Opfert dem Whopper

geschrieben von klin2401 in Allgemeines1 Kommentar »

oder: Der Wert der Freundschaft (ist 37 Cent).

Werbeblogger (und viele andere) haben die Neuigkeit letzte Woche schnell verbreitet: Burger King verteilt großzügig Gratisfleischbrötchen an diejenigen, die ihre Ehrerbietung zeigen, indem sie etwas opfern. Und zwar ihre Freunde.

Also dazu sind lange Freundeslisten gut!

Wer sich von zehn Facebook-Kontakten trennt, bekommt einen Burgergutschein, so das Prinzip nach “Angry-Whopper”-Manier: “You like your friends. But you love the Whopper.”
Mit Hilfe der “Whopper Sacrifice”-Anwendung werden die Freundschaftskündigungen überwacht und hämische Ätsch-Botschaften an die eingetauschten Ex-Buddies versendet. Die wiederum haben die Möglichkeit, dem Täter ein “Angry-Gramm” zu schicken … oder selbst die Freundesliste auszuräumen. Der Gutschein im Wert von immerhin 3,69 Dollar (macht 37 Cent pro Freund) trudelt dann per Post nach Hause, sofern dieses Zuhause in den USA liegt.

Die Zahl der gekündigten Freundschaften wuchs nach Einführung der Applikation schnell an, verfolgbar auf der zugehörigen Website. Jetzt steht der Zähler allerdings still (233.906 geopferte Freunde), seit Facebook die Aktion abgebrochen hat. Die Begründung lautet, dass die Applikation die Privatsphäre der Benutzer beeinträchtige: Üblicherweise werden Freundschaftskündigungen dem Gekündigten nicht mitgeteilt, und die Anwendung setzt sich über diese Regeln hinweg.

Neues von der FRONT

geschrieben von klin2401 in AllgemeinesKeine Kommentare »

Bald noch eine Leiche im Schützengraben? DWDL.de meldet, dass jetzt auch FRONT, das Neue-Männer-Magazin (PDF-Portrait) auf wackligen Posten steht. Der Verlag L&E Media GmbH konnte trotz eigentlich positiver Entwicklung des jungen Titels keine neuen Investoren finden, die die Einführungsphase überbrücken helfen.

Aufgeben wollen die Geschäftsführer Ejo Eckerle und Dirk Ludwigs das Magazin nicht. Immerhin hat sich die “Brigitte für Männer” durch klischeefreien, entspannten Journalismus einen guten Ruf gemacht, die Anzeigen- und Auflagenzahl wuchs zuletzt trotz Krise und 2008 erzielte FRONT den vierten Platz im Bereich Männerzeitschriften des LEAD-Award-Rankings. Auch ein Interview mit einem bekannten Fußballspieler hat durchaus Wellen geschlagen (auch wenn die Bilder inzwischen nicht mehr verfügbar sind).
Vorerst jedoch erscheinen keine neuen Ausgaben.

Krise im Blätterwald: Axt oder Aufforstung

geschrieben von klin2401 in AllgemeinesKeine Kommentare »

Die Schnelllebigkeit des Zeitschriftenmarkts ist ein heißes Thema dieser Tage und fordert vielerlei gedruckte Opfer. Neben den hier genannten Magazinen verschwindet auch das erst im Mai gestartete Adel heute der Verlagsgruppe Klambt vom Markt (das nur wenig ältere Parallelblatt Adel aktuell bleibt uns noch erhalten), von den bisher regelmäßig erscheinenden Zeitschriften Celibrity (MVG) und Glamour (Condé Nast) wird es nur noch “Schwerpunktausgaben” geben (journalist 12/2008, S. 7).
Gleichzeitig rollt die Gegenbewegung heran: es tauchen neue Magazine für Lohas oder für junge Familien auf, der SPIEGEL stellt sich den Zeiten der Krise und der Axel Springer Verlag gibt ein gutes Vorbild ab. Das Starmagazin Ok! gebiert den Gelegenheitsableger Ok! Style und Jounalistikstudenten der Uni Dortmund produzieren mit Hilfe der WAZ-Gruppe gar kostenlose Pflichtlektüre (journalist 12/2008, S. 7).

Sparmaßnahmen oder Geldausgeben, zwei Antworten auf ein Problem. Man reagiert – auf die Wirtschaftskrise, die Medienkrise, die schlechten Aussichten und schlimmen Prognosen. Von 0,7 bis 8, die Prozentzahlen für die Werbeeinahmen werden immer größer, und zwar in den negativen Bereich. Robin Meyer-Lucht versucht eine Prognose für das Jahr 2009, und die sieht nicht rosig aus.

