Zahlt endlich!
geschrieben von j_salm in Allgemeines, Internet, Medienwandel, Zukunft des InternetKommentar schreibenRupert Murdoch sagt: Die Zeiten des freien Internets sind vorbei! Ob er da recht hat? Paid Content mag bei Wirtschaftstiteln funktionieren, weil man mit den „exklusiven“ oder „hochwertigen“ Informationen direkt Geld verdienen kann – wir erinnern uns an die Erfolgsgeschichte von Reuters. Aber bei anderen Inhalten?
Die Denver Post fragte ihre Leser ob sie für Online-News bezahlen würden. Die Antwort scheint eindeutig:
- 3% sagten “Ja”
- 86% “Nein”
- 11% “Kommt auf den Preis an”
Aber mal ehrlich: Wer würde denn schon zugeben, dass er für etwas, das bislang kostenlos verfügbar ist, tatsächlich bezahlen würde? Und das noch bei einer Umfrage der täglich (?) genutzten Lokalzeitung.
Im Nieman Journalism Lab stellt Tim Windsor die Frage: Wie schafft man es, für etwas das frei verfügbar ist, ein solches Verlangen zu generieren, dass man dafür zahlt? Windsor zieht dabei den Vergleich mit Mineralwasser in Flaschen: Man bezahle bereitwillig für etwas, das nahezu überall kostenlos verfügbar ist.
Einen Punkt vergisst Windsor allerdings: Man bezahlt für eine Flasche Wasser, weil man sie in die Tasche stecken kann und auch dort komfortabel etwas trinken kann, wo es keinen Wasseranschluss gibt. Diese Schwelle müssen die Online-News meiner Meinung nach erst noch nehmen. Mit einem tragbaren Gerät, das mir überall die Möglichkeit gibt, mich unabhängig zu informieren und gleichzeitig den Komfort bietet, den ich von einer Zeitung gewohnt bin — kein Mäusekino auf dem Handy-Display.
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