Das Leben der YouTuber – Mehr Schein als Sein?

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Bibi und Sami Slimani
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YouTube ist nicht mehr lediglich eine nebenberufliche Unterhaltungsplattform, sondern ist zum Vollzeitberuf vieler junger Menschen geworden. Viele YouTuber stellen sich in ihren Videos stets als glückliche, zufriedene und ausgeglichene Menschen dar. Sie zeigen ihren Alltag, geben Tipps für jede Lebenslage und versuchen ihr gezeigtes Lebensgefühl an ihre Zuschauer weiterzugeben. Aber ist es überhaupt möglich, ein Leben zu führen, wie es einige YouTube Persönlichkeiten vorgeben? Oder steckt dahinter mehr Schein als Realität, denn ein Video zeigt lediglich einige Minuten aus dem Leben dieser Menschen. Sie sagen schließlich selbst, dass sie ihre Videos aufwendig aufbereiten. Ist dies bereits eine Andeutung einer Inszenierung?

Einige Zuschauer versuchen diese gezeigte Lebenseinstellung zu übernehmen, was einige Selbstversuche zeigen. Hierbei ist fraglich, ob ein durchschnittlicher berufstätiger Mensch allerdings ausreichend Zeit und Durchhaltevermögen besitzt, sich in dem Ausmaß wie beispielsweise Sami Slimani oder Bianca Heinicke („Bibi“), beide deutschlandweit sehr erfolgreiche YouTuber, gleichzeitig um Aussehen, Kleidung und gesunde Ernährung zu kümmern. Ob bloße Worte tatsächlich ausreichen, um eine Lebenseinstellung zu ändern, ist vermutlich von der Person und ihren jeweiligen Prioritäten abhängig und eventuell auch von dem Faktor, inwiefern die YouTuber für diese Person als eine Art Vorbild fungieren.
http://www.vice.com/de/read/ich-habe-versucht-eine-woche-nach-dem-slimani-prinzip-zu-leben-212?utm_source=vicefbde&utm_medium=bild

Doch wirkt manches in einigen Videos etwas überspitzt dargestellt, weshalb viele dieser Videos auch parodiert werden. Kritisiert wird an den YouTubern zumeist, dass YouTube kein ernstzunehmender Beruf sei, sie lediglich Geld durch ihre Zuschauer machen wollen und Kooperationen mit Firmen abschließen, um einerseits daran zu verdienen und andererseits kostenlos Produkte gestellt zu bekommen und diese dann ihren Zuschauern in positiver Weise präsentieren, sodass die Zuschauer zu künftigen Käufern dieser Produkte werden.
https://www.vice.com/de/read/ich-habe-fuer-einen-tag-wie-deutschlands-erfolgreichste-youtuberin-bibis-beautypalace-gelebt-um-herauszufinden-welches-leben-beschissener-ist-ihres-oder-meins-629?utm_source=vicefbde&utm_medium=link

YouTuber selbst leugnen dies und betonen immer wieder den Spaß daran, Videos zu produzieren und geben sich dankbar für das, was YouTube ihnen an Möglichkeiten eröffnet hat, denn schließlich besitzt Bibi ihre eigene Marke „Bilou“ und Sami Slimani „Maison Slimani“. Wohlmöglich sollen die produzierten Videos der Motivation eines jeden Zuschauers dienen. Ob die Videos jedoch immer und in allen Fällen die realitätsgetreue Einstellung der YouTuber zeigt, ist dennoch fraglich. Spannend bleibt jedoch, wie sich die Entwicklung YouTubes weiter fortsetzen wird und ob diese noch jungen YouTuber auch in 20 Jahren weiterhin ihren Alltag präsentieren wollen und präsentieren werden.

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Das Phänomen Cro – Erfolg durch Maske?

geschrieben von in Allgemeines, Fernsehen, Internet1 Kommentar »

Cro
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Cro ist immer wieder in den Medien präsent, sei es aufgrund seiner Musik, seiner Maske oder seinen Werbedeals. Durch die Präsenz Cros in verschiedensten Medien wird die Aufmerksamkeit auf ihn und seine Identität mit Maske gelenkt. Durch das Tragen seiner Pandamaske hebt er sich von anderen Künstlern ab und scheint für die Medien interessanter zu sein. Seine Musikkarriere begann vor etwa fünf Jahren, wobei er einen rasanten Erfolg verzeichnete, der bis heute anhält. Die Maske ermöglicht ihm jedoch jenseits des Medienrummels seine Privatsphäre zu wahren.
Immer wiederkehrende Vermutungen, ob im Internet veröffentlichte Fotos, die ihn angeblich ohne Maske zeigen, tatsächlich ihn darstellen oder nicht, steigern seine Medienpräsenz und erwecken Neugierde. Seinen Erfolg macht allerdings nicht nur die Maske, sondern auch seine Musik aus. Er macht Musik, die jeden anspricht, was sich an der Breite seines Publikums bestätigt. Seine Texte drücken ein positives Lebensgefühl aus, wodurch er auf Zustimmung vieler unterschiedlicher Menschen trifft.
http://www.welt.de/vermischtes/article144010174/Bei-einer-Sache-rastet-Rapper-Cro-richtig-aus.html
Mittlerweile ist Cro als Werbegesicht für zahlreiche Unternehmen zu sehen, was auch eine Steigerung seiner Medienpräsenz zur Folge hat und die Zuschauer ihn hierdurch noch häufiger zu Gesicht bekommen. Adidas hat Cro beispielswiese zum Präsentieren der neuen Fußballtrikots genommen, obwohl er eigentlich nicht einem typischen Vertreter eines Sportartikelhauses gleicht. Dennoch sind zahlreiche Unternehmen gewillt Cro als ihren Werbeträger zu haben, um durch die Aufmerksamkeit, die er ohnehin besitzt, auch ihr Unternehmen präsenter zu machen.
http://noisey.vice.com/de/blog/werbe-ikone-cro-konzerne-392?utm_source=vicefbde&utm_medium=link
Durch die Maske als Markenzeichen erinnert man sich eher an ihn als es bei einem Musiker ohne Maske der Fall ist. Die Maske scheint Cro diese große mediale Aufmerksamkeit erst ermöglicht zu haben, doch durch den Erfolg, den er bereits verzeichnet, könnte er diesen Erfolg nun vermutlich auch ohne Maske aufrechterhalten. Am Beispiel Cro erkennt man, dass Medien Persönlichkeiten, die sich von der Masse abheben und etwas Besonderes darstellen, mehr und vor allem kontinuierlich Aufmerksamkeit schenken.