Bleibt die Frage, wie dieser Krise nun zu begegnen ist. Not macht ja angeblich erfinderisch. Im Moment bringt sie jedenfalls Bewegung in den Zeitschriftenmarkt.

Baukasten 2.0

geschrieben von klin2401 in Allgemeines2 Kommentare »

Wer schon immer eine eigene Community gründen wollte, weil die handelsüblichen nicht genug bieten zu Themen wie “Spongebob”, die Farbe “Pink” oder “irgendwelche Leute”, der kann das jetzt schnell und einfach in die Hand nehmen. Vorbei die Zeiten, da man erst HTML oder noch Schlimmeres lernen musste, vorbei die Zeiten, da man dazu Geld investieren musste.

Dank MyPeopls.de kann jetzt jeder schnell, einfach und kostenlos ein Web-2.0-Portal zusammenklicken. Mit Forum, Blog, Fotogalerie, Videogalerie und vielen bunten Farben. Die fertigen Angebote folgen einem einheitlichen Layout und enthalten einen Link zurück zu MyPeopls, sind aber voll funktionsfähig.

Die größte Community, neben der hauseigenen, zählt etwas unter 800 Mitglieder. Keine ernsthafte Konkurrenz also zu den Großen (wenn auch, bei vielen der Themen, nicht wirklich unerwartet). Bei den meisten werden Foto- und Videofunktion (noch?) nicht genutzt.

Aber: Das Angebot MyPeopls befindet sich gerade in der Version 0.25 und regelmäßig senden Mitglieder – mehr oder weniger – konstruktive Vorschläge und Wünsche ein, was alte Funktionen, neue Funktionen oder was auch immer betrifft. Das Ganze ist also prinzipiell ausbaubar.

w00t des Jahres

geschrieben von klin2401 in Internet, InternetstatistikKeine Kommentare »

Eine Ende Januar nicht mehr überfrische, aber doch noch interessante Nachricht: Das amerikanische Wörterbuch Merriam-Webster (einigen vielleicht aus dem Englisch-Unterricht bekannt) verkündete Mitte Dezember das “Wort des Jahres”. Statt der langweilig-ernsten Klimakatastrophe Deutschlands kamen die Amerikaner allerdings auf ein Stück “Internetkultur”: w00t.

Auch bei uns haben es Netzwörter auf die Liste geschafft (Second Life, Platz sieben, Bundestrojaner, Platz acht), jedoch nicht an die Spitze. Das mag damit zusammenhängen, dass in Deutschland die Gesellschaft für deutsche Sprache für die Wahl zum Wort des Jahres verantwortlich ist (auch wenn jeder jederzeit Vorschläge einsenden kann), und nicht die Besucher einer Wörterbuch-Website. Das Ergebnis beruht nämlich auf einer durch das Wörterbuch durchgeführten Onlineabstimmung.

Google dein Genom

geschrieben von klin2401 in Allgemeines4 Kommentare »

Für etwa tausend Dollar darf seit heute auch jeder Europäer auf einen Wattebausch spucken und ihn der zur Hälfte mit Google “verheirateten” Firma 23andMe schicken (verheiratet ist in Wirklichkeit eine der beiden Gründerinnen von 23andMe, Anne Wojcicki, und zwar mit Sergei Brin). Was hat der zahlende Kunde davon? Einblick in einer der großen unbeantworteten Fragen im menschlichen Körper: Das Genom.

Sobald der Wattebausch im Labor ankommt, wird die DNA aus dem Speichel extrahiert und untersucht. Fortan kann der Nutzer online einen detaillierten Überblick über seine Gene abfragen. Dieser Überblick lässt sich zum Beispiel mit denen von Verwandten vergleichen, sofern sie auch tausend Dollar investiert haben. (Google-Vaterschaftstest? Was wird dann aus den Talkshows?)
Nicht nur das: 23andMe erklärt möglichst verständlich alles rund um die DNA, lässt den Nutzer digital in seinen Genen wühlen und bietet allerhand Wissenswertes um die Wissenschaft. Außerdem bleibt das Portal auf dem neuesten Stand und versorgt den interessierten Speichelspender mit frischen Infos aus Genetik und Co., die für ihn relevant sein könnten. Kleiner Defekt auf dem Chromosom da hinten? Seit letztem Monat erfolgreich therapierbar.

