Sprachliche Unvollkommenheit in den Medien: „I look not back, I look in front!“

geschrieben von in Fernsehen, Internet, MedienkritikKommentare deaktiviert für Sprachliche Unvollkommenheit in den Medien: „I look not back, I look in front!“

Eigentlich lässt sich bereits an der Wortwahl erahnen, von wem dieser „bedeutende“ Satz stammt.

Und eigentlich könnte man annehmen, dass Personen mit derartigen Englisch Kenntnissen keine herausragende Stellung in der Gesellschaft genießen. Doch sein Können hat ihn zu einem der angesehensten Größen im Profifußball gemacht. Er ist ein Rekordnationalspieler, war Europas Nationalspieler des Jahres und sogar Weltfußballer des Jahres. Seit seiner Entlassung 2011 möchte ihn jedoch kein Verein mehr als Trainer haben. Und so versucht er anderweitig die mediale Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Seien es Frauengeschichten, oder seine zahlreichen Englisch-Fauxpas in der Öffentlichkeit, Lothar Mattäus scheint zu wissen, wie er vorgehen muss, um von den Medien beachtet zu werden. Allerdings ist fraglich, ob er weiß, wie er auf die Allgemeinheit wirkt.

Der bayrische Comedian Christian Böttcher hat Lothars sprachliche Fähigkeiten längst für sich entdeckt und imitiert den Fußballprofi regelmäßig in seinem Programm. Auch der Radiosender Bayern3 weiß den hohen Unterhaltungswert der Imitation zu schätzen und stellt Böttchers „Fränglisch mit Loddar“ seit Jahren einen Sendeplatz zur Verfügung. 2010 wurde das zugehörige Buch veröffentlicht, in dem der Fußballstar mit gewohnt lustigen Englisch-Kenntnissen, Lebensweisheiten und Tipps für die Zukunft verrät.

Der Erfolg des Fränglischen ist aus Böttchers Sicht leicht zu erklären:

„Die Faszination des Fränglischen kommt natürlich daher, dass wir alle Englisch gequält sind [] und man muss dieser Qual auch etwas Positives abgewinnen. Zum Glück gibt es leuchtende Vorbilder, wie unseren Ex-Bundespräsidenten Lübke, dem ja angedichtet wird, dass er „equal goes it loose“ gesagt haben soll. Und [] Günther Oettinger ist natürlich ein gefundenes Fressen, wenn solche Menschen tatsächlich beweisen, dass sie auch in höheren Positionen das Englische nie kapiert haben. Das ist tröstlich für den Großteil der Bevölkerung.“

 

FOCUS Online (04.05.2011): Wutanfall als Klickhit. Lothar Mattäus giftet vor laufenden Kameras. URL: http://www.focus.de/digital/videos/wutanfall-als-klickhit-lothar-matthaeus-giftet-vor-laufenden-kameras_vid_24695.html (Stand: 17.07.2012)

 

Man könnte meinen, die Programmleitung des Fernsehsenders VOX dachte anfangs ähnlich und wolle von Lothars sozialen sowie sprachlichen Unkenntnissen profitieren, um möglichst viele Zuschauer bei Laune zu halten. Da die produzierte Doku-Soap „Lothar-Immer am Ball“ wohl nicht die gewünschte Reichweite erzielte, wurde die Sendung in das Nachtprogramm verlegt.

Auch wenn Lothar Mattäus‘ sprachliche Unwissenheit einen hohen Spaßfaktor hat, ist es schwierig, über dessen allgemein fehlende Kompetenz hinweg zu schauen. Schließlich sieht man nicht gerne dauerhaft dabei zu, wenn mit jeder Folge das Niveau abnimmt. Eine gute Sache muss der Doku-Soap jedoch zugesprochen werden. Dem Comedian Christian Böttcher wird außerordentlich viel Nährboden für sein Programm geboten. Und darüber lässt sich wiederum gut lachen.

