Wiedersehen macht Freude

geschrieben von s2kadinc in Fernsehen1 Kommentar »

RTL rüstet sich für die kommende TV-Saison! Mit dabei ist nach etwas längerer Pause auch wieder Harpe Kerkeling. Mit seiner neuen Show „Hapes zauberhafte Weihnachten“ startet er sein Comeback. Nicht zu vergessen sind seine beliebten Egos wie Horst Schlämmer und Uschi Blum, die ebenfalls wieder mit von der Partie sind.

 Neben Harpe Kerkeling bereichert auch Günther Jauch wieder das Programm. Vergangene Woche teilte er mit, dass er demnächst durch eine neue Show führen wird. Diese trägt den Namen „Alt gegen Jung – Das Duell der Generation“. Damit soll getestet werden, wer das bessere Gedächtnis hat, wer cleverer und geschickter ist. Jedoch stehen weder der genaue Ausstrahlungstermin noch die Anzahl der geplanten Show konkret fest, zumindest konnte RTL momentan keine genauen Angaben dazu machen.

Da Jauch mittlerweile auch halb zur ARD abgewandert ist und dort ab Herbst einen sonntäglichen Polittalk moderiert, muss er bei RTL auf „Stern TV“ verzichten. Entwarnung gibts für alle „Wer wird Millionär?“ – Fans, denn die Sendung läuft – genau wie seine Show „5 gegen Jauch“ – gewohnt weiter.

 Quelle:

http://unterhaltung.t-online.de/rtl-neue-shows-fuer-jauch-und-kerkeling/id_42207970/index

Mehr Qualität bei Bloggern

geschrieben von s2iswehr in Blogroll, Fernsehen, Medienwandel, Nachrichten, Qualität, Weblogs3 Kommentare »

Amerikanische Wissenschaftler fordern mehr Qualität bei Bloggern. Eine Studie der amerikanischen University of Missouri untersucht den Informationsgehalt von Bloggern und Bürgerjournalismus Seiten.  Sie stellte fest, dass Blogger, die Einschnitte die durch Kürzungen im Mediengeschäft entstanden sind, nicht abdecken können. Und die Informationslücken immer größer werden. Aus diesem Grund  fordern sie mehr Qualität bei der Informationsbeschaffung der Blogger.

Für die weitere Entwicklung des Mediensystems müsse man verstehen, wie Bürgerjournalismus und die klassischen Medien in Zukunft nebeneinander stehen werden. Laut der Studie kann es zukünftig  so sein, dass Blogger eine größere Verantwortung im Mediensystem haben werden.  Es kann durchaus sein, dass Bürgerjournalismus künftig für die lokalen Informationen einer Gemeinde verantwortlich ist, falls das Mediensystem mit noch mehr Einschnitten rechnen muss. Die Studie fordert deshalb, die Bloggern darauf hinzuweisen, wie sie vorgehen müssen um die Qualität ihrer Informationsbeschaffung langfristig zu verbessern.

Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,705538,00.html

Steffen Seibert verlässt das ZDF

geschrieben von Tristan Tarpani in Allgemeines, Fernsehen, Medien und Politik1 Kommentar »

Steffen Seibert. Quelle: bundesregierung.de

Offenbar steht die Pressestelle des Bundeskanzler(innen)amtes in regem Austausch mit den öffentlich-rechtlichen Sendern. Nicht nur was Nachrichten angeht, sondern auch bezogen auf das Personal. Kürzlich verließ Ulrich Wilhelm sein Amt als Regierungssprecher und führt nun die Intendanz des Bayrischen Rundfunks. Jetzt hat er einen würdigen Nachfolger gefunden: Fortan wird die PR-Abteilung der Kanzlerin von keinem geringeren als dem ZDF-Nachrichtensprecher Steffen Seibert angeführt.
 
Seibert hat bereits seit 1989 für das ZDF gearbeitet, für seine Moderation der ZDF-Sondersendung zum Anschlag auf das World Trade Center erhielt er die Goldene Kamera. Seit 2007 war er der Anchorman des Nachrichtenmagazins “heute”. Er hat seine gesamte berufliche Laufbahn bei dem Sender verbracht, doch jetzt fühlt er sich offenbar zu größeren Aufgaben berufen.
 
Damit kehrt einer der wohl kompetentesten Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks dem Journalismus den Rücken. Seibert war dafür bekannt, die Inhalte seiner Sendung auf einfache Weise zu vermitteln und auch komplizierte Zusammenhänge der Bevölkerung anschaulich darzustellen.
 
Eine Fähigkeit, die ihn in seinem neuen Job sicher nützlich sein kann.

Gratis Werbung auf ARD/ZDF

geschrieben von s2mopert in Fernsehen3 Kommentare »

Nach dem Spiel Deutschland gegen Argentinien wurde ein Fan in Berlin auf der Fanmeile zum Spiel befragt. Man befragte aber diesen Fan gleich dreimal, wobei der zunächst Unbekannte ein Schild „ Eye love Deutschland“ in die Kamera hielt. Der Mann war sowohl bei der ARD als auch bei ZDF vor der Kamera. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass besagter Fan der Besitzer des Labels „Eye-love“ ist. Handelt es sich hier somit um einen Fall von Schleichwerbung?

Der befragte Unternehmer selbst meinte hierzu, dass an dergleichen Behauptungen nichts dran sei und es sich bei den Interviews um reinen Zufall gehandelt hätte. Seltsam ist in diesem Zusammenhang nur der Fakt, dass der Moderator den Unternehmer beim Interview mit dessen Vornamen ansprach.

In einer dazu abgegebenen Stellungnahme meinten die Sendeanstalten, dass ihre Kollegen den befragten Fan für einen ganz normalen deutschen Fan hielten, welcher ein besonderes Deutschland-Plakat bei sich trug. Dieser hätte sehr gut zum Interview gepasst, weil er begeistert sang und tanzte.

Meiner Meinung nach sollte jeder selbst entscheiden, ob es Schleichwerbung ist oder nicht. Ich finde die ganzen Umständen aber sehr verdächtigt.

Quelle:

http://meedia.de/nc/details-topstory/article/gratis-werbung–firmenchef-narrt-ard-zdf_100028937.html?tx_ttnews[backPid]=911&cHash=0e0a714bf9

SWR auf Sparkurs – außer beim Kampf um Werbekunden

geschrieben von s2chhorn in Allgemeines, Fernsehen, MedienkritikKeine Kommentare »

