Kriegspropaganda bei FOX-News

geschrieben von s2jurose in Allgemeines, Fernsehen, Medien und Politik, Medienkritik, Nachrichten3 Kommentare »

Soeben bin ich bei Youtube auf ein Video gestoßen, das zwar schon etwas älter ist (20.11.2007), seltsamer Weise aber nur sehr selten angeschaut wurde (712 Mal). Es handelt sich hierbei um einen kurzen Vergleich der Berichterstattung von FOX-News zu dem Kriegen im Irak 2003 und dem im Iran, der sich 2007 anbahnte.

Verdeutlicht wird in diesem Video die aktive Propaganda des Nachrichtensenders für die Kriegshandlungen der USA in beiden Ländern. Es wird an Hand von nebeneinander gestellten Zusammenschnitten zu der Lage in dem jeweiligen Land gezeigt, dass in beiden Fällen eine ähnliche Strategie verfolgt wird: Verbindung zu terroristischen Kreisen (Al Kaida), Besitz/Entwicklung von Atomwaffen. Mit der Schaffung eines solchen Feindbildes wurde im Fall vom Irak ein Angriffkrieg der USA legitimiert, auch wenn letztendlich keine Beweise für die behaupteten Kriegsursachen gefunden werden konnten.

Mit diesem Video versucht der Macher nun darauf hinzuweisen, dass Fernsehnachrichten eine große Reichweite und Glaubwürdigkeit und damit auch einen enormen Einfluss auf das Wissen und die Meinung der Bevölkerung haben. Selbst Journalistenkollegen lassen sich von dem meistgesehenen amerikanischen Nachrichtensender beeinflussen, wie die Aussage der CNN-Reporterin am Ende des Beitrags beweist: “My station was intimidated by the administration and its footsoldiers on FOX-News.” (Christiane Amanpour)

Zum Abschluss werden die Nachrichtensender dazu aufgerufen, nicht die gleichen Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Es bleibt zu hoffen… Aber wie realistisch ist das tatsächlich in diesem Fall?

Fake-Meldungen in TV-Nachrichten

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Vorkommnisse wie das in Georgien sind nicht einmalig in der Geschichte. Das wohl bekannteste Beispiel ist die Radio-Live-Sendung der Hörspielinszenierung von H.G. Wells’ „Krieg der Welten“, die 1938 von dem amerikanischen Sender CBS ausgestrahlt wurde. Dies jedoch war von Anfang an als Unterhaltung für die Zuhörer, nicht jedoch zu deren politischer Mobilisierung geplant gewesen. Zudem hatte es während der Sendung immer wieder Hinweise darauf gegeben, dass es sich um ein fiktives Ereignis handelte. Es zeigen sich also deutliche Unterschiede im Vergleich zu der Fake-Nachricht des georgischen Senders Imedi TV.

Ein vergleichbareres und sogar aktuelleres Beispiel lässt sich dafür in einem unserer direkten Nachbarländer finden: am 13.Dezember 2006 unterbrach der belgische Sender RTBF sein laufendes Programm für eine Sondersendung, in der er darüber informierte, dass die Region Flandern ihre Unabhängigkeit erklärt habe. Belgien existiere nicht mehr und der König sei bereits ins Exil geflohen. Auch hier wurden die Zuschauer erst am Ende der Sendung ausreichend darüber aufgeklärt, dass es sich um eine Inszenierung handelte, auch hier war die Bereitschaft der Bevölkerung, der Nachricht Glauben zu schenken, durch Spannungen im Vorfeld gewährleistet. Und auch hier gab es wütende Proteste gegen eine solche Berichterstattung, die nach Angaben des Senders die Bevölkerung aufrütteln und ihr Bewusstsein für die gegenwärtige prekäre Lage schärfen sollte.