Und wo führt es hin? Ganz web2.0-konform finden sich demnächst wahrscheinlich Anzeigen wie “Folgende Genome passen zu Ihrem …”, “Genome, die Ihrem ähneln, sterben meistens an …”, oder”Jetzt Genome aus Ihrer Region kennen lernen!”.

Na, so lange sich keine SchufaG* bildet, kann ich mich damit anfreunden. Spuck ich einfach nicht auf den Wattebausch, wenn ich meine Gene behalten will.

Quelle: golem.de

* “Schutzgemeinschaft für allgemeine Genominformation” (vielleicht sollte ich mir das einfach vorher patentieren lassen)

Der Tod eines Teenagers und seine Folgen

geschrieben von klin2401 in Internet, Weblogs2 Kommentare »

Megan Meier ist dreizehn und zu dick, trägt eine Zahnspange und ist wegen depressiver Veranlagung in Therapie. Aber es geht aufwärts: In letzter Zeit verliert sie Gewicht, die Zahnspange soll raus – und sie hat einen Freund. Er lebt mit zwei Brüdern bei der alleinerziehenden Mutter, spielt Gitarre und Schlagzeug. Sagt er zumindest, den hübschen Sechzehnjährigen kennt Megan bloß über das Internet.

Zuerst ist Tina Meier skeptisch, was den Internetjungen angeht. Aber sie hat ein Auge auf die Aktivitäten ihrer Tochter, kennt die Passwörter und ist in die Gespräche eingeweiht. Josh Evans ist ein netter Junge, der keine privaten Daten haben will, keine unanständigen Dinge fragt und sich einfach für Megan interessiert.

Bis er eines Tages ankündigt, dass er mit ihr nicht mehr befreundet sein will, weil er gehört habe, sie sei nicht nett zu Freunden. Megan weiß nicht, was los ist, will ihn zur Rede stellen. Innerhalb von Stunden verschickt Josh weitere, immer aggressivere Nachrichten, erhält überdies Unterstützung von anderen Nutzern, und plötzlich weiß ganz MySpace: Megan Meier ist eine fette Schlampe. Als die Mutter nach Hause kommt, pöbelt Megan verzweifelt zurück, sie wird zum Ausloggen gezwungen und verschwindet wütend in ihrem Zimmer.

Am nächsten Tag stirbt sie im Krankenhaus. Sie hat versucht sich in ihrem Kleiderschrank zu erhängen.

Was Megan nie erfährt: Es gibt keinen Josh. Er ist die Erfindung einer ehemaligen Freundin, die Megan eins auswischen will. Zusammen mit ihrer Mutter und immer mehr Bekannten, Jugendlichen wie Erwachsenen, erschafft diese einen Freund, den Megan jeden Tag lieber gewinnen soll, bis er sich dafür rächen kann, dass sie nicht nett zu Freunden gewesen sei.
Eine depressive Dreizehnjährige wird in den Selbstmord getrieben. Das ist tragisch, aber so weit nichts Neues. Eine alte Geschichte, übertragen ins MySpace-Zeitalter.

Tatsächlich hat die ganze Sache auch etwa ein Jahr vor sich hingeköchelt. Megans Tod war kurz Thema der Lokalnachrichten, aber bald vergessen. Die Eltern versuchten so gut wie möglich das Leben weitergehen zu lassen und die Nachbarn fühlten sich schuldig, auch wenn sie der Meinung sind, dass die psyschichen Probleme des Mädchens früher oder später auch ohne Josh zu einem solchen Ende geführt hätten. Durch eine andere Nachbarin, deren Tochter ebenfalls Zugriff zum Josh-Account hatte, erfuhren die Meiers schließlich von dem Spiel – und durch einen Artikel von Steve Pokin Anfang November das Internet.

Dessen Reaktion war eindeutig: Die Schuldigen finden und bestrafen. Pokin hat keine Namen veröffentlicht, aber keine Woche später hatten die Nutzer von rund 80.000 Sites, auf denen der Fall mittlerweile diskutiert wurde, eine verdächtige Familie gefunden.
Wie nun damit umgehen? Ein Gesetz gibt es, wie üblich, nicht – noch nicht. Als Reaktion auf den Fall und seine Resonanz planen die Behörden des Bezirks, Cyber-Mobbing zum Vergehen zu erklären, das mit bis zu 90 Tagen Haft oder 500 Dollar Geldstrafe geahndet wird. Vielen Bloggern jedoch wird das nicht genug sein (“I hope you fuckers burn in hell”).