„Schlanker aber nicht schlechter“ (Quelle 1) soll der Südwestdeutsche Rundfunk SWR werden. In der letzten Sitzung des Rundfunkrates verordneten sich die Vertreter selbst die Sparpille. Bis zu 15 Prozent der gebührenfinanzierten Ausgaben sollen in den nächsten 10 Jahren eingespart werden. “Wir werden dort überproportional sparen, wo es möglich ist, ohne das Programm zu schädigen. Dadurch können wir dort leistungsfähiger sein, wo wir auf keinen Fall Abstriche machen dürfen“ (Quelle 2) begründete SWR-Intendant Peter Boudgoust die Entscheidung. Der Hintergrund ist trivial: das Auseinanderklaffen von Einnahmen durch die Rundfunkgebühren und die stetig steigenden Ausgaben. Auch die Einführung der ab 2013 geplanten Haushaltsabgabe (vgl. Quelle 3) könne diesen Trend nicht ändern, so Boudgoust. Treffen soll es zunächst die Verwaltung. Dabei kürzt Boudgoust auch gleich in der eigenen Abteilung. In der Intendanz, aber auch in der Verwaltungsdirektion und in der Direktion Technik und Produktion setzt der SWR den Rotstift an. “Der SWR 2020 wird schlanker, aber nicht schlechter sein als der SWR 2010“ (Quelle 4) so Boudgoust. Aber auch in den Programmen wird gespart. Allerdings sind die jugendlichen Programme des SWR, wie beispielsweise die Hörfunkangebote DASDING oder SWR3 weniger von den Sparmaßnahmen betroffen, als beispielsweise SWR2 oder SWR4. SWR2 ist die Hörfunkwelle des Südwestrundfunks mit dem größten Etat (vgl. Quelle 5) . Demnach müsse hier der größte Einsparbetrag erbracht werden. Der Sender könnte nach der Reform nur noch mit dreiviertel seines Etats arbeiten. Bei SWR4 schlagen die Einsparpläne mit rund 20 Prozent zu Buche, SWR1 soll auf 15 Prozent seiner Ausgaben verzichten. Interessant ist hier die Feststellung, dass offensichtlich in den Programmen gespart wird, die im gleichen Format keine privatrechtliche Konkurrenz fürchten müssen.

Die Programme SWR3 und die Jugendwelle DASDING blieben von den Einsparungen verschont. Diese Sender teilen sich den Hörer- und damit auch den Werbekundenmarkt mit Programmen, wie RPR1, bigfm, Antenne 1, Radio 7 oder Radio Regenbogen. SWR-Intendant Boudgoust begründete die nicht angedachten Einsparungen in den jungen SWR-Programmen damit, dass gerade in den jungen Programmen der Anschluss an die Lebenswelt der Hörer nicht verloren gehen dürfe. Zudem liefert sich der Südwestrundfunk mit diesen Programmen einen Kampf gegen die privatrechtlichen Anbieter. Auf dem Werbemarkt tritt also auch nach dem Sparpaket der SWR mit den gebührenfinanzierten und nicht kürzungsbedrohten Jugendprogrammen gegen die privatrechtlichen, auf ebendiese Werbeeinnahmen angewiesenen Privatstationen an.

Resümierend lässt sich feststellen, dass der SWR nur an den Stellen spart, an denen er keine Mitbewerber zu befürchten hat. Da in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg auch kein landesweites Regionalfernsehprogramm produziert und ausgestrahlt wird, hat die Zweiländerrundfunkanstalt auch hier keine Konkurrenz zu fürchten. Beim SWR-Fernsehen sind übrigens Einsparungen von bis zu 25 Prozent geplant (vgl. Quelle 2).

Quelle 1:

http://www.dwdl.de/story/26767/swr_will_massiv_sparen_auer_bei_jungen_programmen/

Quelle 2:
http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/105031-zuerst-trifft-es-die-verwaltung-dann-das-programm-swr-spart-bis-2020-mindestens-15-ein.html

Quelle 3:
http://www.welt.de/wirtschaft/article7963562/Haushaltsabgabe-soll-GEZ-Gebuehr-ersetzen.html

Quelle 4:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2545358_0_4282_-vor-allem-swr2-betroffen-swr-muss-massiv-sparen.html

Quelle 5:
http://www.radioszene.de/?p=14792

Boykott dreier großer Agenturen

geschrieben von s2marglin in Allgemeines, Medienkritik, Nachrichten1 Kommentar »

Die drei großen internationalen Nachrichtenagenturen Agence France Press , Associated Press und Reuters werden nicht über die Heirat der schwedischen Kronprinzessin Victoria berichten. Grund ist ein Streit mit der staatlichen schwedischen Fernsehgesellschaft Sveriges Televison um die Kosten der Übertragungsrechte des Ereignisses. der Preis für die Rechte übersteige, so AFP-Videodienstleiterin Christine Buhagiar, “sehr deutlich die derzeit üblichen Tarife”.  AFP-Informationsdirektor Philippe Massonnet sprach dabei über Sicherung der Berichts- und Meinungsfreiheit.

Ungeachtet der Tatsache, dass ich es begrüße, sich nicht für Informationen erpressen zu lassen, und geschlossen als Vorbild zu stehen, hege ich eine gewisse Schadenfreude über die dadurch hoffentlich international geringer geschätzte Beachtung. Ereignisse wie diese dekadente, sündhaft teure Hochzeit irgendwelcher Möchtegern-Prominenten, die man (soll heißen, Frau) ausschließlich aus Tratsch-Magazinen kennt, könnten gerne grundsätzlich ignoriert werden. Der relevante Informationswert beläuft sich ungefähr auf null,  und Adel an sich ist ein höchst überfälliges romantisiertes Relikt aus dem Mittelalter. Zumal ich mich frage, wer die ganze millionenschwere Show zahlen soll. Den Beruf “Prinzessin” stelle ich mir zumindest nicht allzu lukrativ vor. Ach, moment. Die ungefähr 25 Millionen Euro für die Kosten der Feierlichkeiten kommen natürlich aus Steuergeldern.

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Quellen:

http://www.tagesschau.de/ausland/hochzeitsboykott100.html

http://www.focus.de/panorama/boulevard/kronprinzessin-victoria-hochzeit-ist-schweden-zu-teuer_aid_377428.html

Der Kampf gegen den Hornissenschwarm im Wohnzimmer

geschrieben von Friederike in Allgemeines, Fernsehen9 Kommentare »

