Markenidentifikation 2punktFace

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Am Anfang war es eine Seite für Studenten und wuchs mit den wenigen Jahren zum größten und einflussreichsten sozialen Netzwerk der Welt. Freunde online treffen, eigene Erfahrungen teilen und chatten – das machte die Facebook-Welt aus. Doch Anfang 2011 sieht die Sachlage ganz anders aus. Längst haben auch die Unternehmen das Medium zu Werbezwecken entdeckt. Soziale Netzwerke sind aus der heutigen Untrnehmenskommunikation kaum noch wegzudenken. Heute einen neuen Kapuzensweeter von Marke „xy“ gekauft. Cool! 5 Minuten später drücke ich den „gefällt mir“ Button auf Facebook. Doch warum? Ich will mich mit einer Marke identifizieren, anderen zeigen „hey die Marke „xy“ solltet ihr euch auch mal ansehen“. So werden meist unterbewusst bestehende Marken gehypt und auf der anderen Seite neue Marken als Trends angepriesen. Mir als Verbraucher bringt es keine Lorbeeren ein. Von Marke „xy“ bekomme ich auch kein Geld aber den Titel „Sozialer Werbeträger des Monats“ schreibe ich mir irgendwie trotzdem auf die Stirn. Facebook hat es geschafft, die Industrie der Endverbraucher neu zu erfinden.

Von Herstellerseite aus nun Fluch oder Segen? Die meisten Prozente darf gewiss die Segenseite verbuchen. Die Unternehmen finden eine kostenlose Plattform, mit der sie Millionen potentielle Kunden erreichen. Mit einem Klick bekennen sich die User zu einer Marke. Und was noch viel wichtiger ist – sie machen es netzöffentlich. Erzählen sie anderen wen sie gewählt haben? Nein – so etwas macht der Deutsche nicht. Aber Fan meiner Partei auf Facebook werden, das ist doch normal! Oder nicht? Im Netz der unbegrenzten Möglichkeiten gehen wir anscheinend ganz abnormale Wege, erkennen uns oft selbst nicht und schwimmen doch mit dem Strom. Genau das erwartet man doch von uns – und die Unternehmen freuen sich.

Quelle: http://www.wuv.de/nachrichten/digital/ranking_kinder_riegel_ist_beliebteste_marke_auf_facebook (15.02.2011)

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2 Kommentare zu “Markenidentifikation 2punktFace”

  1. s2ingerc sagt:

    Ob Banner-Werbung, e-mail-Werbung, Pop-up- oder Pop-unser-Werbung. Mich nervt diese ständige Überschüttung von Werbeanzeigen.
    Bei der Wahl von Werbepartnern sind Partner und Werbeinhalte aus folgenden Bereichen ausgeschlossen: Politik, Religion, Alkohol, Tabak, Glücksspiel, Erotik. Werbung muss als solche gekennzeichnet sein. Ich würde sagen, der Banner bei Facebook, indem man eine bestimmte Partei sympathisiert ist ein gelungenes Beispiel für ,,Schleichwerbung‘…

  2. s2sahall sagt:

    Leider wird man heutzutage von allen Seiten mit Werbung geradzu erschlagen, da ist der Sinn des „sozialen Netzwerkes“ irgendwie verkommen.
    Facebook nutze ich um mit Freunden in Kontakt zu bleiben und nicht um mich über die neuesten Produktentwicklungen zu informieren.
    Es wäre sicherlich eine tolle Möglichkeit für kleine Unternehmen die nur ein begrenztes Budget haben, sich einen Namen zu machen, dazu müsste Facebook allerdings gezielt selektieren wer auf der Seite werben darf und wer nicht.

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