„Columbo“-Schauspieler Peter Falk gestorben

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Der amerikanische Film- und Fernsehschauspieler Peter Falk ist am 23. Juni im Alter von 83 Jahren in Beverly Hills verstorben.
In seiner Paraderolle als Inspektor Columbo spielte er sich in über knapp 70 Folgen in die Herzen der Zuschauer. Besonders in Deutschland stieg Columbo schnell zur Kultfigur auf und die Wiederholungen der Serie erzielen noch heute vergleichsweise hohe Einschaltquoten. Ursprünglich war nur ein Columbo-Film geplant, doch der Erfolg von „Lösegeld für einen Toten“ war so groß, dass der Inspektor ab 1968 regelmäßig ermittelte. Dabei sind seine berühmten Worte „Ich hätte da noch eine Frage…“ immer das Zeichen für den Zuschauer gewesen, dass Columbo auch diesen Mörder wieder einmal durchschaut hat und ihn hinters Licht führt.

Die Wenigsten wissen jedoch, dass Peter Falk nicht einzig und allein als Columbo erfolgreich war. Bereits einige Jahre vorher erhielt er zwei Oscar-Nominierungen für seine Rolle als Killer Reles in dem Krimi „Unterwelt“ und seine Rolle in der Gesellschaftskomödie „Die unteren Zehntausend“. Auch als Broadway-Schauspieler machte er eine gute Figur und erhielt 1972 den „Tony“. Den Weg zum endgültigen Weltstar ebnete ihm jedoch nach wie vor der kauzige Inspektor Columbo.

Seit 2007 soll Falk an Alzheimer gelitten haben. Einem seiner Ärzte zufolge konnte er sich nicht einmal mehr an seine Figur Columbo erinnern. Seine zweite Frau Shera Danese und seine Adoptivtochter Catherine stritten sich um die Vormundschaft, welche 2009 schließlich Shera zugesprochen wurde. Seinem Testament zufolge soll Shera das gesamte Vermögen erben, während seine Töchter „nur“ einen sechsstelligen Betrag erhalten. Sollten die Töchter das Testament anfechten, gehen sie angeblich leer aus.
Angaben seiner Familie zufolge ist Falk „friedlich“ gestorben, genauere Details zur Todesursache wurden nicht preisgegeben.

Quellen:
http://www.zeit.de/kultur/film/2011-06/peter-falk-gestorben
http://www.imdb.com/name/nm0000393/
http://en.wikipedia.org/wiki/Peter_Falk

„Hofberichterstattung“ über zu Guttenberg

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„Hofberichterstattung“ über zu Guttenberg