Die diesjährige Fußball-Weltmeisterschaft wird von einem riesigen wütenden Hornissenschwarm begleitet, der alles andere übertönt, vor allem aber die Völkerverständigung – im wahrsten Sinne des Wortes.
Der Spieler rennt aufs Tor zu, er schießt, die Fans jubeln – “Mööööööööhhhhhhhhhh”. Der Torwart kann den Ball durch eine dramatische Verrenkung halten, die eine Fankurve applaudiert – “Mööööööööhhhhhhhhhh” – die andere pfeift – “Mööööööööhhhhhhhhhh” und stimmt einen Fangesang an, um die Mannschaft anzufeuern, der klingt ungefähr so: “Mööööööööhhhhhhhhhh”.
Vuvuzelas, das angebliche Kulturgut Afrikas, in Wirklichkeit erst seit den 90er Jahren eingeführt und bei Fußballspielen eingesetzt, nerven nicht einmal eine Woche nach WM-Beginn schon die ganze Welt. Nicht nur die Zuschauer zu Hause vor dem Fernseher, auch die Journalisten sind genervt. Denn in Südafrika geht das den ganzen Tag so. Auch die Spieler beklagen sich, dass sie sich nicht untereinander verständigen können vor lauter Lärm. Frankreich geht sogar soweit, seine mittelmäßige Leistung im Spiel gegen Uruguay auf die nervtötende Klangkulisse zurück zu führen. Im Internet haben sich bereits Anti-Vuvuzela-Gruppierungen gegründet, die ein Verbot der Tröten fordern, nach dem Motto: Gegen Vuvuzela-pro Stimmung!
Mit einer durchschnittlichen Lautstärke von 120 Dezibel (das entspricht etwa einem Presslufthammer) und Spitzenstärke von 160 Dezibel, was etwa einem platzenden Ballon oder Silversterknaller in unmittelbarer Nähe gleich kommt, ist die Gefahr einer trötenden Menschenmasse, der man im Stadion oder bei Public Viewing Veranstaltungen mindestens 90 Minuten lang ausgesetzt ist, nicht zu unterschätzen. Ohrenstöpsel können den Krach um gerade einmal 20 Dezibel verringern. Die Gefahr bei öffentlichen Veranstaltungen ist außerdem, dass eventuelle Notfalldurchsagen nicht gehört werden.
Der Fifa-Präsident Joseph Blatter hat sich gegen ein Verbot ausgesprochen, aus Respekt gegenüber der Kultur des Gastlandes. Auch der Organisations-Komitee-Chef Danny Jordaan möchte erst etwas gegen die Vuvuzelas unternehmen, wenn etwas passiert, wenn etwa die Trompeten aus Wut auf den Platz geworfen werden.
In zwei deutschen Städten, Chemnitz und Zwickau, wurde bei Public Viewing Veranstaltungen ein Vuvuzela-Verbot durchgesetzt. Dabei wurden die Trompeten am Eingang abgegeben und konnten nach dem Spiel wieder abgeholt werden. Dabei gab es keine Proteste, im Gegenteil, die Stimmung war gut und das Verbot soll beibehalten werden.
Im Internet kursieren zahlreiche Anleitungen, wie man das Brummen herausfiltern kann. Optimale Abhilfe gibt es nicht. Denn durch die Tonregulierung wird auch der Kommentator leiser und seine Stimme etwas verfälscht. Außerdem kriegt man dann fast gar nichts mehr von der Stadion-Atmosphäre mit.
Die WM-Fernsehproduktionsfirma Host Broadcast Services (HBS) hat die Aufnahmerechte vor Ort in Südafrika und verkauft das Material an die nationalen Sender. HBS will nun gegen die Störgeräusche vorgehen und die Audio-Filter in den Stadien verdoppeln. Das Problem ist aber, dass der Vuvuzela-Geräuschpegel technisch nicht ohne eine Beeinflussung des Gesamtsignals möglich ist. Das liegt daran, dass die Möchte-gern-Trompete so ungeheuer laut ist und sich auf vielen Frequenzen bewegt. Die Sendeanstalten wie ARD, ZDF oder die BBC haben also gar keinen direkten Einfluss auf die Außenmikrophone im Stadion und sehen sich somit ziemlich hilflos mit den empörten Zuschauer-Reaktionen konfrontiert. Aber da Ton ausschalten oder umschalten keine befriedigenden Lösungen sind, werden bereits Gegenmaßnahmen getroffen: Die Reporter verwenden wieder wie früher Lippenmikrophone, die sonst eingesetzten Headsets sind zu weit vom Mund entfernt. Da die Stadion-Geräusche separat von HBS geliefert werden, können diese runtergeregelt werden und der Sprecher entsprechend höher. Ein befriediegendes Ergebnis ist das nicht, das Brummen wird nur etwas leiser und verändert etwas seinen Klang. Das Spiel Deutschland gegen Australien war anscheinend schon gefiltert; in Wirklichkeit klang es noch schlimmer, laut ARD-Bildregisseur Volker Drews.
Der Pay-TV Sender Sky bietet jetzt eine gefilterteTonspur an, die angeblich deutlich das Summen minimiert und dabei trotzdem die Stadion-Atmosphäre beibehalten will. Der britische Sender BBC plant ebenfalls, eine zweite Tonspur für die Zuschauer anzubieten.
Derweil luden sich nach Angaben der Firma Apple deren Vuvuzela-App fürs Handy schon über eine Millionen Menschen herunter. So trötet der Ton auch digital in die Welt.
Die Vuvuzela ist das Symbol dieser Fußball-Weltmeisterschaft, wenn auch ein sehr umstrittenes. Ob der Hornissenschwarm sich erst nach der WM verzieht, oder ob es dank Vuvuzela-Regen im Stadion zu einem Verbot kommen wird, bleibt abzuwarten…

Nordkorea klaut Fußball.

geschrieben von s2marglin in Allgemeines, Fernsehen2 Kommentare »

Man muss sich eben selber zu helfen wissen.

Dass auf der koreanischen Halbinsel wegen der Versenkung des südkoreanischen Kriegsschiffes “Cheonan” – mutmaßlich durch ein nordkoreanisches Uboot – richtig dicke Luft herrscht, sollten auch die Einwohner des kommunistischen Nordens zu spüren bekommen. So scheiterten die Verhandlungen des südkoreanischen Senders und Rechteinhabers für die WM mit den Nachbarn wegen der politischen Spannungen. Die ebenfalls fußballverrückten Nordkoreaner kümmerten sich nicht allzu sehr darum, und sendeten unautorisiert eine Aufzeichnung des Eröffnungsspiels zwischen WM-Gastgeber Südafrika und Mexiko.

Mehr Kurioses gefällig?

Im nordkoreanischen Team wurde ursprünglich ein zusätzlicher Stürmer als Torwart nominiert. Da dachte man wohl, im Ausland würde man die Kims, Paks und Ris nicht auseinanderhalten können, oder nicht genau nachschauen. Die FiFa machte durchkreuzte den Plan jedenfalls.

Immer noch nicht genug?

Da das Regime die Bevölkerung einkaserniert hat, gibt es dementsprechend wenige Leute, die beim heutigen Spiel gegen Brasilien für die Nordkoreaner jubeln würden. Kurzerhand wurden also 1000 Menschen aus dem Nachbarland China mit Tickets zur Weltmeisterschaft versorgt. Einzige Bedingung? Es muss ordentlich Applaus hageln für das Sponsorland.

Nordkorea gilt übrigens als absoluter Underdog der Meisterschaft, da niemand wirklich weiss, was von der Mannschaft zu erwarten ist.  Die letzte WM-Teilnahme gab es im Jahr 1966 in England. Damals besiegten sie Italien mit 1:0 und spielten 5:3 (0:3) gegen Portugal.

Die Verschmelzung von Internet und Fernsehen

geschrieben von verschmidtzt in Fernsehen, Internet1 Kommentar »

Stellt euch vor ihr sitzt zuhause und zappt durchs Fernsehen. Aber das Fernsehen hat nicht nur 100 Kanäle, nein es hat Millionen, denn das Fernsehprogramm ist mittlerweile vollständig über das Internet distribuiert und dementsprechend erweitert. Zu den professionellen Inhalten (Filme, Serien, Dokus, Shows, Nachrichten, Bildern, Spielen…) gesellen sich immer mehr semiprofessionelle und leihenhafte Webdarbietungen. Die Frage ist nur ob diese sich vermischen und der Fernsehgucker der Zukunft diese Vielfalt an Unterhaltung annimmt bzw mit ihr klar kommt. Ich kann es mir vorstellen. So langsam gewöhnt man sich an die Flut an Information und Unterhaltung in Echtzeit, wie sie uns das Internet bietet.

