brauchen wir das wirklich?
geschrieben von Annika in Internet, Zukunft des InternetKommentar schreibenUm die Navigation im Internet zu erleichtern (und den Umweg über Google zu ersparen) plant die Internetverwaltung ICANN den Verkauf sogenannter Top Level Domains (TLDs). Damit wären künftig auch ganze Wörter (wie etwa Produkt- oder Städtenamen) hinter dem Punkt erlaubt, z.b. „hotels.berlin“.
Neben der Hauptstadt zeigte auch der Kamerahersteller Canon Interesse an einer eigenen TDL, da man sich so auf eine unkomplizierte Weise im Netz darstellen könne.
Experten versprechen einen weiteren Vorteil: mehr Sicherheit. Würde sich etwa ein Kreditinstitut die Endung „.bank“ bei ICANN registrieren, so könnte diese nicht mehr von unautorisierten Anbietern genutzt werden und der Kunde kann sicher sein, dass er nicht auf einer gefälschten Homepage ist.
Dass sich bisher trotzdem nicht viele Unternehmen dafür begeistern lassen konnten ist angesichts der Kosten jedoch wenig verwunderlich. «Wer eine eigene Domain-Endung besitzt, übernimmt die kompletten Aufgaben eines Internetunternehmens», sagt August-Wilhelm Scheer, Präsident des Branchenverbandes Bitkom. Das sind allein für Technik, Rechtsberatung und Aufbau des Projektmanagements mehr als eine halbe Million Euro. Dazu kommen jährlich etwa 200000 dazu, schätzt er.
Das Bewerbungsverfahren um die TDLs soll Ende des Jahres beginnen. Und dann wird sich entscheiden ob unsere Hauptstadt die Berlin-Domain bekommt – oder eine der 38 anderen Berlins weltweit, 31 davon übrigens in den USA.
Quelle: Ostsee-Zeitung vom 23.04.2010
Ein Kommentar zu “brauchen wir das wirklich?”
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23. April 2010 um 17:26
Also ich denke, dass so etwas kein Mensch braucht. Das ist einfach eine neue Geschäftsidee, um Geld zu machen. Kaum sind Zahlenkombinationen zugelassen und die begehrtesten verkauft, wird die nächste Kuh gesucht, die man melken kann.