu sehr an ihrem StudiVZ, MeinVZ, SchülerVZ, Wer-kennt-wen oder gar an Lokalisten?

Problemkind VZNetzwerke

Die VZ Netzwerke, sind wie der Name schon sagt mehrere Netzwerke, die sich aber mehr oder weniger miteinander verbinden lassen. Lässt man den positiven Aspekt des, letzten Endes umgehbaren Jugenschutzes bei SchülerVZ beiseite, ist das eine ziemlich lästige Angelegenheit. Hier zeigt sich, dass der einstige Trumpf von StudiVZ von inzwischen zu einem Problem geworden ist. Waren es einst die Studenten als Early Adopters und Zugpferd des Social Networks, schließen diese nach dem Studium ihren Account und denken in der Regel nicht daran, zum hochgradig altbacken klingenden MeinVZ zu wechseln.
Wobei ich zumindest aus meinem Umfeld sagen kann, das viele StudiVZ Profile den Studienabschluss ihrer Besitzer nicht miterleben. Viele User kehren StudiVZ den Rücken zu. Sei das Datenschutzgründen oder weil sie einfach keinen Mehrwert in dem sozialen Netzwerk mehr sehen. Ersterer Grund mag zwar von hohen Idealen zeugen, aber wer fair sein will, muss den VZ Netzwerken zugestehen, dass sich etwas in Sachen Datenschutz getan hat und Facebook oder auch Google eine größer Datensammelwut antreibt. Aus diesem Grund preist StudiVZ sich ja inzwischen gerne als kleines deutsches Datenschutzparadies an, und macht so geschickt PR gegen Facebook.
Das weit größere Problem von StudiVZ ist der fehlende Mehrwert. Partyfotos sind für Nutzer die irgendwann einmal die Uni Richtung Arbeitswelt verlassen wollen eher ein Grund, StudiVZ zu verlassen, als dort aktiv zu sein. Der in den Anfangstagen des Studentenverzeichnis oft beschworene Gedanke, es bestünde die Möglichkeit alte Schulfreunde zu finden, gilt einerseits auch für Facebook und Co und war andererseits schon immer ein Scheinargument für soziale Netzwerke. Auch wenn wer seinen kompletten Abijahrgang als Freund hinzufügte, hat letzten Endes doch eher mit den Leuten in Kontakt gestanden zu denen eine engere soziale Bindung bestand. Der „Aha X studiert jetzt in Y das Fach Z – Effekt“ der einst den Reiz von StudiVZ ausmachte, ist nunmal keine Langzeitmotivation.
Das jedoch größte Problem, dass StudiVZ immer hatte und auch noch jetzt hat, ist seine Innovationsarmut. Es war immer ein Facebook Clon in rot, der sich erstaunlich langsam weiterentwickelte. Exemplarisch dafür ist immer das Fehlen von Hyperlinks gewesen. Wo Facebook sich heute selbst ins offene Internet katapultiert, sich mit diesem vernetzt und die Nutzerseiten von außen einsehen lässt, war StudiVZ immer ein in sich geschlossener Mikrokosmus. Wer einen Link teilen wollte, musste diesen kopieren und in die Browseradresszeile einfügen. Ein Usability Alptraum. Der noch größere Alptraum sind bei StudiVZ aber nach wie vor die Gruppen. Diese haben nie als Kommunikationskanal funktioniert sondern waren für gefühlte 90% der Nutzer nur eine lustige Erweiterung des Profils. „Ich glüh härter vor als du Party machst“, um nur eine dieser Juxgruppen zu nennen, erfüllt keinen kommunikativen Zweck sondern ist nichts weiter als ein Gag. Das Fehlen von Apps und Spielen hat mich hingegen nie wirklich gestört.Aber wer bei Facebook sieht, wie viele Freunde den halben Tag damit verbringen ihren virtuellen Bauernhof zu beackern, versteht wie sehr die Apps die Nutzer binden.

Was die Zukunft bringt

Eine derart ausgeprägte Analyse von Wer-Kennt-wen und Lokalisten spare ich mir an dieser stelle. Die Google-Statistik zeigt, dass es mit Wer-kennt-wen nach einem kleinen Boom schon wieder bergab geht und Lokalisten war niemals wirklich bedeutend. Aus der Google-Statistik geht klar hervor, dass die VZNetzwerke insgesamt zwar noch schlagkräftig sind, aber das gigantische Wachstum von Facebook macht nicht den Eindruck als würde sich stoppen lassen. Zumal der Funktionsumfang schon jetzt gewaltig ist und hinter diesem Social Network wesentlich mehr Kapital steht, dass sich in die Weiterentwicklung stecken lässt.
Ich kann mich Medienlese als nur anschließen und sagen, es harte Zeiten für die nationalen sozialen Netzwerke werden und dass es wahrscheinlich ist, das einige von ihnen in die Bedeutungslosigkeit abdriften werden. Wobei nicht gesagt ist, dass Facebook das Ende vom Lied ist.

