Warum kann ich nicht so wie sie sein?

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Diese Frage macht sich heutzutage immer breiter in den Köpfen von vor allem jungen Frauen im Alter zwischen 12 und 20 Jahren. Aber warum?

Wie Forschungen von Body Image zeigen, reichen 60 Minuten Zeitschriftenlektüre aus, um das Selbstwertgefühl von mehr als 80 % der befragten Frauen zu senken.  Die Leserinnen werden hierbei mit lauter schönen Frauen konfrontiert, die ihnen das Gefühl vermitteln selbst weniger attraktiv zu sein. Jetzt könnte man natürlich fragen: „Warum vermeiden die nicht einfach solch eine intensive Zeitschriftenlekture?“ Aber leider ist es bei weitem  nicht so einfach.

Eine Studie, die in Psychology Today veröffentlicht wurde, schätzt, dass Jugendliche heute täglich mit 5.000 Werbebotschaften bombardiert werden.

Die Konfrontation mit Werbeträgern ist also unvermeidlich. Sie sind überall und begleiten unseren Alltag: im Fernsehen sowie auf Websites, Blogs und unserem Mobiltelefon. Sei es die attraktive junge Frau, die mit wunderbar glänzendem, vollen Haar in einem Werbespot für ein neues Haarshampoo wirbt, oder auch die Frau mit den strahlend weißen Zähnen, die uns an jeder Straßenecke von einer Plakatwand anlächelt. Sie alle sind die Gesichter von Firmen, die versuchen durch überdurchschnittlich attraktiv wirkende Models, den potentiellen Käuferinnen zu vermitteln, dass sie, sobald sie selbst dieses Produkt anwenden, ebenfalls so aussehen können. Doch genau hier liegt die Gefahr! Denn was für die Unternehmen nur ein taktischer Spielzug ist, um ihre Produkte besser zu vermarkten, verursacht  gerade bei jungen Frauen ein vermindertes Selbstwertgefühl. Denn natürlich reicht nicht eine einmalige Anwendung des neuen Shampoos von L’Oréal Paris aus, um Haare wie Lena-Meyer Landrut zu bekommen. Und natürlich führt auch nicht die einfache Anwendung des neuen Playboy Parfums dazu, für alle Männer unwiderstehlich zu sein.

Fakt ist: Die Medien zeigen uns eine Wirklichkeit, die so nicht existiert!           

Nicht genug, dass die beworbene Produkte in vielen Fällen nicht halten was sie versprechen, viel mehr noch entsprechen auch die Abbildungen der Werbeträger oft nicht der Realität. Denn die schöne Frau mit dem makellosen Gesicht und der perfekten Figur, die in Zeitschriften, Werbespots und auf Plakatwänden dargestellt wird ist oft reine Illusion. Bildbearbeitung lautet das Stichwort und gerade dieser manipulative Teil der Medien wird häufig sehr stark unterschätzt. Denn während die meisten Mädchen bei diesem Stichwort an Instagramfilter oder spezielle Bearbeitungsprogramme denken, geht die Extreme dieser Manipulation viel viel weiter. Die Rede ist von Programmen wie z.B. Photoshop, mit denen Models komplett verändert werden können: Die Nase wird verkleinert, die Augen vergrößert und die Beine gestreckt. Ein Beispiel dafür bietet folgendes Video:

Dieses Video beweist es wieder: Es ist nicht alles Gold was glänzt!

Und was jeder, der sein Selbstwertgefühl durch Medien senken lässt immer bedenken sollte: All diese Models sind meistens auch nur ganz normale Menschen, deren Aussehen von Profis verändert  wurde, um gerade diese Unzufriednheit bei uns zu erzielen.

Denn wozu bräuchte ein Mensch, der mit seinem Aussehen rundum zufrieden ist, irgendeine Form von Beautyprodukten?

 

Bildquelle

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Jetzt haben wir den Ratingsalat! Wie bemisst sich der Erfolg von US-Serien und deren Wechselwirkung mit Social Media?

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In den Vereinigten Staaten war in diesem Sommer eine große Diskussion darüber entbrannt, wie die langerwartete Wahl im Herbst 2016 wohl ausgehen würde – wen würde es den nun treffen? Wer jetzt an Donald Trump denkt, hat entweder die falsche Wahl im Kopf oder sehr böse Fantasien.

Die Frage bezog sich natürlich auf Negan’s Opfer im 7. Staffelauftakt der AMC-Erfolgsserie “The Walking Dead“. Negan (gesp. v. Jeffrey Dean Morgan), seines Zeichens neuer Hauptantagonist der Zombieapokalypse, wurde im letzten Staffelfinale eingeführt, aber weit vorher durch geschicktes Social-Media-Promoting angekündigt. Die Figur war vielen Fans bereits durch die Comic-Vorlage (sowie infolge der Verbreitung auf Social Media) und dessen Hang zum übersteigerten Fluchen und Gewaltausbrüchen mittels eines Baseballschlägers – namens “Lucille“ – bekannt und berüchtigt.

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Dementsprechend fieberten und diskutierten viele Fans, verbunden durch Twitter, Facebook und allerlei Foren, monatelang dem Erscheinen entgegen. Im besagten Finale nahm Negan sodann die Heldentruppe um Hauptfigur Rick Grimes gefangen und machte unmissverständlich klar, dass eine lieb gewonnene Figur Bekanntschaft mit Lucille machen werde. Natürlich erst in der nächsten Staffel, um den Serienliebhabern ausreichend Zeit zu geben, angeheizt durch fragwürdige Promotionals, das Virale Marketing auf Hochtouren zu bringen. Das Ziel hierbei klar vor Augen: Das bisher beste Rating der Serie zu erzielen.

Die Klassifizerungs- und Analysesucht im Kernland des Kapitalismus ist nicht erst seit der Bankenkrise und der einhergehenden Kritik an den Bank-Ratings bekannt. Aber was versteht man genau unter Serien-Ratings und warum sind diese oftmals Gradmesser für Erfolg/Misserfolg einer TV-Serie? Bei einem Rating wird, anders als bei der zusammfassenden und in Deutschland wichtigeren Einschaltquote, nur die werberelevante Zielgruppe der 18- 49 Jährigen gemessen. Ein Rating-Punkt entspricht dabei einem Prozent-Punkt der möglichen Zuschauerschaft die in den USA laut serienjunkies.de 115 Millionen Fernsehhaushalte umfasst. Ein gutes Rating ist vor allem für die werbeabhängigen Networks und Kabelsender wirtschaftlich entscheidend, kann somit über Serienleben- und Tod entscheiden. Zusätzlich ist die werberelevante Gruppe hervorragend vernetzt und damit über virales Marketing gut zu erreichen, ein Marketingfeld, welches sich die Nielsen Company auf die Fahne geschrieben hat. Von Nielsen noch nie etwas gehört? Dies verwundert nicht, ist der Marktforschungsriese der breiten Öffentlichkeit eher unbekannt, jedoch für die Industrie ein maßgeblicher Informant.

Als solcher ist Nielsen davon überzeugt, dass die heutige Zuschauerschaft ihre Lieblingsserien nicht mehr nur allein oder mit Freunden/Familie gebannt vor einem Gerät verfolgt. Demnach nutzen etwa 60% der Zuschauer Smartphones/ Tablets während sie TV schauen. Sogenanntes Multi-Screen-Behaviour verwandelt Serien zu gemeinsamen sozialen Erlebenissen über viele Orte hinweg, welches viele Zuschauer überhaupt erst animiert am Ball zu bleiben. Aber eben auch kostenloses Marketing, da sie werberelevante Inhalte zur Diskussion stellen, weiterleiten und konsumieren. Aufgrund dessen kündigte Nielsen für 2016 eine Kooperation mit Twitter, Facebook und weiteren Social-Media-Anbietern an, um programmorientierte Social-Media-Aktivitäten während des Fernsehens weiter zu analysieren und in verwertbare Marketingstrategien zu formulieren, die hohe Ratingwerte und damit Wirtschaftlichkeit versprechen.

Zurück zu The Walking Dead, welches in der Zuschauerbindung und in den Ratingwerten als Klassenbester gilt.

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Mit einem Ratingwert von 17,03, wurde der Bestwert (17,30) zwar nicht erreicht, jedoch ein achtbares Ergebnis eingefahren, welches aber durch einen so nicht wiederholbaren Cliffhanger, sowie einer eher geschmacklosen Werbestrategie, um die Frage, wer totgeprügelt wird und anschließender – nicht unkritischen – Gewaltdarstellung erkauft wurde.

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Es ist fraglich, ob sich die Serienmacher nicht selbst in eine Situation bringen, in der sie immer extremere Reizpunkte setzen müssen, um die Social-Media-Maschinerie am Laufen zu halten und sich selbst in ihrer künstlerischen Freiheit beschneiden.

 

Quellen

Bilder:https://metrouk2.files.wordpress.com/2016/10/walking-dead-season-7.jpg?w=748&h=440&crop=1

https://pmchollywoodlife.files.wordpress.com/2016/04/the-walking-dead-negan-kill-abraham-ftr.jpg

https://en.wikipedia.org/wiki/Template:The_Walking_Dead_ratings

https://cdn.fansided.com/wp-content/blogs.dir/280/files/2016/07/Cn0e3X1VIAAGdm-.jpg

Links:https://twitter.com/hashtag/negan?lang=de

http://www.serienjunkies.de/news/ask-junkie-ratings-37971.html

http://www.serienjunkies.de/news/braindead-american-gothic-staffel-79131.html

https://de.wikipedia.org/wiki/The_Nielsen_Company

http://sites.nielsen.com/newscenter/nielsen-to-measure-total-program-related-activity-across-twitter-and-facebook/

[STUDY] Integrated Marketing: How Does Social Media Influence TV Ratings?

 

 

Memes – Was steckt hinter dem Internetphänomen?

geschrieben von in AllgemeinesKommentare deaktiviert für Memes – Was steckt hinter dem Internetphänomen?

Nahezu jeder hat schon mal von ihnen gehört, sie selbst verschickt oder ist zumindest auf einer der heutzutage zahllosen Social Media Websites über sie gestolpert – Memes. Doch was verbirgt sich hinter den kleinen Bildern, die mittlerweile ein fester Bestandteil der sozialen Medien und unserer Kommunikation sind?

Was sind Memes?

