Ein Zeitungsvergleich III: Inhaltlicher Vergleich der AZ und AN

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Im vorherigen Post wurde das Layout und Textdesign der beiden Aachener Tageszeitungen, die Aachener Zeitung und die Aachener Nachrichten, untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass die AN vermutlich ein jugendlicheres Image vermitteln will als das Konkurrenzblatt.

Um die thematischen Übereinstimmungen und Differenzen der beiden Blätter herauszuarbeiten, wurden wie bei der Layoutbetrachtung die jeweiligen Titelblätter einer Woche untersucht. Dabei konnte bei beiden Zeitungen ein eindeutiges Übergewicht an politischen Themen (Inland wie Ausland) festgestellt werden – jeweils durchschnittlich 4 Erwähnungen(Schlagzeilen und Meldungen) pro Titelseite außer dem Hauptthema dieser Woche: Die Studentenproteste.

Über dieses Thema wurde in der AN an 4 Tagen berichtet, drei Mal als Schlagzeile über dem Bruch, ein Mal mit Bild. Freitags wurde mit der Schlagzeile „Seit 100 Jahren erlaubt: Frauen an der RWTH“ ein studentisches Thema erwähnt. Die AZ hat über die Studentenproteste insgesamt vier Mal berichtete, die Artikel waren allerdings nur zwei Mal über dem Bruch platziert. In der AN wurde diesem Thema also eine größere Bedeutung zugesprochen.

Ein eindeutig bedeutendes Thema für die AN scheint der Familie- Kinderbereich zu sein. Vier Mal  konnten Schlagzeilen zu diesem Thema insgesamt ausgemacht werden, ein Mal sogar als Aufmacher und und ein weiteres Mal als Schlagzeile über dem Zeitungstitel. In der AZ kamen Schlagzeilen zu diesem Thema nur drei Mal vor, ausschließlich in der Randspalte.

Durchschnittlich haben vier Schlagzeilen pro verglichener Ausgabe übereingestimmt, zu generellen Themenübereinstimmungen auf dem gesamten Titelblatt  kam es durchschnittlich jeweils sechs Mal. Auffällig ist hier wohl die oftmals übereinstimmenden Platzierungen auf der Titelseite – sei es als Schlagzeile oder als Meldung in der Randspalte.

Schlussendlich kann festgehalten werden, dass die Unterschiede zwischen den Zeitungen recht oberflächlich wirken, vor allem bezüglich des Layouts. Auch inhaltlich scheinen keine nennenswerte Unterschiede zu bestehen. Allerdings wirkt die AN sowohl durch das Layout wie auch durch die gelegten Themenschwerpunkte jünger als die AZ, Hauptthemen werden bevorzugt so ausgewählt, dass sich jüngere Leute (Studenten) und Familien angesprochen fühlen, während die AZ eher politische und Wirtschaftsthemen fokusiert.

Ein Zeitungsvergleich II: Layout und Textdesign der AZ und AN

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Nachdem sich der vorherige Post mit der Entwicklungsgeschichte der Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten beschäftigt hat, soll nun das Layout der beiden Blätter betrachtet werden. Dabei beschränke ich mich auf das Titelblatt der beiden Zeitungen, wobei die Ausgaben  von einer Woche die bearbeitete Grundgesamtheit bilden.

Vergleicht man die Titelseiten, so fällt zunächst auf, dass beide Zeitungen im Rheinischen Format gedruckt sind. Allerdings bilden die beiden Farbschemata – blau für die AZ und gelb/orange für die AN – ein geradezu komplementäres Farbpaar, was wohl eine optische Abgrenzung der beiden Blätter sicherstellen soll.

Auch die Köpfe sind etwas unterschiedlich gestaltet. Für die Titel werden zwei verschiedene Schrifttypen in unterschiedlicher Schriftstärke verwendet, wobei der Titel der AN den serifenreicheren, kleiner und fetter gedruckten ausmacht. Weiterin unterscheidet sich die Kopfgestaltung der beiden darin, dass  bei der AZ drei kurze Schlagzeilen  über dem Titel, bei der AN jedoch unter dem Titel platziert sind – allerdings ausnahmslos sind diese Schlagzeilen jeweils mit einem kleinen Bild versehen. Auffällig ist hierbei, dass das letzte „n“ im Titel „Aachener Nachrichten“ im betrachteten Material immer von einem dieser Bilder verdeckt wird und es sich beim linken Titel immer um den Tageswetterbericht handelt.