Es stellt sich die Frage, wie weit Nachrichtensendungen gehen dürfen, um solche „ehrenwerten Ziele“ zu erreichen. Im Falle Georgiens, bei dem in Folge dieser Nachricht schließlich sogar Menschen gestorben sind, fällt es nicht schwer, zu sagen, dass die Grenzen des Erlaubten überschritten wurden. Aber: Wer legt die fest? Und wie trennscharf sind sie? Es bleibt abzuwarten, ob bzw. welchem Umfang sich nach den jüngsten Ereignissen solche Falschmeldungen in scheinbar seriösen Nachrichtensendungen häufen werden.

http://www.tagesschau.de/ausland/meldung75060.html

Russischer Einmarsch in Georgien

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Am Abend des 13. März 2010 zeigte der georgische Sender Imedi TV Bilder von russischen Truppen, die nach Georgien einmarschierten. Es wurde vermeldet, die Opposition habe sich mit der russischen Regierung zusammengetan und demonstriere gegen die amtierende georgische Regierung. In der Hauptstadt Tiflis gebe es bewaffnete Auseinandersetzungen, es habe bereits Tote und Verletzte gegeben, Georgien befände sich im Krieg, Präsident Saakaschwili sei getötet worden.

Lediglich zu Beginn dieser halbstündigen Sondersendung, die zur Zeit und anstelle der gewohnten abendlichen Nachrichten ausgestrahlt wurde, erwähnte der Moderator, dass es sich lediglich um ein Szenario handelte, wie es sich nach den für Mai angesetzten Wahlen abspielen könnte. Viele Zuschauer aber, die die Sendung nicht von Beginn an verfolgt hatten, gerieten in Panik: es kam nicht nur zu besorgten Anrufen bei Freunden und Bekannten, die zu einer schlagartigen Überlastung des Telefonnetzes führten, sondern auch zu Hamsterkäufen in Supermärkten und Tankstellen, ja sogar zu Herzinfarkten und Ohnmachtsanfällen.

Im Anschluss an die Sendung, brachte Imedi TV, einer von drei vom Staat kontrollierten Sendern, dann eine Aufklärung über die Ereignisse, in der deren Fiktion eingestanden wurde. Es folgte eine Diskussionsrunde zum Thema „Wie gefährlich ist Russland?“.

Diese Sendung aber wurde von weit aus weniger Zuschauern verfolgt, da viele bereits entweder in Panik das Haus verlassen hatten, oder sich den wütenden Demonstranten gegen den Fernsehsender und die Regierung angeschlossen hatten.

Literatur- und Videohinweise:

o.V. (2010): Fingierter TV-Bericht über Russlands Einmarsch in Georgien löst Panik aus – Zusammenfassung. In: RIA Novosti, 14.03.2010, http://de.rian.ru/postsowjetischen/20100314/125469680.html [Stand: 20.03.10].

Silvia Stöber (2010): “Krieg der Welten” 2010. In: Tagesschau Blog, 14.03.2010, http://blog.tagesschau.de/?p=7636 [Stand: 20.03.2010].

Empörung nach Scheinangriff in Georgien. In: ARD Mediathek, http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=3991248 [Stand: 20.03.2010].

Fake war. In: Youtube, http://www.youtube.com/watch?v=bdeMfUe-4pI [Stand: 20.03.10].

HOAX NEWS: Russia attacks Georgia, Saakashvili killed. In: Youtube, http://www.youtube.com/watch?v=eWkCTMBACo0&feature=fvw [Stand: 20.03.10].

Moderator für die Online-heute-Nachrichten Teil II

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Im zweiten Teil der Beobachtungen zum Einsatz eines Moderators bei der Online-Version der heute Nachrichten soll  ein kurzer Überblick über die bisher feststellbaren Merkmale dieser neuen Präsentationsweise gegeben werden. Dies geschieht im ständigen Vergleich mit der Tagesschau in 100 Sekunden der ARD. Sämtliche Einschätzungen sind dabei natürlich mit Vorbehalt zu betrachten, da auf Grund der zeitlichen Nähe der Umstellungen nur erste Auffälligkeiten wiedergegeben werden können.

Die heute Nachrichten lassen ihren Moderator pro Sendung insgesamt vier Mal auftreten: am Anfang zur Begrüßung und Anmoderation des ersten Beitrags, als Zwischenmoderation zwischen zwei Beiträgen, vor dem Wetter und am Schluss zur Verabschiedung. Die Tagesschau setzt ihren Moderator sparsamer ein, im Durchschnitt ein bis zwei Mal pro Sendung.