Bevor man sich näher mit dem Thema auseinandersetzten kann, muss zunächst geklärt werden, worum es sich bei Memes überhaupt handelt. Der Begriff an sich stammt von dem griechischen Wort „mimema„, was „etwas Nachgeahmtes“ bedeutet. Autor Patrick Davison definiert ein Meme, als „piece of culture, typically a joke, which gains influence through online transmission„. Es kann sich also eigentlich um alles handeln, was sich viral im Netz verbreitet, doch üblicherweise sind es Videos, GIFs oder Bilder. Der aktuelle Trend sind Memes in Form von Bildern, die darauf ausgelegt sind, Menschen zu unterhalten und sie zum Lachen zu bringen.

Nun stellt sich die Frage, waeshalb sich Memes solch einer großen Popularität erfreuen. Der Hype um die Bilder begründet sich darin, dass sie eine einfache und schnelle Möglichkeit bieten um Leute zum Lachen oder zumindest zum Schmunzeln zu bringen, ohne dass man sich einen langen Text durchlesen oder sich für eine längere Zeit mit einer Sache auseinandersetzen muss. Denn alles, was man braucht, um den Witz zu verstehen, ist auf den ersten Blick erkennbar. Des Weiteren gibt es für nahezu jede Situation ein passendes Meme, weshalb es so verlockend ist, sie in Chats einzubauen oder mit anderen Personen zu teilen.

Forever Alone, Philosoraptor & Bad Luck Brian – Was ist das ?

Die Zahlen der im Internet herumschwirrenden Memes steigt immer weiter an; einige sind sogar so beliebt, dass sie einen Namen bekommen haben. Ob „Forever Alone“, „Bad Luck Brian“ oder „Philosoraptor„; die Liste der mittlerweile namentlich bekannten Memes ist lang. Wer wissen möchte, welches Meme sich hinter welchem Namen versteckt, kann dies ganz leicht auf der Website http://knowyourmeme.com/  herausfinden.

Bad Luck Brian

„Forever Alone“

 

Wie es in Zukunft mit Memes weitergehen wird, und wie lange der Hype um sie noch andauern wird, kann niemand genau sagen. Doch ich denke, dass sie uns noch eine ganze Weile begleiten und uns den ein oder anderen Lacher schenken werden.

 

Quellen:

https://www.collinsdictionary.com/de/worterbuch/englisch/meme

http://www.bento.de/gadgets/memes-erklaert-wie-sie-unsere-kommunikation-veraendern-713560/

The History of Internet Memes

http://www.veryinteractive.net/content/4-library/25-the-language-of-internet-memes/davison-thelanguageofinternetmemes.pdf

 

 

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Karriere wichtiger als Familienleben?

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Gerade in Zeiten des demographischen Wandels spielt die Frage, wie haben sich die Familienwerte verändert, eine immer größere Rolle in der Gesellschaft. Diese Problemfrage entsteht zum ersten Mal, wenn wir in unserem Alltag  durch die Massenmedien immer öfter Nachrichten über die Globalisierung hören, lesen oder sehen.

Manche Entscheidungen sind nicht so leicht zu treffen – wiruns ganz der Karriere oder dem Familienleben zu career-family-black-woman-business-suit-standing-fork-road-deciding-vector-illustration-no-56209365widmen?

Die Schwierigkeiten sind viel zu viel, aber wenn es Kompromisse gibt, ist es  leichter. Sowohl die Frauen als auch die Männer beeilen sich mit der Arbeit zu beginnen. Sie wollen nichts in den beruflichen Bereichen wegen des Familienlebens verpassen. Darin sind auch die Ursachen für die meisten Familienscheidungen zu finden. Heutzutage  ist die Idee, erst die beruflichen Erfolge zu erreichen und dann die Familiengründung zu planen, stark in unserer Gesellschaft ausgeprägt. Die Mehrheit von den Leuten ist der Meinung, dass sie finanziell gesichert  und unabhängig sein müssen, um später eine Familie zu bilden.

Ist aber diese Vereinbarkeit als Nachteil wirklich akzeptiert, wenn es um die Arbeitswelt geht?
Wer Kinder bekommt, ist im Job zunächst weniger leistungsfähig, langsam und fällt dauernd wegen Krankheiten aus – das stimmt nicht! Eine internationale Studie über die Arbeitseffizienz von Eltern zeigt, wie produktiv Mütter und Väter arbeiten.

In Wirtschaftsunternehmen wird Familienfreundlichkeit inzwischen häufig als „Erfolgsfaktor“ bezeichnet und als Gewinn für die bereitwirtschaftlichen Arbeitsstellen bewertet.  Wer weniger Probleme hat, Familie und Karriere unter einen Hut zu bringen, der kann motivierter arbeiten. Auf diese Weise verbessert sich die Arbeitsatmosphäre.

Es kommt zur Recht, dass der Beruf einen zentralen Platz in unserem Leben nimmt, denn unsere Interessen bestimmen uns wie Leute.  Aber es ist auch sehr bedeutsam, dass die berufsstätigen Menschen für die Familie entscheiden können, ohne für ihren beruflichen Aufstieg zu fürchten, ohne Angst vor der Zukunft zu haben.

Obwohl es Kompromisse gemacht werden, warum ist heutzutage der Beruf  wichtiger? Weil wir dadurch unsere Einkommen verdienen? – Nein! Das Privatleben nimmt mehr Zeit als Geld in Anspruch – die Menschen können ihre Ziele nicht erreichen, wenn sie keine Unterstützung von ihrer Familie bekommen. Deswegeng müssen wir keine Materialisten sein, denn das Wertesystem wertvoller  ist  als alles , was wir kaufen können.

Und wie jemand einmal gesagt hat: “The reason why the world is in chaos  is because things are being loved  and people – used.”

 

Bildquelle:

https://thumbs.dreamstime.com/z/career-family-black-woman-business-suit-standing-fork-road-deciding-vector-illustration-no-56209365.jpg

 

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EDEKA legt nach – der neue Weihnachtsspot #Zeitschenken ist da

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Alle Jahre wieder“

Nachdem das Einzelhandelsunternehmen EDEKA in Zusammenarbeit mit der Hamburger Agentur Jung von Matt 2014 mit der Kassensymphonie begeisterte und im vergangenen Jahr mit dem Weihnachtswerbespot #heimkommen einen riesigen viralen Hit landete, lieferten die Kreativköpfe auch in diesem Jahr mit #Zeitschenken einen neuen Spot, welcher an den bisherigen Erfolg anknüpfen soll.

Doch was genau ist das Besondere an #heimkommen und kann #Zeitschenken ebenfalls die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und zu einem unvergesslichen Viral werden?

#heimkommen schlägt in den Medien ein

Viele werden sich erinnern, an den einsamen alten Herren, welcher Jahr für Jahr die Festtage ohne seine Kinder verbringen muss, da diese keine Zeit für ihn finden und er angesichts dieser Tatsache seinen eigenen Tod für die Zusammenführung der Familie zu Weihnachten vortäuschen muss. 

Genau das ist die Geschichte des inzwischen mehrfach preisgekrönten EDEKA-Spots #heimkommen, welcher bereits innerhalb der ersten 24 Stunden fünf Millionen Facebook-Views und über 1,2 Millionen Youtube-Klicks erreichte und sich anschließend weiter wie ein Lauffeuer in den Medien verbreitete.

#Zeitschenken – der neue Werbespot ein Flopp?

Nachdem Erfolg von „Heimkommen“ war zu erwarten, dass es einen Nachfolge-Spot geben wird.

Am 16.11.2016 war es dann soweit – der neue Weihnachtsspot #Zeitschenken, wurde seitens EDEKA mit dem Aufruf veröffentlicht, sich mehr Zeit für die wichtigen Dinge in der Weihnachtszeit zu nehmen – mehr Zeit für Familie und Freunde.

Mit dem Clip wird wie im Vorjahr ein gesellschaftliches Thema aufgegriffen.

Jeder kennt es oder hat es schon erlebt – die Vorweihnachtszeit ist nicht immer besinnlich, sondern artet in Stress und Hektik aus.

Genau darauf bezieht sich auch #Zeitschenken – Eltern die zu sehr mit der Organisation des Weihnachtsfestes beschäftigt sind, dass sie kaum noch die eigenen Kinder beachten. Doch die Wendung naht – mit Blick in die enttäuschten und traurigen Gesichter der Kinder werden sie wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt.

Mit dem Werbespot setzen die Macher auch in diesem Jahr auf eine emotionalisierte Ansprache. Bei der technischen Umsetzung wurde zudem auf das Detail geachtet – mit dem Einsatz von den Fantasie-Autokennzeichen „MU-SS 420“ und „SO-LL 3849“ sowie der musikalischen Begleitung, worin es heißt „Muss noch dies, muss noch das, muss noch jenes, und irgendwas.“, wird die Kernaussage untermalt.

Trotzdem bilden die Aufrufzahlen und Verbreitungsdaten der ersten Tage und Wochen das ernüchternde Ergebnis ab, dass der diesjährige Spot wohl nicht an den vorangegangenen Erfolg anknüpfen kann.

Erfolg vs. Misserfolg im viralen Marketing

Basierend auf der Mundpropaganda definiert sich virales Marketing durch die effiziente und rasante digitale Verbreitung einer Werbebotschaft – wie bei einem Virus eben. Je erfolgreicher das virale Marketing ist, desto höher ist die Chance, dass die Botschaft hängen bleibt.

Der EDEKA-Werbespot #heimkommen scheint jedenfalls einen Nerv getroffen zu haben. Aufgrund seiner tiefen emotionalen Ansprache von Einsamkeit, Tod, über Trauer und Freude geht das Video nicht nur unter die Haut, sondern auch ein Stück weit an die Grenzen. Das führte zu weltweitem Aufsehen und einer regelrechten Spaltung der Meinungen zwischen Empathie und Empörung. Die Präsenz war nicht nur in den sozialen Medien hoch, auch griff die Presse den Werbespot zur Diskussion selbstständig auf.

Auch wenn #Zeitschenken ebenfalls mit Emotionen aufgeladen wurde, so fehlt es diesem an Innovation – dem speziellen Reiz, dem Überraschungseffekt. Denn anders als im Vorjahr ist das Thema „Zeit schenken“ nicht neu.

Abschließend kann zusammengefasst werden, dass es schwer wird #heimkommen derzeit zu überbieten, dennoch wird auch #Zeitschenken viral Weitergetragen.

Instagram und die Welt der #Mode

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#fashion, #fashionlove, #ootd (=outfit of the day, für die wenigen Nichtinstagramnutzer unter uns). Mit diesen Hashtags werden minütlich, ja sekündlich unzählige Bilder vom neuesten Outfit, der letzten Shoppingtour oder der täglichen Kleiderwahl im aufstrebenden sozialen Netzwerk Instagram versehen und verbreitet. Mit 200 Millionen aktiven Nutzern pro Monat, 1,6 Milliarden Likes am Tag und täglich 60 Millionen verbreiteten Bildern gilt Instagram somit als das wichtigste Netzwerk für die Fashion-Welt .

