7000 Menschen wählen Oscar-Gewinner

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Am 28. Februar 2016 finden im Dolby Theatre in Los Angeles, CA zum 88. Mal die Oscar Verleihungen statt, dieses Jahr moderiert von Schauspieler und Comedian Chris Rock. Gekürt werden die besten Filme des Jahres 2015 mit einem Filmpreis, der seit dem Jahr 1929 verliehen wird und als Oscar bekannt ist.

Die Nominierungen für die besten Filme des Jahres 2015 wurden schon im Januar bekannt gegeben – doch wie kommt es dazu, dass ein Film für eine Kategorie nominiert wird oder wer entscheidet darüber, dass ein Film einen Oscar Award erhält?

Hierfür ist die „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“ (AMPAS) zuständig, die aus knapp über 7000 Mitgliedern besteht. Um Mitglied bei der Academy zu werden, muss man zunächst in der Filmbranche tätig sein und benötigt, bei Interesse einer Mitgliedschaft, die Bürgschaft zwei weiterer Kollegen, die bereits Academy-Mitglieder sind. Bürgschaften werden jedes Jahr im Frühling vom Academy’s Board of Governors überprüft, welches auch die Mitgliedschafts-Einladungen versendet.Quelle: http://blog.catchmyparty.com/wp-content/uploads/2013/02/Oscars_Printable_Ballot.jpg

Ein weiterer Weg ein Teil der Organisation zu werden, ist durch eine Oscar Nominierung. Somit handelt es sich bei den Mitgliedern der Academy größtenteils um Schauspieler wie zum Beispiel Jennifer Lawrence und Leonardo DiCaprio, aber auch Produzenten wie Steven Spielberg, weshalb die Academy aus einem Team von Experten und besteht und die Oscar Verleihungen in der Branche so hoch angesehen sind. Eine genaue Liste der Academy Mitglieder wird allerdings geheim gehalten.

Doch wie erhält ein Film eine Nominierung? Jeder Film, der eine Mindestlänge von 40min, ein bestimmtes Format hat und im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember des Vorjahres für mind. 7 Tage in einem Kino in Los Angeles County gelaufen ist, kann für die Oscar Verleihungen nominiert werden.

Die Mitglieder der Academy werden bis Ende Dezember gebeten ihre Votings für die Filme schriftlich oder online einzureichen. Hierbei ist zu beachten, dass die Mitglieder nur für ihr eigenes Fachgebiet voten können – abgesehen von der Kategorie „Bester Film“, für die jedes Mitglied seine Stimme abgeben kann.

Nachdem die Nominierungen dann im Januar bekannt gegeben werden, hat jedes Mitglied die Möglichkeit für einen Gewinner in einem Ranking zu stimmen, nun in jeder Kategorie. Die Auswertung der Stimmen übernimmt das Management-Unternehmen PricewaterhouseCoopers, von dem nur zwei Mitarbeiter die Ergebnisse bis zur Vergabe im Fernsehen wissen. Somit lässt sich abschließend festhalten, dass die Academy, eine Organisation mit knapp 7000 Mitgliedern, für Nominierungen und Gewinne der Oscar Verleihungen verantwortlich ist.

Hier eine vollständige Lister aller Nominierten der Oscars 2016: http://oscar.go.com/nominees

Milchbart 2.0

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Diese beiden Männer sind der neue Hype im Netz: zwei Freunde aus Portland, Oregon, USA, die Bilder und Videos im Internet hochladen, auf denen sie ihre Bärte auf besonders kreative und unterhaltsame Art und Weise dekorieren.

Brian und Johnathan sind „The Gay Beards“, aktiv auf allen Social Media Plattformen, mit der Mission „to try and fill the world with a little more love“. Sie zeigen ihren über 18.000 YouTube Abonnenten und fast 200.000 Fans auf Instagram (Stand: Jan. 2016) regelmäßig ihre geschmückten Bärte, und nehmen dabei vor kaum einem Dekomittel halt. Verschönert wird bei den beiden mit Glitter, Sprühfarbe und Lametta, oder sogar Popcorn und Lego-Steinen.

Quelle: https://www.instagram.com/p/8ZG-ACCacj/?taken-by=thegaybeards

Quelle: https://www.instagram.com/p/8ZG-ACCacj/?taken-by=thegaybeards

Während es sich bei Uploads auf Instagram hauptsächlich um Fotos von ihren schrägen Looks handelt, laden die beiden auf YouTube neben Tutorials, auf denen sie Tipps und Tricks zum Dekorieren der Bärte geben, auch regelmäßig unterhaltsame Challenges oder auch Frage-und Antworten Videos hoch. Dies nicht ganz unerfolgreich, denn obwohl die beiden sich in den meisten ihrer Videos, die auch Bart-Pflegetipps enthalten, eigentlich an eine nicht allzu große Zielgruppe, die Bartträger, richten, kann das Duo mit ihrer verrückten und authentischen Art überzeugen. Ihr meistgesehenes Video „How To Glitter Beard“ hat immerhin schon fast eine halbe Millionen Klicks auf YouTube (Stand: Jan. 2016).