Durch den Einsatz eines Moderator ergeben sich mehr Variationen für die Präsentation der Nachrichten: diese können nun entweder komplett durch den Moderator oder komplett durch Film, Foto oder Grafik dargestellt werden, oder eben durch eine Kombination beidem. Während die Tagesschau nur in Einzelfällen auf letztere Möglichkeit zurückgreift, zeigt sich diese bei den heute Nachrichten sehr gehäuft. Dabei besteht allerdings die Gefahr, dass die Sendung unruhiger wird, wenn der Moderator mitten im Satz durch Bewegtbilder ersetzt wird. Zudem ist fraglich, inwiefern es für den Zuschauer vor den Wetternachrichten hilfreich ist, den Moderator zu sehen, wenn doch die Betrachtungszeit für die Wetterkarte in diesen 100-Sekunden-News ohnehin nur sehr begrenzt ist.

Wie man sieht, gibt es noch einige bedenkliche Aspekte in dem neuen Ansatz zur Nachrichtenpräsentation bei heute in 100 Sekunden. Man darf gespannt sein, welche Elemente sich etablieren und welche bald wieder verschwinden oder abgewandelt werden.

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Anmerkung:

Sämtliche Angaben basieren auf eigenen Beobachtungen der Sendungen heute in 100 Sekunden und Tagesschau in 100 Sekunden.

Quellen:

http://www.zdf.de/

http://www.tagesschau.de/

Moderator bei den 100-sekündigen heute-Nachrichten

geschrieben von s2jurose in Allgemeines, Fernsehen, Internet, Nachrichten1 Kommentar »

Seit vorgestern, dem 1. März 2010, haben die Online-heute-Nachrichten ein neues Gesicht – oder besser gesagt, mehrere. Denn der Kurzzusammenschnitt wird ab sofort von Moderatoren präsentiert. Damit beendet das ZDF die bis dato in Netz andauernde Phase des Nachrichtenverlesens aus dem Off und nähert sich auf diese Art der Präsentationsweise der ARD an. Diese besetzt ihre Tagesschau nämlich wie in der TV-Ausgabe mit einem Sprecher. Dass sich nun auch die heute Nachrichten einen Moderator im WWW leisten, lässt sich auf unterschiedliche Gründe zurückführen. Über einige davon soll an dieser Stelle spekuliert werden.

Zum einen ist es kein Geheimnis, dass Redaktionen bemüht sind, ihre Nachrichten zu personalisieren.  Dies geschieht nicht nur auf der Beitragsebene, sondern eben auch auf der der Präsentation. Für den Zuschauer ist es einfacher, eine Sendung zu akzeptieren und sich mit ihr zu identifizieren, wenn sie von einer real existenten Person präsentiert wird (vgl. Brosius 1998, S. 288) -  auch wenn diese für ihn, wie in diesem Fall, nur virtuell erlebbar ist.

Als zweiter Punkt ist zu vermuten, dass das ZDF seine Sendung für den Zuschauer kurzweiliger gestalten möchte. Durch den Einsatz des Moderators ergeben sich neue Präsentationsmöglichkeiten und -kombinationen, und die Sendung wird abwechslungsreicher.

Nicht zu vergessen ist außerdem, dass der Moderator durch seine Mimik und Gestik gewisse Möglichkeiten hat, die Intention eines Beitrags zu unterstützen. Auch wenn dies vielleicht zunächst als marginaler Aspekt anmuten mag, kann gerade hier eine Brücke zu den Gedanken und Empfindungen des Rezipienten geschlagen werden.

Viele neue Möglichkeiten also, die sich heute in 100 Sekunden hier bieten. Mal schauen, was noch so kommt.

Quellen:

http://www.zdf.de/

Brosius, Hand-Bernd (1998): Politikvermittlung durch Fernsehen. Inhalte und Rezeption von Fernsehnachrichten. In: Klingler, Walter [u.a.] [Hrsg.]: Fernsehforschung in Deutschland. Themen ? Akteure ? Methoden. Nomos Verlagsgesellschaft: Baden-Baden

Odyssee durch die deutsche Filmgeschichte

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Soeben habe ich einen sehr interessanten Beitrag in der Sendung “Westart” im WDR gesehen. Vorgestellt wurde der Film “Auge in Auge – Eine deutsche Filmgeschichte”.