Instagram macht Mode für jedermann zugänglich. Jeder hat die Chance, den neuesten Trends zu folgen und sie dann wiederum weiterzugeben. Stars, die Mode machen und verstehen werden nahbar, ein Klick und wir folgen ihnen in ihrem ach so tollen Leben. Ein weiterer Klick und die nächste Modefirma, oder aber der nächste Designer, sind abonniert und wir werden jeden Tag dank toller Bilder zum Kauf der neuesten Artikel verleitet. Instagram wird zur Werbeplattform. Große Labels und Designer nutzen sie, um ihre Kollektionen in Sekundenschnelle an potenzielle Kunden zu vermarkten.
Unterstützend wirkt dabei das Phänomen der Modeblogger. Wer ihnen folgt, folgt einem Leben, das von Mode, Reisen und Spaß bestimmt ist. Ein Leben, das jeder haben möchte. So gilt Chiara Ferragni mit ihrem Blog (theblondesalat) mit über 7 Millionen Followern als eine der erfolgreichsten Modebloggerinnen weltweit. Immer auf Reisen durch die ganze Welt, auf den größten Modeschauen, postet sie jeden Tag ihr Outfit – mit direkten Links zu den Seiten der Ausstatter. Was hier betrieben wird, ist strategisches Marketing. Die Blogger und Stars sind perfekte Werbegesichter, die die Firmen sich zu Nutzen machen. Laut der „Zeit“ sind die Modehäuser schon längst in die digitale Revolution involviert . Sie statten die Blogger aus, laden sie zu ihren Modeschauen ein und erringen so Aufmerksamkeit für ihre Kollektionen. Ein Foto wird geschossen, mit Hashtags versehen, hochgeladen und schon weiß die Instagram Community Bescheid, was „in“ ist und wo sie es finden. „Bloggen demokratisiert das Business“, sagt Stefano Gabbana vom Label Dolce und Gabbana zur FAZ. „So können wir viel mehr Leute erreichen. Niemand ist mehr von der Mode ausgeschlossen.“

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Genau das ist es, was die Modewelt so verändert hat. War Mode früher noch ein Privileg, eine Exklusivität, die sich nur wohlhabende Bürger leisten konnten, so kann heute wirklich jeder mitreden, was modern ist. Und kann auch nicht jeder sich die präsentierten Teile leisten, so kann doch jeder sich versuchen so zu kleiden und vor allen Dingen mitreden. Auch die Schaufensterspaziergänge sind passé, das lästige Anprobieren in der Umkleidekabine, das Blättern in einer der vielen Modezeitschriften. Alles geschieht digital, blitzschnell und überall. Darunter leiden vor allem die Zeitschriften, auch die wohl bekannteste Modezeitschrift unter ihnen – die Vogue. „Je mehr über Mode geredet wird, desto besser. Aber, verzeihen Sie bitte, wir haben den Eindruck, dass viele der Neuankömmlinge in dieser Welt nicht ganz das Verständnis für Mode und nicht ganz die Erfahrung haben, die sie haben sollten.“ So reagiert Vogue-Chefin Anna Wintour auf die Veränderungen in der Modebranche und auf sinkende Verkaufszahlen ihrer Zeitschrift .
Doch auch wenn die Zeitschriften sich wehren, eine Veränderung können sie nicht mehr leugnen, und schon recht nicht stoppen. Jeder kann Mode heute. Klick, ein Foto und jeder weiß Bescheid. Will es haben, will es kaufen, will es posten. #sogehtmodeheute

Bildquellen:
http://stech4.firstpost.com/tech2images/640×359/proportional/jpeg/2015/08/Instagram_ibnliveA_640-624×351.jpg
https://www.instagram.com/chiaraferragni/

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In und gesund – Wie Medien das Geschäft mit den „grünen“ Lebensmitteln boomen lassen

geschrieben von in Allgemeines, Internet, Medien und Politik, PrintmedienKommentare deaktiviert für In und gesund – Wie Medien das Geschäft mit den „grünen“ Lebensmitteln boomen lassen

Sätze wie „Ich hätte gerne einen Soja Latte“ oder „Welche vegetarische Alternative bieten Sie an?“ sind keine Seltenheit mehr. Neuerdings scheint das Supermarkt-Regal fast schon tapeziert mit den Hinweisen „vegan“ oder „vegetarisch“, in einigen Haushalten sieht es im Kühlschrank ähnlich aus.

Eine Hochkonjunktur dieser Produkte zeichnet sich deutlich ab. Plötzlich bietet jeder Supermarkt, jedes Restaurant und jedes Café solche Alternativen an – wer da nicht gleich umdenkt und das Konzept umstrukturiert, verliert leicht Kunden.
Auch in allen möglichen Medien, ob regionales Nachrichtenblatt, Tageszeitung, Fernseh-Talkshows oder beispielsweise Instagram: Das Thema ist allgegenwärtig und jeder will darüber berichten. Dies macht die ganze Sache sehr interessant für den Forschungsbereich der Medienwirkung.

Ist der ganze Trubel um den Veganismus und Vegetarismus tatsächlich lediglich einer allgemeinen Lebensumstellung geschuldet? Wie gehen eigentlich die Medien mit diesem Hype um und welche Rolle spielen sie dabei?

Es ist nicht zu übersehen, dass der Trend ohne Fleisch bzw. gar ohne tierische Produkte zu leben, immer und immer mehr zunimmt. Der Vegetarierbund (VEBU) beziffert die Zahl der ohne Fleisch lebenden Menschen in Deutschland auf rund 7,8 Millionen, also 10% der Bevölkerung, ca. 900.000, das heißt 1,1%, sind vegan – weltweit wird diese Gruppierung auf 1 Milliarde geschätzt.
Dementsprechend stieg der Umsatz mit Fleischersatzprodukten und pflanzlichen Brotaufstrichen laut statista von 155,6 Millionen Euro im Jahre 2012 auf 310,7 Millionen Euro im letzten Jahr.

“Der Trend ins Vegetarische ist unaufhaltsam. Vielleicht isst in 100 Jahren kein Mensch mehr Fleisch” | Helmut Maucher, ehemaliger Generaldirektor von Nestlé

Sieht man sich die Zahlen der Berichterstattung im deutschen Printbereich zu dieser alternativen Ernährung an, so ist ein deutlicher Anstieg innerhalb der letzten zehn Jahre zu vermerken. Obwohl die Anzahl der Veganer deutlich geringer ist, halten sie in Sachen Presse gut mit den Vegetariern mit, stellenweise gibt es über sie sogar mehr Artikel.

Aber auch vor der Buchhandlung macht der Trend nicht Halt. Die Zahl der neuveröffentlichten deutschsprachigen Kochbüchern in beiden Bereichen hat sich innerhalb von fünf Jahren verzehnfacht: Gab es 2012 lediglich 21 Neuveröffentlichungen, sind es 2016 ganze 211 Bücher.

fullsizerenderEine Trendentwicklung ist auch in sozialen Netzwerken zu bemerken. Überall gibt es „Foodpics“ von Sportlern, Models und Foodbloggern mit den Hashtags #vegan (rund 33.600.000 Treffer) und #vegetarian (rund 10.900.000 Beiträge), oftmals in Verbindung mit #healthy. Diesbezüglich hat sich schon so etwas wie eine eigene Community gebildet, viele wollen einfach nur „dazugehören“, egal ob man von der Ernährungsweise im ethischen oder ökologischen Sinne überzeugt ist.

 

Führen wir nun also die Fakten zur klar zu erkennenden Wende in unserer Gesellschaft und die zunehmende Aufmerksamkeitsentwicklung in allen möglichen Medien zusammen: Es ist eindeutig ein Hype entstanden. Hierbei lässt sich eine Hebelwirkung durch die mediale Darstellung vermuten, die die Entwicklung immens begünstigt. Dies liegt daran, dass das Thema Vegetarismus und Veganismus nahezu unumgänglich geworden ist und es durch die Allgegenwärtgkeit in den Medien der breiten Masse ins Bewusstsein gerufen wird. Außerdem vermitteln vor allem die Online-Medien wie Instagram dem Verbraucher: Wenn da „vegetarisch“ oder sogar „vegan“ draufsteht, dann MUSS es ja gesund sein. Oder?


Bildquelle: www.instagram.com

 

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„Die Rekruten“- Informativ oder niveaulos?

geschrieben von in Allgemeines, Internet, MedienkritikKommentare deaktiviert für „Die Rekruten“- Informativ oder niveaulos?

Früher Pflicht, heute „eine Überlegung wert“: Die Arbeit bei der Bundeswehr.
Seit dem Aussetzen der Wehrpflicht mangelt es dem Bund an Nachwuchs, diesen versuchen sie nun durch die Werbesendung „Die Rekruten“ auf Youtube anzuwerben. Ein schlauer Zug wenn man bedenkt, dass nach Umfragen über 60% der Befragten 10-19 jährigen täglich die Plattform nutzen.

In den Videos wird dir ein Einblick in die Grundausbildung ausgewählter Jugendlicher geboten. Mit einer wackligen Kameraführung, Effekten wie Fisheye und Untertiteln à la RTL 2 wurde das Budget von 1,7 Millionen Euro für den Dreh und weiteren 6,2 Millionen für die Werbung (Quelle: Deutschlandfunk.de), gezielt dafür genutzt, die jüngere Masse der Youtube Nutzer in den Bann zu ziehen. Die dargestellten Rekruten weisen alle ein geringes Selbstwertgefühl, wenig Disziplin und kaum Durchhaltevermögen auf. Sie haben jeden Tag ein anderes nichtiges Problem wie die Angst vor Prüfungssituationen oder Schürfwunden von Strümpfen. Das wird oft mit dramatischer Musik und Effekten begleitet.

bildschirmfoto-2016-11-24-um-10-44-16Da es sich um eine Werbeserie handelt geschieht nichts ungewollt. Ist es also Zufall, dass unter den Rekruten
nicht ein wirklich charakterstarker und talentierter Bewerber gezeigt wird? Machen diese nicht gerade das Heer der Bundeswehr aus?
Die Videos sind kurz und simpel, erinnern an Vlogs und bieten dadurch einen hohen Unterhaltungswert für die breite Masse, da nur eine geringe Aufmerksamkeitsspanne nötig ist, um die Inhalte zu erfassen.

