Drohnen: Wie verändern sie unseren Alltag?

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Drohnen begeistern momentan viele Menschen: Unternehmer, Forscher und sogar Privatleute wie Hobbyfotografen. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Ausführungen, von Quadracoptern bis hin zu Hexacoptern, von wenigen Zentimetern bis zu einer Spannweite von rund 40 Metern. Doch es gibt noch einige Hürden zu überwinden, bis die unbemannten Luftfahrzeuge, alltäglich werden.

Wann werden Pakete per Drohne gebracht? 

In 30 Minuten von der Bestellung bis zur Landung im Vorgarten – so sieht sie aus, die neue Drohnen-Paketwelt. So stellt sich das zumindest der US-Onlinehändler Amazon vor, bislang klappt das aber nur in ihrem Werbe-Video. Auch DHL und Google arbeiten daran, die Flugobjekte zum Paketzustellen einzusetzen. So fliegt zum Beispiel seit September 2014 regelmäßig eine DHL-Drohne – der Paketkopter – vom Festland auf die Nordseeinsel Juist um Medikamente auszuliefern. Etwa zwölf Kilometer bei 50 Meter Flughöhe und einer Geschwindigkeit von 18 Metern pro Sekunde überbrückt das Fluggerät – und das im Automatikbetrieb.

Helfer in der Landwirtschaft und bei der Bundeswehr

Drohnen haben einen vielseitigen Einsatzbereich, zum Beispiel in der Landwirtschaft. Sie können große Flächen mit Pflanzenschutzmitteln aus der Luft besprühen, den Düngezustand oder auch die Bewässerung mit Hilfe von speziellen Kameras bestimmen.

Bei der Bundeswehr werden sie vor allem zur Aufklärung eingesetzt. Vorteil hierbei ist, dass winzige Drohnen im Gegensatz zu Kleinflugzeugen und Helikoptern vom Radar nicht erkannt werden. Auf diese Weise können gezielte Aktionen beispielsweise zur Ausschaltung von Terroristen geplant und durchgeführt werden, ohne dass dafür das Leben von Soldaten gefährdet werden muss.

Wieder Kind sein – die private Nutzung von Drohnen

Drohnen sind die moderne Version des ferngesteuerten Flugzeugs – nach Schätzungen der Deutschen Flugsicherung gibt es derzeit allein in Deutschland rund 400.000 Drohnen. Die meisten privaten Nutzer nutzen sie, um mit ihnen Fotos von oben aufzunehmen oder fliegen mit ihnen Rennen.

„Warum das Spaß macht? Weil man wieder Kind sein kann. Und ein bisschen rumfliegen kann. Adrenalin pur.“ – Nutzer von privaten Drohnen

Doch ganz so ohne ist das Fliegen mit Drohnen nicht. Im Internet kursieren jede Menge Videos von abgestürzten Drohnen und solchen, die Menschen oder anderen Fluggeräten gefährlich nah kommen. Auch der ADAC warnt vor Zusammenstößen von Rettungshubschraubern und Multikoptern.

„Dabei muss noch nicht einmal eine Cockpitscheibe durchschlagen werden, da reicht eine Kollision mit dem Rotorblatt, je nach Gewicht der Drohne. Das Heckrotorsystem ist besonders empfindlich, das würde bei einer 5-Kilo-Drohne mit Sicherheit zum Absturz des Hubschraubers führen.“ – Cesare Piro, professioneller Drohnen-Pilot

Alltäglich wird die Drohne also noch nicht. Es gelten weiterhin zu viele Gesetze, die bei der Benutzung beachtet werden müssen. Auch wenn sie schon in vielseitigen Einsatzbereichen genutzt werden, in denen sie uns das Leben vereinfachen, wird es noch viel Zeit und Forschungsarbeit in Anspruch nehmen, bis ein Jedermann von den Multikoptern profitieren wird.

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