Warum sie also auch nicht in das Wohnzimmer bringen und sich daraus sein persönliches Fernsehprogramm zusammenstellen, das völlig neue Formate bringen wird, die wahrscheinlich auch immer interaktiver werden. (zum Beispiel die Abstimmung über den weiteren Verlauf einer Soap) Natürlich werden professionell produzierte Inhalte sich immer von den anderen abheben und durch Marketingleistung bekannt bleiben. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass das ein oder andere Zielgruppenfernsehen (für Hausfrauen, Jugendliche einer Subkultur) aus einer Hobbyunternehmung entspringt und eine Karriere hinlegt, die durch zunehmende Aufmerksamkeit und ein partizipatives Finanzierungsmodell begünstigt wird.

Dazu müssen aber erstmal verschiedene Innovationen vonstatten gehen. Denn wenn jede Show oder Serie (sei sie professionell oder von einer Theatergruppe produziert) einen Kanal darstellt, so kommt die Navigation durch diese Vielzahl an Angeboten einem vor, als ob man sich einen Weg durch den Dschungel schlägt. Deshalb müssen die einzelnen Kanäle zu immer dickeren Kanalbündeln aggregiert werden, die wiederum beliebig oft ausdifferenziert werden können.

Das Modell des semantischen Web ist hierbei angebracht und einsetzbar. Jedes Angebot ist mit vielen Metadaten besetzt, sodass technische Aggregatoren wissen, welche Bedeutung Inhalte haben und diese selbstständig miteinander in Verbindung bringen können. (zum Beispiel ein Kindersender aus einzelnen animierten Filmprojekten von Designstudenten aus aller Welt)

Letzenendlich stell ich mir das ganze so vor. Über ein hauptsächlich ikonographisch geprägtes Interface, das den User zu Beginn aus groben Kategorien (Film, Spiel, Serie, Doku, Chat…) auswählen lässt, dringt der User immer tiefer in die Cloud ein und kann sich immer mehr in den thematischen Verzweigungen verlieren. Man surft nicht mehr, man schwimmt durch die Informations- und Unterhaltungsfluten und das gemütlich im Fernsehsessel. Ein intuitive Bedienung wie man sie vom Ipad kennt wird dazu unumgänglich sein.

Ich glaube, dass dieser Schritt, das Internet in den Fernseher zu bringen eine ultimative Unterhaltungsmaschiene schöpfen wird, die weitreichende Konsequenzen für die Gesellschaft der Zukunft haben wird. Die Demokratisierung der Fernsehproduktion steht dabei aber vor vielen Problemen (Rechtliche, Lizenzbedingte, Finanzierung, Technische Infrastruktur, Interface) und Hürden (tradiertes Wahrnehmungsschemata).

Interessant finde ich, dass sowohl Google als auch Apple diesen Markt von Anfang an bestimmen wollen und bin gespannt welches Modell sich in dieser neuen Plattform durchsetzen wird. Ein abgeschlossenes oder offenes? Die Werbeumsätze werden alle bekannten Maßstäbe sprengen. Sinnvoll fände ich eine automatische Werbeplatzvergabe an Webdarbietungen, die sich durch gesteigerte Aufmerksamkeit abheben und dafür etwas vom Kuchen abbekommen.

An dieser Stelle geht es zu weit über die Gefahren dieser möglichen Entwicklungen für die öffentliche Meinung zu sprechen. Dazu vielleicht mehr beim nächsten Mal. Es bleibt zu sagen, dass durch die Verschmelzung des Internets mit dem Fernsehen ein neues Leitmedium entstehen könnte, das fesselnder kaum sein kann.

http://evideo.htw-berlin.de/weblog/kolumnen/gugel/gugel-kolumne-googletv-ist-zu-klein-gedacht/ ?

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Die ARD und ihre Berichterstattung im Entführungsfall Maria Bögerl

geschrieben von Friederike in Allgemeines, Fernsehen, Nachrichten1 Kommentar »

Nun ist sie also tot, die entführte Bankiersfrau aus Heidenheim. Und nun widmet ihr auch die ARD in ihrer 20-Uhr-Tagesschau einen Beitrag von 25 Sekunden. Nur als Meldung, ganz seriös und ohne Bild-Beitrag. Es wird von einer Entführten gesprochen und nicht näher darauf eingegangen, dass schon seit Wochen darüber berichtet wurde – nur nicht in der Tagesschau. Als der Fall nämlich noch nicht aufgeklärt war, als es wichtig gewesen wäre, die Bevölkerung um Hinweise zu bitten, hat ihn die ARD bewusst in ihrer Haupt-Nachrichtensendung ignoriert. Darauf wurde bereits in diesem Blog eingegangen. Denn, so schrieb Kai Gniffke aus der Chefredaktion am 18.Mai, “die Tagesschau geht aufgrund ihres Profils stets am zurückhaltendsten mit Kriminalfällen um.” Er kündigte weiter an, dass es eine erneute Diskussion darüber geben werde, ob man den Fall in der Tagesschau zeige, nämlich dann, wenn die Frau wieder auftaucht. Jetzt ist sie wieder aufgetaucht, aber leider erstochen. Jetzt berichten die Tagesschau und später ausführlicher die Tagesthemen über die Entführung und zeigen in letzterer sogar ein Phantombild eines vermutlichen Täters in dem fast dreiminütigen Beitrag (der übrigens einziger Inhalt der Sendung ist neben der Köhler-Berichterstattung). Warum so spät? Hat die Bevölkerung erst jetzt einen Anspruch auf Aufklärung und Information, wo die Frau tot ist?! Warum hat die Meldung nun einen höheren Nachrichtenwert als vorher?
Man muss zwar sagen, dass ein Apell zu einem früheren Zeitpunkt das Leben der Entführten auch nicht gerettet hätte, denn der Mord geschah schon gleich nach der missglückten Geldübergabe.
Aber die Darstellung Gniffkes, dass die Nachrichtensendungen der ARD quasi täglich über Leben und Tod entscheiden, indem sie bspw. Aufrufe zu Knochenmarkspenden oder zu Hinweisen bei Vermisstenmeldungen unterlassen, ist etwas überzogen. Ganz so eine Macht traue ich den Sendungen dann doch nicht zu.

Videotext feiert 30. Geburtstag

geschrieben von Annika in Fernsehen2 Kommentare »

Der 1. Juni ist der 152. Tag des Gregorianischen Kalenders, einige glückliche feiern ihn als Kindertag, und es gibt natürlich auch Geburtstage. Heidi Klum wird heute 37 und der Videotext feiert sein 30-jähriges Jubiläum. Oder lässt sich feiern.

Am 1. Juni 1980 begannen ARD und ZDF mit einem gemeinsamen Videotext (von den Privatsendern oft Teletext genannt), seit 2000 gehen sie getrennte Wege. Fast 17 Millionen Zuschauer verweilen täglich durchschnittlich sieben Minuten lang auf den bunten Seiten. ARD hat dabei einen Marktanteil von rund 19 Prozent, gefolgt von ZDF (14,2%) und RTL (12,6%). Die beliebtesten Seiten sind dabei die Börse, Programminformationen und Sport.

