Findery – die schlaue Art zu reisen

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Wer verreist nicht gerne? Neu Länder und Städte kennenlehrnen und Erfahrungen machen. Dabei möchte man möglichst viel vom Leben der Einheimischen mitbekommen und nicht nur auf den üblichen Touristenpfaden entlang wandern. Doch so einfach ist  das meistens gar nicht, denn woher nimmt man das ganze „Insider-Wissen“? Wie findet man die kleinen gemütlichen Cafés abseits von den großen Einkaufsstraßen, oder die Plätze mit der schönsten Aussicht, die aber nicht vollkommen überlaufen sind? Im Reiseführer ganz bestimmt nicht und sich die ganzen Tipps von irgendwelchen Reiseblogs zusammen zu klauben ist auch viel zu mühsam und zeitaufwendig. Ein Glück gibt es da etwas neues, Findery.

Eine App/ Website, die es einem ermöglicht die schönsten Plätze der Heimatstadt, oder Insidertipps von seinen Reisen mit anderen zu teilen, also Geschichten und Ereignisse, die einen mit dem Ort verbinden. Um die App zu nutzen, muss man allerdings nicht zwingend auch etwas veröffentlichen und man kann entscheiden, ob man seine Notizen öffentlich oder privat macht.

Aber wie funktioniert das, wenn man dann unterwegs ist?

Nachdem der momentane Standtort von der App lokalisiert wurde, werden einem die unterschiedlichen „Notizen“, so werden die Posts der User genannt, auf einer Karte angezeigt und dann kann es losgehen mit dem entdecken. Es werden nicht nur Läden, Restaurants oder ähnliches vorgeschlagen, sondern es gibt auch viele skurrile Geschichten, persönliche als auch historische. Aus den einzelnen Notizen kann man auch so genannte Notemaps zusammenstellen, die man z.B. zu einem Thema macht und die dann wie eine Tour funktionieren. So gibt es z.B. zu manchen Städten Notemaps, die die verschiedenen Drehorte von Filmen zusammenfassen oder welche, die eine ganz private Geschichte erzählen. Das Gute ist, dass man seine Beiträge nicht nur in schriflicher Form festhalten kann sondern auch mit Bildern und Tonaufnhamen untermalen kann.

Der ursprünglich Name der Website war Pinwheel, diese wurde dann aber im Oktober vor zwei Jahren unter Findery offiziel veröffentlich und im März dieses Jahres kam dann die App dazu raus. Geründet wurde die Website von der Flickr-Gründerin Caterina Fake, welche die Idee dafür aufgrund des popkulturellen Hintergundes ihrer Nachbarschaft hatte, welchen sie mit anderen Teilen wollte. Es war ihr wichtig, dass Findery mehr vermittelt als der klassische Reiseführer und es ging ihr vor allem darum, dass die Leute nicht nur ihre Tipps und Erfahrungen miteinander teilen, sondern sich auch darüber austauschen. Demnach fungiert Findery wie eine soziales Netzwerk, denn weiterhin ist es möglich den Leuten zu folgen, deren Posts einem am besten gefallen. Durch die Möglichkeit der Interaktion der User, soll sich Findery von anderen Reise-Apps untterscheiden und abgrenzen.

Wer also bei seiner nächsten Reise mehr als nur die üblichen Touristenattraktionen sehen möchte, sollte Findery auf jeden Fall einen Versuch geben.

 

 

Quellen:

http://venturebeat.com/2014/03/07/caterina-fakes-findery-finally-launches-its-travel-app/

https://findery.com/

http://www.cntraveler.com/stories/2014-10-21/travel-app-findery-by-flickr-co-creator-caterina-fake

http://www.foxnews.com/tech/2014/10/20/social-app-findery-lets-users-share-notes-from-all-over-world/

http://www.zeit.de/digital/mobil/2014-11/findery-app-kritik-smartphone

http://techcrunch.com/2014/03/06/after-2-years-in-beta-findery-launches-its-geo-tagged-story-sharing-app-on-ios-worldwide/

 

 

Ein Kommentar zu “Findery – die schlaue Art zu reisen”

  1. [Trierer Medienblog] Findery – die schlaue Art zu reisen | netzlesen.de sagt:

    […] http://weblog.medienwissenschaft.de/archives/17445 […]

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