Eigentlich sollte der “knuffige, weiß-grüne XO-Rechner” schon letztes Jahr auf den Markt kommen, nun aber startet die Produktion mit einiger Verzögerung 2008. Die von der OPLC-Initiative ( One Laptop per Child ) geplante Verbreitung soll sich vor allem auf die Entwicklungs- und Schwellenländer konzentrieren. So sollen selbst die Ärmsten der Armen spielerisch an so etwas Abstraktes wie das Programmieren eines Computers herangeführt werden, ohne dass sie sich dessen bewusst sind, und so die Kluft zwischen höher gebildeten Kindern der Industrienationen und ärmeren Ländern überwunden werden.
Der 100-Dollar Laptop ist dementsprechend den Bedingungen in dieser Länder angepasst: er ist wasserresistent, schlagresistent, enthält außerdem keine Festplatte, die kaputt gehen könnte, ist generell energiesparend, d.h. er verbraucht nie mehr als 3 Watt und hat ein Fußpedal zur Stromerzeugung. Hinzu kommt noch, dass diese Rechner ein sog. “Mesh-Netz” aufbauen, d.h. jedes Gerät funktioniert wie ein Teil eines Hochgeschwindigkeits-Mobilfunknetzes und jedes Kind ist quasi in dieses Netz integriert und kann mit seinen Spielkameraden kommunizieren.
Unterstützung erhält das Projekt neben der OPLC auch von vielen Privatleuten, daneben haben außerdem rund 40 Firmen in dieses Projekt investiert, u.a. auch ein deutscher Software-Experte, Bert Freudenberg. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Projekt auf dem Markt durchsetzt, zumal Kritiker bemängeln, dass den ärmsten Ländern wohl eher mit einer Grundversorgung alltäglicher Mittel geholfen wäre, zurzeit sind auch Pilotprojekte in deutschen Grundschulen geplant, wo sich diese Erfindung durchaus als nützlich erweisen könnte.
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/345/153949/