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30 Jahre Pac Man oder: die gefressene Arbeitszeit

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Kleine Spiele am Arbeitsrechner im Büro kosten Zeit. Arbeitszeit. Deswegen wird das in vielen Firmen streng überwacht und ist meist verboten (vgl. Quelle 1). Was aber, wenn man ganz ohne Wissen Teil eines Spiels wird? So geschehen in der vergangenen Woche. Hintergrund: Eines der ältesten Computerspiele, das Spiel „Pac Man“, feierte sein 30-jähriges Bestehen. Die Internetsuchmaschine Google huldigte einem der Grundsteine rechnergestützter Unterhaltungselektronik mit einem so genannten „Doodle“. Dabei wird die Eingabemaske der Suchseite entsprechend eines Anlasses verändert (vgl. Quelle 2). Erstmals wurde die Eingabemaske derart verändert, dass statt der Suchoption „Auf gut Glück“ ein Spiel gestartet werden konnte. Alle 255 Levels, inklusive des Zweispielermodus standen zur Verfügung.  Doch der Effekt erntete herbe Kritik.

So hatten die Programmierer die originalen Spielgeräusche zusätzlich eingebaut, was dazu führte, dass, sobald die Startseite, wenn auch nur im Hintergrund, geöffnet wurde, sofort auf dem Rechner die ungewohnten Start-Geräusche abgespielt wurden. Dies führte beispielsweise auf den Hilfe-Seiten des Internetbrowsers Mozilla dazu, dass die Seiten aufgrund besorgter Anfragen der Firefox und Mozilla-Nutzer zusammenbrachen (vgl. Quelle 3).

Während die eine Hälfte der Suchmaschinennutzer hilflos den schrillen Sounds ausgeliefert war, hatten jene, die die Ursache sofort erkannten, und sich darauf einließen offenbar ihren Spaß, während der Arbeitszeit den Computerspiele-Klassiker nachzuspielen. Ein amerikanischer Medienblog errechnete, dass die Spielerei insgesamt rund 4,82 Millionen Stunden Arbeitszeit fraßen. Als Grundlage diente die durchschnittliche Verweildauer auf der Google-Seite von 4,5 Minuten. Der Blog legt einen durchschnittlichen Stundenlohn von 25 Dollar zu Grunde und errechnete damit einen wirtschaftlichen Gesamtschaden von 120.483.800 Dollar (vgl. Quelle 4).

Die Betreiber der Suchmaschine selbst kommentierten die Resonanz mit den Worten: „Wir sind überwältigt, aber nicht überrascht vom Erfolg unseres Doodles zum 30. Pac Man Geburtstag. Aufgrund der regen Nachfrage werden wir das Spiel permanent auf www.google.com/pacman zur Verfügung stellen” (Quelle 5).

Quelle 1:  http://www.stern.de/wirtschaft/arbeit-karriere/arbeit/private-computernutzung-der-chef-sieht-mit-541157.html

Quelle 2: http://www.google.com/logos/index.html

Quelle 3: http://derstandard.at/1271377313371/Bittere-Pille-Googles-Pac-Man-zwingt-Mozilla-in-die-Knie

Quelle 4: http://blog.rescuetime.com/2010/05/24/the-tragic-cost-of-google-pac-man-4-82-million-hours/

Quelle 5: http://googleblog.blogspot.com/2010/05/pac-man-rules.html

Bruttonationalglück – Die Deutschen werden glücklicher …

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… zumindest behaupten sie es in ihren Statusmeldungen auf Facebook, die  seit September 2009 computergestützt und anonym ausgewertet werden.

Durch die fachmännische Unterstützung von Sozialpsychologen (www.liwc.net) lassen sich Listen von Wörtern zusammenstellen, die positiv bzw negativ  konnotiert sind wie zum Beispiel “großartig” oder “tragisch” .
Diese Wörter werden dann in den entpersonifizierten Statusmeldungen gezählt, wobei man davon ausgeht, dass die kurzen Meldungen einen kleinen Einblick in das Gefühlsleben der User geben.
In Deutschland kann man nun durch  Veröffentlichungen der neuesten Auswertungen feststellen, dass die Zahl positiver Wörter leicht zugenommen hat, während die Zahl negativer abnahm, woraus man schließen könnte, dass die Deutschen glücklicher sind. Im Vergleich zu anderen Ländern wie USA, Kanada, Indien oder Großbritannien ist die Steigrung aber nur geringfügig.  Der Index selber bezeichnet die Differenz beider Werte, der sich aber nicht direkt international vergleichen lässt, da das Modell länderspezifisch angewendet wird.