Im Gegensatz zum Fernsehprogramm hat sich dabei optisch und technisch seit 1980 kaum etwas verändert. Es gibt maximal 800 Seiten mit Unterseiten, sechs Farben und 23 Zeilen á 40 Zeichen. Als Informationsangebot besteht trotzdem keine Konkurrenz durch das Internet. Der Erfolg des Videotextes basiert auf seiner Eindeutigkeit und Beschränktheit auf kurze Informationen, erklärt Frauke Langguth, Leiterin des ARD Textes.

Quelle: Ostsee-Zeitung

Was kommt als nächstes…

geschrieben von s2chsehm in Fernsehen, MedienkritikKeine Kommentare »

…Menschen die bei ihrer Traumhochzeit mit dem geliebten Haustier begleitet werden; Moderatoren –inspiriert am Beispiel des brasilianischen Moderators Wallace Souza – die Verbrechen in Auftrag geben, um bombastische Einschaltquoten herbeizuführen?! Man weiß es nicht.

Sicher ist jedoch, dass RTL eine weitere Sendung zur sinnfreien Programmgestaltung beigetragen hat. Am Mittwoch lief die erste Folge der neuen Sendung „Süchtig“ bei RTL an.

Worum es geht? Hier eine kurze Erklärung seitens RTL: „Laut einer Schätzung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) sind in Deutschland circa sieben Millionen Menschen abhängig von Alkohol, Medikamenten, Zigaretten und auch von harten Drogen. Zudem nehmen Süchte wie Bulimie, Kaufsucht oder Computersucht immer stärker zu. In der neuen Doku “Süchtig”, die RTL ab Mittwoch, 26. Mai, um 21.15 Uhr, zeigt, nehmen Menschen den Kampf gegen ihre Abhängigkeit auf.“

Wirklich neu kann man das Konzept der „Doku“ (hier darf gezweifelt werden, ob es sich um „reale Fälle“ handelt) nicht nennen. Neben dem Finanzguru Peter Zwegat oder Übermutter Katja Saalfrank tritt Herr Dr. Christoph Heck als Suchtexperte in die Reihe der Therapeutenliste von RTL. Genauso wie in anderen Formaten des Senders gibt es jemanden dem es nicht gut geht, der Probleme hat und eine „helfende Hand“ die demjenigen beisteht und hilft das Problem zu lösen.

Vielleicht ist dies auch der Grund, dass die Sendung floppte – vielleicht, will man einfach nicht noch eine Art SuperNanny-RausausdenSchulden-DieAusreißer-Sendung mehr haben. Eventuell lag es aber auch nur am alternativen Programmangebot, welches der Mittwochabend zu bieten hatte. Der Marktanteil der Premierensendung am 26.05.20010 lag bei 14,8 %, dies sei unter dem Senderdurchschnitt.

Ob die Serie eingestellt oder doch weiter ausgestrahlt wird bleibt abzuwarten. Tendenziell ist jedoch zu erwaten, dass die Sendung erstmal fester Bestandteil im Programm bleibt, immerhin wurde bis jetzt ja noch niemand verklagt.

Quellen:

http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&p2=42221&p3

http://www.rtl.de/cms/unterhaltung/tv-programm/real_life/suechtig-neue-doku-sucht.html

http://www.newsblitz.de/rtl-suchtig-heute-abend-26-05-2010-im-tv-oder-online-stream-1921.html

http://www.cinefacts.de/tv-news/21669-rtl-enttaeuschende-quoten-fuer-neue-doku-soap-suechtig.html

ZDF nimmt sich RTL zum Vorbild

geschrieben von s2iswehr in Allgemeines, Fernsehen1 Kommentar »

Es ist wohl jedem bekannt, dass das ZDF nicht gerade die jüngste Zielgruppe hat und bei den Jugendlichen nicht als Fernsehsender Nr. 1 gilt. Das belegte auch eine neue Studie im April bei der der Marktanteil der 14- bis 49-Jährigen nur bei 5,3 Prozent lag, ein neues Tief für ZDF. Doch die Mainzer wollen dies jetzt ändern und haben dafür einen Masterplan ausgetüftelt.

Nicht nur die Fußball-WM soll die jüngeren Zuschauer wieder zum ZDF locken, sondern auch ein neues Nachmittagsprogramm ist ganz auf die Bedürfnisse der jüngeren Zielgruppe ausgerichtet. Es soll neue Kochshows, Dokutainment und eine neue Daily Soap geben und als Höhepunkt wird es eine Art „Stern-TV“ mit Jörg Pilawa geben. Irgendwie kommt einem diese „neue“ Programmstruktur bekannt vor, das Konzept scheint nicht wirklich Innovativ und neu zu sein, genau diese Struktur findet man bei den Privaten Sendern, wie RTL, Pro7 und Sat1 wieder.  Dafür soll laut ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut einen zweitstelligen Millionen Betrag ausgegeben werden, ob dieser Betrag die ZDF Miesere retten kann, ist fraglich.

Es ist ja nicht so, dass es beim ZDF nicht schon Kochshows, Tiersendungen und auch eine neue Telenovela geben würde, aber anscheinend nicht genug ­? mehr davon muss her.  Um das Ganze noch zu toppen, holt sich das ZDF Jörg Pilawa mit ins Boot um eine Sendung ganz nach dem Vorbild von Stern TV zu produzieren. Damit sie auch an den Erfolg von Stern TV anknüpfen können, beauftragt das ZDF ausgerechnet noch die gleiche Firma die Stern TV produziert. Doch das neue ZDF Format soll sich deutlich vom RTL Format abheben. Den Mainzer gehe es bei RTL’s Stern TV zu „Krawallig und seicht“ zu. Ob diese Veränderung beim ZDF die jüngere Zielgruppe anziehen wird, steht wohl in den Sternen und kann erst beantwortet werde, wenn im Herbst das veränderte Programm über die Mattscheibe flimmert.

Quellen:

http://www.sueddeutsche.de/U5M38x/3352305/Offensive-im-Herbst.html

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,694923,00.html

http://meedia.de/nc/details-topstory/article/zdf–expedition-ins-tv-seichtgebiet_100028010.html?tx_ttnews[backPid]=23&cHash=05ba99686c

„Lie to me“ sichert VOX gute Einschaltquoten

geschrieben von s2chsehm in Fernsehen1 Kommentar »

Das Konzept der Serie basiert auf wissenschaftlichen Forschungen des amerikanischen Psychologen Paul Ekman. Dieser befasste sich mit der Mimik und Gestik von Menschen verschiedener Kulturen. Dabei erkannte er, dass Menschen mit so genannten „Mikro-Ausdrücken“ mehr preisgeben, als sie tatsächlich wollen, da diese Mikro-Ausdrücke (engl. Micro expressions, siehe hierzu http://www.globalemotion.de/micro-expressions-einfuehrung.html) ungewollt hervortreten.

Die Serie startete in Deutschland am 10.03.2010 auf VOX. Bereits am Premieren-Tag sicherte sich VOX den Primetime-Sieg in der Zielgruppe (17,7 % Marktanteil bei den 14-49 jährigen). Damit liegt VOX 10 Prozentpunkte über den bisherigen Senderschnitt.