Die Frage stellt sich, ob die angesprochene Zielgruppe denn wirklich in der Lage ist, die Inhalte kritisch zu hinterfragen und sich außerhalb dieser Videos zu informieren, was die Bundeswehr wirklich ausmacht. Ihre Werte und Gefahren können nicht in 5-minütigen Videos zusammengefasst werden.bildschirmfoto-2016-11-24-um-10-42-27

Auf mich persönlich wirken die Videos nicht ansprechend sondern eher abschreckend, jedoch dienen sie und die viele Werbung primär dazu, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Das Thema ist wieder in aller Munde und es wird darüber diskutiert, bringt Klicks und Kommentare. Gut möglich, dass einige der jugendlichen Zuschauer
sich in den Videos wiedererkennen und ihre Zukunft bei der Bundeswehr sehen. Ob das wirklich der Fall ist, werden wir in den nächsten Monaten und Jahren erfahren.

Solange die Interessenten – bevor sie sich tatsächlich für den Wehrdienst verpflichten – in einem Bewerbergespräch nochmal ausreichend informiert werden und die Gefahren und möglichen Folgen verdeutlicht werden, ist es eine legitime Methode um das Interesse zu wecken.
Ein Ersatz zu einem Dokumentarfilm oder anderen seriösen informativen Medien ist dadurch zwar nicht gegeben, aber diese Art der Werbung – so umstritten sie auch sein mag – ist allemal besser als das Wiedereinsetzen der Wehrpflicht.

 

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Supermarkt vs. Konsument – Wie wir gezielt zum Kauf verleitet werden, ohne es zu merken

geschrieben von in AllgemeinesKommentare deaktiviert für Supermarkt vs. Konsument – Wie wir gezielt zum Kauf verleitet werden, ohne es zu merken

Mama, ich will noch ‘nen Schokoriegel!

Nein mein Kind, wir müssen jetzt bezahlen.

Dann hört man meistens Geschrei und sieht eine Mutter, die genervt den Schokoriegel auf das Kassenband legt. So oder so ähnlich hat das bestimmt jeder von uns schon mitbekommen.

Dass sich diese Szene jedoch gerade an der Kasse abspielt ist kein Zufall.

Das ist nur einer der zahlreichen Tricks von Supermärkten, mit welchen sie ihre Kunden zum Kauf verleiten.

 

Frische zahlt sich aus – im wahrsten Sinne des Wortes

Die Verlockung beginnt schon am Eingang – durch Frischwaren wie Obst oder Gemüse bekommen wir Appetit, wir verbringen viel Zeit im schönen Paradies der Frischevielfalt. Impulsive Entscheidungen sind vorprogrammiert, denn bis zu 80% unserer Kaufentscheidungen sind unbewusst – zum finanziellen Vorteil der Supermärkte.

Wir alle wollen ein wenig Luxus

Man nennt es den Shop im Shop: Abteilungen für Kosmetik oder Wein, die wie eigene Welten wirken. Tolles Licht, edle Regale und viel Platz – da nimmt man doch den höheren Kaufpreis gerne in Kauf. Gleich nebenan kann man sein Gewissen wieder beruhigen, denn nebst luxuriöser Eigenwelt befindet sich meist ein Bereich mit Sonderangeboten. Gott sei Dank, da war der Luxuskauf doch in Ordnung, wenn man nun wieder sparen kann!

Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt!

Gleiche Menge, gleicher Preis würde man meinen. Aber diese Annahme ist falsch, denn Hersteller wissen genau, wie sie bestmöglich profitieren. Reduzierte Menge und altbekannter Preis ist doch die Idee. So eine kleine Änderung fällt doch niemandem auf – und dadurch sind unbemerkte Preiserhöhungen möglich.

Der Mensch ist ein faules Tier – Das weiß auch der Supermarkt

Markenprodukte in Sichthöhe sind hier der Schlüssel zum Profit. Frei nach dem Motto: „Er kam, er sah, er kaufte“ greifen wir (meistens) zum erst besten Produkt, das wir sehen. Für die günstigeren Produkte müsste man sich ja bewegen, ob nach oben oder nach unten ist egal – es fällt schwer und wer möchte es schon schwer?

„Pile it high, sell it low“

Das wussten schon die Unternehmer des Supermarktes „King Kullen“. Wenn die Ware hochgestapelt ist, muss sie ja günstig sein! Nein, eigentlich nicht, denn der Schein kann trügen. Toilettenpapier beispielsweise wird somit als scheinbar günstig dargestellt, was bedeutet, dass man als Verbraucher zuschlagen kann und sogar muss. Der Preis muss dabei jedoch nicht sonderlich niedrig sein.

Rot = günstig?

Das Spiel mit den Farben ist doch das Schönste aller Spiele. Preissenkungen werden oft mit einem roten Schild gekennzeichnet – ob das aber auch wirklich stimmt, ist nicht gesagt. Wie vorher schon erwähnt: der Schein kann trügen, aber da wir emotionale Käufer sind, ist das egal. Wir setzen rot mit günstig in Verbindung, das war schon immer so und das wird dann wahrscheinlich auch immer so sein.

Quengelei an der Kasse

Das Anfangsbeispiel hat diesen Sachverhalt schon bestens beschrieben. Supermärkte platzieren Süßigkeiten in Kindeshöhe an der Kasse. Wenn Mama oder Papa, genervt vom Einkauf, nur noch nach Hause wollen, dann kommen die Süßigkeiten ins Spiel, die die Kinder doch sooooo gerne haben wollen. Um einer Diskussion aus dem Weg zu gehen, kaufen die meisten Eltern einfach den Schokoriegel, die Gummibärchen, die Kaugummipackung, oder alles auf einmal – hauptsache man kommt nach Hause. Die Transformation von kleinen, süßen Kindern in gierige Monster machen sich die Supermärkte zu Nutze – zum Leidwesen der Eltern.

 

Was bedeutet das jetzt für jeden Einzelnen?

Vielleicht nichts. Vielleicht hat es aber auch Einige dazu angeregt, den nächsten Einkauf aufmerksamer zu tätigen und mit offenen Augen durch den Supermarkt zu laufen. Egal was es für euch bedeutet – nun wisst ihr Bescheid, und das ist doch schon einmal mehr als nichts.

Leider konnten in diesem Artikel nur einige Tricks Ansprache finden. Wer mehr lesen möchte und dem Supermarkt den Kampf ansagen will, findet in den Quellen weiterführende Informationen. Wer keine Lust hat weiterzulesen, aber trotzdem ein wenig mehr wissen will, kann hier klicken.

Viel Spaß beim nächsten Einkauf!

 

Quellen:

http://www.sueddeutsche.de/geld/verkaufspsychologie-im-supermarkt-links-herum-kaufts-sich-leichter-1.1716665

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-05/einkaufen-supermarkt-psychologische-tricks-konsum

http://www.huffingtonpost.de/2014/11/04/19-psychotricks-werbung_n_6098666.html

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Aus dem Freibad in die ganze Welt – Die virale Erfolgsgeschichte der Trendsportart HEADIS

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Mit dem Kopf und einem speziellen Ball, kombiniert mit einer Tischtennisplatte und ganz viel Lebensfreude – so spielt man HEADIS. Die Erfindung war 2006 nur eine Notlösung, da der Fußballplatz belegt war. Heute gibt es ein einheitliches Regelwerk, eine deutschlandweite Turnierserie und insgesamt 500 aktive Turnierspieler – Tendenz steigend.

Nach dem ersten HEADIS Auftritt bei „Schlag den Raab“ in 2008 nahmen die Anfragen stetig zu. Im selben Jahr startete auch die Turnierreihe (2009 fand übrigens das erste Turnier in Trier statt).

Mit wachsender Community wuchs auch die Professionalität.

Mittlerweile beschäftigt Erfinder René Wegner fünf festangestellte Mitarbeiter bei der 2012 gegründeten HEADIS Trendsport UG, ein Start-Up, das noch vor zwei Jahren bei der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ durchgefallen ist. „Für Frauen, Kinder, ältere Menschen ungeeignet“, hieß es von den Juroren der Gründer-Show.
Doch auch schlechte Presse steigert den Bekanntheitsgrad, dank der PR Wirkung der Show entwickelt sich HEADIS immer mehr zum Breitensport. Laut Wegner gibt es weltweit über 50.000 HEADIS -Spieler, diesen Wert skizziert der Erfinder „anhand der verkauften Bälle“.

Auch der Sponsoringwert der „Marke“ HEADIS stieg mit zunehmender Bekanntheit.

So fand „Headi Potter“, wie Wegner in der HEADIS Szene bekannt ist, in diesem Jahr einen Hauptsponsor für die Turnierserie, der laut den Sportbusiness-Experten von „Nielsen Sports“ im Millionen-Bereich liegt.

Kein Wunder, denn allein 2016 haben über 10.000 Sportbegeisterte der HEADIS-Facebook-Seite den blauen Daumen gegeben. Hatte die Facebook-Seite am 31.12.2015 lediglich 6.628 Likes, so hat sich die Zahl bis heute, nach knapp einem Jahr, mit 17.225 Gefällt-mir-Angaben mehr als verdoppelt. Seit der WM 2015 hat die HEADIS-Crew eine neue Video-Reihe, mit den 10 besten Ballwechseln eines jeden Turniers, ins Leben gerufen.

Allein in diesem Jahr wurden die Videos mit dem spannenden „Rumgeköppe“ über 290 Millionen Mal abgerufen.


Mit den „HEADIS Top 10 Plays“ wurden die spektakulären Ballwechsel, die bis dahin nur der Headis-Szene und einem kleinen Zuschauerkreis vorbehalten waren, der breiten Masse zugänglich. Von 9gag, über Welt Sport und die The LAD Bible, der beste Ballwechsel vom  HEADIS Masters 2016 ging um die Welt. Selbst Skeptikern wird beim Anschauen des Ballwechsels von „Headsinfarkt“ und „Sniper Schorsch“ klar, dass HEADIS eine anspruchsvolle und ernstzunehmende Sportart ist. Wie man jedoch schon an den Spielernamen sieht, zu ernst wollen die Kopfballathleten sich nicht nehmen.

Bei allem Ehrgeiz steht der Spaß an erster Stelle.

Kaum verwunderlich, dass es auf den Turnieren noch heute aussieht als wäre man auf einer studentischen Spaßveranstaltung gelandet. Denn obwohl HEADIS mittlerweile in Europa, der dominikanischen Republik, den USA und China gespielt wird, so ist es genau dieses „HEADIS-Lebensgefühl“ das den Sport ausmacht.

Ich kann aus eigener Erfahrung berichten: Ist man einmal Teil dieses Sports und dieser Community, dann lässt sie einen so schnell nicht mehr los!

