Jugend an die digitale Macht: PoliPedia

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Wie können Politiker heute noch begeistern? Wie können Politiker vor allen Dingen junge Menschen für ihr Fachgebiet begeistern? In Österreich hat das Demokratiezentrum das Projekt PoliPedia gestartet. Auf dem Weblog “DEMOS-Monitor, der sich besonders mit dem Thema E-Partizipation auseinandersetzt, bin ich auf das Projekt aufmerksam geworden. Wer mehr darüber wissen möchte, klicke sich rein.

Vielleicht wäre eine solches Projekt auch für Deutschland interessant und bestimmt effektiver als ein “Du bist Deutschland”-Werbespot.

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TeleBid vs. eBay

geschrieben von in Internet3 Kommentare »

“eBay ist tot, TeleBid lebt” – so könnten Internetnutzer die derzeitige Situation der beiden digitalen Auktionshäuser beschreiben. Während sich bei “eBay” besonders die Verkäufer über das neue Bewertungssystem beschweren, baut “TeleBid” sein Imperium nutzerfreundlich aus.

Ab Juni dürfen auf eBay keine negativen Bewertungen von Verkäufern über Käufer abgegeben werden. Laut RTL II war dies für Verbraucherschützer längst überfällg, “weil sich Rache-Bewertungen – also unfaire Gegenbewertungen – seitens der Verkäufer in den vergangenen sechs Jahren vervierfacht hätten”. Um die Verkäufer allerdings wieder zu besänftigen, hat sich eBay auch neue Preise ausgedacht: Ab dem 20. Februar zahlen Verkäufer keinen Cent für das Einstellen ihres Artikels und das erste Galeriebild. Jedoch müssen sie mit höheren Provisionen rechnen. Immerhin gibt eBay in der eBay-Community seinen Kunden die Möglichkeit, über die kommenden Bedinungen zu diskutieren.

Bei TeleBid hingegen kostet jedes Gebot pauschal 0,50 Euro.

Infos über die Gründung oder die Mitgliederzahlen von TeleBid habe ich nicht ausfindig machen können. Ebay existiert seit 1995 und zählt (laut eigenen Angaben) mittlerweile 212 Millionen registrierte Nutzer weltweit.

Vielleicht ist eBay auch einfach zu alt geworden (der Hype ist vorbei) und wird nun von TeleBid abgelöst. Dann heißt es in Zukunft nicht mehr: “3, 2, 1 – meins”, sondern “Puls rauf. Preis runter”.

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Weblog im Zeitungs-Layout

geschrieben von in Weblogs3 Kommentare »

Einen interessanten Weblog-Eintrag habe ich auf dem Schweizer Weblog hist.net gefunden. Der Weblog der beiden Wissenschaftler Peter Haber und Jan Hodel befasst sich mit Geschichte und Digitalen Medien.

Der Eintrag stellt den Onlinedienst FeedJournal vor, der es ermöglicht, “aus einem beliebigen RSS-Feed eine PDF-Datei zu erstellen, die aussieht wie eine klassische Zeitung”.

Ich habe Feedjournal einmal für unseren Weblog getestet. Und das ist dabei herausgekommen: Trierer Medienblog im Zeitungs-Layout.

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Tagung DSWI

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Die Tagung “Deutsche Sprachwissenschaft in Italien” (kurz DSWI) geht in die dritte Runde. In Rom versammeln sich dieses Jahr Wissenschaftler aus aller Welt vom 14. bis 16. Februar. Auf der Tagung gibt es auch eine Arbeitsgruppe, die sich mit dem Thema “Sprache und neue Medien” beschäftigt. Die Abstracts zu den Vorträgen der Arbeitsgruppe, die recht interessant sind, gibt es hier.

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“Auferstehung aus Ruinen”

geschrieben von in Allgemeines2 Kommentare »

Es ist schon interessant. Immer wenn in der Eifel gebaggert und gebaut wird, titelt unsere regionale Zeitung, der Trierische Volksfreund: “Auferstehung aus Ruinen”. So lautete zumindest die Überschrift zweier Artikel. Einmal ging es um die Neugestaltung des kleinen Eifeldorfes Borler, einmal um die Umgestaltung des Nürburgrings. Ein wenig klingt es so, als wolle der TV die Eifel als “Ruinenlandschaft” darstellen. Aber weder die Beschreibung “Ruinenlandschaft” noch eine andere Analogie verbindet die Eifel mit der DDR.