Der Erfolg der beiden Männer führte sogar zur Errichtung einer Homepage, auf der man sich Poster mit Abbildungen der bunten Kreationen kaufen kann. Dass die bunten Kreationen bei vielen gut ankommen, zeigen außerdem die vielen Nachahmer, die Fotos von ihren geschmückten Bärten im Internet hochladen, die sie nach Vorlagen von Brian und Johnathan dekoriert haben.

Quelle: https://www.instagram.com/p/_r8bR9xDVD/?taken-by=felliphealmeida

Quelle: https://www.instagram.com/p/_r8bR9xDVD/?taken-by=felliphealmeida

Und da ein Ende der schrillen Ideen noch nicht in Sicht scheint, können wir sicherlich mit weiteren interessanten und bunte Ideen der beiden rechnen.

Bezahlen für YouTube?

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Wir alle kennen – und viele von uns nutzen – das Angebot einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft von Dienstleistungsunternehmen, die uns den Konsum von Medien erleichtern soll. Zum Beispiel bietet das Musikportal Spotify ein Abonnement für Spotify Premium an, das es uns ermöglicht werbefrei Lieder zu hören und diese auf unseren mobilen Geräten zu speichern und dank Amazon Prime Instant Video können wir Filme und Serien ausleihen und streamen.

Nun kündigte auch das Videoportal YouTube, das bisher vor allem durch die Möglichkeit des kostenlosen Streaming bekannt war, in einem Werbeclip eine Premiumvariante an, die seinen Nutzern viele neue Vorteile bringen soll.

YouTube Red heißt das Bezahlangebot von YouTube, das ab sofort in der USA verfügbar ist und für ein optimales Video- und Musikerlebnis sorgen soll. Ein Abonnement kostet dort zunächst $9,99 im Monat.

Doch was unterscheidet die kostenpflichtige von der kostenlosen Variante?

YouTube Red-Nutzer können Videos nun werbefrei und ohne Unterbrechungen, wie Banner- und Suchanzeigen, abspielen. Außerdem wird die Möglichkeit geboten Videos offline zu speichern, das heißt Videos können auf unseren Mobilgeräten gespeichert werden und ohne Internetzugang immer wieder wiedergegeben werden. Damit dabei so wenig Speicherplatz wie möglich belegt wird, kann die Qualität der gespeicherten Videos frei gewählt werden.

Bislang konnten Videos auf YouTube nicht im Hintergrund, also während der Verwendung anderer Apps, abgespielt werden. Auch dies ändert sich in der kostenpflichtige Variante, bei der Videos sogar wiedergegeben werden können, obwohl der Gerätebildschirm ausgeschaltet ist. Außerdem beinhaltet das Abo eine kostenfreie Mitgliedschaft bei Google Play Musik.

Was dies für die Einnahmen von Partnern des Videoportals bedeuten wird, ist momentan noch unklar. Laut einem Bericht von TechCrunch soll YouTube den Videomachern nicht die Wahl gegeben haben, sich an dem Programm zu beteiligen oder nicht. Die Videos derer, die ihr Angebot nicht für YouTube Red freigegeben haben, seien deshalb auf keiner der beiden YouTube-Varianten mehr verfügbar.

Schon jetzt gibt es erste Kritiken und Besorgnisse derer, die Videos auf YouTube hochladen. Die amerikanische Youtuberin „PressHeartToContinue“, die seit ca. 5 Jahren aktiv auf YouTube ist und fast 700.000 Abonnenten (Stand: 11/2015) hat, macht ihre Zuschauer in ihrem Video „MY CONCERNS WITH YOUTUBE RED“ auf ihre Besorgnisse, die auch finanzielle Aspekte beinhalten, aufmerksam. Sie spricht zum Beispiel die ihrer Meinung nach ungerechte Verteilung der Einnahmen der Premiumvariante an, da die Erlöse nicht mehr nach Anzahl der Klicks, sondern danach, wie lange ein Video angesehen wird, an die Partner ausgeschüttet werden sollen.

Ob sich Youtube Red bei sowohl seinen Nutzern, als auch seinen Partnern, beweisen kann, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.

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