Hierbei handelt es sich um einen Film, der in spannender Montage zahlreiche Sequenzen von deutschen Filmen aneinanderreiht. So verfolgt man als Zuschauer z.B. ein Telefonat, an dem mehr als 10 verschiedene Charaktere aus unterschiedlichen Filmen teilnehmen. Man kann sich gut vorstellen, dass es dabei zu einigen komischen Momenten kommt, wenn solch klassische Szenen in ulkiger Kombination auftauchen.

Mit Caroline Link, Doris Dörrie, Michael Ballhaus, Tom Tykwer, Wim Wenders, Dominik Graf, Christian Petzold Andreas Dresen, Wolfgang Kohlhaase und Hanns Zischler sind sogar gleich zwei Hände voll Filmemacher dabei. Gemeinsam – aber auch jeder für sich – suchen sie mit diesem Film das Deutsche im deutschen Film.

Mich jedenfalls hat dieser Bericht neugierig gemacht und es ärgert mich deshalb ein wenig, dass man ihn in Trier nirgends anschauen kann… Aber vielleicht kommt das ja noch…

Wenn Fernsehen zum Radio wird…

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Das ist gestern Abend wohl kaum jemandem entgangen: Bildausfall bei der Liveübertragung des Deutschlandspiels. Minutenlang sah man nichts außer der netten Mitteilung, dass die Leitungen aus Basel unterbrochen seien und es deshalb eine Störung gebe.

Ein Alptraum für alle Fußballfans, aber auch ein Alptraum für die UEFA und ihre Tochtergesellschaft Media Technologies SA. Denn nun laufen Fernsehsender aus aller Welt bei ihnen Sturm und verlangen Entschädigungen für die entstandenen Verluste. Kleinlaute Erklärungen, die zunächst das Gewitter über Wien als Ursache des Strom- und damit auch des Bildausfalls nannten, helfen dabei recht wenig. Zuschauer hätten den Sender oder gar das Medium gewechselt und seien zum Radio umgestiegen – denn Béla Réthys Beschreibungen des Spiels sind nun einmal auf die Untermalung von Bildmaterial ausgerichtet gewesen und nicht als deren Ersatz gedacht. Ein enormer Image-Schaden für die übertragenen Sender.

Deutsche Fernsehzuschauer hatten dabei vergleichsweise noch Glück: das ZDF arrangierte sich mit dem Schweizer Fernsehen, sodass nur ein paar Minuten lang das Bild fehlte, danach aber ein paar Sekunden nach dem Ton ankam. In anderen Teilen der Welt war ganze 18 Minuten lang nichts vom Spiel zu sehen und den Zuschauern wurden das 2:1 und 2:2 vorenthalten – in Deutschland hörte man es, bevor man es sah.

Man darf gespannt sein, wie sich die beteiligten Medienvertreter einigen und ob die ARD für das Finale am Sonntag sicherheitshalber schon mal einen Radioreporter vorbestellt…

Auch die Briten “schlagen den Raab”

geschrieben von s2jurose in Allgemeines, Fernsehen6 Kommentare »

Wenn am Samstag um 20:15 Uhr der nächste Kanditat versuchen wird das Preisgeld (mittlerweile 2,5 Mio Euro) bei “Schlag den Raab” zu erkämpfen, dann werden nicht nur deutsche Zuschauer dem ihre Aufmerksamkeit schenken. Beobachtet wird die Show auch im Ausland, dort allerdings vor allem von TV- Produzenten, und das aus einem sehr einfachen Grund: sie wollen die Sendung in ihr Land importieren.

Geschehen ist das bereits in 12 Ländern, z.B. Frankreich, Spanien und Italien. Vor kurzem produzierten auch die Briten eine Folge ihres “Beat the Star” – kurioserweise in den Kölner Studios von Stefan Raabs Produktionsfirma Brainpool. Derart große, technisch gut ausgestattete Studios gäbe es in Großbritannien nicht, so der Hauptgrund.

Allerdings gibt es doch ein paar wesentliche Unterschiede zwischen beiden Shows. So treten die Kanditaten in “Beat the Star” nicht gegen einen einzigen Gegner an, weil es anscheinend niemand Bekannten gibt, der sich in wirklich allen Disziplinen messen kann oder will. Deshalb wechseln die Prominenten nach je 75 Minuten. Außerdem dauert die Show nur 3 Stunden anstelle von 5 im deutschen Fernsehen.

