Sep 11
Auf Wunsch der Zuschauer wurde die Cosmos direkt Werbung
wo das kind sagt “wenn papa mal tot ist dann will ich einen ponnyhof haben” zensiert. Der neue Text lautet jetzt:
“wenn papa mal *piep* ist dann will ich nen ponnyhof haben” *wir respektieren den wunsch der zuschauer in dieser Form nicht über den tot zu reden, sorgen sie dennoch rechtzeitig vor* Cosmos direkt.
Sieht man mal welchen Einfluss die Zuschauer doch nehmen können. Ein schönes Beispiel das die Zuschauer sich nicht alles gefallen lassen.
15 Kommentare zu “Cosmos direkt Werbung zensiert”
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12. September 2007 um 00:47
Und die Zuschauer, die den Humor haben, die Werbung so zu verstehen, wie sie gemeint ist (der Kern liegt ja weniger in dem Wort “tot”, als in der Tatsache, dass das Kind sich seinen Papa wegwuenscht, um seinen Wunsch verwirklichen zu koennen), haben offenbar keinen Einfluss ausgeuebt. Wenn man mit etwas zufrieden ist, meldet man sich eher nicht zu Wort. Bei Zuschauerkritik gewinnt vermutlich das Wort der Unzufriedenen, ohne Wissen, ob das Minderheitenschutz oder Mehrheitswille ist.
12. September 2007 um 20:20
Ob man Zuschauern, die Barbara Salesch, Talkshows, explosiv, exklusic, Stefan Rabb, Hansi Hinterseer usw. usf. schauen, wirklich Einfluss geben sollte ist die andere Frage…
12. September 2007 um 23:38
Cosmos Direkt zensiert TV-Werbespot……
haha,
neulich die Werbung von Cosmos Direkt zu Ihrer Lebensversicherung im TV gesehen. Es geht darum was Tocher und Mutter (der Familie Heller;-) sich kaufen oder leisten wenn der Vater tot ist und seine Lebensversicherung ausbezahlt wird. Die Tochter …
14. September 2007 um 13:48
Auf jeden Fall haben sie es geschafft einen kleine Tabubruch zu produzieren. Und so wird drüber berichtet. Da hat die Agentur ja wohl alles richtig gemacht.
Aber gab es nicht mal so ne werbung von denen mit so nem Raketenbauer? da hat sich doch auch keiner beschwert.
14. September 2007 um 14:26
Ich fand die Werbung aber zugegebener Maßen auch etwas anstößig. Als ich die zum ersten Mal gesehen hab war ich schon geschockt!
15. September 2007 um 00:02
Dann sollte man sich natürlich fragen: Warum findet man die Werbung anstößig?
Gibt es dafür wirklich gute Gründe? Oder liegt es vielleicht daran, dass wir den Tod und das Nachdenken hierüber zu sehr aus dem alltäglichen Leben heraus drängen? Oder gibt es auch noch andere Gründe?
15. September 2007 um 09:37
@Christian:
Ich denke, in diesem Fall fand respektive findet man den Werbespot nicht aufgrund einer eventuellen gesellschaftlichen Tabuisierung des Tods anstößig, sondern vielmehr durch die (immanent) transportierte Message, ein Familienmitglied stehe dem Reichtum und Glück von Mutter und Kind im Wege.
Der Wert “Familie” als Hindernis der materiellen Erfüllung – darin liegt letztlich wohl der Stein des Anstoßes.
15. September 2007 um 12:05
Genau da muss ich Daniel zustimmen. Einfach diese *hoffentlich stirbt der Vater bald damit es uns gut geht* war schon etwas hart.
16. September 2007 um 19:20
Könnte der Schuss für die Versicherung da nicht auch nach hinter los gehen. und sozusagen eine Stimmung nach dem Motto: “Lebe immer First Class sonst tun es deine Erben” beim möglichen Kunden hervorrufen?
17. September 2007 um 09:50
Ich fand die Werbung vorher nicht anstößig, sondern lustig – wir haben früher in unserer Familie auch mal eine Weile solche Witze über die Verwendung der Lebensversicherung meines Vaters gemacht und sind immer noch eine intakte Familie. Aber ich finde es eigentlich auch sehr witzig, was die Versicherung bzw. Werbeagentur als Reaktion auf die Kritik aus dem Werbespot gemacht hat. *piep* anstatt tot, versteht doch jeder genauso gut, die Aussage der Werbung bleibt damit die Gleiche. Und die Diskussion darüber ist da – also ich finde, da hat jemand seine Hausaufgaben gemacht. Und wer nicht möchte, dass sich seine Erben nach dem eigenen Tod durch die Lebensversicherung etwas leisten können, der schließt doch ohnehin keine ab. Ob es nun der Ponyhof ist, oder der normale Lebensunterhalt.
17. September 2007 um 16:25
Schleichwerbung soll gerügt werden. Obwohl sie einen möglichen besseren Werbungseffekt erreichen kann, verstoßt sie gegen die Regel der Werbungswelt: Fairplay. Um ein gutes Image der Firma sich aufzubauen, soll die Firma immer die Schleichwerbung vermeiden.
17. September 2007 um 17:22
Wer redet denn von Schleichwerbung?
Ich muss Rike zustimmen: Durch das *piep* bleibt die Message der Werbung ja letztendlich trotzdem erhalten und die erklärende Ansage verstärkt die Diskussion über die Werbung dazu nochmal – Kluger Schachzug!
17. September 2007 um 17:43
Wie ein Sprichwort läuft: ?Ein Tausend Zuschauer haben ein Tausend verschiedne Interpretationen von Hamlet.?, können wir nicht alle Zuschauer zufrieden machen. Aber ein Prinzip sollten wir immer im Kopf halten: die Medienprodukte sollten sich nicht nur den Zuschauern anpassen, sondern äußern sich deutlich, was sie eigentlich ausdrucken wollen.
18. September 2007 um 23:44
Die Alternative die Gewählt wurde ist auf jeden Fall medienwirksamer wie die Werbung einfach einzustellen
26. September 2007 um 08:17
[...] Nach diversen Beschwerden wurde der Clip mit einem Beep zensiert und um folgenden Text ergänzt: Wir respektieren den Wunsch einiger Zuschauer über den Tod nicht so sprechen zu wollen – bitte sorgen Sie trotzdem rechtzeitig vor! [...]