Medien und Politik: Kann politischer Diskurs im Internet gelingen?

geschrieben von s2mawoll in Internet und Politik, Medien und Politik1 Kommentar »

Unter den PR-Strategen steht spätestens seit Barack Obamas Wahlkampf im Jahr 2008 fest, dass im Internet die Zukunft der politischen Kommunikation liegt.  Die Wunschvorstellung: Mobilisierung der Wählermassen per Mausklick und Erlangung der politischen Deutungshoheit über die Blogosphere. Ein Blick auf Deutschland fällt in dieser Hinsicht jedoch ernüchternd aus: Parteien und Politiker lassen bestenfalls Profile in sozialen Netzwerken von Praktikanten betreuen und haben auch im vergangenen Wahlkampf kaum auf die Möglichkeiten des World Wide Web zur Wählermobilisierung gesetzt. Ein Grund dafür ist die Angst der Parteien vor einem inhaltlichen Kontrollverlust, wie ein Zitat von SPD-Mann Kajo Wasserhövel aus dem Jahr 2009 zeigt: “Es ist nicht entscheidend, wie viel Buntes die Parteien ins Netz stellen, sondern der entscheidende Punkt ist, dass Obamas Wahlkampf zentral geplant und dezentral durchgeführt wurde. Das bedeutet natürlich in gewissem Maße einen Kontrollverlust, auf den sich die Parteien einlassen müssen.” Außerdem stellt der Politiker fest, dass “wir im Unterschied zur USA hier in Deutschland nicht den Zustand haben, dass wesentliche Meinungsbildner in der Bloggerszene zu Hause sind. Vielleicht ist das eher was für 2013.”

Nichts Neues also in der politischen Kommunikation der Berliner Republik? Einzelne junge Politiker wagen zumindest seit Kurzem den aktiven Schritt ins Netz. Familienministerin Kristina Schröder beispielsweise “zwitschert” regelmäßig und erlebte dabei kürzlich eine PR-Schlappe. Als sie es im vergangenen Monat wagte, die Sparpläne der Bundesregierung vehement zu verteidigen und als Rechenbeispiel das Einkommen einer vierköpfigen Familie in Hartz IV vorzuführen, prasselte ein wahres Kreuzfeuer (in Fachkreisen auch “Twitter-Shitstorm” genannt) auf die Ministerin ein. Die Mehrheit der Retweets enthielt Beleidigungen und Spott, echte Alternativen zum Sparpaket wurden von der Community jedoch nicht aufgezeigt. Dies zeigt: Eine Plattform wie Twitter ist von Natur aus eher am politischen Kabarett als am Diskurs interessiert und daher für Politiker mit Vorsicht zu genießen.

Doch wie könnte ein konstruktiver Austausch zwischen Politik und Gesellschaft im Netz aussehen? Ein positives Beispiel findet sich bereits heute auf kommunaler Ebene in Form der “Bürgerhaushalte”. Internet-User können hierbei aktiv an der Haushaltsplanung ihrer Kommune teilnehmen, indem sie auf einer entsprechenden Plattform Vorschläge einreichen, kommentieren und bewerten. Die “besten” Vorschläge werden daraufhin von der Verwaltung geprüft und eventuell sogar in den Haushaltsentwurf aufgenommen.

Quellen:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,699935,00.html

http://www.medienhandbuch.de/news/wahlkampf-2009-internet-soll-menschen-wieder-an-die-politik-heranfuehren-23237.html

http://www.buergerhaushalt-trier.de/

Europa auf dem Weg in die digitale Zukunft (medienforum.nrw 2)

geschrieben von jbnickschas in Allgemeines, Internet, Internet und Politik, Medien und Politik, Medienwandel, Zukunft des InternetKeine Kommentare »

Das 22. medienforum.nrw stand diesmal unter dem Motto „Was uns lieb und teuer ist“. Eine Sache, die uns allen lieb und teuer sein sollte, ist unsere Zukunft. Auch die Zukunft der Medien in Europa und der Umgang mit dem digitalen Zeitalter standen auf der Tagesordnung und wurden kontrovers diskutiert. Die Ergebnisse sprechen für sich.

Die Europäische Union bildet viele Kommissionen. Eine davon befasst sich mit der „Digital Agenda“, einem zukunftsorientierten Projekt zum Umgang mit digitalen Medien und deren Rolle in unserem Alltag. Unter anderem soll die Frage geklärt werden, wie man digitale Medien bestmöglich nutzen kann und wo die Schwierigkeiten und Probleme liegen, die damit verbunden sind.

Eine der Keynote-ReferentInnen, die Beraterin Annet Aris, beschäftigte sich beispielsweise auch mit dem Bezahlverhalten der Menschen im Internet. Zurzeit herrscht dort eine Mentalität vor, die das Bezahlen für Inhalte im Netz als nicht notwendig erachtet. Daraus aber resultiert letztlich ein verhängnisvoller Kreislauf:

Sind die User nicht bereit, für Inhalte im Internet zu bezahlen, müssen die Anbieter mehr Einnahmen durch Werbung finanzieren. Dadurch verschlechtert sich jedoch auch das inhaltliche Angebot und seine Attraktivität nimmt ab. Dies hat wiederum zur Folge, dass die User noch weniger bereit sind, für diese Angebot zu bezahlen – und ein verhängnisvoller Kreislauf ist geschlossen.

Die Rolle der digitalen Medien in unserem geschäftlichen und privaten Alltag nimmt stetig zu und wird dies auch in Zukunft tun. Nur müssen die Anbieter überlegen, auf welche Weise sich das für sie rentieren kann, ohne dass sie dabei die Qualität ihrer Angebote vernachlässigen. Eine endgültige Lösung in dieser Frage ist noch nicht abzusehen, doch bereits jetzt kursieren im Netz verschiedene Dienste wie z.B. flattr, mit denen man Inhalte honorieren kann.