Über einen Zeitraum beobachtet zeigt sich, dass Feiertage in allen Ländern den Stimmungsbarometer deutlich nach oben ausschlagen lassen, während nationale Trauertage wie zum Beispiel der Tod des Nationaltorhüters Robert Enke ein Tief markierten. In anderen Ländern sieht es ähnlich aus. So brach der Index in Chile nach den Erdbeben im Februar 2010 zusammen.

Von Representativität kann in diesen Analysen nicht gesprochen werden. Zwar ist in Deutschland schon fast jeder zehnte Facebook Mitglied aber nicht jeder kommentiert die ganze Zeit sein Leben.  Die aktiven User sind im Schnitt  jüngere, gebildetere Menschen aus der gehobenen Mittelschicht und auch hier sind es eher die postiv gestimmten, die ihr Glück in alle Welt hinausposaunen.

Vielleicht sind sie aber auch allesamt nur ironischer geworden, was nicht wirklich messbar ist.

Quellen:

apps.facebook.com/gnh_index/?c=DE_de
netzwertig.com/2010/05/06/facebook-analysiert-status-updates-die-deutschen-werden-gluecklicher/
blog.facebook.com/blog.php?post=387623222130

Wer ist eigentlich noch offline?

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Für den bloggenden und twitternden Medienwissenschaftsstudierenden unvorstellbar: Es gibt in Deutschland tatsächlich noch Menschen, die ihr Leben komplett offline führen!!!
Wer sind diese Menschen? Die ARD/ZDF-Offlinestudie 2009 hat erhoben, dass immerhin 32,4 % der Deutschen ab 14 Jahren, das Internet überhaupt nicht nutzen. In absoluten Zahlen: 21,34 Millionen.
Am höchsten ist der Anteil der Offliner bei den über 60-jährigen Frauen: Zwei Drittel dieser Gruppe meiden das Internet. Die Gründe für das Leben offline sind sehr verschieden und reichen von Berührungsängsten mit der neuen Technik über finanzielle Aspekte bis zum Suchtpotenzial, das das Internet haben soll.
Naja, wer die Wahlergebnisse erst nach 18 Uhr erfahren will…

Quelle: Media Perspektiven 7/2009

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Veränderungen in der Mediennutzung

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Ein Artikel in der aktuellen Ausgabe der Media Perspektiven wirft die höchstinteressante Frage auf, ob man aus der Mediennutzung der heutigen Jugendlichen auf die Mediennutzung der Bevölkerung von Morgen schließen kann.
Die Jugendlichen 2009 (14-19 Jahre) stellen laut ARD/ZDF-Onlinestudie 2009 einen neuen Nutzertypus dar: multimedial und interaktiv. Werden im Jahre 2030 alle Nutzer so souverän und aktiv im Internet handeln?
Der Artikel aus Media Perspektiven sagt: Nein. “Mit zunehmendem Lebensalter und zunehmender Eibindung in feste Berufs- und Familienstrukturen gewinne linear verbreitete Programmangebote an Bedeutung.” (Media Perspektiven, 7/2009, S.348).
Auch 2030 werden also die meisten Berufstätigen abends vor den Fernseher setzen und ein kühles Feierabendbier genießen.

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Belastungsprobe fürs Netz – Michael Jackson wird mit Trauerfeier verabschiedet

geschrieben von in Fernsehen, Internet, Internetstatistik2 Kommentare »
Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, war die gestrige Zeremonie für den kürzlich verstorbenen “King of Pop”, die in Kalifornien, USA,  stattfand, auch im Internet ein Großereignis.
Viele Websites übertrugen die Veranstaltung per Livestream und kämpften mit hohen Serverbelastungen durch viele Userzugriffe.  Serverzusammenbrüche waren keine Seltenheit.
Leider gebe es laut Nadja Elias (Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung AGOF) noch keine Werkzeuge zum Messen von Besucherzahlen von Websites in einer kurzen Zeitspanne, sodass genaue Zahlen noch nicht veröffentlicht werden könnten.
Quelle:

Wolfram Alpha: man wartet und wartet…

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Wolfram Alpha ist kein neuer Yoghurt oder ähnliches, sondern nichts anderes als eine neue Suchmaschine. In der Presse wurde sie im Vorfeld schon als “Google-Killer” gehandelt, wie man liest. Frohen  Mutes wollte ich mir also selbst ein Bild von Wolfram machen, doch nachdem ich die Seite angewählt hatte, die Enttäuschung: “Launching May 2009″. Tja, jetzt haben wir zwar “May”, aber scheinbar ist die Suchmaschine für den Normalsterblichen noch nicht nutzbar. Dann muss man sich eben auf die Fakten der Fachwelt beschränken.