 

Quellen:

Spiegel Online:  http://www.spiegel.de/kultur/tv/lothar-matthaeus-doku-soap-klug-wie-ein-kuehlschrank-a-840206.html

FOKUS Online: http://www.focus.de/digital/videos/wutanfall-als-klickhit-lothar-matthaeus-giftet-vor-laufenden-kameras_vid_24695.html

Podcast.de. Fränglisch mit Loddar:  http://www.podcast.de/podcast/16362/

Youtube.de. Loddar and his perfect english – incl. subtitle: http://www.youtube.com/watch?v=uKHPcwMHGVw&feature=fvwrel&NR=1

 

 

 

taff auf Pro7

geschrieben von in Fernsehen, Medienkritik2 Kommentare »

Wer nachmittags regelmäßig Pro7 schaut, dem werden die Namen Annemarie Warnkross, Daniel Aminati und Nela Panghy-Lee bekannt sein, denn die ansehnlichen Moderatoren des Boulevardmagazins, repräsentieren das Motto der Sendung bestens: „taff- täglich aktuelles freches Fernsehen!“

Von montags bis freitags kann man sich ab 17 Uhr auf Pro7, von Beiträgen aus der Hollywood-Szene, der Jugend- und Popkultur, Kuriosem sowie Themen aus aller Welt berieseln lassen. Dabei wird keine hohe Aufnahmebereitschaft gefordert. Stattdessen kann man sich eine Stunde lang vor den Fernseher setzen, geistig „abschalten“ und sich unterhalten lassen. Durch den lockeren und witzig-frechen Sprechstil der Moderatoren wirken diese auf Anhieb sympathisch und hinterlassen beim Zuschauer einen positiven Eindruck. Auch bei emotionalen Präsentationen von Einzelschicksalen reagieren sie angemessen und finden die passenden Worte zur Einführung.

Die Video-Kommentare erläutern die jeweilige Thematik ausführlich. Oftmals enthalten sie einen ironischen bzw. wertenden Unterton, welcher sich jedoch aufgrund der niedrigen Erwartungshaltung gegenüber der Sendung gut in das Konzept einreiht. Die gezeigten Videos sind zwar weder allgemein relevant noch sonderlich informativ, jedoch kann sich die junge Zielgruppe gegebenenfalls mit einigen Akteuren aus den Beiträgen identifizieren und wird so für Themen wie Arbeitslosigkeit, Drogenmissbrauch oder Familienprobleme sensibilisiert. Allerdings fragt man sich bei manchen Inhalten bzw. Akteuren auch, warum diese im Fernsehen überhaupt gezeigt werden. Als Beispiel wäre das aktuelle „Jobduell auf Ibiza“ zu erwähnen, bei welchem sich vier arbeitslose Frauen aus Deutschland darum streiten, welche nun eher das schnelle Geld auf Ibiza machen kann. Man fragt sich allerdings, warum zwei der vier Frauen mit kaum Geld in der Tasche am ersten Abend ausgiebig feiern gehen und diese daraufhin mit den obszönsten Schimpfwörtern um sich werfen, da die anderen beiden was dagegen haben, dass ihr Geld zum Party machen ausgegeben wird.

Auch wenn man bei taff von keiner neutralen und objektiven Berichterstattung ausgehen darf, ist es das Magazin trotzdem wert, angesehen zu werden, da es die Bereiche Unterhaltung und Lifestyle durchaus kompetent vermittelt und den Erwartungen der Zuschauer gerecht wird. Trotz der eher seichten Inhalte der Video Beiträge ist das Konzept gut aufeinander abgestimmt und erfüllt seinen Zweck den Zuschauer zu amüsieren.

 

http://www.prosieben.de/tv/taff/

Guttenplag-Wiki für den Grimme Online Preis nominiert

geschrieben von in Internet, Internet und Politik, Zukunft des InternetKommentare deaktiviert für Guttenplag-Wiki für den Grimme Online Preis nominiert

Es ist eines der meist diskutierten Internetangebote in den letzten Monaten und man ist sich sicher, dass es einen wesentlichen Einfluss auf den Rücktritt des ehemaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg hatte.