Die Digital Agenda der EU ist ein wichtiges Papier. Auch Themen wie Internetsperren und die Weiterentwicklung von Breitbandnetzen sind darin festgehalten. Doch wie so oft reicht eine Richtlinie nicht aus, um wirklich etwas verändern zu können. Die Agenda muss in den nächsten Jahren auch umgesetzt werden und dazu müssen immerwieder große Hürden überwunden werden, z.B. auch beim Datenschutz.

Dennoch ist es positiv zu bemerken, dass Europa die Zeichen der Zeit erkannt und ihre Pläne für den Umgang mit denselben dezidiert festgehalten hat. Auf die Umsetzung dürfen wir alle gespannt sein, denn so weit weg wie die meisten Menschen glauben, ist die EU-Politik gar nicht. Sie beginnt am Ende bei jedem einzelnen von uns und sie endet dort, wo wir alle hin wollen: In der Zukunft.

Der Oberbürgermeister und seine tägliche Erfahrung mit den Medien

geschrieben von s2tisaur in Allgemeines, Internet und Politik, Medien und Politik, Medienkritik, Medienwandel, PrintmedienKeine Kommentare »

Normalerweise sitzt Klaus Jensen an einem Dienstagvormittag in seinem Büro im Rathaus oder nimmt politische Außentermine wahr. Normalerweise. Doch heute war alles anders. Der Trierer Oberbürgermeister besuchte erstmals den Fachbereich Medien, Kommunikation und Gesellschaft an der Universität der Moselstadt. Allerdings schlüpfte der 58- jährige nicht in die Rolle eines Studierenden, sondern referierte über „Medien in der kommunalen Politik“.

„Politik und Medien seien grundverschieden, aber sie sind voneinander abhängig“, war einer der ersten Sätze, die der OB im Hörsaal 2 der Trierer Hochschule über seine Lippen brachte. Das Stadtoberhaupt findet, dass Fernsehen, Print und Radio vor allem wegen ihrer Kontrollfunktion wichtig sind.

Die Medienlandschaft in Trier bezeichnet Jensen als überschaubar. Als ein Student fragt, ob er eine Rangfolge der lokalen Medien geben kann, bleibt Jensen zunächst diplomatisch. Grundsätzlich seien alle Medien wichtig, aber die Tageszeitung (Anmerkung des Autors: Trierischer Volksfreund) stehe natürlich im Vordergrund.

In der kommunalen Berichterstattung sind dem Trierer Oberbürgermeister in den letzten Jahren einige Entwicklungen aufgefallen. Ein Trend ist laut Jensen, dass die Vorabberichterstattung zugenommen hat. Die Themen einer Stadtratssitzung werden oft schon vorher abgearbeitet. Jensen hat zudem eine rasante Zunahme von journalistischen Anfragen in der Rathaus- Pressestelle beobachtet. Der OB rechnet vor: Fast 1000 Fragen von Journalisten kommen ihm und seinen Mitarbeitern monatlich auf den Tisch. Das sei einerseits erfreulich, andererseits können oft nur oberflächliche Antworten gegeben werden.

Dennoch würdigte Triers Stadtoberhaupt im Fazit seines Vortrags die Arbeit der Lokal- Journalisten. „Sie haben sicher keinen leichten Job“.

Erstaunlich fit ist Klaus Jensen auch in Sachen Internet. Er outet sich als Fan von Onlinemedien. „Ich schaue oft in Blogs, die können sehr anregend sein“. Nur mit Twitter und Facebook hat der 58- jährige noch seine Probleme. „Wenn Susanne schreibt, dass sie gerade zuhause angekommen ist, naja, was soll ich davon halten?“  Die Medien- Studenten schmunzeln- wir verstehen ihn.

Den Vortrag von Klaus Jensen wird übrigens zeitnah ins Internet gestellt. Unter Studip/ Veranstaltungen/ Medienentwicklung- Medientransformation/ Aufzeichnungen ist er abrufbar.

Der Auftrag

geschrieben von stra4202 in Allgemeines, Internet und PolitikKeine Kommentare »

Ja, es gibt ihn, den sagenumwobenen Auftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, der schon so oft so hanebüchen ausgelegt wurde, dass kaum noch jemand weiß, wer von ihm eigentlich profiteren soll. Spätestens seit der hitzigen Debatte um die Tagesschau-App stehen die Zeichen auf Sturm und so manacher fragt sich: “Warum dürfen ARD und ZDF im Internet alles für umme reinstellen?” Gegenfrage:

“Inwiefern dient es dem Gemeinwohl, wenn ARD und ZDF teuer produzierte Inhalte nur für eine begrenzte Zeit (in der Regel sieben Tage) zugänglich machen dürfen? Inwiefern ist es in meinem Interesse, dass Inhalte, die ich mit meinen Gebühren bezahlt habe, mir nur vorübergehend und nicht auf allen Plattformen angeboten werden?”

wundert sich Stefan Niggemeier und hat um diesen wunderbaren Denkanstoß herum das ganze Elend der Debatte ausgebreitet.

Kampf um das Internet

geschrieben von Tristan Tarpani in Internet und Politik1 Kommentar »

Quelle: www.flickr.com (LucasDime)

China gilt als aufstrebende Weltmacht. Die florierende Wirtschaft steht in krassem Kontrast zu den negativen Schlagzeilen aus dem Reich der Mitte: Zensur und Menschenrechtsverletzungen gehören zum Alltag. Jetzt zieht auch Google die Konsequenzen aus den rabiaten Methoden des Staates – und ruft die amerikanischen Geheimdienste zu Hilfe. Resümee eines Cyberkrieges im 21. Jahrhundert.

Es ist kein Geheimnis, dass das Internet ohne Google nicht vorstellbar wäre. Die geniale Idee, die Hypertextualität der Inhalte mathematisch auszuwerten und aus den gewonnenen Daten auf die Relevanz einzelner Internetseiten zu schließen hat dem Unternehmen eine dauerhaft exponierte Stellung in der Medienwelt beschert. Aktuelle Statistiken attestieren Google einen unschlagbaren Martkanteil von 80% im Segment der Suchmaschinen – diese Dominanz ist wohl vorerst nicht mehr zu durchbrechen. Dass eine solche Marktmacht für viele eine bedrohliche Entwicklung zur Monopolisierung der Suchmaschinen-Branche darstellt erklärt das starke Interesse von Medien jeglicher Art an dem Unternehmen. So findet man bei Amazon die beeindruckende Zahl von 6189 Publikationen rund um den Internetgiganten und auch die folgende Statistik zeigt, dass Google dauerfhaft auf mehr Interesse in der Blogosphäre stößt als beispielsweise Microsoft und Apple.