Handelt es sich hier um eine Selbstreinigungsaktion, in der diejenigen, die das Netz missbrauchen, seinen Zorn zu spüren bekommen? Oder trägt die plötzliche Verbreitung dazu bei eine – zugegeben dramatische – Geschichte so weit aufzublasen, dass eigentlich völlig Unbeteiligte plötzlich zum Einwerfen von Fensterscheiben in einen Vorort in Missouri fahren?

Quelle:
Spiegel online

Telefon oder Familie?

geschrieben von klin2401 in Kommunikationsformen4 Kommentare »

Laut der Universitätsprofessorin Miriam Meckel (“Das Glück der Unerreichbarkeit. Wege aus der Kommunikationsfalle”) gefährdet ständige Kommunikationsbereitschaft mit Smartphones Familie und Partnerschaft. Solche Geräte erlauben, immer und überall auf geschäftliche Mails antworten zu können. In einer Studie der Universität St. Gallen belegt Meckel “eine deutlich wachsende Tendenz zu Konflikten im Privatleben”, die auf die fortwährende Erreichbarkeit zurückgeführt wird.

Das sah in der Werbung ganz anders aus: Der Handheld-PDA Blackberry etwa sollte in Zukunft die Koordination des Familienlebens erleichtern (zum Beispiel “I can be an active Daddy from thousands of miles away” (ohne diese, tatsächlich vorhandene, Möglichkeit leugnen zu wollen) unter blackberry.com -> Blackberry Owner Stories). Für Meckel aber führt die andauernde Verwendung im Privatleben umgekehrt zur Einschränkung der Lebensqualität: “Das bedeutet für ihre Familien und Partner: Sie sind physisch präsent, aber ständig abgelenkt – am Frühstückstisch, beim Spaziergang, beim Spielen mit den Kindern.”

Ein wichtiger Grund für den Griff zum Mail-Telefon sei die Angst vieler Manager, anstehende Arbeit gänzlich den Mitarbeitern anzuvertrauen: “Sie fürchten sonst, nicht mehr wichtig zu sein.” Hinzu kommt, dass viele Kollegen E-Mails pauschal weiterleiten würden, um ein Problem nicht allein lösen zu müssen und sich auf andere ausreden zu können.

Quelle: de.internet.com

Smelly

geschrieben von klin2401 in Allgemeines2 Kommentare »

Smelly: engl. abstoßend, muffig, übelriechend.

Ob diese Assoziation so beabsichtigt ist oder ob mal wieder (Spiegel Online) jemand vorschnell einen möglichst englischen Namen für das Duftbäumchen der nächsten Generation erdacht hat, bleibt unklar. Jedenfalls: USB-Sticks riechen jetzt.

CnMemory (CnMemory.de) hat sie schon auf der IFA präsentiert, jetzt sind sie fertig: In fünf einladenden Duftnoten (Mimosa, Sunny Raspberry, Pina Colada, Warm Vanilla und Tranquil Escape) kommen die kleinen bunten Datenträger auf den “Desktop”. In punkto technische Daten bleibt es derweil beim Alten, einzig der Preis geht ob des neuen “Features” etwas nach oben: Für ein Gigabyte zahlt man rund 20 Euro.

Erst fangen Laserdrucker an, beim Faxenmachen Duftpatronen zu zerstäuben (golem.de) – und jetzt das? Ich rieche einen Trend.

Auf ebay werden die Räucherstäbchen schon mal fürs Weihnachtsgeschäft ausgepackt (ebay) … schade, dass die Sorte “Snowy Christmas In Front Of A Fireplace” fehlt.

Sexspielzeug raubkopiert

geschrieben von klin2401 in AllgemeinesKeine Kommentare »

Wie schon Sponto mehrfach herausgefunden hat, dreht sich im zweiten Leben – fast – alles um das Eine. Anfang dieses Monats war es Anlass für eine ungewöhnliche Urheberrechtsverletzungsklage.

Der Amerikaner Kevin Alderman (a.k.a. Stroker Serpentine) mag vielleicht nicht wie die berüchtigte Lehrerin zum Millionär geworden sein, aber seine Firma “Eros” macht doch ganz gut Gewinn, nämlich etwa 45 Dollar pro verkaufter “SexGen”-Einheit, ein virtuelles Bett, das Second Life Avataren ganze 150 zwei- bis eindeutige Animationen beibringt. Vertrieben werden die Sexspielzeuge auf eBay und versehen mit einer “no copy”-Klausel.

