YouTuber wegen Volksverhetzung verurteilt

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Julien ist ein bekannter YouTuber aus Deutschland mit knapp 1,3 Millionen Abonnenten auf YouTube (JuliensBlog).
Auf seinem Kanal setzt sich der 27-Jährige unter anderem mit der Gesellschaft und den Massenmedien auseinander. Seine Äußerungen zu bestimmten Themen sind des Öfteren beleidigend und eher unprofessionell formuliert. Seine Art in den Videos aufzutreten wird von Kritikern als hetzend und desinformierend beschrieben.

Aufgrund eines im Mai des vergangenen Jahres veröffentlichten Videos musste der YouTuber nun wegen Volksverhetzung vor Gericht. In seinem Video „JuliensBlog #21 – GDL (Bahnstreik)“ äußert sich Julien sehr negativ und beleidigend zu diesem Thema. In dem knapp 5 minütigen Video beleidigt er die Lokführer und ärgert sich über dessen Forderungen an den Arbeitgeber. Eine bestimmte Aussage jedoch, führte am vergangenen Mittwoch nun zu einem Urteil des Gerichts, indem beschlossen wurde, dass der 27-Jährige für 8 Monate auf Bewährung und 15.000€ Geldstrafe verurteilt wird. Im oben genannten Video sagt der YouTuber folgendes:

„Vergasen sollte man diese Mistviecher. Wisst ihr noch, wie die Juden mit Zügen nach Auschwitz transportiert wurden? Man sollte die Zugführer alle dahin bringen. Ich fahre den Zug, und zwar umsonst.“

Scheinbar sollte diese Aussage mehr Klicks und damit verbunden auch mehr Einnahmen auf YouTube generieren. Doch sie führte dazu, dass das Video, nachdem es knapp 800.000 Klicks erhalten hatte, von YouTube gesperrt wurde. Vor Gericht versucht Julien mit Hilfe seines Anwalts zu erklären, dass es nur ein Witz war. Jedoch sah das Gericht dies ganz anders. Die Verharmlosung von NS-Verbrechen als Volksverhetzung steht nämlich im Paragraf 130, Absatz 3 des Strafgesetzbuchs unter Strafe.

§ 130 Absatz 3 StGB:

„Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung der in § 6 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches bezeichneten Art in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich oder in einer Versammlung billigt, leugnet oder verharmlost.“

Ob diese Strafe nun gerecht ist oder nicht, darüber wird sich momentan auf Twitter und auf anderen sozialen Netzwerken gestritten. Der Hashtag #juliensblog ist bereits seit 17 Stunden in den Twitter-Trends. (Stand: 12.02.2016, 17:10 Uhr)

 

Quellen:
• http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Steinfurt/Westerkappeln/2271016-Youtube-Star-Julien-verurteilt-Volksverhetzung-statt-Videokunst
• https://de.wikipedia.org/wiki/Julien_Sewering

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Neues Jahr – Neues Glück

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Wer kennt es nicht? Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir nehmen uns vor, im nächsten Jahr alles, oder zumindest alles Negative des vorherigen Jahres zu verbessern.

Vorsätze wie „Nächstes Jahr höre ich auf zu rauchen“, „Ich werde im nächsten Jahr Sport machen und mich gesünder ernähren“ oder „Ich werde mir mehr Zeit für meine Familie nehmen“ haben wir alle schon einmal gehört. Dieses Jahr wird es auch sicher klappen.
Bereits Wochen vor Neujahr kann man auf unterschiedlichen sozialen Netzwerken die Vorsätze der Freunde und Bekannten lesen. Aber warum ist es zur Angewohnheit geworden, sich vor dem neuen Jahr eine Liste voll mit Vorsätzen zu machen? Menschen neigen dazu, immer das Negative zu sehen und sich an negative Dinge eher zu erinnern als an positive. Ständig wird darauf geschaut, was man nicht gut kann oder was man falsch macht, statt sich auf die Dinge zu konzentrieren, die man selber gut kann und weiterhin beibehalten und fördern möchte. Sich vor Augen halten, zu was man sich entwickelt hat und nicht zu was man sich noch nicht entwickelt hat.

Man sollte die Gegenwart betrachten und sich eine Liste von Dingen machen, die bis zu diesem Zeitpunkt gut gelaufen sind und dort im neuen Jahr anknüpfen. Es wird nämlich sehr schwer sein, Gewohnheiten, welche sich im Laufe von Monaten oder Jahren entwickelt haben, innerhalb von einer Nacht zu ändern. Also sollte man lieber versuchen die positiven Dinge auszubauen und beizubehalten.

Niemand ist perfekt. Man sollte das Jahr positiv starten und sich nicht auf die schlechten Sachen konzentrieren.

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Wild Island – Das pure Überleben

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Am 8. November 2015 startete auf Prosieben ein neues Abenteuer-Event namens „Wild Island“, welches eine Woche lang bis zum 14. November 2015 täglich gegen 22:10 Uhr ausgestrahlt wurde.

In dieser Show wurden 14 Abenteurer auf der wilden Insel Gibraléon, Panama ausgesetzt. Dort mussten sie für ganze 30 Tage um das pure Überleben kämpfen. Sie hatten keine Nahrung, kein Strom und keine fremde Hilfe. Hinzu kam, dass sie ihren kompletten Alltag auf Kamera festhalten mussten, indem sie sich die ganze Zeit selber filmten.

Die Ankündigung dieser neuen Show hat allerdings nicht allen gefallen. Tierschützer wurden darauf aufmerksam und warfen Prosieben Tierquälerei vor, da im Zusammenhang mit dieser Show viele Tiere vor laufender Kamera gequält und getötet wurden. Sie sehen in der Ausstrahlung der „Tötungsbilder“ einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Auf sozialen Netzwerken wie Twitter wurde mit dem Hashtag #stopwildisland gegen die Show protestiert. Laut Tierschutzgesetz darf in Deutschland kein Tier gequält werden. §3 des Tierschutzgesetzes besagt, dass es verboten sei ein Tier zu einer Filmaufnahme, Schaustellung, Werbung oder ähnlichen Veranstaltung heranzuziehen, sofern damit Schmerzen, Leiden oder Schäden für das Tier verbunden sind.

Prosieben weist allerdings die Vorwürfe in einem Gespräch mit „DWDL“ ab.
„Auf ‚Wild Island‘ wird kein Tier gequält. Abenteurer töten Tiere, weil sie Hunger haben. Und das ist in Zeiten, in denen für viele Menschen das Essen als Fertiggericht aus der Tiefkühltruhe kommt, sicher für den ein oder anderen befremdlich“, erklärt Prosieben.

In diesem Fall jedoch, ist das Leiden der Tiere überflüssig, denn es hätte vermieden werden können, da die sogenannten Abenteurer nicht wirklich darauf angewiesen sind und sich somit nicht in einer Notsituation befinden, da sie freiwillig dieses „Spiel“ mitspielen.

Somit verstößt Prosieben meiner Meinung nach ganz klar gegen das Tierschutzgesetz.

Quellen:
http://www.prosieben.de/tv/wild-island/news/wild-island-das-pure-ueberleben
http://www.tvmovie.de/news/tierquaelerei-prosieben-erntet-shitstorm-fuer-wild-island-86228
http://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/BJNR012770972.html

(Stand: 15.11.2015)

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