Wenn es nach dem Erfinder geht, dem Physiker Stephen Wolfram, ist Wolfram Alpha eigentlich gar keine Suchmaschine im herkömmlichen Sinne, sondern eine revolutionäre “Antwortmaschine”.  Was ist darunter zu verstehen? “Es wirft nicht einfach Dokumente aus, die vielleicht die Antwort enthalten, wie Google, und es ist nicht einfach eine gigantische Wissensdatenbank wie Wikipedia. Es versteht nicht nur natürliche Sprache und benutzt diese Fähigkeit, Dokumente zu finden, wie etwa Powerset”, sagt der Erfinder selbst über sein Werk.

Schön und gut, aber wie schlägt sich Wolfram Alpha im Vorabtest der Online-Fach-Magazine? Die Begeisterung hält sich in Grenzen: Die Redaktuere von Spiegel Online zeigen auf, dass Wolfram Alpha mit Suchbegriffen wie “presidential election 2008 results” bislang nicht viel anfangen kann ( “isn’t sure what to do with your input”). Wo sie aber offenbar punktet, ist bei numerischen Angaben: gibt man z.B. “Nokia vs. Motorola” ein, so erhält man eine detaillierte Gegenüberstellung der Geschäftsdaten. Die Redakteure kommen zu dem Urteil, dass Wolfram Alpha bislang ein sehr schönes Design aufweist, aber in Sachen Datenbasis Google noch weit hinterherhinkt.Blogs wie “Mashable” sehen in der neuen “Antwortmaschine” eher ein neues Instrument für die akademische Forschung, weniger für den Hausgebrauch.

Ob sich Wolfram Alpha tatsächlich neben Google etablieren kann, lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht vorhersagen, da sie für die breite Masse noch nicht zugängig ist. Eine neue graphische Suchmaschine, die einem vor allem Statistiken übersichtlich darstellen kann, halte ich aber für gar nicht mal so verkehrt. Es muss ja auch nicht immer direkt ein “Google-Killer” sein.

Das liebe Geld und die Chinesen

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Die Olympischen Spiele in Peking stehen vor der Tür und die chinesische Regierung um Präsident und KPC-Chef Hu Jintao ist fleißig dabei, alle Vorbereitungen zu treffen: Da werden die Unruhen in der autonomen Region Tibet blutig niedergeschlagen, da wird der Fackellauf einfach mal unterbrochen und der im Ausland wohl bekannteste Regimekritiker Hu Jia für 3 1/2 Jahre ins Gefängnis gesteckt. Nichts soll von dem großen Ereignis ablenken, das am 8. August feierlich mit der Eröffunugsfeier beginnen soll.

Während die westlichen Politiker gerade dabei sind, sich gegenseitig in symbolhafter Schaufensterpolitik zu überbieten (alle fordern sie den “Dialog über die Menschenrechte” und Horst Köhler nebst Angela Merkel bleiben sogar der Eröffnungfeier fern, aber zu den Geschäften mit den Chinesen wird weiter schön “Ja” gesagt, weil das ja etwas vollkommen anderes wäre und man das ja differenziert betrachten müsste) schnürt die kommunistische Partei China gerade das nächste Paket, dem das US-Magazin “Newsweek” den Namen “Repression 2.0″ gegeben hat.

Was ist nun also diese “Repression 2.0″? Der Kern ist der folgende: Früher haben die chinesischen Zensoren eher aus dem Verborgenen heraus agiert. Es wurde speziell für die Internetübewachung eine eigene Abteilung innerhalb der Verwaltung eingerichtet, die nur dafür zuständig ist, mögliche Regimekritiker im Internet zu identifizieren und aufzuspüren. Die Chinesen selbst wussten zunächst nichts davon, außer, dass gewisse Seiten einfach gesperrt waren (z.B. Menschenrechtsseiten). Jetzt hat sich die Taktik geändert: “Repression 2.0″ bedeutet, dass jetzt offen gegen die Kritiker vorgegangen wird und dafür macht man sich auch die Technik zu Nutze. In einem Land, das mittlerweile über 210 Millionen Internetnutzer zählt und in dem am Tag über eine Millarde SMS verschickt werden, bietet sich das geradezu an. So wurden in der tibetischen Haupstadt Lhasa nach den Unruhen tausende von SMS an die Handybesitzer verschickt, in denen die Tibeter aufgefordert wurden, die Gesetze einzuhalten. Der Sinn der neuen Vorgehensweise erscheint eindeutig: Die Menschen in China sollen sich beobachtet fühlen und somit schon vorher abgeschreckt werden, ihre negativen Gedanken über das Regime in der Öffentlichkeit zu verbreiten.

