Mehr Qualität bei Bloggern

geschrieben von s2iswehr in Blogroll, Fernsehen, Medienwandel, Nachrichten, Qualität, Weblogs3 Kommentare »

Amerikanische Wissenschaftler fordern mehr Qualität bei Bloggern. Eine Studie der amerikanischen University of Missouri untersucht den Informationsgehalt von Bloggern und Bürgerjournalismus Seiten.  Sie stellte fest, dass Blogger, die Einschnitte die durch Kürzungen im Mediengeschäft entstanden sind, nicht abdecken können. Und die Informationslücken immer größer werden. Aus diesem Grund  fordern sie mehr Qualität bei der Informationsbeschaffung der Blogger.

Für die weitere Entwicklung des Mediensystems müsse man verstehen, wie Bürgerjournalismus und die klassischen Medien in Zukunft nebeneinander stehen werden. Laut der Studie kann es zukünftig  so sein, dass Blogger eine größere Verantwortung im Mediensystem haben werden.  Es kann durchaus sein, dass Bürgerjournalismus künftig für die lokalen Informationen einer Gemeinde verantwortlich ist, falls das Mediensystem mit noch mehr Einschnitten rechnen muss. Die Studie fordert deshalb, die Bloggern darauf hinzuweisen, wie sie vorgehen müssen um die Qualität ihrer Informationsbeschaffung langfristig zu verbessern.

Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,705538,00.html

Boykott dreier großer Agenturen

geschrieben von s2marglin in Allgemeines, Medienkritik, Nachrichten1 Kommentar »

Die drei großen internationalen Nachrichtenagenturen Agence France Press , Associated Press und Reuters werden nicht über die Heirat der schwedischen Kronprinzessin Victoria berichten. Grund ist ein Streit mit der staatlichen schwedischen Fernsehgesellschaft Sveriges Televison um die Kosten der Übertragungsrechte des Ereignisses. der Preis für die Rechte übersteige, so AFP-Videodienstleiterin Christine Buhagiar, “sehr deutlich die derzeit üblichen Tarife”.  AFP-Informationsdirektor Philippe Massonnet sprach dabei über Sicherung der Berichts- und Meinungsfreiheit.

Ungeachtet der Tatsache, dass ich es begrüße, sich nicht für Informationen erpressen zu lassen, und geschlossen als Vorbild zu stehen, hege ich eine gewisse Schadenfreude über die dadurch hoffentlich international geringer geschätzte Beachtung. Ereignisse wie diese dekadente, sündhaft teure Hochzeit irgendwelcher Möchtegern-Prominenten, die man (soll heißen, Frau) ausschließlich aus Tratsch-Magazinen kennt, könnten gerne grundsätzlich ignoriert werden. Der relevante Informationswert beläuft sich ungefähr auf null,  und Adel an sich ist ein höchst überfälliges romantisiertes Relikt aus dem Mittelalter. Zumal ich mich frage, wer die ganze millionenschwere Show zahlen soll. Den Beruf “Prinzessin” stelle ich mir zumindest nicht allzu lukrativ vor. Ach, moment. Die ungefähr 25 Millionen Euro für die Kosten der Feierlichkeiten kommen natürlich aus Steuergeldern.

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Quellen:

http://www.tagesschau.de/ausland/hochzeitsboykott100.html

http://www.focus.de/panorama/boulevard/kronprinzessin-victoria-hochzeit-ist-schweden-zu-teuer_aid_377428.html

Die ARD und ihre Berichterstattung im Entführungsfall Maria Bögerl

geschrieben von Friederike in Allgemeines, Fernsehen, Nachrichten1 Kommentar »

Nun ist sie also tot, die entführte Bankiersfrau aus Heidenheim. Und nun widmet ihr auch die ARD in ihrer 20-Uhr-Tagesschau einen Beitrag von 25 Sekunden. Nur als Meldung, ganz seriös und ohne Bild-Beitrag. Es wird von einer Entführten gesprochen und nicht näher darauf eingegangen, dass schon seit Wochen darüber berichtet wurde – nur nicht in der Tagesschau. Als der Fall nämlich noch nicht aufgeklärt war, als es wichtig gewesen wäre, die Bevölkerung um Hinweise zu bitten, hat ihn die ARD bewusst in ihrer Haupt-Nachrichtensendung ignoriert. Darauf wurde bereits in diesem Blog eingegangen. Denn, so schrieb Kai Gniffke aus der Chefredaktion am 18.Mai, “die Tagesschau geht aufgrund ihres Profils stets am zurückhaltendsten mit Kriminalfällen um.” Er kündigte weiter an, dass es eine erneute Diskussion darüber geben werde, ob man den Fall in der Tagesschau zeige, nämlich dann, wenn die Frau wieder auftaucht. Jetzt ist sie wieder aufgetaucht, aber leider erstochen. Jetzt berichten die Tagesschau und später ausführlicher die Tagesthemen über die Entführung und zeigen in letzterer sogar ein Phantombild eines vermutlichen Täters in dem fast dreiminütigen Beitrag (der übrigens einziger Inhalt der Sendung ist neben der Köhler-Berichterstattung). Warum so spät? Hat die Bevölkerung erst jetzt einen Anspruch auf Aufklärung und Information, wo die Frau tot ist?! Warum hat die Meldung nun einen höheren Nachrichtenwert als vorher?
Man muss zwar sagen, dass ein Apell zu einem früheren Zeitpunkt das Leben der Entführten auch nicht gerettet hätte, denn der Mord geschah schon gleich nach der missglückten Geldübergabe.
Aber die Darstellung Gniffkes, dass die Nachrichtensendungen der ARD quasi täglich über Leben und Tod entscheiden, indem sie bspw. Aufrufe zu Knochenmarkspenden oder zu Hinweisen bei Vermisstenmeldungen unterlassen, ist etwas überzogen. Ganz so eine Macht traue ich den Sendungen dann doch nicht zu.