Auf der Mitmach-Plattform „Wikia“ wurde kurz nach der Bekanntgabe des Plagiatsvorwurfs gegen zu Guttenberg das Guttenplag-Wiki ins Leben gerufen, um in einem Gemeinschaftsprojekt von Internetnutzern die abgeschriebenen, jedoch ungekennzeichneten Passagen herauszusuchen. Mehr als 1000 Freiwillige beteiligten sich an der Dokumentation und erregten mit ihrer Arbeit großes Aufsehen. Aufgrund des erheblichen Engagements wurden schon innerhalb von zwei Tagen 238 von 407 Seiten gemeldet, welche auf Plagiate überprüft wurden.

Für dessen Aufklärungsarbeit wurde das Guttenplag-Wiki in der Kategorie „Spezial“ nun für den begehrten Grimme Online Preis nominiert, welcher qualitativ herausragende Internetangebote ehrt.

„Ihre Leistung führte letztendlich nicht nur zum Rücktritt des Ministers, sondern fachte eine gesellschaftliche Diskussion über Ethik, Moral und Verantwortung an.“

Mit dieser Begründung erklärte die Nominierungskommission ihre Entscheidung.

Das Guttenplag-Wiki ist eines der 26 nominierten Angebote aus denen in der Endrunde acht Preisträger hervor gehen. Diese werden am 22. Juni 2011 bei der Verleihung in Köln offiziell gewürdigt.

Aus medienwissenschaftlicher Sichtweise wäre nun interessant, inwiefern die nach und nach zusammen getragenen Erkenntnisse des Guttenplag-Wikis die journalistische Berichterstattung über zu Guttenberg beeinflusst haben könnten. Hierfür wäre eine Inhaltsanalyse der Berichte und Informationen durchzuführen, welche sich mit den Plagiatsvorwürfen beschäftigten und sich auf die Inhalte des Guttenplag-Wikis bezogen. Diese würden Aufschluss darüber geben, in welche Richtung die neuen Erkenntnisse die Berichterstattung lenkten und ob durch die Zunahme von Plagiaten sowie deren Beweis eventuell eine bestimmte Aussage über zu Guttenberg gemacht wurde und die Berichte dadurch konkret meinungsbildend wirkten. Des Weiteren sollte man berücksichtigen, ob und wie sich die Berichterstattung verändert hat, als die Arbeit und die Informationen des Guttenplag-Wikis bekannt wurden. Dies wäre anhand von Vergleichen der Nachrichten, vor der Gründung des Guttenplag-Wikis sowie danach festzumachen.

Zusätzlich sollte anhand einer Befragung der Rezipienten festgestellt werden, wie die Berichterstattung aufgenommen wurde; ob gegebenenfalls Veränderungen aufgefallen sind und ob sich dadurch auch die eigene Meinung bzgl. der Thematik verändert hat.

Da dieses Angebot ganz neue Möglichkeiten zur Aufklärung und Herstellung von Ordnung und Transparenz geschaffen hat, kann man sich fragen, welche Entwicklungen in Zukunft zu beobachten sind. Letztendlich verdeutlicht es einmal mehr wie vielfältig und dynamisch das Internet und wie „gläsern“ die Gesellschaft heutzutage ist.

Quellen:

http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki

http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=7

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,746582,00.html

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,761932,00.html

http://www.focus.de/digital/internet/grimme-online-award-2011-nominierung-fuer-das-guttenplag-wiki_aid_625745.html

„Die witzigsten Nachrichten der Welt“ kehren zurück auf den Bildschirm

geschrieben von in Fernsehen, Medienkritik, NachrichtenKommentare deaktiviert für „Die witzigsten Nachrichten der Welt“ kehren zurück auf den Bildschirm

Sie war einst die erfolgreichste Comedy Sendung im deutschen Fernsehen und brachte mit Formaten wie „Ricky’s Popsofa“ oder Brisko Schneiders „SexTV“ das Publikum jede Woche aufs neue zum lachen. Seit dem 20. April 1996 wurden sechs Jahre lang 220 Folgen produziert, in denen aktuelle Themen und Personen des Sports, der Politik, Wirtschaft oder der Promiwelt als Inhalt für verrückte Parodien, clevere Stand-ups und komische Sketche dienten. Bekannte Komiker wie Anke Engelke, Bastian Pastewka oder Markus-Maria Profitlich sind mit ihr im wahrsten Sinne des Wortes erst „groß“ geworden.

