Die Gefahren eines Journalisten

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Der erste Gedanke, der einer hat, wenn er das Wort „Journalist“ hört, hat die Idee von einem Beruf, in dem man sich gut ausdrücken kann, immer bereit zu Sprechen, Fragen, Antworten und Kommentieren muss. Aber das ist nicht alles. Die Journalisten riskieren in vielen Fälle ihr Leben um uns die Nachrichten zu erzählen. Die Journalisten, die in Kriegsgebieten arbeiten, in Syrien, Irak oder Afghanistan, kennen keine „leichten“ Nachrichten, z.B. ueber eine Neueroeffnung von „Rossman“ oder „H&M“. Sie kennen Schüsse und Explosionen, Blut und Tränen, sie kennen Gefahren und sie wissen, dass sie immer in der Mitte dieser Gefahren leben müssen um ihre Arbeit zu machen.

Seit 2003 wurden fast 700 Journalisten weltweit getötet, seit 1992 sind mehr als 500 Journalisten unaufgeklärt ermordet und zwar 102 von denen im Irak. In 2014 wurden 220 Journalisten weltweit in den Ländern, in denen sie gearbeitet haben, getötet. Fast 2000 Journalisten wurden in 2014 angegriffen oder bedroht, 119 entführt.

Diese Zahlen sind erschreckend! Die Angriffe auf Journalisten und auf Journalismus selbst, sind ungerecht, denn die Journalisten sind die, die der ganzen Welt erzählen was/wo/warum passiert und die Welt selbst braucht diesen Beruf. Warum braucht man Nachrichten? Wie Allison Shelley, Journalistin von L.A. Times bezüglich Ebola Ausbruch geschrieben hat: „Lack of information can lead to paranoia, anger and, ultimately, in the case of a disease such as Ebola, to a worse epidemic“, d.h. Informationsmangel kann zu Paranoia, Aerger und im Falle einer Seuche wie Ebola, zu einer mehr schlimmeren Epidemie führen.

2015 auch hat nicht gut begonnen, erst mit dem Terror in Paris bei der „Charlie Hebdo“ Zeitung mit 12 Todesfällen. Dieser Terror geht weiter zu den Tatorten in Ost-Paris und Dammartin-en-Goële. Und das alles wegen der extremen religiösen Terrorgruppen, die unsere Art von Humor nicht verstehen und nicht akzeptieren? Solange Religionen existieren werden, werden die Menschen versuchen ihre Handlungen mit denen rechtfertigen.

Journalismus ist kein Spielchen, Journalismus ist einer von den gefaehrlichsten Berufe der Welt und zwar speziell in dieser Zeit, wenn die Spannung zwischen den Staaten und den Völkern so hoch ist. Die Heimatstaaten von den Journalisten müssten mehr in die Sicherheit ihrer Mitarbeiter investieren, nicht nur die festangestellten aber auch den Freelancer, die die fast immer keine Sicherheitsbedingungen in ihre Arbeitsverträgen haben. Aber sie sind auch die, die am meisten die eigene Gesundheit und ihr Leben riskieren.

 

Quellen:

http://www.latimes.com/opinion/op-ed/la-oe-shelley-freelance-journalists-foley-sotloff-20140907-story.html

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/155013/umfrage/unaufgeklaerte-morde-an-journalisten-weltweit/

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/153608/umfrage/inhaftierte-journalisten-weltweit-seit-2000/

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/176729/umfrage/weltweit-ermordete-journalisten-seit-2003/

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/74658/umfrage/repressalien-gegen-journalisten-blogger-und-medien/

 

Ein Kommentar zu “Die Gefahren eines Journalisten”

  1. [Trierer Medienblog] Die Gefahren eines Journalisten | netzlesen.de sagt:

    […] http://weblog.medienwissenschaft.de/archives/17910 […]

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