Image-Politur für China

geschrieben von Friederike in Fernsehen, Medien und Politik, Nachrichten, QualitätKeine Kommentare »

Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua wird am 1.Juli mit englischsprachigen Nachrichten auf Sendung gehen. Der Kanal CNC (China Xinhua News Network Corp) wird dann in einer Reihe neben CNN und Al-Jazeera stehen. Einzelne Sendungen sollen sogar in weiteren Sprachen produziert werden.
Schon seit dem 1.Januar dieses Jahres wird CNC ausgestrahlt, allerdings in der Landessprache und nur in Südostasien und dem Pazifikraum.
Die mediale Präsenz Chinas soll weiter ausgebaut werden, die chinesische Regierung hat umgerechnet circa 4,5 Millionen Euro in ihre Medienabteilung investiert.
Es geht natürlich um die Kontrolle und Steuerung des Bildes, das wir im Westen von China haben. China kommt bei uns nämlich fast nur mit negativen Themen in die Schlagzeilen, so der Eindruck des chinesischen Staatsoberhauptes Hu Jintao. Dem soll entgegen gewirkt werden, mit Reportagen über das kulturelle China, mit Koch- und Informationssendungen.

Aber liegt es am bösen Westen, dass China hauptsächlich mit nachteiligen Bildern in die Presse kommt? Man denke nur an die Aufstände in Tibet, an die zurückgehaltenen und bis heute nicht preisgegeben Hintergrundinformationen darüber oder an das gestellte Schauspiel der Olympischen Spiele 2008, zu denen ausländische Journalisten nur unter strengsten Auflagen zugelassen wurden. Außerdem hört man von chinesischen Berichterstattern, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, weil sie versucht hatten, die Realität abzubilden. Die im Gefängnis saßen. Und die nun hier darauf aufmerksam machen und sich nun in China nicht mehr blicken lassen dürfen. Was in unseren Kreisen ein journalistisches Qualitätskriterium ist, ist in China ein Grund für den Haftbefehl.
Ein Land wie Russland, ebenfalls eine Großmacht, versucht erst gar nicht, den anderen etwas vorzugaukeln…doch China strebt nach internationaler Anerkennung.
An seinem Image kann dieses Land doch sowieso nichts mehr polieren. Es müsste von Grund auf erneuert werden. Und das geht nicht durch mehr Propaganda, sondern durch eine vollständige Umkehr. Mit politischer Neustrukturierung, Demokratie und Sicherung der Menschenrechte, um nur wenige zu nennen. Klingt utopisch. Ist es auch.

http://www.heise.de/tp/blogs/8/147311

http://www.ipsnews.net/news.asp?idnews=50739

“Journalistisch sensationell schlecht”

geschrieben von jbnickschas in Fernsehen, Medienkritik, Nachrichten, Printmedien, Qualität3 Kommentare »

Zum 60. Geburtstag macht die BILD-Zeitung der ARD ein ganz besonderes Geschenk: Eine Schmähartikel-Reihe über Gebührenverschwendung und Qualitätsverlust. Zwar heißt es ja “Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen”, doch wenn jemand dieses Motto konsequent ignorieren kann, dann ist es das Blatt mit den vier großen Buchstaben. Auch dieses Mal wirft die BILD mit Steinen nur so um sich, ohne zu erkennen, dass sie selbst in einem riesigen Scherbenhaufen sitzt.

Die Einstiegszeile in den Artikel liest sich gewohnt reißerisch: “60 Jahre ARD! Im letzten Teil des BILD-Reports lesen Sie, wie Europas größter Sender mit Lustreisen und Luxusgagen Gebührengelder verprasst”. Es folgt die Berichterstattung über die Reise der ARD-Programmchefs zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Nach dem Zitat der offiziellen Begründung (“Die Verantwortlichen des Senders hätten sich vor Ort ein Bild über die Arbeitsbedingungen und -belastungen gemacht”) greift die BILD dann mal richtig in die investigative Schublade und stellt fest: “Es ist nicht bekannt, dass sich ein ARD-Chef jemals ein Bild von den Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter bei Erdbeben, Tsunami oder anderen Weltereignissen gemacht hat.”

