O du seelige, kundenbringende Weihnachtszeit!

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Weihnachtszeit, Bescherungszeit! Der Monat Dezember bietet für Unternehmen aller Art den optimalen Einsatz eines beliebten PR-Instruments zum Thema Markenkommunkation: dem virtuellen Adventskalender.

Klassischer Beispiel Adventskalender. Hier von www.innenaussen.com

Ob Zeitschriften, Zeitungen oder Lebensmittelketten, sie alle bieten auf ihrer Webseite die Möglichkeit, ab dem 1. Dezember 24 Tage lang täglich einen attraktiven Preis abzustauben. Dabei handelt es sich oft um Produkte aus dem eigenen Sortiment, Reisen, oder auch Rabatt Aktionen. Der User muss lediglich, von Gewinnspiel zu Gewinnspiel variierend, entweder ein Memory Spiel über sich ergehen lassen, ein Rätsel lösen oder schlichtweg ein Formular ausfüllen, um an der Verlosung des Tagespreises teilzunehmen. Eigentlich eine tolle Sache für den Teilnehmer, aber umso toller für die Anbieter, denn der wahre Profiteur ist das jeweilige Unternehmen.

Einerseits können Konsumgüterhersteller wie z.B. die Kleidermarke Belmondo für ihre eigenen Produkte werben, indem sie Artikel aus dem eigenen Sortiment verlosen und somit potenzielle Neukunden anwerben. Durch die verpflichtende Dateneingabe der Teilnehmer werden so die Adresskarteien gefüllt, Kundenbindung erfolgt dann durch die (meist) optionale Newsletter Anmeldung. Abhängig von der Seriosität der Webseite, können diese nachfolgend mit nervigen Spam Mails oder lästigen Anrufen verbunden sein.
Andererseits können Zeitungen, Zeitschriften und Verlage wie z.B. ELLE, Vogue, Süddeutsche Zeitung etc. die Beziehung zu Lesern, sowie zu anderen werbetreibenden Unternehmen stärken bzw. neue Leser und Werbepartner gewinnen. Letzteres erfolgt beispielsweise durch die Verlosung der Produkte der Werbepartner, welches zudem eine weitere Finanzierungsmöglichkeit garantiert.
Zuletzt darf die erhöhte Aufmerksamkeit nicht vergessen werden, die insbesondere kleinere Unternehmen nutzen können, um sich neben der Konkurrenz einen Namen zu machen, denn prinzipiell gilt: je attraktiver die Preise, desto mehr Teilnehmer, die wiederholend mitmachen und sich auch nach der Weihnachtszeit eventuell an das Unternehmen erinnern.

Und was bekommt der Teilnehmer im Gegenzug? Natürlich den Tagesgewinn – mit einer Wahrscheinlichkeit von vermutlich unter 1%. Oftmals auch einen regelmäßigen Newsletter und einen volleren Spam Ordner.
Die Naivität der Nutzer, die bei virtuellen Adventskalendern mitspielen, wird clever von PR- und Marketing-Abteilungen ausgenutzt, doch der Trend entwickelt sich weiter: Unternehmen können nun auch auf ihrer Facebook Seite Adventskalender anbieten – meist bekommen sie dafür Zugriff auf das öffentliche Profil der User. Wer nun also tatsächlich von dem Weihnachtsspaß profitiert, ist klar. Zum Glück stößt das auf Ignoranz auf der Konsumentenseite.

Wer übrigens sein Glück bei solchen Online Adventskalendern versuchen will, kann sich einen von solchen gesammelten auf www.adventskalender-gewinnspiele.de aussuchen und eventuell das ein oder andere Weihnachtsgeschenk gewinnen. Viel Glück dabei!

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Ein Kommentar zu “O du seelige, kundenbringende Weihnachtszeit!”

  1. [Trierer Medienblog] O du seelige, kundenbringende Weihnachtszeit! sagt:

    […] http://weblog.medienwissenschaft.de/archives/19137 […]

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