“Gottes Werk und Googles Beitrag”

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Die fundamentale Krise der Verlage ist ja in den letzten Zeit heftig diskutiert worden. Die Verleger pochen auf das “Leistungsschutzrecht”, welches im Koalitionsvertrag eingebunden ist, Bernd Neumann appellierte in diesem Zusammenhang anlässlich des 60. Gründungsjubiläums des DJV an den Berufsethos der  ”(…) Objektivität, Unbestechlichkeit, Seriosität und Gründlichkeit der Recherche, die Achtung der Menschenwürde, aber auch die Trennung von redaktionellem Text und Anzeigen(…)”

Unter der Headline “Gottes Werk und Googles Beitrag” diskutieren morgen (20.01) Dr. Eva-Maria Schnurr (Freie Journalistin, Hamburg), Dr. Till Jaeger (Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, Berlin), Christoph Keese (Head of Public Affairs, Axel Springer AG, Berlin), Malte Spitz (Bundesvorstand Bündnis 90/Die Grünen, Berlin) im Saal der Heinrich-Böll Stiftung in Berlin über mögliche Lösungen aus der Krise. Das Gespräch wird live ab 19.00 Uhr im Internet auf www.boell.de und www.carta.info übertragen.

Ich finde die gewählte Überschrift in diesem Zusammenhang sehr interessant. Google als Synonym für den Teufel zu verwenden (wir erinnern uns an John Irvings oskarprämierten Film: “Gottes Werk und Teufels Beitrag”) kann man als verbale Ohrfeige deuten. Eine symbolische Dichotomie von Gut gegen Böse. Gutenberg, der einst mühsam die erste Bibel druckte gegen das Unternehmen Google, welches mittlerweile den Markt mit 85% beherrscht. Die Grundstimmung des Gesprächs ist somit -auch anhand der ausgewählten Gesprächspartner aus der Medienbranche- erahnbar und könnte sich äußerst provokant gestalten. Wie konstruktiv es wird, bleibt abzuwarten.

http://www.boell.de/calendar/VA-viewevt-de.aspx?evtid=7420

http://www.bundesregierung.de/nn_774/Content/DE/Rede/2009/11/2009-11-08-neumann-djv.html

Ein Kommentar zu ““Gottes Werk und Googles Beitrag””

  1. Latent unter Beobachtung ODER Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast bei FrischGezwitschert sagt:

    [...] voran Google ? profitieren. Ich halte es auch gar nicht für sinnvoll, sie zu verteufeln (vgl. weblog.medienwissenschaft.de). Angst- und Panikmache ist nichts anderes als PR ? und die funktioniert immer noch am besten [...]

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