Trump und die Suche nach Musik

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Für einen populistischen Wahlkamp, wie ihn Donald Trump in den USA führt, bräuchte es eigentlich auch die passende, fesselnde und „populäre“ Musik. Jedoch sträuben sich bekannte Musiker, dessen Songs ungefragt bei Wahlkampfveranstaltungen benutzt wurden, dies zuzulassen. Merkwürdig, dabei würden sie doch einen, so auf dem Boden gebliebenen, rechtspopulistischen Rassisten unterstützen, wer will das denn nicht? Viele.

Den Anfang machte Neil Young, welcher die große Ehre hatte mit seinem Song „Rockin’ in the free world“ Donald Trumps Kandidatur einzuleiten. Jedoch ohne Erlaubnis, teilte Youngs-Managment mit. Zu diesem Zeitpunkt konnte man noch denken/hoffen, dass die Kandidatur nur ein schlechter Scherz ist, aber es ging weiter auch musikalisch. Der bekennende Republikaner Steven Tyler von Aerosmith will nicht mit dem Wahlkampf in Verbindung gebracht werden und wehrt sich gegen die Nutzung seines Songs ,,Dream on“. So auch R.E.M., AdeleElton John und die Rolling Stones.

Das Gute für Trump ist wohl, dass es genug Hits gibt, die wenigstens einmal bei seinen Veranstaltungen gespielt werden können. Zudem mediales Aufsehen, durch unerlaubtes Benutzen von bekannten Lieder, ist trotzdem mediales Aufsehen! Aber vielleicht dürfen wir uns auch weiterhin auf Auftritt von den USA Freedom Kids freuen, welche Songs extra für Donald Trump singen und bei gleichbleibender Qualität wohl eine „Viral-Garantie“ haben.

In diesem Sinne: USA, USA, USA

 

Ein Kommentar zu “Trump und die Suche nach Musik”

  1. [Trierer Medienblog] Trump und die Suche nach Musik sagt:

    […] http://weblog.medienwissenschaft.de/archives/19944 […]

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