 

Quellen: HEADIS Trendsports UG
www.welt.de/sport/trendsport/article158668045/Dieser-Sport-ist-in-der-Hoehle-der-Loewen-durchgefallen.html

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Social Bots – Bilden sie die öffentliche Meinung?

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Ein Großteil unseres Lebens läuft immer mehr in sozialen Netzwerken ab. Sie dienen der Kommunikation, dem Austausch über Themen in Diskussionen und können über neue Trends informieren. Jedoch trifft man in sozialen Netzwerken immer öfter auf Social Bots.

 

Doch was sind Social Bots?

Bei Social Bots handelt es sich um kleine Programme, deren Aufgabe ist es Informationen zu sammeln, aber auch Meinungen zu verbreiten. Es ist sehr schwer, Bots von Normalen Usern zu unterscheiden. Nicht nur ihre Profile sehen aus, wie von echten Personen, sondern sind auch in Konversationen nicht von echten Nutzern zu unterscheiden. Eine Auffälligkeit besteht jedoch in ihrer ungewöhnlich hohen Aktivität: Sie folgen zwar vielen Personen, haben selbst aber nur wenige Follower. Eine Studie der New Yorker Clarkson Universität  ergab, dass Fake-Accounts meist zwar 30 anderen Folgen aber selbst nur einen Follower haben. Laut Johannes Hausen Autor bei Motherboard gibt es Schätzungen, dass 20 % der User in Twitter Social Bots sind.

Die Software für Social Bots ist ein simpler Code der außerdem preiswerter ist, als z.B. Angestellte Firmen, die Nachrichten im Netz verbreiten. Der BR  schreibt, dass man für 500 Dollar Software erlangen kann, mit der etwa 10.000 Fake-Profile gesteuert werden können.

Social Bots können in verschiedenen Gebieten eingesetzt werden. Zum einen dienen sie Firmen dazu, ihre Werbung auszutragen, oder werden auch genutzt um Meinungen zu beeinflussen und z.B. Sympathien für Politiker und Parteien aufzubauen. Dies konnte man auch an der US-Wahl erkennen, wo sie das Stimmungsbild in den sozialen Netzwerken zu Gunsten Donald Trumps verzerrten.

 

Was bedeuten die Social Bots für die Bundestagwahl 2017?

In Deutschland steht im Jahr 2017 ein wichtiges Ereignis an: Die Bundestagswahlen. Durch den hohen Einfluss der Social Bots in der Politik, tritt dieses Thema in den Fokus. Auf dem Deutschlandtag der Jungen Union in Paderborn kam Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Social Bots zu sprechen, fordert sogar zum Kampf gegen diese auf.

Bei den Parteien Deutschlands trifft das Einsetzen von Social Bots im Wahlkampf auf Ablehnung. Die Linken-Politikerin Wawzyniak äußert sich zu der Thematik mit den Worten :„Wenn ich Menschen überzeugen will, muss ich mit ihnen in die Debatte kommen.“  Die Einzige Ausnahme unter den Parteien stellt die AFD dar. Sie verkündete, dass sie Social Bots für ihren Wahlkampf nutzen werden.

Obwohl die Parteien sich gegen die Nutzung von Social Bots im Wahlkampf geäußert haben, lassen sich unter den Followern einiger Politiker Fake-Accounts erkennen. Motherboard führte mit dem Tool Twitonomy eine Datenanalyse durch. Dabei stellte sich heraus, dass von 18 Spitzenpolitikern zwei Mitglieder der Grünen den höchsten Anteil an Fake-Follower besaßen: Christan Ströbele und Katrin Göring-Eckardt. Wo hingegen Frauke Petry nur auf dem 16. Platz kam.

Tabelle Prozente Fake-Follower von Politikern

In wie weit Social Bots eine Auswirkung auf die Bundestagswahl haben werden, lässt sich nicht bestimmen. Jedoch können sie Wahrnehmungen verzerren, Diskussionen stören und Gerüchte verbreiten. Deshalb ist es wichtig, dass man die Beiträge in den sozialen Netzwerken kritisch hinterfragt, um sich nicht von Social Bots beeinflussen zu lassen.

 

Artikel zum Nachlesen:

http://www.br.de/puls/themen/netz/social-bots-im-netz-die-meinungsmaschinen-100.html

http://www.br.de/nachrichten/social-bot-erklaerstueck-100.html

https://www.basicthinking.de/blog/2016/10/17/social-bots/

http://www.spiegel.de/spiegel/social-bots-propaganda-roboter-verzerren-politische-diskussion-im-netz-a-1117955.html

http://blog.zeit.de/teilchen/2016/11/18/social-bots-lieben-hans-christian-stroebele/

http://motherboard.vice.com/de/read/welcher-deutsche-politiker-hat-die-meisten-bots-und-fake-follower

http://bds.sagepub.com/content/3/2/2053951716674236

http://www.tagesspiegel.de/medien/social-bots-im-us-wahlkampf-der-roboter-als-wahlkampfhelfer/14756570.html

http://www.tagesschau.de/inland/social-bots-wahlkampf-101.html

Die Smartwatch – Eine nötige Informationsquelle?

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Halten Smartwatches was sie Versprechen? Sind Sie der lang erwartete Alltagshelfer, der uns Sportlicher und Gesünder leben lässt?

Ja aber selbstverständlich. … Zumindest wenn man den Werbungen von Apple und Samsung glauben schenkt.

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Unzählige verschiedene Produkte kamen 2016 auf den Markt und somit steigt das Angebot, aber auch die Nachfrage nach den intelligenten Uhren.

Daraus resultiert für mich die Überlegung, ob sich das Leben eines Smartwatch Nutzers signifikant ändert und man so viel Produktiver leben kann.

Die Apple Watch Series 2 beispielsweise misst den Puls des Anwenders. Sie verfolgt jeden seiner Schritte. Selbst zum Schwimmen braucht man sie nicht mehr auszuziehen. Praktischer Weise braucht man dann nicht mal mehr die geschwommenen Bahnen zählen. Das wird alles komplett von der Watch übernommen.

Ein weiteres Feature sind Push-Benachrichtigungen. Mit einem Blick auf die Uhr hat man also alles im Blick. Egal ob SMS, Whatsapp, Twitter oder doch lieber das Weltgeschehen über Focus-Online. Man ist unter der Voraussetzung, dass man sein Smartphone dabei hat, immer und überall auf dem Laufenden.

 

Nur sollte eine „Watch“ nicht eigentlich dazu dienen, die Uhrzeit anzuzeigen?

Vorweg gesagt: Im Alltagstest funktioniert die „Apple Watch“ wirklich gut. Die beschriebenen Funktionen laufen Einwandfrei und Flüssig. Nur hinterfrage ich die wirkliche Notwendigkeit eines solchen Geräts.

Folgendes Beispiel also: Ein Individuum verbringt Zeit mit dem eigenen Kind. Nun zeigt die Armbanduhr an, dass in Kabul wieder einmal unschuldige Menschen von einer Autobombe umgebracht worden sind. Das Individuum ist so verstört über das Ereignis, dass es sich nicht mehr mit Freude auf sein Kind konzentrieren kann. Ist es nun wichtig sofort über ein solches Ereignis informiert zu werden? Hätte es nicht gereicht zwei Stunden später, durch einen Blick auf das Smartphone über das Ereignis informiert zu werden?

Im Endeffekt muss jeder für sich selbst eine Antwort darauf finden. Nur möchte ich mit dem Beispiel ausdrücken, dass man meiner Meinung nach nicht in jeder Lebenslage über absolut jedes Ereignis, sei es Privat oder Weltgeschichtlich relevant, informiert sein muss.

 

Abschließend kann man sagen, dass viele potentielle Anwender einer Smartwatch noch arge Bedenken haben. Die Angst vor Datenmissbrauch und die emotionale Verbindung zur eigenen klassischen Armbanduhr sind nur einige wenige Beispiele für die vorherrschenden Bedenken.

Die „Watches“ halten zu großen Teilen, was sie versprechen. Sie sind Alltagshelfer und führen neue Möglichkeiten auf, sich mit seinem eigenen Körper zu beschäftigen.

Daher muss sich die Frage gestellt werden, ob es wichtig ist überall und zu jeder Zeit über jeden erdenklichen Sachverhalt informiert zu sein.

Darknet: Wie gefährlich ist die dunkle Seite des Netzes?

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Illegale Drogen. Waffen. Auftragskiller. (Kinder-)Pornographie. Diese Gedanken kommen bei einem Großteil der Menschen auf, wenn sie den Begriff „Darknet“ hören. Man stellt sich das „dunkle Netz“ als Abgrund des World Wide Web vor, in dem eine Horde von Kriminellen, Betrügern und Perversen ihr Unwesen treiben. Doch ist diese negative Konnotation überhaupt berechtigt und was ist dieses „Darknet“ denn eigentlich?

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guteksk7, http://www.shutterstock.com/pic-294132083/stock-photo-enter-darknet.html?src=w_PRKgRgFhLs20-SvxCIjw-1-0, 24.11.2016

 

Das Darknet lässt sich als einen verborgenen Bereich im Internet beschreiben, dessen Zugang Insidern vorbehalten ist. Das höchste Gut dieser Community ist die Anonymität. Für Laien ist diese Domäne nicht mühelos zu erreichen, anders als im uns bekannten Internet. Auf der dunklen Seite findet alles viel chiffrierter statt um sich weiterhin unerkannt auf dieser Plattform bewegen zu können. Der Weg zu diesem Netzwerk führt weder über nur einen „zentralen Server“, wie es in dem traditionellen Internet üblich ist, noch über einen konventionellen Server (Angela Gruber, Teresa Sickert, Was ist eigentlich das Darknet, Spiegel Online, 25.07.2016). Vereinfacht lässt sich sagen, dass es eines speziellen Computerprogramms bedarf, um Zutritt zu erlangen.

 

Ursprünglicher Zweck dieses separaten, unkontrollierten Internetbereiches war es, non-konform denkenden Menschen in absolutistisch regierten Ländern, Informationsbeschaffung und – austausch zu gewährleisten. Diese ursprüngliche Intention führt immer wieder zu teils auch öffentlichen Diskussionen, ob das Darknet tatsächlich nur negative Seiten hat oder ob es auch Vorzüge bietet. Um für sich selbst zu entscheiden, ob man das Darknet nun ausschließlich als Gefahr sieht oder auch durchweg als hilfreich betrachten kann, sollte man bedenken, dass das Areal des Darknet grundsätzlich nicht illegal ist. Nur aufgrund der durch die User stattfindenden Handlungen treten Rechtswidrigkeiten auf. Damit die Nutzer nicht belangt werden können, existiert sogar eine eigene, interne Währung im Darknet, sogenannte „Bitcoins“ (Angela Gruber, Teresa Sickert, Was ist eigentlich das Darknet, Spiegel Online, 25.07.2016).

