Kein Internet, keine Ahnung?

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Ein die ganze Welt umspannendes Netz, das alle, die daran teilhaben wollen, verbindet, eine beinahe grenzenlose Informations- und Kommunikationsinfrastruktur zur Verfügung stellt und man braucht dafür nur ein kleines Gerät, das sogar in eine Hosentasche passt?

Das Internet muss vor 50 Jahren noch wie Science-Fiktion geklungen haben und doch ist es heute schon fester Bestandteil in unserem Alltag. Laut einer Studie des DIVSI können sich 61 % der Deutschen ein Leben ohne Internet nicht mehr vorstellen und ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich auch nicht.

Nach dem Aufwachen gilt bei über einem Drittel der deutschen Smartphonenutzern innerhalb der ersten 15 Minuten ein Blick auf das Gerät, bei den unter 25 jährigen ist die Zahl weitaus höher. Man checkt erstmal die E-Mails, Whats-App Nachrichten und sieht auch schon Pop-Ups von den wichtigsten News. In den acht Stunden Schlaf war man schließlich nicht erreichbar und kann so einiges verpasst haben. Auch im weiteren Tagesablauf ist das Internet präsent:

Nachdem man sich schnell auf den neusten Stand gebracht hat, hört man beim Zähneputzen seine Lieblingslieder auf Spotify oder ähnlichen Funktionen und muss dann auch schon los zur Arbeit, Uni oder Schule.
Den schnellsten Weg lässt man sich von Google Maps berechen und lässt sich navigieren oder fragt auf der passenden App ab, wann das nächste öffentliche Verkehrsmittel fährt. Sitzt man im Bus, der Bahn oder dem Zug, hat man Dank seiner Mobilen Daten eine Vielzahlt von Unterhaltungsmöglichkeiten, die von dem Lesen der News oder einem E-Paper, über Streamen von Musik oder Videos bis zur kostenlosen Kommunikation mit Personen weltweit über diverse Social Media Funktionen reicht.
Auf der Arbeit oder an der Uni angekommen, liest man dann z.B. die E-Mails der Geschäftsanschrift oder downloadet die neusten Folien und Texte.
Mit der Funktion des Online Bankings, die 2015 schon 73% der Deutschen nutzten, kann man in der Pause oder auf dem Heimweg ganz einfach seinen Kontostand kontrolieren und gleich ein paar Rechnungen bezahlen.
Für das Abendessen wirft man noch einen Blick auf ein Internetforum wie z.B. Chefkoch.de und fragt Siri oder Google Now, wie lang der Supermarkt heute offen hat, um die passenden Zutaten zu besorgen.
Abends sucht man sich auf Netflix, das Erste LIVE, RTL now oder anderen vergleichbaren Seiten sein passendes Abendprogramm aus. Nebenher kann man am Smartphone oder Tablet ein paar Profile auf einer Partnerbörse durchklicken, online Klamotten bestellen oder Neuigkeiten auf den Social Media Seiten durchschauen.
Zusätzlich nutzt man den Tag über immer wieder Instant Messaging Dienste, um mit Bekannten, Freunden und Familie in Kontakt zu sein. Allein über Whats-App werden laut einem Artikel von „Die Presse.com“ täglich 42 Milliarden Nachrichten und 1,6 Milliarden Bilder übermittelt.

Natürlich ist der beschriebene Tag nur als Beispiel der verschiedenen Möglichkeiten, wie man das Internet im Alltag nutzen kann, zu sehen. Nicht jeder greift auf diese Anwendungen zurück, nutzt das Internet weniger, mehr oder anderst. Unumstritten ist, dass das Internet eine wichtige Größe in unserem Alltag geworden ist und nach einer Studie der Kantar TNS inzwischen von den Deutschen vor dem Fernsehen als wichtigstes Medium eingestuft wird.

Durch die Digitalisierung werden viele Dinge des alltäglichen Lebens  durch Funktionen im Internet erstezt: Man chattet, statt zu reden; man goggelt, statt nachzudenken; man klickt sich durch Partnerbörsen, statt rauszugehen, um zu flirten. Das Internet und alle Entwicklungen, die damit einhergingen, haben unser Leben verändert und werden es wohl auch in Zukunft verstärkt tun. Die Fragen, die sich Jeder stellen sollte, sind, wie sehr mache ich mich davon abhängig und kann ich ohne Internet überhaupt noch leben?

 

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