Groß, größer, gigantisch: Der 50. Super Bowl

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In der Nacht vom 7. auf den 8. Februar 2016 fand eines der größten Sportereignisse im kalifornischen Levis-Stadium in Santa Clara statt. Die Rede ist dabei vom Super Bowl, dem amerikanischen Meisterschaftsendspiel der NFL. Dabei jährte sich das mediale Großereignis in diesem Jahr zum 50. Mal und erreichte etwa eine Milliarde Zuschauer rund um den Globus.

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Aus der reinen sportlichen Perspektive betrachtet handelte es sich bei dem Jubiläumsendspiel um eine Football Partie zwischen den im Vorfeld favorisierten Carolin Panthers und den Denver Broncos.
Jedoch stellt der alljährlich ausgetragene Super Bowl nicht nur in sportlicher Hinsicht eines der größten Events dar- er übertrifft sich gar in mehreren Hinsichten an Superlativen.
Seit der erstmaligen Austragung des Sportereignisses im Jahr 1956 verfolgten vergangenen Sonntag etwa 112 Millionen US-Bürger das Endspiel live vor dem TV- Bildschirm. Weltweit wurde das sportliche Event von beinahe 800 Millionen Menschen gesehen und ist somit das größte mediale Sportereignis der Welt.

Der Spieltag beginnt dem Singen amerikanischen Nationalhymne, verformt von berühmten Musikern. Dieser „Show – Ritterschlag“ (BamS) wird jedoch nur den Besten der Besten gewährt: nach Topstars wie Whitney Houston, Diana Ross oder Cher war es dieses Jahr Lady Gaga, der diese Ehre zuteil wurde.  Die „Halftime – Show“ wurde untermalt von Megastar Beyoncé, Popsänger Bruno Mars und der Kultband Coldplay.
Diese beispiellose globale Aufmerksamkeit nutzen natürlich auch Topkonzerne für eigennützige Werbezwecke: mithilfe der 40 Millionen Dollar teuren 30 – sekündigen,  sich in Verrücktheit übertreffenden Werbespots,  reißen sich jährlich große Namen wie Skittles, Audi, Paypal und Tack Bell um die Kaufkraft der Rund eine Milliarde Zuschauer (Quelle: SZ).
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Die Amerikaner verfolgen dieses Spektakel hauptsächlich essend: 4.000 Tonnen Popcorn, 14.000 Tonnen Chips und 1,3 Milliarden Chickenwings werden an diesem Tag durchschnittlich verdrückt – insgesamt 50 Millionen Dollar gibt der Zuschauer allein für Essen aus! – und ist somit nach Thanksgiving die Zweitgrößte Einnahmequelle für die Nahrungsmittelindustrie.
Und auch die Pizza- Dienste erfreuen sich am Superbowl: sie machen an diesem Tag unglaubliche 2/3 ihres Jahresumsatzes!
Diesen ereignis- und bierreichen Tag müssen die Amerikaner erst wieder verdauen – an dem „Morgen danach“ gibt es rund sechs mal so viele Krankschreibungen als an gewöhnlichen Montagen (Quelle: RP- Online).
Zwischen all dem Drumherum könnte man die wichtigste Nachricht über diesen Spieltag glatt vergessen: die Carolin Panthers unterlagen den Denver Broncos mit 24:10. Diese erfreuen sich über die 25.000 Dollar Teure Vince- Lombardi- Trophäe.
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Ein Kommentar zu “Groß, größer, gigantisch: Der 50. Super Bowl”

  1. [Trierer Medienblog] Groß, größer, gigantisch: Der 50. Super Bowl sagt:

    […] http://weblog.medienwissenschaft.de/archives/19748 […]

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