Wie uns allen bekannt ist, hat die Ära zu Guttenberg mit der Plagiatsaffäre des ehemaligen Verteidigungsministers ein erniedrigendes Ende in aller Öffentlichkeit gefunden. Diese führte zum Rücktritt von allen politischen Ämtern und der Aberkennung seines Doktortitels.
Und das, obwohl die Medien Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg eine wesentlich rosigere Zukunft prophezeit hatten.
Innerhalb kürzester Zeit konnte er die Herzen Deutschlands für sich gewinnen und stieg zu einem der beliebtesten Politiker auf. Im vergangenen Jahr wurde er sogar als möglicher Kanzlerkandidat und Nachfolger Merkels gehandelt.
Doch fragt man sich, wie es überhaupt zu so einem schnellen Wachstum an Popularität kommen konnte. Die Berichterstattung vieler Medien hat sicherlich einen großen Beitrag dazu geleistet.
So wurde beispielsweise ein Besuch zu Guttenbergs in Afghanistan im Dezember 2010 mit außergewöhnlich großem medialen Interesse verfolgt. Das Besondere und auch Ungewöhnliche an diesem Truppenbesuch war, dass er seine Frau, Stephanie Anna Charlotte Freifrau von und zu Guttenberg, mit nach Afghanistan nahm. Dies geschah noch nie zuvor und Stephanie zu Guttenberg wurde damit die erste deutsche Ministergattin, die ihren Ehemann in ein Krisengebiet mit Beteiligung deutschen Militärs begleitete. Auf Seiten der Opposition wurde der Besuch des Ehepaars scharf kritisiert und man warf ihnen gezielte mediale Inszenierung vor. In der Bevölkerung hingegen stieß der Besuch auf große Zustimmung. Obwohl dieser Besuch auch von Medien eher kritisiert als befürwortet wurde, ist er ein Beispiel für die enorme Präsenz zu Guttenbergs in den Medien während seiner gesamten Laufbahn als Minister.
Fakt ist, dass zu Guttenberg von einem enormen medialen Interesse profitieren konnte und damit auch seine politische Laufbahn einen großen Schub bekam.
Fraglich ist nach wie vor jedoch, was genau den schnieken, jungen Adligen so populär machte und noch bis heute macht. Womöglich hängt es mit den in Deutschland fehlenden „Royals“ zusammen. Man beneidet England für William und Kate, Schweden für Victoria und Daniel und Holland für Willem-Alexander und Máxima. Darüber hinaus hat der deutsche Adel bislang eher für Peinlichkeiten gesorgt, insbesondere mit seinem Adoptiv-Adel um Frédéric von Anhalt und Marcus von Anhalt, der mit der Faszination anderer europäischer Königshäuser nichts gemeinsam hat. Doch auch der „echte“ deutsche Adel steht kaum besser da, wenn man an das Oberhaupt des Hauses Hannover, Prinz Ernst August denkt. Dieser hat in der Vergangenheit für zahlreiche Negativ-Schlagzeilen gesorgt, indem er zum Beispiel einen Fotographen mit einem Regenschirm attackierte oder er während der Expo 2000 an den türkischen Pavillon urinierte und dabei abgelichtet wurde.
Bei solch einem Adel ist es nur verständlich, dass sich das deutsche Volk förmlich auf den anfänglich so tugendhaft scheinenden Karl Theodor zu Guttenberg stürzt und auch die Medien Loblieder auf ihn singen.
Dennoch wäre es wünschenswert, wenn die Medien ihrer Aufgabe, generell wertneutral und in einem objektiv kritischen Rahmen zu berichten, nachkommen würden.

Quellen:
http://www.abendblatt.de/politik/article1726502/Gruene-empoert-ueber-Guttenberg-und-Hofberichterstatter-Kerner.html
http://www.spiegelblog.net/faz-uber-spiegel-online-unterwurfiges-sturmgeschutz.html

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Gutachten: Kachelmann psychisch sehr stabil

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Nach vier-wöchiger Pause tagt das Mannheimer Landgericht wieder regelmäßig.
Es geht immer noch um die Verurteilung des der Vergewaltigung angeklagten Jörg Kachelmann.
Der Angeklagte soll seine damalige Geliebte mit einem Messer bedroht und vergewaltigt haben, Kachelmann streitet die Vorwürfe jedoch ab.

Nachdem bereits die Glaubhaftigkeit der Aussage des mutmaßlichen Opfers untersucht wurde, hatte der psychartrische Sachverständige Hartmut Pleines den Auftrag, Kachelmanns Schuldfähigkeit zu analysieren. Dafür nahm Pleines die Lebensgeschichte des ehemaligen Wetterfroschs genaustens unter die Lupe. Bei seinem Gutachten ist er zu dem Ergebnis gekommen, dass der ehemalige Moderator keineswegs unter groben psychischen Störungen leide.
Kachelmanns Lebensgeschichte liefere keinerlei Hinweise auf eine psychische Erkrankung.
Im Gegenteil, der Sachverständiger beschreibt den Angeklagten als „sozial hoch kompetent, zielstrebig und beruflich erfolgreich“.
Kachelmanns Biografie sei zwar geprägt von einer „beständigen Beziehungs- und Bindungslosigkeit“, sei aber „weit davon entfernt, Merkmale einer psychischen Erkrankung erkennen zu lassen“. Entgegen dieses Gutachtens hatten sich während des gesamten Prozesses Spekulationen um eine mögliche narzistische Persönlichkeitsstörung Kachelmanns entwickelt.

An dieser Stelle ergibt sich die Frage, inwieweit die Medien durch ihre Berichterstattung zu einer Vorverurteilung Kachelmanns beigetragen haben, und welche Auswirkungen diese, im Falle einer Freisprechung weiterhin auf die Zukunft des einst so beliebten Wettermoderatoren haben?

Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,760927,00.html

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„App ins Museum“

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Das NRW-Forum in Düsseldorf hat als erstes deutsches Museum eine eigene App für Smartphones entwickelt. Darüber hinaus ist es auch fleißig bei Internetdiensten und -netzwerken wie Facebook, Twitter und Flickr vertreten.
Begonnen hat die Modernisierung bereits zu Beginn letzten Jahres: Die App wurde zur Eröffnung einer Ausstellung des amerikanischen Fotographen Robert Mapplethorpe veröffentlicht.

Inhaltlich hat die App einiges zu bieten. Neben Informationen über Eintrittspreise, Öffnungszeiten, Übernachtungs- und Ausgehmöglichkeiten hat man mit der App einen integrierten Audioguide sowie Bilder und Videos zu den aktuellen Ausstellungen.
Bereits Mitte 2010 verzeichnete die App 15000 Downloads, ein Trend, der weiter anhält.

Auch andere Museen scheinen den Trend der Modernisierung erkannt zu haben. So hat auch das Rheinische Landesmuseum Bonn einen Testlauf mit eigener App inklusive Audioguide gestartet. Im Zeitalter der Smartphones ist es eine völlig neue Form der Publicity, die auch unter Museumsbesuchern und denen, die es noch werden wollen, großen Anklang findet.

Quellen:
http://www.wdr.de/themen/kultur/museen/nrw_forum/index.jhtml

„Dünn sein ist wichtiger, als gesund sein!“

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Der schnellste Weg zur Anorexie? Ana & Mia helfen Dir!

In Deutschland leiden ca. 20% aller 11-17-jährigen an Essstörungen. Magersucht und Bulimie sind schwere psychische Krankheiten, mit denen nicht zu Spaßen ist.
Das sehen die 270 Betreiber sogenannter Pro-Ana- und Pro-Mia-Seiten wohl anders:

Die Krankheiten werden auf diesen Seiten verherrlicht, werden als „Lebensweisen“ oder „Lifestyle“ dargestellt. Nicht umsonst stehen die Abkürzungen für PRO Anorexie (Anorexia nervosa) und PRO Bulimie (Bulimia nervosa). Beim Hungerwahn sollen die beiden Freundinnen „Mia“ und „Ana“ helfen, die „Briefe“ an die Pro-Ana- und Pro-Mia-Anhänger schreiben. In diesen wird Magersucht oder Bulimie als einzig wahre Freundin personifiziert.

„Erlaube mir, mich vorzustellen. Mein Name, oder wie ich von so genannten „Ärzten“ genannt werde, ist Anorexie […], aber du kannst mich Ana nennen. Ich hoffe, wir werden gute Freunde. In der nächsten Zeit werde ich viel Zeit in dich investieren und ich erwarte das Gleiche von dir. […] Du darfst nicht viel essen. Es wird langsam anfangen […] Aber es wird nicht lange dauern, dann werde ich dir sagen, dass das nicht genug ist. […] Ich werde dich an deine Grenzen treiben.“

Mit ansprechendem Design (Blumenverzierung und pastellfarbene Schriften) – passend für jugendliche Mädchen – werden die Homepages liebevoll getarnt.
Betroffene oder auch Noch-Gesunde können sich auf diesen Seiten Tipps und Tricks zur zum Beispiel Verheimlichung ihrer „speziellen Lebensweise“ vor Ärzten und Familie oder zur Beschleunigung des Abnehmens holen.

Für die Umsetzung haben sich die Betreiber folgenden Leitfaden ausgedacht:

„1. Du sollst unsichtbar werden. Dafür mußt Du dünner werden. Dünn zu sein ist wichtiger, als gesund zu sein.
2. Du sollst dünn sein; bist Du nicht dünn, so bist Du nicht gut.
3. Du sollst hungern, Abführmittel nehmen, Deine Haare kurz schneiden, Dir andere Kleider kaufen, alles, damit Du dünner aussiehst.
4. Du sollst nicht essen, ohne Dich schuldig zu fühlen.
5. Du sollst keine nahrhaften Dinge essen, ohne Dich anschließend zu bestrafen.
6. Du sollst Kalorien zählen und Deine Nahrungsaufnahme entsprechend reduzieren.
7. Du sollst Deine Waage als das wichtigste in Deinem Leben ehren.
8. Du sollst nicht zunehmen. Wer zunimmt, fällt auf.
9. Du sollst nie glauben, Du bist dünn genug.
10. Du sollst dünn sein und nicht essen. Dieses sind die wahren Zeichen von Willenskraft und Stärke“

So lautet ein Auszug aus den „10 Geboten“ für Pro-Ana-Anhänger, die die Mädchen in der Regel auswendig kennen und die strikt einzuhalten sind.

