Krise im Blätterwald: Axt oder Aufforstung

geschrieben von klin2401 in AllgemeinesKommentar schreiben

Die Schnelllebigkeit des Zeitschriftenmarkts ist ein heißes Thema dieser Tage und fordert vielerlei gedruckte Opfer. Neben den hier genannten Magazinen verschwindet auch das erst im Mai gestartete Adel heute der Verlagsgruppe Klambt vom Markt (das nur wenig ältere Parallelblatt Adel aktuell bleibt uns noch erhalten), von den bisher regelmäßig erscheinenden Zeitschriften Celibrity (MVG) und Glamour (Condé Nast) wird es nur noch “Schwerpunktausgaben” geben (journalist 12/2008, S. 7).
Gleichzeitig rollt die Gegenbewegung heran: es tauchen neue Magazine für Lohas oder für junge Familien auf, der SPIEGEL stellt sich den Zeiten der Krise und der Axel Springer Verlag gibt ein gutes Vorbild ab. Das Starmagazin Ok! gebiert den Gelegenheitsableger Ok! Style und Jounalistikstudenten der Uni Dortmund produzieren mit Hilfe der WAZ-Gruppe gar kostenlose Pflichtlektüre (journalist 12/2008, S. 7).

Sparmaßnahmen oder Geldausgeben, zwei Antworten auf ein Problem. Man reagiert – auf die Wirtschaftskrise, die Medienkrise, die schlechten Aussichten und schlimmen Prognosen. Von 0,7 bis 8, die Prozentzahlen für die Werbeeinahmen werden immer größer, und zwar in den negativen Bereich. Robin Meyer-Lucht versucht eine Prognose für das Jahr 2009, und die sieht nicht rosig aus.

Bleibt die Frage, wie dieser Krise nun zu begegnen ist. Not macht ja angeblich erfinderisch. Im Moment bringt sie jedenfalls Bewegung in den Zeitschriftenmarkt.

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