„Hallo, liebe Liebenden“ die Wochenshow geht wieder auf Sendung.

Ab dem 20. Mai 2011 wagt Sat1 einen neuen Versuch und zeigt acht neue Folgen des Kultformats.

Wieder dabei ist Ingolf Lück, der Vater der Wochenshow, der seinem Job als Anchorman treu bleibt und ein neues Ensemble von Comedians anführt. Unter anderem werden Carolin Kebekus, Friederike Kempter, Axel Stein, Matze Knop, Dave Davis und Matthias Matschke für erfrischende Unterhaltung sorgen und den Zuschauern einen amüsanten Wochenrückblick liefern.

Es bleibt abzuwarten, ob die Wochenschau in dieser Konstellation an frühere Erfolge anknüpfen kann. Allerdings bin ich sicher, dass viele Zuschauer einschalten werden, wenn es ab dem 20. Mai um 22.20 Uhr wieder heißt: „Zurück zu Lück!“

 

Quellen:

http://www.sat1.de/comedy_show/wochenshow/

http://www.brainpool.de/bpo/de/programme/shows/wochenshow/

Skandal Regisseur verklagt Berlinale-Chef

geschrieben von in Fernsehen, MedienkritikKommentare deaktiviert für Skandal Regisseur verklagt Berlinale-Chef

Der deutsche Regisseur Uwe Boll ist bekannt für seine umstrittenen und größtenteils sehr schlecht betitelten Filme. Mehrmals wurde er schon mit der Goldenen Himbeere, dem Preis für die schlechtesten Leistungen in der Filmbranche ausgezeichnet.

Sein neuester Film, der seiner Ansicht nach am besten und wahrheitsgetreuesten die Wirklichkeit des Alltags im Konzentrationslager Auschwitz zu Zeiten des Völkermordes schildert, reichte er bei den 61. Berliner Filmfestspielen ein, wo der Film jedoch prompt abgelehnt wurde.

Bezüglich der Absagen eines Films macht das Komitee der Filmfestspiele grundsätzlich keine Angaben. Boll vermutet nun, dass es sich bei der Ablehnung um persönliche Gründe seitens des Berlinale Chefs Dieter Kosslick handeln könnte und dass sein Film, trotz der Entrichtung der Anmeldegebühr übergangen wurde. Als Reaktion darauf beschloss Uwe Boll den Verantwortlichen der Filmfestspiele zu verklagen, um nicht nur die Anmeldegebühr in Höhe von 125 Euro zurück zu bekommen, sondern auch um einen Teil seiner verletzten Ehre wiederherzustellen. Des Weiteren vermutet er, dass bei dem Auswahlverfahren bzgl. der Filme nicht ordnungsgemäß vorgegangen und seine Filme aufgrund seines negativen Ansehens nicht einbezogen werden.

„Der Film stellt das Töten in den Mittelpunkt. […]Er zeigt die tatsächliche Situation des Todescamps und konzentriert sich auf einen typischen Tag – ohne Helden oder eine durchgängige Story.“ Diese Aussage, mit der Boll die Bedeutung seines Films zu erklären versucht, lässt allerdings annehmen, dass allein die brutale Darstellung des Ereignisses dazu führte, dass sein Film nicht angenommen wurde.
Es ist zu bezweifeln, dass Uwe Boll im Rechtsstreit seine Ehre wieder herstellen kann. Auch ist es fraglich, ob sich der Regisseur mit seiner Reaktion nicht noch mehr ins negative Licht rückt. Eventuell sollte er sich die Kritik doch einmal anhören und Ernst nehmen.