Die Betreiber sind mit allen Wassern gewaschen: Bilder bereits untergewichtiger Models werden überarbeitet und noch dünner gemacht, sollen zur Orientierung dienen. Zum Abschrecken sind Bilder von Fettleibigen auf den Pro-Ana-Seiten und Foren zu finden. Diese werden „Thinspirations“ oder „Fatspirations“ genannt.
Häufig ist es auch der Fall, dass die von den Krankheiten betroffenen sogar eigene Bilder zum gegenseitigen Vergleich hochgeladen.
Sehr beliebt sind neuerdings auch youtube-Videos mit „Thinspirations“ oder Pro-Ana-Parolen bei musikalischer Untermalung.

Diese Seiten stellen eine große Gefahr für alle jungen Mädchen dar, ob bereits krank oder noch gesund. Wer kann solche Inhalte mit ruhigem Gewissen auf so naive und unschuldige Kinder loslassen?

Quellen:

http://kleine-minifee.chapso.de/die-10-gebote-s618402.html
http://www.jugendschutz.net/pdf/bericht_pro-ana.pdf
http://pro-ana-pro-ich.chapso.de/

Branson mit Deutschem Medienpreis geehrt

geschrieben von in Medien und Politik, Nachrichten1 Kommentar »

Ganz seinem Image als Abenteurer entsprechend lässt sich Richard Branson auch von einem Kreuzbandriss nicht aufhalten und trotzt mit Krücken und einem als Heißluftballon getarnten Kran den Treppenstufen um seine Auszeichnung persönlich entgegenzunehmen. Der britische Milliardär und Gründer der „Virgin“-Firmengruppe erhielt am heutigen Abend in Baden-Baden, dem Sitz des Mediendienstleisters Media-Control, nach einer Laudatio von Bundesaußenminister Guido Westerwelle den Deutschen Medienpreis 2010. Seit 1992 verleiht Media Control diesen Preis an herausragende Persönlichkeiten. So reiht sich Branson nun unter anderem neben Nelson Mandela, dem Dalai Lama und Angela Merkel ein.

Die aus Chefredakteuren bestehende Jury bezeichnete Branson in ihrer Begründung als „unverbesserliche[n] Optimist, [der] sich und andere heraus[fordere], neue Wege im 21. Jahrhundert zu erkunden, um das Leben auf unserem Planeten besser, friedlicher und harmonischer zu gestalten“. Ähnlich große Lobesworte fand auch Westerwelle in seiner Laudatio und sagte über den 60-jährigen Ritter (Branson wurde in seiner Heimat England bereits zum Ritter geschlagen): „Wir brauchen Menschen, die das Undenkbare nicht nur denken, sondern auch machen.“

Branson hatte besonders durch sein Vorhaben, Weltraumtourismus in Zukunft zu ermöglichen, 2009 für Aufsehen gesorgt. Nach Angaben Bransons sei es bald soweit und er wolle noch in diesem Jahr die ersten Touristen ins All bringen.

Quellen:
http://www.focus.de/panorama/vermischtes/deutscher-medienpreis-auszeichnung-fuer-richard-branson_aid_593356.html
http://www.stern.de/wirtschaft/news/medienpreis-fuer-abenteurer-und-milliardaer-branson-1646395.html
http://www.bild.de/BILD/regional/stuttgart/dpa/2011/01/24/abenteurer-branson-erhaelt-deutschen-medienpreis.html

Entführungsdrama wegen „Himmlerbehörde“ – Hetzjagd gegen die Deutschen

geschrieben von in Medienkritik2 Kommentare »

Neun Monate sind bereits vergangen, seit Tobias Ritter seine beiden Kinder in München das letzte Mal gesehen hat.

Und das, obwohl ihm nach der Scheidung von seiner italienischen Frau das Sorgerecht für die beiden Jungen zugesprochen wurde. Doch dies ist genau das Problem: Seine Ex-Frau Marinella Colombo will die Entscheidung des Jugendamtes nicht akzeptieren. Bereits zum zweiten Mal hat sie die Kinder aus Deutschland entführen lassen und hält sie nun an einem unbekannten Ort in Italien vor dem Vater Ritter und den Deutschen Behörden fest. Als „Himmlerbehörde“ bezeichnet sie das deutsche Jungendamt, das einst von den Nazis gegründet wurde. Auch wenn die Erwähnung dieser Tatsache für den gesamten Rechtsstreit völlig belanglos ist und nur von den Fakten ablenken soll.