Auch 11 Wochen nach der Erstausstrahlung sind die Einschaltquoten sehr zufriedenstellend (14 % Marktanteil bei den Werberelevanten).

Dies dürfte nicht nur am neuen Konzept der Verbrechensbekämpfung liegen, sondern auch an den Schauspielern und nicht zuletzt an den kurzen Einspielern in der Serie, die zu realen Ereignissen Bezug nehmen. (z.B. Bill Clinton, George W. Bush etc.)

Einige Kritiker meinen, dass die Serie nichts anderes sei, als ein Abklatsch von CSI, nur das hier nicht auf die technische Ebene wert gelegt werde. Es tauchen einige Parallelen in der Produktion bzw. Gestaltung auf.

Man sollte sich ebenfalls bewusst machen, dass es nicht ganz so einfach ist, jemanden zu durchschauen, jedoch kann man einiges aus dieser Serie lernen und für sich selber nutzen.

Hier mal ein Ausschnitt:

http://www.vox.de/serien_13853.php?media=video1&set_id=25377

Quellen:

http://www.vox.de/serien_13702.php

http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&p2=40687&p3

http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&p2=42221&p3

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,682640,00.html

http://www.globalemotion.de/micro-expressions-einfuehrung.html

Die Medien und die Privatsphäre

geschrieben von jbnickschas in Fernsehen, Medienkritik3 Kommentare »

Das Recht auf Privatsphäre ist wichtig. Das gilt nicht nur für jeden Normalsterblichen, sondern gerade auch für die Menschen, die im Licht der Öffentlichkeit stehen: Politiker, Schauspieler, Mediengesichter. Das zurzeit wohl meist beachtete Gesicht ist das von Lena Meyer-Landrut, die uns am kommenden Samstag beim Eurovision Song Contest in Oslo vertritt.

Unser “Star für Oslo” ist gerade frische 19 Jahre alt und innerhalb weniger Wochen zum deutschen und internationalen Shooting-Star geworden. Der Aufstieg nach ihrem Sieg im Finale des deutschen Vorentscheids ging so rasend schnell, dass sie quasi über Nacht zum Promi mutierte. Doch mit ihrer Medienpräsenz wuchs auch das Interesse derselben an ihrem Privatleben.

Gegipfelt war dieses “Interesse” vor kurzem in einer aufsehenerregenden Dokumentation eines lange zurückliegenden Auftritts in einer TV-Serie, in der Lena kurzzeitig unbekleidet zu sehen gewesen war.  In alter Boulevard-Manier ging die Meldung herum wie ein Lauffeuer, wie die Hyänen stürzten sich die “Journalisten” auf die einzige Story, die man um den Star für Oslo konstruieren konnte. Geschmackloser ging es nicht.

Lena indes verfolgt ihre Linie im Umgang mit den Medien konsequent weiter: Keine Infos aus ihrem Privatleben für die Öffentlichkeit! Das galt schon von Anfang an und das ändert sich auch jetzt, so kurz vor dem Finale in Oslo, nicht. Sie tut gut daran, die Medien nicht zu sehr an ihrem Leben teilhaben zu lassen. Schließlich ist sie “nur” unsere Vertreterin beim Eurovision Song Contest – was ihre Familie oder ihr Liebesleben angeht, das hat in der Öffentlichkeit nichts verloren.

Die Medien sehen das freilich anders. Ihre Berichterstattung soll die Menschen möglichst umfassend informieren, das öffentliche Interesse an bekannten Persönlichkeiten befriedigen und am besten jedes noch so pikante Detail aus ihrem Privatleben nach außen kehren. Rücksichtnahme und Pietät scheinen dabei Fremdwörter zu sein, das so genannte “öffentliche Interesse” stärker als die Privatsphäre.

Diese Respektlosigkeit verdient keinen Applaus, sondern Strafe. Und so verteilt auch Lena Meyer-Landrut auf ihren Pressekonferenzen regelmäßig Absagen an allzu neugierige Medienvertreter, die ihren Wunsch nach Schutz ihres Privatlebens gekonnt zu ignorieren versuchen.

Im jüngsten Beispiel erwischt es eine RTL-Reporterin, die wissen wollte, wer von ihrer Familie denn mit nach Oslo gekommen sei. Lena weist die Frage ab und Stefan Raab setzt nach: “Dann muss Frauke Ludowig halt mal ohne so nen Käse auskommen!”

Richtig so! Denn auch wenn die Medien zweifelsohne einem Informationsauftrag nachkommen müssen, gibt es auch Grenzen. Und die sind immer dann erreicht, wenn Menschen in ihrem Recht auf Privatsphäre verletzt werden. Von Lena Meyer-Landrut werden wir hoffentlich auch in Zukunft nicht mehr hören, als sie selbst es will. Und so wie es ihr bisher gelungen ist, die Medien auf Distanz zu halten, müssen wir uns darum wohl auch nicht sorgen.

Deutschlands erste Fernsehsenderin

geschrieben von s2kadinc in FernsehenKeine Kommentare »

„Mädels, Euer Fernsehsender ist da!“

Genauso wird der neue Sender „Sixx“ von einer Henne mit Perlenkette, lang geschwungenen Wimpern und breit gefächerten Flügeln angekündigt. Mit einem zarten grün als Erkennungsfarbe hat „Sixx“ sich nun die Frauen, vor allem im Alter von 19 bis 39 Jahren, als Zielgruppe ausgesucht. Serien, die von montags bis sonntags bis zum Abwinken laufen, mit dabei unter anderem die US-Serie „Lipstick Jungle“, die „Oprah Winfrey Show“ (welche im Original mit Untertiteln ausgestrahlt wird), „Desperate Housewives“ und natürlich „Sex and the City“!

Die Chefin, Katja Hofem-Best (39), bereits Unterhaltungschefin bei RTL II, danach zu Discovery Channel gewechselt und letztlich bei Dmax fürs Männerfernsehen zuständig, erklärt ihre Idee so: „Fernsehen für Männer machen war relativ einfach, weil Männer sehr einfach ticken.“ Frauen hingegen hätten einen großen Anspruch an Programm, Qualität und an den Inhalt, was für Frau Hofem-Best einen großen Reiz darstellte. Als typische Attribute einer potentiellen Sixx-Konsumentin zählen dabei Selbstbewusstsein, Charme, Cleverness, Zärtlichkeit aber auch Verletzlichkeit. Da es weder Kultur, noch Politik und schon keinesfalls Sport zu sehen gibt, sollten sich Frauen mit intellektuellem Anspruch nicht allzu viel von dem Sender versprechen, auch wenn ebenso Konzerte, Reportagen und jeden Mittwoch Spielfilme am Start sind.

„Sixx“ soll jedoch kein „Abspielsender“ werden, verspricht Katja Hofem-Best, allein in diesem Jahr sind 380 Erstausstrahlungen geplant.Auch die Feinde der Werbung während den Serien werden erfreut sein, denn diese soll zunächst nur zwischen den einzelnen Sendungen und nicht währenddessen geschaltet werden.