Nachdem der Kopf der Zeitungen betrachtet worden ist, lässt sich zur Strukturierung der gesamten Titelseite sagen, dass bei der AZ eine linke Seitenspalte, bei der AN eine rechte zu finden ist. Diese sind jedoch beide weitesgehend gleich aufgebaut: der Lokalteil ist zu oberst, dann folgen vermischtes, Familienanzeigen und Kontaktdaten. In der AZ steht an zweiter Stelle der Wetterbericht (der bei den AN ja schon weiter oben platziert ist). Außerdem konnte in jeder analysierten Ausgabe der AN ein Bild in dieser Seitenspalte gefunden werden, in der AZ nie eines.

Bezüglich der Schlagzeilen ist festzuhalten, dass auf dem Titelblatt der AZ durchschnittlich 3 Schlagzeilen aufzufinden sind, auf dem der AN jedoch durchschnittlich 5. Inwiefern das mit dem Inhalt der Artikel zu verbinden ist, soll in einem nächsten Post abgehandelt werden. Auch bezüglich des Bildmaterials ist die AZ der AN mengenmäßig unterlegen: Während sie fast immer nur ein großes Bild über dem Bruch abdruckt (nur ein Mal kommen zwei Bilder vor), wurde bei den AN nur ein Mal ein Bild abgedruckt, die übrigen Male ein weiteres, ein Mal sogar zwei weitere.

In der Freitagsausgabe lässt sich bei beiden Zeitungen eine Auffälligkeit ausmachen: In einem links/mittig platzierten großflächigen und grau hinterlegten Cluster soll ein besonderer Artikel herausgestellt werden – bei der AZ ein Ratgeberartikel, bei den AN ein Portrait.

Versucht man die Ergebnisse zu interpretieren, so kann man vermuten, dass die Aachener Nachrichten ein dynamischeres und jüngeres Image vermitteln wollen als die seriöser wirkende Aachener Zeitung: Erstere wirkt durch das gelb-orange Frabschema viel lauter, die vielen Bilder ( wobei eines immer einen Buchstaben des Titels verdeckt) in Kombination mit den relativ vielen Schlagzeilen und demzufolge kürzeren Artikeln tun ihr übriges. Zweitere wirkt alleine durch die klassische blaue Farbgebung sowie den größer und serifenärmer gedruckten Titel seriös und ruhiger als die AN. Untermauert wird dieser Eindruck von den wenigen Schlagzeilen und Bildern sowie der klassisch links platzierten Seitenspalte.

Inwiefern sich die Ergebnisse dieser Analyse mit den behandelten Themenschwerpunkten in den Blättern decken, soll in einem weiteren Post zu sehen sein.

Ein Zeitungsvergleich I. : Das Aachener Modell

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Sowohl die Aachener Zeitung (AZ) als auch die Aachener Nachrichten (AN) sind für das deutsche Pressewesen geschichtlich gesehen bedeutende Blätter. Die AZ, erstmals erschienen am 22.2.1946,  gilt als die erste freie Zeitung in Nachkriegsdeutschland, während die AN unter der Besetzung Aachens durch die Amerikaner schon Anfang 1945 veröffentlicht wurde. Außerdem hält sie den Status der ersten Lizenzzeitung inne, wodurch sich eine quasi historisch bedingte Linksorientierung manifestiert.

Durch das „Aachener Modell“ sollte die AZ und die AN infolge der beginnenden Zeitungskrise gerettet werden: 1975 entschieden sich die Herausgeber der Zeitungen zu „zwei voneinander absolut unabhängig arbeitende Redaktionen, deren inhaltliche Ausrichtung und Schwerpunkte nicht angetastet wurden. Der Anzeigenteil und die Administration wurden zusammengelegt, die technischen Anlagen sowie der Vertriebsapparat gemeinsam genutzt“. Ganz klar liegt hier also die Betonung auf der publizistischen Unabhängigkeit der beiden Blätter. Als Reaktion auf die sich weiter zuspitzende Krise, entwickelten die Herausgeber ein neues Konzept, durch welches vor allem Einsparungen möglich sein sollten, aber auch „spürbare publizistische Verbesserungen“, so der Zeitungsverlag Aachen. Neben „konkurrierenden“ politischen und lokalen Mantelteilen sowie getrennten Lokalteilen in Aachen, Düren und Alsdorf, sind Sport- Wirtschaft- und Kulturteil und vermischte Meldungen sowie die übrigen Lokalteile identisch. Die beiden Blätter sind ab dieser Zeit also zu großen Teilen identisch.