Quellen:
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,745487,00.html
http://www.welt.de/kultur/berlinale-2011/article12497910/Boll-kuendigt-Strafanzeige-gegen-Berlinale-Chef-an.html

Das „Raab Imperium“

geschrieben von in Fernsehen3 Kommentare »

Stefan Raab ist heutzutage einer der erfolgreichsten Entertainer und Produzenten der deutschen Fernsehlandschaft. Als seine Karriere 1993 bei dem Musiksender VIVA begann, konnte sich noch niemand ausmalen, wie sehr er später einmal für Unterhaltung sorgen würde.
Der Erfolg seiner Sendung „TV Total“ verschaffte ihm die Möglichkeit sich intensiver in die Programmgestaltung des Privatsenders Pro7 einzubringen. Zu Beginn oranisierte er Events im Rahmen seiner Show, wie beispielsweise den Boxkampf gegen die Box-Weltmeisterin Regina Halmich oder die 1.Staffel der Musik Casting-Show „Stefan sucht den super Grand Prix Star“ (SSDSGPS), woraufhin der Gewinner Max Mutzke den 8. Platz beim Grand Prix belegte und durch Stefan Raab zu nationalem Ansehen gelangte.

Als Raab 2003 als Wettpate bei „Wetten dass…?“ auftrat, verprach er mit einem Wok die Rodelbahn von Winterberg herunterzufahren, falls er die Wette verlieren sollte. Heute wissen wir, auch ohne die Sendung damals gesehen zu haben, dass er die Wette verloren haben muss. Denn aus seinem Wetteinsatz entstand die „Wok-Weltmeisterschaft“, die erste große, von Raab organisierte Event-/Sportveranstaltung, welche nur den Anfang für weitere Shows markiert.
Ein Jahr später lud Raab die Prominenz zu einem neuen Wettbewerb ein. Diesmal ging es darum, wer sich am elegantesten beim „TV Total Turmspringen“ päsentierte. 2005 folgte die „Stock Car Crash Challenge“, in der sich die prominenten Gäste beim StockCar Rennen behaupten müssen, sowie der erste „Bundesvision Song Contest“, bei dem, in Anlehnung an den Eurovision Song Contest, Sänger aus den 16 deutschen Bundesstaaten gegeneinander antreten. Bei allen Wettbewerben (die Musikalischen ausgenommen) nimmt Stefan Raab auch selbst teil und erreicht oftmals einen der vorderen Plätze.
Mit dem Format „Schlag den Raab“, das 2006 zum ersten mal ausgestrahlt wurde, ermöglicht Stefan Raab nun medienunerfahrenen Kandidaten, gegen ihn in mehreren Spielen anzutreten und Geld zu gewinnen. Davor war es für unbekannte Interessenten nur möglich mit dem Gewinn der verlosten Wild Card an der „Wok-WM“ teilzunehmen.
Im selben Jahr veranstaltete er zum ersten mal die „Pokerstars.de Nacht“, in der drei Prominente, Elton, Stefan selbst, sowie ein Wild Card Gewinner die Chance haben, beim Pokerspiel Geld zu gewinnen.
In der Zeit von 2008 bis 2010 kreierte er unter anderem Formate wie „Autoball EM“ und „Autoball WM“, „Deutscher Eisfußball-Pokal“ , und „Schlag den Star“.
In dem Casting zu „Unser Star für Oslo“ entdeckte er Lena Meyer-Landrut, die für Deutschland beim Eurovision Song Contest startete und zum ersten Mal seit 1982 den Sieg holte. Seither sorgt Raab wieder für besonderes Aufsehen, da er dieses Jahr den Titel mit Lena verteidigen möchte und derzeit mit der Show „Unser Song für Deutschland“ ein passendes Lied für den Eurovision Song Contest 2011 sucht.

Unterdessen hat Stefan Raab schon das nächste TV-Konzept entwickelt und sucht nebenher nach „TV total’s next schöne Frau, die was auf dem Kasten hat und wenn’s geht noch etwas mehr kann, als Kleider von A nach B über den Laufsteg zu tragen“ (Abkürzung: TVTNSFDWADKHUWGNEMKAKVANBÜDLZT).
Inwiefern die derzeitigen Ideen zu weiterem Erfolg des Stefan Raab beitragen, werden wir auf alle Fälle öffentlich verfolgen können. Doch auch wenn er 2011 einige Niederlagen einzubüßen hat, ist doch gewiss, dass Raab nicht so schnell von der Bildfläche verschwinden wird. Durch seine Ideen ist er der Erfolgsgarant bei Pro7. Und man kann davon ausgehen, dass sich sein geschaffenes Imperium im TV in den nächsten Jahren noch vergrößern wird.