Es folgt eine Schlammschlacht um die mysteriöse Verwicklung der öffentlich-rechtlichen Sender in die Finanzierung von Sportveranstaltungen und das Sponsoring von Interviewpartnern: “Auch ansonsten legt die ARD-Firma ein seltsames Geschäftsgebaren an den Tag. Acht Jahre lang wurde von ihr der des Dopings verdächtige Radsportler Jan Ullrich mit maximal 195 000 Euro pro Jahr alimentiert. Dafür sollte er vor allem Interviews nach seinen Rennen geben. Gleichzeitig war die ARD auch noch Sponsor von Ullrichs Arbeitgeber Team Telekom.”

Nach diesem Seitenhieb kommt der Redakteur schließlich zum medien-kritischen Rundumschlag – und zitiert natürlich Bundestagspräsident Norbert Lammert, der wohl nie müde werden wird, den öffentlich-rechtlichen Sendern seinen ganz persönlichen Spiegel vorzuhalten und ihnen vorzuwerfen, ihrem Bildungs- und Informationsauftrag nicht nachzukommen. Bei der BILD  lässt man es sich natürlich nicht nehmen, noch einmal in die Kerbe zu schlagen, die eigentlich schon längst ausgeglättet wurde: “Als sich der Bundestag im letzten Oktober zur konstituierenden Sitzung traf, übertrug der selbst ernannte Informationssender ARD die historische Sitzung nicht.” Dass diese Sitzung aber sehr wohl übertragen wurde, nämlich beim ARD/ZDF-Spartenkanal Phoenix, lässt auch die BILD in Lammert-Manier gekonnt unter den Tisch fallen.

Zum Schluss maßt man sich bei Deutschlands Qualitätsmedium Nummer 1 noch die Beurteilung der ARD-Programmierung an: “Die Politmagazine der ARD („Panorama“, „Monitor“, „Kontraste“) waren einst die öffentlich-rechtliche Bastion neben „Tagesschau“ und „Tagesthemen“. Heute sind die Magazine journalistisch fast in der Bedeutungslosigkeit verschwunden, immer weniger schalten ein. [...] Die ARD kürzte die Sendezeit ihrer einstigen Aushängeschilder von 45 auf 30 Minuten.” Zwar mag die Kritik in einigen Punkten durchaus der Realität entsprechen, dennoch zeigt dieses Beispiel wieder einmal, wie gekonnt man das Handwerk der einseitigen Berichterstattung bei der BILD beherrscht.

Den größten Stein wirft man mit dem Verweis auf das Ergebnis einer Studie der Otto-Brenner-Stiftung: Diese “untersuchte [...] die Berichterstattung von „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ über die Finanzkrise, fand sie „journalistisch sensationell schlecht“. Das Institut wertete 141 Beiträge aus. Die Redaktionen von „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ geben sich laut der Studie wenig Mühe, Sachverhalte und Begriffe zu erläutern und anschaulich zu vermitteln.” Wenn es darum geht, Sachverhalte und Begriffe zu erläutern und anschaulich zu vermitteln, ist die BILD-Zeitung der ARD natürlich weit voraus. Das mag in gewisser Weise sogar stimmen – nur fällt dabei leider allzu oft ein Großteil wichtiger Informationen unter den Tisch, wird verfälscht oder viel zu reduziert dargestellt. Dann nebelt man lieber die Titelseite ein und versieht das Ganze mit dem plakativen Schriftzug “Das Asche-Monster” – so begreift auch der letzte Leser, wie ernst die Lage wirklich ist.

Mit diesem Artikel beweist die BILD wieder einmal, wie unersetzlich sie für unsere Republik ist. Hier wird der kleine Mann noch aufgeklärt über die bösen Rundfunkanstalten, die ihre Gebühren verschleudern und noch dazu an ihrem Publikum vorbei senden. Dann doch lieber eine frisch gedruckte BILD-Zeitung – journalistisch sensationell schlecht, aber dafür verständlich. Was will man mehr?

Zum Artikel (bild.de)

Der elektrische Reporter wird Realität

geschrieben von Tristan Tarpani in Medienwandel, Nachrichten, Qualität, ZeitungskriseKeine Kommentare »

Journalismus ist ja bekanntlich ein hartes und stark umkämpftes Geschäft. Für viele ist es ein Traum, nurnoch seinen Interessen nachgehen zu können und darüber schreibend auch noch Geld zu verdienen. Doch dass die Medienlandschaft in der Krise steckt, ist kein großes Geheimnis. Sinkende Absatzzahlen, abspringende Sponsoren, Globalisierungskampf im Internet – all das macht der Branche zur Zeit zu schaffen. Da nimmt man natürlich jeden Strohhalm dankend an, an den man sich klammern kann. Die neuste Idee ist so grotesk wie faszinierend: Am meisten Geld lässt sich im Journalismus einsparen, wenn man einfach auf die Journalisten verzichtet. Klingt unmöglich? Ist es aber vielleicht nicht mehr lange.