Diverse Medien berichten Ende 2008/Anfang 2009 von den Anstrengungen des Aachener Zeitungsverlags einen neuen Partner zu finden und äußern Bedenken bezüglich der sowieso schon eng gefassten publizistischen Eigenständigkeit der AZ und AN: „Der Betriebsrat des Zeitungsverlages befürchtet, dass ein Verkauf über die bereits in den vergangenen Jahren erfolgten und für das Jahr 2009 beschlossenen Zusammenlegungen diverser Redaktionen zu weiteren Einschnitten bis hin zur Einstellung einer der beiden Tageszeitungen führen wird. […] Auch die Stadt Aachen betrachtet die Entwicklung mit großer Sorge. Sollte tatsächlich eine der beiden Tageszeitungen eingestellt werden, dann wäre dies ein herber Schlag für die Meinungsvielfalt in Aachen, außerdem würden viele Arbeitsplätze verloren gehen.“ (euregio-aktuell ).

Letzter Stand der Entwicklungen ist ein Bericht über eine gescheiterte Fusion des Aachener Zeitungsverlags mit der Rheinischen Post, „Damit seien sie [die Eigentümer des Aachener Zeitungsverlags] möglicherweise einer Untersagung der Fusion durch das Kartellamt zuvorgekommen, das eigentlich am 4. Dezember über das Verfahren entscheiden wollte.“ ( euregio-aktuell)

In folgenden Posts sollen die beiden Zeitungen hinsichtlich ihres Layouts und Textdesign sowie Inhalt analysiert werden. Dabei werden vor allem der Mantel und die Lokalteile betrachtet, da diese laut Verlag konkurrierende Inhalte beherbergen sollen.

Googles Prinzipien

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Google droht China mit dem „Abschalten“ der chinesischen Version der Suchmaschine „google.cn“, nachdem unbekannte Hacker versucht haben, die E-Mails chinesischer Menschenrechtler auszuspionieren, die auf Google-Servern gespeichert sind. In den kommenden Wochen will Google mit der chinesischen Regierung beraten, ob und inwiefern eine unzensierte Suchmaschine im Rahmen der chinesischen Gesetzeslage funktionieren kann. Was diesen Gesprächen folgen könnte, benennt Googles Rechtsabteilungs-Chef David Drummond:“ „Wir sind uns bewusst, dass das auch die Abschaltung von google.cn und die Schließung unserer Büros in China bedeuten könnte“.

Bisher betrieb der Konzern laut Spiegel-Online eine klare Kosten-Nutzen-Abwägung: „Google ist seit 2006 auf dem chinesischen Markt aktiv – und hat sich, wie andere westliche Internetunternehmen auch, verpflichtet, die lokalen Gesetze einzuhalten. Suchergebnisse auf Google China werden zensiert – wofür der Konzern scharf kritisiert wurde. Der Image-Schaden ist groß: Zensur steht Googles Firmenphilosophie „Don’t be evil“ („Sei nicht böse“) diametral gegenüber.“ Kann es sein, dass Google den Vorfall ausnutzt, um sich vom chinesischen Markt zurückzuziehen und gleichzeitig Positiv-Marketing zu betreiben?

Klar ist: „Google betreibt die weltweit meist genutzte Suchmaschine, liegt in China aber immer noch hinter dem einheimischen Anbieter Baidu.“, so die Welt. Je nach Messverfahren habe Google einen Marktanteil von 17 oder 31 Prozent und rangiert damit weit hinter dem lokalen Konkurrenten. Ein unretables Geschäft? „Offensichtlich betrachtet sich der Konzern als so mächtig, dass er einerseits auf den chinesischen Markt, immerhin einen der größten der Welt ? verzichten kann. Und andererseits auch als stark genug, sich mit der chinesischen Regierung anzulegen. Etwas, das nicht einmal große Industrienationen wie Deutschland oder die USA ernsthaft wagen.“, meint der Tagesspiegel.