Quellen:

http://tvtotal.prosieben.de/tvtotal/specials/

http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Raab

http://de.wikipedia.org/wiki/TV_total

Erfolgswelle „The Social Network“

geschrieben von in Fernsehen, Internet, Kommunikationsformen, Medienwandel4 Kommentare »

Es ist allen bewusst, dass das soziale Netzwerk Facebook als Kommunikationsplattform mittlerweile fest in unserer Gesellschaft verankert ist.

Deswegen war es nicht verwunderlich, dass der erfolgreiche Regisseur David Fincher auf die Idee kam, einen Film über die Entstehung der Plattform und deren Problematik zu drehen. Am 1. Oktober 2010 lief „The Social Network“ in den amerikanischen Kinos an und setzte sich innerhalb einer Woche an die Spitze der Kino-Charts. Ebenso in Deutschland, wo der Film sechs Tage später startete und allein am ersten Wochenende um die 220.000 Zuschauer in die Kinos lockte.

Ein weiterer Erfolg stellte die Golden Globe Verleihung am 16. Januar 2011 dar, als „The Social Network“ vier Preise von sechs nominierten Kategorien gewann und somit der erfolgreichste Film des Abends war.

Am 27. Februar werden die Academy Awards in Los Angeles verliehen und es bleibt abzuwarten, ob David Finchers Drama auch hier abräumt. Es besteht Hoffnung auf acht der goldenen Trophäen in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bester Hauptdarsteller“, „Bestes adaptiertes Drehbuch“, „Beste Kamera“, „Bester Schnitt“, „Beste Filmmusik“ und „Bester Ton“.

Allerdings liegen die beiden Filme „The King’s Speech“ von Tom Hooper und „True Grit“ von Joel und Ethan Coen, mit jeweils zwölf und zehn Nominierungen noch vor dem Facebook Epos. Diese und der ebenfalls für acht Oscars nominierte Film „Inception“ könnten dafür sorgen, dass „The Social Network“ die Ehre auf einen der wichtigsten Preise der Filmbranche verwehrt bleibt.

Es steht jedoch außer Frage, dass „The Social Network“ einer der erfolgreichsten und gesellschaftskritischsten Filme des Jahres 2010 ist, der eine Thematik und Innovation aufgreift, die die Gesellschaft noch lange begleiten und beschäftigen wird.

Quellen:

Oscarnominierungen: http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,741587,00.html

Information bzgl. Rang in den Kinocharts: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1659079/Facebook-Film-in-Deutschland-auf-Platz-eins.html

Besucherzahlen des Films am ersten Wochenende:  http://meedia.de/nc/details-topstory/article/the-social-network-startet-erfolgreich_100030826.html?tx_ttnews[backPid]=23&cHash=9fe9ef5f7b

Allgemeine Informationen zu dem Film und zur Oscarverleihung:

http://en.wikipedia.org/wiki/The_Social_Network

http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook

http://de.wikipedia.org/wiki/Oscarverleihung_2011

(Stand aller verwendeten Seiten: 04.02.2011)

Das Aus für Free-MTV

geschrieben von in Fernsehen4 Kommentare »

Wer in Zukunft auf den Geschmack von typischen MTV Reality-Shows wie „16 & Pregnant“, „Jersey Shore“, „The real world“ oder ohrenbetäubenden Handy-Jingles kommen möchte, muss nun dafür bezahlen. Denn seit dem Jahreswechsel wird der Musiksender MTV nur noch im Pay-TV angeboten.

Mit der Änderung erhofft sich der amerikanische Mutterkonzern Viacom stabile bzw. höhere Einnahmen und die Pay-TV Anbieter einen Zuwachs an jüngeren Verbrauchern.