Blogposts zum Thema Google

Quelle: www.blogpulse.com

Angriff auf die Informationsfreiheit

Weitaus beeindruckender als diese Zahlen ist jedoch der Umstand, dass ganze Nationen den Einfluss von Google fürchten. Am signifikantesten zeigt das wohl die Geschichte, die sich um das Verhältnis von Google zur aufsteigenden Wirtschaftsmacht China rankt und die bei genaurerer Betrachtung eher nach dem Drehbuch für einen Science-Fiction-Wirtschaftskrimi aussieht als nach spröder Informationsvermittlung.

China greift als diktatorischer Staat gerne mal zu unorthodoxen Methoden der Zensur um die Verbreitung gefährlicher staatsschädigender Informationen und die potentielle Bildung von informellen Netzwerken zu unterbinden. Dies widerspricht natürlich deutlich der Unternehmensphilosophie von Google:

“Das Ziel von Google besteht darin, die auf der Welt vorhandenen Informationen zu organisieren und allgemein zugänglich und nutzbar zu machen.”

Da war es klar, dass es früher oder später zum Eklat kommen muss. Bereits als Google sein Angebot auf China ausweiten wollte gelang dies nur unter der Verpflichtung zur Selbstzensur. Google stand vor einer ideell-ökonomisch geprägten Zwickmühle: Zum einen winkte der lukrative chinesische Online-Werbemarkt mit einem geschätzt möglichen Umsatz von 6 Milliarden US-Dollar in den nächsten Jahren, zum anderen war da eben die Verletzung der Unternehmensphilosophie, welche zu einem bemerkenswerten Image-Schaden führen könnte – vor allem unter Beachtung der eingangs erwähnten detaillierten Berichterstattung. Google ließ sich nun zunächst darauf ein, bestimmte Inhalte freiwillig aus den Suchergebnissen rauszufiltern, wenn man sich mit dieser Entscheidung laut eigenen Angaben wohl auch schwer tat.

Der Cyber-Krieg und seine Folgen

Im Dezember letzten Jahres kam es dann zu einem Hacker-Angriff, der laut den Ermittlungen von Google wohl von der chinesischen Regierung initiiert worden war und neben Google noch 20 weitere international agierende Internetfirmen betraf. Was Google angeht galt der gezielte Angriff dem Email-Service Google Mail und den Postfächern von in China agierenden Menschenrechtsaktivisten, die selbstverständlich ganz oben auf der Liste der unerwünschten Persönlichkeiten stehen. Offenbar wollte China auf unlauterem Wege an Informationen kommen, die bei der “Sicherstellung” dieser Störfaktoren behilflich sein können. Natürlich dementierte der Staat sämtliche Beteiligung an dem Angriff, doch für Google gab es nun nurnoch eine mögliche Konsequenz – die Verpflichtung zur freiwilligen Zensur war nicht mehr länger eine Option, selbst wenn das die Abschaltung der chinesischen Google-Seiten bedeuten würde. Das alles wurde ausführlich im Blog des Unternehmens veröffentlicht.

Was jedoch nicht von Google veröffentlicht wurde: Das Unternehmen plant eine Kooperation mit Amerikas geheimsten und mächtigstem Spionagedienst, der National Security Agency (NSA). Die NSA ist zuständig für die weltweite Überwachung und Entschlüsselung elektronischer Kommunikation und soll Google dabei helfen, die Umstände des Hacker-Angriffes herauszuarbeiten und eindeutig zu klären. Dies geht aus Insider-Informationen aus der Medienbranche hervor.

Die NSA hat in den letzten Jahren aufgrund der Durchführung von verfassungswidrigen Abhör-Aktionen von privaten Telefonanschlüssen ohne richterlichen Beschluss für negative Berichterstattung gesorgt. Und diese Sicherheitsbehörde kooperiert nun ausgerechnet mit dem Unternehmen, welches aufgrund seiner Tendenz zur umfassenden Datensammlung über seine Nutzer als “Datenkrake” tituliert wurde – dystopische Visionen waren die Folge, vor Allem weil die Kooperation größtenteils unter vorgehaltener Hand stattfinden solle. Niemand könne so genau wissen, inwiefern Google der NSA den Zugang zu seinen Daten einräumen würde.

Ausblick auf die Zukunft

Das Fazit aus der Geschichte – die Globalisierung der Kommunikation ist in vollem Gange. In einer Welt, die sich in feingliedrige Bestandteile von hoher Komplexität zerteilt, ist der Informationsaustausch zwischen Individuen, Teilsystemen und Nationen von enormer Wichtigkeit, um die Entgrenzungstendenzen moderner Gesellschaften zu kompensieren. Doch ab und zu ragen kulturelle Schutzwälle auf, die die grenzenlose Freiheit der Kommunikation als Bedrohung ansehen. In Zukunft wird das sicherlich noch öfter zu Konflikten führen, und irgendwann wird man sich auch der Frage stellen müssen, wie viel Einfluss ein privatwirtschaftliches Unternehmen wie Google eigentlich auf die öffentliche und private Kommunikation haben darf. Man darf gespannt sein.

US-Justizministerium lehnt neue Vereinbarung von Google und Verlagen ab

geschrieben von s2lapeif in Allgemeines, Internet, Internet und Politik, Medien und PolitikKeine Kommentare »

Das US-Justizministerium hat die neu ausgehandelte Vereinbarung zwischen Google und Verlegerverbänden zur Digitalisierung von Büchern erneut abgelehnt. Hierbei wird vor allem die mögliche Monopolstellung Googles befürchtet.

