Die “Junge Welt” – Medienbeobachtung

geschrieben von manu4201 in Allgemeines, PrintmedienKommentar schreiben

Die Junge Welt ist eine marxistische Tageszeitung, die sich selbst als Teil einer linken, unabhängigen Gegenöffentlichkeit versteht.

Sie wurde am 12. Februar 1947 in der damaligen sowjetischen Besatzungszone gegründet und erschien zunächst wöchentlich, ab 1952 täglich. Die Zeitung war Organ des Zentralrates der Freien Deutschen Jugend und war noch vor dem SED-Zentralorgan ?Neues Deutschland? die auflagenstärkste Tageszeitung der DDR.

Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde die Junge Welt privatisiert.

Heute erreicht die Zeitung nach eigenen Angaben etwa 50 000 Leser. Seit 2006 ist die gesamte Ausgabe im Internet kostenfrei erhältlich. Auf der Internetseite werden im Monat durchschnittlich etwa 3,4 Millionen Seitenaufrufe gezählt.

Der Verfassungsschutz des Bundes beobachtet die Junge Welt, da diese als ?ein bedeutendes Printmedium im linksextremistischen Bereich? betrachtet wird. Sie pflege eine ?traditionskommunistische Ausrichtung und propagiert die Errichtung einer sozialistischen Gesellschaft? . Darüber hinaus könne ein Großteil der Autoren dem ?linksextremistischen Spektrum? zugeordnet werden.

Es wird beispielsweise die Berichterstattung über Guerilla- und Terrororganisationen , wie der FARC oder der ETA ,angeprangert. Diese würden wohlwollend behandelt, oder gar als ?Befreiungsbewegungen? angesehen werden.

Die Junge Welt selbst sieht ihren Schwerpunkt in der Kritik des Neoliberalismus, der Bekämpfung des Neofaschismus, Antisemitismus und Fremdenhasses, sowie einer differenzierten Behandlung der DDR. Innenpolitisch werden vor allem sozialpolitische Themen wie die Reformpolitik, Sozialabbau oder Arbeitskämpfe angesprochen, in der Außenpolitik überwiegt der antiimperialistische Ansatz.

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