Im aktuellen “stadtmagazin trier” ist Gewalt das einleitende Thema. Wir alle lernen durch das Fernsehen. Sei es durch wissensvermittelnde Shows à la Galileo oder die Sesamstraße. Auch und vor allem Kinder sind sehr beeinflussbar – gerade bei Gewaltfilmen. Denn wer Gewalt sieht, der lernt Gewalt, so steht es jedenfalls geschrieben. Aber wann sollen Kinder in den Genuss von solchen Gewaltfilmen kommen?! Eine Statistik belegt angeblich, dass um 22Uhr immernch 800.000 Kinder im Kindergartenalter vor der Glotze sitzen. Um 23Uhr sind es immernoch 200.000 Kiddies und um Mitternacht an die 50.000!!! Keine Ahnung, ob die sich dann das Programm gemeinsam mit den Eltern ansehen oder selber schon einen Fernseher im Zimmer haben! Gemeinhin wird auch festgehalten, dass Cartoon- und Comikfilme genauso effektiv in der Vermittlung von Gewalttaten sind, wie eine direkte Vormache!
Da fragt man sich doch wirklich, wo das alles noch hinführen soll?! Falls es denn überhaupt einen so großen Einfluss hat, dass es irgendwo hinführt?!
5 Kommentare zu “Kinder und Gewalt im TV”
Kommentar schreiben
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können.
28. February 2006 um 23:38
Den Lernfaktor von Galileo zweifle ich in letzter Zeit ein wenig an – nein, halt, seit heute weiß ich deswegen ja, dass es Trüffel gibt, die nur einen Tag haltbar sind. Unpraktisch für die Allgemeinbildung, aber nettes Partywissen.
Ich habe den Artikel zwar nicht vor mir, aber so dargestellt erscheint er einfach nur lächerlich. Eltern, die nicht fähig sind, ein Kind unter 6 um 23Uhr vom Fernseher wegzuholen, sind ja selbst schon TV-reif – Die Supernanny, XXII. Staffel.
“Gemeinhin wird auch festgehalten, dass Cartoon- und Comikfilme genauso effektiv in der Vermittlung von Gewalttaten sind, wie eine direkte Vormache!” Selten so gelacht. Ooooooh, die Studie würde ich gern mal sehen bzw. ihren Umfang. Hört sich für mich nämlich ziemlich schwierig an, viele Kinder zu finden, die rote gezeichnete Farbe sofort mit der Realität gleichsetzen. Zumal in Animationen, die auch im deutschen Fernsehen leicht zugänglich sind, wohl kaum im normalen Leben umsetzbare Gewalt gezeigt wird. (Gegenbeispiele? Her damit, ich sammle!)
Man verzeihe mir meinen Sarkasmus.
1. March 2006 um 14:23
Es liegt einzig und allein in der Hand der Eltern, zu entscheiden, was ihre Kinder konsumieren und was nicht. Eine totale Kontrolle ist natürlich auch für die besten Eltern ein Fall der Unmöglichkeit. Aber die das Fernsehen muss eben nicht allein verantwortlich für die Kinder sein, da das Programm eben ausschliesslich für Erwachsene ist. Das Kinderprogramm gibt es auf KIKA.
.
Vielleciht ändert sich das Ganze in der digitalen Zukunft, wenn man als TV-User erst einmal ein Kennwort für ein bestimmtes TV-Programm eingeben muss.
Technik kann auch sinnvoll sein
3. March 2006 um 15:12
ab einem gewissen punkt, liegt die verantwortung meiner meinung nach voll und ganz bei den erziehungsberechtigten. es kann nicht als entschuldigung gelten, dass das “fernsehen” es ja zeigt und man nichts dagegen tun kann. der bewusste umgang mit dem fernsehen sollte von anfang an ein wichtiger teil der erziehung sein.
6. March 2006 um 11:33
ich denke auch, dass es allein an den Eltern liegt, was ihre Kinder im Fernsehen sehen. -Und egal was es sich ansieht um 23 Uhr sollte kein Kind mehr vor der Glotze sitzen. Wenn ich mir mal einen Comic ansehe, habe ich auch das Gefühl, dass darin sehr viel Gewalt vorkommt (siehe Tom und Jerry) aber ich denke dass diese Comics Kinder nicht zu Gewalttätern machen, denn sie sind ja eher unrealistisch udn werden von Kindern nciht auf das reale Leben übertragen. Ich habe auf jeden Fall noch nie gehört, dass ein Kind gewalttätig geworden ist, weil es zu viel Tom und Jerry gesehen hat.
8. March 2008 um 10:01
[...] etwas wichtiges unterschlagen: > Wenn Kinder viel vor dem Fernseher (und damit auch vor mehr > “Gewaltfilmen” als ihre Altersgenossen) hocken heisst das meist das > sich die Eltern nicht wirklich um ihre [...]