Hauptkritikpunkt ist auch bei dem erneut vorgelegten Kompromiss die Tatsache, dass Google mit seinem Bücherdienst Google Books exklusive Rechte an Millionen von Büchern gewinnen würde. Im Bericht des Justizministeriums heißt es hierzu: ?Das Kernproblem ist, dass aus dieser Vereinbarung für Google und keinen anderen Wettbewerber die Möglichkeit erwächst, in dem Markt aufzutreten, den die an der Vereinbarung beteiligten Parteien schaffen wollen.?

Seit Jahren veröffentlicht Google über den Onlinedienst Google Books digitalisierte Bücher – die Zustimmung zu dieser kostenlosen Veröffentlichung von Seiten der Verlage und Autoren fehlte Google zunächst. Um Autoren- und Publikationsrechte endgültig zu vergüten, plante Google in Vereinbarung mit Verlegerverbänden eine Zahlung von 125 Millionen Dollar.

Bereits die erste Vertragsvereinbarung wurde von der US-Regierung abgelehnt und nun sind trotz Änderungen an der Vereinbarung weitere Verbesserungen gefordert.

Quelle:

http://www.focus.de/digital/internet/google/buecherdienst-google-ist-us-regierung-zu-maechtig_aid_477412.html

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,676082,00.html

Genug ist Genug- Google hat genug von der Chinesischen Zensur

geschrieben von s2lebaum in Internet und Politik, Medienwandel, Seminarlinks1 Kommentar »

Google war in der Vergangenheit ständig in der Schusslinie der Kritik. Selbst wie man hier im Blog sieht ist Google ein beliebtes Thema. Nicht zu letzt stand Google besonders unter Kritik seit Google die staatliche Zensur in China mitträgt. Man warf ihnen vor ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren und gierig nach Erfolg zu sein. Denn China hat nun mal den größte Internet- Markt. Doch nun haben selbst die Verantwortlichen von Google genug. Der Internetriese wurde das Opfer eines Hacker- Angriffs aus China.  Google erklärte: ? es habe Mitte Dezember einen gezielten Angriff auf die Server- Infrastruktur gegeben.?  Unbekannte, haben versucht die Google Mail Accounts chinesischer Menschenrechtler auszuspionieren. Google akzeptiert diesen massiven Eingriff der Chinesischen Zensur nicht mehr und überlegt nun sich aus dem chinesischen Markt zurückzuziehen. Währenddessen beharrt China weiterhin auf der Internetzensur und fordert das US- Medienunternehmen auf mit dem Staat zusammenzuarbeiten.

Was ist mit euch, haltet ihr das für einen klugen Schachzug oder findet ihr das sich Google den Chinesischen Regeln/ Zensur unterwerfen müsse? Und was bedeutet dies für die Beziehung zwischen China und den USA?

“Gottes Werk und Googles Beitrag”

geschrieben von s2kagrue in Allgemeines, Internet, Internet und Politik, Zeitungskrise1 Kommentar »

Die fundamentale Krise der Verlage ist ja in den letzten Zeit heftig diskutiert worden. Die Verleger pochen auf das “Leistungsschutzrecht”, welches im Koalitionsvertrag eingebunden ist, Bernd Neumann appellierte in diesem Zusammenhang anlässlich des 60. Gründungsjubiläums des DJV an den Berufsethos der  ”(…) Objektivität, Unbestechlichkeit, Seriosität und Gründlichkeit der Recherche, die Achtung der Menschenwürde, aber auch die Trennung von redaktionellem Text und Anzeigen(…)”

Unter der Headline “Gottes Werk und Googles Beitrag” diskutieren morgen (20.01) Dr. Eva-Maria Schnurr (Freie Journalistin, Hamburg), Dr. Till Jaeger (Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, Berlin), Christoph Keese (Head of Public Affairs, Axel Springer AG, Berlin), Malte Spitz (Bundesvorstand Bündnis 90/Die Grünen, Berlin) im Saal der Heinrich-Böll Stiftung in Berlin über mögliche Lösungen aus der Krise. Das Gespräch wird live ab 19.00 Uhr im Internet auf www.boell.de und www.carta.info übertragen.

Ich finde die gewählte Überschrift in diesem Zusammenhang sehr interessant. Google als Synonym für den Teufel zu verwenden (wir erinnern uns an John Irvings oskarprämierten Film: “Gottes Werk und Teufels Beitrag”) kann man als verbale Ohrfeige deuten. Eine symbolische Dichotomie von Gut gegen Böse. Gutenberg, der einst mühsam die erste Bibel druckte gegen das Unternehmen Google, welches mittlerweile den Markt mit 85% beherrscht. Die Grundstimmung des Gesprächs ist somit -auch anhand der ausgewählten Gesprächspartner aus der Medienbranche- erahnbar und könnte sich äußerst provokant gestalten. Wie konstruktiv es wird, bleibt abzuwarten.

http://www.boell.de/calendar/VA-viewevt-de.aspx?evtid=7420

http://www.bundesregierung.de/nn_774/Content/DE/Rede/2009/11/2009-11-08-neumann-djv.html

NDR-Intendant verteidigt “Tageschau”-App

geschrieben von Nico Laninger in Allgemeines, Fernsehen, Internet und Politik, Medien und Politik, Medienwandel, Zukunft des Internet2 Kommentare »

Der Streit um die geplante iPhone-App der “Tagesschau” geht in die nächste Runde. Nun ist es NDR-Intendant Lutz Marmor, der sich zu diesem Thema äußerte und damit wohl noch ein paar weitere Tropfen Öl ins Feuer gegossen haben dürfte.

