Werbung für Werbung

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Bald ist es wieder so weit: Superbowl, am ersten Februar findet wieder das größte Einzelsportereignis der Welt statt. Rund 800 Millionen Zuschauer weltweit verfolgen das Finale der NFL (National Football League), Tickets sind erst im vierstelligen Bereich zu bekommen und in der Halftime werden die teuersten Werbespots der Welt gezeigt. Allein für den Sendeplatz mussten die Unternehmen in diesem Jahr 4,5 Millionen Dollar für 30 Sekunden Werbung locker machen, 300.000 Dollar mehr als noch im Vorjahr. Doch lohnen sich diese hohen Ausgaben für die Unternehmen wirklich?
Die Antwort lautet ja. Denn allein in den USA (in den man die Werbespots auf jeden Fall sieht) schauen jährlich über 100 Millionen Menschen zu, das ist ungefähr ein Drittel der Gesamtbevölkerung der USA. So steigerten Sketchers und Chrysler etwa ihre Umsätze enorm seit dem sie Werbung während des Super Bowls zeigen. Aber nicht nur das, die Spots während der Halftime sind mittlerweile ihr ganz eigener Kult geworden, sie schafften es von der nervigen Unterbrechung zum Grund des Einschaltens zu werden. Etwa die Hälfte aller Befragten gaben in einer Umfrage an den Super Bowl hauptsächlich aufgrund der Werbespots zuschauen und weniger wegen des Spiels. Doch wie schaffte die Werbeindustrie dies?
Ganz einfach in den Werbespots spielen hochkarätige Stars wie Pierce Brosnan oder David Beckham und gedreht werden sie von bekannten Regisseuren. Mittlerweile gibt es sogar Contests für die beste „Super Bowl Ad“ und kurze Werbeclips für die Werbung während der Halftime.
Das alles scheint ein wenig merkwürdig wenn man dies jetzt so hört, aber wer einmal die Spots gesehen hat weiß, warum um sie so Hype gemacht wird. Man sollte sich wirklich viele nicht entgehen lassen, auch wenn man kein Footballfan ist und sich nicht die Nacht um die Ohren schlagen will, alle Clips sind auch in Deutschland mit Sicherheit ab Montag im Netz zu finden.

 

 

 

http://www.welt.de/sport/article136879825/Das-Erfolgsgeheimnis-der-Super-Bowl-Werbespots.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Super_Bowl

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/werbung-in-der-super-bowl-vier-millionen-fuer-sekunden-1.1877518

http://www.gq-magazin.de/leben-als-mann/sport2/super-bowl-2015-das-sind-die-besten-werbespots

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Beste Freunde aufgepasst! Hier kommt DER Freundschaftsbeweis im deutschen Fernsehen

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„Mein bester Feind“ so lautet der Titel der neuen Samstagabendshow von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf auf ProSieben. Wie schon bereits vorherige Formate der beiden (z.B. „Joko gegen Klaas- Das Duell um die Welt“) besticht auch diese Show durch aberwitzige Aufgaben und geht vielleicht auch mal wieder über einige Grenzen hinaus, doch diesmal sind nicht die Moderatoren selbst die „Opfer“, sondern Zuschauer, die vorher von ihren besten Freunden angemeldet wurden.

Das Konzept ist also sehr einfach: Ein Freund meldet seinen besten Freund bei der Show an, dieser weiß allerdings nichts davon und muss dann nach einem kurzen Überraschungsbesuchs von joko oder Klaas für seinen Freund durch die Hölle, in Form einer von Joko und Klaas gestellten Aufgabe, gehen. Gewonnen werden kann ein Flachbildschirm Fernseher und eine „witzige Überraschung“ wie etwa ein Tuch oder ein Mousepad. Diese Gewinne gehen aber nicht etwa an den besten Freund, der die Aufgabe lösen muss, sondern an den Freund, welcher ihm das ganze eingebrockt hat. Ein echter „Freundschaftstest“ also.