Aber wer weiß, vielleicht entwickelt sich da ja noch was…

Quelle: www.tvtoday.de

Vorhang auf für “Bitfilm”

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Gestern ist in Stuttgart das 9. internationale Online-Filmfestival Bitfilm 08 gestartet. Gezeigt werden hier Filme, “die digitale Technologie auf kreative und innovative Weise einsetzen”. Dabei messen sich die “Regisseure” aus aller Welt in den Kategorien 

  • 3D Space Award (Computer-generierte 3D-Animationen)

  • FX Mix Award (Digitale Filme in Mischtechnik)

  • Flash Award (Mit Flash produzierte Animationen)

  • Machinima Award (Filme, die live in Computer Games gedreht werden),

  • Realtime Award (in Echtzeit gerechnete Animationen) und

  • Mobile Award (Kurze Clips für mobile Geräte).

Das Festival findet hauptsächlich – aber eben nicht ausschließlich – im Internet statt. Auch auf der ganz großen Leinwand (momentan im Stuttgarter Metropol-Kino) kann man sich die Filme anschauen.

Und vom 1. Mai bis 1. Juli hat jeder User, der sich auf www.bitfilm.com/festival anmeldet, die Möglichkeit, darüber abzustimmen, wer letztendlich die 10.000 ? Preisgeld erhalten soll. Wichtig für die Bewertung sollte dabei nicht nur die technische Umsetzung, sondern auch die Story sein ? so die Organisatoren. Quellen: Deutschlandfunk, http://www.bitfilm.com/festival/, http://www.spiegel.de/

 

Hasselhoff statt Homer

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In Venezuela befürchtet die Rundfunkbehörde Conatel von Staatschef Hugo Chavez einen schlechten Einfluss der Serie “Die Simpsons” auf Kinder. Es würden Gesetze sozialer Verantwortung verletzt, so die Begründung. Zudem hätte es zunehmend Beschwerden von Zuschauern gegeben. Also hat der Privatsender Televen die Sendung um die gelbe Familie aus seinem Programm gestrichen und sendet nun stattdessen “Baywatch Hawaii” von und mit David Hasselhoff. Um 11 Uhr im Vormittagsprogramm wohlgemerkt.

So fragt man sich doch, wie sich dieser Wechsel mit den vorher genannten edlen Vorsätzen der kindgerechten Unterhaltung und Bildung vereinen lässt… Es ist schließlich kein Geheimnis, dass in der Rettungsschwimmerserie des Öfteren leicht oder noch leichter bekleidete Badenixen (hier sei Pamela Anderson als Beispiel genannt) auftreten… Eigentlich dürfte eine weitere Protestwelle von besorgten Eltern also nur eine Frage der Zeit sein.

Der Tibet-Konflikt auf Youtube

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Vor wenigen Tagen – am 25.03.08 – ist ein Video auf Youtube erschienen, dass über die Situation in Tibet “aufklären” will: “Sieben Lügen über Tibet und Seine Heiligkeit”. Es berichtet unter anderem über die “enge Verbindung” des Dalai Lama zu der japanischen Aum-Sekte, die 1995 den Anschlag auf die Tokyoter U-Bahn verübte. Ein chinesisches Propagandavideo, dass die Situation Tibets vor dem Einmarsch der Chinesen als katastrophal und heute als idyllisch darstellt. Und damit steht es nicht alleine da: es gibt noch eine Reihe weiterer, in der Machart sehr ähnliche Videos, die die chinesische Tibetpolitk sehr aggressiv verteidigen und gegen ausländische Berichterstattung hetzen.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass es auf Youtube mittlerweile über 26.000 Treffer für das Suchwort “Tibet” gibt, denn natürlich wurden auch Gegenvideos zum Thema hochgeladen. Dies führte sogar dazu, dass chinesische Zensurbehörden die Videoplattform in China für eine Woche abschalteten. Und auch das chinesische Pendant Tudou.com, dass sich zunächst weigerte, neue verschärfte Zensurregeln zu akzeptieren, ging am 14.03. offline. Offizielle Begründung waren Serverprobleme… Man findet also auf chinesischen Videoportalen unter dem Stichwort “Tibet” lediglich harmlose Reiseberichte oder eben jene Propagandavideos… Wie war das nochmal mit der Journalistischen Freiheit?!