Deutsche Zeitungsverlage experimentieren schon länger mit Bezahlinhalten für das Apple-iPhone. Zuerst wurden vom Axel-Springer-Verlag die kostenpflichtigen  “Bild-” und “Welt”-Apps eingeführt, jetzt wagt auch die “Süddeutsche Zeitung” diesen Schritt. Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen kündigte “ARD aktuell”-Chefredakteur Kai Gniffke an, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk gegen diese Angebote mit kostenlosen iPhone-Applikationen angehen will, und zwar mit einer “Tagesschau”-App. Kosten muss das Angebot ja auch nichts, wird es doch schon zwangsweise über die Gebührenzahler finanziert. Das Vorhaben stand seitdem stark im Kreuzfeuer der Kritik, vor allem von der Springer-Presse wurde eine kostenlose “Tagesschau”-App immer wieder mit starker Wettbewerbsverzerrung und der Abschaffung tausender Arbeitsplätze gleichgesetzt.

Der Intendant des für die “Tagesschau” verantwortlichen NDR, Lutz Marmor, meldete sich nun in der Wochenzeitung  ”Die Zeit” zu Wort und veranschlagt für die mobile Tagesschau lediglich einen geringfügigen Kostenaufwand für die Programmierung und verteidigte das geplante Produkt mit dem Argument, dass eine App nicht marktentscheidend sei. Ebenso lehnt er den Drei-Stufen-Test für die iPhone-Anwendung ab, da man schon zum jetzigen Zeitpunkt alles abrufen könne, was es auch bei der “Tagesschau”-App geben wird, diese würde bestehende Angebote lediglich zusammenfassen und die Rezeption vereinfachen. Da die “Tagesschau” zur Grundversorgung gehört und die Öffentlich-Rechtlichen einen Grundversorgungsauftrag haben, sollten ihre Inhalte auf allen relevanten Ausspielwegen zugänglich sein. (vgl. Artikel auf Spiegel-Online)

Die ARD scheint bei diesem Streit wohl nur verlieren zu können: ein derartiges kostenloses Angebot ruft selbstverständlich alle GEZ-Gegner auf den Plan, die dem Sender eine Verschwendung von Rundfunkgebühren an die Verbreitung sowieso schon bestehender Angebote unterstellen; bei der Verlagswelt und bei privaten Sendern, bei Politikern und Verbänden ist die Empörung ohnehin groß, denn der Vorwurf des unlauteren Wettbewerbs aufgrund der sicheren Finanzierung durch Rundfunkgebühren liegt auch hier nahe. Aber bei einer kostenpflichtigen “Tagesschau”-App wäre das Geschrei natürlich noch größer. Zeitpunkt sowie Art und Weise der Bekanntgabe waren wohl schlichtweg ungünstig gewählt. Bleibt abzuwarten, wer den längeren Atem beweist.

Internetzensur: Der “grüne Damm” bricht

geschrieben von Christian Moeris in Internet, Internet und Politik1 Kommentar »

Die Pläne der chinesischen Diktatur auf allen Rechnern des Landes einen Zensurfilter zu installieren sind fehlgeschlagen. Die Bevölkerung hat sich den Internetfilter letztlich nicht aufzwingen lassen. Zwar werden die Filter in Internetcafes und öffentlichen Einrichtungen installiert, aber die Ausstattung privater Rechner mit der Zensursoftware ?grüner Damm? bleibt optional. So bleibt es auch den Herstellern neuer Computer für den chinesischen Markt freigestellt, ob sie die Filter-Software bereits aufspielen oder sie dem Gerät in Form einer CD beilegen

Proteste aus der Bevölkerung und sogar von amtlich kontrollierten Medien haben dieses kolossale und irrsinnige Zensurvorhaben letzten Endes doch in die Knie gezwungen.

Die Filtersoftware zensiert nicht nur die Internetangebote sondern protokolliert auch Daten der Nutzer und kommuniziert diese Nutzerdaten an staatliche Stellen. Das Surfen mit der staatlichen Firewall ist also für jeden Chinesen, der staatsferne Ziele verfolgt, äußerst ernüchternd und vermutlich auch gefährlich. Laut Spiegel leistet sich China 30.000 Internetzensoren, die 138. Mio. chinesische Internet-User observieren. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, dann ist das ein Verhältnis von 1 : 4600

Quelle:  SPIEGEL ONLINE

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Und schon wieder…

geschrieben von bade2c01 in Internet, Internet und Politik1 Kommentar »

Nach der Wahl des Bundespräsidenten im Mai, jetzt also auch bei den Landtagswahlen: Über Twitter sollen vorab Wahlprognosen veröffentlicht worden sein. Wie schon im Mai kommt es also auch jetzt wieder zu einer Diskussion über diese Form der Veröffentlichung, auch wenn der Fall bei den Landtagswahlen ein gänzlich anderer ist: Durch die Veröffentlichung der Prognosen vor der Schließung der Wahllokale kann das Wahlergebnis beeinflusst werden und die Wahl wird anfechtbar.
Ich bin gespannt, was in 4 Wochen bei den Bundestagswahlen auf Twitter geschieht…

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Facebook: einmal drin – immer drin?

geschrieben von Sarah in Allgemeines, Internet, Internet und Politik, Zukunft des Internet6 Kommentare »

Facebook ist in Kanada ins Visier von Datenschützern gerückt. Die Datenschutzkommission Kanadas monierte den Umgang des Portals mit sensiblen Daten ihrer Mitglieder. Es soll gängige Praxis sein, persönliche Daten auch von bereits ausgeschiedenen Mitgliedern weiterhin zu speichern. Dieses Vorgehen stellt nach kanadischen Recht einen klaren Gesetzesbruch dar. Im schlimmsten Fall müsse sich das Unternehmen vor dem Bundesgericht dafür verantworten. Chris Kelly, Facebook Chief Privacy Officer erklärte, das Unternehmen suche bereits fieberhaft nach Lösungen um die Vorwürfe aus der Welt zu schaffen. Datenschutzkommissarin Jennifer Stoddart hat angekündigt, sie werde einen Monat lang genau beobachten ob Facebook bei diesen Versprechungen Wort hält.