 Die chinesische Regierung scheint durch diese Maßnahmen zumindest die Stabilität im Innland noch halten zu können. International gesehen verlieren sie jedoch weiter an Reputation. Das dürfte die Führung der KPC jedoch reichlich wenig kümmern, solange die Geschäfte mit dem Westen unvermittelt weiterlaufen.

Meiner Meinung nach, würde nicht ein Boykott der Olympischen Spiele China zum Einlenken in der Menschenrechtspolitik bewegen, sondern wenn überhaupt eine kleine Chance da ist, dann besteht sie nur in einem Wirtschaftsboykott. Diesen Preis dürften die westlichen Länder aber nicht bezahlen wollen. Geld regiert eben doch die Welt.

Denkanstoß: http://www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0,1518,547576,00.html

Der “digitale Schatten” verfolgt uns…

geschrieben von in Internet, Internetstatistik4 Kommentare »

Spiegelonline berichtete erst kürzlich über den “digitalen Schatten” der uns Menschen, bei jeder kleinen Tätigkeit, wie Telefonieren oder im Internet surfen verfolgt und immer größer wird. Denn immer werden Datenmengen erzeugt und gespeichert. Sie beschreiben oder erklären ihn als passiven Beitrag, den jeder Mensch täglich zum Informationswachstum beiträgt. Als Beispiel werden hier die täglichen Internetaktivitäten eines jeden genannt, wie Online-Banking oder Suchmaschinenanfragen, die ebenfalls gespeichert werden. Um die größe dieser Datenmengen nochmals deutlich zu machen, zeigt Spiegelonline auf, dass die Größe der enstehenden Datenmengen eines jeden Menschen höher ist als die Datenmengen, die beim Abspeichern von Digitalfotos oder Emails entstehen – und das pro Tag. Werden wir vielleicht irgendwann nur noch durch unseren “digitalen Fußabdruck” (Zitat) identifiziert werden?

Nordkorea: Lichtschalter gefunden?

geschrieben von in Allgemeines, Internet, Internet und Politik, Internetstatistik2 Kommentare »

Wenn man Nordkorea hört, dann denkt man warscheinlich zuerst einmal an Kim Jong-il und an eine Atombombe. Der politisch Interessierte vielleicht auch an die vollzogene Schließung des Atomreaktors Yongbyon.

Aber mal ehrlich: Wer würde denn erwarten, dass die Machthaber in Nordkorea nun plötzlich Ebay und Konsorten Konkurrenz machen wollen? Wie Spieglel-Online berichtet, steigt Nordkorea nun ins E-Commerce ein: Auf einer speziellen website, die den Kauflustigen in 5 Sprachen anlachen soll, gibt es wohl alles, was das Herz begehrt: ein schnelles Fahrrad mit zwei Reifen, ein sportliches Auto made in Nordkorea und ein paar schicke Briefmarken mit dem Konterfei des Dikators sollten auch erhältlich sein. “Sollten”, denn tatsächlich ist es so, dass die Seite sich de facto einfach nicht laden lässt und einem das alleseits bekannte “Die Website kann nicht angezeigt werden” entgegenstrahlt. Vielleicht haben einfach Käufer aus Deutschland keinen Zugriff auf die Seite. Viel warscheinlicher ist aber die Variante, dass die Technik einfach nicht mitspielt.

In einem Land, das so arm ist, dass nachts das Licht ausgeschaltet werden muss, ist die Infrastruktur für einen E-Commerce-Versuch einfach nicht gegeben. Während das Pro-Kopf-Einkommen beim Nachbarn Südkorea fast stolze 20.000 US-Dollar beträgt (2006), müssen in Nordkorea die Menschen im Schnitt mit gerade einmal (geschätzten) 914 US-Dollar im Jahr (2004) auskommen. Folglich wirkt der Schritt der nordkoreanischen Führungsspitze fast schon verzweifelt: Es wird versucht, mit etwas Geld zu machen, obwohl die Basis (technische Infrastruktur) nicht gegeben ist. Ein weiteres Problem dürfte die Qualität der Produkte darstellen; denn mit hochwertiger Ware wird wohl nicht zu rechen sein (Nachbar China kann ein leidiges Lied davon singen).