Neuerungen bei Ebay

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Wahrscheinlich ist es einigen von euch schon aufgefallen: Ebay hat am 20. Februar einiges an seinem Auftreten geändert. So gibt es als wohl wichtigste Änderung ein unterschiedliches Gebührensystem für private und gewerbliche Verkäufer. Private Verkäufer müssen bei Auktionen ab 1 Euro keine Eistellungsgebühren mehr zahlen und können kostenlos ein Bild dazustellen.  Dafür stieg allerdings die Verkaufsprovision von bisherigen 2-5% auf 2-8% an. Auch für gewerbliche Verkäufer wurden die Einstellungsgebühren geringer, deren Gebühren werden nun auch stärker an die Marktsitution der unterschiedlichen Branchen angepasst.

Auch ein neues Bewertungssystem wird es geben: ab Juni dprfen Verkäufer keine negativen Bewertungen mehr über Käufer abgeben. Damit sollen die sogenannten “Rachebewertungen” – also die Revanche für die negative Bewertung durch einen Käufer – unterbunden werden. Von den Verkäufern wird gegen diesen geplanten Schritt schon lautstark protestiert.

Und nicht zuletzt gibt es als auffälligstes für den normalen Ebay-Nutzer eine geändertes Suchsystem. Danach werden die gefundenen Artikel nicht mehr nach der Zeit bis zum Ende der Auktion sortiert, sondern nach deren Beliebtheit. Diese richtet sich nach der Übereinstimmung mit dem Suchbegriff, dem Preis und der Zufriedenheit mit dem Verkäufer. Dies soll die Suche für die Nutzer vereinfachen, allerdings geht dadurch meiner Meinung nach etwas entscheidendes von dem “3…2…1…meins”- Flair von Ebay verloren…

Quellen: http://www.tagesschau.de, http://www.telekom-presse.at, TVdirekt

CeBIT in Hannover eröffnet

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Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnete heute Morgen offiziell die größte Computermesse der Welt für das Publikum. Besucher können sich nun bis Sonntag, den 09.03.08, über die neusten Trends der IT- Branche informieren. Damit dauert die CeBIT in diesem erstmals nur 6 statt 7 Tage. Auch eine weitere Zahl der Messe ? die der Aussteller ? ist rückläufig: hatten sich 2007 noch 6153 Unternehmen angemeldet, so sind es in diesem Jahr nur noch 5845. Davon kommen 2840 aus Gastgeberland Deutschland, die am stärksten vertretenen ausländischen Nationen sind China (500 Firmen) und Taiwan (490). Partnerland der Computerschau ist in diesem Jahr Frankreich.

Nach einer klaren räumlichen Strukturierung ist die Messe in 3 Kernbereiche unterteilt: ?business solutions? (Unternehmen), ?public sector solutions? (öffentliche Dienste) und ?home and mobile solutions? (Heimbedarf). Zudem gibt es 2 große inhaltliche Schwerpunktthemen. Das erste wird mit dem Begriff ?Grenn IT? bezeichnet und meint eine umweltfreundliche Informationstechnologie. Größen der IT- Branche wie IBM, Microsoft oder Google haben sich mit dem WWF zur Energiespar-Allianz ?Climate Servers Computing Initiative? (CSCI) zusammengeschlossen; deren Ziel es ist, ab 2010 durch energieeffiziente PCs jährlich 54 Mio. Tonnen Kohlendioxid einzusparen. Sie alle haben auf der Messe in einem eigenen Ausstellungsbereich ? dem ?Green IT Village? die Möglichkeit, ihre Produkte vorzustellen. Unter anderem kann man dort ein Musterbüro besichtigen, dass den täglichen Energieverbrauch im Büro aufzeigt. Der zweite große Schwerpunkt liegt auf der Mobilität. ?Mobiles Internet? ist längst jedem ein Begriff und so werden auf der CeBIT natürlich auch dazu neue Techniken vorgestellt. Gleiches gilt für funktionsreichere Navigationssysteme oder günstigere Mini- Notebooks.

Insgesamt wartet die Messe mal wieder mit einem sehr breiten Angebot auf, sodass sich ein Abstecher nach Hannover durchaus lohnen sollte.

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