Facebook, Wer-kennt-wen, StudiVZ oder MySpace – das Paradies für alle Werbetreibenden und Marktforschungsinstitute. Noch nie war es so einfach, an sensible Daten unterschiedlicher Zielgruppen zu gelangen. Ein wahrlich lohnendes Geschäft für beide Seiten. Von den Mitgliedern dieser Portale sollte mittlerweile zu erwarten sein dass sie sich wohlwissend auf den Präsentierteller eines unsichtbaren, aber dennoch präsenten Millionenpublikums stellen. Jeder entscheidet selbst darüber, welche Daten er im Netz von sich veröffentlicht. Wenn tatsächlich Telefonnummern, Adressen und Fotos preis geben werden lechszen nicht nur Voyeure danach. Dessen muss sich nun mal jeder Nutzer bewusst sein. Es mag zwar richtig und wichtig sein, mittels Gesetz den Verantwortlichen dieser Portale genau auf die Finger zu schauen und sie im Auge zu behalten. Ich denke aber es wird trotz allem nicht zu verhindern sein, dass diese Daten in die Hände Dritter gelangen.

Ich finde den Vergleich mit dem Straßenverkehr sehr passend: wenn sich ein Fußgänger in eine Stadt mit regem Autoverkehr begibt ist ihm das Risiko bewusst, von einem Auto erfasst zu werden. Zum Schutze der Fußgänger sind Zebrastreifen und Fußgängerampeln eingerichtet worden, zudem haben sich die Fußgänger ebenfalls an bestimmte Vorsichtsmaßnahmen zu halten. Auf diese Weise wird die Gefahr für die Fußgänger deutlich gemindert. Das Risiko besteht aber immer noch und wird niemanden davor abhalten, sich diesem weiterhin aussetzten.

 

http://news.bbc.co.uk/2/hi/americas/8155367.stm

Sascha Lobo verkauft seine Unabhängigkeit?

geschrieben von KatharinaGruen in Allgemeines, Internet, Internet und Politik, Medienkritik, WeblogsKeine Kommentare »

Die Frankfurter Rundschau druckte am Freitag einen Artikel über Blogger, Autor und Internet-Strategieberater Sascha Lobo mit dem Titel “Der Netzbeschmutzer”.

Lobo wirbt neuerdings für das Telekommunikationsunternehmen “Vodafone” in dessen neuer Kampagne “Es ist Deine Zeit” (TV-Spot hier). Die Kampagne richtet sich vor allem an jüngere/jugendliche Mitbürger, die von Lobo so genannte “Generation Upload”.

Vor allem in der Blogosphäre entbrannte daraufhin die Diskussion, ob ein bekannter A-List-Blogger wie Lobo sich derart vermarkten und gleichzeitig in seine(n Aussagen übe)r Unabhängigkeit und Unangepasstheit glaubwürdig bleiben könne.

Auf jetzt.de ist zum Thema folgende Zusammenfassung der Kritik zu lesen:

Im Kern lässt sich die Kritik an der Kampagne auf zwei Argumente runter brechen: Die einen zeigen sich genervt von der Person Sascha Lobo. Die anderen [...] werfen Lobo vor, sich zwar einerseits gegen die Zensursula genannten Netzsperren zu engagieren, andererseits aber mit Vodafone zusammenzuarbeiten, wo man sehr viel positiver auf die Pläne der Ministerin von der Leyen reagiert hat.

Lobo reagierte auf die Aufregung mit einem Post, in dem er sich selbst interviewte und gab folgende Statements ab:

Auf die Frage: “Dürfen Blogger eigentlich Werbung machen?” antwortet Lobo:

Natürlich dürfen Blogger Werbung machen; noch dazu habe ich ja nie verschwiegen, Werber zu sein. Markenkommunikation war schon immer mein Beruf.

In Bezug auf den Widerspruch zwischen persönlicher Ablehnung des Gesetzes zur Sperrung von Kinderpornografie-Seiten im Internet (Lobo heiße die Einführung einer Infrastruktur zur Zensur des Netzes nicht gut) und Befürwortung ebendieser Sperren durch Vodafone, sagt Lobo:

[...] ich halte die Sperren für falsch. Vodafone war hier anderer Auffassung. Das grundsätzliche Thema ist allerdings ein politisches ? das auch politisch angegangen werden muss. Man darf nicht den Fehler machen zu glauben, dass hier mit dem derzeitigen Gesetz auf einmal alles vorbei sei. Vielmehr ist Netzpolitik ? Politik generell ? ein ständiger, diskussionsintensiver Prozess. Ich werde mich weiter inhaltlich einbringen und freue mich deshalb, dass Vodafone mich nicht nur als Testimonial, sondern auch als strategischen Berater an Bord geholt hat.

Bleiben für die Allgemeinheit und die Blogosphäre dennoch Fragen im Raum stehen:
Haben Blogger wie Lobo eine Art moralische “Verpflichtung”, gänzlich unabhängig zu bleiben und Zusammenarbeiten wie die mit vodafone zu unterlassen?
Bedeutet die Teilnahme an der Werbekampagne den Verlust von Lobos Unabhängigkeit?
Ist Lobo einfach nur ein nichtskönnender Selbstdarsteller?
Internet-Sperren: ja oder nein?
Und, nicht zuletzt: Warum besitzt Lobo vier (!) I-Phones, die hierzulande bis jetzt nur mit T-Mobile-Vertrag erhältlich sind?

Eure Meinung ist gefragt.

Weiterführende Links:
Sascha Lobo Interview im Rahmen der vodafone-Kampagne auf youtube: http://www.youtube.com/watch?v=wlooAdhDUFo
Sascha Lobo Interview auf focus.de: http://www.focus.de/digital/internet/sascha-lobo-ich-werde-meine-iphones-nicht-wegwerfen_aid_416582.html
Blogger “Don Alphonso” zum Thema: http://blogbar.de/archiv/2009/07/14/vodafone-kommunikation-ohne-reissleine/

?Hackerangriff auf amerikanische und südkoreanische Regierungs-websites

geschrieben von Sarah in Allgemeines, Internet, Internet und Politik, Medien und PolitikKeine Kommentare »

Seit dem vergangenen Unabhängigkeitstag in den USA am 04. Juli sind wichtige Websites der amerikanischen Regierung von Hackern angegriffen worden. Betroffen sind unter anderem die Internetangebote des Weißen Hauses, des Außenamtes und der Ministerien für Finanzen, Verteidigung und Verkehr. Zeitweise wurden auch die Seiten der ?Washington Post?, der New Yorker Börse und des Geheimdienstes blockiert. 3 Tage nach den ersten Hakerangriffen in den USA, meldete auch Südkorea Angriffe dieser Art.