Vielleicht sollte sich Nordkorea ersteinmal darüber Gedanken machen, wie sie ihrer Bevölkerung das Überleben sichern kann (mit Nahrung!!!), bevor das eh nicht gerade üppig vorhandene Geld für Atomwaffen oder Internetspielereien ausgegeben wird.

w00t des Jahres

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Eine Ende Januar nicht mehr überfrische, aber doch noch interessante Nachricht: Das amerikanische Wörterbuch Merriam-Webster (einigen vielleicht aus dem Englisch-Unterricht bekannt) verkündete Mitte Dezember das “Wort des Jahres”. Statt der langweilig-ernsten Klimakatastrophe Deutschlands kamen die Amerikaner allerdings auf ein Stück “Internetkultur”: w00t.

Auch bei uns haben es Netzwörter auf die Liste geschafft (Second Life, Platz sieben, Bundestrojaner, Platz acht), jedoch nicht an die Spitze. Das mag damit zusammenhängen, dass in Deutschland die Gesellschaft für deutsche Sprache für die Wahl zum Wort des Jahres verantwortlich ist (auch wenn jeder jederzeit Vorschläge einsenden kann), und nicht die Besucher einer Wörterbuch-Website. Das Ergebnis beruht nämlich auf einer durch das Wörterbuch durchgeführten Onlineabstimmung.

“Generation Google” ein Mythos?

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Eine neue Studie des “University College London” hebt mit dem Vorurteil auf, dass die  so genannte “Generation Google”  – also Kinder und Jugendliche, welche im Internet-Zeitalter aufgewachsen sind  –  dieses auch am besten  und am effektivsten zu nutzen weiß.  Zwar zeigen sie eine gewisse Leichtigkeit und Vertrautheit im Umgang mit Computern und dem Internet, allerdings  soll es ihnen an analytischem Verständnis und  Hinterfragung dieser Informationen fehlen. Auf deutsch: “Die Generation Google findet alles,  kann aber damit nichts anfangen.”

Außerdem will man herausgefunden haben, dass das Recherche-Verhalten von Nutzern insgesamt einem starken Wandel unterliegt. Nicht nur Jugendliche zeigen demnach weniger Geduld bei der Suche und Navigation, sondern dieses Verhalten soll sich zunehmend durch alle Gesellschaftsschichten ziehen.

Die Studie richtet sich damit an alle Bibliotheken, welche aufgefordert werden sich den wandelnden Bedürfnissen der Nutzer anzupassen. Am wichtigsten sei die Einbindung der Möglichkeiten des Internet, andernfalls drohe den Bibliotheken eine zunehmende Obsoleszenz.

Quellen:

http://www.bl.uk/news/2008/pressrelease20080116.html

http://www.theinquirer.de/2008/01/21/generation_google_schnell_aber_nicht_schlau.html

Onliner-Anteil in Schweden stagniert

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Der Anteil der Internetnutzer an der schwedischen Bevölkerung wächst nicht mehr. 2007 nutzten etwa 80 Prozent der Schweden zwischen 16 und 74 Jahren das Internet, 2006 waren es noch 84 Prozent. Damit hat sich der Anteil der Onliner ungefähr beim Wert von 2004 und 2005 eingependelt. Schweden nimmt – wie die übrigen skandinavischen Länder – eine Vorreiterrolle bei der Internetnutzung ein. Die Entwicklung dort kann daher als Indikator gesehen werden, dass bei 80 Prozent eine Art Sättigungsmenge erreicht wird.

Zum Vergleich: In Deutschland nutzen laut ARD/ZDF-Online-Studie derzeit etwa 60 Prozent der Erwachsenen ab 14 Jahre das Internet.

Quelle: Statistics Sweden, Use of computers and the Internet by private persons in 2007.

Zensur des Zeitgeistes: Google veröffentlicht Online-Ranking

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Wie heise online berichtet, wurde vor kurzem das Google Zeitgeist-Ranking 2007 vorgelegt, indem statistisch dargestellt werden soll, welche Begriffe deutschlandweit die Beliebtesten bzw. die Meistgesuchtesten sind. Hier die Top Ten:

1. Routenplaner (z.B. googlemaps oder map24)
2. Telefonbuch
3. Wetter
4. Wikipedia
5. Leo (Online-Wörterbuch)
6. Bild
7. StudiVZ
8. ICQ
9. IKEA
10. Das Örtliche

Ich finde es schon ein bisschen bizarr, dass Menschen bei Google Wikipedia eingeben…wozu gibt es denn die Suchleiste!?!

auf chip.de findet man eine schöne Fotostrecke zum Zeitgeist-Ranking.

