Neuer Google-Konkurrent startet

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Mit Cuil.com (sprich: „Cool“) ist am Montag ein neuer Konkurrent für den Suchmaschinen-Marktführer ins Rennen gegangen. Als besondere Vorzüge des neuen Angebots sind neben der Anordnung der Suchergebnisse in Kategorien vor allem die mit 121 Milliarden Webpages angeblich größte Anzahl an durchsuchten Seiten. Ein weiterer großer Pluspunkt von Cuil.com besteht darin, dass im Gegensatz zur „Datenkrake“ Google die Daten der Nutzer nicht gespeichert werden. Gerade dieser Verzicht dürfte viele User ansprechen, zumal in Zeiten von Onlinedurchsuchung und allgemeinem Datensammelwahn.
Zum jetzigen Zeitpunkt fallen allerdings noch Defizite bei nicht-englischsprachigen Suchbegriffen auf, zu denen die Trefferzahlen zu mager ausfallen.
Bleibt zu hoffen, dass sich dieser Anbieter bald etabliert und zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz entwickelt.

Quellen:
taz.de
sueddeutsche.de

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YouTomb – letzte Ruhestätte für unliebsame Videos

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Oft genug verschwinden Clips von der Video-Plattform Youtube.com ebenso schnell wie sie hochgeladen wurden. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von Urheberrechtsverletzung über Bruch der Nutzungsbedingungen bis hin zum Löschen durch den User selbst. Um diese Videos dennoch zumindest zum Teil dokumentieren zu können, wurde nun das Projekt YouTomb ins Leben gerufen, wie sueddeutsche.de berichtet. Die Seite sammelt Daten der gelöschten Videos, wie den Zeitpunkt des Löschens, die Dauer der Verfügbarkeit, oft einige Screenshots, und, als wichtigstes Kriterium, den Verantwortlichen für den Löschantrag, denn hier finden sich häufig bekannte Namen der Unterhaltungsindustrie, wie z.B. Constantin Film oder Viacom, die sich durch das Internetangebot in ihren Urheberrechten verletzt sehen. Hierunter fallen jedoch auch parodistische Überarbeitungen, in deren Fall der Einsatz von Film- und Musikstücken zumindest in den USA rechtlich abgesichert ist. Somit fällt häufig auch eigenständige Kunst dem Überwachungswahn der Unterhaltungsondustrie zum Opfer.

„Smile! You’re on Google Street View!“

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Der allseits bekannte Suchmaschinen-Riese wird sein neues Angebot Google Street View, über das hier im Blog bereits kurz berichtet wurde, nun auch auf europäische Städte ausweiten, wie taz.de meldet. Um die Panorama-Ansichten von Straßenzügen zu erhalten, werden von speziellen Kamerawagen hochauflösende Fotos geschossen, die dann zusammengesetzt werden. Das hierbei auch arglose Passanten abgelichtet werden, versteht sich von selbst. Zwar wird von Seiten des Unternehmens versichert, den Schutz der Persönlichkeitsrechte zu gewährleisten, doch gibt es bereits jetzt eine Vielzahl an Blogs, die sich den oftmals etwas unvorteilhaften Schnappschüssen widmen. Ob man beim Verlassen eines Strip-Clubs oder beim Sonnenbaden fotografiert wurde, die Bilder machen in Blogs wie Streetviewfun.com oder Streetviewvoyeur.com schnell die Runde und geben oft genug Anlass zu despektierlichen Bemerkungen der User. In Frankreich gibt es bereits Erwägungen, rechtliche Schritte einzuleiten, wegen Verstoßes gegen das dortige sehr streng gehandhabte Recht am eigenen Bild. Es bleibt abzuwarten, ob in Deutschland Ähnliches geschehen wird.

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Allianz zwischen Springer-Verlag und Lidl?