 

Ein aktueller Vorfall hat die mediale Öffentlichkeit vor kurzem wieder mal auf sehr traurige und grausame Weise auf das Darknet aufmerksam gemacht: der Amoklauf in München im Juli 2016. Der 17-jährige Täter soll seine Waffe aus dem Darknet erworben haben (Darknet hat mehr Vor- als Nachteile, FAZ.NET, 27.07.2016).

Solche Gräueltaten legen die hässliche Seite dieses Netzwerkes offen und zeigen damit auch deutlich das nicht zu unterschätzende Risiko auf. Experten beschwichtigen trotz alle dem und verweisen darauf, dass die Beschaffung einer Schusswaffe im realen Leben sogar deutlich schneller geschehen kann. „Das Bedrohungsszenario, das von deutschen Behörden gezeichnet wird, ist nicht sehr realistisch“, so Linus Neumann vom Chaos Computer Club der Deutschen Presse- Agentur (Darknet hat mehr Vor- als Nachteile, FAZ.NET, 27.07.2016).

Jede Medaille hat zwei Seiten. Waffen. Illegale Drogen. Kinderpornographie sind auch außerhalb des Darknet zugänglich. Es lässt sich darüber streiten, ob das Darknet die Beschaffung dieser Dinge eventuell vereinfacht, aber: Wer Niederträchtiges vorhat, setzt es auch um, egal wie. Die gegebene Anonymität hat sowohl große Vorteile als auch immense Nachteile, jedoch steckt dahinter ein anfänglich positiver Gedanke. Das Darknet ist eine Plattform, dessen Verwendungszweck in der Hand der User liegt. Versteckt sich die Gefahr tatsächlich im Darknet oder doch in dessen Nutzern?

 

Quellen:

Angela Gruber, Teresa Sickert: „Was ist eigentlich das Darknet?“, Spiegel Online,http://www.spiegel.de/netzwelt/web/waffe-des-muenchen-amoklaeufers-was-ist-eigentlich-das-darknet-a-1104549.html, 25.07.2016

Kristina Kielblock: „Darknet: Zugang in die Unterwelt des Internets“; Giga Software, http://www.giga.de/downloads/tor-browser-bundle/tipps/darknet-zugang-in-die-unterwelt-des-internets-001/, 25.07.2016

Chaos Computer Club: „Darknet hat mehr Vor- als Nachteile“, Frankfurter Allgemeine, http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/chaos-computer-club-sieht-mehr-vor-als-nachteile-im-darknet-14359226.html, 27.07.2016

Friederike Rohmann: „Die helle Seite des dunklen Netzes“, detektor.fm, https://detektor.fm/digital/diskussion-um-darknet, 26.07.2016

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Quo vadis, Filmkritik?

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Filmmagazine, Zeitungen, Blogs und Nachrichtendienste kämpfe um die Gunst des Lesers

Filmmagazine, Zeitungen, Blogs und Nachrichtendienste kämpfe um die Gunst des Lesers

Seit die Bilder laufen lernten begleitet die Presse das, was die Menschen in den Kino zu sehen bekommen. Blickt man in die Geschichte der professionellen Filmkritik, müssen zwangsweise die Parallelen zu Theater- und Literaturkritik auffallen, die die Stoßrichtung seit den verstärkten dramaturgischen Entwicklungen im Film Anfang/Mitte der 1910er Jahre bestimmten. Spätestens seit Ende des zweiten Weltkriegs existiert eine mehr oder weniger freie Filmkritik, die mit der Bedeutung des Films als Kunst- und Kulturgut stetig wuchs.

Ein Pfeiler der deutschsprachigen Kritik ist zweifelsfrei der „Filmdienst“, erstmalig 1947 (als „Filmdienst der Jugend“, ab 1949 dann als „Filmdienst“) erschienen und bis heute von der katholischen Kirche finanziert. Wo am Anfang noch der theologische Einfluss in jeder Zeile zu erkennen war, verschaffte sich der „Filmdienst“, ganz ähnlich wie der „Evangelische Filmbeobachter“ (seit 1984 als „epd Film“ erschienen), journalistische Freiheit, die nur dem beruflichen Ethos verpflichtet war. Doch mit dem „Filmdienst“ scheint nun Schluss zu sein, die älteste Filmzeitschrift Deutschlands soll nach fast 70 Jahren eingestellt werden. Die Gründe für die Einstellung sind klar, haben doch fast alle gedruckten Publikationen mit ihnen zu kämpfen: sinkende Auflagezahlen und damit wegbrechende Einnahmen. Nach Zahlen von Spiegel Online lagen die verkauften Exemplare zuletzt (2015) bei 2.956 Stück.

Der Lauf der Dinge, will man meinen, ist doch der Zeitschriftenmarkt damals wie heute ein hart umkämpfter. Zeitschriften kommen, Zeitschriften gehen, mit den eingestellten Publikationen ließen sich Regale füllen. Doch warum ist das so? Die Frage lässt sich nicht einfach beantworten, ein pauschalisierter Verweis auf die Durchsetzung des Internets ist ungenügend, aber mit Sicherheit ein bedeutender Faktor. Seit der Film spätestens mit den großen Blockbustern der 70er Jahre mehr und mehr auf Event setzt, vollzog sich auch ein Wandel innerhalb der Kritik, beschleunigt durch das Internet.

Blogs, Onlineauftritte großer Tages– und Wochenzeitungen, YouTube oder filmspezifische Webangebote, die Auswahl an Informationsquellen ist heute so groß wie nie. Doch unter die Rezensenten mischen sich mehr und mehr themenfremde Berichterstatter. Bedenklich wird es dort, wo erwartete Reaktionen mit wirtschaftlichen Interessen der Verleih- und Produktionsgesellschaften Hand in Hand gehen. Produzent, Schauspieler und Regisseur Til Schweiger lässt seit fast zehn Jahren nur noch ausgewählte Kritiker vorab seine Filme sehen, zuletzt bei seinem Kassenflop „Tschiller: Off Duty“. Ist das noch Journalismus oder bereits Marketing? Die Grenzen sind oftmals nicht mehr klar. Bei zuletzt steigenden Besucher- und Umsatzzahlen in deutschen Kinos ist der wirtschaftliche Faktor in der Berichterstattung nicht zu unterschätzen. Publikationen wie das monatlich erscheinende Magazin „Kino & Co.“, welches kostenlos zur Mitnahme in diversen großen Kinoketten ausliegt, macht in seiner Art und Weise keinen Hehl daraus, andere Maßstäbe als die traditionelle Kritik an einen Film zu legen.

Wie also wird sich der Markt entwickeln? Keine einfache Frage, um die Antwort gäben viele Verlage viel. Wahrscheinlich wird er weiter an Diversität gewinnen, im positiven, wie im negativen Sinne. Ob die professionelle, journalistische Kritik aus der Ecke, in der sie sich auf dem freien Markt befindet, befreien kann, bleibt abzuwarten. Ob auf Papier, auf privaten Blogs oder als Videobeitrag auf YouTube, überall gibt es bereichernde Formate. Das Heil der Filmkritik scheint das Internet zu sein, die bisher nach außen getragenen Pläne sehen eine Fortführung vom „Filmdienst“ im Netz vor. Doch stellt sich Frage: Papier ist geduldig, ist es das Internet auch?

Youtuber: die neuen Werbefiguren?

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Jeder, der ab und zu auf dem Videoportal Youtube unterwegs ist, sollte es kennen: Produktplatzierungen. Für manche vielleicht offensichtlicher erkennbar als für andere.
Denn nicht selten kommt es vor, dass Star-Youtuber wie Bibis Beautypalace, Y-Titty, Dagi Bee und co. Produkte mit Jubel begrüßen, die ihnen von Unternehmen und Firmen kostenfrei zur Verfügung gestellt wurden. In der Regel werden sie dafür sogar bezahlt. Natürlich ist die Abonnenten Anzahl des Kanals für die Unternehmen dabei nicht unwichtig. Denn je mehr Abonnenten – desto größer ist die Reichweite.

Doch worin liegt der Vorteil Youtuber als Werbeträger zu nutzen?

Bianca Heinike alias Bibis Beauty Palace ist eine der erfolgreichesten deutschen Youtuberinnen.
Auf ihrem Kanal findet man hauptsächlich Beauty und Lifestyle Videos und mit ihren knapp 4 Millionen Abonnenten hat sie einen hohen Aufmerksamkeitswert. So nutzt auch sie diese Art des Marketings um ihre Fangemeinde für eine Reihe von Produkten zu begeistern. Mittlerweile wirbt sie sogar für ihre eigenen: Duschschäume mit außergewöhnlichen Geruchsrichtungen – und das mit Erfolg. Denn Youtuber sind gute Werbefiguren: Sie wirken sympathisch, authentisch, sprechen von eigenen Erfahrungen und sind näher an ihrem jungen Publikum. Oft wird die, für den Einen oder Anderen offensichtliche Werbung in den Videos von den jungen Zuschauern gar nicht erst als diese wahrgenommen.
Ein Grund dafür: Die Darstellung von Produkten wird meist geschickt in das Video eingestrickt und so ist – konträr zu den Werbeeinschaltungen im Fernsehen – nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, dass es sich im Grunde um klassisches Marketing handelt. Zusätzlich kann die Werbung genau an die gewünscht Zielgruppe angepasst werden. Für eine Kosmetikfirma wäre Bibi beispielsweise eine perfekte Werbeträgerin. Zudem wirkt eine gut eingesetzte Produktplatzierung nicht störend, was man von den teilweise fünf-minütigen Werbepausen im Fernsehen nicht behaupten kann. Dazu kommt noch, dass der Großteil der abgespielten Werbespots im Fernsehen aufgrund von Informationsüberlastung vom Zuschauer garnicht richtig aufgenommen werden.
Man könnte also sagen: Die Mischung aus Unterhaltung und passend eingesetzter Werbung machts! Und genau das macht Youtube als Werbeplattform so effizient.