StatSheet ist ein Internetdienst, der sich auf die Bereitstellung von Statistiken aller Art zu sportlichen Ereignissen spezialisiert hat. Bisher noch fokussiert auf den Bereich Basketball bekommt man  dort alle Zahlen, die im Sport eine Rolle spielen: Spielstände, Erfolge und Niederlagen, Spieleinsätze und aktuelle Tendenzen gehören zum Repertoire und sollen das Leben von Sportjournalisten erleichtern. Diese Zielsetzung wurde jedoch jäh in ihr Gegenteil verkehrt, als die Macher der Seite erklärten, sie hätten einen Algorhitmus entwickelt, der aus den vorhandenen Daten selbstständig und automatisiert die komplette Sportberichterstattung generiert.

Journalistische Leistungen von Computerprogrammen erzeugt? Da stellt sich natürlich direkt die Frage nach der Qualität. Eine Kostprobe davon kann man bei der FAZ nachlesen, die laut eigenen Angaben eine Testversion des Journalistenroboters (siehe Foto) erhalten hat und ihm die Berichterstattung über den 28. Bundesligaspieltag überließ. Der Artikel ist generell sehr überzeugend, dafür an manchen stellen unfreiwillig komisch, wenn z.B. den letzten die Pferde beißen, die Katze im Dorf gelassen wird oder der frühe Fisch den Wurm fängt. StatSheet entwickelt das Programm jedoch weiterhin, mit dem Ziel, dass mindestens 90% der Rezipienten nicht mehr den Unterschied zu konventionellen Sportartikeln erkennen können.

Sollte sich die Idee bewähren wäre das toll für die Journalismusindustrie, allerdings schlecht für die Journalisten, denen dann die Arbeit abgenommen wird. Laut StatSheet ist dies jedoch kein Problem, da sehr spezielle Artikel beispielsweise über bestimmte Persönlichkeiten oder andere Hintergrundberichte nicht von dem Automatismus erzeugt werden können. Das System solle nicht den konventionellen Journalismus ersetzen sondern nur den Menschen ihre Arbeit erleichtern.

Das ist wahrscheinlich in etwa das gleiche, was man früher auch über die Dampfmaschine gesagt hat. Was daraus geworden ist, wissen wir ja.

(via ReadWriteWeb)

Fernsehnachricht löst Panik aus

geschrieben von s2iswehr in Allgemeines, Fernsehen, Nachrichten1 Kommentar »

Bilder vom Einmarsch russischer Soldaten in der Südkaukasusrepublik Georgien und der Tod des Präsidenten flackern über die Bildschirme der georgischen Region. Schnell verbreitet sich Angst und Schrecken und die Einwohner des Landes geraten in Panik. Eine Schreckensmeldung für Georgien, vom TV-Sender Imedi ausgestrahlt. Doch diese Meldung existiert gar nicht in Wirklichkeit, der Sender hat sich einen Scherz erlaubt und wollte den Bewohnern nur eine mögliche Entwicklung des Landes zeigen. Doch leider wurde erst am Ende der Meldung erwähnt, dass es sich um ein Fake handelt und da war es schon zu spät.

Andere Medien berichten davon, dass es vermehrt Hamsterkäufe von lebenswichtigen Dingen gab und die Menschen in Panik versetzt worden sind. Ja, sogar Tote hat diese Meldung mit sich gebracht. Eine Frau sei vor lauter Aufregung an einem Herzinfarkt gestorben.  Und die Notdienste waren im Dauereinsatz.

Die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete ebenfalls davon, ließ aber verlauten, dass nur dieser eine Sender diese Nachricht brachte. Zu den  Bildern dem Einzug der russischen Truppen und dem Tod des georgischen Präsidenten Saakaschwili, gab es auch Kritik von der NATO.

(Quelle: http://satundkabel.magnus.de/buntes/artikel/panik-nach-gefaelschten-fernsehnachrichten-bericht-ueber-kriegsausbruch.html

Nachrichten mal anders

geschrieben von Friederike in Allgemeines, Internetradio, Nachrichten2 Kommentare »