Mit „Sixx“ wurde jedoch nicht der erste Versuch gestartet, einen Frauensender in Deutschland zu etablieren. Dies wurde bereits 1993 mit TM3 versucht, jedoch konnte man dort später die Fußball-Champions-League begutachten. Mittlerweile kennt man diesen Kanal unter 9Live.Damit geht „Sixx“ ein warnendes Beispiel voraus, da unsere neue Fernsehsenderin ebenso zur ProSieben/Sat.1-Gruppe gehört wie 9Live bzw. TM3.

Und wie kann man den neuen Frauensender empfangen? Dies gelingt seit dem 07.Mai 2010 über einen digitalen Satelliten-Receiver, wobei der Sender entweder automatisch auf irgendeinem Sendeplatz auftaucht oder man einen Sendersuchlauf starten muss, was nach Sixx-Sprecherin Tina Land wohl vom jeweiligen Gerät abhängt.Momentan gibt es auch noch keine feste Marktanteil-Vorgabe, da es zunächst einmal darum ginge, in der Zielgruppe bekannt zu werden.

Quelle:

http://www.sixx.de/

http://www.digitalfernsehen.de/news/news_890963.html

http://www.sueddeutsche.de/medien/659/502889/text/

Image-Politur für China

geschrieben von Friederike in Fernsehen, Medien und Politik, Nachrichten, QualitätKeine Kommentare »

Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua wird am 1.Juli mit englischsprachigen Nachrichten auf Sendung gehen. Der Kanal CNC (China Xinhua News Network Corp) wird dann in einer Reihe neben CNN und Al-Jazeera stehen. Einzelne Sendungen sollen sogar in weiteren Sprachen produziert werden.
Schon seit dem 1.Januar dieses Jahres wird CNC ausgestrahlt, allerdings in der Landessprache und nur in Südostasien und dem Pazifikraum.
Die mediale Präsenz Chinas soll weiter ausgebaut werden, die chinesische Regierung hat umgerechnet circa 4,5 Millionen Euro in ihre Medienabteilung investiert.
Es geht natürlich um die Kontrolle und Steuerung des Bildes, das wir im Westen von China haben. China kommt bei uns nämlich fast nur mit negativen Themen in die Schlagzeilen, so der Eindruck des chinesischen Staatsoberhauptes Hu Jintao. Dem soll entgegen gewirkt werden, mit Reportagen über das kulturelle China, mit Koch- und Informationssendungen.

Aber liegt es am bösen Westen, dass China hauptsächlich mit nachteiligen Bildern in die Presse kommt? Man denke nur an die Aufstände in Tibet, an die zurückgehaltenen und bis heute nicht preisgegeben Hintergrundinformationen darüber oder an das gestellte Schauspiel der Olympischen Spiele 2008, zu denen ausländische Journalisten nur unter strengsten Auflagen zugelassen wurden. Außerdem hört man von chinesischen Berichterstattern, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, weil sie versucht hatten, die Realität abzubilden. Die im Gefängnis saßen. Und die nun hier darauf aufmerksam machen und sich nun in China nicht mehr blicken lassen dürfen. Was in unseren Kreisen ein journalistisches Qualitätskriterium ist, ist in China ein Grund für den Haftbefehl.
Ein Land wie Russland, ebenfalls eine Großmacht, versucht erst gar nicht, den anderen etwas vorzugaukeln…doch China strebt nach internationaler Anerkennung.
An seinem Image kann dieses Land doch sowieso nichts mehr polieren. Es müsste von Grund auf erneuert werden. Und das geht nicht durch mehr Propaganda, sondern durch eine vollständige Umkehr. Mit politischer Neustrukturierung, Demokratie und Sicherung der Menschenrechte, um nur wenige zu nennen. Klingt utopisch. Ist es auch.

http://www.heise.de/tp/blogs/8/147311

http://www.ipsnews.net/news.asp?idnews=50739

GEZ vor einer Reform?

geschrieben von jbnickschas in Allgemeines, Fernsehen, Medien und PolitikKeine Kommentare »

Der ewige Kampf um die Rundfunkgebühren geht weiter. Nachdem am Donnerstag der Verfassungsrechtler Paul Kirchhof ein Gutachten über die Finanzierung der Öffentlich-Rechtlichen vorstellte, kam Bewegung in die gesamte Branche. Man verspricht sich viel von diesem neuen Anstoß, hofft auf eine Reformierung der bisherigen Regelung, die ungerecht und undurchsichtig erscheint. Nun könnte also alles anders werden – “besser” ist schließlich immer noch relativ zu sehen. Künftig könnte es nämlich jedem an den Geldbeutel gehen – auch wenn gar kein Fernsehgerät im Haus ist.

Auf insgesamt 85 Seiten analysiert Kirchhof im Auftrag von ARD, ZDF und Deutschlandradio die große Frage der Gebührenfinanzierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und plädiert für eine Ablösung der bisher geräteabhängigen Abgabe durch einen Beitrag pro Haushalt. Die Begründung: “Eine Finanzierung der allgemein zuga?nglichen Quelle belastet grundsa?tzlich jedermann im Einwirkungsbereich des o?ffentlich-rechtlichen Rundfunks, weil er den Vorteil hat, nach individuellem Belieben auf diese Quelle seiner Information, Meinungsbildung, Unterhaltung und kulturellen Anregung zuru?ckzugreifen.”

Auch wer nicht direkt von ARD/ZDF profitiert, tut es in gewisser Weise also doch und muss dementsprechend auch dafür zahlen. Nicht die Nutzung des Angebots ist die Grundlage der Gebühr sondern das Erstellen der Angebote selbst. Damit wäre die geräteabhängige Gebührenzahlung hinfällig geworden. Vorteil bei Kirchhofs Modell wäre z.B. eine einfache Realisierbarkeit und die Schonung der Privatssphäre, weil nicht länger überprüft würde, welche Geräte genutzt werden. Bei sozial schwachen Bürgern spricht sich Kirchhof für eine Erhöhung des Wohngelds um den Rundfunkbeitrag von 18 Euro aus, so könnten in Zukunft auch aus sozial schwachen Schichten Beiträge an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gehen.

Ob diese Regelung der große Wurf ist, bleibt abzuwarten. Eine Umverteilung der Gebührenzahlung klingt zunächst verheißungsvoll, doch was am Ende dabei herauskommt und wer später was zahlen muss, das steht noch auf einem anderen Papier. Fest steht nur: Die Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Sender durch Gebühren ist ein wichtiger Sockel für das System, doch ob eine Pauschalzahlung mit der Begründung sinnvoll ist, dass die Sender “irgendwie auch etwas” für den einzelnen Gebührenzahler tun, er also direkt davon profitiert, obwohl er die Programme evt. gar nicht konsumiert (z.B. weil sie ihm persönlich keinen Mehrwert bieten oder ihren Auftrag nach seiner Auffassung nicht erfüllen), ist doch immer noch fraglich.

Das jetzt vorgestellte Gutachten wird auch ein Thema der Ministerpräsidentenkonferenz der Länder am 9. Juni sein. Dort wird sich dann zeigen, ob es tatsächlich mehr als ein Gedankenanstoß ist. Eine neues Gebührenmodell für ARD, ZDF und Co. könnte ab 2013 in Kraft treten.