Die hinderte den Avatar Volkov Catteneo allerdings nicht daran, das SexGen zu vervielfältigen und nun seinerseits anzubieten – für ein Drittel des Preises.

Eine solche Konkurrenz verdirbt das Geschäft der Firma Eros und muss daher aus dem Weg geräumt werden. So hat sich Aldermann entschlossen, die virtuelle Identität anzuklagen – und zwar offline, an einem US-Bezirksgericht. Zwar fordert er Schadensersatz in dreifacher Höhe des entstandenen Schadens (oder zumindest in Höhe der unrechtmäßig verdienten Summe), aber eigentlich, betont der Kläger, gehe es ihm vor allem darum, dem “Treiben ein Ende zu setzen”.

Dies ist nicht der erste Fall, in dem Unternehmen mit virtuellen Piraten zu tun haben, aber gerichtliche Klagen sind Neuland. Linden Lab hält sich bisher zurück, dafür werden andere Gruppen, die auf das Problem aufmerksam machen, wie die Agentur P4m, mit jedem Fall lauter.

Ob die Klage indes irgendeine Aussicht auf Erfolg hat, bleibt fraglich. Die Person hinter dem Avatar ist unbekannt – und selbst wenn vor Gericht erzwungen werden kann, dass die Betreiber die Benutzerdaten von Volkov Catteneo herausgeben müssen, werden die Ergebnisse wohl unbefriedigend ausfallen. Gegenüber reuters verkündete der Avatar ungerührt, dass er doch nicht “irgendein Noob” sei: Die bei Linden Lab hinterlegten Daten seien natürlich nicht korrekt und er habe nicht einmal einen festen Wohnsitz.

(Quelle: PCgo.de)

Online-Recycling

geschrieben von klin2401 in Allgemeines1 Kommentar »

In Zeiten von Klimakrise und Co. ist Müllentsorgung ein wichtiges Thema. Während das zu Hause noch ganz gut mit diversen Tonnen geregelt ist, standen wir dem seit Jahren wachsenden Spamgehalt in unserem E-Mail-Postfach bisher mit nur einer, recht einseitigen Antwort gegenüber. Dabei kann man mit dem liebenswerten “dachshund in saltbush” so viel mehr anstellen.

Dank dem Energievunternehmen EnBW ist jetzt jetzt möglich, Spam zu zersetzten und die Einzelteile einem höheren Zweck zuzuführen, zum Beispiel ihn in ein recht ansehnliches Desktopbild zu verwandeln. In Echtzeit fuchtelt dieses kleine Programm nach Anweisungen mit den Buchstaben herum und hinterlässt kunstvolle Formen auf einem bergigen Hintergrund.
Nur ein bisschen schade, dass die Firma ihre Signatur auf dem Kunstwerk hinterlässt.

Schon nach wenigen Sekunden antwortet der Spamrecycler auf eine spamhaltige E-Mail (an spam@spamrecycling.com), und zwar mit einem Link zum Recyclingprozess. Der Benutzer hat gewissen Einfluss auf Farbe und Aussehen des entstehenden Bildes. Wenn er zufrieden ist, kann er sich das Ergebnis schicken lassen.

Man mag von der EnBW halten, was man will, aber diese Idee hat was, finde ich.

Google gegen den weißen Mann

geschrieben von klin2401 in Allgemeines1 Kommentar »

Illegale Bergbauarbeiter und Holzfäller bedrohen die über tausend Surui-Indianer des brasilianischen Amazonasgebiets und überwinden für ihre Waren den Widerstand des Stamms mitunter gewaltsam. Die letzten elf Häuptlinge sollen im Kampf gegen die Eindringlinge zu Tode gekommen sein. Die brasilianische Regierung war bisher nicht in der Lage, etwas dagegen zu tun, deswegen hat sich der jetzige Häuptling Almir Surui, der erste Surui mit College-Abschluss, einen anderen Helfer gesucht, einen überraschenden.

Als er im Mai in Kalifornien bei Google um Satellitenaufnahmen des Gebietes bat, traf er auf erstaunliche Hilfsbereitschaft. Die Bilder der Erderkundungs-Software Google-Earth sollen den Surui helfen, die Aktivitäten der Holzfäller besser zu überwachen. Google arbeitet aber außerdem an einem Plan, der es den Surui ermöglichen soll, die Technologie einzusetzen, um mit Hilfe von Satellitenanbietern auf die Notlage des Stammes aufmerksam zu machen.

