Erstleser der taz ? ein kurzer Erfahrungsbericht
geschrieben von s2juerme in Printmedien1 Kommentar »Ich kannte die taz nur aus dem Hörensagen und hatte mir bisher noch nie die Zeit genommen diese Zeitung genauer unter die Lupe zu nehmen. Nähert man sich nun der taz als ein unvoreingenommener Erstleser, so ist es interessant an einem selbst zu beobachten, wie man auf eine neue Zeitung, mit neuen Strukturen und neuen Inhalten reagiert.
Irritiert wurde ich zunächst durch das fehlende Inhaltsverzeichnis auf der ersten Seite. Folglich blieb mir die Zeitung beim genauen Studium der Titelseite eine Antwort über die genaue Ressorteinteilung des Blattes schuldig.
Erst auf den folgenden fünf Seiten lüftet sich der Schleier des Ungewissen. Und man war erstaunt. Die Kopfzeilen der Seiten gaben mehr Aufschluss über Themen, Ressorts und Darstellungsformen, als man es von der Lektüre andere Printmedien gewohnt ist. Beschreibungen wie ?Der Tag?, ?Schwerpunkt? oder ?Reportage? helfen dem unvoreingenommenen Leser sich schneller im Dschungel der Titel, Texte und Bilder zurecht zu finden. Ferner sorgten auch die direkten geographischen Zuordnungen in der Kopfzeile, wie etwa ?Sudan? oder ?Peru? dafür, dass die nun folgende Reportage besser in einen inhaltlichen Kontext eingeordnet werden konnte.
So ist schließlich am Ende dieses kurzen Erfahrungsberichts noch auf die letzte Seite der taz mit dem Titel ?Die Wahrheit? einzugehen. Sie konfrontiert den Leser zum Abschluss mit interessanten, zynischen und humorvollen Kommentaren. Garniert sind diese geistigen Ergüsse mit spitzzüngigen Titeln wie etwa ?Gott hat den Größten?.
Fazit meiner Erfahrungen, die taz macht einiges anders als andere und ermöglicht damit neue und erfrischende Einblicke.