Quelle: dwdl.de

CNN und CBS schmieden Pläne für Zusammenarbeit

geschrieben von s2mopert in FernsehenKeine Kommentare »

Schon das dritte Mal in den letzten 13 Jahren planen CNN und CBS eine gemeinsame Zusammenarbeit. Diesmal scheint es aber ernst zu sein, wenn man naheliegenden Quellen Glauben schenkt.

Primäres Ziel dieser Partnerschaft ist die Reduzierung der Ausgaben, die aus dem Sammeln von Nachrichten resultieren. Gründe hierfür sind, dass die Zuschauer bestimmter Sender eine bestimmte Betrachtungsweise bevorzugen (MSNBC, Fox News ) und dass das Internet ebenfalls entsprechende Alternativen bietet.

Der Verdienst von CNN, die zu Time Warner gehören, wächst jedes Jahr im zweistelligen Prozentbereich. Es gibt jedoch trotzdem Bedenken, da immer weniger Zuschauer in den Hauptsendezeiten Nachrichten schauen.

Die Zeiten, zu denen die Zuschauerzahlen bei CNN am Höchsten sind, machen nur 10 Prozent vom Gesamtgewinn aus.

Fox News hingegen wird immer populärer, was sich auch in dem Fakt zeigt, dass sie im rückliegenden Vierteljahr den höchsten Gewinn seit Firmenbestand verzeichnen konnten.

CNN hat sich auch über die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit ABC News erkundigt. Diese haben jedoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt schlechte Zuschauerzahlen bei den Nachrichten und waren gezwungen im April ein Viertel des Personals zu entlassen.

Quelle:   http://www.e24.ee/?id=258799

“Journalistisch sensationell schlecht”

geschrieben von jbnickschas in Fernsehen, Medienkritik, Nachrichten, Printmedien, Qualität3 Kommentare »

Zum 60. Geburtstag macht die BILD-Zeitung der ARD ein ganz besonderes Geschenk: Eine Schmähartikel-Reihe über Gebührenverschwendung und Qualitätsverlust. Zwar heißt es ja “Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen”, doch wenn jemand dieses Motto konsequent ignorieren kann, dann ist es das Blatt mit den vier großen Buchstaben. Auch dieses Mal wirft die BILD mit Steinen nur so um sich, ohne zu erkennen, dass sie selbst in einem riesigen Scherbenhaufen sitzt.

Die Einstiegszeile in den Artikel liest sich gewohnt reißerisch: “60 Jahre ARD! Im letzten Teil des BILD-Reports lesen Sie, wie Europas größter Sender mit Lustreisen und Luxusgagen Gebührengelder verprasst”. Es folgt die Berichterstattung über die Reise der ARD-Programmchefs zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Nach dem Zitat der offiziellen Begründung (“Die Verantwortlichen des Senders hätten sich vor Ort ein Bild über die Arbeitsbedingungen und -belastungen gemacht”) greift die BILD dann mal richtig in die investigative Schublade und stellt fest: “Es ist nicht bekannt, dass sich ein ARD-Chef jemals ein Bild von den Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter bei Erdbeben, Tsunami oder anderen Weltereignissen gemacht hat.”

Es folgt eine Schlammschlacht um die mysteriöse Verwicklung der öffentlich-rechtlichen Sender in die Finanzierung von Sportveranstaltungen und das Sponsoring von Interviewpartnern: “Auch ansonsten legt die ARD-Firma ein seltsames Geschäftsgebaren an den Tag. Acht Jahre lang wurde von ihr der des Dopings verdächtige Radsportler Jan Ullrich mit maximal 195 000 Euro pro Jahr alimentiert. Dafür sollte er vor allem Interviews nach seinen Rennen geben. Gleichzeitig war die ARD auch noch Sponsor von Ullrichs Arbeitgeber Team Telekom.”

Nach diesem Seitenhieb kommt der Redakteur schließlich zum medien-kritischen Rundumschlag – und zitiert natürlich Bundestagspräsident Norbert Lammert, der wohl nie müde werden wird, den öffentlich-rechtlichen Sendern seinen ganz persönlichen Spiegel vorzuhalten und ihnen vorzuwerfen, ihrem Bildungs- und Informationsauftrag nicht nachzukommen. Bei der BILD  lässt man es sich natürlich nicht nehmen, noch einmal in die Kerbe zu schlagen, die eigentlich schon längst ausgeglättet wurde: “Als sich der Bundestag im letzten Oktober zur konstituierenden Sitzung traf, übertrug der selbst ernannte Informationssender ARD die historische Sitzung nicht.” Dass diese Sitzung aber sehr wohl übertragen wurde, nämlich beim ARD/ZDF-Spartenkanal Phoenix, lässt auch die BILD in Lammert-Manier gekonnt unter den Tisch fallen.

Zum Schluss maßt man sich bei Deutschlands Qualitätsmedium Nummer 1 noch die Beurteilung der ARD-Programmierung an: “Die Politmagazine der ARD („Panorama“, „Monitor“, „Kontraste“) waren einst die öffentlich-rechtliche Bastion neben „Tagesschau“ und „Tagesthemen“. Heute sind die Magazine journalistisch fast in der Bedeutungslosigkeit verschwunden, immer weniger schalten ein. [...] Die ARD kürzte die Sendezeit ihrer einstigen Aushängeschilder von 45 auf 30 Minuten.” Zwar mag die Kritik in einigen Punkten durchaus der Realität entsprechen, dennoch zeigt dieses Beispiel wieder einmal, wie gekonnt man das Handwerk der einseitigen Berichterstattung bei der BILD beherrscht.

Den größten Stein wirft man mit dem Verweis auf das Ergebnis einer Studie der Otto-Brenner-Stiftung: Diese “untersuchte [...] die Berichterstattung von „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ über die Finanzkrise, fand sie „journalistisch sensationell schlecht“. Das Institut wertete 141 Beiträge aus. Die Redaktionen von „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ geben sich laut der Studie wenig Mühe, Sachverhalte und Begriffe zu erläutern und anschaulich zu vermitteln.” Wenn es darum geht, Sachverhalte und Begriffe zu erläutern und anschaulich zu vermitteln, ist die BILD-Zeitung der ARD natürlich weit voraus. Das mag in gewisser Weise sogar stimmen – nur fällt dabei leider allzu oft ein Großteil wichtiger Informationen unter den Tisch, wird verfälscht oder viel zu reduziert dargestellt. Dann nebelt man lieber die Titelseite ein und versieht das Ganze mit dem plakativen Schriftzug “Das Asche-Monster” – so begreift auch der letzte Leser, wie ernst die Lage wirklich ist.

Mit diesem Artikel beweist die BILD wieder einmal, wie unersetzlich sie für unsere Republik ist. Hier wird der kleine Mann noch aufgeklärt über die bösen Rundfunkanstalten, die ihre Gebühren verschleudern und noch dazu an ihrem Publikum vorbei senden. Dann doch lieber eine frisch gedruckte BILD-Zeitung – journalistisch sensationell schlecht, aber dafür verständlich. Was will man mehr?

Zum Artikel (bild.de)

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