Der direkte Draht zu den OB-Kandidaten

geschrieben von Daniel Reichard in Allgemeines, Internet und Politik, WeblogsKommentar schreiben

Der Wahlkampf für die Oberbürgermeisterwahl 2006 in Trier geht in die heiße Phase. In diesem Zusammenhang entdecken die OB-Kandidaten Klaus Jensen und Ulrich Holkenbrink die Möglichkeit der Kommunikation mit den Wählern via Weblogs. In Zusammenarbeit mit dem Trierischen Volksfreund (TV) und dessen Internetauftritt intrinet.de stehen die beiden Konkurrenten den Usern in ihren eigens für die Wahl eingerichteten Weblogs bereits seit zwei Wochen Rede und Antwort.
Die Möglichkeit den Kandidaten so auf den Zahn fühlen zu können wird von den Lesern des TV sehr gut an- und wahrgenommen, können die sogenannten „OBlogs“ doch bereits 4622 Zugriffe verbuchen, wie in der Wochenendausgabe des Volksfreunds zu lesen ist.
Interessant an den Weblogs zur Oberbürgermeisterwahl ist sicherlich, zu sehen welcher der Kandidaten sich in bezug auf die Fragen der Blogger in seinen Aussagen klar festlegt und wer mit welcher Sorgfalt und Häufigkeit auf die Anliegen der potentiellen Wähler eingeht.
Die, zugegebenermaßen etwas einfach (böse Zungen könnten behaupten langweilig) gestalteten, „OBlogs“ finden sich unter http://jensen.blog.intrinet.de (Kandidat Klaus Jensen) und http://holkenbrink.blog.intrinet.de/ (Kandidat Ulrich Holkenbrink). Bis es am 24. September an die Wahlurnen geht, wird es in den Kandidaten-Weblogs also noch die ein oder andere interessante und vielleicht auch hitzige Debatte geben.

 

Quelle: TRIERISCHER VOLKSFREUND 2006: Weblogs zur OB-Wahl: Blogger bohren nach. Nr.150/1.7/2.7.2006. S11.

6 Kommentare zu “Der direkte Draht zu den OB-Kandidaten”

  1. Marcel Piest sagt:

    Irgendwie habe ich eine Abneigung zu Politikerweblogs. Es mag vielleicht daran liegen, dass sie nach den Wahlen meist genauso schnell verschwinden, wie sie vor der Wahl aufgetaucht sind. Ausnahmen bestätigen auch hier mal wieder die Regel. Der Weblog ist nur ein weiteres Instrument der Wahlkampfstrategie. Sicherlich ist es gut, dass der Wähler auf einfachem Weg die Möglichkeit hat mit dem Politiker in Kontakt zu treten, Fragen zu stellen und diese auch meist in kürzester Zeit beantwortet zu bekommen. So richtig Sinn würde so ein Weblog dann machen, wenn dies nach der Wahl dann auch noch so wäre.

  2. Yvonne Koch sagt:

    Ich finde, dass Politikerweblogs prinzipiell eine ganz gute Idee sind. Der Wähler kann mit dem Politiker in Kontakt treten und seine Fragen stellen oder Anliegen vorbringen. Das ist in einem persönlichen Gespräch nur selten möglich.
    Aber ich stimme Marcel zu, dass diese Weblogs nur dann sinnvoll sind, wenn man sie auch noch nach der Wahl nutzen kann.

  3. frit3303 sagt:

    Meiner Meinung nach ist ein Politikweblog für eine Oberbrügermeisterwahl eine wirklich gute und auch effektive Möglichkeit für die Bürger schnell Antworten zu erhalten. Weitere Vorteile wurden bereits angesprochen.
    Ich möchte aber noch hinzufügen, dass ich Zweifel habe, ob dieses Angebot, trotz der positiven Resonanz des TV-Weblogs, von den Trierern starkt genutzt wird. Natürlich wird es vereinzelte Fragen geben, jedoch wird es wohl großen Anklang bei Fragestellungen über politische Themen nicht geben.
    Aber wer weiß, vielleicht werde ich auch im Laufe der noch anstehenden heißen Wahlkampfphase überrascht von hitzigen Debatten in Trierer Weblogs.

  4. MichaelBraecher sagt:

    …also rein quanitativ liegt Herr Jensen auf den ersten Blick vorne: Vier neue Beiträge hat er seit Mitte des letzten Monats veröffentlicht – immerhin 100% mehr als die Konkurrenz. Allerdings sind beide Kandidaten in den Kommentaren überraschend aktiv – wobei Herr Jensen offensichtlich über mehr “Zeitbudget” verfügt als sein Konkurrent. In dessen Kommentaren kämpfen dafür die Wähler gegeneinander, um ihren Wunschkandidaten zu verteidigen. Für mich sieht das tatsächlich nach lebhafter Online-Kommunikation aus, wenn auch stellenweise mit ausgeprägter Polemik.

    Trotzdem bin ich optimistisch: Sinnvoll sind die Blogs auch jetzt, vor der Wahl. Thematische Diskussionen direkt mit den Wählern, wie man sie im Moment vor allem im Jensen-Blog sehen kann, sind im politischen Alltagsgeschäft ja eher zur Seltenheit geworden. Da könnten sich die Blogs tatsächlich als “heißer Draht” entpuppen…

  5. Manuela Ohs sagt:

    Ich finde den Weblog an sich eine gute Sache. Besonders in der Regionalpolitik können hier offene Fragen geklärt werden, die den Bürger auch direkt betreffen. Trotz vieler Wahlkampftermine haben die meisten Bürger schließlich nicht die Chance mit einem der beiden Kandidaten ein Gespräch zu führen. Da bietet der Weblog doch eine gute Gelegenheit endlich die Fragen los zu werden, die man vorher nicht stellen konnte. Ich glaube, dass hiermit ein guter Weg gefunden wurde, politische Informationen ohne Umwege vom Kandidaten zu den Wählern zu transportieren.

    Natürlich wäre es sinnvoll auch nach der Wahl einen Weblog für die Bürger einzurichten. Wenn der Erfolg des “OBlogs” allerdings so groß ist wie das der TV beschreibt, dann werden bestimmt noch weitere Überlegungen, unter Umständen sogar Handlungen folgen.

  6. Marcel Piest sagt:

    Als Anmerkung zum “Zeitbudget” der Kandidaten. Aus eigener Erfahrung aus anderen Wahlkämpfen weiß ich, dass es auch einfach an der Anzahl und der Aufmerksamkeit der (Wahlkampf-)Mitarbeiter liegen kann. Nicht jede Antwort im Weblog muss zwingend vom Kandidaten eigenhändig geschrieben werden ;-)

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