Das Projekt könne die Weltaufmerksamkeit auf den Kampf der Surui um den Schutz ihres Landes und der Kultur lenken. Das Surui-Projekt soll Google zufolge andere Amazonas-Stämme inspirieren. Es ist im Übrigen nicht das erste, bei dem Google Earth für Umwelt- oder humanitäre Zwecke verwendet wird. So hat Google in Zusammenarbeit mit dem Holocaust Memorial Museum ein Projekt gestartet, das den Bürgerkrieg in der sudanesischen Krisenregion Darfur in den Blickpunkt der Öffentlichkeit stellen soll. Nach Einbindung des Layers “Crisis in Darfur” findet der Nutzer mit Flammen markiert die Standorte von 1.600 Dörfern, die von den arabischen Reitermilizen zerstört worden sind.

Einziges Manko: Auf Google Earth gibt es keine Echtzeit-Informationen. Die verwendeten Bilder stammen aus den Jahren 1996 bis 2007. Über regelmäßige Updates wird die Software mit besseren Daten, also aktuelleren Bildern mit höherer Auflösung versorgt.

(Quelle)

Calvin Klein spamt (und noch mal Werbung)

geschrieben von klin2401 in InternetKeine Kommentare »

Sie heißen Tomek, Mirjam, Joe, Katharina und Alina, sie sind jung, hübsch, hip, sie sind Freunde, sie bloggen und sie sind nicht echt.

Das Werbeunternehmen Coty Prestige Lancaster Group bestätigte SPIEGEL ONLINE, dass die fünf Internetidentitäten Teil einer Kampagne für ein neues Parfum von Calvin Klein sind. Allerdings erst auf entsprechende Fragen hin. Als Werbung markiert hat keiner der fünf seine oder ihre Kommentare in populären Blogs und erst gehäuft auftretende Schlagwörter und die Signatur “what are you in2?” haben Alexander Svensson von Wortfeld und Marco Maas von themaastix auf die fünf aufmerksam gemacht.

Die Geschichte der Enttarnung haben die beiden in ihren Blogs festgehalten:

Teil 1, Teil 2.

Besonders erfolgreich war die Kampagne indes nicht. Unter der Maske fünf trendiger Twens kamen die Botschaften nicht so erfolgreich an wie erhofft – und ohne Maske ernten die Blogger vor allem Hohn und Paragraphenkommentare.

Dennoch: Dies ist nicht der erste Fall getarnter Werbung, das Internet als Werbefläche gewinnt an Popularität. Ob solche Blogeinträge, Werbung in Spielen oder auf Wikipedia Aufmerksamkeit auf das Produkt ziehen (und wie viel und welcher Art), sei mal dahingestellt. Mir zumindest kommt das Ganze eher lästig vor.

Wie der allergrößte Teil herkömmlicher Werbung auch.

Tag der Pressefreiheit

geschrieben von klin2401 in AllgemeinesKeine Kommentare »

Zum heutigen Tag der Pressefreiheit informiert die Menschenrechtsorganisation “Reporter ohne Grenzen” über die aktuelle Lage der Pressefreiheit weltweit. Jedes Jahr werden Journalisten verhaftet oder sogar getötet, dieses Jahr sind bereits 24 Journalisten und fünf Medien-Assistenen ums Leben gekommen.

Parallel zur Information im Internet findet in Berlin eine Trauerzug von der russischen Botschaft bis zum Reichstag statt. Außerdem gibt es auch dieses Jahr wieder eine Liste der größten Feinde der Pressefreiheit.

Spiegel Online bricht Besucherrekorde

geschrieben von klin2401 in MedienwandelKeine Kommentare »

Online-Nachrichtenportale sind populär wie nie. Das sagt zumindest die am Dienstag präsentierte Untersuchung des Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom). Im ersten Quartal 2007 informierten die 20 erfolgreichsten Seiten gemeinsam fast eine Milliarde Besucher, hundert Millionen mehr als im Vorjahr.

Am beliebtesten ist dabei Spiegel online, mit 60 bis 70 Millionen Besuchen im Monat, dicht gefolgt von der Bild-Zeitung mit durchschnittlich 40 bis 45 Millionen Besuchen. An dritter Stelle steht Heise online, das im ersten Quartal im Monatsdurchschnitt 20 bis 25 Millionen Besucher empfing.

Quelle: bitkom.org

Design übersetzt und angepasst von Christian Moeris, Christian Lehberger & Linda Manuel. Basierend auf dem Theme GlossyBlue von N.Design Studio.
Bild Radioskala: © Jürgen Acker / PIXELIO