100 Dollar Laptop

geschrieben von s2chfrit in Allgemeines2 Kommentare »

Eigentlich sollte der “knuffige, weiß-grüne XO-Rechner” schon letztes Jahr auf den Markt kommen, nun aber startet die Produktion mit einiger Verzögerung 2008. Die von der OPLC-Initiative ( One Laptop per Child ) geplante Verbreitung soll sich vor allem auf die Entwicklungs- und Schwellenländer konzentrieren. So sollen selbst die Ärmsten der Armen spielerisch an so etwas Abstraktes wie das Programmieren eines Computers herangeführt werden, ohne dass sie sich dessen bewusst sind, und so die Kluft zwischen höher gebildeten Kindern der Industrienationen und ärmeren Ländern überwunden werden.

Der 100-Dollar Laptop ist dementsprechend den Bedingungen in dieser Länder angepasst: er ist wasserresistent, schlagresistent, enthält außerdem keine Festplatte, die kaputt gehen könnte, ist generell energiesparend, d.h. er verbraucht nie mehr als 3 Watt und hat ein Fußpedal zur Stromerzeugung. Hinzu kommt noch, dass diese Rechner ein sog. “Mesh-Netz” aufbauen, d.h. jedes Gerät funktioniert wie ein Teil eines Hochgeschwindigkeits-Mobilfunknetzes und jedes Kind ist quasi in dieses Netz integriert und kann mit seinen Spielkameraden kommunizieren.

Unterstützung erhält das Projekt neben der OPLC auch von vielen Privatleuten, daneben haben außerdem rund 40 Firmen in dieses Projekt investiert, u.a. auch ein deutscher Software-Experte, Bert Freudenberg. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Projekt auf dem Markt durchsetzt, zumal Kritiker bemängeln, dass den ärmsten Ländern wohl eher mit einer Grundversorgung alltäglicher Mittel geholfen wäre, zurzeit sind auch Pilotprojekte in deutschen Grundschulen geplant, wo sich diese Erfindung durchaus als nützlich erweisen könnte.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/345/153949/

Bill Gates übt Selbstironie auf “Youtube”

geschrieben von s2chfrit in Allgemeines4 Kommentare »

Wie letzte Woche bekannt wurde, kündigte Bill Gates, Chef des größten, global agierenden Computerkonzerns Microsoft, an, dass er plant, seinen Führungposten abzugeben, und sich zur Ruhe zu setzen. Von seinen Mitarbeitern verabschiedete er sich mit einem äußerst selbstironischen Video, welches ihn als unfähigen Volltrottel darstellt.

So sieht man darin beispielsweise, wie er auf dem Weg zu Arbeit seine Aktentasche auf dem Autodach liegen lässt. Äußerst amüsant ist auch eine Szene, die ihn beim Hantelnstemmen im Fitnessstudio zeigt, allerdings ohne Gewichte. Auf die an Muskelmann Matthew McConaughey gerichtete Frage, ob er oben ohne trainieren solle, antwortet dieser entsetzt, er solle sein Shirt doch lieber anbehalten. Kurz darauf fällt er ungalant von einem Gymnastikball.

Dieses Video nimmt Kokurrenten und Gegnern von Bill Gates wohl vorerst Wind aus den Segeln, bei dem Maß an Selbstironie. Unbedingt mal reinschaun, es lohnt sich!

Quellen: http://de.youtube.com/watch?v=Xr5w3X4R8b4″
http://www.sueddeutsche.de”

Kult-Kinderserie “Sesamstraße” bald vergessen?

geschrieben von s2chfrit in Allgemeines1 Kommentar »

Anlässlich des 35. Geburtstags der Sesamstraße brachte Spiegel-Online einen äußerst interessanten Artikel, der mal wieder zeigt, welch enorme Wirkung Medienprodukte schon seit Generationen auf die Gesellschaft haben und eine heiße Diskussion entfachen können, aber andererseits auch schnell wieder in Vergessenheit geraten können.

Gerade in Deutschland spaltete die “Sesamstraße” mit ihrem Sendestart am 8.01.1973 die Nation. Während die Serie in Norddeutschland einen riesen Erfolg verbuchen konnte, wurde sie im Süden Deutschlands zunächst sogar boykottiert. Während die Kinder ihre Stars liebten und die eingängige Titelmelodie ( “Wer, wie, was,…?” ) mitträllerten, reagierten ein Großteil der Eltern und Erziehungswissenschaftler mit Empörung auf das neue Format. Es war die Rede von “Menschen in Mülltonnen”, einer vermeintlichen “Ghetto-Ästhetik” mit “Typen in der Abfalltonne” und fragwürdiger Szenen einer “Männer-WG”, die zusammen badete. Man sprach von einer pädagogischen Verfehlung, einige Verfechter deklarierten das Ganze dann noch als “Heilmittel für die Bildungskrise der 70er”.

Trotz allem muss man sich aber bewusst machen, wie, und aus welchen Gründen dieses Format entstanden ist. Denn ursprünglich sollte die in Amerika Ende der 60er kreierte “Sesame Street” dazu dienen, sozial benachteiligte Ghetto-Kids zu bilden, indem grundlegende Dinge wie das Zählen oder Buchstabieren, sowie die Regeln sozialen Umgangs in die Serie eingebaut wurden, was der “Sesamstraße” in Amerika zu großem Erfolg verhalf.

Mittlerweile wird die Serie weltweit ausgestrahlt, mit auf jeweilige Länder zugeschnittenen Charakteren, wie z.B. die aidskranke Kami in Afrika, die schon Kinder auf HIV aufmerksam machen soll.

Trotz des großen Erfolges fristet die “Sesamstraße” seit 2003 auf NDR nur noch ein trostloses Randdasein mit Sendezeiten zur frühen Morgenzeit und so stellt sich die Frage, ob die “Sesamstraße” nicht bald ausgedient hat und so ein Stück Fernsehgeschichte verloren geht.

Quelle: http://einestages.spiegel.de

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