Da sich der Sender nun durch direkte Bezahlung finanziert, soll das Programm künftig werbefrei bleiben. Außerdem möchte MTV, der heutzutage kaum noch mit erfolgreichen Musikvideos lockt, ein wenig zu seinen Wurzeln zurückkehren und wieder mehr musikalische Formate ausstrahlen.

Um nicht ganz von der unbezahlten Bildfläche zu verschwinden, hat sich Viacom überlegt, den ehemaligen Konkurrenzkanal Viva als „Erben“ der MTV Hinterlassenschaften zu bestimmen. Dieser soll zum herrschenden Musik- und Entertainmentkanal im frei empfangbaren Fernsehen heranwachsen und als Werbekanal für das gesamte Konzernangebot dienen.

Auf Viva werden zukünftig vor allem die erfolgreichen Programme aller Sender des Viacom Imperiums laufen.

Ob gerade die jugendlichen Hauptverbraucher, die ohnehin noch nicht viel verdienen, wirklich den Entschluss fassen und für MTV bezahlen, bleibt fraglich. Jegliche Art von Musikvideos kann man heutzutage auch ganz einfach und kostenfrei per Internet ansehen.

Und schließlich bietet MTV schon lange nicht mehr das, was der Name eigentlich verspricht.

Quellen:

www.morgenpost.de/wirtschaft/ (Stand: 03.01.2011)

www.spiegel.de/kultur/tv/ (Stand: 05.10.2010)

www.news.de/medien/ (Stand: 01.01.2011)

Die Vatikanbank IOR und ihre „unheiligen“ Geschäfte

geschrieben von in Allgemeines3 Kommentare »

Ettore Gotti Tedeschi ist seit letztem Jahr Chef der Vatikanbank IOR (Instituto per le Opere di Religione) und sollte eigentlich für mehr Transparenz in den eigenen Reihen sorgen. Stattdessen wird der Vatikanbank weiterhin Geldwäsche in Millionenhöhe vorgeworfen.

Aufgrund der Anschuldigungen beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft 23 Millionen Euro, welche ohne die vorgeschriebenen Angaben von italienischen Konten an zwei Banken überwiesen werden sollten.

Der Vatikan selbst wies lediglich die Vorwürfe zurück und äußerte sich überrascht zu dem Vorfall.

Schon in der Vergangenheit machte die Vatikanbank mit Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam.

1982 war die Bank in den Bankrott der Banco Ambrosiano, der größten Privatbank Italiens verwickelt, dessen Chef unter anderem Kontakte zu Mitgliedern der Mafia pflegte und später erhängt aufgefunden wurde. Der damalige Erzbischof und oberste Chef der Vatikanbank flüchtete daraufhin in die USA. Die Umstände und Verwicklungen auf Seiten der Vatikanbank wurden nie richtig aufgeklärt.

Zudem äußerte Papst Paul VI. einst Kritik an der Verhütung durch die Anti-Baby-Pille, obwohl die Vatikanbank lange Zeit die Mehrheit der Aktien eines Pharmaunternehmens besaß, das sich auf die Produktion von Anti-Baby- Pillen spezialisiert hatte.

Um weitere Skandale der Bank zu vermeiden, lässt Papst Benedikt XVI. eine Zentralbank gründen, welche die Finanzen des Vatikans kontrollieren und für mehr Transparenz innerhalb der Institutionen sorgen soll.

Nebenbei verfolgt er damit das Ziel, auf die weiße Liste der OECD zu kommen. Diese führt alle Länder auf, die die Einhaltung der Richtlinien zur konformen wirtschaftlichen Zusammenarbeit garantieren und so der Korruption und gerade der Geldwäsche entgegen wirken.

Quellen (29.12.2010):

www.tagesschau.de/ausland

www.spiegel-online.de/wirtschaft

www.sueddeutsche.de/

Design übersetzt und angepasst von Christian Moeris, Christian Lehberger & Linda Manuel. Basierend auf dem Theme GlossyBlue von N.Design Studio.
Bild Radioskala: © Jürgen Acker / PIXELIO