 Weiterhin sei die genaue Faktenlage unklar, es gebe keine Beweise dafür, ob die Hacker von der Regierung beauftragt waren und wie erfolgreich sie letztendlich bei der Spionage gewesen sind.  Außerdem fragt Spiegel-Online , warum die Hackerangriffe erst jetzt publik gemacht wurden, obwohl sie nach Konzernangaben schon im Dezember erfolgten. Auch die Zeit bestätigt:“ Der Hacker-Angriff im Dezember sei weitgehend erfolglos geblieben, schilderte Google. Die Angreifer hätten sich lediglich Zugang zu zwei E-Mail-Postfächern verschaffen können. Auch dabei hätten sie jedoch nur die Kontoinformationen und die Betreffzeilen der E-Mails einsehen können, nicht aber ihren Inhalt.“

Es spricht also einiges dafür, dass Google die Gunst der Stunde genutzt hat, um einen strategischen Rückzug in Angriff zu nehmen – alles unter dem Deckmantel der Menschenrechte.

Es ist fraglich, ob sich dieser Rückzug auszahlt. China ist ein riesiger Markt mit enormem Entwicklungspotenzial. Selbst wenn Google mit seinem Rückzug Geld einsparen wird: „Wenn Google nicht in China operieren darf, könnte das weitreichende Folgen für das langfristige Wachstum des Unternehmens haben“, sagte Imran Khan, Analyst bei JPMorgan, dem „Daily Telegraph“ ( via SPON).

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TV-Sender fallen auf gefälschte Tagesschau rein

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Im Internet kursiert ein gefälschter  Videoausschnitt der Tageschau:  Man sieht Jens Riewa, der die Nachrichten vorliest, während hinter ihm ein Bild des französischen Präsidentensohns Jean Sarkozy eingeblendet ist. In den französichen Untertiteln wird die Nachricht über die Karrierepläne des erst 23-Jährigen vermeldet, Verwaltungschef der öffentlichen Gesellschaft EPAD zu werden. Jens Riewa bekommt beim Lesen einen Lachanfall. Die Originalsequenz stammt  jedoch aus dem Jahr 2002, aus der Zeit nach der Euroeinführung. Riewa lacht lediglich wegen eines Versprechers.

Im Oktober haben die beiden französischen Privat-Sender Canal+ und M6 die Montage in ihren Nachrichtenprogrammen als „echt“ veröffentlicht.

Die fransösische Medienaufsichtsbehörde CSA hat die beiden Sender nun dafür gerügt, die Zuschauer mit der falschen Nachricht in die Irre geführt zu haben. Gegen Canal+ wurde sogar ein Sanktionsverfahren eingeleitet, weil dieser im Februar wegen eines ähnlichen Falls gerügt worden ist, berichten meedia.de und der Spiegel.

Jeder weiß, dass unzählige solcher Videomontagen im Internet auf Satire-Seiten, Youtube etc. gefunden werden können, niemand würde diese so einfach für bare Münze nehmen.  Daher möchte man wissen, was sich die beiden französischen Privat-Sender Canal+ und M6 dabei dachten, den gefälschten Tagesschau-Ausschnitt, ohne weitere Recherche als echte Nachricht zu verbreiten. War es „nur“ Nachlässigkeit in der Überprüfung vor der Nachrichtenveröffentlichung, oder waren sich die Redakteure über die Falschmeldung bewusst? Darüberhinaus ist es fraglich, ob in den Redaktionen kein einziger Mitarbeiter wenigstens ein bisschen Deutsch verstanden hat, der die Diskrepanz zwischen Untertitel und Gesprochenem hätte bemerken können.

Besserer Schutz für Online-Journalismus?

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In einer Tagung der Zeitschriftenverleger vom 17. November forderten die Verlage neue Schutzrechte für ihre Produkte im Internet. Die der Tagung beiwohnende Kanzlerin Merkel sprach sich dafür aus, der „überhand nehmenden Gratismentalität“ mit einem „Leistungsschutzrecht für Presseverlage“ entgegen zu wirken, berichtet Spiegel-Online. Zwar sollen die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt werden, doch inwieweit dieses Schutzrecht nun realisiert werden soll, hat Merkel anscheinend nicht angesprochen.

