Blogger verhaftet wegen Gerüchteverbreitung

geschrieben von s2cacald in AllgemeinesKommentar schreiben

Der 22-jährige russische Medizinstudent Iwan Peregorodiev wurde am 3. Dezember verhaftet, weil er angeblich “falsche Informationen mit Bezug auf einen terroristischen Akt” im Internet verbreitet hat.

Es kamen Gerüchte auf, dass in der Stadt Saratov die Lungenpest ausgebrochen sein, wobei ein Forschungsinstitut der Stadt in Verdacht geriet daran Schuld zu sein, da dort gerade an diesen Erregern geforscht würde. Dies ist nicht undenkbar, denn in der Sowietunion wurde mit diesen Viren für biologische Waffe experimentiert.

Es kam deswegen zu öffentlichem Aufruhr, der Gouverneur brach extra eine Reise in Weissrusslend ab, um sich darum zu kümmern.
Die Regierung dementierte die Gerüchte.

Peregorodiev glaubte dennoch weiter daran und tat dies auch im Internet kund.

Jetzt wurde er verhaftet.

Auch Journalisten, die der Regierung nicht ins Konzept passen, müssen in Russland mit  Bedrohung und Verhaftung und offenbar noch Schlimmerem rechnen. Wenn man den “Reportern ohne Grenzen”  glaubt, wurden allein in diesem Jahr schon 3 russische Journalisten ermordet!!

Blogger waren bis vorgestern davon verschont geblieben.

Was ist das nur für eine kranke Staatsobrigkeit, die junge Leute verhaften lässt, weil sie im Internet ihre Meinung sagen?

Man kann nur hoffen, dass die Regierung an dem jungen Mann kein Exempel statuieren will

Quellen:

http://www.gulli.com/news/blogger-verhaftung-wegen-schweinegrippe-ger-chten-2009-12-05

Ein Kommentar zu “Blogger verhaftet wegen Gerüchteverbreitung”

  1. s2thhenn sagt:

    Hierzu erinnere ich an den Eurovision Song Contest 2009 in Moskau. Geplant war eine friedliche Demonstration für die Achtung der Rechte Homosexueller, da diese mit den anwesenden Medien auf ihre Unterdrückung aufmerksam machen wollten. Menschenrechtsaktivisten, Demonstranten und Menschen, die sich für Interviews bereit erklärt hatten wurden festgenommen. Und auch Journalisten, die von den Vorfällen berichten wollten, wurde eine Verhaftung angedroht und die Polizei hat sie mit Gewalt vertrieben.
    Was das uns auch diesen Beitrag über den Medizinstudenten angeht scheint Russland keinen Wert auf Meinungs- und Pressefreiheit zu legen.

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