Dieses Konzept ist keineswegs neu, sondern war bereits davor eine Rubrik in der Show „Circus Halligalli“, welche ebenfalls von Joko und Klaas moderiert wird. Allerdings kommen in der nun vierstunden langen Showfassung neue Elemente dazu. Hat der beste Freund seine „Mutprobe“ gewonnen bekommt sein Freund ein weiteres Mal die Chance seinen besten Freund ins Rennen, in Form eines Parcours, zu schicken. Dabei setzt er allerdings seinen zuvor gewonnen Fernseher sowie seinen extra Preis. Dafür kann er am Ende der Show aber einen „neuen“ 30 Jahre alten Porsche 911 gewinnen, falls sein bester Freund der ist, der es am schnellsten durch den Parcours schafft.

Dieser Parcours besteht aus so aberwitzigen Aufgaben wie eine Rechenaufgabe lösen während H.P. Baxxter andere Zahlen brüllt oder während eines 30 Sekunden langen Zusammenschnitts von witzigen Videoclips nicht zu lachen. Die wohl absurdeste Aufgabe allerdings ist wohl die Tätowier-Station. Hierbei gehen Joko und Klaas mal wieder über die davor bestehenden Grenzen der TV-Unterhaltung hinaus, denn um weiter zukommen muss sich der Kandidat zumindest einen Punkt tätowieren lassen, um 30 Sekunden gut geschrieben zubekommen aber eins von drei größeren Motiven, die Klaas vorher gemalt hat. Dabei sind so schöne Motive wie ein betrunkener Baby-Esel auf einem Skateboard. Nachdem der Kandidat sich entschieden hat wird das Motivwohlgemerkt live tätowiert, reine Provokation.

Nun werden viele Kritiker aufschreien und Fragen, wo das Ganze noch hinführen soll, doch muss man Joko und Klaas zugestehen, dass „Mein bester Feind“ (die erste selbst entwickelte und produzierte Show der beiden) sehr detailliert ist und vor allem die Einspieler der Mutproben mit viel Liebe zum Detail geschnitten und bearbeitet wurden. Ein Kritikpunkt allerdings ist wohl die lange Sendezeit denn nach vier Stunden wird auch der lustigste Parcours irgendwann langweilig.
Auch die ersten Quoten von „Mein bester Feind“ bleiben unter den Erwartungen. So schauten die erste Show im Dezember gerade mal 1,4 Millionen Menschen, was einem Marktanteil von 5,47 Prozent entspricht. Ein wenig besser sah es in der Relevanzgruppe der 14-39 jährigen aus, hier lag der Marktanteil bei 10,7 Prozent, was aber immer noch unter dem Senderschnitt von ProSieben liegt. Die zweite Folge im Januar konnte allerdings schon bessere Zahlen verbuchen. 2 Millionen Menschen guckten diesmal zu (Marktanteil 6,5%). In der Relevanzgruppe waren es diesmal 1,41 Millionen mit einem Marktanteil von 13 Prozent, was immerhin über dem Senderschnitt liegt.
„Mein bester Feind“ hat also durchaus Potential, doch es bleibt abzuwarten, ob die Show an alte Erfolge wie „Das Duell um die Welt“ anschließen kann.

 

 

http://www.quotenmeter.de/n/74937/mein-bester-feind-show-ohne-grenzen
http://www.dwdl.de/zahlenzentrale/48819/neue_show_mein_bester_feind_startet_verhalten/
http://www.dwdl.de/zahlenzentrale/49138/mein_bester_feind_joko__klaas_legen_spuerbar_zu/
http://www.spiegel.de/kultur/tv/mein-bester-feind-mit-joko-und-klaas-eklig-muss-es-sein-a-1007045.html
http://www.welt.de/vermischtes/article135105487/Joko-amp-Klaas-schaffen-selten-gewordene-TV-Momente.html
http://www.bild.de/unterhaltung/tv/joachim-winterscheidt/und-klaas-mein-bester-feind-krasse-momente-38872328.bild.html

„Und wo ist meine Lieblingsserie?“ – Enttäuschendes Angebot bei Netflix in Deutschland

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„Filme und Serien jederzeit und überall ansehen“ (https://www.netflix.com/?locale=de-DE) -so lautet der Slogan des seit einigen Monaten auch in Deutschland verfügbaren Video-On-Demand-Riesens Netflix. Doch hält Netflix wirklich was es verspricht? Und kann es seine Erfolgsgeschichte aus den USA auch in Europa wiederholen? Oder scheitert es an den hohen Erwartungen der Nutzer?

