„Breaking Borowski“

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Eine Raserei durch die Nacht Schleswig-Holsteins – schnell, dunkel, Sicht aus dem Rückfenster und dann ‚wumm‘. Kopf ab. So beginnt der Kieler Tatort, der am Sonntag um 20.15 Uhr auf ARD ausgestrahlt wurde.

Die Kommissare Klaus Borowski (Axel Milberg) und Sarah Brandt (Sibel Kekilli) finden zunächst nur den Kopf des 20 Jährigen Mikes. In einem Fluss, der an Mundsforde vorbei fließt.  Dass es sich dabei um ein zweites Albuquerque handelt, bleibt zunächst unklar.

Bei ihren Ermittlungen stoßen die beiden Kommissare aber recht schnell auf Crystal-Meth. Auch Rita, die Freundin vom toten Mike, ist der Horror-Droge verfallen.Als sie das erste Mal die Substanz nimmt, strahlt sie. Brennendes Licht, Glücksgefühle und rasende Geschwindigkeit bilden sich in ihrem Gesicht ab. „Ich war mal zwei Wochen am Stück wach“, sagt sie, und: „Man hat soo viel Energie.“  Später zeigen sich die verheerende Wirkung der Droge und die grausamen Folgen. Auch ohne faule Zähne und verfallene Haut zeigt Elisa Schlott in dieser Rolle schauspielerische Höchstleistung!

Nach und nach wird klar, dass nicht nur Rita, sondern das ganze Dorf der Horror-Droge zum Opfer wurde. „Hier passiert nichts“, sagt einer der Ureinwohner deprimiert, „außer Inzest. Ackern und Internet-Porno, das ist Mundsforde.“ Doch dabei handelt es sich um weitaus mehr: Ein Mann fällt vor den Augen der Kommissare vom Fahrrad, einfach so. Ein anderer fährt mit dem Traktor immer wieder im Kreis herum und selbst der Dorfsheriff ist der Droge verfallen.

„Borowski, der offenbar nie „Breaking Bad“ gesehen hat, ist zum Teil überrascht, erstaunt oder einfach nur wütend. „Was ist das für ein Scheißdorf!“, brüllt er irgendwann und geht los, um den Rest von Mike zu suchen und den Mord aufzuklären.“

Doch die Frage wer Mike getötet und enthauptet hat, scheint schon fast unter zu gehen, neben den Kids im Dauerpartymodus und den Bauern in Ekstase. Sowohl Rolf Basedow als Autor, wie auch Regisseur Christian Schwochow haben in ihrem Tatort „Borowski und der Himmel über Kiel“, ganze Arbeit geleistet. Statt die Mainstream-Droge Crystal-Meth mit direkter Kritik zu durchleuchten, wurde die Entwicklung vom Drogentrip zum Höllentrip viel mehr durch brutale aber realistische Bilder verdeutlicht. Die furchtbaren Folgen von Crystal-Meth werden dem Zuschauer durch schauspielerisch grandiose Rauchszenarien veranschaulicht.

Und der wahre Täter steht doch eigentlich sowieso schon von Anfang an fest: die Horror-Droge Crystal-Meth.

 

 

Quellen:

„Tatort: Borowski und der Himmel über Kiel“, auf ARD. Sonntag, 25. Januar 2015, 20.15 Uhr

http://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/sendung/borowski-und-der-himmel-ueber-kiel-100.html

http://www.welt.de/kultur/medien/article136740139/Hat-Borowski-Breaking-Bad-denn-nie-gesehen.html

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Und welcher Film hat Dich verändert?

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Filme – es gibt sie in den unterschiedlichsten Facetten. Egal ob Schwarz-Weiß, Zeichentrick, Drama, Komödie, Liebesschnulze oder Horror-Thriller. Und wir schauen sie an. Egal ob zu Hause, im Kino, alleine, mit der Familie oder Freunden. Sie begleiten uns von klein auf und sie verändern uns, ob wir wollen oder nicht.

Unsere Kindheit ist geprägt von Disney-Filmen. Von klein auf bestaunen wir Filme über schöne Prinzessinnen, tapfere Ritter und mutige Rehe. Wir merken nicht, dass die Filmindustrie uns manipuliert. In unseren Köpfen entstehen Vorstellungen von der Natur, dem Leben und der Liebe, ob diese der Realität entsprechen sei dahin gestellt.

Filme können uns aber auch inspirieren. Manchmal sind es unsere Lieblings-Schauspieler, die uns durch ihre Filme motivieren. Sie geben uns den nötigen Input unser Leben in die Hand zu nehmen und mehr daraus zu machen. Manchmal sind sie es aber auch, die uns Gewalt veranschaulichen und einige von uns sogar dazu motivieren Kriminalität auszuüben.