Mit ihrem „Schicksal“ ist sie an die Medien gegangen, und die stehen voll und ganz hinter ihr, saugen die Thematik geradezu genussvoll auf. Colombo wird buchstäblich als Opfer dargestellt, da ihr der Zugang zu ihren Kindern vom deutschen Jugendamt verweigert wird. Gleichzeitig feiert man sie als Mutter Courage, die so tapfer gegen die Ungerechtigkeiten der Deutschen ankämpft. In mehreren Talkshows ist sie bereits aufgetreten und versucht so das Mitleid der Öffentlichkeit zu gewinnen. Hierfür trägt zweifelsohne ebenfalls die Berichterstattung der Medien bei.

Auch wenn das internationale Recht auf Ritters Seite steht, bringt ihm dies momentan reichlich wenig – Marinella Colombo weigert sich weiterhin den Aufenthaltsort der Kinder zu nennen. Dabei scheint es ihr in erster Linie nicht um das Wohl der Kinder zu gehen, sondern um einen Rachefeldzug gegen ihren Ex-Mann. Denn die wahren Leidtragenden sind die Kinder.

http://monalisa.zdf.de/ZDFde/inhalt/0/0,1872,8132448,00.html

Ist Deutschland gewappnet für den Cyber-Krieg?

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„Der Polizist der Zukunft hat eine PC-Maus in der Hand“, so lautet das Fazit von Bundesinnenminister de Maizière und Dr. Eckart Werthebach bezüglich des Anfang Dezember herausgebrachten Berichts der Kommission „Evaluierung Sicherheitsbehörden“.

In der Zukunft solle das Bundeskriminalamt, die Bundespolizei und die Zollverwaltung enger kooperieren, sodass man durch die stärkere Zusammenarbeit mehr Sicherheit und weniger Parallelarbeiten habe. Um dies zu ermöglichen bedarf es allerdings einer Modernisierung, denn auch die Kriminalitätsformen werden immer moderner und komplexer.

Umso ironischer erscheint es, dass die Präsentation der Pläne über eine neue Sicherheitsarchitektur in Deutschland einen eher altmodischen Eindruck erweckt: Es werden gedruckte Informationsunterlagen verteilt, die meisten Journalisten machen ihre Notizen auf altbewährtem Schreibmaterial und nur das Vorhandensein vereinzelter Laptops erinnert an hochentwickelte Informationstechnik.

Aus dem Werthebach-Bericht geht hervor, dass im Vergleich zum Jahr 2009 die Fälle mit Computerbetrug, Datenklau und -fälschung oder Computersabotage um 33% angestiegen sind. In der Gesamtsumme handelt es sich um ca. 50.000 Vergehen. Hierbei ist die Dunkelziffer jedoch noch nicht inbegriffen – und die ist bei Computer-Kriminalität gewaltig.

Man kann sagen, dass die IT-Verbrecher im Wettlauf um Abwehr und Attacke einen großen Vorsprung vor den Behörden haben.Fakt ist, dass die Werthebach-Expertenkommission Deutschland im Falle eines Cyber-Kriegs schlecht gerüstet sieht.

Gründe dafür sind unter anderem unkoordiniertes Vorgehen, erschreckend magere Kenntnisse und eine nicht vorhandene Kooperation der Behörden.

Dr. Werthebach fordert als Abhilfe: „Wir brauchen den Computerpolizisten. […] Der Polizist der Zukunft hat eine PC-Maus in der Hand“. Künftig ermitteln also Computer-Kriminalisten und arbeiten an neuen Abwehrmechanismen gegen die Angriffe der IT-Verbrecher. Außerdem soll „die Ausbildung und Fortbildung der Mitarbeiter im Bereich der IT-Sicherheit […] an oberster Stelle [stehen]“, so Werthebach.

Am besten so schnell wie möglich, denn die Zeit drängt.

Quelle: http://www.stern.de/politik/deutschland/kampf-gegen-it-kriminalitaet-wir-brauchen-den-computerpolizisten-1632659.html

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