Bei Betrachtung der Top Ten fällt auf, dass der sogenannte Zeigeist der deutschen Internetkultur bezüglich der meistgesuchten Begriffe unter einer erheblichen Zensur steht. Wörter wie Sex und YouPorn werden überhaupt nicht erwähnt, obwohl ich mir sicher bin (und dafür brauche ich keine statistische Überprüfung), dass die braven Deutschen (und nicht nur die) das weltweite Web nicht nur zum Routenplanen oder Telefonnummern suchen benutzen, sondern auch (nicht nur) um pornographische, erotische, perverse Bilder und Fotos zu sehen, die im Müllkorb der Welt beinahe unbegrenzt angeboten werden.
Es ist schon eine gewisse Ironie dabei, wenn Google vom Zeitgeist redet und im selben Moment eine Zensur vornimmt…

Das Zeitgeist-Ranking zeigt noch ein paar andere interessante Internet-“Tatsachen” auf bezüglich der Suchbegriffswahl der Deutschen: Der meistgesuchte Mensch im Web ist Bushido, die meistgesuchte Diät “Brigitte Diät”, die meistgesuchte TV-Sendung DSDS (ich glaube, eine genaue Erklärung dieser Buchstabenreihe ist nicht nötig)…die Liste könnte noch fortgeführt werden: über Automarken bis zu Tickets wurden die Begriffe auf Google’sche Weise statistisch aufgeführt.

Als Abschluss bleibt noch eine Frage: Was sagen all diese Daten über den “wahren” (ein vager Begriff, ich weiß) Zeitgeist der Deutschen bzw. der deutschen Internetkultur aus?!

Meinungen (oder Antworten) sind erwünscht…

zu wenig 3…2…1… Meins bei Ebay

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Ebays Höhenflug bekommt weitere Dämpfer. Die Anzahl der Auktionen ist weltweit um 6% gesunken. ? Der Rückgang in Deutschland ist noch ein wenig dramatischer? (Bob Swan, Finanzchef Ebay). Der Grund läge aber darin, dass die Zahlen im letzten Jahr so hoch waren und Ebay die Gebühren erhöht hat.

Da Deutschland der größte Markt neben den USA ist besteht kräftig Handlungsbedarf.

Daher plant Ebay einige Verbesserungen von denen sich die nordamerikanischen Kunden schon mal ein Eindruck auf playground.ebay.com verschaffen können.

Die Änderungen stecken dabei eher im Detail, z.B. wurde die Suchfunktion verbessert und die Bietfunktion verändert, so dass man in mehreren Auktionen bieten kann aber nur einmal den Zuschlag erhält und man den gleichen Artikel nicht mehrfach ersteigert. Damit erhofft sich Ebay neu gewonnenen Spaß beim bieten. Außerdem soll das ?Bewertungssystem verbessert werden, der Web-Auftritt neu gestaltet und der Kundenservice ausgebaut? werden.

Der Rückgang, der durch diese Maßnahmen gestoppt werden soll herrscht aber nicht weltweit vor. In Süd-Korea verzeichnete Ebay ein Plus von 34 % bei den abgeschlossenen Auktionen.

Auch sonst gab es nicht nur Schwund bei Ebay, denn man ist längst nicht mehr aufs bloße Auktionsgeschäft fixiert. So brachte es das Online-Zahlungssystem Paypal zu einem Umsatzplus von 34% auf 454 Millionen Dollar, der vor allem durch einen 50 prozentigen Zuwachs der Zahlungen außerhalb von Ebay zustande kam. Neben Paypal könnte auch die zweite Tochterfirma Skype mächtig Gewinn machen und ihren Umsatz verdoppeln.

Quelle: sz

Online-Nachrichten gewinnen an Beliebtheit

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Im letzten Jahr lasen 19 Prozent der Deutschen regelmäßig Nachrichten im Internet. Zu diesem Ergebnis kam der Branchenverband Bitkom. Die Zahl der Online-Nachrichten-Leser hat sich damit seit 2002 nahezu verdoppelt.

Internetauftritte von Magazinen (z.B. Spiegel) und Tageszeitungen (z.B. Süddeutsche Zeitung) werden dabei generell am häufigsten aufgerufen. Viele Leser von Zeitungen informieren sich neben der Lektüre der Printausgabe auch online, um stets auf dem neuesten Stand zu sein.

Im Vergleich mit Europa liegt Deutschland ein Prozent über dem Durchschnitt von 18 Prozent. Spitzenreiter sind die Finnen – von Ihnen informieren sich regelmäßig 46% im Netz.