Richtungsweisend ist hoffentlich das Versprechen der Kanzlerin, Journalisten dahingehend besser zu schützen, dass Dokumente von Informanten weniger leicht beschlagnahmt werden können und sich Journalisten nicht mehr der Verletzung des Dienstgeheimnis schuldig machen, wenn sie vertrauliche Informationen veröffentlichen. Anscheinend muss  nach dem Cicero-Urteil von 2007 die Antwort auf die Frage, ob Journalisten der Beihilfe zum Geheimnisverrat beschuldigt werden können,  immernoch verhandelt werden.

Weiterhin habe Merkel angemerkt, dass die Bundesregierung  überlegen müsse, ob Online-Nachrichtenangebote dem  niedrigeren Steuersatz für Print-Angebote angepasst werden soll. Darüberhinaus ermahnte sie, dass Werbeinhalte fair und transparent sein müssen. Allerdings sprach sie sich gegen weitere Werbebeinschränkungen aus.

Polizei setzt Handys als Wanzen ein

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Wie Spiegel-Online berichtet, kommt es in einigen Landeskriminalämtern anscheinend mehr und mehr in Mode umprogrammierte Handys als Wanzen zu benutzen.

Möglich ist diese Software-Manipulation ohne dass es der Inhaber Benutzer bemerkt, indem sich die Polizei des Handys bemächtigt ( es sei dahingestellt durch welche Methode…) oder über Datenschnittstellen per W-Lan oder Bluetooth.Außerdem könne man in Bilddateien, Klingeltönen, etc. Trojaner verstecken, die die Software modifizieren können.

Als Wanze fungieren die manipulierten Handys dahingehend, dass bei vermeintlich ausgeschalteten Geräten über die Freisprecheinrichtung alle Geräusche aus der Umgebung übertragen werden.

 

 

 

 

 

Gesichtsanalyse-Software

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Forscher des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen haben eine neue Software entwickelt, die die Mimik der Probanden erfasst und in Daten umwandelt.Anhand bis zu über 30.00 gespeicherter Stimmungsmerkmalen kann so der Gemütszustand in Echtzeit ermittelt werden.Da die Daten laut Dr. Christian Küblbeck, Projektleiter am IIS die Daten rein statistisch ausgewertet werden,müsse man sich um die Privatsphäre keine Gedanken machen.

Vor allem in der Werbepsychologie ist diese neue Software von Nutzen, um herauszufinden wie bestimmte Werbekonzepte auf den Konsumenten wirken.

Quelle:sueddeutsche

Everything Is Miscellaneous

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…so heißt das Buch des amerikanischen Philosophen und Bloggers David Weinberger, in dem es um die wachsende Popularität sogenannter „Tag clouds“ im Internet geht.Weinberger hält diese Art der Infografik, bei denen die Größe der Begriffe (Tags) die Bedeutung des Themas für die Leser widerspiegelt, für das Schaubild der neuen Weltordnung.

Neben einem Überblick über die klassischen Ordnungssysteme kommt in „Everything is Miscellaneous“ auch die entstehende Konkurrenz für professionelle Redakteure und die „Neuordnung des Wissens“ als Zeichen für Demokratisierung zur Sprache ….mehr

 

David Weinberger: ?Everything Is Miscellaneous?. Times Books. 278 Seiten, ca. 19 Euro. Die deutsche Ausgabe erscheint im März 2008 im Hanser-Verlag.

Immer mehr Menschen online

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Nach einer neuen Studie des IT-Branchenverbandes Bitcom hat sich die Zahl der Online-Nutzer auf rund 1,23 Milliarden erhöht,also ist fast jeder 5. Erdbewohner online!Weiterhin sollen 2010 1,5 Milliarden Menschen online sein,wobei auffällig ist,dass der größte Wachstum nicht in den USA,Europa oder Japan zu erwarten ist,sondern in den vermeintlich weniger technisierten Ländern.

Die Auswirkungen dieser starken Ausbreitung des Internets in allen Teilen der Erde sind in keinem Falle zu unterschätzen,in ökonomischer,wie auch kultureller Hinsicht.Jedoch muss wohl davon ausgegangen werden,dass die Zensur in vielen Ländern weiterhin stark durchgesetzt werden wird.