Per Zufall bin ich darauf gestoßen, dass Radio Bremen auf seiner Hompage die aktuellen Nachrichten als Podcast zum Nachhören anbietet. Das ist ja an sich nichts besonderes, das macht eigentlich inzwischen jeder Radiosender. Doch bei Radio Bremen kann man die Nachrichten nicht nur auf türkisch (mit Unterstützung der Deutschen Welle) und in der Kinderversion, sondern auch auf plattdeutsch und Latein anhören. Einen Text dazu gibt es auch, das sieht vor allem auf plattdeutsch sehr witzig aus.
Die Seite fand ich durch die Meldung bei kress.de, dass DRadio Wissen nun jeden Freitag zwischen 7 und 7:15 Uhr Nachrichten auf Latein sendet. Eine gute Möglichkeit, mit diesem aktuellen Material das verstaubte Latein in die Gegenwart zu holen und etwas Abwechslung in den Lateinunterricht zu bringen. Ich selbst genoss einige Jahre Lateinunterricht und weiß daher, dass die Zahl der Texte begrenzt ist und sie meist von Kriegsführungen oder politischen Intrigen handeln. Naja, in dieser Hinsicht bietet die aktuelle Nachrichtenlage vielleicht nicht so viel Abwechslung, aber doch immerhin einen aktuellen Bezug.
DRadio Wissen bedient sich bei den lateinischen Texten aus den Quellen von Radio Bremen. Dieses sollte meiner Meinung nach die Nachrichten in weiteren Dialekten anbieten. Denn diese sind ja ohnehin am aussterben und sollten gepflegt werden. Aber inwieweit die Nachrichten dadurch nur noch zur Belustigung beitragen – besonders wenn sie auf ostdeutsch übersetzt werden ;-) – und somit aller Ernsthaftigkeit beraubt werden, sollte man dabei vorher abwägen.

Kriegspropaganda bei FOX-News

geschrieben von s2jurose in Allgemeines, Fernsehen, Medien und Politik, Medienkritik, Nachrichten3 Kommentare »

Soeben bin ich bei Youtube auf ein Video gestoßen, das zwar schon etwas älter ist (20.11.2007), seltsamer Weise aber nur sehr selten angeschaut wurde (712 Mal). Es handelt sich hierbei um einen kurzen Vergleich der Berichterstattung von FOX-News zu dem Kriegen im Irak 2003 und dem im Iran, der sich 2007 anbahnte.

Verdeutlicht wird in diesem Video die aktive Propaganda des Nachrichtensenders für die Kriegshandlungen der USA in beiden Ländern. Es wird an Hand von nebeneinander gestellten Zusammenschnitten zu der Lage in dem jeweiligen Land gezeigt, dass in beiden Fällen eine ähnliche Strategie verfolgt wird: Verbindung zu terroristischen Kreisen (Al Kaida), Besitz/Entwicklung von Atomwaffen. Mit der Schaffung eines solchen Feindbildes wurde im Fall vom Irak ein Angriffkrieg der USA legitimiert, auch wenn letztendlich keine Beweise für die behaupteten Kriegsursachen gefunden werden konnten.

Mit diesem Video versucht der Macher nun darauf hinzuweisen, dass Fernsehnachrichten eine große Reichweite und Glaubwürdigkeit und damit auch einen enormen Einfluss auf das Wissen und die Meinung der Bevölkerung haben. Selbst Journalistenkollegen lassen sich von dem meistgesehenen amerikanischen Nachrichtensender beeinflussen, wie die Aussage der CNN-Reporterin am Ende des Beitrags beweist: “My station was intimidated by the administration and its footsoldiers on FOX-News.” (Christiane Amanpour)

Zum Abschluss werden die Nachrichtensender dazu aufgerufen, nicht die gleichen Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Es bleibt zu hoffen… Aber wie realistisch ist das tatsächlich in diesem Fall?

Fake-Meldungen in TV-Nachrichten

geschrieben von s2jurose in Fernsehen, Medien und Politik, Medienwandel, NachrichtenKeine Kommentare »

Vorkommnisse wie das in Georgien sind nicht einmalig in der Geschichte. Das wohl bekannteste Beispiel ist die Radio-Live-Sendung der Hörspielinszenierung von H.G. Wells’ „Krieg der Welten“, die 1938 von dem amerikanischen Sender CBS ausgestrahlt wurde. Dies jedoch war von Anfang an als Unterhaltung für die Zuhörer, nicht jedoch zu deren politischer Mobilisierung geplant gewesen. Zudem hatte es während der Sendung immer wieder Hinweise darauf gegeben, dass es sich um ein fiktives Ereignis handelte. Es zeigen sich also deutliche Unterschiede im Vergleich zu der Fake-Nachricht des georgischen Senders Imedi TV.

Ein vergleichbareres und sogar aktuelleres Beispiel lässt sich dafür in einem unserer direkten Nachbarländer finden: am 13.Dezember 2006 unterbrach der belgische Sender RTBF sein laufendes Programm für eine Sondersendung, in der er darüber informierte, dass die Region Flandern ihre Unabhängigkeit erklärt habe. Belgien existiere nicht mehr und der König sei bereits ins Exil geflohen. Auch hier wurden die Zuschauer erst am Ende der Sendung ausreichend darüber aufgeklärt, dass es sich um eine Inszenierung handelte, auch hier war die Bereitschaft der Bevölkerung, der Nachricht Glauben zu schenken, durch Spannungen im Vorfeld gewährleistet. Und auch hier gab es wütende Proteste gegen eine solche Berichterstattung, die nach Angaben des Senders die Bevölkerung aufrütteln und ihr Bewusstsein für die gegenwärtige prekäre Lage schärfen sollte.