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Die Berichterstattung der Springer-Blätter anlässlich des Überwachungsskandals beim Discounter Lidl gibt, der taz zufolge, Anlass zu vermuten, dass es sich hierbei um tendentiösen und von anderen Interessen behafteten Journalismus handelt. So sollen nämlich nicht nur über die im Laufe des Skandals bekannt gewordenen Einzelheiten wenig bis gar nicht oder nur in verharmlosender Art und Weise berichtet worden sein, auch hat man stattdessen lieber den Lidl-Chefs Platz für Interviews eingeräumt, in denen sie ihre Betroffenheit schildern oder aber gleich über die beliebtesten Produkte sprechen durfte. Zudem wurde auf welt.de ein „Welt Dialog“eingerichtet, in dem in einer unklaren Vermengung von redaktionellem Teil und PR für Lidl geworben wird.

Grund für dieses Verhalten scheint die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischem dem Verlagshaus, vor allem der Bild-Zeitung, und der Supermarktkette sein. Diese äußert sich nicht nur in den großformatigen Anzeigen, die mehrmals in der Woche erscheinen, und die man auch aus anderen Zeitungen kennt, sondern auch in Aktionen wie günstigen Bierangeboten zu Sportgroßereignissen.

Allgemein betrachtet mit Sicherheit eine beunruhigende Entwicklung, nicht nur für Bild-Standards, dass Prinzipien wie Wahrheit und Unabhängigkeit zugunsten von wirtschaftlichen Vorteilen aufgegeben werden.

«Vogue»-Titelbild rassistisch?

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Das Cover der April-Ausgabe der amerikanischen Modezeitschrift «Vogue» gibt Anlass zu Kontroversen über eine mögliche rassistische Aussage des Bildes. Es zeigt den schwarzen Basketballstar LeBron James, als ersten schwarzen Mann überhaupt auf dem Titel der Zeitschrift, in kämpferischer Pose, mit der einen Hand den Ball dribbbelnd, in der anderen das Model Gisele Bündchen haltend. Diese Darstellung werde als rassistisch interpretiert, da sie auf das Stereotyp des „Wilden“, des „unzivilisierten“ und „instinktgetriebenen“ Schwarzen anspiele und somit zu der weiteren Verbreitung dieses Klischees beitrage.

Nun stellt sich die Frage, ob diese Wirkung so intendiert war, oder tatsächlich nur eine Darstellung möglichst unterschiedlicher Körperformen anlässlich der jährlichen „Shape-Issue“ gewollt war, wie ein Pressesprecher versicherte. Auf jeden Fall scheint dieses Zurückrudern darauf hinzuweisen, dass die Intensität der Reaktionen, selbst wenn überhaupt welche eingeplant waren, nicht vorhergesehen war. Letztenendes liegt meiner Ansicht nach auch der Verdacht nahe, dass es sich nicht um eine bewusste Provokation handelt, sondern einfach nur um den Ausdruck einer hauptsächlich von Weißen für ein hauptsächlich weißes Publikum gemachten Zeitschrift handelt, die andere Sichtweisen wenig miteinbezieht.

Quelle:
sueddeutsche.de
Philadelphia Inquirer

Klage gegen Pirate Bay?

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Die schwedische BitTorrent-Suchmaschine Piratebay.org sieht sich momentan mit einer möglichen Klage des amerikanischen Sängers Prince, sowie der Band Village People konfrontiert. In deren Auftrag hat nämlich den „Web Sherrif“ John Giacobbi eine Schadensersatz- und Urheberrechtsverletzungsklage im Umfang von „mehreren Millionen Dollar“ sowohl in Schweden als auch in den USA anzustrengen.
Ob dem Unternehmen Erfolg beschieden ist, wird sich jedoch erst zeigen müssen. Denn zum einen ist nicht sicher ob nach schwedischem Recht überhaupt eine Verfolgung möglich ist, zum anderen wird von Seiten von piratebay.org bestritten, dass amerikanische Gerichte gegen die schwedischen Betreiber überhaupt vorgehen können. Die Vermutung, dass durch die Androhung rechtlicher Schritte eine Drohkulisse aufgebaut werden soll, liegt nahe.
Amüsant ist auf jeden Fall der Schriftwechsel zwischen diversen Anwälten und den Verantwortlichen für die Seite, der hier nachzulesen ist.

Quelle:
taz.de

Geht Yahoo Partnerschaft mit MySpace ein?