 

Fernsehen im Web

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Was lange Zeit nur in den U.S.A. und England möglich war,setzt sich nun immer mehr auch in Deutschland durch:

Im Zuge der immer weiter fallenden Einschaltquoten machen es nun immer mehr deutsche Fensehsender möglich,dass ihr Programm im Internet angeschaut werden kann.

Da 50% des Fernsehprogramms in der sogenannten Mediathek des ZDF gesehen werden können,stellt der öffentlich-rechtliche Sender überraschenderweise das größte Angebot im Internet bereit.

Obwohl es für den Benutzer schwieriger ist,sich auf der ARD-Website zurecht zu finden,so sind doch immerhin u.a. alle Nachichtensendungen in der Rubrik Video und Podcast vertreten.Andere ARD-Sendungen hingegen,wie z.B. die beliebte „Lindenstraße“ kann man sich nur auf der offiziellen „Lindenstraße“-Homepage anschauen.

Wenn man sich bei den Privaten umschaut,so muss man zwischen Programm-Angeboten auf den jeweiligen Websiten von Sat1,Pro7 und RTL,die eher schlecht zu finden und wenig vohanden sind, und zwischen den externen Videowebseiten der Sendegruppen,die vielseitiger und stärker genutzt werden differenzieren.Als Beispiele wären die „YouTube“-ähnlichen Videoportale clipfish (RTL) und MyVideo (ProSiebenSat.1,wie auch die beiden Video-on-demand-Seiten RTL-now und Maxdome (ProsiebenSat1) zu nennen.

Allerdings kann man hier einige Programme und Serien nur gegen Bezahlung sehen,während bei den öffentlich-rechtlichen Sendern das Angebot komplett kostenlos ist.

Alles in Allem lässt sich zwar die vorranschreitende Programmentwicklung im Internet der deutschen Fernsehsender beobachten.Dennoch muss noch an einem übersichtlicheren Angebot und kostenloser Programmerweiterung gearbeitet werden.Vorallem wären auch einheitliche technische Standarts für die Benutzer von Interesse.

Diese Entwicklung des Fernsehns im Internet begünstigt wohl einerseits die Tatsache,dass das Internet immer mehr an Bedeutung gewinnt. Andererseits könnte die Rate der illegalen Downloads zurückgehen.

 

Quelle:Focus

 

Available for download

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In der neuen „Available for download“ (AFD) Studie der Firma P4M wird deutlich,dass man mittlerweile jeden Film durchschnittlich 4 Tage vor Veröffentlichung illegal aus dem Internet downloaden kann.Betroffen sind dabei alle Genres und vor allem Filme,von denen eine hohe Besucherzahl erwartet wird.Während Thriller und Animationsfilme mit 100% verfügbar sind,sind nur 12% der Dokumentarfilme betroffen,was vermutlich auf die unterschiedliche Nachfrage zurückzuführen ist.

Grundlage für diese Studie waren alle 383 Kinofilme, die im Zeitraum vom 1. April 2006 bis zum 28. Februar 2007,die in den deutschen Kinos angelaufen sind.Berücksichtigt für die Datenerfassung waren alle bekannten Foren,Newsserver und Filesharing-Technologien.

Weiterhin wurde deutlich,dass die meisten Raubkopien DVD-Rips und Kino-Abfilmungen sind,wobei vermutet wird,dass die Urheber eher dem „sportlichen Ehrgeiz“ erlegen sind,als dass sie sich finanziellen Erfolg versprechen.

Obwohl laut Geschäftsführer der Zukunft Kino Marketing GmbH, Jan Oesterlin die Filmindustrie jährlich schätzungsweise mehrere Millionenen Euro Schaden erleidet,war die Zahl der eingeleiteten Strafverfahren nach Aussage der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) in 2006 rückläufig (2005 wurden 2549,2006 hingegen nur 1843 Verfahren eingeleitet).Andererseits seien die Verurteilungen um 20% gestiegen.Doch leider gelinge es gerade den „großen Fischen“ im schwer zu durchschauenden Internet unterzutauschen.Laut Roland Schäfer,Geschäftsführer der GVU,sind diese Täter vermutlich technisch hoch ausgebildet und haben Kontakte in der Fimindustrie.

Quellen:

Spiegel-Online

openpr

 

 

 

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