Es stellt sich die Frage, wie weit Nachrichtensendungen gehen dürfen, um solche „ehrenwerten Ziele“ zu erreichen. Im Falle Georgiens, bei dem in Folge dieser Nachricht schließlich sogar Menschen gestorben sind, fällt es nicht schwer, zu sagen, dass die Grenzen des Erlaubten überschritten wurden. Aber: Wer legt die fest? Und wie trennscharf sind sie? Es bleibt abzuwarten, ob bzw. welchem Umfang sich nach den jüngsten Ereignissen solche Falschmeldungen in scheinbar seriösen Nachrichtensendungen häufen werden.

http://www.tagesschau.de/ausland/meldung75060.html

Russischer Einmarsch in Georgien

geschrieben von s2jurose in Allgemeines, Fernsehen, Medien und Politik, NachrichtenKeine Kommentare »

Am Abend des 13. März 2010 zeigte der georgische Sender Imedi TV Bilder von russischen Truppen, die nach Georgien einmarschierten. Es wurde vermeldet, die Opposition habe sich mit der russischen Regierung zusammengetan und demonstriere gegen die amtierende georgische Regierung. In der Hauptstadt Tiflis gebe es bewaffnete Auseinandersetzungen, es habe bereits Tote und Verletzte gegeben, Georgien befände sich im Krieg, Präsident Saakaschwili sei getötet worden.

Lediglich zu Beginn dieser halbstündigen Sondersendung, die zur Zeit und anstelle der gewohnten abendlichen Nachrichten ausgestrahlt wurde, erwähnte der Moderator, dass es sich lediglich um ein Szenario handelte, wie es sich nach den für Mai angesetzten Wahlen abspielen könnte. Viele Zuschauer aber, die die Sendung nicht von Beginn an verfolgt hatten, gerieten in Panik: es kam nicht nur zu besorgten Anrufen bei Freunden und Bekannten, die zu einer schlagartigen Überlastung des Telefonnetzes führten, sondern auch zu Hamsterkäufen in Supermärkten und Tankstellen, ja sogar zu Herzinfarkten und Ohnmachtsanfällen.

Im Anschluss an die Sendung, brachte Imedi TV, einer von drei vom Staat kontrollierten Sendern, dann eine Aufklärung über die Ereignisse, in der deren Fiktion eingestanden wurde. Es folgte eine Diskussionsrunde zum Thema „Wie gefährlich ist Russland?“.

Diese Sendung aber wurde von weit aus weniger Zuschauern verfolgt, da viele bereits entweder in Panik das Haus verlassen hatten, oder sich den wütenden Demonstranten gegen den Fernsehsender und die Regierung angeschlossen hatten.

Literatur- und Videohinweise:

o.V. (2010): Fingierter TV-Bericht über Russlands Einmarsch in Georgien löst Panik aus – Zusammenfassung. In: RIA Novosti, 14.03.2010, http://de.rian.ru/postsowjetischen/20100314/125469680.html [Stand: 20.03.10].

Silvia Stöber (2010): “Krieg der Welten” 2010. In: Tagesschau Blog, 14.03.2010, http://blog.tagesschau.de/?p=7636 [Stand: 20.03.2010].

Empörung nach Scheinangriff in Georgien. In: ARD Mediathek, http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=3991248 [Stand: 20.03.2010].

Fake war. In: Youtube, http://www.youtube.com/watch?v=bdeMfUe-4pI [Stand: 20.03.10].

HOAX NEWS: Russia attacks Georgia, Saakashvili killed. In: Youtube, http://www.youtube.com/watch?v=eWkCTMBACo0&feature=fvw [Stand: 20.03.10].

Pharma-Verband wirft ZDF heute journal diffamierende Berichterstattung vor

geschrieben von lind2401 in Fernsehen, Medienkritik, Nachrichten2 Kommentare »

In einer gestern veröffentlichen Pressemitteilung erhebt der Bundesverband der Pharamazeutischen Industrie (BPI) schwere Vorwürfe gegen das ZDF heute-journal. Im Rahmen der aktuellen Diskussion um die Kosten von Arnzeimitteln warf der Verband dem öffentlich-rechtlichen Sender eine “undifferenzierte” und “diffamierende” Berichterstattung vor. Der Vorsitzende des BPI, Henning Fahrenkamp, kritisiert außerdem die “journalistisch absolut unsaubere” und”schäbige” Vorgehensweise des ZDF.

Obwohl sich in der Pressemitteilung nicht konkret dazu geäußert wird, dürfte sich die Kritik wahrscheinlich auf den Beitrag “Ein Pharmarefernt packt aus” beziehen, der im heute-journal vom 10. März zu sehen war. Dort berichtete ein anonymer Informant über korrupte Preistreibungs- und Bestechungspraktiken, die in der Branche an der Tagesordnung seien.

