Der 17. Oktober 2006 geht auf ungewöhnliche und neumodische Art und Weise in die Geschichte (Großbritanniens) ein. Bis zum 01. November können Briten als Teilnehmer in dem Weblog History matters – Pass it on ihre Erlebnisse, Gedanken und Gefühle vom 17. Oktober verschriftlichen – und so Teil einer außergewöhnlicher Bestandsaufnahme werden. Das Projekt wird organisiert vom “National Trust”, der britischen Gesellschaft zum Schutz des historischen Erbes.
Eine interessante Idee, wie ich finde, und durchaus ein Ansatz, für unsere Nachkommen eine aufschlussreiche Informationsquelle über heutige Gesellschaftsstrukturen und Lebensart zu bieten. Ich bezweifele allerdings die tatsächliche Aussagekraft der Posts, wenn ich an Beiträge wie “Heute fühle ich mich gut, zum Frühstück gabs Ham & Eggs, meine Lehrerin ist unfair und meine Schwester hat mich schon wieder geärgert” denke. Viel eher halte ich das Projekt für einen an das Volk gerichteten Denkanstoß, sich die Bedeutung eines scheinbar unbedeutenden Tages bewusst zu machen und gemeinsam dafür zu sorgen, dass er trotz seiner Belanglosigkeit in die Geschichte des Landes eingehen wird – dank Internet und Web 2.0.
3 Kommentare zu “History matters”
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24. October 2006 um 19:07
Die Idee ist gut, aber haben sich die Macher auch Gedanken gemacht, was passiert, wenn in 50 Jahren kein Rohling mehr lesbar ist und womöglich auch die meisten Festplatten aufgrund ihres Alters langsam zu Grunde gehen?
28. October 2006 um 16:13
Hört sich ja ganz interessant. Bin aber mal gespannt, wie viele Leute daran teilnehmen und ob es sich dann wirklich um einen Querschnitt der englischen Gesellschaft handelt?
28. October 2006 um 21:01
Es ist auch zu fragen, ob die Teilnahme weiterhin so rege sein wird, und es nicht nur eine Trenderscheinung bleibt, die dann wieder vom Bildschirm verschwindet. Dann nämlich wäre der History-Weblog schnell Geschichte;-)