Feb 03
RTL-Chef mag das Dschungelcamp
geschrieben von Christian Palm in Fernsehen, QualitätKommentar schreibenIn einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) sagte Gerhard Zeiler, er habe “80 Prozent” der letzten Staffel gesehen und hält das Format naturgemäß für gute Unterhaltung. Die Logik, die dahinter steht: Qualität ist, was Quote bringt. Zudem freute sich Zeiler, dass das Dschungelcamp Einzug in die Feuilletons gehalten habe.
Es spricht also nichts dagegen, dass es weitere Staffeln der Sendung geben wird. Dafür aber umso mehr: “Der Zuschauer ist ein Gewohnheitstier”, so Zeiler.
3. Februar 2009 um 20:36
Naja, durch die Ausstrahlung des Duschungelcamps sind die “Promis” ja wieder in den Medien und geraten nicht in Vergessenheit, denn das ist meiner Meinung nach der Hauptgrund warum diese da mitmachen. Und RTL ist dadurch auch immer dabei, auch wenn das vielleicht nicht umbedingt ein positives Licht auf den Sender wirft.
Im übrigen spricht die Aussage “der Mensch ist ein Gewohnheitstier” ja wohl für sich … Was soll man dazu noch sagen?
3. Februar 2009 um 20:59
Meine Güte!
Diese ständigen Qualitätsdebatten… wer entscheidet, was qualitativ wertvoll ist?
Ihr seid doch alle nicht gezwungen worden, es Euch anzuschauen!
RTL verdient jede Menge Geld damit, wir alle haben einen “Schandfleck”, über den wir uns aufregen können, die Teilnehmer sind ebenfalls in der Presse. Ist doch alles gut!
Wie bei Porno-Filmen: keiner schaut sie sich an, aber sie haben die höchsten Umsätze…
3. Februar 2009 um 22:02
Ich für meinen Teil habe die Sendung weder angeschaut noch mich drüber aufgeregt. In der Hitliste der umsatzstärksten Filme vermisse ich übrigens die angesprochenen Porno-Filme. So viel zur Qualität und Sachlichkeit des letzten Kommentars.
3. Februar 2009 um 22:30
Mich erinnert das ganze irgendwie an Tutti Frutti. Angeblich hat es nie jemand geschaut, aber jeder hat darüber gesprochen. Und die Einschlatquoten sagen auch anderes. Ich mag die Sendung nicht und hab sie mir deswegen auch nicht angeschaut. Aber so lange es geldgeile E-Promis gibt, wird RTL ihnen wohl eine Plattform bieten, um Känguruh-Hoden vor laufenden Kameras zu verzehren.
4. Februar 2009 um 15:21
Lieber kowa1301,
wer sich (wissenschaftlich) mit Medien beschäftigt, kommt nicht umhin, über deren Qualität zu debattieren. Qualitätskriterien lassen sich sehr wohl benennen und unter Umständen auch diskutieren – wer das nicht erkennt, rezipiert Medien wohl nicht sonderlich reflektiert.