Bei Sichtung des Beitrages fällt  sicher auf, dass keine Gegenstimmen aus der Pharmaindustrie zu hören sind, die den Aussagen des Pharmareferenten widersprechen. Allerdings hebt sich der Beitrag meines Erachtens nicht sonderlich von Beiträgen ab, die man auch sonst des öfteren im heute journal verfolgen kann. Hier schließt sich die Frage an, wie kritisch und ausgewogen ein öffentlich-rechtlicher Sender berichten soll/darf, und wo eventuell Grenzen überschritten werden.

Quellen:

http://www.bpi.de/popup/popup.aspx?p=1&tp_id=392&name=pm&control=popup

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/nachrichten/#/beitrag/video/993350/ZDF-heute-journal-vom-10-M%C3%A4rz-2010

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,682693,00.html

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Moderator für die Online-heute-Nachrichten Teil II

geschrieben von s2jurose in Allgemeines, Fernsehen, Internet, NachrichtenKeine Kommentare »

Im zweiten Teil der Beobachtungen zum Einsatz eines Moderators bei der Online-Version der heute Nachrichten soll  ein kurzer Überblick über die bisher feststellbaren Merkmale dieser neuen Präsentationsweise gegeben werden. Dies geschieht im ständigen Vergleich mit der Tagesschau in 100 Sekunden der ARD. Sämtliche Einschätzungen sind dabei natürlich mit Vorbehalt zu betrachten, da auf Grund der zeitlichen Nähe der Umstellungen nur erste Auffälligkeiten wiedergegeben werden können.

Die heute Nachrichten lassen ihren Moderator pro Sendung insgesamt vier Mal auftreten: am Anfang zur Begrüßung und Anmoderation des ersten Beitrags, als Zwischenmoderation zwischen zwei Beiträgen, vor dem Wetter und am Schluss zur Verabschiedung. Die Tagesschau setzt ihren Moderator sparsamer ein, im Durchschnitt ein bis zwei Mal pro Sendung.

Durch den Einsatz eines Moderator ergeben sich mehr Variationen für die Präsentation der Nachrichten: diese können nun entweder komplett durch den Moderator oder komplett durch Film, Foto oder Grafik dargestellt werden, oder eben durch eine Kombination beidem. Während die Tagesschau nur in Einzelfällen auf letztere Möglichkeit zurückgreift, zeigt sich diese bei den heute Nachrichten sehr gehäuft. Dabei besteht allerdings die Gefahr, dass die Sendung unruhiger wird, wenn der Moderator mitten im Satz durch Bewegtbilder ersetzt wird. Zudem ist fraglich, inwiefern es für den Zuschauer vor den Wetternachrichten hilfreich ist, den Moderator zu sehen, wenn doch die Betrachtungszeit für die Wetterkarte in diesen 100-Sekunden-News ohnehin nur sehr begrenzt ist.

Wie man sieht, gibt es noch einige bedenkliche Aspekte in dem neuen Ansatz zur Nachrichtenpräsentation bei heute in 100 Sekunden. Man darf gespannt sein, welche Elemente sich etablieren und welche bald wieder verschwinden oder abgewandelt werden.

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Anmerkung:

Sämtliche Angaben basieren auf eigenen Beobachtungen der Sendungen heute in 100 Sekunden und Tagesschau in 100 Sekunden.

Quellen:

http://www.zdf.de/

http://www.tagesschau.de/

Moderator bei den 100-sekündigen heute-Nachrichten

geschrieben von s2jurose in Allgemeines, Fernsehen, Internet, Nachrichten1 Kommentar »

Seit vorgestern, dem 1. März 2010, haben die Online-heute-Nachrichten ein neues Gesicht – oder besser gesagt, mehrere. Denn der Kurzzusammenschnitt wird ab sofort von Moderatoren präsentiert. Damit beendet das ZDF die bis dato in Netz andauernde Phase des Nachrichtenverlesens aus dem Off und nähert sich auf diese Art der Präsentationsweise der ARD an. Diese besetzt ihre Tagesschau nämlich wie in der TV-Ausgabe mit einem Sprecher. Dass sich nun auch die heute Nachrichten einen Moderator im WWW leisten, lässt sich auf unterschiedliche Gründe zurückführen. Über einige davon soll an dieser Stelle spekuliert werden.

Zum einen ist es kein Geheimnis, dass Redaktionen bemüht sind, ihre Nachrichten zu personalisieren.  Dies geschieht nicht nur auf der Beitragsebene, sondern eben auch auf der der Präsentation. Für den Zuschauer ist es einfacher, eine Sendung zu akzeptieren und sich mit ihr zu identifizieren, wenn sie von einer real existenten Person präsentiert wird (vgl. Brosius 1998, S. 288) -  auch wenn diese für ihn, wie in diesem Fall, nur virtuell erlebbar ist.