Hauptsächlich erreichen Youtuber diejenigen, die sich vom Fernsehen abgewendet haben, sprich Kinder und Jugendliche von 12-20 Jahren bzw. die sogenannte Generation-C (Creation, Connection), also die Generation, die mit dem Internet aufwächst.
Man könnte meinen Youtube ist eine Art Jugendfernsehen geworden. Grund dafür ist die große Flexibilität von Youtube in Ort, Interessefaktor und Zeit. Sozusagen nach dem Motto: „Ich kann sehen was ich will, wann ich will, wo ich will.“

Genau nach diesem Motto beschreiben es die Jungs von Y-Titty. So sagt Phillip Laude: „Wir gucken alle kein Fernsehen mehr“, sein Freund und Kollege OG ergänzt: „Es ist absurd, sich eine Zeit zu merken,zu der man einschalten muss, weil man sonst die Sendung verpasst. Das ist absolut nicht mehr mit dem heutigen Lebensrhythmus vereinbar“
Kurz gesagt: Fernsehen ist von gestern, Youtube geht mit der Zeit.

Vielleicht könnte dies ebenfalls ein Grund dafür sein, dass immer mehr Unternehmen auf Youtuber als Werbeträger zählen und eventuell in Zukunft zunehmend auf Werbeeinschaltungen im Fernsehen verzichten werden.
Denn eins steht fest: Bibi und co., sind mit ihrem Erfolg die lebenden Beweise dafür, dass diese Art des Marketings Potenzial hat.

 

Quellen:

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/youtube-star-bibi-wirbt-junge-menschen-das-neue-werbe-business-a-1066678.html

http://www.texter-in.at/themen/gruende-fuer-den-einsatz-von-product-placement.php

http://www.zeit.de/2013/42/jugendliche-generation-youtube-medien

Schleichwerbung oder Product Placement? Youtuber in der Grauzone

Bild:

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Snapchat und seine Gefahren

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Snapchat und seine Gefahren

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Mal eben schnell ein Bild machen, an alle schicken und den Moment teilen. Ganz einfach.                                                                     Wer hat die beliebte App Snapchat mittlerweile nicht. Millionen von Teenagern haben Snapchat auf ihrem Handy und es werden immer mehr. Die App ist Foto- und Messenger-App zugleich und macht so WhatsApp und Instagram Konkurrenz. Gerade keine Möglichkeit zu haben ein Bild zu liken oder zu teilen – ganz anders als bei Facebook oder Instagram – bringt Snapchat eine große Beliebtheit bei den Nutzern. Die Möglichkeit ein Bild zu versenden das nach wenigen Sekunden wieder verschwunden ist spricht viele an. Aber ist Snapchat sicher ?

Viele Jugendliche benutzen die App um Schnappschüsse zu machen. Man kann die Bilder an seine Freunde verschicken und die Bilder sind nur für ein paar Sekunden sichtbar und dann gelöscht. Genau da liegt die Gefahr. Dieses System verleitet viele Jugendliche dazu vertrauliche Bilder, sprich Nacktfotos zu verschicken. Mit seiner Löschfunktion ist Snapchat perfekt für sogenanntes sexting. Aber ob die Bilder auch wirklich komplett gelöscht werden ist die Frage. Dies ist eben nicht so. Das zeigte jetzt eine Veröffentlichung von 200.000 privaten Nacktbildern die teils von Minderjährigen über Snapchat geschickt wurden. Die App hat nämlich einige Sicherheitslücken bei deinen Daten von Nutzern unerklärlicher weise ins Internet gelangten.               Zudem gibt es mittlerweile Apps die dafür gemacht wurden Snapchat-Bilder zu Speichern wie zum Beispiel „SnapSave“.              Ein weiterer Punkt ist dass der Empfänger des Bildes leicht ein Screenshot machen kann und auf seinem Handy speichern kann. Snapchat kann also nicht sein Versprechen halten dass die verschickten Bilder nach zehn Sekunden nie mehr einsehbar sind.

Daher sollte man jüngere Nutzer über die gefahren aufklären und auch Eltern sollten Interesse für die neue Technik zeigen damit sie sich informieren können und Gefahren besser verstehen und gegensteuern können. Man selber sollte auch überlegen wer die Fotos sehen darf und ob man bestimmte Bilder zum Beispiel beim Feiern an andere weiter geben möchte und so mit die Gefahr besteht dass diese doch irgendwo im Netz landen.

Zusammengefasst kann man sagen dass man auch bei Snapchat aufpassen sollte was für Bilder man verschickt und nicht darauf vertrauen, dass diese Bilder nach zehn Sekunden verschwinden.

 

Quellen:

https://www.schau-hin.info/medien/mobile-geraete/wissenswertes/snapchat.html

http://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/smartphones/snapchat/risiken-bei-snapchat/

 

Bild:

http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.liaisonedu.com%2Fwp-content%2Fuploads%2F2014%2F04%2Fbadgalrihanna.w190.h190.2x.png&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.liaisonedu.com%2Fblog%2Fsnapchat%2F&h=250&w=250&tbnid=BuwuHpT3thkLHM%3A&vet=1&docid=MA3Lf8syNyMGYM&hl=de&ei=pb4tWNGPNYyyswGmorfgDw&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=890&page=0&start=0&ndsp=26&ved=0ahUKEwiR9rmSgLDQAhUM2SwKHSbRDfwQMwg1KAMwAw&bih=839&biw=1440

 

 

Wo bleiben eigentlich die Superheldinnen?

geschrieben von in Allgemeines, Fernsehen, Medienkritik, MedienwandelKommentare deaktiviert für Wo bleiben eigentlich die Superheldinnen?

Wenn ich von Superhelden spreche, dann hat jeder sofort ein Bild im Kopf. Superman , ganz offensichtlich, Batman oder Spiderman, diese Namen kann man inzwischen schon fast zum Allgemeinwissen zählen. Bei den weiblichen Kollegen wird es dann aber schon schwieriger. Superwoman? Gibt es die?, könnte sich manch einer fragen. Nicht ganz, Supermans weibliches Gegenstück heißt Wonder Woman. Catwoman? Spätestens bei Black Widow geben viele auf. Nie gehört. Natürlich gibt es noch unglaubliche viele Helden und Heldinnen mehr, jeder Comicbuch-Fan könnte diese Liste beliebig weiter führen, der Einfachheit halber bleiben wir hier aber bei den Bekannteren.

Marvel’s Avengers bestehen in ihren bekanntesten Filmen aus sechs legendären Superhelden und tatsächlich, Black Widow ist eine von ihnen. Um genau zu sein, die Einzige ohne exorbitant hohen Testosteronspiegel. Ihre Mitstreiter nämlich, tragen die Namen Iron Man, The Incredible Hulk, Captain America, Hawkeye und Thor. Neben ihren Hormonen haben die werten Herren auch noch eine weitere Gemeinsamkeit: Sie sind wesentlich bekannter als ihre Kollegin. Nun halte ich es schon für traurig genug, dass Black Widow, trotz ihrer Verkörperung durch die durchaus populäre Schauspielerin Scarlet Johansson, so unbekannt blieb, doch damit nicht genug.

So will der eingefleischte Fan natürlich nicht auf sein geliebtes Merchandise verzichten. Die Jungen und Männer haben es hier leicht, ihre Lieblingshelden finden sie in zahllosen Variationen auf T-Shirts, Pullovern, Taschen, Tassen und als Spielzeug. Für Mädchen und Frauen dagegen wird es jetzt in zweierlei Hinsicht schwierig. Zum Einen ist es erschreckend zu beobachten, dass einige Heldinnen, sind sie doch ohnehin schon in der Unterzahl, auf Shirts oder Taschen, wie hier Gamora von den Guardians of the Galaxy, einfach verschwinden oder sogar ausgetauscht werden. Zum Anderen gibt es an besagten Shirts zwar eine riesige Auswahl, die meisten davon sind allerdings nur für Männer geschnitten. Ist die Frau hier dennoch nach langer Suche erfolgreich, dann ist ihr Fund entweder pink oder besagt, dass die Trägerin am Liebsten einen der männlichen Helden heiraten würde. Oder beides.
Dem weiblichen Fan ein wohlbekanntes Problem.

Was aber vermittelt das den Mädchen und jungen Frauen in unserer Gesellschaft? Dass sie kein Recht haben selbst stark zu sein? Dass sie doch bitte wie eine Disney Prinzessin süß und hübsch und rosa sein sollen und letztendlich doch immer auf ihre Prinzen angewiesen sind.

Der amerikanische Medienwissenschaftler Christopher Bell erzählt in einem seiner Vorträge die Geschichte eines elfjährigen Jungen aus North Carolina, der My Little Pony schaut und dafür in der Schule so lange gemobbt und verprügelt wird, bis er eines Tages zu Hause versucht sich zu erhängen. Der Junge hat überlebt, doch das macht seine Geschichte meines Erachtens nicht weniger tragisch.

In was für einer Gesellschaft leben wir, deren Medien Mädchen und Frauen den Männern so klar unterstellt, während es für einen Jungen als Demütigung gesehen wird Ponys zu mögen? Ponys, die noch dazu wichtige Grundwerte verkörpern, wie jeder weiß, der sich einmal die Mühe gemacht hat die Kinderserie zu recherchieren. Also gebt den Heldinnen eine Chance. Nicht nur für Mädchen, auch für Jungen. Denn von ihnen lernen können wir alle.

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„Mit Informationen gibt man Menschen Macht“

geschrieben von in AllgemeinesKommentare deaktiviert für „Mit Informationen gibt man Menschen Macht“

… und manchmal ist es eben dieser eine Schauspieler aus „Titanic“, der weiß damit umzugehen.

Dass ein Dokumentarfilm in den Medien hohe Wellen schlägt, ist wohl eher unwahrscheinlich. Gelingen kann’s trotzdem wie Fisher Stevens‘ „Before the Flood“ bewiesen hat! Es handelt sich hierbei um eine vielseitige Auseinandersetzung mit dem Thema Klimawandel und seiner medialen Auslegung, vor allem in der amerikanischen Berichterstattung.

Jedoch sollte man Protagonist Leonardo DiCaprio nicht aus den Augen verlieren. Im Vergleich zu anderen Dokumentarfilmen, steht bei „Before the Flood“ einer der bekanntesten Hollywood-Stars vor der Linse. So breite sich schon im Vorfeld der Veröffentlichung ein mediales Lauffeuer aus. Auch zahlreiche Interviews, die der Schauspieler mit den einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt führt (u.a. Barack Obama, Ban Ki-moon und Papst Franziskus), sorgten für eine derartige Aufmerksamkeit.