Netflix wurde 1997 in Kalifornien als Online-Videothek gegründet. Damals standen gerade mal 925 Filme zur Auswahl, das besondere an Netflix damals war, dass keine Gebühren bei verspäteter Rückgabe gezahlt werden mussten. Bereits zwei Jahre später, stieg Netflix auf das Flatrate- Preismodell um, 2007 wurden neben dem DVD-Postversand die ersten Filme Online gestreamt. Heute hat Netflix in über 40 Ländern mehr als 50 Millionen Nutzer und setzt im Jahr über vier Milliarden Dollar um.

Doch was ist Netflix überhaupt?

Netflix ist ein Video-On-Demand- Anbieter, also ein „Video-auf-Forderung“-Anbieter. Das wiederum heißt, wenn man ein Abo abgeschlossen hat, kann man Videos, die in der Mediathek von Netflix verfügbar sind, auf „klick“ abrufen. Dies ist auch in Deutschland kein neues Konzept, so bieten Maxdome, Watchever oder Amazon ähnliches seit Jahren an, doch trotzdem wurde die Verfügbarkeit von Netflix in Deutschland mit großer Spannung erwartet. Man hoffte auf ein vergleichbares Angebot an Filmen und Serien, wie etwa in den USA, doch schnell hielt die Ernüchterung Einzug.
So titelte FAZ.net bereits einige Tage nach der „Eröffnung“ der Seite „Die angekündigte Enttäuschung“ (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/netflix-in-deutschland-enttaeuschung-mit-ansage-13157035.html) und auch beim FOCUS fiel das Urteil nicht besser aus „Keine Revolution-Netflix enttäuscht mit Angebot“ (http://www.focus.de/digital/internet/inhalte-im-test-netflix-bringt-keine-streaming-revolution_id_4137574.html).

Zwar loben Vergleichsportale wie Chip.de oder Computer Bild die einfache Handhabung und Personalisierungsmöglichkeiten von Netflix, doch sind sich alle einig: Das Angebot an Serien und Filmen ist enttäuschend. Als Beispiel dient dazu, dass von den 50 erfolgreichsten Filmen aller Zeiten (laut IMDb) gerade mal 8 auf Netflix verfügbar sind. Selbst die hauseigne Serie „House of Cards“ kann nicht exklusiv und als erstes auf Netflix geschaut werden, die Rechte dafür liegen in Deutschland bei Sky. Dieses Problem gibt auch bei anderen Serien. Für viele aktuelle US-Serien Hits liegen die Rechte in Deutschland beim Pay-TV. Außerdem sucht man auch bei vorhanden Serien wie „The Big Bang Theory“ vergebens nach den aktuellsten Folgen.

Die hohen Erwartungen der Nutzer konnte Netflix in Europa also bis jetzt nicht erfüllen und auch den Erfolg in den Vereinigten Staaten nicht wiederholen. Doch Chief Content Officer Ted Sarandos versprach, dass sich das Angebot in dem nächsten Jahr verdoppeln soll. Man wolle von den Gewohnheiten der Nutzer lernen und dann die neuen Inhalte auf diese abstimmen.

So bleibt also abzuwarten, ob Netflix auch in Deutschland die Spitze der Video-On-Demand- Anbieter nicht doch bald anführt.

Quellen:

http://www.computerbild.de/artikel/cb-Tests-Internet-Netflix-Deutschland-iOS-Streaming-9137629.html
http://www.chip.de/artikel/Vergleichs-Test-Netflix-Watchever-Maxdome-Amazon-Prime-Instant-Video-Sky-snap_72939482.html
http://blog.zeit.de/netzfilmblog/2014/09/16/netflix-deutschland-start-preise-angebot/
http://www.netzwelt.de/news/148862-netflix-test-bietet-streaming-portal-deutschland.html
http://www.taz.de/Zuschauermessung-bei-Netflix–Co-/!149798/
https://www.netflix.com/?locale=en-DE
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/netflix-kommt-nach-deutschland-was-bedeutet-das-13058387.html
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/netflix-in-deutschland-enttaeuschung-mit-ansage-13157035.html
http://www.focus.de/digital/internet/inhalte-im-test-netflix-bringt-keine-streaming-revolution_id_4137574.html
http://ir.netflix.com/management.cfm
http://de.wikipedia.org/wiki/Netflix

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