Doch Filme können noch viel mehr. Sie vermitteln uns Wissen, Kriegsfilme zum Beispiel. Sie berichten uns von großen Schlachten, die unsere Vorfahren geführt haben. Sie geben uns die Möglichkeit Geschehnisse der damaligen Zeit zu verstehen und nachzuvollziehen. Es gibt Filme, welche uns fremde Kulturen näher bringen. Sie geben uns die Chance Einblicke in andere Länder zu gewinnen, ohne jemals dort gewesen zu sein Die Tatsache, dass Filme die Geschehnisse oft dramatisieren oder kürzen, sowie die übermäßige Verwendung von Vorurteilen und Stereotypen lassen wir dabei meist außer Acht.

Wir beschweren uns über minutenlange Werbepausen, aber Product-Placement während des gesamten Filmes fällt uns meist gar nicht auf. Unternehmen zahlen erhebliche Summen um ihre Produkte in Filmen präsentieren zu dürfen. Wir als Zuschauer nehmen diese Art von Werbung oft nur unterbewusst wahr und werden in unserem Kaufverhalten manipuliert, ohne es überhaupt zu merken.

Die Filmindustrie beeinflusst uns, so viel steht fest. Aber ob dieser Einfluss positiv oder negativ ausfällt, hängt von uns selbst ab. Wenn wir Filme nicht als die absolute Wahrheit annehmen, sondern hin und wieder kritisch hinterfragen, können wir in der Regel selbst beeinflussen welche Filme uns in welche Richtung verändern.

 

 

Quellen:

http://edictive.com/blog/influence-of-film-on-modern-society/

http://seitenwaelzer.de/man-ist-was-man-sah-wie-uns-fernsehserien-schon-als-kinder-beeinflusst-haben

http://de.wikipedia.org/wiki/Film

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Video kills the TV star

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Mehr als 1 Milliarde einzelner Nutzer besuchen YouTube jeden Monat.“ Für eine Generation des Internets mag dieses Phänomen zum Alltag gehören. Erstmals 2005 in den USA erschienen, gibt es Youtube mittlerweile in „61 Ländern und 61 Sprachen“.

Dabei ist das beliebte Videoportal schon lange weit aus mehr als nur ein Ort für Musikvideos oder Interviews. So genannte Youtuber erstellen stattdessen lieber eigenen Content und werden dadurch zu richtigen Stars im Netz.

Weshalb diese gerade bei Teenagern immer beliebter werden ist einfach: es sind Menschen wie du und ich, die absolut frei bestimmen können, was sie machen und worüber sie reden. Von Film-Rezensionen über Comedy-Clips bis hin zu Beauty-Tutorials – das Videoportal bietet Unterhaltung für alle Interessen.

Die Nutzer sind dabei, anders als beim Fernsehen, nicht an ein bestimmtes Programm gebunden. Sie entscheiden selbst wann und, dank den Möglichkeiten von Tablets und Smartphones, auch wo sie sich die Videos anschauen möchten.

Aber nicht nur die große Vielfalt und die zeitliche Unabhängigkeit machen dem alten Fernseher Konkurrenz, vor allem die soziale und interaktive Videokultur sorgen bei den Nutzern für Beliebtheit. Videos können bewertet und kommentiert werden, man kann direkt Meinungen und Verbesserungsvorschläge äußern und damit aktiv zu neuem Content beitragen. Es ist ein direkter Austausch mit anderen Nutzern möglich, sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene und man wird automatisch Teil einer Community.

Was für viele Youtuber als Hobby in ihrem Kinderzimmer begann, wurde heute zu weit aus mehr, nämlich einem richtigen Job: „ Mehr als eine Million Videokünstler aus 30 Ländern verdienen mit ihren Videos Geld“, „Tausende von Kanälen jährlich sechsstellige Beträge“. Diese Einnahmen ermöglichen den Youtubern die Qualität ihrer Videos durch professionelles Equipment ständig zu verbessern und sie immer weiter an teure Fernsehproduktionen anzunähern.

Die Qualität der Videos und die langjährige Erfahrung und Präsenz im Netz erhöhen nicht nur den Bekanntheitsgrad vieler Youtuber sondern helfen auch dabei eine eigene Fangemeinde aufzubauen.

Es ist also nicht verwunderlich, dass auch das Fernsehen schon auf die Youtube-Stars aufmerksam geworden ist und vor allem in den USA immer mehr Youtuber für Fernsehproduktionen angeworben werden. Dass sich davon allerdings viele bewusst gegen einen Wechsel zum Fernsehen entscheiden, mag verschiedene Gründe haben.

Freiheit und ohne Anweisungen selbst zu entscheiden, was man wann drehen möchte ist sicherlich einer davon. Ein anderer mag der Blick in die Zukunft sein: Wieso einen Schritt zurück gehen, wenn man vielleicht bereits im Fernsehen von Morgen Fuß gefasst hat?!

 

 

Quellen:

https://www.youtube.com/yt/press/de/statistics.html

http://de.wikipedia.org/wiki/YouTube

http://www.tagesspiegel.de/medien/digitale-welt/internet-youtube-statt-fernsehen/1254666.html

http://www.seo-analyse.com/google-optimierung/google-dienste/youtube/

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