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Barack Obama und Leonardo DiCaprio im Gespräch, Quelle: National Geographic

Wer jetzt denkt das Thema werde nur oberflächlich in Gesprächen abgefertigt, liegt falsch. Der Dokumentarfilm versorgt uns nämlich mit jeder Menge nützlichen Informationen.
Laut DiCaprio ist es so:

„Wer nicht an den Klimawandel glaubt, glaubt nicht an Fakten, an die Wissenschaft oder an empirische Wahrheiten (…)“

Die Rede ist hier vom „postfaktischen“ Zeitalter. Filmisch wird dieses Phänomen perfekt in Szene gesetzt.

Fakten werden gefühlsmäßigen Aussagen gegenübergestellt.
Kurze Videosequenzen, die schnell hintereinander abgespielt werden, zeigen die unterschiedlichsten Auswirkungen des Klimawandels auf die Natur, von extremen Dürren bis hin zu flächendeckenden Überschwemmungen.
Im krassen Kontrast hierzu stehen Aussagen amerikanischer Klimawandelleugner auf Seiten der Medien und der Politik. Besonders brisant: ein Ausschnitt einer Wahlkampfrede Donald Trumps, in der er sich über den Klimawandel lustig macht. Nicht zufälligerweise drängten Stevens und DiCaprio auf Veröffentlichung des Dokumentarfilms vor den amerikanischen Wahlen im November.

Trotz alldem gibt es Hoffnung. So vielfältig die Risiken der Massenmedien, sind auch deren Chancen.

„Mit Informationen gibt man Menschen Macht.“

Diese Macht kann positiv genutzt werde, wie der Film beispielhaft an China zeigt. Für die Menschen dort ist der Klimawandel nicht mehr nur ein Begriff, sondern jahrelang schon knallharte Realität. Angetrieben von der allgegenwärtigen Präsenz der Problematik in den Medien, konnten die Chinesen mittels Protesten und Demonstrationen Druck auf die dortige Regierung ausüben – und das erfolgreich! Seit einiger Zeit schon haben sich die Verantwortlichen in der chinesischen Politik für einen nachhaltigeren Kurs entschieden.

Bedenkt man den Einfluss der medialen Berichterstattung ist es also kein Wunder, dass der Dokumentarfilm kostenlos in 45 Sprachen über sämtliche Plattformen im Netz zur Verfügung gestellt wurde.
DiCaprio zeigt uns weitestgehend, was Information bedeutet und was sie bewirken kann. Wie wir sie nutzen, liegt an uns.

Womit alles anfängt? Mit einem Klick.


Quellen:
– Dokumentarfilm „Before the Flood“
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/leonardo-dicaprios-dokumentation-before-the-flood-   14511200.html
– http://www.berliner-zeitung.de/kultur/leonardo-dicaprios-dokumentarfilm–before-the-flood–kostenlos-bei-youtube-zu-sehen-25010716
http://edition.cnn.com/2016/10/25/entertainment/leonardo-dicaprio-before-the-flood/
http://www.fr-online.de/politik/umweltpolitik-chinas-kleines-klimawunder,1472596,30736714.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/massenproteste-in-china-wuetende-anwohner-stoppen-abwasserleitung-a-846898.html

Quelle zum Bild
http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.smh.com.au%2Fcontent%2Fdam%2Fimages%2Fg%2Fs%2Ff%2Fc%2F9%2Fs%2Fimage.related.articleLeadwide.620×349.gsfc5j.png%2F1478003756727.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.smh.com.au%2Fentertainment%2Fmovies%2Fleonardo-dicaprios-before-the-flood-documentary-makes-pitch-to-us-election-2016-20161101-gsfc5j.html&h=349&w=618&tbnid=mOvBOv0hVtbzJM%3A&vet=1&docid=W-Z94AZL5VHEHM&ei=rOMoWLfDOsOSsAG70LmYAQ&tbm=isch&client=opera&iact=rc&uact=3&dur=690&page=0&start=0&ndsp=8&ved=0ahUKEwi3ybfg3qbQAhVDCSwKHTtoDhMQMwgiKAUwBQ&bih=492&biw=1024

 

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Die Werbung als Spiegel der Gesellschaft

geschrieben von in AllgemeinesKommentare deaktiviert für Die Werbung als Spiegel der Gesellschaft

Pausenlos ist man mit diversen Werbespots konfrontiert. Jedoch, so verschieden die einzelnen Spots auch inhaltlich sein mögen, am Ende erfüllen sie alle den selben Zweck.

Sie halten den Konsumenten plakativ vor Augen, was aktuell wichtig, erstrebenswert, modern oder vorbildlich sein soll. UND sie präsentieren das ultimative Mittel, die Lösung, um dies zu erreichen. In gewisser Weise sollen die Konsumenten beim Anblick einer Werbung denken: „Das muss ich haben/ tun.“ In dieser Hinsicht hat sich die Werbung nicht verändert. – Aber die Gesellschaft! Ihr Wandel spiegelt sich in der Entwicklung der Werbung wieder.

Dies wird an der Darstellung der Frau in Werbespots besonders deutlich, denn nichts Anderes hat sich im Laufe der Jahrzehnte so stark verändert. Von der Nachkriegszeit bis heute wurde die Frau als hübsche Deko, als Hausfrau, als Sexsymbol, als gleichberechtigte Partnerin, als Schönheitsideal, oder auch als erfolgreiche Karrierefrau präsentiert. Eben parallel zu der Rolle der Frau in der Gesellschaft.

Wenn man sich aus heutiger Perspektive einen Werbespot aus den 50er/60er Jahren ansieht und auf die Darstellung der Frau achtet, dann kann man nur den Kopf darüber schütteln, wie sehr Frauen damals öffentlich in eine bestimmte Ecke gestellt wurden.

Das beste Beispiel zeigt eine alte Dr Oetker-Werbung aus den 50ern. :

Man sieht die glückliche Ehefrau, mit hoch geschlossenem Kleid, Schürze und „anständiger Frisur“. Sie hat offensichtlich großen Spaß dabei, unter Zeitdruck, für ihren Mann, der bald von der Arbeit kommen wird, das Abendessen vorzubereiten und Kuchen zu backen. Dabei scheint sie unendlich dankbar dafür zu sein, dass ihre Arbeit durch das Back- und Puddingpulver von Dr Oetker so erleichtert und beschleunigt wird.

Im Hintergrund hört man diverse Kommentare, die man heute als Diskriminierung erachten würde. Darunter auch den berühmten Satz: „Eine Frau hat zwei Lebensfragen: Was soll ich anziehen und was soll ich kochen?“

 

Heute wird die Frau in der Werbung eher als erfolgreiche Geschäftsfrau (z.B. Commerzbank) oder als Schönheitsideal (z.B. Almased oder Garnier) dargestellt.

karriere-frau

Somit wird anhand der Werbespots deutlich, dass es in den 50ern für eine Frau erstrebenswert war, perfekt den Haushalt führen zu können und heute möchte sie attraktiv sein und vor allem sehen, dass die Gesellschaft verstanden hat, dass auch Frauen berufstätig und erfolgreich sein können.

Wie sieht die Gesellschaft wohl in fünfzig Jahren aus? Vielleicht übernehmen Männer die Werbung für Backhilfen und zeigen wie froh sie sind, alle Hausarbeiten entspannt zu schaffen, bis die Ehefrau von der Arbeit kommt.

 

Quellen:

 

http://www.grin.com/de/e-book/39316/das-bild-der-frau-in-der-werbung

https://prezi.com/vmcirdxuhyoj/der-wandel-des-frauenbildes-in-der-werbung-in-deutschland/

http://blog.fsf.de/diskurs/werbung-ist-ein-spiegel-der-zeit/2013/11

http://www.conradpramboeck.com/wp-content/uploads/2016/03/karriere-frau-tipps-experte.jpg

 

Modernes Audio-Mastering – Wie Musik unser Gehör ermüdet

geschrieben von in AllgemeinesKommentare deaktiviert für Modernes Audio-Mastering – Wie Musik unser Gehör ermüdet

Jeder kennt das Phänomen und hat es selber schon getan oder miterlebt: Noch während man einen Song hört, wird schon zum nächsten Titel gesprungen. Während des Hörens verliert man mittendrin wieder das Interesse und springt zum nächsten Stück. So arbeitet man sich manchmal durch ganze Alben oder riesige Playlists und hört nur ein paar Lieder komplett.
Einer der Gründe dafür ist die akustische Aufbereitung moderner Popmusik, welche in diesem Artikel genauer beleuchtet werden soll.
Psychoakustik spielt hierbei eine große Rolle: So reagiert unser Gehör bei lauten Signalen naturgemäß stärker und bei Musik bedeutet das einen Gewinn an Hörgenuss. Dies machen sich auch die Plattenlabels zu nutzen, indem sie durch das Anheben der Lautstärke ihrer Produktionen bessere Chancen im Wettbewerb erreichen.Gerade im Radio und auf Streamingdiensten mit Playlists, wo verschiedenste Produktionen aufeinander treffen, soll so die eigene hervorstechen.

Die technische Umsetzung ist dabei bei allen gleich. Vereinfacht gesagt werden die leiseren Signale eines Stückes künstlich in der Lautstärke angehoben. Dieses Verfahren nennt man Kompression.
Eine noch extremere Variante ist das sogenannte Limiting, bei dem die lautesten Signale an ihren Pegelspitzen abgeschnitten werden.

loudness

Die Grafik zeigt zwei Stereo-Audiospuren, die obere ist das unbearbeitete Original. Die untere wurde mit den oben beschriebenen Methoden bearbeitet.

Den Versuch der Produzenten sich bei diesem Verfahren immer weiter zu übertreffen, nennt man Loudness-War. Das folgende Video veranschaulicht das Verfahren mit Hörbeispielen:

Diese Klangänderungen bringen diverse Vor- und Nachteile mit sich. In einer lauten Umgebung (z.B. im Bus oder im Auto) ist eine laute Aufnahme durchsetzungsfähiger und bringt auf einer breiten Masse an Wiedergabegeräten, wie zum Beispiel Radios, Smartphones und Notebooks, ein passables Hörerlebnis.

Allerdings wirkt sich das beschriebene Verfahren bedenklich auf einen der Kernpunkte aus, der Musik auszeichnet: Dynamik und große Impulse, die Hörreize schaffen. So ermüdet unser Gehör und wir verlieren schneller das Interesse. Die Motivation sich länger mit einem Stück oder einem ganzen Album zu befassen, und damit der Intention des Künstlers zu folgen, wird dadurch verringert.  So kann der Klang einer Aufnahme zu dem Eingangs beschriebenen Phänomen führen, dass Lieder seltener zu Ende gehört werden.

 

Quellen:
https://en.wikipedia.org/wiki/Loudness_war
http://dynamicrange.de/
http://www.soundandrecording.de/stories/der-loudness-war/

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