Natürlich fällt direkt auf, dass der Artikel über Borler aus dem Jahre 2005 stammt, während der Artikel über den Nürburgring erst ein paar Tage alt ist. Aber es ist schon erstaunlich. Übrigens habe ich auch einmal in der Artikelsuche “Auferstehung aus Ruinen” und “Ruine” eingegeben, überraschend, wieviele andere Beiträge auch diesen Titel oder dieses Titelstichwort tragen. Hoffentlich zu recht…

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Das Sprachniveau der Presse sinkt dramatisch

geschrieben von in Medienwandel, Zukunft des Internet10 Kommentare »

In der Januar Ausgabe des deutschen Medienmagazins “journalist” wird das Sprachniveau der deutschen Medienlandschaft unter die Lupe genommen. Die deutsche Sprache ist eine lebendige Sprache, die sich gerade in Zeiten von Web 2.0 in raschem Wandel befindet. Laut Duden stehen in der aktuellen Ausgabe des Wörterbuches 130.000 Stichwörter, 3000 mehr als vor drei Jahren. So reihte sich beispielsweise das Wort “Weblog” in den deutschen Wortschatz ein.

Moment “Weblog”? Ist “Weblog” nicht eine Komposition aus englisch “Web” für “Netz” und “Log” für “Logbuch” resp. “Protokoll”? Und genau gegen dieses Phänomen wehrt sich Journalistenausbilder Wolf Schneider, der die wachsende Zahl von Anglizismen im Deutschen bekämpft. Als Pfleger der deutschen Sprache hat es sich der einstige Lehrling von Henri Nannen zur Aufgabe gemacht, für jedes unsinnige Fremdwort ein sinniges deutsches Wort zu finden. “Eine Aufgabe, die Großmeister Goethe wohl kaum erfreut hätte: ‘Ich verfluche allen negativen Purismus, dass man ein Wort nicht brauchen soll, in welchem eine andre Sprache vieles oder Zarteres gefasst hat’, so der Dichter. Und weiter: ‘Die Gewalt einer Sprache ist nicht, dass sie das Fremde abweist, sondern dass sie es verschlingt’.” (vgl. journalist 1/2008, 17).

Hier an dieser Stelle wird deutlich, dass das Spannungsverhältnis des Sprachpurismus und der Aneignung von Fremdwörtern in der Dynamik der Sprache selbst liegt. Die Frage nach dem Umgang mit der Dynamik wird aufgeworfen. Soll jedes Wort, dass gerade “in” ist in den deutschen Wortschatz eingehen oder als sprachketzerisch verteufelt werden? Das Magazin “journalist” erklärt den Werdegang der deutschen Sprache historisch: Die französische Sprache herrschte im 17. und 18. Jahrhundert vor, nach 1945 schämten wir Deutschen uns unserer Sprache und waren der Fremdherrschaft untergeordnet, im 21. Jahrhundert schließlich nimmt die Weltsprache Englisch Kurs auf das Deutsche. Hinzu kommt die Verunsicherung durch die Rechtschreibreform. Das Spannungsverhältnis bleibt erhalten und kaum jemand weiß, ob er gerade korrektes Deutsch oder doch eher Denglisch schreibt. Sprache ist ein Aspekt der Kultur und müsste als Kulturgut gepflegt werden, aber Bereicherung kann nicht schaden. Oder?

Auch die deutsche Presse bleibt vor diesem Konflikt nicht verschont. So gibt es im Programm von “Radio Enegy” (man beachte den englischen Namen) in jeder Nachrichtensendung ein “Trend- und Wetter-Update”. Der Privatsender “RTL” sendet auf “RTL II” keine Nachrichten mehr, sondern “News”. Und beim öffentlich-rechtlichen Radiosender “DAS DING” schreiben die Zuhörer keine Nachricht, sondern eine “DING Message” ins Studio. In den Worten von Bastian Sick: “Happy Aua!”

Quelle: Das deutsche Medienmagazin. journalist. Ausgabe 1/2008, 13 – 27.

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