 
Während sich die USA vorerst mit möglichen Verursachern bedeckt hielt glaubte der Geheimdienst Südkoreas bereits einen Tag nach Bekanntgabe der Probleme zu wissen, wer dahinter steckt. In Seoul hieß es, verantwortlich sei Nordkorea oder Sympathisanten des kommunistischen Nachbarlandes, die in Südkorea leben. Mittlerweile verdächtigt die USA ebenfalls Mitglieder der nordkoreanischen Armee als Quell der Internetattacken.

 
Bei den Angriffen handelt es sich um Denial-of-Service-Attacken. Die Funktionsweise klingt einfach: die Server werden mit riesigen Mengen von Anfragen bombardiert, wodurch die Website lahmgelegt wird. Da Internetangebote mehrere Tage betroffen waren muss es sich um eine besonders heimtückische Art von Hackerzugriffen gehandelt haben.

http://www.faz.net/s/Rub4C34FD0B1A7E46B88B0653D6358499FF/Doc~E4E2DDBAB4956441BBDCDA42529AED079~ATpl~Ecommon~Scontent.html

http://www.us-cert.gov/cas/tips/ST04-015.html

http://www.washingtonpost.com/ac2/wp-dyn/NewsSearch?st=Denial%20of%20Service%20Attack&

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ARD Netzrauschen als Folge des Medienwandels

geschrieben von s2krjank in Allgemeines, Fernsehen, Internet, Internet und Politik, Kommunikationsformen, Medien und Politik, Zukunft des InternetKeine Kommentare »

Schon im US-Wahlkampf letztes Jahr lies sich beobachten, dass das Internet eine enorme Veränderung im herkömmlichen Wahlkampf bewirkt. Auch das ZDF hat diese Tendenz schon seit Monaten erkannt und in ihrem Internetangebot aufgegriffen. Diverse Formate auf Plattformen wie StudiVZ, Youtube, usw. sollen, insbesondere das jüngere Publikum mit der Wahlberichterstattung erreichen. Im Hinblick auf die anstehenden Bundestagswahlen startet nun auch die ARD mit zwei eigenen Web-TV-Formaten:
Netzrauschen Ab Mitte August soll es auf tagesschau.de und dem Digitalkanal EinsExtra zusehen sein. Moderator Jan Hendrik Becker folgt hier gemeinsam mit Politiker, Blogger oder Kampagne-Manager den Spuren der Wähler im Netz und diskutiert, wo die Politik im Internet unterwegs ist, was thematisiert wird und ob und wie Politik online vermittelt wird.

bab@internet Der “Bericht aus Berlin” zeigt Ulrich Deppendorf (Chefredakteuer der ARD-Hauptstadtstudios) und Rainald Becker (Stellvertreter) in ihrem Arbeitsalltag und gewährt einen Blick hinter die Kulissen des ARD-Hauptstadtstudios. In den letzten Wochen vor den Wahlen werden die beiden Chefs das politische Tagesgeschehen analysieren und kommentieren, sowie die Vorbereitungen auf die große ARD-Wahlsendung in Form von klassischen Interviews und kleineren Videos. Zu sehen ist das Ganze ab Anfang September bei tagesschau.de und EinsExtra.

Das der Wahlkampf schwerpunktmäßig vom Fernsehen auf das Internet über geht, dürfte mittlerweile jeder mitbekommen haben. Auch wenn der deutsche Wahlkampf nicht mit dem in den USA zu vergleichen ist, so ist die Veränderung doch klar zu erkennen. Das Ganze ist allerdings nicht nur eine Änderung in der Wahlkampfführung, sondern die Folge eines Medienwandels. Das Internet verändert nicht nur das Fernsehen. Durch die Möglichkeiten, die sich einem im Internet bieten werden auch weiter Massenmedien, wie Radio und Zeitung beeinflusst. Man darf gespannt sein wie diese Veränderungen aussehen werden …

Quellen:
www.dwdl.de
www.ard.de

Bundestagsabgeordneter ab jetzt Pirat!

geschrieben von s2pesaue in Allgemeines, Internet, Internet und Politik, Medien und Politik, Zukunft des InternetKeine Kommentare »

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss ist aus der Partei ausgetreten und hat sich der Piratenpartei angeschlossen. Damit ist er der erste Abgeordnete der 2006 ins Leben gerufenen  Partei von Internet-Aktivisten im deutschen Bundestag. Pikant wird der Wechsel durch die Schlagzeilen die Tauss in den vergangenen Monaten schrieb. Im Zuge von Ermittlungen wurde bei dem 55-Jährigen kinderpornografisches Material gefunden und sichergestellt. Er beteuerte allerdings stets, diese Daten nur für Recherchezwecke gegen die Kinderporno-Szene benötigt zu haben. Den Wechsel auf die Oppositionsbank begründet der ehemalige SPD-Fraktionssprecher für Bildung und Forschung wie folgt: ?Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind die Grundwerte, denen ich mich auch in Zukunft verpflichtet fühle (?)Auf dem Feld der Innen-, Rechts- und Internetpolitik gibt es in der SPD jedoch eine schlimme Fehlentwicklung.?

Die Piratenpartei behandelt das Angebot des MdB pragmatisch und wird die Chance, im Bundestag vertreten zu sein, wahrnehmen: ?Solange in dieser Sache gegen Herrn Tauss keine Verurteilung erfolgt ist, hat die Piratenpartei keinen Anlass, an seiner Unschuld und moralischen Integrität zu zweifeln.?