Als zweiter Punkt ist zu vermuten, dass das ZDF seine Sendung für den Zuschauer kurzweiliger gestalten möchte. Durch den Einsatz des Moderators ergeben sich neue Präsentationsmöglichkeiten und -kombinationen, und die Sendung wird abwechslungsreicher.

Nicht zu vergessen ist außerdem, dass der Moderator durch seine Mimik und Gestik gewisse Möglichkeiten hat, die Intention eines Beitrags zu unterstützen. Auch wenn dies vielleicht zunächst als marginaler Aspekt anmuten mag, kann gerade hier eine Brücke zu den Gedanken und Empfindungen des Rezipienten geschlagen werden.

Viele neue Möglichkeiten also, die sich heute in 100 Sekunden hier bieten. Mal schauen, was noch so kommt.

Quellen:

http://www.zdf.de/

Brosius, Hand-Bernd (1998): Politikvermittlung durch Fernsehen. Inhalte und Rezeption von Fernsehnachrichten. In: Klingler, Walter [u.a.] [Hrsg.]: Fernsehforschung in Deutschland. Themen ? Akteure ? Methoden. Nomos Verlagsgesellschaft: Baden-Baden

Streit um Onlineauftritt der Tagesschau ebbt vorerst nicht ab

geschrieben von lind2401 in Allgemeines, Fernsehen, Internet, Nachrichten1 Kommentar »

Der Hamburger Verlag Gruner+Jahr steht kurz vor einer Klage gegen den Norddeutschen Rundfunk (NDR). Dies berichtet das Branchenmagazin “Werben & Verkaufen”. Grund für die Klage: Der NDR-Rundfunkrat möchte der Web-Präsenz tagesschau.de größere Möglichkeiten zur Erweiterung geben, das Portal soll kontinuierlich weiter ausgebaut werden. Den deutschen Verlagshäusern missfällt dieser Beschluss. Sie werfen dem NDR vor, sich nicht an den neuen Rundfunkstaatenvertrag zu halten. Tagesschau.de setze sich über bestehende Richtlinien für öffentlich-rechtliche Angebote im Internet hinweg. Derzeit prüft der Verlag die rechtlichen Schritte. Ob es zu schließlich zu einer Klage bei den Verwaltungsgerichten kommen wird, ist bislang noch offen.

Quellen:

http://www.wuv.de/

http://www.medienhandbuch.de/news/gruner-jahr-erwaegt-angeblich-klage-gegen-den-ndr-34659.html

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Zu Gast in der “Grünen Hölle” – Besuch beim ZDF in Mainz

geschrieben von Cletus in Fernsehen, NachrichtenKeine Kommentare »

Viel wurde darüber berichtet, sei es in anderen Medien oder auch in der Eigenwerbung des ZDF. Die “Grüne Hölle” wie viele das neue 30 Millionen ? teure Nachrichtenstudio des ZDF nennen hat seinen Namen nicht von ungefähr. Geschwungen auslaufende grüne Wände, ein gründer Boden und eigentlich überall grün wo man hinschaut, bis auf einem schmalen Spalt gegenüber dem Blickfeld der Moderatoren. Und in Mitten allem Grüns ein dominanter Holztisch.

Am vergangenen Freitag hatten wir die Ehre im Zuge einer MPÜ eine Führung durch das ZDF und was nicht jedem vergönnt ist auch durch dieses neue Nachrichtenstudio zu bekommen. Vorab JA es ist beeindruckend zu sehen wieviel Technik in diesem Studio sitzt. Von der vollautomatischen Deckenbeleuchtung über die Kameraroboter bis zum riesigen Regieraum. Allerdings muss auch hier die leicht kritische Frage gerechtfertigt bleiben: “Braucht man denn so viel Technik um Nachrichten zu präsentieren oder ist das einfach nur Spielerei?”. Werden Nachrichten wirklich besser, wenn ich ein 3D-Modell eines Flugzeuges, Autos oder sonst was ins Studio einbinden kann? Wenn der Moderator mit virtuellen Gegenständen rumhantiert? Bisher schöpft das Studio auch in “Eigenkritik” des Senders noch lange nicht das gesamte Potenzial des Studios aus und so muss auch erst die Zukunft zeigen, ob das Studio die Nachrichten wirklich verständlicher und trotzdem sachlich präsentieren kann. Dies wird die Aufgabe der Verantwortlichen sein, auch in Anbetracht der großen Summen, die dieses neue Studio verschlungen hat.

Wie bereits geschrieben hat mich das Studio sehr beeindruckt, allerdings bleibt für mich immer noch die Frage ob wir nicht “bloß” Nachrichten präsentiert bekommen?

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Design übersetzt und angepasst von Christian Moeris, Christian Lehberger & Linda Manuel. Basierend auf dem Theme GlossyBlue von N.Design Studio.
Bild Radioskala: © Jürgen Acker / PIXELIO