Heinzes fiktive Drehbücher

geschrieben von bart2c01 in AllgemeinesKommentar schreiben

“Wenn ich also jemanden nicht mehr leiden kann, dann ereilt ihn oft ein böses Schicksal”, so ein Zitat der Ex-Leiterin des Fernsehspielfilm-Ressorts beim Norddeutschen Rundfunk.
Nun ereilt Doris Heinze selbst ein böses Schicksal, weil sie ihr Arbeitsgeber ganz und gar nicht mehr leiden kann. Die öffentlich-rechtliche Anstalt erteilte ihrer leitenden Angestellten die fristlose Kündigung wegen Vetternwirtschaft und des Verdachts auf Betrug. Die Süddeutsche Zeitung deckte das krimireife ?Geschäftsmodell? von Heinze und ihrem Mann (Autor) auf und brachte damit die internen Untersuchungen des NRD zum rollen. Jahrelang missbrauchte Heinze ihre Position, um statt im Sinne des Rundfunksstaatsvertrags unabhängig und nach rein fachlichen Kriterien Autoren für Produktionen wie den ?Tatort? oder ?Polizeiruf 110? zu beauftragen, ihrem Mann ? der unter einem Decknamen agierte ? einen Großteil der profitablen Engagements ?zuzustecken?.
Zusätzlich zu dieser Kungelei steht Heinze unter Verdacht, den NRD durch Zahlungen für fiktive Drehbücher ? also nie geschriebenen Filmvorlagen ? betrogen zu haben. Neben ihrem Mann sind auch zwei Mitarbeiterinnen zweier deutscher Mediaagenturen, darunter die Münchner AllMedia Pictures GmbH in die Affäre involviert.
Dieser neuerliche Skandal könnte eine Debatte über ein besseres Controlling-System der gebührenfinanzierten Geschäfte öffentlich-rechtlicher Anstalten auslösen.

Quellen: Horizont.de, SZ.de

5 Kommentare zu “Heinzes fiktive Drehbücher”

  1. moer2201 sagt:

    Das muss dann wohl auch der Grund dafür sein,
    warum manche Tatorte im Gegensatz zu Anderen so unglaublich langweilig sind !
    Wenn der NDR aber wirklich fiktive Drehbücher bezahlt hat,
    dann wäre das Controlling wirklich in Frage zu stellen.
    Die Betrüger müssten ja auch dann gewusst haben,
    wie und wo es was zu holen gibt und so sind ihnen jedenfalls die Schwachstellen im Controlling-System sicher bestens bekannt gewesen.
    Ob ihnen das bei einem privaten Sender gelungen wäre ?

  2. tcw sagt:

    Ich weiß, dass das kleinkariert sein mag, aber Norddeutscher Rundfunk wird mit NDR abgekürzt, nicht NRD. Ein Tippfehler ist das wohl auch kaum, da der Fehler zwei Mal passiert ist.

    Darüber hinaus kann ich mir nicht vorstellen, dass sowas ohne Insiderwissen hätte passieren können. Ergo ja, ich denke, dass es auch bei einem Privatsender hätte passieren können, da dort genau so ein Insider Schwachstellen ausfindig machen könnte.

  3. bart2c01 sagt:

    Das ist kleinkariert; denn bei vielen Posts gibt es diese Tippfehler deswegen nicht, weil sie reinkopiert wurden und zusätzlich irrelevante Tickernachrichten sind.

  4. tcw sagt:

    Also sind Tippfehler das Mittel, an dem Eigenarbeit bewiesen wird? Beeindruckend. Falsch bleibt trotzdem falsch. Bei vielen Beiträgen gibt es auch deswegen keine Tippfehler, weil sie vor dem Abschicken nochmal korrektur gelesen werden.

  5. bart2c01 sagt:

    Danke für dieses zynische Kommentar. Bisher war ich hier im Blog kritische inhaltiche Kommentare mit Netiquette gewöhnt und kein oberlehrermäßiges Belehren und Freuen über das Finden von Formalfehlern.
    Aber begraben wir das Beil und hoffen vielmehr darauf, dass der NDR nun bessere Drehbücher einkauft…

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