Keine Gebühren ab 2017 – zu spät

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EU-Staaten und Europarlament haben Abschaffung der Roaming-Gebühren beschlossen

Der Plan war anders. Eigentlich sollten Roaming-Gebühren bereits bis zum Juli 2016 entfallen. So plante es einst die damalige EU-Kommissarin für Digitale Agenda, Neelie Kroes im Jahr 2013.

Nun haben wir 2015 und die EU-Staaten und das Europarlament haben kürzlich die Abschaffung der Gebühren auf den 15. Juni 2017 terminiert.

Der Prozess der Gebührensenkung für das telefonieren und simsen im EU-Ausland begann bereits  2007. Im Mai 2012 hat das EU-Parlament eine Roaming-Verordnung  verabschiedet. Diese legte damals schon fest, dass die Gebühren für getätigte Anrufe maximal 19 Cent pro Minuten betragen dürfen, ab 30. April 2016 dürfen die Anbieter einen Aufschlag von maximal fünf Cent zum Heimtarif berechnen. Selbiges gilt für Datentarife, ausgehende SMS dürfen höchstens mit zwei Cent Aufschlag abgerechnet werden.

„Durchbruch. Ende der Roaming-Gebühren ab 2017. Garantie für freies Internet für alle“,  so die frohlockende Nachricht aus Brüssel von EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Günther Oettinger.

Doch so einfach ist es leider doch nicht. Dies gilt nur für „gelegentliche Reisen“. Wer häufiger im EU-Ausland telefoniert, simst und surft, könnte dennoch eine Rechnung vom Anbieter bekommen. Unternehmen können die entstandenen höheren Kosten dann weiterhin abrechnen.

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