Quellen : http://www.netzeitung.de/internet/694612.html

http://www.bitkom.org/

Nielsen//NetRatings ändert seine Strategie zur Erfolgsmessung von Websites

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Nielsen//NetRatings, ein weltweit führendes Unternehmen auf dem Gebiet der Internet- und Marktforschung, hat seine Strategie zur Bewertung von Websites geändert. Galt früher die Anzahl der Seitenaufrufe als führender Maßstab für den Erfolg einer Internetseite, so ist es heute die Summe der insgesamt auf der Seite verbrachten Minuten. Scott Ross, beim Nielsen-Netratings-Service NetView verantwortlich fürs Produktmarketing, sagte: “Die Gesamtzahl der Minuten ist die beste Maßeinheit, nicht nur, weil sie eine gerechte Messung der Websites sicherstellt, die umfangreiche Internetanwendungen und Streamingmedien nutzen, sondern auch eine gerechte Messung von Webangeboten, die bei Seitenaufrufen immer vernachlässigt wurden, beispielsweise Online-Glücksspiel und Internetanwendungen.” Das Unternehmen hat NetView, seinen Service zur Messung von Internetpublikum, der schon immer die durchschnittliche Zeit pro Person und die durchschnittliche Anzahl von Sitzungen erfasste, um die Kategorien “Total Minutes” und “Total Sessions” erweitert.

Ein Anwendungsbeispiel der neuen Strategie stellt folgendes Ranking dar:
Top 10 Web Brands ranked by Total Minutes (bil) for May 2007 (U.S., Home and Work):
AOL Media Network: 25.0
Yahoo!: 19.6
MSN/Windows Live: 10.6
Fox Interactive Media: 7.8
Google: 7.4
eBay: 6.1
Microsoft: 3.7
EA – Electronic Arts Online: 3.5
Apple: 2.8
YouTube: 2.1
Source: Nielsen//NetRatings, July 2007

Links:
http://www.nielsen-netratings.com/
http://www.ftd.de/technik/medien_internet/:Neue%20Erfolgsmessung%20Websites/224991.html#bewertung
http://search.ft.com/search?queryText=netview&x=0&y=0&aje=true&dse=&dsz=

Sonderauswertung “Sport & Fitness” der AGOF

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Bei der Suche nach Preisvergleich-Seiten für Laufschuhe im Internet
bin ich auf folgende Informationen aus einem Artikel der ?internet WORLD BUSINESS?-site gestoßen.
In dem Artikel wird Sportartikelherstellern empfohlen im Internet zu werben. Warum?

Die Daten aus “Internet Facts 2006-IV”/
Sonderauswertung “Sport & Fitness” der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF)
sollten für sich sprechen:

36,4 Prozent der Internetnutzer interessieren sich für Sportartikel
34,1 Prozent haben diese Produkte in den vergangenen drei Monaten gekauft
31,4 Prozent der Internetnutzer haben im Internet nach Informationen über Sportartikel gesucht
11,5 Prozent haben diese Artikel auch online gekauft

Durchschnittlich 83,7 Prozent der sportinteressierten Internetnutzer gehören zu der Zielgruppe
der 14- bis 49-Jährigen, welche genau ins Schema der Sportartikelunternehmen passen.

Quellen:
Arbeitsgemeinschaft Online Forschung:
http://www.agof.de/index.html

http://www.internetworld.de/home/news-single/article/sportliche-web-nutzer//7.html

Internetnutzung wächst weiter.

geschrieben von in Allgemeines, Internet, Internetstatistik, Zukunft des Internet1 Kommentar »

60,2 Prozent der Deutschen sind Online, so die Berliner Studie “(N)onliner Atlas 2007″. Laut der Studie ist der Anteil der Internetnutzer innerhalb eines Jahres um 2 Prozent gestiegen. Weitere 5,7 Prozent der Bevölkerung planen sich einen Internetzugang zuzulegen. Der große Boom scheint damit allerdings vorerst vorüber zusein. Allerdings sind auch nur noch 34,1 Prozent “Offline” und planen auch nicht sich einen Internetanschluss zuzulegen.  Die Zahl der Menschen ohne Internetanschluss geht größtenteils auf das hohe Alter dieser Gruppe zurück. So liegt der Altersdurchschnitt bei dieser Gruppe bei 61,9 Jahren, ist damit aber sogar im Vergleich zum Vorjahr leicht (um 0,6 Prozentpunkte) gestiegen. Diese Steigerung lässt sich mit dem überproportionalen Anstieg der Nutzergruppe der 60-69-jährigen um 2,8% erklären.
Während Berlin (68%) und Hamburg (64%) den höchsten Prozentsatz von Internetnutzern aufweisen, liegt das Saarland mit nur 51% an letzter Stelle. Verkehrte Welt bei der Nutzung der Breitbandanschlüsse, hier liegt das Saarland mit 67% deutlich über dem Durchschnitt von knapp 60%. Die Nutzung von Breitbandanschlüssen hat allerdings bundesweit deutlich um 12% zugelegt.

Quellen:

http://www.nonliner-atlas.de/pdf/pressemitteilungen/2007_06_25_TNS_Infratest_D21_ZE.pdf

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/8/0,3672,5558536,00.html

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