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Nach dem Scheitern der Verhandlungen mit Google aufgrund von kartellrechtlichen Bedenken und um einer Übernahme durch Microsoft zu umgehen, hat sich Yahoo nun Fox Interactive Media, dem Betreiber des wichtigsten Social Networks Myspace.comzugewandt. Gegenstand der Gespräche ist eine mögliche Art „Tausch“, bei dem Yahoo Teile von Fox Interactive Media übernehmen würde und der Murdoch-Konzern dafür 20% von Yahoo erhält. Diese Partnerschaft würde beiden Beteiligten wirtschaftliche Vorteile bringen, was gerade für Yahoo nach Kurseinbrüchen der Firmenaktie von großer Bedeutung wäre. Zudem ist der Konzern durch seine Aktionäre unter Druck gesetzt worden, das Microsoft-Angebot anzunehmen, hält dieses selbst aber bei einem Preis von 31$ pro Aktie für nicht angemessen, und fordert offiziell 40$ pro Aktie.
Ob eine Zusammenarbeit mit einem Fox-Konzern wirklich eine gute Alternative ist, bleibt abzuwarten.

Quelle: taz.de

„Streik“ beim NDR

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Die freien Mitarbeiter des NDR sind am 14.02. in eine Art Ausstand getreten, um gegen ihre Arbeitsbedingungen zu protestieren. Diese sehen nämlich vor, dass die freien Mitarbeiter zwar durch Rahmenverträge an den NDR gebunden sind, aber nach 15 Jahren Tätigkeit einer Sperrklausel unterliegen, die verhindert, dass sie danach für circa ein Jahr beim NDR arbeiten. Nach dieser Zeit ist eine Beschäftigung beim NDR allerdings wieder möglich, jedoch mit einer Gehaltsobergrenze von 18 000? versehen.
Diese Praxis wird vom Zusammenschluss der Jourrnalisten namens „Freie im Norden“ heftig. Zudem wird beklagt, dass die freien Mitarbeiter in ihren Nebentätigkeiten eingeschränkt werden. So „kommt [es] vor, dass Rahmenverträge nicht verlängert werden, wenn man nach dem Geschmack der Verantwortlichen zu viel für andere arbeitet.“. Daher äußerte sich der Protest der Journalisten neben dem Nichterscheinen auf der Arbeit auch darin, dass sie sich symbolisch bei anderen Medien bewarben. Die Proteste waren im Vorraus angekündigt worden, weswegen sie für Programmnutzer wohl eher im Verborgenen blieben und auch insgesamt symbolischen Charakter hatten.
NDR-Intendant Lutz Marmor gab an, er sei „sehr gerne bereit und bemüht, eine Lösung zu finden“, wies jedoch neben möglichen Einzelfallregelungen für länger andauerndere Beschäftigungszeiten, auch darauf hin, dass es „keine Lösung geben [wird], die alle glücklich macht.“
Quellen:
taz.de
fr-online.de

RadioTatort startet

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Am 16. Januar startet die ARD ihre neue Hörfunkreihe RadioTatort mit der WDR-Produktion „Der Emir“. Wie schon von der Fernsehversion bekannt, werden die einzelnen Sendungen im Wechsel von den einzelnen Sendeanstalten produziert, aber von allen ausgestrahlt, sodass die Fälle,wie gewohnt, „viel mit der Region zu tun, in der Täter und Ermittler zu Hause sind“, so der ARD-Vorsitzende Fritz Raff zum neuen Programmbestandteil.
Einen Unterschied zum Fernsehformat bildet jedoch die Abrufbarkeit der Sendungen im Internet für den Zeitraum von einer Woche nach Ausstrahlung, was an die Konzepte der ZDF-Mediathek und von Arte+7 erinnert.
Der von jeher wichtige Hörspielsektor der ARD soll durch die neue Sendung eine weitere Aufwertung erfahren, was auch im Hinblick auf den boomenden Hörbuchmarkt, der gute Zweitverwertungsmöglichkeiten biete, von großer Bedeutung sei. Die ARD erbringe mit ihrem Angebot eine „unverzichtbare Leistung für das Kulturleben“, so Raff.

Quellen:
RadioTatort Website
ARD Presseservice.

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