Die seit 2005 exisitierende Studenten-Plattform StudiVZ.net boomt. Nach Angaben der Betreiber registrieren sich bis zu 10.000 Nutzer pro Tag – insgesamt zählt das Social-Network schon mehr als 500.000 Mitglieder.
Vor einiger Zeit wurde hier schon einmal darüber berichtet und darüber diskutiert, ob und wann mit den ersten Werbeschaltungen auf der Seite zu rechnen ist. Gestern greift auch Spiegel.de das Thema auf und klärt einige bislang offen gebliebene Fragen.
So erfährt man endlich, wie StudiVZ.net bisher finanziert wurde: Die Brüder Samwer, Gründer des Klingeltonanbieters Jamba, finanzieren das Büro mit den mittlerweile 32 Mitarbeitern und einem eigenen PR-Berater – und hoffen auf das große Geld in naher Zukunft. Der Zugang zur Plattform soll für die Nutzer nach wie vor kostenlos bleiben, die Kostendeckung durch Werbung ist allerdings (natürlich) schon in Planung. Die Manipulation des Kaufverhaltens soll allerdings subtil stattfinden – die Betreiber möchten keine Klingeltöne anpreisen oder Pop-Ups in die Seiten einbauen.
Der erste Versuch der geplanten subtilen Werbung fand bereits statt: Gründer der Plattform Ehssan Dariani stellte ein Telegramm auf die Startseite aller Nutzer, in dem ihnen empfahl, Mitglied einer Gruppe zum neuen Album der Band Juli zu werden. Auf den Seiten der amerikanischen Vorbilder des StudiVZ.net wie z.B. Facebook.com funktioniert diese Werbestrategie schon länger. Werbekunden der Plattform betreiben ihre eigenen Gruppen, ihre Mitglieder verkünden der Welt, wie sie toll die Marke / das Produkt finden und werden so zu bürgerlichen Testimonials.
3 Kommentare zu “StudiVZ.net gewinnt an Popularität”
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24. October 2006 um 18:42
Die erst kürzlich umgestellte Netzwerk-Technik ist diesem Ansturm von neuen Usern offenbar nicht gewachsen – die Seite ist momentan mal wieder nicht verfügbar. Ob mit oder ohne (subtiler) Werbeanzeigen – das ist ärgerlich!
25. October 2006 um 17:38
Dem kann ich mich nur anschließen, da haben Gründer wohl nicht mit so einem Ansturm gerechnet, aber das mit der Technik wird schon klappen… die Frage ist nur wann.
Ich persönlich finde die Seite super toll (wenn sie nicht gerade hängt) und bin dankbar für diese Möglichkeit der Kommunikation. Da die Seite sich finanzieren muss, sehe ich auch ein, dass Werbung nötig ist. Die gewählte Form der Unterbreitung der Werbebotschaften finde ich auch erträglich. Wesentlich weniger ätzend, als wenn dir der nächste verrückte Frosch, kleiner Kücken oder besoffener Elch auf dem pop-Up vor den Augen rumtanzt.
Die Botschaften sind dezent und niemand ist gezwungen irgendwelchen Gruppen beizutreten.
Also, bist du schon drin?!
28. October 2006 um 20:27
Warum sollte man subtile Werbung in Form solcher Gruppeneinladungen denn angenehmer finden als Pop-Ups? Ob ich nun den kleinen Pop-Up mal eben wegklicken muss, oder ob ich eine neue Gruppeneinladung auf meiner Startseite durch einen Klick auf das Feld “ausblenden” entferne, das macht doch letztlich keinen großen Unterschied.
Welcher Werbungstyp gewählt wird, ist mir egal, hauptsache die Seite ist dauerhaft erreichbar und legt wieder an Geschwindigkeit zu!