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Das Darknet als Ausgangspunkt von Pädophilie

geschrieben von in Internet, Medienkritik1 Kommentar »

Unter Pädophilie versteht man ein „auf Kinder gerichtetes sexuelles Verlangen“.

Das Medium Internet und insbesondere die sich in den letzten Jahren rasant entwickelten sozialen Medien bieten viel Platz für Anonymität sowie das problemlose Vorgeben einer falschen Persönlichkeit und das scheinbar ohne Konsequenzen. Die dem Darknet ähnelnden Plattformen stellen eine optimale Grundlage für Pädophilie im Internet dar.

So geben viele Menschen falsche Daten beispielweise bei Facebook oder Kosenamen in diversen Chatrooms an mit dem einzigen Ziel auf diese Weise unaufmerksame Teenager anzulocken und deren Leichtsinnigkeit auszunutzen. Dies ist auch ohne weiteres möglich, da die angegebenen Daten nicht auf Richtigkeit überprüft werden und folglich jeder die Möglichkeit hat, anzugeben, was er möchte.

Dass dies daher in vielen Fällen nicht mit der eigentlichen Erwartung übereinstimmt, zeigen viele Beispiele, bei denen Teenager unwissend auf Fake-Profile eingehen und deren Unwissenheit ausgenutzt wird. Sie treffen sich im realen Leben mit ihren Chatpartnern und es erwartet sie nicht immer das, was sie sich im Voraus vorgestellt haben. So stellt sich ein vermeintlich 18-Jähriger schließlich als 38-Jähriger heraus. http://www.spiegel.de/sptv/a-301244.html

Es gibt einige Selbstversuche von Personen, die eine falsche Identität eines jungen Teenagers vorgeben, um herauszufinden, wie viele und wie schnell Erwachsene auf Profile Minderjähriger eingehen. Binnen weniger Minuten nach Erstellen des Profils gehen einige Nachrichten ein. Die erwachsenen Chatpartner wollen von den Minderjährigen zumeist freizügige Bilder oder streben ein persönliches Treffen an, wobei der Altersunterschied für die Chatpartner keine Rolle spielt. Allein die Namen der Nutzer der Chatrooms sind teilweise eindeutig und zeigen bereits deren Intention. Die Erwachsenen legen ihr sexuelles Begehren offen dar und hoffen auf Einwilligung seitens der Minderjährigen. Es wird deutlich, dass es alles andere als schwer für Erwachsene ist, mit Minderjährigen Kontakt aufzunehmen. http://www.vice.com/de/read/chat-paedophilie-hallo-kleines-was-traegst-du-untenrum-401

Doch um das zu verhindern, versuchen einige Menschen die anonymen Identitäten aufzudecken, was jedoch auf gesetzlicher Ebene nicht in jedem der Fälle als legitim angesehen werden kann, vor allem wenn die Personen auf Erpressung zielen, um einen Nutzen daraus zu ziehen. Dies ist beispielsweise bei Loveandmercy, einem anonymen Darknet-Hacker, der Fall. Als vermeintlich 14-jähriges Mädchen in Chatrooms wartet er auf Nachrichten mutmaßlich Pädophiler, um auf diese Weise an möglichst viele persönliche Informationen dieser Personen zu gelangen, darunter Email-Adressen, Social Media-Accounts oder Handynummern, und diese schließlich zu veröffentlichen, wenn es zu keiner Geldzahlung kommt. Er sagt, dass er es den dafür zuständigen Ermittlungsbehörden nicht zutraue, „angemessen gegen die Verdächtigen vorzugehen“. http://motherboard.vice.com/de/read/ein-deepweb-hacker-jagt-um-sie-dann-zu-erpressen-247?utm_source=vicefbde&utm_medium=link

Sowohl der aufgeführte Selbstversuch als auch das eigenmächtige Aufdecken teils falscher Identitäten stellen allerdings keine Lösung des Grundproblems dar.

Ein bestehendes Problem, das eine Lösung erschwert, bildet die Tatsache, dass es zu viele solcher Profile gibt und es eigentlich nicht strafrechtlich verfolgbar ist, wenn Erwachsene Minderjährige anschreiben, doch das teilweise ohne verschleiernde Worte ausgedrückte Begehren sowie die Aufdringlichkeit müssten dies doch revidieren?

Allerdings scheint es unmöglich, dieses Problem gänzlich aus der Welt zu schaffen, da es zu einer stetigen Zunahme solcher Profile kommt. Jedoch können Eltern besonders Minderjähriger darauf achten, was ihre Kinder im Internet machen und beispielweise eine Software einsetzen, die unangemessene Inhalte filtert. Es gilt vor allem Kindern die Gefahren, die das Internet birgt, offen aufzuzeigen und keineswegs zu verheimlichen. http://www.bild.de/ratgeber/kind-familie/kindesmissbrauch/paedophilie-im-netz-akte-undercover-sat-1-29531322.bild.html

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