Quellen:

http://spdnet.sozi.info/bawue/tauss/dl/Austritt.pdf

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EB6FF7680A8984FF9A09B9212ABD9A2BA~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell_sc

Die virtuelle chinesische Mauer

geschrieben von s2juharr in Internet und Politik, Medien und PolitikKeine Kommentare »

Ab dem 1.Juli 2009 ist es soweit: Dann gibt es eine zweite chinesische Mauer. Und zwar online. Die Volksrepublik China errichtet nämlich  eine Firewall gegen Pornografie im Internet. Das ist jedenfalls die offizielle Version.

Ab dem nächsten Monat muss auf jedem chinesischen Rechner eine Software installiert werden, die pornografische Inhalte auf Webseiten und auch ganze pornografische Webseiten blockt.  Der Web-Filter ist unter dem Namen “Green Dam – Youth Escort” bereits an 21.000 chinesischen Schulen auf 2,6 Millionen Computern installiert. Sicherheitsexperten und auch Internetbenutzer befürchten nun aber,  dass dieser virtuelle Wischmopp nicht bloß Seiten mit pornografischen Inhalten wegwischt, sondern dass dadurch auch – zufällig – der Zugriff auf andere Seiten gesperrt werden könnte. Seiten, die dem kommunistischen Regime womöglich schaden könnten.

Wofür dieser Filter nun in Wirklichkeit durchlässig ist und wofür nicht, darüber lässt sich im Moment lediglich spekulieren. Offiziell geht es um virtuelle Sicherheitsmaßnahmen für Jugendliche. Die Motivation zu diesen Maßnahmen sollte man nicht verurteilen, auch in Deutschland gab es darüber etliche Debatten. Doch wenn China ein solches Projekt in Angriff nimmt, dann ist das Wort ?Zensur? immer in der Nähe?

Quelle:
Wieschowski, Sebastian (2009): Schüler testen chinesische Internet-Mauer. In: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,629864,00.html#ref=rss (zuletzt gesichtet am 11.Juni 2009)

Online-Universität

geschrieben von s2krjank in Allgemeines, Internet, Internet und Politik, Medienkritik, Medienwandel, Weblogs, Zukunft des Internet1 Kommentar »

Der israelische Jungunternehmer Said Reschef hat letzte Woche Samstag die erste gebührenfreie Universität im Internet gegründet “University of the People”. Damit möchte er jedem die Möglichkeit bieten zu studieren. Bislang werden nur die zwei Studiengänge Betriebswirtschaft und Informatik angeboten und die Universität bemüht sich zurzeit um die Anerkennung in den USA.
Bis jetzt haben sich bereits 150 Studenten aus 35 Ländern eingeschrieben. “Es gibt auf der ganzen Welt hundert Millionen Menschen, die zwar einen Schulabschluss haben, aber nicht das Geld eine Universität zu besuchen. Oder wo sie leben, sind keine Universitäten, oder sie können dort nicht hinziehen”, stellte Reschef fest, der nicht nur als Gründer sondern auch als Präsident der Universität fungiert.

Die Online Universität ist meiner Meinung nach eine angemessene Alternative für junge Leute, die nicht die finanziellen Möglichkeiten haben auf herkömmliche Weise zu studieren. Allerdings bleibt abzuwarten ob die Universität im Netz gleiches Ansehen genießen wird wie die Universitäten in der realen Welt.

Quelle: http://www.pro-medienmagazin.de

Onlineangebot deutlich reduziert

geschrieben von s2pesaue in Allgemeines, Internet und Politik, Medien und Politik, Zukunft des Internet1 Kommentar »

Ab dem 1. Juni tritt der neue Rundfunkstaatsvertrag in Kraft. Wegen des Streits über die Zuständigkeitsbereiche und auf Drängen der Verlegerverbände schränken die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF ihre Online-Datenbanken drastisch ein. So wurde aus ZDF-Kreisen bekannt, dass 93.500 Beiträge von der Online-Bildfläche verschwinden werden. Das entspricht immerhin 80 Prozent des gesamten Online-Angebots des ZDF. Neben Textdokumenten sind auch Audio- und Videodateien aus der Mediathek betroffen. Das Angebot wird auch hier gekürzt und die Halbwertszeit der Videos von 13 auf drei Monate reduziert.

Quelle: http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E99D71E3FCE3544BBAE18DDB65B8C721C~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Die Trierer NPD hält sich von Medien fern

geschrieben von s2cacald in Allgemeines, Internet und Politik, Kommunikationsformen, Medien und PolitikKeine Kommentare »

Die Trierer NPD möchte in den Staftrat gewählt werden – wirbt aber nicht um Wähler.

Nur der selbsternannte Spitzenkandidat SAFET BABIC , ein rechtsextremer  Jurastudent, der ab 2004 im Studierendenparlament in der Uni sass, meldet sich auf der Homepage des NPD- Kreisverbandes  Trier mit fünf nichtssagenden Mitteilungen und einem kleinen schlechtgemachten Filmchen, indem sich der Vorsitzende selber zu langweilen scheint.

Eine kleine Parteiversammlung gab es allerdings :  Am 8. Mai latschten 17 verlassene Gruppenmitglieder mit schwarz-weiss-rot-Fahnen über den Trier Hauptfriedhof und gaben das “vollständige Deutschlandlied”  zum Besten.  Die Polizei stellte ihre Personalien fest und ermittelt jetzt wegen möglichen Verstössen gegen versammlungsrechtliche oder andere Vorschriften.

Wahrscheinlich hat die Nationalen in Trier der Mut verlassen, jedenfall kann das verblichene Friedhofspuplikum keine Wählerstimmen erbringen, selbst wenn ihm die Gesangsnummer gefallen hat, die seine Totenruhe störte .

Vielleicht hätten die Trierer Stammtischrassisten und potentiellen NPD-Wähler  aber auch lieber einen Spitzenkandidaten mit einem Namen, der sich zumindest halbwegs DEUTSCH anhört.

Quellen:

http://www.volksfreund.de/specials/wahlen-2009/kommunal-wahlen/trier/Wahlen-Trier;art162061,2072617

http://www.npd-trier.de/kreisverband.php?ID=6

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